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Posts Tagged ‘russische Geschichte’


„Aber höher als ihr, Zaren, sind die Glocken“, lautet eine Mahung an die Mächtigen aus der Feder von Marina Zwetajewa, jener Lyrikerin, die für sich in den despotischen Jahren des Stalinismus den Ausweg im Freitod fand. Ausgerechnet in Alexandrow, der Stadt in der Region Wladimir, wo die mit Rainer Maria Rilke seelenverbundene und vom Leben zutiefst verwundete Dichterin sich von 1915 bis 1917 niedergelassen hatte und wo 1991 das erste ihr gewidmete Museum eröffnet wurde, ausgerechnet hier, wo sie mit einem weiteren Opfer der kommunistischen Tyrannei, mit dem Schriftsteller Ossip Mandelstam, zusammengetroffen war, ausgerechnet hier sollte Iwan dem Schrecklichen, jenem Altmeister des Terrors gegen das eigene Volk, ein Denkmal errichtet werden. Das zweite seiner Art landesweit nach einem ähnlichen Monument der Apotheose des Menschenschinders auf dem Zarenthron in Orjol im Herbst vergangenen Jahres.

Nicht ganz von ungefähr, denn jener Moskauer Großfürst, der sich einen Stammbaum andichten ließ, der bis zurück zu den römischen Kaisern reichte, hatte in Alexandrow von 1564 bis 1581 seine Residenz eingerichtet, um, wie er selbst sagte, jenseits von Moskau Gott näher sein zu können, was ihn freilich nicht hinderte, gegen Nowgorod ins Feld zu ziehen. Immerhin aber wurde hierher 1571 auch die landesweit einzige Druckerei – nach einem Brand in Moskau – verlegt, wo 1577 eines der seltensten Bücher der russischen Literatur entstand, ein Gebetsbuch, von dem es vermeintlich nur noch 24 Exemplare gab, bis unlängst auf einer Auktion Nummer 25 auftauchte und nun für eine wahrscheinlich nicht geringe Summe in die Heimat zurückkehrte.

Doch zurück zum Denkmal für Zar Iwan IV. Die Skulptur hatte ein Künstler in Moskau geschaffen, das Projekt wurde von einer privaten Gruppe betrieben, aber die örtlichen Behörden zeigten sich nicht allzu enthusiastisch von dem Vorhaben, das immer wieder verschoben wurde. Schließlich wurde der Bildhauer der Sache überdrüssig und kündigte an, sein Werk andernorts zu präsentieren.

Kulturell sicher ein zu verschmerzender Verlust, in jedem Fall mehr als aufgewogen durch eine Gedenktafel für Marina Zwetajewa an dem Haus, wo sie seinerzeit mit ihrer Schwester Anastasia wohnte und dichtete. Jahre später, 1925, schrieb die Vertreterin einer Weltliteratur auf Deutsch, das sie perfekt beherrschte, an Rainer Maria Rilke:

Dichten ist schon Übertragen, aus der Muttersprache in eine andere, ob Französisch oder Deutsch wird wohl gleich sein. Keine Sprache ist Muttersprache. Dichten ist Nachdichten. Darum versteh ich nicht, wenn man von französischen und russischen etc. Dichtern redet. Ein Dichter kann Französisch schreiben, er kann nicht ein französischer Dichter sein. Das ist lächerlich. Ich bin kein russischer Dichter und staune immer, wenn man mich für einen solchen hält und als solchen betrachtet. Orpheus sprengt die Nationalität, oder dehnt sie so weit und breit, daß alle (gewesenen und seienden) eingeschlossen sind.

Wie schön, sie in Alexandrow, 130 km nordwestlich von Wladimir, geehrt zu wissen, wo es im Juni alljährlich ein Zwetajewa-Lyrik-Festival gibt. Die Glocken der Dichtung sind eben doch höher als die Macht der Zaren…

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In diesen Januartagen, Anno 1248, schickte Papst Innozenz IV eine Bulle an Großfürst Alexander Newskij, den er mit „nobili viro Alexandro duci Susdaliensi“, also als „Edelmann und Fürst von Susdal“ ansprach. Inhalt des Sendschreibens ist ein Angebot an Alexander, sich, dem Beispiel seines verstorbenen Vaters Jaroslaw folgend, der römisch-katholischen Kirche anzuschließen und sich im bevorstehenden Kampf gegen das Mongolenheer an den Deutschherren-Orden in Litauen um Hilfe zu wenden. Gemeinsam und mit Gottes Hilfe, so der Heilige Vater, werde man sich den Tataren mannhaft entgegenstellen.

Alexander Newskij gilt als grimmig-unversöhnlicher Verteidiger der Rechtgläubigkeit und zählt nicht von ungefähr zu den großen Heiligen der russischen Orthodoxie. Doch schon ein gutes halbes Jahr später, am 15. September 1248, trifft aus dem Vatikan eine weitere Botschaft ein, aus der sich rückschließen läßt, daß die erste Bulle zumindest nicht ablehnend beantwortet wurde. Hier schreibt nämlich Innozenz IV an „Alexandro, illustri regi Nougardiae“, also an den „erlauchten Herrscher von Nowgorod“: „Du hast mit jeglichem Eifer darum gebeten, Dich als Glied zum einen Haupt der Kirche kraft aufrichtigen Gehorsams aufzunehmen, als dessen Zeichen Du vorschlugst, in Deiner Stadt Pleskau (Pskow) eine Kirche für die Lateiner zu errichten.“

Innozenz IV

Innozenz IV

Der Streit darüber, ob die Bullen tatsächlich an Alexander Newskij gerichtet waren und wie ggf. seine tatsächlichen Reaktionen darauf aussahen, hält unter den russischen Historikern an. Gesichert ist allerdings, daß der Großfürst in jenem heute so fernen Jahr nur selten in seinem Reich weilte, weil er in die Hauptstadt der Mongolen, nach Karakorum, gereist war, um sich dort die Wladimirer Fürstenwürde bestätigen und die Herrschaftsinsignien überreichen zu lassen. In seiner Vita heißt es, zwei römische Kardinäle hätten ihm die Botschaft des Papstes überbracht. Doch Alexander soll das Angebot, sich Rom anzuschließen, barsch mit den Worten zurückgewiesen haben: „Von Euch nehmen wir keine Belehrungen an.“

Alexander Newskij

Alexander Newskij

Wir wissen nicht, wie sich die Geschichte des russischen Reiches entwickelt hätte, wäre Alexander Newskij auf das Angebot aus dem Vatikan eingegangen. Klar ist nur, der Großfürst hat es vorgezogen, einen Pakt mit den Mongolen einzugehen, um seine Macht von Gnaden der Eroberer zu erhalten. Und er hat einen Ton im Umgang mit dem Westen und dessen „Belehrungen“ vorgegeben, der noch heute gern angeschlagen wird. Vielleicht ein jahrhundertelanges Mißverständnis, auf jeden Fall bis heute ungeklärt und strittig, wenn es um die Position von Rußland gegenüber Osten und Westen geht, wenn alle bisherigen Versuche scheiterten, das Schisma von 1054 zu überwinden. Schade, jammerschade, denn den Schaden tragen wir alle noch in uns. Geschichte vergeht eben nicht, sie lebt fort. Im Guten wie im Schlechten.

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Der 750. Todestag von Alexander Jaroslawitsch, 1252 bis 1263 Großfürst von Wladimir, nach seinem Sieg über die Schweden an der Newa mit dem Beinamen Newskij geschmückt, läßt in der Partnerstadt alle Kirchenglocken läuten. Dem von der russisch-orthodoxen Kirche 1547 heiliggesprochenen Herrscher des Mittelalters sind Prozessionen gewidmet, Gottesdienste, Gedenkfeiern, denn Alexander Newskij ist, wie es ein Journalist ausdrückt „alles für die Region Wladimir“. Viele hatten deshalb zu dem besonderen Anlaß für gestern oder heute auch mit dem Besuch von Patriarch Kirill gerechnet. Auf ihn wird man noch warten müssen, die Gläubigen werden auf das nächste Jahr vertröstet, wenn das Erzbistum sein eigenes rundes Jubiläum feiert, das neunhundertjährige.

Alexander-Newskij-Büste vor der Heilige-Dreifaltigkeits-Kirche in Worscha

Alexander-Newskij-Büste vor der Heilige-Dreifaltigkeits-Kirche in Worscha

Trost finden die Rechtgläubigen freilich in Gestalt einer ganz außergewöhnlichen Ikone, die eigens aus dem Kirchdorf Worscha, etwa 30 km in Richtung Moskau gelegen, nach Wladimir gebracht wurde. Die denkwürdige Bewandtnis dieses Kultobjektes, das der Überlieferung nach eine Reliquie von Alexander Newskij in sich trägt, soll uns heute  besonders interessieren. Die geschnitzte Figur, für die orthodoxe Ikonographie gänzlich ungewöhnlich, ist mannshoch und stellt den Großfürsten als Mönch dar, angetan mit einer Schima, also einem Skapulier, das – wenn nicht erst auf dem Sterbebett – nur Ordensleute tragen dürfen, die ein außergewöhnlich gottgefälliges Leben führen. Um diese Devotionalie rankt sich eine Legende, die mit der von Peter I befohlenen Überführung der sterblichen Überreste Alexanders von Wladimir nach Sankt Petersburg in Zusammenhang steht.

Alexander-Newskij-Ikone aus Worscha

Alexander-Newskij-Ikone aus Worscha

Am ersten Tag der Aktion, so heißt es, sei die Prozession anno 1723 von der Mariä-Geburts-Kirche aus, wo Alexander Newskij beigesetzt war, nicht einmal aus Wladimir herausgekommen. Es war, als sollte es nicht sein, als wollte Wladimir die Reliquie nicht herausgeben, als sträube sich der Heilige selbst, den Weg aus seinem Fürstentum in die neue Hauptstadt nehmen zu müssen. So verwundert es nicht, wenn anderntags die Überführung schon wieder ins Stocken geriet: Die Brücke über die Worscha war beim gleichnamigen Kirchdorf eingebrochen, kurz bevor sich ihr die Prozession näherte. Zur Erinnerung an diesen Vorfall wurde die Figur aus Zypressenholz in Auftrag gegeben. Aufgestellt wurde sie dann in der Heiligen-Dreifaltigkeits-Kirche zu Worscha, wo es fortan immer wieder zu Heilungswundern gekommen sein soll. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, als die sogenannten Gottlosen, die ideologischen Bluthunde der Diktatur des Proletariats, noch das Sagen hatten, wurde die Kirche zerstört und geschlossen, doch der Gemeinde gelang es, die Heiligenstatue zu retten und vor den wütenden Bilderstürmern zu verbergen. Einer der Schänder soll aber noch – vergeblich – versucht haben, dem geschnitzten Heiligen einen Arm abzureißen. Für den Frevel, heißt es, habe der aber teuer bezahlt, denn von der Front sei der Ikonoklast mit nur einem Arm zurückgekommen.

Alexander-Newskij-Denkmal bei Pskow

Alexander-Newskij-Denkmal bei Pskow

Aus dem Alexander-Newskij-Kloster in Sankt Petersburg wird es keine Rückkehr mehr nach Wladimir geben, aber eine kleine Reliquie soll ja auch in der Holzfigur aus Worscha enthalten sein. Und immerhin ist die jetzt in die einstige Hauptstadt der Rus gekommen. Ob sie da auch Wunder gewirkt hat, ist nicht überliefert. Aber das ist ohnehin Glaubenssache. Und wer es darauf ankommen lassen will, muß sich eben bequemen, die paar Kilometer bis Worscha zu pilgern.

Mehr zu der gar nicht unumstrittenen Bedeutung von Alexander Newskij hier im Blog unter: http://is.gd/9XzDoc und http://is.gd/TjtK55

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Vor genau 775 Jahren ist Wladimir gefallen. Am 7. Februar 1238 nahm das Heer von Batu dem Prächtigen, einem Enkel des Dschingis Khan, nach nur fünftägiger Belagerung die Hauptstadt der Rus ein. Susdal hatte sich bereits am 5. Februar ohne große Gegenwehr ergeben. Mit Ausnahme von Nowgorod eroberte der Mongolenherrscher alle weiteren Städte der russischen Fürstentümer und drang darauf weit bis Ungarn und Polen vor. Für die nächsten zweieinhalb Jahrhunderte verblieb Rußland unter dem Tatarenjoch, das erst Iwan der Schreckliche endgültig abschüttelte.

Der Mongolensturm.

Der Mongolensturm.

Wladimir verlor seinen Status als Hauptstadt der Rus an das aufstrebende Moskau, büßte seine Rolle als Machtzentrum ein, wenn auch die Moskauer Großfürsten noch bis zum Ende der Rjurikiden-Dynastie zur Krönung an die Kljasma kamen. Die Folgen der Belagerung mit all den Toten und Verwundeten, mit all den Zerstörungen sind heute dank dem Panoramabild im Goldenen Tor gut zu sehen. Eine Chronik berichtet, der Sturm der Eroberer sei von Westen gekommen, und am späten Vormittag des 7. Februar sei die der Einmarsch mit Feuer und Schwert erfolgt. Bischof Mitrofan rief die Bevölkerung in die Muttergottes-Kirche in die Altstadt, während die Fürstenbrüder Wsewolod und Mstislaw Jurjewitsch die Eroberer mit Geschenken gnädig stimmen wollten. Vergebens. Die Kirche wurde in Brand gesteckt – mit den dort Schutz suchenden Russen. Kaum jemand überlebte. Am eindrucksvollsten ersteht diese versunkene Zeit in all ihrer Grausamkeit wieder auf in dem Spielfilm „Andrej Rubljow“, von Andrej Tarkowskij 1969 an Originalschauplätzen gedreht.

Mehr dazu unter: http://is.gd/MFScQk

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Denkmalschützer und Historiker in Wladimir sorgen sich um den Befestigungswall, ein Zeugnis mittelalterlichen Städtebaus, wie es nur noch selten in russischen Städten anzutreffen ist. Wildes Parken am Fuß des Erdwalls, das Fehlen einer Drainage, vor allem aber das unerlaubte Befahren mit Geländewagen und dem daraus folgenden Verlust der schützenden Grasnarbe setzen dem Baudenkmal derart zu, daß es vom Regen ausgewaschen zu werden und ins Rutschen zu geraten droht. In jedem Fall, so Museumsdirektorin Swetlana Melnikowa in einem TV-Interview, entspreche die Bedeutung dieser aufgeschütteten „Stadtmauer“ keinesfalls den fehlenden Bemühungen um ihren Erhalt.

Befestigungswall Wladimir mit Goldenem Tor

Erbaut im 12. Jahrhundert unter Andrej Bogoljubskij als Bollwerk gegen die verfeindeten Fürstentümer der Rus mit einem Umfang von fast sieben Kilometern, hielt der Wall 1238 die Mongolen immerhin neun Tage lang vom Sturm der Stadt ab, bis sie am zehnten Tag dann doch unter der Übermacht der Angreifer fiel und in der Folge ihre Bedeutung als Hauptstadt an Moskau verlor. Von den einst fünf Wach- und Durchfahrtstoren ist nur noch das Goldene Tor erhalten, an dessen östlicher Seite sich heute der letzte Rest des Walls hinzieht bis zum Museum „Altes Wladimir“.

Befestigungswall Wladimir

Schon einmal übrigens drohte Wladimirs Befestigung der endgültige Verfall. Im 19. Jahrhundert nämlich nutzte man die Hänge als Schutt- und Müllkippe. Einem heute weitgehend vergessenen Kaufmann und Mäzen namens Nikolaj Borowezkij, der offenbar viel Zeit und Geld dafür aufwenden mußte, ist es zu verdanken, wenn heute zumindest noch Reste des Walls erhalten sind. Im Juni 1941 gab es dann noch einen Anlauf des Stadtsowjets, die Anlage in ihrem Bestand zu sichern, doch zwei Tage nach der Initiative überfielen die Hitler-Truppen die UdSSR. Lange darf man nach Ansicht der Fachleute jetzt aber nicht mehr  mit den Instandhaltungsmaßnahmen warten – beginnend mit einer Absperrung und der Wiederbegrünung -, wenn man nicht endgültig verlieren will, was noch erhalten ist von dem einst mächtigsten Befestigungswall der Alten Rus.

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Heuer begeht Rußland ein besonderes Jubiläum: die Eintausendeinhundertfünfzigjahrfeier der Staatsgründung mit einer Vielzahl von Festakten, Ausstellungen, Diskussionen, Symposien. Am Ende des Gedenkjahres wird ganz sicher die Frage nach dem Status quo und dem Quo vadis stehen, denn auch zwei Dekaden nach dem Zerfall der UdSSR hat die Russische Föderation noch keine neue Staatsdoktrin entwickelt, kein Band gefunden, von dem das größte Land der Erde im innersten zusammengehalten wird.

Der Blick zurück in die Geschichte kann da manche Ansicht zurechtrücken, und da just Wladimir als Hauptstadt der Rus nach dem Fall Kiews und vor der eigenen Einnahme durch die Mongolen – also zwischen 1243 und 1389 – eine zentrale Rolle bei der Geburt des russischen Staatswesens spielte wird es auch die Partnerstadt Erlangens ein, wo in den nächsten Monaten so manches Großereignis mit historischem Bezug stattfinden wird.

Altarkreuz Wladimir

Den Anfang macht die Übergabe eines Altarkreuzes aus dem 12. Jahrhundert, das auf dem Erlöser-Hügel gefunden und nun, nach der Restauration, dem Wladimirer Landesmuseum übergeben wurde. Die Form des Kultgegenstandes weist zurück nach Byzanz. Der Querbalken trägt die Inschrift „Jesus Christus König der Juden“ und zeigt zwei Engel. Derartige Kreuze kennt man bisher auf altrussischer Erde nur aus Kiew und Chersones in der Ukraine. In Wladimir ist es aber schon der zweite Fund dieser Art, ein weiterer Hinweis auf die Bedeutung der Stadt, bevor Moskau das Zepter übernahm. Allerdings fanden die Archäologen beim ersten Mal nur noch Fragmente. Doch nun das gesamte Kreuz, das Forscher in Verbindung bringen mit byzantinischen Vorbildern aus dem 11. Jahrhundert. Im Katharinenkloster auf dem Sinai hängt darüber hinaus eine byzantinische Ikone, eine Auftragsarbeit von Kreuzfahrern, deren Sujet exakt die gleiche Szene darstellt wie auf dem Wladimirer Kreuz.  Zusammen mit 65 weiteren Objekten wird dieses frühe Zeugnis der Ostkirche bald in einer großen Gesamtschau der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die wird unterdessen weiter fragen nach der eigenen Identität und wohl da beginnen müssen, wo Wladimir Putin vor zehn Jahren schon die Staatsideologie vermutete, nämlich „wahrscheinlich in der Orthodoxie“.

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Andrej Bogoljubskij

Gestern zeigte das 1. Programm des Russischen Fernsehens eine Rückschau auf die Feiern zum 900. Geburtsjahr von Fürst Andrej Bogoljubskij. Doch damit nicht genug: Auch ein Wladimirer Blogger, der sich ein Pseudonym gegeben hat, das man in etwa mit „Europa-Sandler“ übersetzen könnte, nimmt sich des Themas an – und zwar auf Deutsch. Bebildert mit Photos, die wladimirpeter nicht zur Verfügung standen, ist der Beitrag in jedem Fall eine gute Ergänzung zu dem bereits hier erschienenen Berichten. Deshalb ohne viele Umstände gleich der Link zu dem Blog und Artikel „Zwei Seiten von Barbarossa“ des Historikers und Politikwissenschaftlers, von dem wir sicher noch mehr zu lesen bekommen: http://evrobomz.wordpress.com/2011/07/06/zwei-s/. Und für alle, die noch mehr erfahren wollen, die weiterführenden Verweise unter: https://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/07/06/statt-zweien-nur-eine/ und https://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/07/03/wladimir-feiert-den-geburstag-von-andrej-bogoljubskij/

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