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Posts Tagged ‘russische Süßigkeiten’


Gebackener Apfel mit Moosbeeren

Zwei bis drei Winteräpfel – ungeschält – in große Schnitze schneiden und das Kernhaus entfernen, in eine feuerfeste Form geben und mit einigen Handvoll Haferflocken vermischen. Nicht schaden kann dem feinen Geschmack, wenn man etwas Apfel- oder Orangensaft beigibt, sofern die Äpfel selbst nicht genug eigenen Saft ziehen sollten. Also Vorsicht in der Sache, denn zu viel des Guten macht aus die Flocken klumpig statt knusprig. Eine Prise Zimt oder Nelke verleiht eine feine würzige Note.

Man schließe die Form sodann und stelle sie bei 190 Grad für etwa eine Viertelstunde in die Röhre. Die Äpfel sollten weich gebacken werden, nicht aber zerfallen.

Nun in ein Glas zwei bis drei Kugeln Vanilleeis, wenn kein russisches Plombir, also Sahneeis, erhältlich sein sollte, darüber zwei bis drei Löffel vom heißen Apfel mit Moosbeeren oben drauf – und sofort servieren. Sollten im russischen Laden keine Moosbeeren angeboten werden, bietet sich Granatapfel als Ersatz an. Wichtig ist der Kontrast zwischen süß und sauer. Dieser Nachtisch macht jede Mahlzeit zu einem winterlichen Festmahl.

 

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In den USA und Westeuropa ist „vegan“ bereits in vieler Munde, in der russischen Küche ist diese strenge Observanz des Vegetarismus noch nicht viel mehr als ein Fremdwort. Doch das kann sich langsam ändern, denn auch Russen fragen sich zunehmend, ob ihr Hunger wirklich nur zu stillen sei, indem das liebe Vieh in Großherden zur Schlachtbank getrieben wird. Noch aber wirkt exotisch, was heute, zum Internationalen Veganertag. das Internetportal Gorod Wladimir seinen Lesern als Rezeptvorschlag präsentiert:

Im Leben sollte man alles einmal versucht haben. Wir schlagen deshalb allen vor, heute einmal vegan zu kochen. Zwei ganz phantastische Köchinnen, Xenia und Swetlana (im Bild erscheinen sie nicht; bedauernde Anm. d. Übersetzers), haben uns geschildert und vorgeführt, wie man recht rasch und einfach ein Essen zubereitet, das ausschließlich aus pflanzlichen Zutaten besteht. Dieses Geheimrezept für ein ebenso schmackhaftes wie gesundes Essen veröffentlichen wir exklusiv nur heute. Also aufgemerkt!

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Wir beginnen mit der Kürbissuppe

Dazu benötigen wir 1 kg Kürbis und 300 g Blumenkohl. Alles in grobe Stücke schneiden, in einen Kochtopf geben und mit kaltem Wasser übergießen, bis es das ganze Gemüse bedeckt (nicht mehr). Das Garen dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Jetzt salzen wir auch erst (irgendwo sollte man ja mit dem Sparen beginnen) und rühren – gleich ob von Hand oder mit dem Mixer – das Ganze zu einer gleichförmigen Masse, sprich zu einem dickflüssigen Püree, das wir dann, mit vorher in gut gesalzenem Öl angerösteten Kürbiskernen garniert, auf den Tisch bringen.

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Hauptspeise – Linsenbratlinge

Ein Glas Linsen, eine große Möhre, Reis, Petersilie, Pfeffer, Koriander und Paprika sind hierzu vonnöten. Die Linsen waschen und über Nacht einweichen (wie man das Gericht dann heute zubereiten soll, verrät das Protal nicht; Anm. d. Übersetzers). Ein halbes Glas Reis garkochen, die Linsen zusammen mit der Möhre und Petersilie mixen und dann mit dem gekochten Reis vermischen. Salzen nach Geschmack. Nun aus der gewonnenen Masse die Bratlinge formen, aufs Blech legen und – ohne Fett – für 25 bis 30 Minuten ins Rohr schieben.

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Dazu reicht man eine Avocadosauce mit Kräutern. Sollte sich die Avocado, weil nicht ganz reif, schlecht pürieren lassen, kann man etwas Wasser dazugeben.

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Als Beilage eignet sich Salat. Wir nehmen Eissalat, Cherrytomaten und Weizenkeimlinge. Den Salat und die Tomaten waschen, schneiden, Olivenöl dazugeben und gut durchmischen. Darüber dann die Keimlinge streuen. Wo es die gibt? Zum Beispiel im Globus. Man kauft dort einfach eine Packung nicht vorbehandelten Buchweizens, der über Nacht ins Wasser und am Morgen gewaschen und für sechs bis acht Stunden in ein feuchtes Tuch gepackt gehört (womit wir wieder für heute zu spät kommen; Anm. d. Übersetzers). In dieser Zeit sollten die Körner keimen. Diese Buchweizenkeimlinge sind ein Symbol der Lebenskraft, der Gesundheit gelten als das Geheimnis des Salats.

Zum Nachtisch Genußkugeln mit Beerenmarmelade

Für die Genußkugeln brauchen wir Backpflaumen, Datteln und Walnüsse in je gleicher Menge, für etwa zehn Minuten gekocht und dann gewaschen. Anschließend geht es – horribile dictu für ein veganes Gericht – in den Fleischwolf, bis man die Masse mit den Händen zu kleinen Kugeln rollen und panieren kann, in unserem Fall in einem Gemisch aus Sesam, Kokosflocken und Mohn. Die Genußkugeln können dann im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten.

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Wir kommen zur Beerenmarmelade, wozu wir Sanddorn, Blau- und Moosbeeren (ersatzweise auch Preißelbeeren) brauchen. Je Glas Beeren eineinhalb Gläser Wasser. Hinzu kommen drei (oder mehr) Eßlöffel Rohrzucker. Die Beeren am besten gesondert kochen, damit sich ihr individueller Geschmack erhält; außerdem ergibt sich so die ganz eigentümliche Farbe.

Als Verdickungsmittel nehmen wir Agar-Agar-Algen, denn die handelsübliche Gelatine wird ja – schon gewußt? – aus Schlachtabfällen hergestellt, kommt also für Veganer nicht auf den Teller. Die Algen jedenfalls separat mit Wasser anmischen und dann langsam zu den Beeren geben, kurz bevor diese aufkochen, umrühren und auf kleiner Flamme noch eine Minute köcheln lassen und in die Formen gießen.

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Den Sanddorn vor der Beigabe des Verdickungsmittels abseihen, damit die Kerne und die Haut wegbleiben. Die Moosbeerenmarmelade bleibt übrigens gern an der Form kleben, deshalb vielleicht lieber etwas Quadratisches nehmen.

Zum Nachtisch reichen die beiden Köchinnen im Hintergrund Weidenröschentee, also etwas Gesundes, das schmeckt. Der Blog wünscht gutes Gelingen, wenn auch wohl nicht mehr rechtzeitig zum Veganertag, und einen guten Appetit.

 

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