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Posts Tagged ‘Siegfried Balleis’


Gestern nahm die Region Wladimir Abschied von ihrem ersten Gouverneur, verstorben am 9. Januar. Jurij Wlassow, am 22. Juni 1961 in der Nähe von Stawropol geboren, hatte 1983 in Moskau das Studium der Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen und war, promoviert, zwei Jahre später, in die Partnerstadt gezogen, wo er zunächst an zwei Instituten arbeitete und begann, sich politisch zu betätigten. 1990 errang der Reformer bei den ersten demokratischen Wahlen einen Sitz im Stadtrat von Wladimir und wechselte ein Jahr darauf als Wirtschaftsreferent in das Kabinett von Oberbürgermeister Igor Schamow, bevor ihn kurz darauf, am 25. September 1991 Staatspräsident Boris Jelzin zum landesweit jüngsten Gouverneur ernannte. Der Aufstieg des vielversprechenden Nachwuchspolitikers war damit aber noch nicht zu Ende: 1993 wurde Jurij Wlassow in den Föderationsrat gewählt und dort kraft seines Amtes als Gouverneur im Januar 1996 bestätigt. Dann jedoch, im Dezember des gleichen Jahres, das jähe Aus, als bei den Wahlen sein kommunistischer Herausforderer, Nikolaj Winogradow, siegte, dem Jurij Wlassow auch vier Jahre später noch einmal unterlag.

Dietmar Hahlweg, Jurij Wlassow und Wladimir Panow, Mai 1995. Photo: Kurt Fuchs

Von Beginn seiner kommunalpolitischen Karriere an arbeitete Jurij Wlassow eng mit Erlangen zusammen, nahm 1991 am Verwaltungsseminar teil und holte sich manch wertvollen Rat von seinem fränkischen Kollegen, Siegfried Balleis, damals noch als Referent für Wirtschaft und Liegenschaften tätig. Auch als Gouverneur förderte der Marktwirtschaftler die Projekte der Städtepartnerschaft, insbesondere das Erlangen-Haus und den Medizineraustausch. In seine Amtszeit fällt auch die Rückgabe der Rosenkranzkirche an die wiedererstandene katholische Gemeinde.

Nicht von ungefähr fand denn auch die Aussegnung in der Darstellung-des-Herrn-Kirche statt, wo sich noch bis Anfang der 90er Jahre eine Tischlerei befunden hatte und die unter Jurij Wlassow als erstes von mehr als einhundert Gotteshäusern und 17 Klöstern wieder zur Nutzung an die Erzdiözese zurückging. Es waren Politiker wie Jurij Wlassow, die nach dem Kollaps der UdSSR und der sowjetischen Ökonomie nach ideologischen Vorgaben das Land vor dem Zusammenbruch bewahrten. Eine gar nicht zu überschätzende Leistung angesichts der damals herrschenden Not und der Notwendigkeit, innert kürzester Zeit alles komplett umzustellen. Da war es wichtig, Partner wie Erlangen an seiner Seite zu wissen, aber auch jemanden wie Wolfgang Kartte, dem es damals gelang, das Interesse der deutschen Politik und Wirtschaft für die Region Wladimir zu gewinnen, und der in seinem 1995 erschienenen Buch „Aufbruch zum Markt“ im Kapitel „Wladimir: die Probe aufs Exempel“ Jurij Wlassow mit den Worten zitiert:

Wir wollen die soziale Marktwirtschaft, und wir wollen zusammen mit Ihnen einen neuen Anfang machen.

Witwe Swetlana Wlassowa und Gouverneur Wladimir Sipjagin am offenen Sarg von Jurij Wlassow

Und sein Nachfolger im Amt, Wladimir Sipjagin, würdigte den Verstorbenen:

Den Anfang machen zu müssen, ist immer schwer, erst recht als erster Gouverneur nach den schweren Zeiten der Perestroika, als alles kaputt war und unsere Region darniederlag – ich komme ja von hier, lebte damals hier, sah alles mit eigenen Augen, verstehe, wie schwer er es hatte, diese Region aus den Ruinen zu herauszuholen und jeden Tag mit neuen Problemen konfrontiert zu werden, die er als Gouverneur zu lösen hatte. Dafür gebühren ihm Ruhm und Ehre.

Schwer hatte es Jurij Wlassow auch nach seiner Amtszeit, als ihm 1998 vorgeworfen wurde, er habe Mittel aus der Staatskasse in großem Umfang unterschlagen, unter anderem um damit eine Zahnarztrechnung zu bezahlen. Handschellen, Untersuchungshaft, Einzelzelle – und dann die Entscheidung des Gerichts, das die Anklage in allen Punkten zurückwies. Dennoch ein harter Schlag, der wohl die Rückkehr in die Politik für immer unmöglich machte.

Andrej Schochin, Oberstadtdirektor, beim Abschied von Jurij Wlassow

Die letzten zwei Jahrzehnte arbeitete Jurij Wlassow, der eine Frau und eine Tochter hinterläßt, in verschiedenen staatlichen Einrichtungen, trat aber öffentlich nicht mehr in Erscheinung, weshalb auch seine Krebserkrankung nur im Familien- und Freundeskreis bekannt war. Der Tod des Demokraten der ersten Stunde ist nun auch trauriger Anlaß, Dank zu sagen für jene wichtigen Grundlagen, geschaffen von Jurij Wlassow, auf denen die Partnerschaft sich bis heute weiterentwickelt.

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Niemand brauchte gestern abend im Kulturpunkt Bruck frieren, aber nicht alle hatten noch Platz in dem überfüllten Saal gefunden, einige wurden wegen Überfüllung wieder hinaus in die dunkle Kälte geschickt, bevor Walter Költsch – zum zweiten Mal in Erlangen – seinen live kommentierten Reisefilm „Eiskalt – Mit dem Fahrrad durchs Baltikum nach Rußland“ vorstellte. Ein Roadmovie, der von Erlangen über Görlitz, via Masuren, Tallinn, Sankt Petersburg und Jaroslawl – auch auf manchen zum Teil unpassierbaren Umwegen – bis nach Susdal, Wladimir und Moskau führt und in gut zweieinhalb Stunden eine Strecke von etwa 4.000 km mit Bildern und Eindrücken bewältigt, die den Zuschauer nicht nur an überwältigenden Landschaften und faszinierenden Städten teilhaben läßt, sondern vor allem an stets offene und hilfsbereite Menschen so hautnah heranführt, daß man deren Atem zu spüren meint, ihrer Seele so nahe kommt, als wäre man ihnen selbst begegnet.

Walter Költsch

Ein etwa zwanzigköpfiger Trupp war es, der kurz vor Ostern 2013 Peter Smolka auf seiner am Ende viereinhalb Jahre dauernden und sich über 80.000 km erstreckende Tour de Friends um die Welt mit Stationen in allen Partnerstädten Erlangens begleitete, im Gepäck Grußbotschaften vom damaligen Oberbürgermeister, Siegfried Balleis, an seine Kollegen auf dem ganzen Erdenrund. Das erste Ziel, Wladimir, erreichten dann aber nur noch vier: besagter Peter Smolka, Gertrud Härer, Jörg Gruner und eben Walter Költsch, der diese Reise nach zweijähriger, unfallbedingter Zwangspause mit zwei geschienten und genagelten Unterarmen antrat, und für den die Fahrt zur bisher kältesten werden sollte.

Getrud Härer, Anneliese Martin, Walter Költsch und Peter Steger

Warum die kälteste, erklärt sich rasch: Im Knoblauchsland erfror in jenem Frühjahr 2013 das Gemüse, in der Fränkischen Schweiz lag Schnee, und bis weit über das Baltikum hinaus hatte die Equipe mit winterlicher Witterung und vor allem einem eisigen Gegenwind zu kämpfen. Aber wiedergeben läßt sich das nur anhand der Bilder des Films, anhand der kopfschüttelnden Menschen am Wegrand und anhand der Frage: „Warum tut ihr euch das an?!“

Nadja Steger

Seine Antwort wird Walter Költsch noch einmal, am 14. November, geben, wenn er um 19.30 Uhr im Redoutensaal mit seinem Vortrag das diesjährige Fernwehfestival eröffnet. Wer diesen einzigartigen Film bisher noch nicht gesehen hat, sollte sich diese vielleicht letzte Gelegenheit nicht entgehen lassen. Eine jedenfalls wird wieder, dann schon zum dritten Mal, im Publikum sitzen, die zur ersten Vorführung fast schon hatte zwangsverpflichtet werden müssen, bis sie – bereits im Vorspann – bemerkte, daß einige kurze Sequenzen auch Piszowo zeigen, jenes Städtchen auf halber Strecke zwischen Jaroslawl und Wladimir, wo ihr Vater geboren wurde und sie als Kind immer wieder die Ferien verbrachte. Mehr als zwanzig Jahre hatte Nadja Steger dieses kleine Stück Heimat nicht mehr gesehen, und nun das: Peter Smolka, Deutschlands wohl bekanntester Weltumradler, Gertrud Härer, eine der weltweit besten Langstreckenläuferinnen, Jörg Gruner, mit seinem Wisch-Handy der findigste Pfadfinder zwischen Franken und dem Ural und – bei all den Pannen – unverzichtbare Fahrradmonteur, sowie Walter Költsch, der unübertroffene Chronist und kurzweiligste Kommentator von Extremtouren rund um den Globus – ausgerechnet dieses Dreamteam legt einen Zwischenhalt in dem russischen Allerweltsdorf Piszowo ein, das für die Wahlerlangerin für immer ein Teil ihrer Kindheit bleibt. Das verbindet – und verpflichtet bis zum nächsten Auftritt von Walter Költsch, zu dessen Homepage mit all den übrigen Terminen und Themen es hier geht, ohne Frostbeulen und Schneegestöber, zum Mitreisen: https://walters-verrueckte-reisen.de

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Heute freut sich das Festkomitee des Blogs, Altoberbürgermeister Siegfried Balleis zum 65. Geburtstag gratulieren zu dürfen. Wann, wenn nicht zu diesem Jubiläum, sollte eine besonders erfreuliche Nachricht bekanntgemacht werden: Erlangen und Wladimir nahmen an dem Wettbewerb deutscher und russischer Städte und Initiativen anläßlich des Abschlusses des „Deutsch-Russischen Jahres der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018“ teil. Unter den fast 250 Bewerbungen aus beiden Ländern entschied sich die Jury als „Beispiel herausragender Partnerschaftsarbeit“ für den „Wladimir-Blog“, der vor fast zehn Jahren – noch während der Amtszeit von Siegfried Balleis – ins Netz ging und, wie man hört, zur täglichen Morgenlektüre des Erlanger Ehrenbürgers gehören soll. Ausgezeichnet wurde aber auch das Gesprächsforum „Prisma“, angeregt vom Begründer der Städtepartnerschaft, Dietmar Hahlweg, und mit großem persönlichen Einsatz ins Leben gerufen von Florian Janik, der die partnerschaftlichen Traditionen seiner beiden Vorgänger im Amt gerade in diesen schwierigen zwischenstaatlichen Turbulenzen ebenso beherzt wie umsichtig weiterführt. Die nicht dotierte Ehrung wird am Freitag, den 14. September, im Rahmen einer Veranstaltung des Deutsch-Russischen Forums im Außenministerium zu Berlin durch die Minister Heiko Maas und Sergej Lawrow vorgenommen. Bürgermeisterin Elisabeth Preuß und ihre Wladimirer Kollegin, Olga Dejewa, nehmen die Urkunde an.

Olga Dejewa und Siegfried Balleis

Olga Dejewa wollen wir denn auch in der Reihe der Geburtstagsgratulanten den Vortritt lassen:

Lieber Herr Balleis,

zu Ihrem Geburtstag gratuliere ich Ihnen herzlich und wünsche Ihnen, Ihren Verwandten und Freunden Wohlergehen, Gesundheit, Glück und Erfolg!

Ihr Jubiläum fällt mit einem anderen Datum zusammen, 35 Jahre Partnerschaft zwischen Wladimir und Erlangen. Was in den fernen 80er Jahren begann und in den 90er Jahren mit der humanitären Hilfe so richtig Fahrt aufnahm, mündete in vergleichsweise kurzer Zeit in eine Vielzahl von gemeinsamen Aktionen in den verschiedensten Bereichen: Wirtschaft, Bildung, Medizin, Kultur, Sport. Besonders wichtig aber: Jahr für Jahr können Hunderte von einfachen Bürgern unserer Städte ungezwungen einander kennenlernen und miteinander Freundschaft schließen. Wir geben damit ein ausgezeichnetes Beispiel einer Volksdiplomatie am Werk.

In Ihrer Zeit als Oberbürgermeister bewahrten Sie sowohl die Traditionen als auch die Prinzipien unserer Partnerschaft, indem Sie das Format des Austausches erweiterten, unsere Völker einander näherbrachten und die kulturellen sowie andere Verbindungen stärkten. Und das alles taten Sie mit großer Offenheit, Herzlichkeit und Verständnis. Dank Ihnen bleiben Erlangen und Wladimir Partnerstädte mit beachtlichen Entwicklungsperspektiven. Und nach wie vor helfen Erlanger uneigennützig Wladimirern im Rahmen aktueller Wohltätigkeitsprojekte.

Ich freue mich, Ihre persönliche Bekanntschaft gemacht zu haben, und hoffe, lieber Siegfried, Sie auch bald einmal wieder in Wladimir begrüßen zu dürfen.

Mit den besten Wünschen, Ihre Olga Dejewa

Sergej Sacharow und Siegfried Balleis

Mein lieber Freund Siegfried,

von ganzem Herzen möchte ich Dir zum Geburtstag gratulieren und meine herzlichen Glückwünsche zu diesem Tag übermitteln! Ich erinnere mich immer mit viel Freude und Wärme an unsere gemeinsame Zeit der Festigung und Fortsetzung der Partnerschaft zwischen Erlangen und Wladimir. Ich bin Dir dankbar für die Erfahrung einer positiven Kommunikation, für die persönliche Begegnungen und Familientreffen, für Deine guten beruflichen Ratschläge und für Dein Vorbild, das mich anregte, das Fahrradtraining wieder aufzunehmen. Dank Dir treibe ich noch immer Radsport und versuche, mich fit zu halten. Das hilft mir sehr im Leben und im Beruf.

Ich bin sicher, uns stehen noch viele Treffen unter Freunden bevor, und wir werden noch so manches Gläschen Wodka oder Schnaps auf unser Wohl und das Wohl unserer Familien sowie das Fortbestehen unserer Freundschaft trinken. Nochmals meine herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag und feiere heute schön im Kreise Deiner Familie sowie mit Freunden und Verwandten!

Mit meinen besten Grüßen und Wünschen, Dein Sergej Sacharow aus Susdal und Wladimir

Julia Starikowa, Siegfried Balleis und Julia Krajnowa

Die Reihe der Gratulanten – auch aus den anderen Partnerstädten von Jena bis Umhausen, von Riverside bis Cumiana – ließe sich ad infinitum fortsetzen, und überall verdiente der Beitrag des Jubilars zum Gelingen des Austausches alle Ehren. Hier aber nur noch ein kleiner Hinweis auf eine große Initiative, die Siegfried Balleis als Rotarier wesentlich mitträgt: die Finanzierung von jährlich zwei vierzehntägigen Hospitationen aus Wladimir an den Universitätskliniken. Eine Aktion, die auch heuer im Herbst wieder fortgesetzt wird.

Siegfried Balleis mit Frau Angelika, beklatscht von Florian Janik und Edmund Stoiber bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde 2014

Auch wenn schon alles gesagt und gewünscht scheint, danke sagen kann man nie genug. Siegfried Balleis ließ sich bereits 1989, damals noch Wirtschaftsreferent, von Dietmar Hahlweg auf den „steinigen Acker“ der ökonomischen Kontakte nach Wladimir entsenden, radelte 1993 mit einer Stafette in die Partnerstadt und übernahm 1996, an die Spitze des Rathauses gewählt, das Erbe der Volksdiplomatie, um es, reich vermehrt, vor vier Jahren an seinen Nachfolger, Florian Janik, zu übergeben. Gäbe es nicht dieses hohe Maß an kommunalpolitischer Kontinuität im kommunalen auswärtigen Dienst – hier wie in Wladimir -, hätte sich auch die Bürgerpartnerschaft nie so erfolgreich entwickeln können, gäbe es sicher nicht die bevorstehende Auszeichnung in Berlin, wie schon einmal im Jahr 2002… Dafür Dank an den Jubilar und seine beiden Erlanger Kollegen sowie an Igor Schamow, Alexander Rybakow und Sergej Sacharow, mit denen Siegfried Balleis zusammenarbeitete, aber auch an Olga Dejewa, die nun in Wladimir diese Tradition mit eigenen Ideen am Leben erhält.

 

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Ob die Premiere gelungen ist, werden später die Abschlüsse und Ergebnisse zeigen. Als nützlich erwies sich der erste Besuch einer Wirtschaftsdelegation des Freistaates Bayern in der Region Wladimir auf jeden Fall. Die nämlich wird häufig noch von außen als ökonomischer „Hinterhof“ von Moskau und mehr als kulturelles Zentrum wahrgenommen.

Dabei kann man in dem Gouvernement von der Größe des Bundeslandes Brandenburg auf eine lange Industrietradition verweisen, die von der Glasverhüttung bis zu chemischen Werken, von der Rüstung bis zur Lasertechnik reicht und auch ein großes Potential im Bereich Fahrzeugproduktion aufweist. Besonders von Bedeutung in jüngster Zeit darüber hinaus, so Vizegouverneur Alexej Konyschew, der Tourismus.

Begrüßung und Vorstellung im Sitzungssaal des „Hauses der Freundschaft“

Die Region Wladimir unterhält dabei engste Beziehungen zu Deutschland: 31 Unternehmen arbeiten unter Führung oder Beteiligung von Partnern aus der Bundesrepublik. Allein in diesem Jahr ist der Handel zwischen dem Gouvernement und Deutschland um 21% gestiegen.

Konrad Beugel und Roman Matwejew

Einen noch stärkeren Anteil daran verspricht sich nun auch die Metropolregion Nürnberg mit ihrer „Perle Erlangen“, wie IHK-Präsident Dirk von Vopelius anerkennend in Richtung Konrad Beugel bemerkt.

Botschaftsrat Thomas Multhaupt, Ministerialrat Martin Grossmann, Wirtschaftsreferent Konrad Beugel, Vizegouverneur Alexej Konyschew, Oberbürgermeisterin Olga Dejewa, Präsident der IHK Nürnberg Dirk von Vopelius, Präsident der IHK der Region Wladimir Iwan Axjonow, Leiter der Repräsentanz des Freistaates Bayern in Moskau Fjodor Chorochordin und Staatsminister a.D. Otmar Bernhard MdL

In der Tat hat Erlangen auch in wirtschaftlicher Hinsicht mit seiner Partnerschaft so manchen Impuls in Wladimir gesetzt, vom ersten Gemeinschaftsunternehmen „Transmoros“ in den frühen 90er Jahren über die Zusammenarbeit mit Busunternehmen bis hin zum Aufbau einer Brauerei und der Lieferung von Malz für das Bier „Jusberg“

Irina Chasowa und Richard Heindl

Aber auch die von Richard Heindl – er war 1993 mit der Fahrradstaffel des damaligen Wirtschaftsreferenten, Siegfried Balleis, zum ersten Mal in Wladimir – Mitte der 90er Jahre gegründete „Wirtschaftsakademie“, die sich, ebenso wie „Transmoros“, im Erlangen-Haus einmietete.

Kirill Gawrilow und Dirk von Vopelius

Alles eine gute Basis, aber Dirk von Vopelius und seine Wladimirer Gesprächspartner wollen mehr. Im nächsten Jahr veranstaltet die Region Wladimir eine Fachmesse mit den Schwerpunkten Automation und Robotertechnik, wo ein eigener Stand für die Bayern eingerichtet werden könnte, und man macht sich erste Gedanken über einen „Wladimir-Tag“ bei der IHK Nürnberg. Ob nun schon nächstes Jahr oder erst 2019 wird sich zeigen.

Dirk von Vopelius, Konrad Beugel, Swetlana Schelesowa, Thomas Multhaupt, Otmar Bernhard, Martin Grossmann, Claudia Schleicher und Axel Just

Während die Gespräche zwischen den Firmenvertretern im „Haus der Freundschaft“, dem ehemaligen Sitz des Stadtrates, weitergehen, besucht auf Initiative von Konrad Beugel eine kleine Abordnung das Erlangen-Haus. Swetlana Schelesowa, stellvertretende Leiterin des Sprachlernzentrums, darf sich dabei wieder einmal über viel Lob und Anerkennung freuen, vor allem dafür, wie es über all die Jahre seit der Eröffnung im Mai 1995 gelungen ist, sich selbst zu finanzieren und dabei nebenbei zu beweisen, daß auch eine von zwei Städten ins Leben gerufene Stiftung versteht, sich als Gästehaus und Sprachkursanbieter auf dem Markt zu behaupten.

Bevor die Delegation am frühen Abend via Moskau und nach einer Übernachtung dort heute wieder die Heimreise nach München antritt, steht aber noch der Besuch bei dem Fahrzeughersteller „Volgabus“ auf dem Programm. Das Anfang der 90er Jahre in Wolgograd gegründete Familienunternehmen produziert Busse in allen Größenordnungen und setzt dabei auch auf mit Erdgas oder Batterie betriebene Fahrzeuge (sogar autonome Prototypen gibt es im Angebot)  für den heimischen Markt, durchaus aber auch mit internationaler Perspektive. Was die Fertigung anbelagt, kooperiert man ohnehin schon vor allem mit Partnern aus Deutschland sowie Japan und China. Noch läuft die Montage – übrigens unter Einsatz von Kuka-Robotern – nicht auf Hochtouren, noch ist der Ausbau der für gut 600 Mitarbeiter geplanten Anlage mit später einmal fast 50.000 qm Fläche, eine halbe Autostunde vom Zentrum Wladimirs entfernt und an der Strecke nach Moskau gelegen, nicht abgeschlossen, aber die landesweit arbeitende Holding mit einem Marktanteil von etwa 17% berichtet bereits von Großaufträgen aus Moskau und Sankt Petersburg und hofft auch, am Standort selbst die eigenen Busse verkaufen zu können, immerhin geplante 1.200 p.a.

Axel Just 30

Volgabus

Wie gesagt, die Abschlüsse und Ergebnisse müssen zeigen, ob die Premiere gelungen ist. Aber bei „Volgabus“ freut man sich schon jetzt über die erste ausländische Wirtschaftsdelegation überhaupt, und bereits im nächsten Jahr will man eine Fachmesse in München besuchen, um spätestens dann die Gespräche fortzusetzen. Ein Anfang ist jedenfalls gemacht. Ein guter, an dessen Zustandekommen, das soll nicht unterschlagen bleiben, Altoberbürgermeister Siegfried Balleis einen entscheidenden Anteil hatte: Siehe: https://is.gd/kIUW4X

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Gestartet war Peter Smolka mit zehn Briefen von Oberbürgermeister Siegfried Balleis an dessen Kollegen in den zehn Partnerstädten zu seiner Tour de Friends am Morgen des 23. März 2013. Heute, pünktlich um 16.00 Uhr, noch vor dem großen Regen, traf er nach 88.000 km rund um die Welt vor dem Rathaus Erlangen ein, begleitet von einer kleinen Gruppe, die ihm auf der letzten Strecke bis Lichtenfels bzw. Forchheim entgegengefahren war, und empfangen von Freunden sowie Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens und Altoberbürgermeister Siegfried Balleis, beide voll der Anerkennung und Bewunderung für diese einzigartige Leistung.

Peter Smolka bei der Einfahrt auf den Rathausplatz

„Wahnsinn“, sei das, „unglaublich“, was der Kurier des Rathauses da geleistet habe, rief die Hausherrin zur Begrüßung aus und umarmte den Rückkehrer, während das einstige Stadtoberhaupt, selbst sattelerprobt im Besuch fast aller europäischer Partnerstädte – allerdings in der Staffel, abgesehen von Umhausen und Jena, die er im Alleingang erreichte – voller Anerkennung das Durchhaltevermögen des Ausnahmeradlers lobte: „Respekt vor dieser großartigen Leistung!“

Susanne Lender-Cassens, Peter Smolka und Siegfried Balleis

Seine zweite Weltumradlung, so Peter Smolka selbst, werde er wohl nicht mehr übertreffen können: eine Herausforderung an Psyche wie Physis gleichermaßen, immer auf sich alleine gestellt. Nur in den Partnerstädten habe er sich wie zu Hause gefühlt – und eben jetzt hier in Erlangen, „wo meine Freunde leben.“

Susanne Lender-Cassens, Peter Smolka und Siegfried Balleis

In den letzten Tagen, besonders ab Jena, seiner letzten Station, kam der ehrenamtliche Postbote fast nicht mehr zum Radeln vor lauter Anfragen der Medien, die natürlich auch beim Empfang auf dem Rathausplatz – vor einer Woche startete von hier Gerturd Härer zu ihrer Solo-Rad-Tour nach Wladimir –  zahlreich anwesend waren.

Peter Smolka durch die Blume

Schon heute, am Freitag, ist denn auch Peter Smolka live in der Abendschau des Bayerischen Rundfunks ab 18.00 Uhr zu sehen, von den vielen Rundfunkinterviews und Presseberichten den Äther und Blätterwald rauf und runter ganz zu schweigen. Und dann im Rahmen des Fernwehfestivals am Donnerstag, den 16. November, der Reisereport um 20.00 Uhr im E-Werk. Noch gibt es Karten!

7. Mai 2013 vor dem Erlangen-Haus in Wladimir, der ersten Station auf der Tour de Friends: Walter Költsch, Jörg Gruner, Peter Smolka und Gertrud Härer. Ab Wladimir ging es dann alleine weiter…

Doch selbst da wird Peter Smolka, der als „Beifang“ auch noch 20.000 Euro als Spende für „Ärzte ohne Grenzen“ einfahren konnte, nicht von allen Erlebnissen berichten können. Etwa von der Fahrt durch Piszowo in der Region Iwanowo auf dem Weg nach Wladimir, der ersten Etappe der Tour, durch den Ort, den Nadja Steger im Tour-Film von Walter Költsch als das Städtchen wiedererkannte, wo ihr Vater zur Welt gekommen war und wo sie einen großen Teil ihrer Sommerferien bei Oma verbracht hatte.

Posttasche, in der die zehn Briefe sicher verwahrt wurden

Oder von dem kleinen Ort in Polen mit dem schwer aussprechbaren Namen, durch den die Strecke führte, ohne zu wissen, daß von dort die Großmutter herstammt, die er als Überraschungsgast zu ihrem 80. Geburtstag in Biberach besuchte, wofür Peter Smolka seine Route änderte…

Peter Roggenthin hält Ausschau nach Peter Smolka

Berichten wird er aber sicher von seinen Begegnungen in Beşiktaş, die er wegen der politischen Lage für die wichtigsten auf seiner ganzen Reise hält, oder von Äthiopien, das er einst ins Herz geschlossen hatte und nun als so abweisend erlebte, von seinem Fahrrad, das man ihm in einem argentinischen Dorf entwendete, von der Eröffnung des Ötzi-Dorfes in Umhausen und von so vielem anderen, was für jemanden am Wegrand zu erleben ist, der mit offenen Sinnen durch die Welt fährt.

Peter Smolka bei der Autogrammstunde für Nadja Steger

Nachtrag: Nadja Steger ließ es sich nicht nehmen, den Heimkehrer um ein Autogramm auf ihrem Fahrrad zu bitten. Nicht vergeblich. Ein bleibender Gruß und große Freude – und willkommen zu Hause!

Viel mehr, als der Blog berichten könnte, findet sich hier: www.tour-de-friends.dehttps://is.gd/gNHcY2, https://is.gd/Sm6yqA  und da unter Eingabe von „Peter Smolka“ in die Suchmaske: https://is.gd/Nvslvw

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Im Kreis seiner „Wilden 13“, seines Teams vom Bürgermeister- und Presseamt, nahm gestern abend im würdigen Rahmen des Schlosses zu Tennenlohe Herbert Lerche Abschied von seinem Dienst, den er seit Herbst 1969 mit, wie es Oberbürgermeister Florian Janik formulierte, „einer großen inneren Ruhe und einem weiten Überblick, unglaublich gut vernetzt mit der Verwaltung und der Stadtgesellschaft“ versah, vor allem in den 17 Jahren als stellvertretender Leiter der Bürgermeister- und Presseamtes, bis er 2003 das Ordnungs- und Straßenverkehrsamt übernahm und 2012 als Nachfolger von Helmut Schmitt an die Spitze des Bürgermeister- und Presseamtes zurückkehrte. Vier Oberbürgermeistern – Heinrich Lades, Dietmar Hahlweg, Siegfried Balleis und Florian Janik – hat er über all die Jahre treu gedient, und für seine vielen Mannschaften zeigte er sich in all den wechselnden Positionen immer als Libero mit viel Gespür für die jeweiligen persönlichen Stärken in seiner „Elf“. Genug Stoff für eine Sonderausgabe vom „Rathausplatz 1“ in einer Auflage von 300 Exemplaren in einmaliger Erscheinungsweise, kostenlos verteilt vom Zeitungsjungen Andrea Kaiser – mit einem Artikel mit dem Titel „Herbert Lerche und Wladimir“ aus der Feder von Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg und Peter Steger:

Herbert Lerche im Blauen Himmel, Wladimir, Juni 2016

Herbert Lerche im Blauen Himmel, Wladimir, Juni 2016

Zu den vielfältigen Aufgaben, die Herbert Lerche bearbeitete, gehörte ab 1983 der ebenso brisante wie spannende Start der Städtepartnerschaft mit Wladimir. Bevor Dagmar Paliwal und Peter Steger ab der zweiten Jahreshälfte 1987 den Kontakt übernahmen, war es Herbert Lerche, der die ersten vier, besonders heiklen und intensiven Jahre der Partnerschaft mit großem Engagement und viel Fingerspitzengefühl betreute:

Herbert Lerche

Herbert Lerche

Da war die Reise der ersten Erlanger Stadtratsdelegation nach Wladimir vom 28. Juli 1983 zu organisieren, der noch im gleichen Jahr Besuche der Volkshochschule, der Gewerkschaft ÖTV und Anfang Juni 1984 einer Jugendleiterdelegation folgten. Zu einer schwierigen, aber rundum gelungenen Bewährungsprobe wurde für Herbert Lerche und das Team des Bürgermeisteramtes dann der Besuch der ersten offiziellen Delegation aus Wladimir in Erlangen vom 18. bis 24. Juni 1984, gipfelnd in einem mutigen Austauschprogramm für die Jahre 1984 bis 1987, darunter das große Turnerfest mit Eberhard Ginger und den Wladimirer Olympiasiegern.

Andrea Kaiser als Zeitungsjunge

Andrea Kaiser als Zeitungsjunge

Der gegenseitige Austausch nahm Fahrt auf und fand mit den Kultur- und Sporttagen in Wladimir vom 7. bis 13. September 1986 mit über 100 Gästen aus Erlangen seinen Höhepunkt. Zur Vorbereitung dieser wiederum bestens gelungenen Veranstaltung war Herbert Lerche zusammen mit Georg Leipold und Herbert Halbgebauer vom Kulturamt nach Wladimir gereist. Ja, und auch die förmliche Besiegelung der Partnerschaft, die im Rahmen der Wladimirer Kultur- und Sporttage in Erlangen vom 29. Mai bis 4. Juni 1987 erfolgte und zu der die zweite offizielle Delegation aus Wladimir mit insgesamt 80 Aktiven aus Sport und Kultur angereist war, hat Herbert Lerche maßgeblich mitorganisiert.

Sabine Lotter und Silvia Klein mit Herbert Lerche

Sabine Lotter und Silvia Klein mit Herbert Lerche

Das große persönliche Engagement des stellvertretenden Amtsleiters zeigte sich auch darin, mit welchem Erfolg er zusammen mit Klaus Wrobel 1984 an der VHS den Freundeskreis Wladimir gründete und viele Jahre intensiv betreute. Kein Zweifel: Herbert Lerche hat sich um die zunächst von vielen für utopisch gehaltene lebendige Bürgerpartnerschaft mit Wladimir sehr verdient gemacht.

Dietmar Hahlweg und Peter Steger

Herbert Lerche, umgeben von Elisabeth Preuß, Florian und Sylvia Janik, Gabriele Lerche, Sabine Lotter, Dietmar und Heidi Hahlweg, Marlene Wüstner und Susanne Lender-Cassens

Herbert Lerche, umgeben von Elisabeth Preuß, Florian und Sylvia Janik, Gabriele Lerche, Sabine Lotter, Dietmar und Heidi Hahlweg, Marlene Wüstner und Susanne Lender-Cassens

Ein russisches Sprichwort sagt: „Wo andere Menschen ihre Seele haben, da tragen Beamte nur ihre polierten Knöpfe zur Schau.“ An Herbert Lerche zeigt sich, wie sehr der Volksmund irren kann. Nie hat der am 8. Mai 1952 geborene Erlanger – so oft man ihn auch auf dem Fahrrad sieht – nach oben gebuckelt und nach unten getreten, und gerade die Städtepartnerschaften verdanken seinem von Vertrauen geprägten Führungsstil ihr reibungsloses Funktionieren auf der Ebene der Verwaltung, ein in seiner Bedeutung oft unterschätztes Element, das wesentlich zum Erfolg beiträgt. Einen guten Chef zeichnet aber vor allem eines aus: die gute Regelung der eigenen Nachfolge. So wie Helmut Schmitt erst zu einem richtig guten Chef wurde, als es ihm gelang, mit seinem Ausscheiden Herbert Lerche zurück ins Bürgermeister- und Presseamt zu holen, so bewies dieser so recht, wie gut er ist, als er erfolgreich Sabine Lotter als künftige Leiterin der Erlanger „Staatskanzlei“ vorschlug. Gut für das ganze Team und sicher gut für die Partnerschaft mit Wladimir und den anderen Städten und Gemeinden in aller Welt.

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Während gestern Oberbürgermeister Florian Janik gemeinsam mit Werner Hohenberger, dem ehemaligen Direktor der Chirurgischen Klinik, und Stadtrat Jürgen Zeus – beide betreuen das von den drei Erlanger Rotary Klubs finanzierte Ärzteaustauschprogramm mit Wladimir – die beiden Pädiaterinnen mit der Fachausbildung Neonatologie und Intensivmedizin, Julia Starikowa und Julia Krajnowa, empfing, besuchten parallel dazu in der russischen Partnerstadt Wolfgang Rascher, Direktor der Kinderklinik, und Oberarzt Hans-Georg Topf in Begleitung des TV-Senders Gubernia 33 das vor etwa drei Jahren eröffnete Perinatale Zentrum, wo vor allem Kinder mit einem Gewicht von unter 1,5 kg zur Welt kommen. Zwölf Frühgeburten werden derzeit – je nach Befund bis zu einem Monat – in dieser Einrichtung behandelt.

Werner Hohenberger, Julia Starikowa, Florian Janik, Julia Krajnowa und Jürgen Zeus

Werner Hohenberger, Julia Starikowa, Florian Janik, Julia Krajnowa und Jürgen Zeus

In der Reportage freut sich Wolfgang Rascher, dessen fünftägiger Arbeitsbesuch in der Partnerstadt heute zu Ende geht, über die Erfolge der Wladimirer Ärzteschaft:

Vor fünf Jahren war ich zum ersten Mal in Wladimir. Ich bin beeindruckt von den Veränderungen, die seither zu verzeichnen sind. Das ist eine großartige Entwicklung!

Wolfgang Rascher, Hans-Georg Topf und Irina Chasowa

Wolfgang Rascher, Hans-Georg Topf, Irina Chasowa und Nadeschda Tumanowa, Leiterin des Zentrums

Und sein Kollege, Hans-Georg Topf, lobt die medizintechnische Ausstattung, etwa einen Inkubator mit künstlicher Beatmung der Neugeborenen oder hebt hervor:

Von außerordentlicher Bedeutung für diese Klinik ist ein Gerät zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts im Blut. Ein weiterer Vorteil des Krankenhauses besteht in der Existenz eines zentralisierten Systems der Überwachung des Zustands der Frauen nach der OP. Unserem Eindruck nach wird hier mit den Apparaten genau so gearbeitet wie bei uns in Deutschland.

Wolfgang Rascher geht sogar noch weiter und meint, man könne durchaus voneinander lernen:

Die Wladimirer Ärzte legen beispielsweise den Neugeborenen einen Katheter, kontrolliert von Ultraschalldiagnostik, wobei sie gleichzeitig auch die übrigen Organe des Kindes im Auge haben. Wir in Erlangen tun das mit Röntgenbildern. Hier könnte uns die Erfahrung der russischen Kollegen nützlich werden, denn Ultraschall ist eine weniger gefährliche Methode und kann viel öfter angewendet werden.

Dolmetscherin Kristina Kapsjonkowa, Dilbar Mamadowa, Hans-Georg Topf, Julia Krajnowa, Julia Starikowa und Wolfgang Rascher

Dolmetscherin Kristina Kapsjonkowa, Dilbar Mamadowa, Hans-Georg Topf, Julia Krajnowa, Julia Starikowa und Wolfgang Rascher

Von Florian Janik danach gefragt, was die beiden Hospitantinnen, deren zweiwöchiger Besuch am Samstag zu Ende geht, an Erfahrungen mit nach Hause nehmen, erklärt Julia Starikowa, man habe viel im Bereich der Pflege und der Abgabe von Medikamenten gelernt und werde natürlich auch in Sachen technischer Ausstattung einen Wunschzettel nach Wladimir bringen. In jedem Fall aber sind die Pädiater der Partnerstädte – gerade auch dank der Rotary-Initiative, wie Erlangens Oberbürgermeister betont – einander wieder einen großen Schritt entgegengekommen, sind mittlerweile wohl fast gleichauf. Was für ein gewaltiger Fortschritt, was für eine großartige Entwicklung, wenn man an die Anfänge des Austausches der Kinderärzte vor 25 Jahren zurückdenkt.

Julia Starikowa, Rotary-Präsident Siegfried Balleis und Julia Krajnowa

Julia Starikowa, Rotary-Präsident Siegfried Balleis und Julia Krajnowa

Und hier geht es zur Reportage des Sender Gubernia 33 über den Besuch der Kinderärzte aus Erlangen: https://is.gd/pKxMpj

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