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Posts Tagged ‘Wolfgang Morell’


Im August vergangenen Jahres besuchte Wiktoria Kossenjuk vom Sender „Belarus 1“ aus Minsk mit ihrem Team Erlangen, um ein Interview mit dem Weltkriegsveteranen Wolfgang Morell zu machen, nachzulesen hier: https://is.gd/YDNfSi Im Anschluß fuhren die Gäste noch nach Gera, um mit dem mittlerweile verstorbenen Günter Kuhne zu sprechen, der ebenfalls einen Teil seiner Kriegsgefangenschaft in Wladimir verbracht hatte. Nun wurde die fast einstündige Reportage im Rahmen des Projekts „Ich ВОЙНА“ – „Ich bin der KRIEG“ am 10. Mai erstausgestrahlt und gestern im Internet vorgestellt. Leider nur auf Russisch, aber dennoch sehenswert!

Ganz kurzfristig, ausgerechnet im April, als noch die strengen Corona-Regeln galten, wandte sich Anna Kisseljowa von Russia Today an den Partnerschaftsbeauftragten im Erlanger Rathaus mit der Bitte um Vermittlung von Kontakten zu Kriegsveteranen. Wieder erklärte sich Wolfgang Morell bereit, Rede und Antwort zu stehen, dieses Mal zusammen mit Philipp Dörr aus Fränkisch Crumbach im Odenwald. Beide hatten übrigens zum 75. Jahrestag des Kriegsendes mit nach Wladimir reisen wollen. Nehmen Sie sich eine Viertelstunde Zeit, um den beiden Männern, kommentiert von Witalij Gurinowitsch aus der Partnerstadt, unter der Überschrift „Geheilte Wunden“ zuzuhören: https://deutsch.rt.com/kriegstrauma/chapter/5

https://deutsch.rt.com/static/kriegstrauma/img/share.webp

Wer mehr Zeit und Interesse mitbringt, mache sich mit allen sechs Kapiteln dieses Projekts https://deutsch.rt.com/kriegstrauma vertraut, das den Augenzeugen Gelegenheit gibt, vom Unsagbaren zu sprechen.

Das teuerste Kalenderblatt. 9. Mai 1945: Sieg Mai 9. Mittwoch Sieg. 9. Mai 1944: Einheiten der Roten Armee eroberten Sewastopol und befreite die Krim vollständig von den deutsch-faschistischen Okkupanten.

Leider noch nicht fertiggestellt ist das Material von Jekaterina Zwetkowa, die Ende November, Anfang Dezember mit ihrem Team und Nikolaj Schtschelkonogow gekommen war, um den Weltkriegsveteranen auf seiner wohl letzten Deutschlandreise zu begleiten. Es hakt noch an der Finanzierung auf russischer Seite, aber eine Lösung ist in Sicht. Noch etwas Geduld also, dann gibt es auch ihren Film unter dem Titel „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ zu sehen geben. Und bis dahin kann man sich ja die beiden obigen Reportagen mit viel Gewinn ansehen – und diesen so gar nicht reißerischen Anreißer mit Bildern aus Erlangen, Baiersdorf, Jena, Berlin, Potsdam und Buchenwald: https://is.gd/nOTPzW

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Wäre nicht die Corona-Pandemie, hielte sich derzeit Oberbürgermeister Florian Janik an der Spitze einer fünfzehnköpfigen Delegation in Wladimir auf und spräche heute auf dem Platz des Sieges. Nun, da alles anders gekommen ist, legte das Stadtoberhaupt gestern, zum 75. Jahrestag des Kriegsendes, an den sogenannten Russengräbern auf dem Zentralfriedhof einen Kranz nieder und wandte sich mit folgenden Worten an die Partnerstadt:

Peter Steger und Florian Janik (gesehen von Othmar Wiesenegger)

Liebe Freundinnen und Freunde in Wladimir,

vor fünf Jahren durfte ich auf dem Platz des Sieges zu Ihnen sprechen. Heute, am 75. Jahrestag des Kriegsendes, wende ich mich aus Erlangen an Sie alle. Auch wenn die Corona-Krise uns gegenwärtig trennt, eint uns doch in dieser Zeit die gemeinsame dankbare Erinnerung an den Sieg über den Nationalsozialismus.

Dieser Kampf gegen eine menschenverachtende Ideologie forderte besonders aufseiten der Sowjetunion einen unermesslichen Blutzoll. Kein anderes Land hatte unter dem Vernichtungsfeldzug der Wehrmacht mehr zu leiden als die UdSSR, kein Staat trug mehr zur totalen Niederlage des Deutschen Reiches bei. Und ungeachtet der schrecklichen Kriegsfolgen leistet auch niemand einen größeren Beitrag als die Russische Föderation zur friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands vor 30 Jahren.

Ich betrachte es deshalb als ein Wunder der Geschichte, wie wir diese Bürgerpartnerschaft pflegen dürfen, die bereits 1983, noch zu Zeiten des Kalten Krieges, von weisen Menschen hier wie dort begründet wurde. Ich bin darum dankbar für die zum Frieden und zur Verständigung ausgestreckte Hand, die wir gern ergreifen. Und ich freue mich, hoffentlich schon bald wieder in Ihre wunderschöne Stadt kommen zu können.

Ich lege heute diesen Kranz an den Gräbern nieder, wo die sterblichen Überreste von 271 russischen Soldaten ruhen, die in der Folge des 1. Weltkriegs in Erlangen verstarben. Ich tue dies in ehrender Erinnerung an die vielen Kriegsveteranen aus Wladimir, die bereits an dieser Gedenkstätte standen.

Ihnen allen, die den Krieg besiegt und den Frieden geschaffen haben, gilt nicht nur heute meine besondere Verehrung. Ihnen möchte ich an diesem Tag mit dieser Geste danke sagen für die Befreiung vom Nationalsozialismus und danke für 75 Jahre Frieden zwischen unseren Völkern. Unsere Verpflichtung ist es nun, diesen Frieden zu bewahren.

Ich gratuliere Ihnen zum Tag des Sieges und wünsche Ihnen ein schönes Fest des Friedens und des Guten.

Florian Janik (gesehen von Othmar Wiesenegger)

 

Дорогие друзья во Владимире!

Пять лет назад мне выпала честь выступить с речью на Площади Победы во Владимире. Сегодня, 75 лет после окончания Второй мировой войны, я обращаюсь к Вам всем из Эрлангена. И, несмотря на то, что сейчас нас разъединяет коронавирус, нас объединяет огромная благодарость за Победу над фашизмом.

Эта борьба против идиологии, направленной на уничтожении всего человеческого, потребовала особенно со стороны Советского Союза неизмеримых потерь. Ниодна другая страна не пострадала от уничтожающего всё на своём пути плана Барбаросса больше, чем Советский Союз, ниодно государство не внесло такого вклада в уничтожение Третьего Рейха как СССР. И, несмотря на ужасные последствия войны, ниодна другая нация не внесла такой вклад в мирное Объединение Германии 30 лет назад как Россия.

Для меня стало чудом истории то, что сегодня мы можем поддерживать побратимство между нашими гражданами. Это – партнёрство, которое началось в 1983 году, ещё во времена Холодной войны, это – связи, которые были заложены мудрыми людьми здесь и там. Поэтому я так благодарен за этот мир, за это взаимопонимание между нами, за эту протянутую руку дружбы, которую мы приняли с такой радостью. И я надеюсь, что уже очень скоро снова смогу приехать в Ваш прекрасный город.

Сегодня я возлагаю венок на могилы 271 русского военнопленного, умершего в Эрлангене во время и после Первой мировой войной. Я делаю это в память о многочисленных ветеранах из Владимира, которые столько раз стояли здесь, вспоминая своих боевых товарищей. Вам всем, победившим войну и сохранившим мир, моё искреннее уважение и почтение. Этим жестом я благодарю Вас за освобождение мира от фашизма и говорю спасибо за 75 лет мира между нашими народами. Наша обязанность сегодня – сохранить его.

С Днём Победы! С праздником мира и добра!

Doch damit nicht genug. Die Partnerschaft kann COVID-19 zwar am unmittelbaren Austausch hindern, hat aber nicht das Zeug, alle Verbindungen abbrechen zu lassen, wie folgendes Projekt beweist:

Gestern hätte in Wladimir nämlich auch eine Ausstellung der Kunstvereine beider Partnerstädte mit dem Titel „Sieg über den Krieg – Erinnerungen“ eröffnet werden sollen. Nun ist sie hier wie dort und überall auf der Welt im Internet zu sehen, und Nils Naarmann stellt das Projekt im Video kurz vor:

Zu sehen ist die Ausstellung hier auf der Homepage des Kunstvereins Erlangen https://is.gd/K6cVm6 sowie des Künstlerverbands Wladimir https://izo33.ru – noch das ganze Jahr und rund um die Uhr. Eine ausführlichere Besprechung des Projekts folgt noch.

Sieg über den Krieg 1

Amil Scharifow und Nils Naarmann

Aber kein Fest ohne Lieder. Deshalb zu guter Letzt für heute noch ein Ständchen im Sitzen mit dem Weltkriegsveteranen Wolfgang Morell, der mit seiner musikalischen Einlage seine Kameraden in Wladimir grüßt.

Und noch eine Zugabe: Wolfgang Morells Freund, Nikolaj Schtschelkonogow, erwidert den musikalischen Gruß und berichtet – freilich auf Russisch – von seinen Begegnungen in Deutschland. Besser kann deutsch-russische Verständigung wohl kaum gelingen… Mit einem Klick hier https://is.gd/bVLgUH sind Sie dort in Wladimir.

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Gestern vor 75 Jahren feierte jemand seinen letzten Geburtstag, der unendlich viel Leid über die Welt gebracht hatte. Doch das Böse siegte nicht. Gestern wurde die Friedensbotschaft von Wolfgang Morell, einem Weltkriegsveteranen, fertiggestellt – mit einem Freundesgruß an die einstigen Feinde.

Wolfgang Morell

Alles auf Russisch, aber vielleicht auch für die deutschsprachige Blog-Gemeinde als Zeitzeugnis sehenswert: https://is.gd/FKzdaz

 

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So wie auch der schönste Abend einmal zu Ende geht, schließt selbst der längste Fortsetzungsbericht mit dem letzten Punkt. Und im Fall des Russischen Abends mit einem großen Dankeschön an die vier ehrenamtlichen Köchinnen, die für die russischen Teil des Büfetts sorgten, während das gastronomische Team vom Club International unter Leitung von Bernd Uebel den fränkischen Part und die Getränke beisteuerte.

Natalia Kaiser, Nadja Steger und Jelena Schaab

Alle Getränke? Nein: Wie schon bei den letzten Russisch-Deutschen Wochen spendete Köstlich & Co. in der Friedrichstraße 18, von seinen Delikatessen aus aller Welt die richtige Teemischung für den Abend.

Gabriele Steinbach, Inh. von Köstlich & Co.

Geschmeckt hat es offensichtlich allen, jedenfalls blieb so gut wie nichts übrig, alles wurde brav aufgegessen. Kein Wunder aber auch nach dem gut eineinhalbstündigen Programm mit Reden und Präsentationen. Da war leibliche Stärkung angesagt.

Russischer Abend 46

Jekaterina Korschofski und Natalia Kaiser mit Othmar Wiesenegger als „Kiebitz“

Auch für Jekaterina Korschofski, die nicht nur beim Verpflegungsteam aktiv war, sondern auch am Dienstag, den 11. Februar, und am Donnerstag, den 13. Februar, im Rahmen der Russisch-Deutschen Wochen beweist: „Kyrillisch schreiben… ist gar nicht so schwierig“. Ob das so stimmt? Kalligraphisch ist es auf jeden Fall.

Essen hin, Trinken her, aber nie ohne den Bildungsauftrag der Volkshochschule! Viele grübelten auch noch bei Tisch, wie hier Hans Gruß, über den Quizfragen.

Unterdessen konnte sich das Orga-Team schon einmal erleichtert freuen: gut 130 Gäste beim Russischen Abend, um die 600 Teilnehmer an den bisherigen Veranstaltungen der Russisch-Deutschen Wochen. Eine Statistik, hinter der mehr als Zahlen stehen, sondern vor allem die ungezählten Ehrenamtlichen, die ihre je eigenen Verbindungen zu Wladimir pflegen, ihre je ganz besonderen Projekte entwickeln und einfach Freundschaft halten. Sie alle sind das Salz der Partnerschaft, um es biblisch auszudrücken.

Tatjana Kirssanowa, Natalia Korssakowa, Elisabeth Hein, Nadja Steger, Reinhard Beer und Peter Steger

Da ist Fredi Schmidt, Fahrer des Erlanger Oberbürgermeisters, der sich schon auf seinen nächsten Laufwettkampf in Wladimir freut.

Russischer Abend 32

Nadja Steger, Fredi und Martina Schmidt

Da ist Tom Weinhold, Frontmann der Band Meloco, der zusammen mit Marcel Desch und Christian Marsch von Impvlse so begeistert von dem nun schon zehn Jahre währenden Austausch von Rockgruppen mit Wladimir berichten kann, der im Herbst schon – dann freilich mit anderen Ensembles – fortgesetzt wird.

Tom Weinhold

Da ist John Stackmann, der hofft, nach einem Jahr Pause zum zwanzigjährigen Jubiläum seines Winterwaldlaufs in der Brucker Lache wieder Athleten aus Wladimir am Start begrüßen zu können.

Michael Cassens, Susanne Lender-Cassens und John Stackmann

Da ist der Weltkriegsveteran, Wolfgang Morell, der ungeachtet seiner 96 Jahre noch kaum eine Veranstaltung der Russisch-Deutschen Wochen ausließ und voll des Lobes für das Orga-Team ist.

Russischer Abend 35

Wolfgang Morell

Da sind Helene Decker vom Jugendamt und Haram Dar vom Jugendparlament, die Ende des Monats nach Wladimir reisen, um dort ein ganz neues Austauschprojekt zu starten, von dem sicher hier im Blog bald zu lesen sein wird.

Helene Decker und Haram Dar

Da sind Johannes Tuczek und Jürgen Schwandner vom Städtischen Bauamt, die in der Planungsphase für das Erlangen-Haus die architektonischen Grundlagen schufen und im Mai zu dessen fünfundzwanzigjährigen Jubiläum in die Partnerstadt fahren.

Michael Cassens, Johannes Tuczek und Jürgen Schwandner

Da sind Rolf Wurzschmitt und Abram Dyck, die mit dem „Kesselhaus Erlangen“ und den gebrauchten VAG-Bussen Anfang der 90er Jahre maßgeblich halfen, die Infrastruktur Wladimirs zu stabilisieren und auch bei der Sanierung des Erlangen-Hauses eine hilfreiche Hand anlegten, während Stadtrat und Internist i.R., Jürgen Zeus, bis heute den von Rotary Erlangen finanzierten Medizinaustausch koordiniert.

Rolf Wurzschmitt, Peter Steger, Abram Dyck und Jürgen Zeus

Da ist das Ehepaar Eva und Gerhard Hammer, das im Vorjahr Wladimir besuchte, wo auf Initiative des damaligen Direktors, Gerhard Hammer und mit Unterstützung der seinerzeitigen Partnerschaftsbeauftragten, Nadja Jewrassowa, das Gymnasium Fridericianum seit zwanzig Jahren (!) seine russische Partnerschule hat.

Gerhard und Eva Hammer

Eine Galerie, die sich noch lange fortsetzen ließe, die aber – eingedenk der Einleitung – nun zu einem Ende kommen soll. Aber nicht ohne ein Bild vom Glückspilz des Abends, der die Reise nach Wladimir (und zurück, wie Reinhard Beer verschmitzt anmerkte) gewann. Sehr zur Mitfreude des ganzen Saals.

Sieghard Hellmann, festgehalten von Othmar Wiesenegger

Eine Fortsetzung der Berichterstattung über den Russischen Abend am 31. Januar gibt es jetzt nicht mehr. Aber zum einen werden ja die Russisch-Deutschen Wochen am kommenden Samstag um 15.00 Uhr im Club International der Volkshochschule unter dem Motto „Russischer Humor“ fortgesetzt, und zum andern gibt es schon die ersten Ideen für die nächste russisch-deutsche Biennale Anfang 2022. Es gilt eben auch hierfür der Sepp-Herberger-Spruch in Abwandlung: Nach dem Russischen Abend ist vor dem Russischen Abend!

Finis cum grano salis , Ende auf Anfang gesetzt, конец – молодец!

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Im Mittelpunkt des Russischen Abends am Freitag stand natürlich das Jubiläum des Erlangen-Hauses. Vor 25 Jahren, am 7. Mai 1995, eröffnet, hatte die Botschaft der Partnerschaft natürlich auch eine Vorgeschichte.

Die Geburtstagstorte für das Erlangen-Haus

Selbst an einer solchen Festveranstaltung ist es unmöglich, die ganze Geschichte der Sanierung, Eröffnung und Fortführung des Hauses darzustellen, aber der Versuch war es wert: in zwei Teilen zu je zwei Pärchen.

Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa

Während Wolfram Howein und Peter Steger die von Helmut Eichler geleitete Entwicklung bis 1995 skizzierten, berichteten die beiden Dozentinnen, Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa, von der Entstehung des Sprachlernzentrums, das in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und dem Goethe-Institut entstand und heute so erfolgreich seine Deutschkurse anbietet: Sprachlernzentrum Erlangen-Haus

Wolfram Howein

Namen und Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart, Menschen und Erinnerungen, ohne die das Erlangen-Haus nicht denkbar wäre. Alles akribisch zusammengetragen im Jubiläumsband des Autorenduos Irina Chasowa und Wolfram Howein – zweisprachig auf gut 120 Seiten – unter dem Titel „Das Erlangen-Haus in Wladimir“.

Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa mit John Stackmann im Hintergrund

Dieses beim Russischen Abend präsentierte Standardwerk über Werden und Sein des „Deutschen Hauses“, wie es in Wladimir oft auch genannt wird, gehört ab sofort zur Pflichtlektüre aller, die sich für die Städtepartnerschaft interessieren, denn kein Projekt vorher oder nachher kann sich mit dem Erlangen-Haus und seiner Bedeutung messen. Nicht von ungefähr wurde ja das Erlangen-Haus 2001 von Bundespräsident Johannes Rau mit dem „1. Preis für bürgerschaftliches Engagement in Rußland“ ausgezeichnet. Erhältlich ist das Buch gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro unter peter.steger@stadt.erlangen.de

Wolfgang Morell und das Jubiläumsbuch zum Erlangen-Haus in Wladimir

Es ist aber auch noch ein Jubilar zu nennen, der heute seinen 75. Geburtstag feiert: der Kinderarzt und Prof. em. Dieter Wenzel, dem für seine Verdienste um die medizinische Zusammenarbeit mit Wladimir vor zehn Jahren der Ehrenbrief der Stadt Erlangen verliehen wurde https://is.gd/ULXMpm.

Dieter Wenzel und Wolfram Howein

Gratulation und ein großes SPASIBO für alles, lieber Dieter! Und danke an Nadja Steger und Othmar Wiesenegger für die Bilder!

Fortsetzung folgt

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Das Datum 22. Januar 1942 hätte in meiner Todesanzeige stehen können: „19 Jahre alt, gefallen vor Moskau für Führer, Volk und Vaterland…“ Dabei wäre ich den Heldentod gar nicht gestorben, sondern ein Opfer der NS-Propaganda gewesen. Doch ein gütiges Schicksal hatte Einspruch eingelegt!

Wolfgang Morell und Nikolaj Schtschelkonogow am 1. Dezember 2019

Noch am Vorabend hatten wir im Kameradenkreis an der Front diskutiert, ob man im Ernstfall in Gefangenschaft gehen solle. Anlaß war der Bericht eines gerade zu unserer Einheit gestoßenen Funk-Feldwebels, der um ein Haar den Partisanen in die Hände gefallen wäre. Wir alle waren uns einig in der uns immer wieder eingetrichterten Überzeugung: Die Russen machen keine Gefangenen! Schließlich habe man ja immer noch seine Waffe bei sich, mit der man Grausamkeiten durch Selbsttötung ausweichen könne!

Schon 15 Stunden später stand ich vor eben dieser Situation: Bei 42° C Kälte in etwas verstärkter Sommeruniform bezog ich nachts für zwei Stunden einen Horchposten. Da schnitt uns dreien eine Skipatrouille den Rückweg ab. Die halbe Nacht irrten wir in der eisigen Schneewüste umher, um unsere Einheit wiederzufinden.

Im Morgengrauen wurden meine beiden Kameraden von einem Trupp zu Pferde vor meinen Augen aufgegriffen. Etwa drei Stunden später bemerkte ich, wie ein Skitrupp auch meinen Spuren folgte, nun war die Zeit gekommen, sich Gedanken um die nächste – die letzte –  halbe Stunde zu machen. Die Diskussion am Vorabend war noch ganz lebendig. Flucht oder Verteidigung kamen nicht infrage. Mein Entschluß stand fest. es ging nur noch um das Wie! An meine Eltern, meine Heimat verbot ich mir, zu denken, denn das hätte mich von meinem Entschluß womöglich noch abgebracht.

Auf einer Waldlichtung trat ich mir ein Loch in den Schnee, setzte mich auf den Rand und nahm meinen Karabiner 98k nach dem Entsichern zwischen die Beine. Erst im letzten Moment, als die ersten „Russen“ ca. 5 m entfernt waren, drückte ich auf den Abzug…  Nichts… Völlige Verwirrung! Auf ein energisches „Ruki werch!“ hob ich die Hände, in der einen noch das Versager-Gewehr. Ein älterer „Mongole“ nahm es mir dann ruhig aus der Hand, legte mir seine auf die Schulter und sagte mir etwas im Tonfall Beruhigendes. Ich hatte es ausschließlich mit „Schlitzaugen“ zu tun, die bei uns für besonders grausam gehalten wurden… Ein normales Verhör mit einem Wörterbuch schloß sich an, ohne Gewaltanwendung, ohne Haß, pure Neugier, Gelächter über meine spärliche Bekleidung. Von den 25 R6-Zigaretten, die man mir abgenommen hatte, bekam ich noch etwa zehn zurück, nach Verteilung der übrigen an die Raucher! Eine wahrhaft anständige Behandlung, wie ich sie auch später noch auf weiten Strecken, besonders im Wladimirer Militärkrankenhaus und im Spezialhospital Nr. 388 für lungenkranke Kriegsgefangene in Moschga / Kasan erfuhr.

Die grauenhaften Verhältnisse an der Front, vertieft durch eklatante Mängel bei Bekleidung, Ausrüstung und Treibstoffversorgung, die abenteuerliche Art, wie ich „dem kriegerischen Geschehen entzogen worden war“ und der überraschend friedliche Empfang durch den Feind brachten mich schon nach Tagen, Wochen und Monaten der Besinnung zu Erkenntnissen, die das eingeübte Freund-Feindbild allmählich wanken ließen… In diesem Sinne hier noch einige Gedanken zum Thema „Frieden“:

In meinem ersten Kriegsgefangenenlager Krasnogorsk trat im August 1942 ein deutscher Hauptmann mit der damals noch völlig unrealistischen Forderung nach einem unverzüglichen Friedensschluß auf. Er erntete (verhaltene) Buhrufe! Welche ungeheuren Verluste wären uns und der Welt erspart geblieben, wäre es damals wirklich zu einem akzeptablen Frieden gekommen!  Doch es bedurfte erst der totalen Niederlage, weiterer Millionen Toter und ungezählter Ruinenstädte, bis uns der Friede von außen aufgezwungen wurde!

In Deutschland und in der Welt hat vor 75 Jahren der Frieden Einzug gehalten, aber nicht überall gehalten. Noch vor Verheilen der alten Kriegswunden flammen in fast allen Teilen der Welt erneut Kriege und Bürgerkriege auf, die ein erschreckendes Maß angenommen haben, auch wenn sich – selten genug, wie für Libyen – Anfangserfolge für eine Befriedung andeuten.

Wir müssen in Deutschland jetzt erleben, wie die leid- und opfervollen Erfahrungen schon bei der zweiten und dritten Generation in großem Umfang verblaßt oder vergessen sind. Hier hat die Generation der Zeitzeugen in vielen Familien im Zuge einer Verdrängung zu wenig an Erlebtem vermittelt, während dieser „Stoff“ an den Schulen oft nur halbherzig unterrichtet wird. Und tatsächlich berichtete ja auch Julia Obertreis, Professorin für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Osteuropa, bei ihrem Vortrag zur Eröffnung der Russisch-Deutschen Woche, sie müsse in den ersten Semestern in Sachen Zweiter Weltkrieg vielfach fast bei Null beginnen.

„Ohne die Völker lassen sich Kriege nicht führen“, lautete bis heute unsere Überzeugung. So kam der „Friede in Bewegung“ und ergriff unsere Städtepartnerschaften, die all die Absurdität von Kriegen beispielhaft aufzeigen. Nun sehen wir allerdings eine Entwicklung heraufkommen, welche die Bedeutung der Volksdiplomatie in kriegerischen Auseinandersetzungen schrittweise herabsetzen wird: Cyberkrieg, Drohneneinsatz, alles Entwicklungen, die es den ja von einer elementaren Friedenssehnsucht geleitet Menschen noch schwerer machen werden, sich für die Bewahrung des Friedens zusammenzuschließen und stark zu machen. Es könnte künftig noch größerer Staatskunst bedürfen, den Frieden gegen Unvernunft, Eroberungslust, Rachgier und Raffgier zu verteidigen! An dieser Stelle möchte ich meiner gefangenen Kameraden gedenken, denen das Glück der Heimkehr nicht mehr beschieden war.

Wolfgang Morell

Siehe u.a.: https://is.gd/ZSoFyA

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Die Zeit des Oberbürgermeisters beim morgendlichen Empfang für Nikolaj Schtschelkonogow mag noch so knapp sein, er hört gebannt den Erinnerungen des Veteranen zu, den er im Mai 2015 persönlich in Wladimir kennengelernt hatte. Da kann der nächste Termin ruhig etwas warten. Denn: „Es ist unglaublich und bewundernswert wie Sie die Erinnerung an die Schrecken des Krieges mit einem lebensfrohen Willen zur Aussöhnung verbinden!“ Es ist genau diese Mischung, die der wegen seiner vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten zum Oberst ehrenhalber ernannte Hauptmann a.D. der Sowjetarmee auch gestern an den Tag legte. Es ist sein Lebensmotto: „Nicht vergessen, was war, und frohgemut in die Zukunft blicken.“ Und so erzählte er gestern denn auch im Rathaus – anfangs durchaus ein wenig aufgeregt, im Besprechungszimmer des Stadtoberhaupts sitzen zu dürfen – nicht nur von den erbitterten Kämpfen an der weißrussischen Front und vom Häuserkampf in Berlin, sondern auch davon, wie er, selbst ein Landkind, vor den Toren der zerstörten Hauptstadt Deutschlands wenige Tage nach den Kampfhandlungen Bauern bei der Arbeit half und am Wiederaufbau mitwirkte, bis er im Oktober 1945 zur weiteren militärischen Ausbildung in die Ukraine geschickt wurde und von dort nach Wladimir kam, wo er seine mittlerweile verstorbene Frau kennenlernte.

Florian Janik, Peter Steger und Nikolaj Schtschelkonogow, gesehen von Robert Hatzold

Aber immer wieder Erlangen: Seine erste Reise in das wiedervereinigte Deutschland im Jahr 1992, wo die Veteranendelegation aus Erlangen am Abend von einer gespannt wartenden Gruppe erwartet wurde, wohin er nun schon zum sechsten Mal gekommen ist, um Abschied zu nehmen, begleitet von seiner Gefährtin, Tatjana Jazkowa, und der Dokumentarfilmerin, Jekaterina Zwetkowa, die jeden Schritt und jede Begegnung für die Nachwelt festhält. Ein wichtiges Moment, wie Florian Janik betont, denn: „Die Zeitzeugen werden immer weniger. Dabei ist gerade für junge Leute so wichtig, an deren Erleben teilhaben zu können. Ich erinnere mich selbst noch, wie ans Ohm-Gymnasium in meine Klasse einmal eine Überlebende des Holocaust kam. So etwas kann man nie vergessen, zumal die Frau die gleiche heitere Ausstrahlung hatte wie Sie – ungeachtet all des Leids, das hinter ihr lag.“

Florian Janik, Nikolaj Schtschelkonogow, Tatjana Jazkowa und Jekaterina Zwetkowa

Für sein einzigartiges Friedenswerk, begonnen bereits 1991 mit der Aufnahme der ersten Erlanger Veteranendelegation in Wladimir, zeichnete darum Erlangens Oberbürgermeister den Ehrengast aus Wladimir mit einer Dankurkunde aus, verliehen für den großen Beitrag zur Verständigung und Aussöhnung zwischen Deutschen und Russen.

Wolfgang Morell und Nikolaj Schtschelkonogow

In diesem Geist fand dann auch das Treffen mit Wolfgang Morell statt, dem man – der Blog berichtete bereits ausführlich darüber – nach der Gefangennahme in der Winterkälte vor Moskau im Jahr 1941, schwer erkrankt, in einem Wladimirer Militärhospital das Leben rettete. Die beiden Veteranen hatten sich lange nicht mehr gesehen, das letzte Mal im Juni 2011, und hatten sich denn auch viel zu erzählen, aufmerksam verfolgt von Jekaterina Zwetkowa und ihrem Doku-Team. Und doch blieb auch noch Zeit für die Freunde, einigen Damen noch ein Ständchen zu singen. Alte Kavaliere eben.

Nikolaj Schtschelkongow und Wolfgang Morell beim Damenkränzchen

Zwei Stunden waren am frühen Nachmittag für ein Treffen am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas. Es wird niemanden verwundern, daß dieses Seminar in Oral History am Ende fast drei Stunden dauerte. Zu viel hatte Nikolaj Schtschelkonogow auf dem Herzen, von der vielfach betriebenen Geschichtsfälschung bis hin zur Bedeutung des Geschichtsstudiums. Ginge es nämlich nach ihm, sollten in der Politik hauptsächlich Historiker tätig sein. Kein Fach sei so wichtig, wie dieses, denn ohne die Geschichte gerate alles ins Trudeln und Wanken. Eine Haltung, die an das traurige Fazit des Veteranen Günther Liebisch erinnert: „Es studieren so viele Geschichte, aber niemand lernt aus der Geschichte.“ Der Gast aus Wladimir würde da sicher widersprechen. Er wird nicht müde, seine erlebte Geschichte des Krieges mitzuteilen – stets in der Hoffnung, damit etwas für den Frieden leisten zu können.

Nikolaj Schtschelkonogow im Gespräch mit Moritz Florin, Igor Biberman und Olga Malinowa-Tsiafeta

Recht hat er ja damit, denn mit dieser zugewandten Haltung nimmt er nicht nur jedes Mal sein Publikum, wie gestern abend im Club International der Volkshochschule, für sich und seine Botschaft ein, sondern er gewinnt auch ständig neue Freunde dazu.

Familienbild mit Wolfgang Morell und Nikolaj Schtschelkonogow

Ganze Familien oder jemanden wie Heinrich Hirschfelder, der zur Geschichte der russischen Kriegsgefangenen aus dem 1. Weltkrieg in Erlangen forschte und dem Gast sein Buch mit Widmung überreichte.

Heinrich Hirschfelder und Nikolaj Schtschelkonogow

Dann aber die Diskussion – gemeinsam mit Wolfgang Morell geführt und gekonnt vom Sprecher des Freundeskreises Wladimir, Gerhard Kreitz, moderiert – im Club International, die nach eineinhalb intensiven Stunden noch lange nachwirken wird, und von der hier nur einige Schlaglichter wiedergegeben werden sollen: Etwa das mit dem doppelten Stalin-Wodka vor jeder Schlacht, um den sich viele Legenden ranken, der in seiner ursprünglichen Form aber vom Generalissimus bald wieder abgeschafft und ersetzt wurde durch ein Hundertgramm-Glas Wässerchen für jene in vorderster Front, das auf Antrag des jeweiligen Befehlshabers und entsprechend der Versorgungslage im Troß auch durchaus einmal reichlicher ausgeschenkt werden konnte. Etwa das – schon viel ernsthafter – mit dem Rotarmisten, der kurz nach dem Krieg in Erfurt eine Schneiderin vergewaltigte und die von ihr bewachten Stoffe mitgehen ließ, nach zwei Tagen aber dingfest gemacht und in einer п-Formation standrechtlich erschossen wurde. Denn für solche Vergehen gab es keine Gnade. Streng hielt man es auch mit dem Umgangsverbot mit Deutschen, das erst nach Stalins Tod gelockert wurde. Wer sich mit einer deutschen Frau einließ, lief Gefahr, innerhalb von 24 Stunden unehrenhaft in die Heimat zurückgeschickt zu werden, degradiert und ggf. aus der Partei entlassen. Nicht einmal Kinos oder Restaurants und Theater durfte man besuchen. Andererseits lebte man einigermaßen privilegiert, war gut versorgt, und als Nikolaj Schtschelkonogow 1953 seine Frau nachholen durfte, sammelte sich bis 1956 – nach sechs Jahren Dienst in der DDR – derart viel „Plunder“ an, daß eine befreundete deutsche Familie mit Preßspankisten aushelfen mußte. Da war sie dann schon erlaubt und sogar erwünscht – allerdings nur für die höheren Ränge – die deutsch-sowjetische Freundschaft. Und dann noch etwa das von den Zeitungen, die kurz vor der Schlacht in den Unterständen und Gräben verteilt wurden – stets mit einem scharfen Artikel von Ilja Ehrenburg, der „Auge um Auge“, „Blut um Blut“, „Zahn um Zahn“ und sogar die Schändung deutscher Frauen als Vergeltung forderte. Die Deutschen hatten ja mit den Greultaten begonnen. Erst vor den entscheidenden Kämpfen um Berlin schlug der Ton um und der Hetzjournalist verstummte. Nun hieß es: „Wir sind nicht wie die Faschisten, wir tun niemandem Gewalt an, wir zwingen nicht Kinder und Frauen in die Schlacht.“ Und noch dedizierter: Am 9. Februar schrieb die „Krasnaja Swesda“, das Organ des Kommissariats: „Auge um Auge, Zahn um Zahn ist ein alter Spruch. Aber man muß ihn nicht wörtlich nehmen. Wenn die Deutschen marodierten und Frauen schändeten, heißt das nicht, daß wir dasselbe tun müssen. Das war niemals so und wird niemals so sein.“ Siehe dazu den Spiegelartikel aus dem Jahr 1975: https://is.gd/BBPGul

Wolfgang Morell und Nikolaj Schtschelkonogow zur Eröffnung des Abends im Club International

Oder jene Geschichte vom Geburtsort eines in Polen geborenen Mannes aus dem Publikum, der kaum glauben kann, daß Nikolaj Schtschelkonogow offensichtlich bei der Befreiung seiner Heimatstadt dabei war. Überhaupt – all die Gefechte und Schlachten: Nikolaj Schtschelkonogow kennt sie noch alle, die Orte, die Opfer auf beiden Seiten, die Strategien. Und nun schlägt er seine letzte Schlacht um die Bewahrung der Wahrheit und um den Frieden. Möge er auch diese Schlacht gewinnen! Wie er das tut, ist auch ohne viele Worte anhand der Bildstrecke von Othmar Wiesenegger, gerade noch rechtzeitig vor Redaktionsschluß eingetroffen, zu sehen.

Bleibt noch nachzureichen: Zum Ausklang des Abends stimmte Nikolaj Schtschelkonogow seine bereits 1992 komponierte und getextete Erlangen-Hymne „Stadt an der Regnitz“ an, ohne Begleitung, auswendig aus dem Stand und in der deutschen Übersetzung von Peter Steger. Und dabei behauptet er, kein Talent zum Schreiben und zur Tonsetzerei zu besitzen. Der Veteran hat eben auch den Schalk im Nacken.

Abendliche Einkehr mit Othmar Wiesenegger in der Stadt an der Regnitz

Stadt an der Regnitz, wie bist du mir teuer,

gleich beim Hotel wird flaniert,

Gärten und Parks, alter Mühlen Gemäuer,

gern man zu zwein hier spaziert.

Erlangen, Erlangen!

Es war einmal, früh noch im Mai.

Erlangen, Erlangen!

Ja, damals war ich auch dabei.

Hauptstädtisch wird wohl dein Puls niemals schlagen,

davon halt‘ dich besser fern, –

mehr hat dein eigener Reiz mir zu sagen,

darum hab‘ ich dich so gern.

Erlangen, Erlangen!

Gemütlicher Gassen Gewirr. –

Erlangen, Erlangen!

Der Wind trägt ein Glockengeschirr.

Viele lockt freilich der Flitter der Kronen:

London, Ägypten, Paris…

Doch ob die Mühen sich wirklich auch lohnen?

Du bist viel schöner gewiß.

Erlangen, Erlangen!

An Schönem bist du selbst so reich. –

Erlangen, Erlangen!

So alt und doch jung stets zugleich.

Und Kameraden hab‘ ich hier gefunden,

Freundschaft mit ihnen ich halt‘.

Zärtlich und heiter in all deinen Stunden,

dank dir wird’s mir nimmer kalt.

Erlangen, Erlangen!

Die Liebe zu dir singt mir Lieder.

Erlangen, Erlangen!

Vielleicht sehen wir uns bald wieder.

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