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Posts Tagged ‘Soroptimist Wladimir’


Ende Juli reihten sich die ersten Maschen aneinander, als die Gruppe aus dem Erlangen-Haus an der Volkshochschule der Partnerstadt beim Abschiedsabend die Stricknadeln auspackte. Seither wird der Friedensschal mit jedem Besuch aus Erlangen ein Stück länger. Wir wissen nicht, wer ab welcher Länge das Gemeinschaftswerk für vollendet erklärt. Vielleicht kommt dieser Moment ja auch gar nicht, weil nach menschlichem Ermessen nicht absehbar ist, wann endlich Frieden auf Erden einkehrt. Gleichviel, kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen, wo andere schon ankündigten, ein Apfelbäumchen zu pflanzen, selbst wenn anderntags die Welt untergehen sollte.

Doris Lang, stehend, und Swetlana Makarowa mit Julia Obertreis am Schal

Aber so weit ist es ja gottlob noch nicht, zumal es Menschen gibt, die unsere Welt besser machen wollen. Im Jahr 2001, zur Gründung von Soroptimist Wladimir, besuchte Doris Lang zum ersten Mal die Partnerstadt und begleitet seither die gemeinsamen Aktionen dieses weltweit tätigen Serviceklubs, der sich für die Rechte und Chancen von Frauen und Mädchen einsetzt. Nun konnte die Steuerberaterin im Kinderkrankenhaus mit eigenen Augen sehen – Swetlana Makarowa, selbst Mitglied bei Soroptimist International, machte die Führung persönlich -, was beispielsweise aus dem vom Erlanger Klub finanzierten gynäkologischen Behandlungsraum für jugendliche Patientinnen wurde. Und – mit der Historikerin Julia Obertreis als Gast – es war endlich auch Gelegenheit, mit den russischen Klubschwestern ins Gespräch zu kommen. Daß darüber der Schal wieder ein Stück länger wurde – nur gut so. Und bestimmt gibt es auch bald wieder etwas über neue Initiativen von Soroptimist Erlangen-Wladimir zu berichten.

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Das letzte große Gemeinschaftsprojekt des Stadtmuseums Erlangen und des Landesmuseums Wladimir – „Gottes Acker“ mit Bildern des Künstler-Mönchs, Pater Innokentij – geht ins Jahr 2008 zurück. Davor gab es immer wieder Ausstellungen zu den Themen „Landeskunde“, „Ikonen“ oder „Kriegsgefangenschaft“ – und einen Fachaustausch, besonders im Bereich Museumspädagogik. Um diese gute Tradition fortzusetzen, besuchte nun Jelena Ljubar, im Wladimirer Landesmuseum für die Ausbildung von Fremdenführern zuständig, die Kolleginnen am Martin-Luther-Platz und brauchte nicht lange für eine engere Zusammenarbeit werben. Gertraud Lehmann, die Kuratorin der Photographie-Schau „Gottes Acker“, kennt Wladimir bereits aus eigener Erfahrung, und Brigitte Korn, seit dem Herbst Leiterin des Stadtmuseums, an dem sie vor den „Gastspielen“ auf der Burg Abenberg und im Nürnberger Fembohaus ihre ersten beruflichen Schritte getan hatte, freut sich schon darauf, ihre städtepartnerschaftlichen Wissenslücken bald schließen zu können.

Getraud Lehmann, Jelena Ljubar und Brigitte Korn

Getraud Lehmann, Jelena Ljubar und Brigitte Korn

Und sie ist stolz darauf, eine Kooperation mit einem Museumskomplex eingehen zu können, zu dem 56 Architekturdenkmäler – darunter acht mit dem Status des UNESCO-Weltkulturerbes – gehören und wo in drei Städten – Wladimir, Susdal und Gus-Chrustalnyj – bis zu 35 Ausstellungen zeitgleich gezeigt werden. Nicht von ungefähr zählt das Landesmuseum europaweit zu den zehn größten und wichtigsten seiner Art. Da darf man jetzt schon gespannt sein, was in der musealen Zusammenarbeit zum 35jährigen Partnerschaftsjubiläum 2018 zu erleben sein wird.

Nadja Steger und Jelena Ljubar

Nadja Steger und Jelena Ljubar

Doch Jelena Ljubar, deren Besuch morgen schon wieder zu Ende geht, ist auch noch in einer anderen Mission unterwegs. Nein, es geht nicht um den Vortrag vom Freitag an der Volkshochschule, über den Bürgermeisterin Elisabeth Preuß sagte: „Der Abend war wunderbar, ich hätte Lena noch lange zuhören können!“, es ist das ehrenamtliche Engagement der Besucherin, von dem noch kurz die Rede sein soll. Heuer werden es nämlich 15 Jahre, seit Soroptimist International Erlangen in Wladimir einen Partnerklub gegründet hat. Und von Beginn an dabei: Jelena Ljubar.

Jelena Ljubar, Nadja Steger, Carmen Vogt und Gabriele Saemann

Jelena Ljubar, Nadja Steger, Carmen Vogt und Gabriele Saemann

Einen sogenannten „Partner-Link“ hat der Erlanger Service-Klub aber auch – seit fünf Jahren – zu den Schwestern in Riverside, Kalifornien. Ganz dem internationalen Austausch verpflichtet, ist deshalb für den September in Erlangen ein Drei-Länder-Treffen von Soroptimist geplant: deutsch-russisch-amerikanisch. In politisch so angespannten Zeiten ein ermutigendes Zeichen – und viel Stoff für Planungsgespräche der Klub-Schwestern Gabriele Saemann, Carmen Vogt, Nadja Steger – und vorab schon Angela Dörfler und Doris Lang – mit Jelena Ljubar. Schöner kann Partnerschaft kaum sein. Gutes Gelingen!

S. auch: http://is.gd/JMszlM

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Die „besten Schwestern“ – „sorores optimae“, wie man den Service-Klub „Soroptimist International“ übersetzen könnte, machen wieder einmal überzeugend vor, wie die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit zwischen Partnerstädten aussehen kann. Seit 2001 pflegen die Erlanger Frauen mit der von ihnen in Wladimir gegründeten Gruppe einen regen Austausch und führen seither eine ganze Reihe von Projekten durch, von denen der Blog immer wieder berichtet: Einrichtung eines gynäkologischen Behandlungszimmers in der Kinderklinik, Unterstützung für die Kinder-TBC-Station, Übersetzung und Herausgabe eines Krimis von Ines Schäfer, die Ausstellung „Heimat“ mit Schülerarbeiten – mit einem Spendeneinsatz von mittlerweile mehr als 25.000 Euro.

Nadja Steger

Nadja Steger

Seit 2014 nun gibt es auch einen Partnerschaftslink zu den Soroptimistinnen in Riverside, von langer Hand in den vergangenen vier Jahren vorbereitet und nun glücklich umgesetzt. Hier wie dort gab es immer wieder gegenseitige Besuche, Einladungen zu den Klubsitzungen. Doch nun hat Erlangen in Nadja Steger, selbst aus Wladimir stammend, sogar eine Beauftragte für den Kontakt zu den Freundinnen in der kalifornischen Partnerstadt, die vorgestern in einem Vortrag die Projekte aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft präsentierte und von der Vorsitzenden, Lynn Scecina, viel Anerkennung erhielt.

Nadja Steger und Lynn Scecina

Nadja Steger und Lynn Scecina

Auch wenn der Blog-Reporter bei der Sitzung nicht akkreditiert war, sind doch die wichtigsten Entscheidungen des Treffens nach außen gedrungen: Man wird gemeinsam Fortbildungsangebote an junge Frauen aus Erlangen und Riverside machen, und für September nächsten Jahres ist eine erste Zusammenkunft von Mitgliedern aller drei verbundenen Klubs aus Riverside, Wladimir und Erlangen geplant, in der Hugenottenstadt. Ein Zeichen für die Verständigung über die Grenzen hinweg wolle man damit geben, so Karin Roberts, Initiatorin der Partnerschaft zwischen Erlangen und Riverside, einander kennenlernen, gemeinsam Ausflüge unternehmen, sich austauschen – und sicher neue Projekte vereinbaren.

Christine Kamlah, Rusty Bailey, Karin Roberts, Inge Richter und Nadja Steger

Riversides Oberbürgermeister Rusty Bailey mit den Klubschwestern Christine Kamlah, Karin Roberts, Inge Richter und Nadja Steger auf dem Mount Rubidoux

Es ist noch zu früh zu sagen, was aus dieser Absicht wird. Verraten aber darf bereits jetzt werden, daß aus Wladimir bereits die Zusage von drei Mitgliedern vorliegt, und aus Riverside wollen mindestens vier Frauen, möglicherweise sogar mit ihren Männern kommen, um den Dreiklang der besten Schwestern noch voller ertönen zu lassen, einen Dreiklang, der noch viele Stimmen brauchen kann.

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Es war mal wieder an der Zeit für Jelena Ljubar, nach Erlangen zu kommen. Schließlich kennt man sie in der Städtepartnerschaft von Beginn an. Ungezählte Gruppen wurden von der Mitarbeiterin der Museumsverwaltung durch Wladimir und Susdal geführt, auf zupackend-kompetente Weise und mit einem gepflegten Deutsch. Anfang der 90er Jahre dann avancierte sie zur „Chefdolmetscherin“ im Austausch der Klärwerker aus beiden Städten und betreute immer wieder auch die eine oder andere Delegation. Und nun hat sie gerade den Vorsitz bei Soroptimist International, dem weltweit tätigen Service-Klub von Frauen nicht nur für Frauen und Mädchen, abgegeben und ist der Einladung von Angela Dörfler gefolgt, auf deren Initiative hin die Filiale in Wladimir vor zwölf Jahren gegründet wurde.

 

Oberarzt Alexej Iwanischew.

Oberarzt Alexej Iwanischew.

Die Soroptimist-Frauen in Wladimir unterstützen derzeit die TBC-Kinderstation unter Leitung von Oberarzt Alexej Iwanischew und lassen sich dabei gern von den Schwestern aus Erlangen helfen, die beim Frühlingsbasar vergangenen Jahres 1.500 Euro gesammelt haben, um dringend benötigtes medizinisches Gerät anzuschaffen. Dabei soll es aber nicht bleiben, denn, so Jelena Ljubar, auf der Station mangle es noch an vielem. „Nicht einmal eine Waschmaschine ist da!“ Die weitere Zusammenarbeit mit Erlangen gewinnt da ganz konkrete Bedeutung. 

Angela Dörfler bei der Übergabe des Wandteppichs an Prof. Wolfgang Rascher.

Angela Dörfler bei der Übergabe des Wandteppichs an Prof. Wolfgang Rascher.

Doch auch die Besucherin ist nicht mit leeren Händen gekommen: Alewtina Alijewa, langjähriges Mitglied bei Soroptimist und Leiterin einer Patchwork-Gruppe, hat Jelena Ljubar einen Wandteppich mitgegeben, ein Symbol der Dankbarkeit Wladimirs für die seit über zwanzig Jahren praktizierte humanitäre Hilfe vor allem für Kinder. Wo könnte also das Geschenk besser aufgehoben sein als in der Universitätsklinik für Kinder und Jugendliche, die vor allem auf Initiative des mittlerweile emeritierten Professors Dieter Wenzel unschätzbar viel für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung der jungen Wladimirer Patienten geleistet hat. Ein segensreiches Werk, das unter Klinikdirektor, Prof. Wolfgang Rascher, ungebrochen fortgesetzt wird.

Jelena Ljubar im Gespräch.

Jelena Ljubar im Gespräch.

Bei aller Bedeutung ihrer ehrenamtlichen Aufgaben vergißt Jelena Ljubar jedoch nicht, auch den Kollegen vom Stadtmuseum einen Besuch abzustatten. Da begeistert sie nicht nur die aktuelle Ausstellung mit Kinderarbeiten, sondern sie freut sich schon auf das Projekt „Erlangen damals – Erlangen – heute“, das zum Partnerschaftsjubiläum in Wladimir gezeigt werden soll. Einige technische und organisatorische Fragen sind noch zu klären, dann kann die konkrete Umsetzung beginnen. Und Jelena Ljubar, seit 30 Jahren der Partnerschaft verbunden, ist mal wieder dabei. Von Beginn an.

Mehr zum Soroptimist-Projekt unter: http://is.gd/vYTUwU

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Wohltätigkeitsbasar für Wladimir

Zum Ende der Osteroktav, am gestrigen Weißen Sonntag, eröffnete die Hugenottenstadt bei eher kühlen Temperaturen, bedecktem Himmel und dem einen oder anderen Schauer ihren traditionellen „Erlanger Frühling“, der die Menschen nicht nur wegen der Einkaufsmöglichkeiten in hellen Scharen ins Zentrum lockt, sondern auch wegen der Möglichkeit, dort Vereine, Klubs und Organisationen mit ihren unterschiedlichen Aktivitäten kennenzulernen. Eine gute Mischung aus Kommerz, Kultur und Kommunikation entsteht auf diese Weise.  

Der Basar ist eröffnet!

Dieses Podium nutzt regelmäßig auch Soroptimist International, die Erlanger „weltweite Stimme für Frauen“, mit einem Basar, gewidmet einem guten Zweck. Gutes tut der global agierende Klub immer wieder gern in und für Wladimir. Gemeinsam mit den dortigen Schwestern, die im Jahr 2001 unter Erlanger Patenschaft in das länderübergreifende soziale Netzwerk aufgenommen wurden. Erfreulich erfolgreich entwickelten sich seither etwa die gemeinsamen Projekte zur Einrichtung eines gynäkologischen Behandlungsraums für Mädchen am Kinderkrankenhaus oder die Kartenaktion „Heimat“ mit Ausstellungen in beiden Städten.

Freundliche Beratung

Auf Anregung von Angela Dörfler baute nun gestern schon ab 11.00 Uhr einen Basar auf, wo von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr fleißig von den Sorores optimae, den Schwestern, die ihr Bestes geben, zusammengetragene Sachspenden feilgeboten wurden: Bücher, Kleidung, Haushalts- und Gebrauchsgegenstände und original englische Orangenmarmelade. 

Kaufentscheidung

Die Höhe des Erlöses, da möglicherweise noch aufgerundet, sei heute noch nicht genannt, aber der Verwendungszweck steht schon fest: Geholfen werden soll mit dem Geld Kindern in Wladimir, die an TBC leiden. Auch wenn die Bedrohung durch diese Lungenkrankheit in der Partnerstadt nicht mehr die Schlagzeilen beherrscht und sich Staat und Stadt, unterstützt von WHO-Programmen, der Lösung des Problems annehmen, gibt es noch viele Einzelschicksale, die jeder Mühe und Hilfe wert sind. Mehr darüber wird sicher bald schon hier zu berichten sein. Für heute aber schon ein herzliches Dankeschön an alle Schwestern, die mithelfen, zumindest die kleine Welt der Partnerschaft besser zu machen. 

Photos: Nadja Steger. Mehr zu TBC in Wladimir unter: http://is.gd/tLw1Vf und mehr zu Soroptimist unter Eingabe des Begriffs in die Suchmaske des Blogs oben rechts.

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Dörfler-Rosen im Garten des Erlangen-Hauses

Spätestens seit dem Band „Rose für Tamara“ von Fritz Wittmann mit den Erinnerungen von Kriegsgefangenen an ihre Lagerzeit in der Sowjetunion blüht die Rose auch in der Städtepartnerschaft Erlangen – Wladimir für die Schönheit von Freundschaft und Liebe zwischen Menschen. Seit diesem Frühjahr gedeihen zwei neue Rosenstöcke im Garten des Erlangen-Hauses, ebenso liebevoll wie kenntnisreich von der Geschäftsführerin, Irina Chasowa, angelegt und gepflegt. Wurzeln geschlagen haben sie im lauschigsten Teil des Grundstücks, in unmittelbarer Nähe der Steinskulptur von Stefan R. Schnetz und der Sitzbank, wo Gäste und Besucher so gerne Platz nehmen. Einen Namen haben die dornigen Schönheiten dort auch bekommen: Dörfler-Rosen. Dazu gibt es eine Geschichte, wie sie nur die Partnerschaft schreiben kann.

Im Rosarium der Laufer Mühle. Photo: Nadja Steger

Im vorvergangenen Winter sind die Rosen im Garten des Erlangen-Hauses erfroren. Davon erfuhr Angela Dörfler, die Gründerin von Soroptimist International Wladimir und beschloß, Irina Chasowa und ihrem Team ein besonderes Geschenk zu machen, zwei Rosen der Züchtung Global Water. Die globalen Wasserprobleme standen nämlich im Vorjahr ganz im Zentrum der Aktivitäten des weltweit agierenden Frauenklubs, und als dessen Erlanger Dependance ihr Weihnachtstreffen 2009 in der Laufer Mühle in der Nähe von Adelsdorf ausrichtete, lag es nahe, sich bei der soziotherapeutischen Einrichtung für Suchtkranke auf besondere Weise zu bedanken. Dies geschah mit der Spende einer der letzten Soroptimist-Rosen für das Rosarium am 19. August 2010, persönlich gepflanzt von der Klubpräsidentin, Brunhild Schneider-Jonietz. Die beiden allerletzten Rosen kaufte freilich Angela Dörfler bei ihren Klubschwestern in Coburg und pflegte sie, bis im Dezember die Wladimirer Schwimmergruppe die winterfest gemachten Stöcke im Reisebus mitnahmen und dem Erlangen-Haus brachten. Dort überwinterten sie im Keller, doch im Frühjahr wären sie beinahe eingegangen, wäre da nicht der grüne Daumen von Irina Chasowa, die selbst schon fast nicht mehr daran glaubte, die Rosen wieder zum Blühen zu bringen. Könnten die Rosen ihre Geschichte selbst erzählen, wäre sie gewiß blumiger, aber auch so hat sie das Zeug zum Leitmotiv im Florilegium der Partnerschaft.

Im Garten der Laufer Mühle. Photo: Nadja Steger

Im zauberhaften Gartenreich der Laufer Mühle – zu jeder Jahreszeit lohnt sich dort ein Besuch! – findet man übrigens den rätselhaften Anfang einer weiteren Geschichte. Da nämlich gibt es eine Phantasiefigur, angetan mit einem schon recht von Zeit und Wetter mitgenommenen T-Shirt vom Zehnjährigen Partnerschaftsjubiläum, das mit dem Fränkischen Fest 1993 in Wladimir gefeiert wurde. Es läßt sich nur noch mutmaßen, daß eine der Hospitantinnen im Rahmen des Projekts Lichtblick, das von der Laufer Mühle unterstützt wird, die Idee zu dieser Gewandung des Fabelwesens hatte. Sachdienliche Hinweise jedenfalls nimmt der Blog gerne entgegen, auf Wunsch auch vertraulich… Vielleicht, wer weiß, steckt ja hinter der Sache auch ein fränkischer Akakij Akakijewitsch, der auf der Suche nach seinem geraubten T-Shirt durch das Erlanger Umland geistert. Stoff für einen neuen Krimi von Ines Schäfer? Oder ein Sujet à la Im Namen der Rose nach Motiven von Nikolaj Gogol? Fragen über Fragen. Und so sehen wir betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen.

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„Ohne Heimat sein, heißt leiden“, schrieb Fjodor Dostojewskij.

Aber was ist Heimat? Ein Ort? Ein Gefühl? Die vertraute Sprache? Die Freunde? Die Familie?

Kinder aus Erlangen und Wladimir haben in bunten Bildern und kurzen, einprägsamen Texten ihre ganz persönliche Vorstellung von Heimat festgehalten. Ihre deutsch- russischen Antworten auf die Frage „Was ist Heimat?“ erweisen sich als verblüffend: individuell und grenzüberschreitend zugleich. Ihre Heimat-Bilder erstaunen und machen nachdenklich.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Soroptimist-Clubs Erlangen, der zugleich mit dem Städtepartnerschaftsjubiläum das fünfjährige Jubiläum seiner freundschaftlichen Verbindung zum Soroptimist-Club Wladimir feiert.

Die Ausstellung wird begleitet von einem museumspädagogischen Programm, das von Schulklassen unter der Tel.-Nr. 9410285 (Dr. Ingeborg Seltmann) oder DresSeltmann@web.de gebucht werden kann.

Dieser Pressetext stammt vom Oktober 2008, als man in Erlangen das 25jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen Erlangen und Wladimir beging. Die Ausstellung „Heimat“ – wenn auch von den Erlanger Medien seinerzeit aus unerfindlichen Gründen mit Mißachtung bestraft – erwies sich dabei nicht nur als Publikumsrenner, sondern sie legte auch anschaulich Zeugnis davon ab, wie immer wieder überraschend und erfreulich quicklebendig und vielgestaltig die bürgerschaftlichen Initiativen sind. Auch und gerade in Wladimir.

Ausstellungsplakat

Mit staunender Begeisterung betraten die Erlanger Gäste gestern morgen erst kurz vor Eröffnung der Ausstellung den Großen Saal des Kinderkunstzentrums am zentralen Kathedralenplatz. Welch ein Unterschied zu Erlangen: Dort im nüchternen und künstlich beleuchteten Rathausfoyer in strenger und wohldurchdachter Ordnung an Stellwänden aufgereiht, präsentieren sich hier die deutsch-russischen Kinderbilder im natürlichen Licht, das durch große Fenster fällt, und in künstlerisch abgestimmten Themengruppen als stimmige Zusammenführung von so vielen ganz unterschiedlichen Interpretationen des Begriffs „Heimat“. Der konzeptionelle Reiz der Ausstellung erschließt sich freilich erst voll, wenn man – wie die Gäste – den Vergleich anstellen kann und erleben darf, wie bereichernd die verschiedenen Sichtweisen und kulturellen Auffassungen sein können.

Alexander Rybakow und Angela Dörfler

Oberbürgermeister Alexander Rybakow, der es sich nicht nehmen läßt, die Ausstellung persönlich zu eröffnen, obwohl er gleich anschließend auf dem Kathedralenplatz anläßlich des Russischen Nationalfeiertags sprechen muß, ist denn auch voll des Lobes für die Zusammenarbeit der Schwesternklubs und erinnert daran, Wort gehalten zu haben. „Schon während des Jubiläums in Erlangen habe ich zu meinem Freund Siegfried gesagt, daß ich den Plan unterstütze, die Aussstellung nach Wladimir zu bringen und sie nach Möglichkeit auch zu eröffnen. Daß dies nun ausgerechnet am Nationalfeiertag geschieht, sehe ich als ein weiteres Zeichen für die enge Verbundenheit unserer Städte. Und ist es nicht schön, daß wir gerade heute sagen können, ein Teil dieser Bilder, nämlich die der russischen Kinder, ist wieder nach Hause – in die Heimat – zurückgekehrt!“

Ausstellungsbesucher

Für Angela Dörfler, die ihre Klubschwestern Brunhild Schneider-Jonitz und Ingeborg Seltmann vertreten mußte, schloß sich indessen ein Kreis, der im Jahr 2000 mit der ersten Kontaktaufnahme zu Wladimirer Frauen begonnen hatte und dann seine Fortsetzung mit der Gründung des Klubs 2002 fand. Voller Freude konnte sie nun sehen, wie nicht nur die sozialen und medizinischen Projekte, sondern gerade auch die gemeisam gestaltete Ausstellung eine bezwingende Eigendynamik entwickeln. In der Tat wurde etwas Erstaunliches geleistet: Sponsoren vor Ort beteiligen sich, der Oberbürgermeister zeigt sich interessiert an einer Zusammenarbeit mit dem Klub und gibt Unterstützung aus seinen Verfügungsmitteln, Presse und Fernsehen berichten. Ideale Voraussetzungen für neue  Ideen und Projekte, aber auch für die Aufnahme neuer Mitglieder. So sprach etwa auch die Kinderbeauftragte der Region Wladimir, Ljubow Katz, auf der Veranstaltung und zeigte sich gar nicht abgeneigt, in Zukunft enger mit den Soroptimistinnen zusammenzuarbeiten. Eine ideale Kombination angesichts dessen, daß der Wladimirer Klub sich ja just Kinderthemen verschrieben hat. Doch zurück zu Angela Dörfler, der Wladimir-Beauftragten des Erlanger Klubs: „Ich kann nur meinen Respekt vor der großen Leistung unserer russischen Schwestern zum Ausdruck bringen. Ich verstehe unsere Zusammenarbeit im Rahmen der Städtepartnerschaft als eine große geistige Bereicherung von uns allen, die daran mitwirken, und freue mich riesig darüber, daß wir dabei auch noch Kindern helfen können.“

Alewtina Alijewa und Angela Dörfler

Eines kommt zum andern, und der Kreis schließt sich: Im Dezember 2009 hat die Schwimmschule Wladimir per Bus die Ausstellung in die Partnerstadt gebracht, wo sie nun einen Monat lang zu sehen ist. Anschließend sollen die Bilder, die deutschen wie die russischen, dauerhaft im Kinderkrankenhaus hängen. Und noch eine Arbeit wird dort ihren Platz finden. Alewtina Alijewa, die Leiterin des Patchwork-Klubs „Wetschorka“, hat sich ein Motiv aus der Ausstellung als Muster für einen Wandteppich gewählt, ein Motiv eines Kindes aus Erlangen. Kann es ein schöneres Symbol für die Verbundenheit der beiden Städte geben? Kann man da anders, als staunend sich freuen? Es hat sich tatsächlich ein Kreis geschlossen, der doch immer offen bleibt für neue Kreise. Immer größer werden sie, diese Kreise, und immer mehr Hälften fügen sich zum Rund zusammen. Eines kommt zum andern, und einer verbindet sich mit dem andern, strebt nach neuer Einheit. Längst ist das, was Soroptimist in Wladimir geschaffen hat, über seinen ursprünglich so kleinen Kreis hinausgewachsen, harmonisch-konzentrisch, formvollendet und nachgerade stilbildend für die Partnerschaft insgesamt im schwesterlichen Miteinander.

P.S.: Besonderer Dank und beste Genesungswünsche gehen aus Wladimir an Brunhild Schneider-Jonitz. Vermißt wurde hier auch schmerzlich Ingeborg Seltmann als Kuratorin der Ausstellung. Und ein Vergelt’s Gott hat auch Nadja Steger für ihre geschickte Vorarbeit verdient, dank welcher manch nützlicher Kontakt geknüpft werden konnte.

Links: https://erlangenwladimir.wordpress.com/2009/12/16/im-fahrwasser-der-schwimmer-2 und https://erlangenwladimir.wordpress.com/2008/10/26/nicht-an-die-grose-glocke-hangen/

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Wenn es noch eines Beweises für die Weiblichkeit der Partnerschaft bedurfte, wurde er gestern ebenso charmant wie beeindruckend erbracht. Und das obwohl wegen Krankheit und falsch ausgestellter Visa die Mission, von der nun die Rede sein soll, sich fast das Attribut „impossible“ erworben hätte. Von ursprünglich drei Ehepaaren hielten ungeachtet aller Widrigkeiten noch Angela und Hartmut Dörfler Kurs auf Moskau und Wladimir und trafen vorgestern abend nach einer entspannten Bahnreise, dem idealen Kontrastprogramm zu den staugeprüften Transfers per Auto oder Bus, auf dem Bahnhof der Partnerstadt ein, in Empfang genommen von einem rührigen Begrüßungsquartett des Wladimirer Soroptimist Klubs.

Hier ist nicht der Ort, die fruchtbare Dekade der Zusammenarbeit zwischen den beiden Klubs zu rekapitulieren, die nach nur zweijähriger Vorbereitung im September 2002 zur Gründung der Wladimirer Gruppe im weltweiten Verbund von Soroptimist International führte. Diese Geschichte wird der Klub selbst eines Tages kundiger, stimmiger, authentischer, einfach besser nacherzählen.

Wir bleiben heute lieber bei der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit dieses innerhalb der Partnerschaft so vorbildhaften und wirkmächtigen Zusammenspiels zweier Klubs, die ihrem Namen und Anspruch alle Ehre machen und sich guten Gewissens als die „sorores optimae“, die „besten Schwestern“ bezeichnen dürfen. Sie verstehen es nämlich nicht nur Gutes zu tun, sondern dieses auch noch zum Besseren und Besten zu raffinieren und zu steigern, indem sie es gemeinsam leisten – über Sprach-, Kultur- und Landesgrenzen hinweg. Was könnte besser sein!

Da ist zum Beispiel das gynäkologische Behandlungszentrum im Kinderkrankenhaus, das einzurichten schon bald nach Gründung des Klubs die damalige Leiterin der Klinik, Tatjana Zwetkowa, die Idee hatte. Der Gedanke, Mädchen und jungen Frauen einen geschützten Raum zu geben, wo sie guten Rat und beste medizinische Betreuung bei intim-schwierigen Angelegenheiten erhalten, verfing natürlich auch bei anderen Klubschwestern wie Galina Laritschewa, ebenfalls Ärztin, und der heutigen Klinikchefin, Swetlana Makarowa. Und von Beginn an ließen sich für das Vorhaben die Freundinnen aus Erlangen begeistern. Ganz besonders Angela Keese, die nicht zum ersten Mal für das Projekt spendet und dieses Mal durch Angela Dörfler 500 Euro übergeben ließ. Grund zur Freude für die Gynäkologin Evelina Simanowa, die zu berichten weiß, daß hier monatlich etwa 150 Untersuchungen stattfinden. Oft komme es sogar vor, daß die Mütter der Mädchen die entspannte Atmosphäre im Kinderkrankenhaus dem Gedränge in der Frauenklinik vorziehen und sich gleich mituntersuchen lassen.

Nicht weniger erfolgreich die Unterstützung für die Krebsstation der Kinderklinik, wovon im Blog schon so manches zu lesen ist. Auch dies eine Initiative der beiden Soroptimist-Klubs, der sich mittlerweile in Wladimir wie in Erlangen viele Privatleute und Organisationen angeschlossen haben, so daß heute die Bedingungen für die Unterbringung der jungen Patienten gemeinsam mit der Mutter fast keinen Wunsch mehr offen lassen. Vor allem nach der Spende in Höhe von 2.700 Euro des Erlanger Klubs, erwirtschaftet hauptsächlich aus dem Verkauf von Postkarten mit Motiven der Ausstellung, die heute in Wladimir eröffnet wird. Etwas Geduld also noch bitte in der Sache. Geduld und Ausdauer freilich bewiesen die Schwestern aus Erlangen bereits, die über fast zwei Jahre hinweg jede Gelegenheit nutzen und schufen, um die Karten – bei Wohltätigkeitsbasaren ebenso wie im Ladenverkauf oder mit Hilfe der Schüler aus der Heinrich-Kirchner-Schule – ihrem guten Zweck zuzuführen, sprich sie zu verkaufen.

Überhaupt die Schüler der Klasse 4c von Christine Delfs! Davon wenn es mehr gäbe… Für ihre erneute Spende geht an sie wieder ein besonders buntes Dankeschön: Kinder der Krebsstation malten für ihre gesunden Altersgenossen in Deutschland. Bilder voller Lebensmut, Schöpferkraft, Phantasie und Verspieltheit, vielleicht auch Sehnsucht nach dem, was so verletzlich ist, so rasch dahin sein kann, bevor es die Flügel so richtig spannen kann. So ist denn auch der Junge, der die beiden Köpfe gemalt hat, bereits verstorben. Das Mädchen, von dem die Flugphantasien stammen, wurde dieser Tage nach Hause geschickt, muß aber die Chemotherapie bald fortsetzen. Die Flügel dürfen noch tanzen.

Renate Kobjoll, Mitglied bei Soroptimist Erlangen, betreibt mit Tochter Nicole und ihrem Mann Klaus das vielfach prämierte Hotel Schindlerhof in Nürnberg-Boxdorf. Schon vor Monaten haben die Spitzenhoteliers Bücher für die Wladimirer Akademie für Tourismus gespendet, die ebenfalls gestern Angela Dörfler im Erlangen-Haus an den Rektor der Hochschule, Fjodor Lawrow, übergeben konnte. Klaus Kobjoll ist nicht nur in Deutschland ein gefragter Berater und Seminarleiter, eine charismatische Ausnahmeerscheinung in einem Geschäftsfeld, wo oft mehr Schein als Sein gehandelt wird. Besonders in seinen Bann lassen sich offenbar russische Hotelmanager schlagen, haben sie doch  nach Jahrzehnten einer Unkultur des Service gerade im Bereich Kundenbetreuung und Gastlichkeit viel nachzuholen und ihr Personal besonders sorgfältig auszusuchen und zu schulen. Da kommt auch nicht von ungefähr, daß es Klaus Kobjoll längst – in übrigens hervorragender Übersetzung – auf Russisch gibt. Bestes Lehrmaterial für die Akademie von Professor Fjodor Lawrow, der ein herzliches Dankeschön nach Boxdorf schickt und sicher bald einmal selbst dort vorstellig wird.

Irina Chasowa, die Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, kennt den Schindlerhof bereits aus eigener Anschauung und hat sich dort auch die eine oder andere Anregung für die Arbeit in ihrer Botschaft der Partnerschaft geholt. Sie hat auch die Bücher von Klaus Kobjoll bereits gelesen und verinnerlicht, wovon sich die Gäste immer wieder überzeugen können. Doch sie liest ebenso wie die Dozentinnen der Deutsch-Kurse gern auch einmal einen Krimi. Da kommt das Geschenk von Ines Schäfer, alias Inge Seltmann, die ursprünglich persönlich anwesend sein wollte, wie gerufen. Ein ganzes Paket mit allen fünf bisher erschienenen Erlangen-Krimis aus der Feder der Klubschwester konnte da gestern Angela Dörfler überreichen und an ein weiteres gemeinsames Projekt beider Klubs erinnern: die Übersetzung des Romans „Der Steinerne Markgraf“ ins Russische von Naina Akimowa und Peter Steger. Die Wladimirer Ausgabe des Krimis bietet übrigens nicht nur wohlportionierte fränkische Landeskunde und eine würzig gehopfte Spannung, sondern läßt auch die Klubkasse klingeln, finanziert also manches kulturelle und soziale Projekt mit.

Ohne die vielen anderen Akteure der Städtefreundschaft zurücksetzen zu wollen, liegt doch zu guter Letzt der Schluß nahe: Erst die besten Schwestern machen die Partnerschaft zur besten. Für jeden nach seinen Möglichkeiten zur Nachahmung empfohlen. Deshalb ganz zum Ende stellvertretend für die vielen Schwestern hier wie dort DANK an Brunhild Schneider-Jonitz, die derzeitige Präsidentin des Erlanger Klubs, an Inge Seltmann, die Kuratorin der Ausstellung, die am heutigen russischen Nationalfeiertag eröffnet wird, und an Angela Dörfler, die Stifterin der Klubpartnerschaft, die sich nun über die Früchte einer zehnjährigen Zusammenarbeit freuen darf.

Zum Nachblättern und Nachlesen nun noch einige Links: https://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/01/22/die-emsigen-helfer-aus-der-klasse-4c, https://erlangenwladimir.wordpress.com/2009/01/10/kinder-helfen-kindern, https://erlangenwladimir.wordpress.com/2008/12/30/restpfennige-und-taschengeld, https://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/01/14/die-troika-vom-schindlerhof.

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Auf Wiedersehen in Wladimir!


„Ja, die Finanzkrise trifft uns auch,“ räumt Swetlana Makarowa, Chefärztin des Kinderkrankenhauses Wladimir, auf die Frage ein, wie sie die allgemeine Lage in der Partnerstadt einschätze. „Unser Gesundheitswesen ist vor allem in seinen finanziellen Strukturen noch im Aufbau begriffen. Wir erhalten unsere Mittel zum einen aus dem Gesundheitsfonds, in den Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzahlen, zum anderen aus dem städtischen Etat. Dieser kommunale Etat sinkt in dem Jahr um 10%, und auch für das kommende Jahr wird es schwierig.“

In einer solchen Lage sind Sponsoren und Mäzene nicht nur hochwillkommen, sondern notwendig. Da trifft es sich gut, daß der Service-Klub Soroptimist International nun seit fast schon zehn Jahren in Wladimir einen Schwesterklub hat, dem auch Swetlana Makarowa angehört, und die Mitglieder hier wie dort an gemeinsamen Projekten arbeiten. Zwei Aktionen wurden bereits im Kinderkrankenhaus ins Werk gesetzt: die Einrichtung eines gynäkologischen Behandlungsraums für Mädchen, der sich großer Akzeptanz erfreut und die Unterstützung der Station mit den zehn Betten, wo aus der ganzen Region Kinder mit onkologischem Befund chemotherapeutisch behandelt werden.

Klubschwestern: Angela Dörfler, Swetlana Makarowa, Brunhild Schneider-Jonitz, Inge Seltmann, Nadja Steger

Viel Grund zur Freude deshalb bei einem Treffen, wo Präsidentin Brunhild Schneider-Jonitz der Klub-Schwester nicht nur eine neue Spende für die Abteilung in Aussicht stellte, sondern auch für Juni den Besuch einer sechsköpfigen Gruppe ankündigen konnte. Die drei Soroptimistinnen – Brunhild Schneider-Jonitz, Angela Dörfler und Inge Seltmann – reisen zur Eröffnung der Ausstellung „Heimat“ nach Wladimir, die zum Partnerschaftsjubiläum im Herbst 2008 bereits in Erlangen gezeigt worden war und mit ihrer wohldurchdachten Komposition der vielen Zeichnungen und Bilder von Kindern aus beiden Städten begeisterte. Doch auch ein Termin für den Besuch des Kinderkrankenhauses ist bereits festgelegt. Wie auch nicht? „Auf Wiedersehen in Wladimir!“ heißt es denn auch zum Abschied.

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Drei schwarze Schiffe


Schon im Jahr 2000 sind die „Drei schwarzen Schiffe“ von Margrit Vollertsen-Diewerge vom Stapel gelaufen. Das Märchen, wunderschön illustriert von der damaligen Kunstschülerin Natascha Kusnezowa aus Wladimir und ergänzt durch Arbeiten des diesjährigen Leistungskurses Kunst am Marie-Therese-Gymnasium, erschien damals nur auf Deutsch. Nun ist es in der Reihe des Bildungsprojekts der Autorin als Nummer 6 in deutscher und russischer Sprache sowie auf Esperanto erhältlich. Für alle, die dieser Sprachen mächtig sind oder sie lernen, ein vergleichender Genuß.

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Dina Kruglowa

Wie es die Städtepartnerschaft und der ihr innewohnende Geist so fügen, war bei der gestrigen Präsentation im Frankenhof auch Dina Kruglowa anwesend, Mitarbeiterin des Wladimirer Kulturamtes und Begleiterin der Band No Trouble. Da aber weder Züge noch Flugzeuge auf ihre Fahrgäste warten, konnte sie das Märchen nicht mehr in Russisch, vorgetragen von Jelena Wedel, oder auf Esperanto in der Interpretation von Martin Haase, Professor an der Universität Bamberg, hören. Nicht so schlimm, wird sie getröstet, denn das Buch enthält – wie alle übrigen in der im Selbstverlag erschienenen Reihe – eine Hör-CD mit dem kompletten Text in allen drei Sprachen.

In Wladimir stechen die „Drei schwarzen Schiffe“ schon bald in See, denn die beiden Soroptimist-Klubs der Partnerstädte wollen sich darum kümmern, möglichst viele kleine und große Passagiere an Bord zu bringen. Und Dina Kruglowa wird im Kulturamt der Stadt Wladimir nach Wegen suchen, den Band an die Leser zu bringen. Hier in Erlangen ist das Märchen – wie alle übrigen auch – im Buchhandel unter der ISBN 978-3-00-029497-6 oder direkt bei der Autorin (Tel. und Fax: 09131/38625) erhältlich.

Die Präsentation mußte Dina Kruglowa bereits um 11.45 Uhr verlassen, aber nicht entgangen ist ihr, wie liebevoll die Matinee vom Team des Bürgertreffs Isarstraße ganz im russischen Stil vorbereitet wurde, musikalisch umrahmt von der Flötengruppe der Musikschule Erlangen und geschmückt von Tanzeinlagen der Ballettschule Ruth Scheller vom Anger. Ein großes Spasibo und Dankeschön deshalb nochmals von ihr zum Abschied.

Mehr zu dem Projekt von Margret Vollertsen-Diewerge unter: http://is.gd/Qwl7VG

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