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Posts Tagged ‘Russische Butterwoche’


Der Samstagvormittag gehört im Erlangen-Haus den Kindern. Ebenso erstaunlich wie erfreulich die Weiterentwicklung des pädagogischen Programms. Im August 2017 hatte Anna Lesnjak eine Fortbildung am Goethe-Institut in Moskau gemacht, und schon wenige Wochen später startete sie mit der Zwerglgruppe.

Man merkt es dem Großen Saal im Erlangen-Haus an: Das Unterrichtsmaterial zeigt spielerische Elemente, und die Lehrerin geht denn auch mit spielerischem Ernst ans Werk.

Man merkt es den Kindern an: kein Zwang, keine Unlust. Sie freuen sich auf den Unterricht und sind mit Eifer bei der Sache.

Wer erinnert sich noch, wie diese beiden Maskottchen heißen?

Mit einem Ball bringt Jekaterina Ussojewa alle ins Spiel. Wer ihn zugeworfen bekommt, stellt sich vor und wirft ihn dann weiter. Das ging gestern schwuppdiwupp, denn es waren nur fünf gekommen. Wo denn die andere Hälfte abgeblieben sei, fragt der Gast. „Die feiern noch den 8. Mai und die Butterwoche“, kommt prompt zur Antwort. Auch recht, wenn Festtage als Entschuldigungsgrund genügen.

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Jekaterina Ussojewa

Nachhilfe brauchen die Kleinen aber noch in Sachen Erlangen. Was das für eine Stadt ist, wo sie liegt, was sie mit Wladimir zu schaffen hat, wissen noch nicht alle. Aber, wer weiß, in fünf oder sechs Jahren kommt ja vielleicht schon die eine oder der andere per Schüleraustausch in die deutsche Partnerstadt und erinnert sich dann an diese kleine Einführung.

Peter Steger und die Zwerglgruppe

Während sich dann der Unterricht wieder dem eigentlichen Stoff – den Jahreszeiten und der Rechtschreibung – zuwendet, wartet draußen der tauende Rest des Winters.

Und wo könnte man den schöner erleben als in Susdal, wohin man für gerade einmal 100 Rubel in knapp einer Stunde mit dem Linienbus fahren kann – mit Stehplatz. Eng an eng, denn in Rothenburgs Partnerstadt gibt es etwas zu erleben: das Winteraustreiben, die Butterwoche, die Masleniza, den Höhepunkt des russischen Karnevals.

Von dem bunten Spektakel gibt es hier http://www.facebook.com/peter.steger.5492 mehr zu sehen.

Peter Steger und Sergej Skuratow

Besonders schön aber am Rand des Volksfestes: Freunde wiedersehen, wie den Bildreporter Sergej Skuratow, der die Partnerschaft seit Anfang der 90er Jahre mit seiner Kamera begleitet.

Sergej Sacharow und Peter Steger

Und natürlich Sergej Sacharow, Stadtdirektor von Susdal und bis vor dreieinhalb Jahren Oberbürgermeister von Wladimir, der sich den ganzen Nachmittag Zeit nimmt, um seine Wintermärchenstadt zu zeigen. Aber auch, was ihm besonders am Herzen liegt: das Wohl von behinderten Kindern, deren Zentrum die Stadtverwaltung nach Kräften unterstützt, etwa durch die teilweise Übernahme der Kosten für die Heizung oder des pädagogischen Personals. Ansonsten aber funktioniert die Einrichtung ganz ähnlich wie in Deutschland die Lebenshilfe.

Und dann der Höhepunkt: die Wohnung zum Lebenlernen. Eben erst eröffnet. Heute ziehen die ersten fünf behinderten Jugendlichen für zwei Wochen ein, um hier einzuüben, wie sie für sich selbst sorgen, ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Möglich wurde dies dank dem Engagement der Selbsthilfegruppe Swet, die ja seit ihrer Gründung vor einem Vierteljahrhundert eng mit Erlangen zusammenarbeitet und in Wladimir bereits Wohnungen dieser Art einrichten konnte – mit Unterstützung der fränkischen Freunde. So auch hier: Die Finanzierung des Projekts wurde möglich dank dem Verkauf eines Grundstücks – zwischen Wladimir und Susdal gelegen -, das aus Mitteln des Erzbistums Bamberg angekauft worden war, um dort eine erlebnispädagogische Einrichtung für behinderte Kinder zu schaffen. Dieses Vorhaben wurde dann in Penkino unter dem Namen „Blauer Himmel“ verwirklicht, das Bauland blieb eine Brache und ging an die Organisation Swet, die ihrerseits dort ein kleines Kinderdorf errichten wollte. Als sich auch diese Pläne zerschlugen, fiel die Entscheidung für den Verkauf, und aus dem Erlös konnte nun in Susdal – mitten im Zentrum der Stadt, gegenüber dem Marktplatz, in bester Lage – ein ganzes Haus saniert und behindertengerecht eingerichtet werden.

Guten Morgen

Viele Umwege waren nötig, um an dieses Ziel zu kommen. Aber es hat sich gelohnt, nicht aufzugeben. Jeder Morgen wird daran erinnern. Möge jeder Morgen ein guter Morgen für die jungen Gäste des Hauses werden!

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„Wie man nur auffährt in russischen Restaurants!“ dachte der Franzose, als er sah, wie der Gast am Nachbartisch seine Bliny mit heißer Butter übergoß. „Fünf Bliny! Wie kann ein einzelner Mensch nur derart viel Teig essen?“ Unterdessen hatte der Nachbar seine Bliny mit Kaviar bestrichen, sie alle in der Hälfte durchgeschnitten und verschlang sie in weniger als fünf Minuten… „Sie da!“ wandte er sich dem Ober zu. „Noch eine Portion! Was habt ihr überhaupt für Portionen hier? Bring doch gleich so zehn oder fünfzehn Stück! Und geräucherten Fisch, am besten Lachs!“

„Ein dummer Franzose“, Anton Tschechow

Rezept entnommen dem „Triumpf der Piroggen“ von Jelena Manjenan

Ja, die russischen Pfannkuchen haben auch zu literarischen Ehren gebracht, gehören sie doch in ihrer ostslawischen Variante zum leckersten Bestandteil der kulinarischen Welt. Es sind nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen zu Crêpes, Pannekoeken, Pancakes und den vielen anderen Verwandten, aber es kommt ja immer und überall auf die feinen Andersartigkeiten an.

Am heutigen Rüsttag, dem Beginn der Butterwoche, deshalb ein Rezept zu dieser Köstlichkeit, zu der wir einen halben Liter Milch benötigen sowie 100 g Kefir, zwei Teelöffel Pflanzenöl, zwei Eier, 180 g Mehl, einen halben Teelöffel Salz, einen Teelöffel Zucker, eine Messerspitze Backpulver und einen halben Teelöffel Zitronensaft.

Die Milch wird mit dem Kefir auf 40 bis 50 Grad erhitzt, und man trennt die Dotter vom Eiweiß. In das Milch-Kefir-Gemisch gibt man dann die Dotter, das Salz, den Zucker, den im Zitronensaft aufgelösten Backpulver sowie das Pflanzenöl.

Nun kommt das Mehl unter ständigem Rühren hinzu, bis wir eine klumpenfreie Teigmasse haben. Das Eiweiß mit Salz zu einem festen Schaum schlagen und gut unter den Teig heben, was den Bliny beim Backen die besondere Farbe und noch viel mehr verleiht. Sie werden sehen!

Jetzt braucht man nur noch den Teig in kleinen Portionen in die mit Pflanzenöl erhitzten Pfannen (zwei sollten es schon sein, damit immer frischer Nachschub auf den Tisch komme) geben und drauflosbacken. Womit man die hauchdünnen Bliny dann serviert, süß oder deftig, bleibt dem jeweiligen Geschmack überlassen. Es müssen ja nicht immer geräucherter Lachs und Kaviar sein… Smetana, Marmelade, Honig und vieles mehr eignen sich ebenfalls bestens.

Und wer nachlesen möchte, was es mit der Butterwoche, der Masleniza, auf sich hat, lese hier nach: https://is.gd/u4pJau

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Der Aschermittwoch liegt schon drei Wochen zurück, und die romtreue Christenheit begeht die Fastenzeit. In Rußland hingegen steht die Butterwoche mit ihren ausgelassenen Tagen erst nach dem kommenden Wochenende bevor.

Tatjana Kirssanowa und ihr närrischer Kurs.

Tatjana Kirssanowa und ihr närrischer Kurs.

In dieser Zwischenzeit vor dem großen Fasten verwandelt sich so mancher ansonsten gar ernstzunehmende Deutschkurs in einen Reigen der Narren, das Erlangen-Haus in eine Tollhaus.

Das Wladimirer Hexeneinmaleins.

Das Wladimirer Hexeneinmaleins.

Wir wissen nicht, ob es Büttenreden gab, ob man sich mit „Helau!“ oder „Wladimir alaaf“ begrüßte, aber die hauseigenen Tollitäten haben ganz offensichtlich für Stimmung und Gaudi gesorgt.   

Schausitzen der Kostüme.

Schausitzen der Kostüme.

Unterdessen steht nicht nur der Termin für die diesjährige Sprachreise des Erlangen-Hauses fest, klar ist nun auch, wie groß die Gruppe ist, die im Sommer nach Erlangen kommt.

Höllenritt im Erlangen-Haus.

Höllenritt im Erlangen-Haus mit Oga Andrijenko und Marina Goljakowa aus dem Blauen Himmel.

Ein neuer Rekord ist da zu vermelden: 20 Teilnehmer der Kurse für Fortgeschrittene erwarten wir vom 14. bis 27. Juli an der Volkshochschule Erlangen.

Kostümiert und doch gleich wiedererkannt.

Kostümiert und doch gleich wiedererkannt.

Mit dabei Wiederholungstäter und alte Bekannte: Konstantin Astachow, der schon zum vierten Mal teilnimmt und sich den Veteranenstatus verdient hat; mit von der Partie aber auch – zum dritten Mal – Familie Nikolajew mit Kind und Kegel sowie Nadeschda Oblowazkaja, ebenfalls ein bekanntes Gesicht, die heuer ihre Tochter mitbringt. So kann es gern weitergehen, gleich ob Fasching, Fastenzeit oder Butterwoche. Das ganze Jahr!

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Susdal, Museumsdorf.

Am Montag ist Wolfram Howein von einer einwöchigen Reise nach Wladimir zurückgekommen, wieder voller Begegnungen im Erlangen-Haus, im Blauen Himmel, in der Rosenkranzgemeinde oder im Rathaus, um nur einige Stationen zu nennen. Überall gern gesehen als Berater und Freund, mitunter auch als Mäzen, wie bei der Einweihung des Zentrums für schwerbehinderte Kinder der Selbsthilfeorganisation Swet. Sein Besuch fiel in die Masleniza, den russischen Karneval, und wohl als erster Erlanger besuchte er die Gänseschlacht in Susdal, der sein Bericht gewidmet ist. Also auf sie mit Gebrüll oder besser Geschnatter:

Winterpuppe in Susdal

Die Butterwoche in Russland verläuft etwa zeitgleich mit der Faschingswoche bei uns und endet mit dem Sonntag der Vergebung, dieses Jahr am 26.2., an dessen Nachmittag dann eine große Puppe als Symbol des Winters verbrannt wird. In Susdal findet am Tag davor die Gänseschlacht statt, ein Fest das auch heuer wieder Tausende von Zuschauern aus allen benachbarten Städten und Regionen anlockte.

Familie Nikolajew

Ich wurde am Freitagmorgen um 10 Uhr von der Arztfamilie Nikolajew aus Gus Chrustalnyj abgeholt. Der Verkehr nach Susdal hatte schon Ausmaße angenommen, teilweise ging es nur mit Stop and Go voran. Über Schleichwege erwischten wir noch einen akzeptablen Parkplatz und machten uns bei leichtem Schneetreiben auf den Weg durch die tief verschneite Stadt.

Kunsthandwerk in Susdal

Der Platz vor den Handelsreihen war mit touristischen Verkaufsständen zugestellt, auf dem Weg zur Kathedrale kam das Angebot von Fahrten mit Pferdeschlitten dazu. Nach dem Überqueren der zugefrorenen Kamenka folgten dann die Stände mit Produkten für das leibliche Wohl, Bliny, Schaschlik, Tee und Honigwein wechselten sich ab. Ort des Geschehens war das Freiluftmuseum, vor dessen Tür eine ca. 6 m hohe Puppe die Fotografen anlockte und auf ihre Verbrennung am Sonntag wartete.

Pfahlklettern in Susdal

Im Museum war dann bereits alles im Fluss. Stände mit Handwerkskunst wechselten sich ab mit Aktionsflächen. Für Kinder und mit ihnen wurden russische Märchen gespielt. Russische Burschen zeigten ihre Muskeln in Kampf- und Geschicklichkeitsspielen. In einer mit Schnee aufgehäuften zentralen Arena wurde schließlich mit Musik und anderen Darbietungen auf die halbstündlich stattfindende Gänseschlacht aufmerksam gemacht. Als wir ankamen kletterte gerade ein junger Mann mit nackter Brust und bloßen Füßen einen hohen, mit Seife beschmierten Pfahl hinauf. Unter starkem Applaus kam er oben an und erhielt nach dem Abstieg einen Preis.

Gänseschlacht in Susdal

Danach kamen die Gänse. Jeweils 6 bis 8 Tiere von unterschiedlichen Züchtern wurden in die Arena gesetzt und herumgetrieben. Schon nach kurzer Zeit gingen die Leittiere aufeinander los, wohl um das Revier für die Familie zu sichern. Begleitet wurde das Getümmel von Geschnatter und Flügelschlagen der anderen Gänse, unterstützt durch die Zurufe des Publikums. Nach maximal 10 Minuten wurden die Tiere wieder eingesammelt. In den Armen ihrer Züchter waren sie schon bald wieder friedlich.

Pferdeschlitten in Susdal

Zweimal schauten wir dem Spektakel zu, dann ging es nach kleinem Imbiss zurück nach Wladimir, wo schon der B2-Deutschkurs auf die Teilnehmer aus der Familie Nikolajew wartete. Der Kurs bestand an diesem Tag darin, diese Eindrücke und andere Faschings- und Fastenbräuche in Russland und Deutschland bei Tee und Bliny auszutauschen. Die Kursteilnehmer freuten sich, mit mir als echtem Deutschen zu diskutieren, und als geborener Westfale konnte ich zu ihrem aktuellen Kursthema „Ruhrgebiet“ einige mundartliche und folkloristische Eigenarten dieser Region beitragen.

Wolfram Howein, Text und Photos

Susdal - Schaschlik und mehr

P.S.: Die Gänseschlacht wird zwar erst seit 2004 in Susdal ausgetragen, geht aber in ihrer Tradition weit zurück in die russische Geschichte. So wird überliefert, bereits Peter der Große habe das Schauspiel mit viel Leidenschaft verfolgt. Die Kämpfe locken neben Touristen auch Fachleute an, gilt doch Susdal als das Zentrum der Gänsezucht, das sich – noch – ein eigenes Institut für das liebe Federvieh und den Erhalt seltener Rassen leistet. Darunter die in Deutschland „Russische Gans“ genannte Züchtung für Schaukämpfe.
 

Susdal - Gänseschlacht

Die Kämpfe, das sei zur Beruhigung sensibler Tierfreunde gesagt, verlaufen unblutig. Die Ganter, die übrigens nur in Begleitung ihrer Hofdamen in Rauflaune geraten, zwicken und zwacken einander zwar nach Kräften, aber der Unterlegene muß schlimmstenfalls ein paar Federn lassen. Viel gefährlicher werden den Vegetariern, die sich ansonsten an Grünfutter und Schrot halten, bekanntermaßen der Fuchs und sein ärgster Nahrungskonkurrent, der Mensch.
 
Mehr zu den Gänsen von Susdal unter: http://www.youtube.com/watch?v=03PNt2wGzow und http://is.gd/mJs00d
 

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Gestern hat die russische Butterwoche begonnen. Die Masleniza entspricht in etwa unserem Karneval und folgt einem festen Ablauf. Den wollen wir heute ein wenig närrisch unterbrechen und den russischen Volksmund zu Wort kommen lassen, wie er sich in Aphorismen per Twitter Ausdruck verschafft. Dazu passend ein Ortsschild aus Montenegro, unweit der Grenze zu Albanien, entdeckt von dem Erlanger Weltumradler, Peter Smolka:

Immer wenn ich mich daran erinnere, daß der Herr gerecht sei, zittere ich um mein Volk.

Was man bei uns nicht alles haben kann! Man kann sogar gar nichts haben. Vor allem kann sehr gut sein, daß nicht zu haben ist, was du haben möchtest.

Manchmal denke ich, man hält uns so als Exempel. Die ganze Welt beobachtet uns und zeigt mit dem Finger: Schaut, Kinder, so sollte man nicht leben.

Rußland ist das Land der Talente. Es gibt massenhaft Talente. Nur niemanden, um zu arbeiten.

Wenn du alles willst und das dann auch noch gleich, bekommst du gar nichts – und das für immer.

Ein Gedanke ist erst ein Gedanke, wenn er von einem Kopf erdacht ist.

Es gibt viele gute Menschen im Diesseits, noch viel mehr freilich im Jenseits.

Das Alter ist wie eine S-Bahn. Eben war man noch hier, und schon ist man dort. Wenn nicht gestreikt wird, was die Fahrt verkürzen kann. Sehr weit kommt man eh nicht.

Entschuldigen Sie, wenn ich weiterspreche, während Sie mich unterbrechen.

Übertreibe nie die Dummheit deiner Feinde oder die Treue deiner Freunde.

Das Leben ist wie ein Flügel. Es gibt weiße Tasten, es gibt schwarze Tasten. Am Ende kommt immer der Deckel drauf.

Alles geht gut – nur eben auch vorüber.

Besser schweigen und den Deppen geben als sprechen und keinen Zweifel mehr daran lassen.

Freunde erkennt man in der Not, freilich nur dann, wenn sie noch da sind.

Die Weisheit kommt nicht immer mit dem Alter. Manchmal kommt das Alter auch alleine.

Wie schade, daß Sie endlich gehen.

Einen anständigen Menschen erkennt man daran, wie ungeschickt er sich bei einer Gemeinheit anstellt.

Wenn man eine dunkle Vergangenheit mit einer lichten Zukunft kreuzt, ergibt sich eine graue Gegenwart.

In jedem von uns schläft ein Genie. Von Tag zu Tag fester.

Wenn du dich mit einem Idioten streitest, tut der wahrscheinlich nichts anderes.

Ein echter Musikfreund ist, wer eine Frau im Badezimmer singen hört und das Ohr ans Schlüsselloch legt.

Gar nicht so leicht, das letzte Schwein zu sein. Ständig stellt sich hinten noch jemand an.

Wissenschaftler in Harvard haben nachgewiesen, daß sich weiße Mäuse viel schneller fortpflanzen, wenn sie von Wissenschaftlern nicht gestört werden.

Gleichviel was du dem Staat auch wieder abjagen magst, du bekommst doch nie mehr zurück, was dir gehört.

Wer eine junge Frau heiratet, hat es doppelt gut: Sie muß ihn nie jung sehen, und er wird sie nie alt sehen.

Denken ist so schwierig, daß die meisten Leute nur urteilen.

Rezept: Er gab noch Kartoffeln und ein Prise Salz dazu, schmeckte es mit Petersilie ab und stelle das Aquarium auf die Herdplatte.

Wenn einer kommt, der Berge versetzt, wird er bestimmt selbst bald versetzt.

Was will man, wenn man oben angekommen ist? Hinunterspucken!

Jedes Auto hält bis an dein Lebensende. Wenn du nur riskant genug fährst.

Ein Wladimirer auf die Bitte, seine Ehe zu beschreiben: Traditionelles Rollenverhältnis mit Elementen der Gleichberechtigung.

Ganz im Ernst und ohne Jux nun aber für die nicht immer bierernsten Brauchtumsforscher, die wissen wollen, was es mit der Maslenzia auf sich hat, hier der Link: http://is.gd/YrMUn0

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Nadja Steger im OP von Veitshöchheim

Der Fränkische Fasching erlebte am Freitag mit der Prunksitzung in Veitshöchheim seinen närrischen Höhepunkt. Und morgen, sieben Wochen vor Ostern, beginnt in Rußland die Butterwoche, ein buntes, ausgelassenes Treiben mit Volksfestcharakter, das dem Großen Fasten vorausgeht. Der Brauch wurde bereits vor zwei Jahren hier im Blog dargestellt, deshalb könnte man das Thema mit dem Link: http://is.gd/3Ci1ga abtun. Wenn es da nicht bei der Fastnacht in Franken, der quotenstärksten Sendung des Bayerischen Rundfunks, drei personelle Premieren gegeben hätte, arrangiert von Thomas Rex, bekannt nicht nur als das sympathische Gesicht der Frankenschau, sondern auch gern gesehen in der Rolle des Gute-Laune-Conferenciers dieser Kür des Karnevals.

Nadja Steger, Ulrich Wilhelm, Beatrix Rex, Thomas Rex

Zum ersten Mal beim Faschingsball der Franken waren nämlich dabei Beatrix Rex, Ulrich Wilhelm, erst seit dem 1. Februar Intendant des BR, und Nadja Steger als bisher einziger Gast aus Wladimir und damit recht faschingsfern sozialisiert. Und auch ohne eine Marie hat es gleich gefunkt. Es gibt ja diese stimmungsvollen, von großer Einfühlsamkeit getragenen Reportagen von Thomas Rex über die Partnerschaft mit Wladimir, thematisch breit gefächert von den Kriegsveteranen über die Wirtschaftskontakte bis hin zu den großen Sozialprojekten Blauer Himmel und Rotes Kreuz. Was noch fehlt in dieser Reihe ist ein Beitrag zu Sitten und Bräuchen in der Partnerstadt. Und was böte sich da mehr an als die russische Butterwoche, wo es jeden Tag andere Szenen zu sehen gibt, eine farbenprächtiger und lebenspraller als die andere.

BR – Troika

Man stelle sich vor: das dritte Programm mit der Troika in der ersten Reihe. Da mögen andere mit dem zweiten besser sehen, doch über das dritte Auge geht halt nichts. Und so lassen wir einmal nicht Horst Seehofer träumen, sondern den Blogger, der schon im nächsten Winter ein Team des BR in Wladimir und Susdal durch den tiefen Schnee stapfen sieht, in der Nase den Duft frischer Bliny und im Ohr die vielstimmigen Gesänge, um den daheimgebliebenen Zuschauern einmal zu zeigen, wie fröhlich man in Rußland den Winter austreibt. Und daraus könnte ja eines schönen Faschingstages die tolle Idee zur Reife gären, das Karnevalsgebaren auch anderer Partnerstädte der Metropolregion Nürnberg auf den bayerischen Bildschirm zu bringen. Zwickt’s mi, i moan i traum!

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