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Posts Tagged ‘Wladimirer Künstler’


Gestern feierte der Chefredakteur des Blogs Geburtstag. Wie es die Fügungen des Lebens so wollen, holte Irina Chasowa just am 5. April das von Jelena Jermakowa im Jahr 2015 gezeichnete Portrait des Partnerschaftsbeauftragten aus der Galerie ab, wo es im Rahmen einer Ausstellung einen Monat lang bis zum vergangenen Sonntag gehangen hatte. Nun, so der Beschluß der Direktorin des Erlangen-Hauses und ihres Teams, soll das Kunstwerk in der Schaltzentrale der Städtepartnerschaft hängen, bis der Kollege und Freund endlich wiederkommt, der aus den bekannten Gründen seit September 2019 (!) nicht mehr in Wladimir gesehen ward.

Irina Chasowa, Tatjana Kirssanowa, Natalia Korssakowa und Swetlana Schelesowa

Die Arbeit von Jelena Jermakowa weckte natürlich sofort die Erinnerung an ein weiteres Portrait, gezeichnet im Jahr 2003 von Michail Belan. Und nun der wagemutige Blick in die Zukunft. Es laufen bereits die Vorbereitungen auf den Russisch-Deutschen Wochen im Januar 2022. Bis dahin sollte die Pandemie von all den Impfstoffen dahingerafft sein. Eingeladen jedenfalls ist schon einmal der Künstler aus Wladimir, um einen Zeichenkurs zu geben und das eine oder andere Bildnis anzufertigen. Und schon im Mai ist eine Arbeit des Karikaturisten im Rahmen einer Ausstellung der katholischen Hilfswerks Renovabis in Herz Jesu zu sehen. Näheres dazu etwas später.

Aber nicht nur zum Geburtstag gibt es einen Nachtrag: Gestern traf in der Redaktion auch noch dieser Ostergruß von Wladimir Fedin ein. Ein schönes Bild kommt ja nie zu spät – und außerdem steht ja am 2. Mai das orthodoxe Osterfest an. Dann freilich sollte rund um Mariä Schutz und Fürbitt an der Nerl auch der letzte Schnee weggetaut sein.

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Wenn eines im Wladimirer Land nicht fehlt, dann sind das malerische Motive, und wenn an etwas im Wladimirer Land kein Mangel herrscht, dann sind das Maler, die aus diesen pittoresken Motiven meisterhafte Kunst schaffen.

Wenn man Glück hat – wie wir heute – steht dann bei diesem kreativen Akt jemand zur rechten Zeit mit dem richtigen Blick bereit und weiß seine Kamera zu bedienen.

Swetlana Sernina-Wolokitina

Und so freuen wir uns mindestens dreifach: an der Künstlerin, Swetlana Sernina-Wolokitina, aus Wladimir, an ihrem Motiv in Susdal und natürlich an der gelungenen Arbeit. Gesamtkunstwerk nennt man dergleichen wohl, vor allem, wenn man als Dreingabe ein Stück des Folklore-Ensembles Rus genießt, dessen ehemaliger Leiter, Michail Firsow, gestern 70 Jahre alt geworden wäre: https://is.gd/5fm5xc

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Im Sommer vergangenen Jahres arbeiteten drei Künstler aus Wladimir im Skulpturenpark Tennenlohe. Heuer fiel das Symposium aus bekannten Gründen aus, internationale Gäste hätten nicht anreisen können. Da tröstet immerhin ein Besuch auf dem Gelände, wo Gertrud Reich-Schowalter und Dietrich Puschmann vom Kunstkreis Tennenlohe diesen Sommer über die passenden Standorte für die russischen Skupturen suchten und fanden.

Gerturd Reich-Schowalter und Dieter Puschmann mit der Arbeit von Igor Tschernoglasow

Die Arbeit von Igor Tschernoglasow fand ihren Platz unter den Augen des Schutzengels von Kirill Wedernikow, und die Verliebten von Sergej Tschernoglasow umarmen einander auf einer Grünfläche gegenüber der Sparkasse.

Der Schutzengel von Kirill Wedernikow

Am besten machen Sie sich aber selbst nach Tennenlohe auf und erfreuen sich an diesen und all den weiteren Skulpturen und Figuren.

Bleibt noch der Dank an die Firma Bärnreuther & Deuerlein Schotterwerke, die aus ihrem Werk in Gräfenberg die beiden Steine für die letztjährige „Fiesta“ für einen geradezu lächerlich günstigen Betrag zur Verfügung stellte.

Siehe auch: https://is.gd/oj42Mw

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Einen Tag vor seinem 72. Geburtstag verstarb gestern Wladimir Rusin in einer Moskauer Privatklinik, wo er wegen seiner Infizierung mit COVID-19 behandelt wurde. Der Maler und Graphiker, geboren am 17. Juli 1948 auf der Krim prägte als vielfach ausgezeichneter Künstler das Kulturleben seiner Wahlheimat Wladimir, wo er nach Abschluß seines Kunststudiums in Leningrad seit 1975 lebte.

Wladimir Rusin

Begonnen hatte er seine Karriere mit Schwarz-Weiß-Drucken, bis er auch den farblichen Dreiklang Blau-Gelb-Rot verwandte, wobei er feinste Nuancen zu entwickeln verstand. Zeit seines Lebens arbeitete Wladimir Rusin mit dem Bleistift und schuf – auch in Öl – vor allem Stadtansichten. Daneben war er seit 1978 als Kunstdozent tätig, der ab 2002 auch eine Professur an der Kunstabteilung der Universität Wladimir innehatte.

Schon 1985 wurde der Verstorbene in den Kunstverband der UdSSR aufgenommen. Unter all seinen Auszeichnungen ist die wohl wichtigste der Titel „Volkskünstler der Russischen Föderation“, verliehen im vergangenen Jahr.

Schon früh nahm Wladimir Rusin auch am Kunstaustausch mit Erlangen teil und stellte selbst bei uns aus. Überdies setzte er sich vehement gegen den Bau der Maut-Autobahn von Moskau nach Kasan ein: https://is.gd/ew6JX2

Wladimir Rusin hinterläßt in Erlangen Freunde und Sammler seiner Werke, in denen er nun fortlebt. Die Partnerschaft schuldet ihm großen Dank.

Der Vollständigkeit halber sei nachgetragen, daß gestern in der Region Wladimir der hundertste Corona-Todesfall bei nun schon über 5.000 Ansteckungen gemeldet wurde. 736 Personen gelten noch als aktiv krank.

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Eine literarische Skizze von Tatjana Oserowa und Ansichten aus Tennenlohe von Jelena Jermakowa versuchen heute, eine Verbindung einzugehen und Sie durch den Tag zu begleiten.

Du gehst, läufst, hetzst durch das Leben und läßt etwas für immer hinter dir, etwas, das nie mehr zu dir zurückkommt, sich nie mehr wiederholt, nie mehr zu hören sein wird…

Jelena Jermakowa: Abendstimmung in Tennenlohe, 2015

Ich nahm so früh Abschied von Mamas zärtlicher Anrede „Mein Töchterchen!“. Keiner meiner verstorbenen Brüder wird mir je wieder sagen „Schwesterchen, du bist meine Kleine“ oder freudig rufen, wenn er mich von weitem auf der Straße sieht „Tanjuschka-a-a“, niemand wird mich mehr „meine Herzallerliebste“ nennen.

Jelena Jermakowa: Skulpturengarten in Tennenlohe, 2015

Doch das Herz erinnert schmerzlich die vertrauten Stimmen, die Intonation, das Timbre, den herzerwärmenden Klang, alle versunkenen Bilder deines gelebten Lebens blinken auf und beleben sich.

Jelena Jermakowa: Tennenlohe, 2015

Zum Glück „habe ich noch Adressen“, wo man mich Schwester, Mama und Oma nennt.

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Dietrich Puschmann, Vorstand des Kunstkreises Tennenlohe, hat allen Grund, sich zu freuen. Nachdem Isabelle Brigget bereits am Sonntag aus Rennes eingetroffen war, landeten gestern auch Kirill Wedernikow sowie Igor und Sergej Tschernoglasow aus Wladimir wohlbehalten am Flughafen Nürnberg.

Dietrich Puschmann, Sergej Tschernoglasow, Isabelle Brigget, Albrecht Dürer, Igor Tschernoglasow und Kirill Wedernikow

Das Partnerschaftsquartett wird nun bis zum kommenden Sonntag zwei Figuren und zwei Wandgemälde schaffen und damit den Skulpturenpark im Erlanger Stadtteil Tennenlohe um vier neue Werke erweitern. In einer bisher nicht dagewesenen deutsch-französisch-russischen Konstellation. Die Kultur macht es möglich.

Nun besteht also in den nächsten Tagen die einmalige Gelegenheit, den Gästen bei ihrem schöpferischen Akt über die Schulter zu schauen, zu sehen, wie aus der rohen Materie ungeahnte Gestalten entstehen.

Igor Tschernoglasow, langjähriger Vorsitzender des Künstlerverbandes der Region Wladimir, war vor 14 Jahren zum letzten Mal in Erlangen, und hinterließ in Tennenlohe bereits zwei Skulpturen. Nun will er seine dritte Arbeit aus Kalkstein hauen, während sein Sohn Sergej seinen Einstand gibt.

Engel, Igor Tschernoglasow

Kirill Wedernikow hatte während seiner Ausstellung im Februar an der Volkshochschule Erlangen https://is.gd/WOpuWi die Aufmerksamkeit von Dietrich Puschmann auf sich gezogen. Ohne lange zu zögern lud damals der Kunstfreund den Maler zu dem August-Symposium während der Tennenloher Kirchweih ein.

Dialog, Igor Tschernoglasow

Wer es unter der Woche nicht schaffen sollte, im Skulpturenpark vorbeizuschauen, sollte sich die Präsentation der Arbeiten am Sonntag, den 18. August, um 15.00 Uhr nicht entgehen lassen.

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Heute nimmt die Partnerstadt Abschied von dem letzten Großmeister der Wladimirer Malschule, Walerij Kokurin, der zusammen mit den bereits verstorbenen Kim Britow und Wladimir Jukin ein Dreigestirn von landesweiter und internationaler Strahlkraft gebildet hatte.

Walerij Kokurin

1930 in Wladimir geboren, widmete der Künstler nach seiner Ausbildung in Pereslawl-Saleskij ab 1954 auch den Großteil seines Schaffens der Heimatstadt, wo er zunächst als Restaurator tätig war.

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Schon 1956 nahm Walerij Kokurin an allen Ausstellungen der Region Wladimir teil, und vier Jahre später wurde er bereits in den Künstlerverband der UdSSR aufgenommen. 1960 war auch das Jahr, als er erstmals zusammen mit Wladimir Jukin und Kim Britow in Moskau ausstellte. Damals sprach man erstmals von der „Wladimirer Schule der Landschaftsmalerei“ und von den „Wladimirer Impressionisten“, Begriffe, die bis heute geläufig sind und das Schaffen einer ganzen Generation von Künstlern aus der Partnerstadt prägten.

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Bei all seiner Reisetätigkeit durch das Land entstanden doch seine besten Arbeiten dort, wo die Farben aus den Melodien seiner geliebten „Wladimirer Landstraßen“. Die Vaterstadt und das Wladimirer Land wurden für ihn zur wichtigsten Quelle der Inspiration. Deshalb gehören zu seinen Herzensthemen die Darstellungen der Provinz und die mit dem Skizzenblock erkundeten Ecken der Heimat. Sein Wladimir versteht er, aus einem unerwarteten Blickwinkel zu sehen. In seinen Stadtansichten zeigt der Künstler oft ganz charakteristische Objekte des modernen Lebens vor dem Hintergrund der patriarchalen Wladimirs. Er ist auf der Suche noch der Begegnung von Altem und Neuem und versucht, dem Betrachter sein Empfinden vom Eindringen der Geschichte in die Gegenwart zu vermitteln. Walerij Kokurin arbeitet nie nach einer Schablone, vervielfältigt keine gelungene Komposition. Vielmehr ist jedes seiner Bild individueller Natur und trägt die große Arbeit der Suche nach jenen Gefühlen in sich, die sich nicht mit einfachen Worten ausdrücken lassen und die der Künstler doch uns allen näherbringen möchte.

So auf der Homepage des Wladimirer Künstlerverbands zu lesen, der mit Walerij Kokurin seinen Patriarchen verliert, dessen Arbeiten erstmals bereits 1987 auch in Erlangen zu sehen waren.

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Zum Ausklang des Monats wieder einmal eine Kollektion des Wladimirer Malers Georgij Parfjonow. Zur Erinnerung: Der Juni war und ist nicht überall nur brüllend heiß und staubtrocken. Es gab und gibt ihn auch farbensatt und lichtfeucht mit einer wohltemperierten Sonne.

Juni-Etüde

 

Heißer Junitag

Blühender Juni

Weidenröschen

Pfingstrosen

Es zieht sich zu

Abendstimmung im Juni

Juni-Rhapsodie

Abende im Juni

Juniwiesen

Pusteblumen

Im Juni am Fluß

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Georgij Parfjonow, orthoxer Geistlicher und Maler, gehört zu den bekanntesten Künstlern der Region Wladimir. Der Blog berichtete auch bereits über sein vielfältiges Schaffen, zu dem natürlich auch Frühlingsmotive gehören – von April bis Mai. Doch sehen Sie selbst:

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Auf das Schaffen von Ilja Schanin wies der Blog schon des öfteren hin. Er arbeitet ja gern mit vergänglichen Materialien – mit Eis und Sand -, wobei er aus dem Fundus der großen Meister schöpft.

Nun sind Arbeiten des Wladimirer Künstlers zusammen mit Werken von 39 anderen Kollegen aus aller Welt im Groeninge Museum Brügge zu sehen, entstanden nach den Vorlagen alter Meister wie Hans Memling, Jan van Eyck oder Hieronymus Bosch. Dazu Ilja Schanin selbst:

Früher arbeitete ich häufig mit Reliefs. In Brügge aber wurde die Arbeit dadurch erschwert, daß es notwendig war, bei der Gestaltung der Skulpturen die optimale Balance zwischen dem eigenen künstlerischen Ich und dem klassischen Gemälde zu finden. Mir scheint, unserem internationalen Team ist es dennoch gelungen, diese anspruchsvollen Pläne umzusetzen.

So entstand in sieben Sälen ein „Museum des neuen Blicks“, eine 60 Tage währende Ausstellung auf 700 qm Fläche, für deren Gestaltung 22 Tonnen Putz notwendig waren. Wer in nächster Zeit nicht in die Stadt der Brücken kommt, erfreue sich an den Kunstwerken unter: http://www.facebook.com/ilyashanin

Siehe hierzu auch: https://is.gd/PyPuws

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