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Posts Tagged ‘Susanne Lender-Cassens’


2011 gründete sich in Wladimir auf ehrenamtlicher Basis die Organisation „Retter“, zusammengeführt von der Idee, in Not geratenen Menschen zu helfen: zu Land, zu Wasser, im Gebirge, bei technischen Unfällen, Naturkatastrophen oder Bränden. Aus dem anfangs kleinen Häuflein ist heute eine fünfundzwanzigköpfige Gruppe mit hauptamtlichen Allroundern geworden, die bereits 2013 Kontakt zu Erlangen aufnahm und ein Jahr später zum Gegenbesuch einlud. Damals stand der Rettungseinsatz auf und unter dem Wasser im Vordergrund. Dieses Mal interessieren sich die Gäste hauptsächlich dafür, wie hierzulande die Bergwacht arbeitet.

Susanne Lender-Cassens und die Retter-Gruppe aus Wladimir mit Organisatorin Stefanie Haberl, DLRG, ganz links im Bild

Beim Empfang im Rathaus mit Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens drehte sich denn auch das Gespräch ganz um die Berge: Heute ist die fünfköpfige Gruppe mit der Bergwacht des BRK Erlangen-Höchstadt in der Fränkischen Schweiz unterwegs, und morgen geht es nach Bad Tölz, wo sogar Rettungseinsätze mit dem Hubschrauber auf dem Programm stehen. Thema wird aber sicher auch sein, wo die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme liegen: beim deutschen Ansatz, all die Rettungsaufgaben in großen Teilen ehrenamtlichen Kräften zu übertragen, und beim russischen Modell, wo diese Aufgaben dem Staat obliegen, unterstützt von Organsiationen wie „Retter“ und ihren professionellen Alleskönnern. Jedenfalls noch viel Stoff auch für den künftigen Austausch von Erfahrungen für die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, das BRK und die Freunde aus Wladimir.

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So klein die Delegation um Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens, so schwer, alle für ein Gruppenbild zusammenzuholen. Gertrud Härer, nach den fünf Wochen Radtour am 7. September in Wladimir angekommen, hat gestern auch die Rückreise selbst organisiert, denn nicht in jedem Zug nach Moskau ist die Mitnahme eines Fahrrads möglich. Dafür stieß nun Othmar Wiesenegger wieder zur Truppe, zusammen mit Wladimir Fedin, bei dem er wohnte und mit dem zusammen er all die Tage unterwegs war, um mit seiner Kamera die Partnerstadt und ihre Umgebung zu erkunden. Die festgehaltenen Eindrücke werden sicher bald den Blog schmücken.

Wladimir Fedin, Othmar Wiesenegger, Irina Chasowa, Susanne Lender-Cassens, Manuel und Fredi Schmidt sowie Joachim Kokott

Abschied von Wladimir nehmen, bedeutet immer danke und спасибо an die Gastgeber sagen, besonders an Irina Chasowa, die Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses. Danke für ein rundum gelungenes Programm und all die freundschaftlichen Begegnungen!

Im Schatten des Kreml: Fredi Schmidt, Joachim Kokott, Susanne Lender-Cassens und Joachim Kokott

In Moskau, staufrei per Zug erreicht, kehrte noch einmal der Sommer zurück in die russischen Lande. Ein prächtiger Abschluß einer Reise, die bei all den Wladimir-Neulingen Lust auf eine Wiederholung machte. Ganz wie bei den russischen Touristen, bei denen laut einer gerade veröffentlichten Statistik, Erlangens Partnerstadt auf der Beliebtheitsskala für Herbsturlaub – ohne die Kurorte – hinter Sankt Petersburg, Moskau, Kasan, Jaroslawl und Kaliningrad auf dem sechsten Platz liegt, noch vor Nischnij Nowgorod, Kostroma, Samara und Irkutsk.

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Ab 9.00 Uhr ist die komplette Gerade von der Einfahrt zur Altstadt von Wladimir über das Goldene Tor, den Kathedralenplatz, vorbei am Erlangen-Haus bis hinunter zum Michail-Frunse-Denkmal komplett für den Verkehr gesperrt, bereit für den ersten Halbmarathon der Partnerstadt, die Strecke abgesteckt, Bürgersteig und Straße wie geleckt.

Das Team Erlangen mit Freunden aus Wladimir vor dem Start. Photo: Dominik Steger

Gegen 11.00 Uhr nimmt das Team Erlangen mit Jonas Eberlein, Fredi Schmidt, Manuel Schmidt, Gertrud Härer und Peter Steger auf dem Kathedralenplatz Aufstellung, läuft sich ein, trifft Freunde vom Laufklub „Bodrost“, freut sich über das Wetter mit mäßiger Luftfeuchtigkeit, leichtem Wind und vor allem angenehmen Temperaturen um 16° C – unter bedecktem Himmel und ohne einen einzigen Regentropfen.

Jonas Eberlein und Fredi Schmidt. Photo: Dominik Steger

Nachgerade ideale Bedingungen, vor allem, wenn man weiß, wie verregnet und verhagelt der Wladimirer Sommer war. Und so zeigen sie denn auch ihre Lauffreude, Jonas Eberlein, der nebenbei auch noch mit drei Bällen jongliert, und Fredi Schmidt, der sich mit ihm – auf ärztlichen Rat – auf die Neun-Kilometer-Distanz macht. Beide laufen dann auch entspannt und gemeinsam als 109. und 110. von 155 Teilnehmern mit einer Zeit von 50:52 ins Ziel.

Peter Steger. Photo: Dominik Steger

Die drei anderen nehmen die Halbmarathon-Strecke mit persönlichen Bestleistungen – und das trotz der Härten des Auf-und-Ab-Parcours mit den dreieinhalb Runden und dem harten Asphaltprofil: Peter Steger kommt als 110. von 188 Teilnehmern mit 1:52:05 ins Ziel, und Manuel Schmidt bleibt als 132. im Feld mit 1:59:27 ebenfalls unter den magischen zwei Stunden.

Team Erlangen auf der Bühne. Photo: Dominik Steger

Und was ist mit Gertrud Härer? Sie zieht sich nach dem Lauf für eine halbe Stunde ins Erlangen-Haus zurück – und verpaßt leider die Team-Ehrung, von den Organisatoren ganz an den Anfang gestellt.

Team Erlangen in Siegerpose. Photo: Dominik Steger

Eine schöne Verneigung vor den Gästen, die mit ihrer Teilnahme der Veranstaltung nicht unbedingt den großen sportlichen Glanz verleihen, fehlt doch John Stackmann im Team, aber doch für ein internationales Flair sorgen.

Die Trophäen. Photo: Dominik Steger

Kompliment nicht nur für diese Geste an die Gastgeber, sondern auch für den gelungen Einstand. Zeitnahme, Verpflegungsstationen und Sauberkeit entlang der Strecke kann man nur vorbildlich nennen. Pawel Tschernow, immer wieder zu Gast beim Erlanger Winterlauf in der Brucker Lache, hat als Cheforganisator ein ausgezeichnetes Team zur Seite.

Die Freundschaft Erlangen – Wladimir hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Photo: Dominik Steger

Und da ist dann doch noch Gertrud Härer, die sich in ihrer Altersklasse nur Olga Sagitowa, ebenfalls regelmäßige Teilnehmerin am Winterlauf, mit 1:47:07 als elfte Frau im Feld durchsetzte. Und das nach fünf Wochen Radtour von Partnerstadt zu Partnerstadt. Applaus!

Gertrud Härer

An einem solchen Freudentag ist es aber auch gut, einmal innezuhalten und zurückzublicken auf die Wunder der deutsch-russischen Geschichte, wie aus Feinden Freunde wurden, kaum irgendwo mehr spürbar als hier am Platz des Sieges, in dessen unmittelbarer Nähe der Friedensbaum wächst, gepflanzt am 22. Juni 2011 von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß, dem Erlanger Weltkriegsveteranen Wolfgang Morell und Wladimirer Kameraden.

Susanne Lender Cassens und Irina Chasowa

Schließlich noch eine wichtige Etappe mit dem Kauf von zwei Fahrrädern für das Erlangen-Haus. Eine Anschaffung, die sicher schon längst hätte getätigt werden müssen, die aber wohl zu warten hatte, bis Susanne Lender-Cassens ihren Antrittsbesuch macht. Die vier Kilometer zurück zum Erlangen-Haus sausen die Bürgermeisterin und der Partnerschaftsbeauftragte über deutlich schneller zurück als Irina Chasowa im Bus.

Susanne Lender-Cassens und Peter Steger. Photo: Irina Chasowa

Zu Gast bei Guram Tschjotschjew. Photo: Dominik Steger

Am Abend dann der Ausklang mit einem Bekenntnis im Freundeskreis der Orthopäden Guram Tschjotschjew: „Ich komme wieder nach Wladimir!“ Vielleicht ist ja der Bürgermeisterin die Partnerschaft auch schon zur „kleinen Heimat“ geworden, als die der gastgebende Orthopäde schon seit einem guten Vierteljahrhundert Erlangen betrachtet.

Mehr Bilder unter: https://is.gd/Nvslvw

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Auf dem Kathedralenplatz von Wladimir bereitete man sich gestern schon ab der Mittagszeit auf das heutige Laufereignis vor. Vor einer schöneren Kulisse könnten Start und Ziel des Neun-Kilometer-Laufs und des Halbmarathons kaum zu liegen kommen, und dann prangt da ja auch noch das Transparent mit der Aufschrift „Deutsch-Russisches Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018“, ausgerufen von den Außenministern Sigmar Gabriel und Sergej Lawrow Ende Juni in Krasnodar, wo Erlangen und Wladimir natürlich nicht fehlen dürfen.

Zu einem Besuch der Partnerstadt gehört – besonders für Neulinge wie Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens und den Großteil ihrer Delegation – nach der Tour durch Wladimir ein Abstecher nach Susdal, wo das Wetter sich noch einmal alle Mühe gab, den sommerlichen Dauerregen vergessen zu machen.

Eberesche und Birke, russischer Frühherbst

Das Freilichtmuseum in der Partnerstadt von Rothenburg o.d.T. bietet aber auch den Rückblick in jene längst versunkene Zeit der Bauernkaten und eines Dorflebens  – mit immer wieder überraschend anheimelnden Winkeln und Ecken.

Russische Bauernstube

Und dann all diese unerwartet weiten Panoramen, wenn man sich Susdal nähert, von allen Seiten geschützt durch sich selbst überlassene Wiesen und vom Wind bestellte Felder, dazwischen der träge Lauf der Kamenka mit ihren sumpfigen Uferstreifen.

Susanne Lender-Cassens

Zugänglich erlebt man den 10.000-Seelen-Ort, streckenweise fast schon autofrei und ausgestattet mit der ganzen Infrastruktur für Radfahrer, die sich ihr Gefährt mittlerweile sogar in einigen Hotels leihen können.

Jonas Eberlein, Susanne Lender-Cassens und Gertrud Härer mit Fahrradständer

Aber wozu hier viele Worte verlieren. Wo doch nur die unausgesprochene Stimmung gilt von stillen Farben, singenden Glocken und jenem Himmel, weit und breit, so nur erlebbar hier in Susdal.

Zeit zum Heimflug. Merely this, and nothing more.

Also ruhig ein Moment des Schweigens, dem Andrej Tarkowskij in seinen episch-mythischen Filmen den schwingenden Raum schenkt, in versiegelter Zeit gefangen. Man sehe sich nur „Nostalghia“ oder „Andrej Rubljow“ an, der ja in wichtigen Teilen in Wladimir und Susdal entstand.

Andrej Tarkowskij

Welch ein Glück muß es sein, hier die Geschicke der Menschen lenken zu dürfen, wie Sergej Sacharow, der als Stadtdirektor durchaus eigene Wege beschreitet.

Guten Abend, gute Nacht in Susdal

Etwa indem er Radwege anlegt oder alljährlich im Sommer ein dreitägiges Fahrradfest veranstaltet. Oder indem er immer einmal wieder selbst in die Pedale tritt und den Arbeitsweg von Wladimir, wo er wohnt, nach Susdal hin und retour im Sattel bewältigt – immerhin insgesamt 60 km.

Susanne Lender-Cassens und Sergej Sacharow

Da interessiert er sich natürlich besonders für die Partnerschaftstour von Gertrud Härer, ihre durchschnittlich 100-km-Tagesetappen, ihre Eindrücke von der Strecke, ihr Wunsch nach asphaltierten Randstreifen entlang den russischen Fernstraßen, zumal er selbst auch auf einen Tagesrekord von 300 km verweisen kann.

Gertrud Härer, Sergej Sacharow, Susanne Lender-Cassens und Jonas Eberlein

Und natürlich weiß er sich mit der Kollegin aus Erlangen, Susanne Lender-Cassens, eins: „Wir müssen mehr Menschen aufs Fahrrad bringen, wenn wir unsere Verkehrsprobleme lösen wollen.“ Doch heute geht es – siehe oben – erst einmal ums Laufen, getreu dem Motto: „Keine Gnade für die Wade!“

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„Wladimir empfängt uns mit einem Regenbogen, wunderschön aufgespannt!“ So macht der Blog von Gertrud Härer auf, der sich noch einmal hat reparieren lassen und all die unglaublichen Berichte von der Strecke Erlangen – Wladimir enthält.

Getrud Härer unterm Willkommen-Regenbogen in Wladimir

Am Donnerstagabend zusammen mit Jonas Eberlein, ihrem Begleiter seit Wolokolamsk, eingetroffen, hat sich die Langstreckenradlerin gestern der Delegation von Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens angeschlossen und bereitet sich nun auf den Halbmarathon am Sonntag vor. Mit Ruhephasen und nur kleinen Trainingseinheiten, denn das Strampeln über 3.255 km hat sicher keinen Muskelschwund verursacht.

Jonas Eberlein und Gertrud Härer unter den Bögen des Goldenen Tors

Aber vor den Preis setzten die Götter den Schweiß und die russischen Gesetze eine eingehende ärztliche Untersuchung auf Herz und Nieren. Einfach nur auf eigene Verantwortung die Startnummer angeheftet und losgerannt, – das läuft hierzulande nicht.

Joachim Kokott, Susanne Lender-Cassens, Gertrud Härer, Manuel Schmidt, Jonas Eberlein, Fredi Schmidt

Also geht es nüchtern in Sportmedizinische Zentrum von Wladimir, wo die wichtigsten Körperfunktionen in mehreren Durchläufen untersucht, wo gewogen und gemessen und Urin- sowie Blutproben genommen werden. Eine Prozedur, die normalerweise bis zu zwei Tage dauern kann, für die eiligen Gäste aber so getaktet ist, daß nach zwei Stunden die Ergebnisse vorliegen und die Atteste ausgestellt sind. In einem Fall freilich, der Datenschutz gebietet da Stillschweigen, legt der Befund eine weitere Untersuchung zu Hause nahe. Mal sehen, ob das Feld morgen noch weiter ausgedünnt ist, nachdem ja schon John Stackmann seine Teilnahme hat absagen müssen.

Empfang im Rathaus mit Olga Dejewa für die Gäste aus Erlangen: Othmar Wiesenegger, Jonas Eberlein, Fredi und Manuel Schmidt, Susanne Lender-Cassens, Gertrud Härer und Joachim Kokott

Beim Empfang im Rathaus stellt dann Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens vor allem den Sport und die Umwelt in den Mittelpunkt ihrer Wünsche für den weiteren Austausch. Gefragt nach ihren sonstigen politischen und administrativen Aufgaben, entfährt Oberbürgermeisterin Olga Dejewa ein: „Das schafft nur eine Frau!“ Wer wollte da widersprechen…

Marina Ilina, Nadeschda Troschina, Alexej Panfilow, Susanne Lender-Cassens, Jelena Petrowitschewa und Ljubow Naumowa

Zumal dies auch nur Auftakt des Arbeitsprogramms war, gefolgt von einem Gespräch an der Universität mit Vizerektor Alexej Panfilow, der unlängst ja Erlangen – zum wiederholten Male – besucht hatte und alles daransetzen will, die Verbindungen zur Friedrich-Alexander-Universität  auszubauen. Dazu will Nadeschda Troschina in der nächsten Woche Gespräche im Rahmen eines Erasmus-Plus-Programms mit den fränkischen Kollegen führen, dazu plant Marina Ilina, Leiterin des Instituts für Biologie und Ökologie die Intensivierung ihrer Kontakte zum Lehrstuhl für Umweltverfahrenstechnik, dazu hält Julia Obertreis, Inhaberin des Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte an der FAU, im Oktober einen Vortrag in Wladimir zum Thema „100 Jahre Oktoberrevolution“ dazu erwartet man schon am Sonntag wieder für drei Wochen vier Austauschstudenten vom Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde…

Jonas Eberlein, Susanne Lender-Cassens, Jewgenij Jaskin und Gertrud Härer

Weiter soll es auch im Medizinaustausch gehen. Jewgenij Jaskin, ärztlicher Direktor des Rot-Kreuz-Krankenhauses, wünscht sich für eine Gruppe von Pflegekräften eine Hospitation in Erlangen und trifft bei der gelernten Krankenschwester, Susanne Lender-Cassens, damit natürlich auf offene Ohren.

Susanne Lender-Cassens in der Schule Nr. 23 mit Dominik Steger und Robin Bockelmann, zweite Reihe rechts außen

Und dann der Besuch an der Schule Nr. 23, die seit Ende der 90er Jahre einen regelmäßigen Austausch mit dem Emmy-Noether-Gymnasium pflegt und sich immer wieder auch durch Schüler hervortut, die nicht nur über herausragende Sprachkenntnisse verfügen, sondern auch Projekte – etwa zum Thema Kriegsveteranen – über Jahre vorantreiben. Und dann ist da noch die Schülerin, deren Vater in ihrem heutigen Alter zu den ersten gehört hatte, die am Austausch teilnahmen. Nun kommt sie Ende des Monats zum ersten Mal selbst nach Erlangen. Eine Tradition, die sich gerne fortsetzen darf, wenn das Mädchen einmal selbst Mutter geworden. Zu dem Termin dazugestoßen sind übrigens auch noch die beiden Studenten an der Berliner Charité, Robin Bockelmann und Dominik Steger, die gerade ihr Pflegepraktikum in Wladimirer Krankenhäusern abgeschlossen haben.

Susanne Lender-Cassens mit Blick auf die Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Fragt man Susanne Lender-Cassens nach ihren Eindrücken vom ersten Wladimir-Besuch, sprudelt ihr die Begeisterung nur so von den Lippen, auch wenn bisher noch keine Zeit war, die Stadt zu erkunden. Aber: „Es ist wirklich unglaublich, was da für ein Beziehungsnetz aufgebaut wurde, was da alles an Austausch möglich ist.“

Susanne Lender-Cassens und der gemischte Chor des Zentrums für Chormusik

Damit da auch kein Stillstand zu befürchten ist, besucht die musikbegeisterte Bürgermeisterin am Abend dann auch noch eine Probe des gemischten Chors am Zentrum für Chormusik. Das Ensemble steht in der Tradition des von Eduard Markin schon in den 70er Jahren ins Leben gerufenen Chors, der aus der Geschichte der Partnerschaft nicht wegzudenken ist. Nun soll versucht werden, für die Gruppe eine Gastspielreise nach Erlangen zu organisieren. Vielleicht, geht es nach Susanne Lender-Cassens, schon 2018, wenn Erlangen und Wladimir ihr 35jähriges Jubiläum feiern.

Susanne Lender-Cassens im Herzen von Wladimir

Am späteren Abend bleibt dann doch bloß, Oberbürgermeisterin Olga Dejewa zuzustimmen: „Das schafft nur eine Frau!“ Eine Sentenz, die natürlich auch für Gertrud Härer gilt.

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Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens ist gestern nach fünfstündiger Stau-Fahrt vom Moskauer Flughafen Domodjedowo mit ihrer Sportdelegation – wohlbehalten, aber leider nicht vollständig – gegen 22.00 Uhr im Erlangen-Haus eingetroffen, gastlich empfangen von Irina Chasowa. Zu Hause geblieben ist mit einer Virusinfektion ausgerechnet John Stackmann, der sich in den letzten Wochen so zielstrebig auf den Halbmarathon in Wladimir vorbereitet hatte. Aber Gesundheit geht vor sportlichem Ehrgeiz. Nun werden also Gertrud Härer, Fredi und Manuel Schmidt mit Peter Steger am Sonntag ohne ihr Zugpferd auf die Strecke gehen müssen.

Susanne Lender-Cassens und ihre Delegation: Joachim Kokott, Manuel und Fredi Schmidt, Othmar Wiesenegger und Irina Chasowa, Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses

Der aufmerksame Betrachter vermißt sicher auch Gertrud Härer auf dem Bild. Keine Sorge! Sie hat gestern planmäßig Wladimir per Fahrrad erreicht, zusammen mit dem Jonas Eberlein, dem Erlanger, der seit einer Woche an ihrer Seite fährt. Nur leider ist Blog https://gertrud.haerer.org „abgeschnitten“, ausgerechnet im Ziel. Nach der Reparatur gibt es dann sicher auch die Bilder zur Ankunft nach mehr als 3.000 km Radreise von Erlangen bis Wladimir. Und bestimmt vieles mehr – auch zu dem, was die Mitglieder der Delegation in den nächsten Tagen in der Partnerstadt so alles erleben werden.

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Das war schon eine Tour de Force: Am Dienstagmorgen erhielt die Jugendboxstaffel erst in Moskau die Visa, setzte sich in zwei Kleinbusse und stürmte los Richtung Deutschland. Um 4.00 Uhr morgens kam dann gestern die fünfzehnköpfige Gruppe in ihrem Quartier an und fand sich schon um 11.00 Uhr vollzählig zum Empfang im Erlanger Rathaus ein.

Boxstaffel mit Ulrich Klement und Susanne Lender-Cassens in ihrer Mitte

Viel Zeit zum Regenieren bleibt den Sportlern nicht, denn heute steigen sie bereits um 14.00 Uhr in der Ejadonhalle, Straubing, in den Ring. Und am Sonntag stehen um 10.30 Uhr im Festzelt von Weißenburg die nächsten Wettkämpfe auf dem Programm, bevor es zu Wochenbeginn wieder zurück nach Wladimir geht.

Die Boxer aus Wladimir mit Igor Krotter und Sergej Schtschedrin in ihrer Mitte

Geht es nach dem Trainer Igor Krotter, der seit 2014 seitens des TV 1848 den Boxaustausch mit der russischen Partnerstadt pflegt und mit seinem Team schon im November eine Gegeneinladung nach Wladimir annimmt, soll es bereits im nächsten Jahr eine eigene Boxabteilung seines Vereins in Erlangen geben. Dann wären solche „Gastspiele“ in anderen Städten nicht mehr nötig, man könnte in Erlangen die Kräfte messen. Und überhaupt wolle man mehr Sportaustausch, betonte Sergej Schtschedrin, Initiator der Boxkontakte, gegenüber Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens und Sportamtsleiter Ulrich Klement und kündigte für September konkrete Vorschläge an. Ganz im Sinne der Kommunalpolitikerin, denn: „Je mehr wir an solchen Begegnungen haben, desto besser für die Verständigung und unsere Städtepartnerschaft.“

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