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Posts Tagged ‘Wladimir Rusin’


Dieser Tage stellte Kirill Wedernikow seine letzte Arbeit, die Ewig blühende Rose, für das zu Ende gehende Jahr fertig. Wie alle gute Kunst, kann man auch dieses Werk verschiedenartig deuten: etwa als Januskopf mit dem abgewandten Blick zurück auf zwölf Monate, die uns die Welt nahmen, so wie wir sie bisher kannten, auf eine Zeit, in der allein in der Region Wladimir nach offiziellen Angaben etwa fünfhundert Menschen an COVID-19 verstarben, darunter Wladimir Rusin, der ehemalige Vorsitzende des Kunstvereins der Region Wladimir, und eben erst der Weltkriegsveteran Nikolaj Schtschelkonogow. Das uns anblickende Auge verrät erst gar nicht, was es im Licht des aufgehenden Mondes sieht, während die monochrom-kubistische Rose mit ihrem Hauch von Rot die Wärme der Erdfarben ausstrahlt. Rätselhaft schön.

Kirill Wedernikow: Die Ewig blühende Rose

Niemand von uns weiß, was das nächste Jahr bringt. Ein Ausblick wäre zumindest gewagt angesichts der Unwägbarkeiten, die 2020 als Zeitenwende mit sich brachte. Immerhin gelang es – gerade auch dank Ihrem Interesse -, die Verbindungen zu Wladimir ungeachtet all der notwendigen Absagen von Austauschmaßnahmen zu halten und in manchen Bereichen sogar auszubauen. Exemplarisch genannt sei da nur das großartig zwischen Höchstadt und Krasnogorsk organisierte virtuelle Schachturnier, an dem auch ein Team aus Erlangen teilnahm; der gelungene Photoband von Sergej Skuratow, entstanden unter Mitarbeit eines Trios aus Erlangen; die anrührende Broschüre „Erfahrungswelt Corona“ des Seniorenbeirats mit Beiträgen aus der russischen Partnerstadt; das per Livestream zu empfangende Konzert der Camerata Franconia „Romantik Pur“, das gerade in Wladimir euphorische Reaktionen hervorrief; die vor dem Bildschirm beklatschten Auftritte des Multiinstrumentalisten Sergej Gostjew; all die bunten Video-Grußbotschaften hin und her sowie die Gründung des Partnerschaftskanals TV Мы; die zumindest vorläufige Montage des Filmmaterials über die letzte Reise von Nikolaj Schtschelkonogow nach Erlangen vor einem Jahr; der glückliche Abschluß der Bauarbeiten am Pilgerzentrum der Rosenkranzgemeinde…

Schachdesign aus dem Jahr 1962 in der UdSSR

Besonders über all das freuen werden sich zwei Lokalpolitiker, die – wieder so eine wundersame Fügung der Städtepartnerschaft – wie kaum jemand sonst für diese große deutsch-russische Freundschaft stehen: Dietmar Hahlweg, der Vater all dessen, was wir heute zwischen Erlangen und Wladimir erleben dürfen, und Wjatscheslaw Kartuchin, stellvertretender Sprecher des Wladimirer Regionalparlaments und Direktor der Akademie für Verwaltung und Wirtschaft, der seit fünf Jahren das von Erlangens Altoberbürgermeister angeregte Diskussionsforum Prisma russischerseits leitet, das 2020 drei virtuelle Treffen veranstaltete und bereits im Januar wieder zusammentreten will. Aber bevor wir in die Zukunft abschweifen: herzlichen Glückwunsch an die beiden Geburtstagskinder!

Dietmar Hahlweg, Wjatscheslaw Kartuchin, Wiktor Malygin und Rudolf Schwarzenbach, 2014

Ihnen allen nun aber, vor und hinter dem Bildschirm, hier wie dort, einen guten Rutsch in ein gesundes Neues Jahr, danke für die Verbundenheit mit der Städtepartnerschaft und auf viele neue gemeinsame Projekte – hoffentlich auch bald wieder in der unmittelbaren Begegnung, die uns allen derzeit so schmerzlich fehlt! Möge unsere Freundschaft ewig weiterblühen – wie die Rose von Kirill Wedernikow.

P.S.: Da ist aber noch jemand, der heute Geburtstag feiert: Tatjana Oserowa, die Witwe von Genrich Oserow, Deutschdozent an der Pädagogischen Hochschule von Wladimir, der vor allem in den ersten Jahren der Partnerschaft als Dolmetscher unvergessene Dienste leistete. Doch wir bleiben bei seiner Frau und gratulieren mit der Übersetzung Ihrer Skizze „Die Blume“, womit wir fast wieder bei der „Ewig blühenden Rose“ wären:

Tatjana Oserowa mit ihrer Tochter Natalia und den beiden Enkelinnen Sofia und Anastasia

Sie saß in einer Ecke meines Zimmers, schweigend, aufgeplustert, kein einziges neues Blatt austreibend, nicht wachsend, sondern verdorrt…

Ich mochte die Blume und zeichnete sie in verschiedenen Stilleben: Sie lebte in Gesellschaft von roten Äpfeln, gelben Birnen und Muscheln. Ich machte ihr einen schönen Stock, mit Zwirn umwickelt, mit einer flauschigen Spitze, an die sich neue Triebe anlehnen könnten, aber sie blieb stumm und wollte gar nicht wachsen. Sie saß da, schaute sich gleichmütig um und schwieg. Mehrere Jahre schwieg sie.

Eines Frühjahrs stellte ich sie auf den Balkon, und dort richtete sie sich endlich auf und ließ gleich zwei neue Triebe ausschlagen. Wie schön ihre jungen Blätter waren, weiß gesprenkelt mit einem glänzenden Schimmer! Ich lobte sie, machte ihr einen Haufen Komplimente, sagte ihr jede Menge freundlicher und liebevoller Worte.

Die Blume war hin und weg vor Glück und glaubte nun so sehr an sich, daß sie einen langen blattlosen Trieb wachsen ließ. Immer wenn ich auf den Balkon ging, konnte ich sicher sein, daß sie mich wie mit der Pfote eines Kätzchens festhalten und Aufmerksamkeit verlangen würde. Ich drehte ihren Trieb zum Fenster, doch die Blume drehte sich wieder um und streckte mir ihre „Hand“ entgegen. Schließlich band ich eine lange Schnur an ihren übermütigen Trieb.

Was für ein kluges Wesen die Blume doch war, sie umwickelte die Schnur gleich dreimal und öffnete ihre Knospen. Herr im Himmel, da haben wir also, was eine lebendige, sehende und denkende Blume bedeutet, wie sie richtig zu leben weiß und sich an ihrer Stütze festhält!

Lerne, Mensch! Auch du schläfst manchmal ein und erstarrst, aber plötzlich blitzt von irgendwoher ein Funken Hoffnung auf, ein Sonnenstrahl, und auch du willst wieder leben, wachsen und aufblühen.
Wachsen bis zum letzten Tag, zur letzten Stunde, zur letzten Minute – eben das ist der Durst nach Leben!

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Heute begeht der Künstlerverband der Region Wladimir seinen 75. Jahrestag mit der Eröffnung einer großen Ausstellung. Die Verbindungen nach Erlangen reichen bis ins Jahr 1986 zurück, als im Rahmen der Kultur- und Sporttage in Wladimir die ersten Künstlerbegegnungen stattfanden.

Dmitrij Cholin bei der Begrüßung einer Gruppe des Kunstvereins Erlangen in Wladimir 2009

Seither finden immer wieder wechselweise Ausstellungen statt, wobei die letzte, im Mai d.J. zum 75. Jahrestag des Kriegsendes ins Internet verlegt wurde. Unmöglich, alle gemeinsamen Aktionen und Initiativen hier zusammenzustellen – allein schon die erste Ausstellung mit Graphikern aus Wladimir im Jahr 1991, angeregt und betreut vom Journalisten Axel Mölkner mit dem Kunstvereinsvorsitzenden Adam Stupp wäre einen eigenen Rückblick wert -, aber die nun folgenden Glückwünsche mögen einen Eindruck von Intensität und Vielfalt der Verbindungen geben.

Rudolf Schloßbauer und Natalia Britowa 2011 vor Arbeiten des 2010 verstorbenen Wladimirer Künstlers Kim Britow, der bereits 1987 erstmals in Erlangen ausgestellt hatte.

Zuvor aber auch noch ein Wort des Dankes an Jutta Brandis.

Jutta Brandis

Sie betreute über drei Jahrzehnte hinweg die Kunstkontakte seitens der Volkshochschule und feierte mit der von der Gruppe Andersartig mit Kirill Wedernikow gestalteten Ausstellung im Februar 2019 ihren Ausstand.

Irene Hetzler, Florian Janik, Kirill Wedernikow, Carolin Gugel und Hans-Peter Singer, 2019

Lieber Herr Cholin, liebe Künstlerinnern und Künstler,

zu Ihrem 75jährigen Jubiläum wünschen wir Ihnen im Namen des Kunstvereins Erlangen und der Gruppe Plus alles Gute, weiterhin viel Erfolg und eine gute Zukunft!

Auch wenn uns ein paar Steine in den Weg gelegt werden, so bleiben wir weiterhin in Kontakt und hoffen, eine Ausstellung und eine Begegnung nachholen können. Die Beziehungen zwischen unseren Vereinen bestehen ja schon viele Jahre, und wir freuen uns darauf, auch in Zukunft etwas gemeinsam zu gestalten.

Viele Grüße & alles Gute

Jutta Keller (1. Vorsitzende ) & Nils Naarmann (Sprecher Gruppe Plus)

Herzliche Grüße und Glückwünsche aus Erlangen-Tennenlohe!

Der „Kunstkreis Tennenlohe“ gratuliert dem Kunstverein der Region Wladimir sehr herzlich zum 75jährigen Jubiläum. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Wladimir und Erlangen, die jetzt genau halb so alt wie Ihr Verein ist, haben zahlreiche Künstler ihres Verbandes Tennenlohe besucht und bei uns Arbeiten geschaffen, die dazu beitragen, diese Partnerschaft fest in unserem Stadtteil zu verankern. Für diesen künstlerischen Beitrag sind wir sehr dankbar.

Sergej Tschernoglasow und Dieter Puschmann, 2019

Ihr Verein ist unmittelbar nach dem Ende des furchtbaren Krieges gegründet worden, der über unsere beiden Völker unendliches Leid gebracht hat. Wir sind glücklich über den Frieden, der seitdem zwischen unseren Völkern herrscht. Heute ist der enge Austausch von Künstlern aus Wladimir und Erlangen ein starkes Zeichen dafür, wie gut sich die Menschen in unseren Regionen verstehen.

Isabelle Brisset, Nuna Frei, Sergej und Igor Tschernoglasow sowie Kirill Wedernikow vor ihrem kollektiv geschaffenen Bild, 2019

Der Beitrag, den Mitglieder Ihres Vereins dazu leisten, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Dazu übermitteln wir nochmals unseren Dank und unsere Glückwünsche.

Dietrich Puschmann,Vorsitzender des Kunstkreises Tennenlohe

Liebe Wladimirer und Mitglieder des Kunstvereins der Region Wladimir,

es ist mir eine besondere Ehre, Ihnen, meine liebgewonnenen Freunden und Künstlerkollegen, zu Eurem 75. Jubiläum gratulieren zu dürfen.

Jelena Jermakowa vor dem Trafohäuschen in Tennenlohe, gestaltet von Sergej Jermolin und Anatolij Denissow

Ob Prof. Sergej Jermolin, Igor Tschernoglasow mit Sohn Sergej, Anatolij Denissow, Jurij Iwatko und Jelena Jermakowa, Kirill Wedernikow oder auch die Gruppe der werdenden Kunsterziehungslehrer, wir können schon auf einige erstaunliche partnerschaftliche Projekte zurückblicken. Igor Tschernoglasow haben wir sogar bis nach Guatemala entführt.

Rolf Schowalter, Dieter Erhard, Jelena Jermakowa und Jurij Iwatko, 2015

Beim Künstlertreffen im Lewitan-Haus, hat es mir besonders gut gefallen! Das ist und war und bleibt echt gelebte Partnerschaft.

Dieter Erhard und sein im Lewitan-Haus entstandener Stein „Run 2016“

Für Eure und unsere gemeinsame Zukunft wünschen wir, meine Frau Miriam und ich, Euch eine gute Zeit alles erdenklich Gute und ein Glas Wodka zu Eurem 75. Geburtstag. Bleibt gesund!

Dieter und Miriam Erhard aus Erlangen-Tennenlohe

Im Anhang grüßt Euch mein Aquqila Giganteus aus Tennenlohe!

Meine liebe Freunde, meine lieben Kollegen,

Zu Eurem 75. Jubiläum wünschen Euch die Erlanger Künstler und ich alles Gute, weiterhin mindestens noch 75 kreative Jahre und sicherlich noch viele-viele Treffen und gemeinsame Ausstellungen mit uns.

Christian Hamsea und Oleg Modorow im Lewitan-Haus 2014

Ich schätze mich zu den Glücklichen, die die Ehre hatten, solch talentierte, hingebungsvolle und großartige Künstler wie Euch kennenzulernen. Neben gemeinsamen Treffen und Ausstellungen kann ich heute behaupten, unter Euch richtige Freunde für’s Leben gefunden zu haben. Ich bin bis heute dankbar für die gegenseitige Inspiration und die intensiv gemeinsam erlebte Zeit. 

Henrike Franz im Gespräch mit Anatolij Denissow, 2014

Was mit einem kleinen Clash of Civilizations 2002 bei unserem ersten Treffen in Wladimir begann, entwickelte sich zu einer der schönsten Freundschaften aller Zeiten! Hier auch mein Dank an die, die es möglich machten. 

Wladimir Rusin, verstorben an COVID-19 am 16. Juli 2020

Mit Trauer erinnere ich mich auch an die schon Verstorbenen unter uns und versichere, sie in meinen Gedanken, Malereien und in meinem Herzen lebendig zu halten. Ich bin überzeugt davon und glaube fest daran, was unser lieber Wolodja Rusin sagte: „Wir Künstler sind eine Nation mit einer eigenen Sprache!“

„Ausflug mit dem Lehrer“ von Pjotr Dik, verstorben 2002 im Künstlerdorf Worpswede

Seid herzlich umarmt und feiert schön, morgen kann alles anders sein! „Maybe чуть-чуть ЗА нашу дружбу!“

Prof. h.c. Lucian Christian Hamsea, Fine Artist

Zu guter Letzt noch die Grußbotschaft von Nils Naarmann nach Wladimir vom Mai des Jahres:

P.S.: Die besten Wünsche zum 75jährigen Jubiläum des Kunstvereines Wladimir nachgereicht von den Mitgliedern der Gruppe Andersartig, Hans-Peter Singer, Irene Hetzler, Carolin Gugel und Michael Ort, mit dem Wunsch auf zukünftig verstärkte Zusammenarbeit.

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Einen Tag vor seinem 72. Geburtstag verstarb gestern Wladimir Rusin in einer Moskauer Privatklinik, wo er wegen seiner Infizierung mit COVID-19 behandelt wurde. Der Maler und Graphiker, geboren am 17. Juli 1948 auf der Krim prägte als vielfach ausgezeichneter Künstler das Kulturleben seiner Wahlheimat Wladimir, wo er nach Abschluß seines Kunststudiums in Leningrad seit 1975 lebte.

Wladimir Rusin

Begonnen hatte er seine Karriere mit Schwarz-Weiß-Drucken, bis er auch den farblichen Dreiklang Blau-Gelb-Rot verwandte, wobei er feinste Nuancen zu entwickeln verstand. Zeit seines Lebens arbeitete Wladimir Rusin mit dem Bleistift und schuf – auch in Öl – vor allem Stadtansichten. Daneben war er seit 1978 als Kunstdozent tätig, der ab 2002 auch eine Professur an der Kunstabteilung der Universität Wladimir innehatte.

Schon 1985 wurde der Verstorbene in den Kunstverband der UdSSR aufgenommen. Unter all seinen Auszeichnungen ist die wohl wichtigste der Titel „Volkskünstler der Russischen Föderation“, verliehen im vergangenen Jahr.

Schon früh nahm Wladimir Rusin auch am Kunstaustausch mit Erlangen teil und stellte selbst bei uns aus. Überdies setzte er sich vehement gegen den Bau der Maut-Autobahn von Moskau nach Kasan ein: https://is.gd/ew6JX2

Wladimir Rusin hinterläßt in Erlangen Freunde und Sammler seiner Werke, in denen er nun fortlebt. Die Partnerschaft schuldet ihm großen Dank.

Der Vollständigkeit halber sei nachgetragen, daß gestern in der Region Wladimir der hundertste Corona-Todesfall bei nun schon über 5.000 Ansteckungen gemeldet wurde. 736 Personen gelten noch als aktiv krank.

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Wenn alles so kommt, wie es die Ausschreibung vorsieht, verläuft die geplante Maut-Autobahn Moskau – Kasan entgegen aller Proteste durch das Landschafts- und Naturschutzgebiet entlang der Kljasma. Immerhin aber zeigt die russische Politik mehr Vernunft in Sachen Ökologie und Sicherheit als hierzulande, indem sie für die Trasse noch vor deren Bau eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h festlegt. Na ja, bevor man in Deutschland ein Limit am Steuer einführt, verteilt man in den USA zur Selbstverteidigung statt teurer Feuerwaffen kostenlose Spritzpistolen.

Straßenbauprojekt bei Nowgorod. So könnte es bald auch in der Region Wladimir aussehen…

Dennoch: Die Entscheidung, auf die Hochgeschwindigkeitseisenbahntrasse zu verzichten und an ihrer Statt eine vierspurige Autobahn zu bauen, bleibt umstritten: Die IHK der Region Wladimir fürchtet, die Streckenführung werde der Wirtschaft nicht die erhofften Impulse bringen, weil sie an den industriellen Zentren vorbeilaufe, und die Umweltschützer zittern um das ökologische Gleichgewicht. Alarm schlägt nun aber auch eine Berufsgruppe, die sich ansonsten aus derartigem Streit eher heraushält. Der Künstlerverband der Region Wladimir, vertreten durch den Maler und Professor an der Universität der Partnerstadt, Wladimir Rusin, wird deutlich:

Wir waren sehr verärgert über die Nachricht. Ich weiß, das wird eine große Straße. Es geht um Infrastruktur, um Rodungen. Diese wunderschönen Orte werden einfach weggebügelt. An ihrer Stelle kommt Lärm, kommt Staub, kommt Gestank. Wir sehen das alles entlang der M7 „Wolga“, die unsere Dörfer durchschneidet. Überall Schutzplanken, Billboards. Die reinste Verhöhnung der Menschen. Man sollte die Strecke besser andernorts verlaufen lassen. Ansonsten gehen unschätzbare Orte verloren.

Anatolij Kuwin. Landschaft, die durch die Autobahn zerstört würde.

Man erkennt zwar unschwer eine russische Variante des Sankt-Florian-Prinzips, aber der Widerstand zeigt doch auch, wie sensibel hier wie dort die Zivilgesellschaft auf Prozesse und Projekte reagiert, an denen sie sich nicht ausreichend beteiligt fühlt. Ob das ausreicht, die neue Autobahn zu verhindern? Eher nicht. Längst ist auch des Russen liebstes Kind – das Auto.

Siehe auch: https://is.gd/NCwhQg

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