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Posts Tagged ‘Universität Wladimir’


Es gehört zu den schönen Gepflogenheiten von Lehranstalten, Jahresberichte herauszugeben. So ist soeben die Chronik 2016/2017 des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde erschienen, das zusammen mit der Volkshochschule zu den Erlanger Bildungseinrichtungen mit der längsten und intensivsten Wladimir-Austauschpraxis gehört. Folgerichtig findet sich in der achtundachtzigseitigen Publikation auch nachstehender Bericht der vier Studentinnen, die im März für drei Wochen Erlangen erlebten:

Wir haben auf diese Reise ungeduldig gewartet, weil es für drei von uns vier die erste Bekanntschaft mit Deutschland war. Als wir zum Bordfenster hinaus auf die bayerischen Landschaften schauten, verliebten wir uns in die Natur Deutschlands. In Erlangen fuhren wir zuerst zum Institut, wo wir Heinz Römermann kennenlernten und von ihm einen Stundenplan bekamen (und sogar gleich die erste Hausaufgabe). Danach wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt. Das erste, was uns auffiel, war die Gastfreundlichkeit nicht nur unserer Gastfamilien, sondern auch die aller Menschen in Deutschland. Am nächsten Tag begann für uns der Schulalltag. Nach dem Unterricht hatten wir die Möglichkeit, durch die schöne und gemütliche Stadt Erlangen zu bummeln. Am Mittwoch wurden wir ins Rathaus eingeladen, wo man uns damit beehrte, die Bürgermeisterin kennenzulernen, welche uns freundlich empfing. Es war der 8. März, also der Weltfrauentag, und jede von uns bekam eine Blume, was wir nicht erwartet hatten, aber als sehr nett und aufmerksam empfanden.

Daniel Gossel, Alexandra Klemeschowa, Darja Lukjanowa, Marina Aljokina, Jelena Jewdokimowa, Tatjana Maier, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann

In den nächsten drei Wochen besuchten wir viele fränkische Städte wie Bamberg, Rothenburg, Nürnberg und Forchheim. Am besten gefielen uns Bamberg und Rothenburg, weil wir uns in das Mittelalter versetzen konnten: keine Fabriken, keine mehrstöckigen Gebäude, nur Kirchen, Türme und natürlich das wunderschöne Panorama der Städte.

Wir hatten Glück, zwei Tage in der Hauptstadt zu verbringen. Trotz des Regenwetters konnten wir unseren Traum verwirklichen, Bilder vor dem Reichstag und dem Brandenburger Tor zu machen. Wir waren auch von der deutschen Küche begeistert. Sowohl in den Gastfamilien als auch in den Restaurants probierten wir verschiedene deutsche Spezialitäten aus wie z.B. Weißwürste mit Brezel, Schupfnudeln, Bratwürste mit Kartoffelsalat, Jägerschnitzel, Knödel und viele andere gute Speisen.

Abgesehen von den Ausflügen lernten wir natürlich auch. Unsere Bekanntschaft mit Erlangen begann ja mit dem Besuch des Instituts, wo wir die meiste Zeit verbrachten. Als wir unseren Stundenplan bekamen, verstanden wir, wie viel anspruchsvolle Arbeit auf uns wartete. Wir hatten jeden Tag Unterricht, und jede Stunde, die uns angeboten wurde, war sehr interessant. An unserem ersten Unterrichtstag lernten wir gleich einige Lehrer und Studenten kennen. Die erste Stunde war Landeskunde BRD bei Michael Süß. In diesen Stunden erfuhren wir einiges über das politische System der BRD und ihr Wahlsystem. Natürlich war uns vieles schon bekannt, aber trotzdem war alles sehr lehrreich. Die erste Stunde kam uns sehr kurz vor, weil wir in Wladimir nicht eine Stunde (45 Min.) haben, sondern immer Doppelstunden. Es war so ungewohnt, wenn jede Stunde so schnell zu Ende ging und wir uns zur nächsten Stunde zu beeilen hatten, damit wir nicht zu spät sind, denn es waren nur fünf Minuten Pause dazwischen! Bei uns sind immer 20 Minuten Pause dazwischen.

Birgit Tordinava, Oxana Löscher, Roland Kleiber, Heinz Römermann (stehend), Swetlana Steinbusch und Oxana Kirej (sitzend)

Besonders gut gefiel uns die Methodik des Übersetzens, weil wir an unserer Universität kein solches Lehrfach haben. Oxana Kirej zeigte uns die falschen Freunde des Übersetzens und wie man diese richtig übersetzt. Mit Swetlana Steinbusch übten wir, verschiedene Texte aus dem Deutschen ins Russische korrekt zu übersetzen und mit Heinz Römermann aus dem Russischen ins Deutsche. In der Methodik des Übersetzens von Birgit Tordinava lernten wir verschiedene Möglichkeiten, wie man richtig aus dem Russischen ins Deutsche (z.B. lange Genitivketten oder die Mengenangaben) übersetzen sollte.

Wir wunderten uns nicht nur über die große Auswahl an verschiedenen Übersetzungsthemen, sondern auch über die Außen- und Innenansicht der Institutsgebäude. Als wir diese zum ersten Mal sahen, hätten wir nicht gedacht, es handele sich hier um ein Institut, weil diese Gebäude den anderen bewohnten Häusern in der Umgebung sehr ähnlich sind. Die meisten Universitätsgebäude bei uns sind mehrstöckige Bauten, die sehr offiziell aussehen.

Es war für uns eine unvergeßliche Reise nach Deutschland, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Und natürlich hoffen wir, irgendwann wieder nach Erlangen zu kommen.

Marina Alekina, Jelena Jewdokimowa, Alexandra Klemeschowa und Daria Lukianowa

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In Erlangens Partnerstadt am frühen Morgen angekommen, folgte eine etwas längere Wanderung zum Hostel. Wladimir bot bereits auf den ersten Blick einen deutlichen Kontrast zur Metropole Sankt Petersburg. Viele Häuser sind einfach und von der Sowjetarchitektur geprägt. An vielen Fassaden kann man auch noch Hammer und Sichel oder rote Sterne als Ornamente entdecken. Nach dem Einchecken, Frühstück und Erholungspause machte sich die Gruppe per Bus zur Universität auf. Auf dem Weg dorthin konnten wir weitere Eindrücke der Stadt gewinnen, so passierten wir beispielsweise eine weitere Lenin-Statue.

Willkommen in der Welt des Wissens

An der Universität angekommen, wurden wir in einen prachtvollen Konferenzraum geführt, wo eine Delegation russischer Studenten auf uns wartete. Da Wladimir die Partnerstadt von Erlangen ist und auch die Universitäten eine Kooperation pflegen, hatten wir die Möglichkeit, uns auszutauschen und einander anzunähern. So gewannen wir viele Erkenntnisse über den Alltag der russischen Kommilitonen, beispielsweise liegt die zu erwartende Bezahlung für angehende Akademiker hier weit niedriger als in Deutschland. Andererseits war zu erkennen, wie eng an russischen Hochschulen das Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden zu sein scheint. Trotz einiger Anfangsschwierigkeiten entfaltete sich eine lebhafte Diskussion über die Revolution, Geschichtspolitik und Geschichtsunterricht in beiden Ländern. Nach der Diskussionsrunde bot eine längere Mittagspause die Möglichkeit, sich mit den Gastgebern in kleinerem Kreis zu unterhalten. So wurden uns einige Hörsäle gezeigt, und wir probierten die Mensa aus. Außerdem machten wir nähere Bekanntschaft mit dem Erlanger Austauschstudenten Max Firgau, der ebenfalls bei der Diskussion anwesend war und uns für den Rest unserer Exkursion begleitete. Moritz Florin und Julia Obertreis hatten zudem die Gelegenheit, sich mit ihren russischen Kollegen über weitere Pläne zur Zusammenarbeit auszutauschen.

Demetrius-Kathedrale

Nach der Mittagspause folgte eine Stadtbesichtigung, bei der uns die kenntnisreiche Stadtführerin Jelena Ljubar die Sehenswürdigkeiten von Wladimir präsentierte. Zunächst besichtigten wir die Demetrius-Kathedrale, einen von außen reich mit Reliefs geschmückten Kreuzkuppelzentralbau aus dem 12. Jahrhundert. Der Innenraum ist sehr schlicht, allein einige wenige Fresken aus der Erbauungszeit und ein Dachkreuz, das nun am Altar steht, schmücken das Innere der Kirche. Dann gingen wir zur nahe gelegenen Mariä-Entschlafens-Kathedrale, die ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert und der Zeit des Großfürstentums Wladimir – Susdal stammt. Im Inneren befinden sich eindrucksvolle Fresken von Andrej Rubljow aus dem 15. Jahrhundert, die unter anderem eine Darstellung des Jüngsten Gerichts zeigen. Der letzte Programmpunkt war dann die Besichtigung der Anlage des Goldenen Tors, das aus derselben Zeit wie die anderen Sehenswürdigkeiten stammt und eine Ausstellung beherbergt. Am Abend traf sich die Gruppe wieder mit einigen der russischen Studenten vom Vormittag, um gemeinsam essen zu gehen. Dabei legten sich vor allem die männlichen Exkursionsteilnehmer mächtig ins Zeug, um bei den russischen Studentinnen einen guten Eindruck zu machen, natürlich nur aus Gründen der Völkerverständigung…

Den letzten Tag unserer Exkursion verbrachten wir im kleinen, ländlichen aber historisch wichtigen Ort Susdal. Neben Max begleitete uns hier auch eine russische Studentin und wieder unsere Städteführerin Jelena Ljubar. Die Reise von Wladimir nach Susdal gestaltete sich als ein kleines Abenteuer an sich, denn der Bus war brechend voll, und eine chinesische Touristengruppe schien, sich uns anschließen zu wollen. In Susdal angekommen, besichtigten wir zunächst das Erlöser-Euphemius-Kloster. In der dortigen Erlöser-Verklärungs-Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert durften wir einem fünfköpfigen Männerchor bei der Interpretation eines Abendgebets in Altrussisch zuhören. Der sphärische Klang des Gesangs vor der Kulisse der bunten Fresken im reich ausgemalten Innenraum war ein einmaliges Erlebnis. Eine weitere Sehenswürdigkeit stellte der Glockenturm der Anlage dar. Um 12 Uhr hörten wir dem dort per Hand intonierten Glockenspiel zu, das überraschend dynamisch und rhythmisch klingt. Außerdem legten wir einen kurzen Halt am Mausoleum des Fürsten Dmitrij Poscharskij ein. Vom Kloster aus liefen wir dann zum Susdaler Kreml. Dort besichtigten wir die innerhalb der Kremlmauern befindliche Mariä-Geburts-Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert. Ihre blauen Zwiebeldächer muten durch ihre Verzierung an wie ein Sternenhimmel.

Mariä-Geburts-Kathedrale

Im Inneren der Kirche kann man ein goldenes Tor bestaunen, das in der Art auch einmal in Wladimir vorhanden war, bevor es geraubt wurde. Eine weitere Besonderheit im Inneren ist die archetypische Ikonenwand, die durch ihr üppiges Gold beeindruckt. Vom Kreml aus spazierten wir durch den Ort über weite Wiesen und über einen Markt, der allerhand Souvenirs und russische Spezialitäten bot. Die letzte Station in Susdal war das Freilichtmuseum für Holzarchitektur, das Bauernhäuser und Holzkirchen aus dem 18. und 19. Jahrhundert ausstellt. In der Holzkirche konnten wir im Vergleich zu den bisher besichtigten Kircheninnenräumen eine sehr einfach gehaltene Ikonenwand sehen. Schnitzereien setzten die Ikonen stimmungsvoll in Szene und handgewebte Läufer sorgten für ein familiäres Gefühl. Verschieden große Bauernhäuser auf dem Gelände veranschaulichten die Lebensweise der Bauern unterschiedlicher sozialer Schichten. Im Inneren konnte man sehen, wie die Menschen früher lebten: mit dem Ofen als wichtigstem Einrichtungsgegenstand, den Bänken entlang der Wand und dem großen Tisch in der Stube, über dem in der rechten Ecke des Raums die Ikonenecke schwebte.

Gruppe in Susdal

Nach diesem ereignisreichen Vormittag in Susdal kehrten wir am Nachmittag zurück nach Wladimir. Dort besuchten wir noch das Erlangen-Haus als zentralen Ort der Städtepartnerschaft. Dann ging es zum Abendessen in ein aserbaidschanisches Restaurant. Ein Teil der Gruppe besuchte zuvor jedoch noch einen orthodoxen Gottesdienst in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Auch dies war ein faszinierendes Erlebnis, da die Art und Weise, wie der Gottesdienst in der orthodoxen Kirche abgehalten wird, so stark von den katholischen und evangelischen Riten abweicht. Die Gläubigen stehen und können umhergehen. In der Mitte des Raums vor dem Altar stehen die Priester mit der heiligen Schrift und halten im Sprechgesang den Gottesdienst ab, während die Gläubigen sich wiederholt bekreuzigen und verbeugen. Da die Orthodoxie so allgegenwärtig ist und Religiosität in ganz Osteuropa immer noch einen hohen Stellenwert besitzt, war es interessant, während dieser Exkursion auch einen Einblick in die spirituellen Traditionen und Praktiken des Landes zu erhalten. Insgesamt kann man sagen: Die Städte Wladimir und Susdal bilden einen enormen Kontrast zur Millionenmetropole Sankt Petersburg mit ihrer westlichen und imposanten Architektur. Wir erhielten so einen vielseitigen Blick auf das Land mit all seinen Facetten.

Gruppe in Wladimir

Nach einer spannenden Woche machten wir uns am 28. Mai wieder auf den Weg zurück nach Deutschland, was sich ein wenig anstrengender gestaltete als die Hinreise. Zunächst hatten wir drei Stunden in einem eiskalten Zug bis nach Moskau auszuharren, der von Kleinwarenverkäufern und einer in Tarnanzügen gekleideten Gesangsgruppe frequentiert wurde. In Moskau konnten wir dann auf dem Weg vom Bahnhof zum Flughafen einen flüchtigen Blick auf die reich verzierten U-Bahn-Stationen erhaschen. Letztlich kamen wir jedoch alle pünktlich und wohlbehalten wieder in Nürnberg bzw. Erlangen an. Die Exkursion hat uns viele neue und lehrreiche Einblicke in die russische Geschichte und Gegenwart eröffnet, an die wir während unseres weiteren Studiums sicher noch oftmals denken werden.

Jessica Wengel

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Die ersten Früchte des Sieges, von dem hier die Rede war https://is.gd/dcnO8f, kann nun Wiktoria Medwedjewa ernten. Die angehende Religionswissenschaftlerin hat an ihrem Lehrstuhl der Universität Wladimir von den Möglichkeiten des Erasmus-Plus-Programms gehört und sich als Doktorandin um ein Stipendium an der FAU beworben. Seit einem Monat und noch bis Ende August arbeitet sie nun vornehmlich in der Bibliothek des Lehrstuhls für Missions- und Religionswissenschaften der FAU an ihrer Dissertation zur religiösen Identität und dem durch den Glauben veränderten Bewußtseinszustand von Erwachsenen. Besonders interessiert die Wladimirerin dabei, über den russischen Tellerrand hinauszusehen, weshalb sie hier die Gelegenheit nutzt und Aussagen sowie Einstellungen ihre internationalen Kommilitonen auswertet.

Wiktoria Medwedjewa

Wiktoria Medwedjewa ist aber auch ein Kind des Jugendaustausches, an dem sie bereits zwei Mal teilnahm. In diesem Sommer nun will sie selbst dem BDKJ bei der Vorbereitung des Programms für die Gäste aus Wladimir helfen, also einmal auf der anderen Seite stehen. Auch wenn die Stipendiatin es nicht so ausdrücken würde, will sie wohl etwas zurückgeben von dem, was sie selbst empfangen durfte. Eben ganz im Geiste der Partnerschaft.

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Der Austausch mit Wladimir nimmt erst allmählich und etwas ruckelnd Fahrt auf. Während es im Vorjahr etwa einhundert Begegnungen zwischen den Partnerstädten gab, kamen heuer bisher fast mehr Absagen als Treffen zustande. So wurde etwa der Besuch des Wladimirer Mädchenchors am Christian-Ernst-Gymnasium wegen eines Wechsels in der Leitung auf November verschoben; eine Domra-Virtuosin, für den März angekündigt, sucht nach einem neuen Termin, weil ihre Begleitung erkrankt ist; für eine Hallenfußballmannschaft passen die angebotenen Tage nicht. Auch beim gestrigen Empfang – nicht von ungefähr am Internationalen Frauentag – für die Studentinnengruppe mit Bürgermeisterin Elisabeth Preuß fehlte eine Teilnehmerin am Austausch mit dem Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde – aus familiären Gründen, wie dessen Leiter, Professor Daniel Gossel, und Heinz Römermann, zuständig für den Fachbereich Russisch, erklärten. Aber immerhin sind nun vier angehende Germanistinnen mit – wie gewohnt im nun schon drei Jahrzehnte währenden Austausch mit der Universität Wladimir – ausgezeichneten Sprachkenntnissen für drei Wochen in Erlangen, um nach Stundenplan ein umfangreiches Lernpensum – mit Hausaufgaben! – abzuarbeiten: von der Stehgreifübersetzung über die Landeskunde, Schreib- und Sprechfertigkeit bis zur Idiomatik und Handelskorrespondenz. Zeit für Ausflüge in die nähere oder weitere Umgebung bleibt da fast nur am Wochenende.

Daniel Gossel, Alexandra Klemeschowa, Darja Lukjanowa, Marina Aljokina, Jelena Jewdokimowa, Tatjana Maier, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann

Auch wenn alle vier ihr Studium noch in diesem oder im nächsten Jahr abschließen, wissen sie noch nicht so recht, wie ihre berufliche Perspektive aussehen könnte. Nur eines ist klar: Sie wollen etwas mit Deutsch machen, mit der Sprache, die sie alle verbindet, die ihnen am besten gefällt. Dabei haben sie ganz unterschiedliche Voraussetzungen. Für Marina Aljokina aus Susdal ist es schon die fünfte Reise nach Deutschland, das sie – einschließlich Erlangen – auf dem „Umweg“ über die Partnerstadt Rothenburg für sich entdeckt hat, während Alexandra Klemeschowa zum ersten Mal hier zu Gast ist. Beim Empfang auch dabei Tatjana Maier als eine der Gastgeberinnen, selbst Studierende am Institut, die dort ihre „vergessene Muttersprache“ – mit fünf Jahren kam sie als Spätaussiedlerin aus Kasachstan – systematisch erlernen will und, laut Heinz Römermann, für den Wladimir-Austausch „regelrecht prädestiniert“ erscheint. Um auch außerhalb des Unterrichts das Sprechen zu üben, gibt es übrigens im Club International der Volkshochschule, Friedrichstraße 17, schon am 14. März ab 19.45 Uhr mit dem Russisch-Deutschen Treffen die nächste Gelegenheit. Bestimmt eine Möglichkeit, auch die vier Besucherinnen aus Wladimir näher kennenzulernen.

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Zu den Pflichtaufgaben der Austauschgäste des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde (IFA) gehört es, am Ende ihres Studienaufenthaltes einen Bericht über ihre Erfahrungen zusammenzustellen. Die fünfköpfige Gruppe Lehramtskandidatinnen von der Universität Wladimir, die am Sonntag die Heimreise antrat, hinterließ nun ihre Zusammenfassung der Erlebnisse, die zu lesen die reinste Kür darstellt:

Wir sind sehr froh, am Austauschprogramm der IFA teilzunehmen. Also, vom 23. Februar bis 15. März waren wir in Deutschland, haben viel Neues und Interessantes erlebt, sind sehr viel gereist, und so sind wir damit sehr zufrieden. Jeder Tag war einfach wunderschön, weil wir täglich eine gute Möglichkeit hatten, Deutsch zu sprechen, nicht nur im Alltagsleben, sondern auch während der Stunden.

Unser Leben in Erlangen war sehr interessant und inhaltsreich dank unseren Gastfamilien. Wir freuen uns darüber, dass wir diese drei Wochen mit solch angenehmen Menschen verbracht haben. Sie erzählten uns viel Interessantes über die Kultur und Geschichte Deutschlands, machten uns mit deutschen Bräuchen bekannt. In unseren Gastfamilien probierten wir nationale deutsche Gerichte, es schmeckte sehr gut. Außerdem unternahmen wir viel zusamnen, z.B. Kino- und Theaterbesuche, die Fahrt nach München. Wir sprachen viel Deutsch, was eine große Rolle in der Erweiterung unserer Sprachkenntnisse gespielt hat. Wir sind sehr dankbar dafür.

Xenia Semerikowa, Olga Karawajewa, Angelika Sergejewa, Xenia Dubowa, Kristina Kapsjonkowa, Daniel Gossel, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann

Xenia Semerikowa, Olga Karawajewa, Angelika Sergejewa, Xenia Dubowa, Kristina Kapsjonkowa, Daniel Gossel, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann beim Empfang im Rathaus

Zuerst möchten wir über unseren Unterricht erzählen. Wir hatten einige Stunden pro Tag, darunter waren solche Fächer wie Deutsch, Verhandlungsdolmetschen, Methodik des Übersetzens, Stegreifübersetzen, Idiomatik/Wortschatz. Die Lehrer waren sehr nett, hilfsbereit, kreativ, wir haben uns miteinander sehr gut verstanden. Während dieser Zeit haben wir viel Neues erfahren, z.B., wie man schwierige wirtschaftliche und politische Begriffe vom Russischen ins Deutsche richtig wiedergeben oder mit welchen Mitteln man verschiedene Texte  für den Leser verständlicher übersetzen kann. Besonders gut hat uns das Dolmetschen gefallen, weil wir in Wladimir keinen solchen Unterricht haben. Die Kenntnisse, die wir dank dieser Sprachkurse bekommen haben, sind für uns sehr wertvoll, und werden wohl nützlich für unsere Zukunft sein.

In Erlangen haben wir eine Menge interessanter Dingen erlebt. Wir haben verschiedene Sehenswürdigkeiten besichtigt und viele Veranstaltungen besucht. Natürlich war unsere Reise nicht nur auf Erlangen begrenzt. Es ist uns während dieser drei Wochen gelungen, auch andere Städte in Bayern zu erkunden. Wir waren in der atemberaubenden Stadt München. Dort besuchten wir den Olympiapark, die BMW-Welt, den Marienplatz. Wir haben auch einen Teil der Residenz angeschaut. Das war unvergesslich. Bei einem Besuch in Bamberg haben wir einen Rundgang durch den Dom untergenommen. Außerdem besuchten wir Rothenburg, Würzburg, Herzogenaurach (Adidas und Puma). Die Architektur, Parks, Plätze, Kirchen in diesen Städten haben einen großen Eindruck auf uns gemacht. Unsere Wochenende haben wir nicht nur in Erlangen, sondern auch in Nürnberg und sogar in Dresden und Salzburg verbracht.

Also, das war eine beeindruckende Reise, die uns Spaß und Glück gebracht hatte. Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit, in Deutschland zu reisen und die Kultur dieses Landes kennenzulernen. Vielen Dank!

Siehe auch: http://is.gd/wWkg9r

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Bürgermeisterin Elisabeth Preuß hält Wort. Nach ihrer Wladimir-Reise  im Dezember hatte sie versichert, wegen der politischen Krise Gäste aus der Partnerstadt nun erst recht herzlich aufzunehmen, ihnen noch mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, und sie freut sich zu hören, daß sie sich auch in ihren Gastfamilien, am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde oder auf ihren Reisen überall willkommen fühlen. Apropos Reisen, Professor Daniel Gössel, Leiter des IFA, das seit 1988 alljährlich eine Studentengruppe aus Wladimir empfängt und eigene Studierende an die dortige Universität entsendet, ist schon etwas erstaunt über die Vielzahl der Ausflüge: Bamberg, Würzburg, München, Nürnberg, Dresden – und am Samstag gar noch Hohenschwangau, bevor es am Sonntag nach drei Wochen wieder nach Hause geht. Hätte er die Gäste nicht auch schon an seinem Institut empfangen, er würde gar nicht glauben, daß die Lehramtskandidatinnen überhaupt noch Zeit haben, am Unterricht teilzunehmen. Doch Heinz Römermann ist voll des Lobes. „Sie sind alle fleißig dabei und sollen am Ende ja auch eine Prüfung ablegen, wofür es ein Testat gibt.“ Der Fächer sind dabei gar nicht so wenige: Übersetzung Russisch-Deutsch und Deutsch-Russisch, Wortschatz und Idiomatik, Methodik des Übersetzens, Stehgreifübersetzung in beiden Sprachen. Und dann sei da ja noch, so der Leiter des Fachbereichs Russisch, der Bericht über ihren Aufenthalt, den die Besucherinnen zu schreiben haben.

Xenia Semerikowa, Olga Karawajewa, Angelika Sergejewa, Xenia Dubowa, Kristina Kapsjonkowa, Daniel Gossel, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann

Xenia Semerikowa, Olga Karawajewa, Angelika Sergejewa, Xenia Dubowa, Kristina Kapsjonkowa, Daniel Gossel, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann

Begeistert sind sie ausnahmslos, besonders von ihren Gastfamilien, denen ein großer Dank gilt. Begeistert aber auch vom Unterricht – und überhaupt. Nur die Begeisterung für den Beruf, für den sie vorbereitet werden, hält sich in Grenzen. Nur eine aus der Gruppe erwägt ernsthaft, Fremdsprachenlehrerin zu werden. Alle übrigen wollen sich anderweitig orientieren. Eine Tendenz, die schon seit Jahren zu beobachten ist und sicher nicht nur mit den ausgesprochen bescheidenen Verdienstmöglichkeiten zu tun hat. Das ganze Umfeld für den Lehrerberuf ist in Rußland alles andere als attraktiv, besonders für solche, die auch noch Fremdsprachen unterrichten. Da steht nämlich die Forderung des Kulturministers, Wladimir Medinskij, im Raum, man solle die Zahl der Unterrichtsstunden für Englisch, Deutsch & Co. zu Gunsten von Russisch zurückfahren. Mehr noch: Irina Jarowaja von der Kreml-Partei Einiges Rußland weiß viele Kohorten hinter sich, wenn sie Fremdsprachen für unpatriotisch hält und aus dem Abitur herausnehmen will. Andernfalls könnte man ja denken, „man erziehe Weltbürger“. Besonders gegen eine zweite Fremdsprache zieht sie zu Felde, denn: „Wie sollen wir da unsere Traditionen bewahren?“ Den Vogel schießt freilich Nikolaj Kossarjew, Rektor der Ural-Universität, ab, der unlängst bei einem Treffen mit Pädagogen sagte: „Ich sehe, heute haben sich im Saal vor allem Frauen eingefunden. Ich gebe Ihnen den Rat, sich mehr auf ihre persönlichen Dinge zu orientieren und einen vermögenden Mann zu finden. In Rußland gibt es viele gute Kerle, Bergleute…“ Um nur auch ja richtig verstanden zu werden, fügte das Mitglied im Sachverständigenrat für Hochschulbildung der Staatsduma auch noch an: „Ich glaube, jede Frau findet ihr Glück in der Familie. Arbeiten sollte sie nicht des Geldes wegen, sondern, wie man so sagt, als Kür. Damit sie gar nicht an diese Kopeken denken braucht. Unterstützen müssen sie die Männer mit dem richtigen Einkommen. Andernfalls verwandelt sich bei uns die Frau in ein Pferd, das 40 Stunden ackert und dann auch noch lieben, erziehen und den Haushalt führen soll. Ich meine das ganz aufrichtig und weiß, was ich sage.“ Wer wollte es da Lehramtskandidatinnen noch verübeln, wenn sie ihrerseits „njet“ sagen!

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Es ist schon ein paar Tage her seit der Reise von vier Studierenden des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde nach Wladimir, aber manchmal tut es ja auch gut, Ereignisse aus der Distanz zu betrachten. Besonders dann, wenn die vier jungen Frauen, die alle Russisch lernen, zum ersten Mal nach Rußland kommen und damit den ältesten und regelmäßigsten Austausch der Partnerschaft überhaupt fortsetzen.

Am Sonntag, den 8. September, traten wir vier Studierende des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde unsere Reise nach Wladimir an. Sehr gespannt und aufgeregt waren wir alle, als es fast zwei Stunden später endlich losging via Paris nach Moskau, wo wir wegen der Zeitverschiebung erst am Montag um 1.10 Uhr eintrafen. Dort wurden wir sehr nett von unseren Gastgebern empfangen. Mit dem Taxi ging es dann nach Wladimir. Nach vier Stunden Fahrt sind wir angekommen. Alle sehr erschöpft und auch erleichtert, endlich am Ziel zu sein.  Erst einmal konnten wir richtig ausschlafen und haben uns dann auch mit den Wladimirer Studentinnen näher bekannt gemacht. Sofort waren wir uns alle sympathisch, und es gab keinen Zweifel: Wir würden eine schöne Zeit haben, und so kam es dann auch. Am Dienstag wurden wir von einigen Lehrern begrüßt und wir bekamen viele Informationen über die Universität und ihre internationalen Partnerschaften. Nach vier Stunden Unterricht und einer Mahlzeit lud man uns zu einer Stadtführung durch Wladimir.

Demetrius--Kathedrale

Demetrius–Kathedrale

Die Stadt erscheint zwar nicht so groß, aber sie ist voller schöner Sehenswürdigkeiten, die wir natürlich fast alle besichtigt haben.  Zum Beispiel die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, das Goldene Tor, die Kirche des hl. Demetrius, das alte Stadttor sowie mehrere Denkmäler und eine Kopie der Ikone Wladimirer Gottesmutter. Leider war das Wetter nicht besonders gut. Es regnete und war kalt, aber davon haben wir uns unsere Laune nicht kaputt machen lassen. Am Mittwoch fuhren wir in der Früh nach Bogoljubowo,  eine Ortschaft, nicht weit weg von Wladimir. Dort befindet sich die Marien-Kathedrale und die Mariä-Schutz-und-Fürbitt-Kirche an der Nerl. Leider darf man die Kathedrale und die Kirche nicht von Innen fotografieren. Denn wie schön es dort ist, kann man nicht beschreiben, das glaubt man nur, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat. Zurück in der Universität, hatten wir, wie jeden Tag, vier Stunden Unterricht. Mittags gingen wir meistens in die Mensa, die keinen großen Unterschied zu denen in Deutschland zeigte. Am Donnerstag hatten wir einen eher ruhigen Tag. Nach dem Unterricht sind wir ins Kino gefahren. Wir haben den Film „Legende Nummer 17“ angeschaut, der sehr empfehlenswert ist. Die nächsten zwei Tage waren wir mit unseren neuen Freunden im Zentrum Wladimirs unterwegs. Wir gingen durch alle Geschäfte, haben uns viele Souvenirs gekauft und richtig viel Spaß gehabt. Mit den Studentinnen haben wir uns super verstanden, auch wenn es für manche Kommunikationsschwierigkeiten gab. Aber auch das Problem haben wir irgendwie gelöst. Am Sonntag hieß es, um 5.00 Uhr aufstehen, denn wir machten uns auf den Weg nach Moskau. Wir hatten alle schon sehr lange darauf gewartet, endlich die russische Hauptstadt zu sehen. Eine dreistündige Zugfahrt später waren wir am Hauptbahnhof in Moskau. Unsere Tour begann am Bolschoj-Theater ging weiter zum Roten Platz und führte uns erst einmal ins GUM. Da haben wir lange Zeit verbracht, denn dieses Einkaufszentrum ist einfach zu riesig und überwältigend, um dort nur kurz durchzulaufen. Anschließend noch einige Fotos an der Basilius-Kathedrale gemacht und den Kreml betrachtet. Während unseres Aufenthalts in Moskau bekamen wir auch reichlich Informationen über die Sehenswürdigkeiten. Auf dem Weg zur Tretjakow-Galerie meldete sich bei uns allen langsam der Hunger, und so entschieden wir uns, nicht so viel Zeit in dem Kunstmuseum zu verbringen. Nach einem langen Tag wurden wir von einem Freund der Studentinnen, der in Moskau wohnt, zum Abendessen eingeladen. Wir halfen alle mit beim Zubereiten der „Pelmeni“ (ein russisches Nationalgericht). Spät in der Nacht ging es zurück zum Bahnhof und mit dem Zug wieder nach Wladimir. Am Montag begann der Unterricht erst mittags, damit wir noch ein wenig schlafen konnten. Wir wurden mit den Studenten der deutschen Abteilung bekannt gemacht und haben uns erst einmal alle vorgestellt. Nach der Vorstellungsrunde auf Deutsch sollten wir ein Bild davon malen, was wir uns unter dem Gastland vorstellen und wie die russischen Studenten Deutschland sehen. Sie malten z.B. das Brandenburger Tor und den Reichstag. Wir hingegen malten eine Flasche Wodka und eine Matrjoschka. Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Unterricht nach Susdal. Susdal ist ca. 30 km von Wladimir entfernt und zählt zu den ältesten russischen Städten. Nach der Besichtigung des Susdaler Kremls waren wir in einem kleinen Bauernhaus. Zum Vergleich dazu waren wir auch in einem Haus, in dem wohlhabende Kaufleute gewohnt haben. Der Unterschied war wirklich erstaunlich. Aufgrund des Wetters hielten wir uns nicht so lange in Susdal auf. Am Mittwoch durften wir eine 9. Klasse eines Gymnasiums besuchen. Sie erwarteten uns mit Tee und Gebäck. Mit gegenseitigen Fragen und einer kleiner Vorstellungsrunde ging die Stunde rasch vorbei. Es war sehr interessant zu hören, warum sich die Schüler dafür entschieden haben, Deutsch zu lernen. Meist lautete die Antwort, Deutsch sei in ihren Augen eine sehr moderne Sprache. An diesem Abend besuchten wir das Wohnheim einer der Studentinnen. Das war sozusagen der Abschiedsabend. Wir tranken Tee, wie immer eigentlich, und unterhielten uns in allen Sprachen, die wir kannten.

Gruppenbild mit Diplomen

Gruppenbild mit Diplomen

Freitag, der letzte Tag in Wladimir: Wir hatten ein letztes Mal Unterricht, der übrigens immer sehr interessant und hilfreich war, auch wenn er nur auf Russisch gehalten wurde, haben wir verschiedene Grammatikübungen gemacht, viel über die russischen Städte gelesen und natürlich auch über besondere Personen gesprochen.  Um 14.00 Uhr wurden uns Zertifikate und kleine Geschenke überreicht. Wir waren sehr stolz auf uns, und die Lehrer haben uns eingeladen, Wladimir nochmals zu besuchen und wieder an die Uni zu kommen. Das würde sie sehr freuen. Nach einer herzlichen Verabschiedung fuhren wir in unsere Wohnungen zurück und bereiteten unsere Koffer auf die Heimreise vor. Am Abend hieß es, Abschied nehmen von unseren Freunden, die wir sehr ins Herz geschlossen haben. Das war ein wenig schwer, denn wir hatten eine sehr schöne Zeit miteinander. Sie waren meistens bei unseren Ausflügen dabei und haben sehr viel mit uns gelacht. Nur eine Studentin fuhr mit uns nach Moskau, von den anderen trennten wir uns nun leider. Wir haben natürlich alle Handynummern ausgetauscht, um auf jeden Fall in Kontakt zu bleiben.  Wir freuen uns jetzt schon, wenn die Studentinnen aus Wladimir im Frühjahr uns besuchen kommen. In Moskau haben wir nur noch gegessen und sind schlafen gegangen. Am Samstag um 8 Uhr war die Nacht vorbei, und wir machten uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Weg zum Flughafen. Nach einer anstrengenden Fahrt durch den Moskauer Verkehr, dann der letzte Abschied und der Gang zu unserem Terminal, von wo es wieder über Paris mit Air France nach Hause ging. Um 21.30 Uhr hatten wir es dann geschafft: Wir sind wieder gesund und mit unzähligen Erlebnissen in Nürnberg angekommen. Voller Freude haben uns unsere Familien willkommen geheißen. Und so schnell verging eine schöne Zeit in Wladimir. Mit neuen Freunden, neuem Wissen und viel Vorfreude auf ein Wiedersehen konnten wir unsere Reise abschließen.

Angelika Kvasov

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