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Posts Tagged ‘Rosenkranzgemeinde Wladimir’


Nach dem persönlichen Dank https://is.gd/UBkVKg kam gestern bei der offiziellen Verabschiedung von Josef Dobeneck aus dem Amt des Dekans, das er 25 Jahre bekleidete, das Vergelt’s Gott aus Moskau und Wladimir für all das Gute, das der Geistliche für die Städtepartnerschaft wirkte:

Lieber Pfarrer Dobeneck,
von Pfarrer Sergej Sujew über Ihr Ausscheiden aus dem langjährigen Amt des Dekans unterrichtet, nutze ich die Gelegenheit, Ihnen meine Dankbarkeit für all das zum Ausdruck zu bringen, was Sie für die Unterstützung der katholischen Gemeinde in Wladimir geleistet haben. In vielerlei Hinsicht ist die Stabilität dieser Gemeinde ein Verdienst Ihrer Amtszeit als Dekan von Erlangen, der Partnerstadt von Wladimir. Mich freut besonders, die Freundschaft zwischen der Jugend der Wladimirer Pfarrgemeinde und der Jugend aus Erlangen zu sehen. Besonders danken möchte ich Ihnen und all den anderen, die einen nicht unerheblichen Anteil an der Sammlung von Mitteln für den Bau des Pilgerzentrums der Rosenkranzgemeinde haben. Ich hoffe, wir können schon bald das Ergebnis dieser Bemühungen sehen!

Bitte nehmen Sie meine besten Wünsche für Ihre Gesundheit, ein langes Leben und Freude am Dienst für Gott und die Menschen entgegen!

Im Gebet verbunden
Ihr
Erzbischof Paolo Pezzi
Metropolit der Erzdiözese der Gottesmutter in Moskau

Peter Steger und Josef Dobeneck

Hochwürdiger und in Christo geliebter Pfarrer Josef,

gestatten Sie mir, mich in die Vielzahl der Gratulationen oder, genauer gesagt, in die Vielzahl der Danksagungen für Ihren langjährigen seelsorgerischen Dienst für Gott und die Menschen einzureihen!

Wir sind Ihnen unendlich dankbar für diese Jahre, in denen Sie in Ihrem Herzen und Gedanken einen Platz für die katholische Gemeinde in Wladimir fanden! Dank Ihrer Anteilnahme schlossen wir eine echte Freundschaft und gewannen die Unterstützung vieler Menschen in Erlangen und Bamberg! All diese Anteilnahme ermöglichte es unserer Gemeinde, in den Jahren des Werdens und Entstehend auf die Beine zu kommen.

Dank dem Verein „Nadjeschda“ schöpften wir Hoffnung auf Hilfe und Unterstützung. In diesen Jahren ging der Jugendaustausch nun schon in der zweiten Generation weiter. Die von uns begonnene Sache lebt also und entwickelt sich weiter…

Dies alles sind die guten Früchte Ihres Dienstes! Gute und erfreuliche Früchte!

Wir allen hoffen, noch viele solcher Früchte und Ergebnisse Ihrer Anteilnahme zu sehen. So hoffen wir etwa im bald fertiggestellten Pilgerzentrum ein weiteres Beispiel auch und gerade Ihrer Anteilnahme und Sorge erblicken zu können!

Lieber Pfarrer Josef, wir beten zu unserem Herrn um Gesundheit für Sie, um die Fülle des Segens, der auf all Ihren guten Werken ruhen möge, um Frieden und Freude für Ihr Herz! Unser FREUND lebe hoch!

Im Namen der katholischen Gemeinde Wladimir

Ihr dankbarer Freund, Sergej Sujew, Gemeindepfarrer

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In der Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir hängen die Gesetze der Physik nicht von der Zeit ab. Die einmal aufgebrachte Energie wird nicht aufgebraucht, sie bleibt vielmehr erhalten, kehrt in dieser oder jener Form wieder. Eine Formel, die immer wieder empirisch erlebbar ist. So auch gestern abend, als ein Geschenk der Wladimirer Künstlerin, Irina Arschanych, nach mehr als zehn Jahren endlich seine Bestimmung fand. Eine Kreuzigungsgruppe mit Regenbogen aus der Nähe von Gremsdorf, wo die junge Frau seinerzeit ein Praktikum bei den Barmherzigen Brüdern machte. Das Bild der russischen Photographin war damals, im Sommer 2009, im Rahmen einer Ausstellung in den Räumen des Bayerischen Roten Kreuzes, Henri-Dunant-Straße, zu sehen. Nun soll die Arbeit das Pfarrhaus von Josef Dobeneck schmücken, dessen Amtszeit als Dekan nach 25 Jahren und fünf Wahlperioden an Neujahr endete.

Josef Dobeneck und Peter Steger

Das Geschenk vereint den Karpfengrund, die Heimat des Geistlichen, der sich im August auch von seiner Gemeinde St. Kunigunde in Uttenreuth verabschieden wird, mit der Städtepartnerschaft, die Josef Dobeneck über ein Vierteljahrhundert aktiv begleitete, immer an der Seite der Rosenkranzgemeinde in Wladimir und des Jugendaustausches mit Wladimir sowie seit 2017 sogar als Vorsitzender des Fördervereins Nadjeschda. Und wenn wir schon beim Dank sind: Der Kirchenmann erfüllte darüber hinaus die Verbindungen zu Jena und Bozen mit spirituellem Leben, immer auf der Suche nach der Städtepartnerschaft Bestes…  Möge auch diese Kraft erhalten bleiben!

Und von hier stammt das Geschenk: https://is.gd/ud6bkD

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Dieser erst Besuch eines Erzbischofs von Wladimir und Susdal in Erlangen vom Donnerstag bis heute gestaltete sich als ein Fest der Freude für die hiesige russisch-orthodoxe Gemeinde. Auch weil zu seiner Delegation Mitglieder der Erzdiözese gehörten, die in der Partnerstadt die Ikonenmalerei, das Glockenspiel und die Textilkunst pflegen und hier für die Gläubigen Meisterkurse veranstalteten.

Erzbischof Tichon und Gemeindepriester Anatolij im Dom zu Bamberg mit Domkapitular Norbert Jung

Wie für so gut wie alle Gäste aus Wladimir gehörte ein Besuch in Bamberg auch zum Besuchsprogramm des Geistlichen, auch wenn sein Amtsbruder Ludwig leider dienstlich verreist war. Aber Domkapitular Norbert Jung und Michael Kleiner, Leiter des Referats Eine Welt und Koordinator des Projekts Pilgerzentrum der Rosenkranzgemeinde in Wladimir, füllten würdig die Lücke.

Gemeindepfarrer Anatolij und Erzbischof Tichon mit Michael Kleiner, Leiter des Referats Eine Welt, dazwischen

Spürbar bei allen Begegnungen: das aufrechte Bemühen des hohen Gastes um den Dialog im Geiste der Ökumene. Etwas, das auch die Katholiken in Wladimir immer wieder dankbar erleben.

Aber der Höhepunkt fand sicher gestern vormittag beim Festgottesdienst in der kleinen Dreifaltigkeitskirche, Stintzingstr. 20, statt, als Erzbischof Tichon mit nicht minder als 50 Gemeindemitgliedern die heilige Messe feierte. Mit etwa ebensovielen wird übrigens auch die Zahl der russisch-orthodoxen Seelen in Erlangen angegeben, die regelmäßig zum Gotteshaus kommen.

Übrigens gab es bereits 1945 eine „tragbare Hauskirche“ für russisch-orthodoxe Gläubige in der Danziger Straße 8. Etwa 200 Mitglieder aus ganz Osteuropa soll sie laut einem Schreiben vom November jenes Jahres gezählt haben, die sich um den polyglotten Erzpriester Wassilij aus Polen scharten und sich bereits im Dezember jenes Jahres der Jurisdiktion von Metropolit Serafim in München unterstellten.

Übrigens ist auch schon der Gegenbesuch aus Erlangen geplant. Vom 11. bis 16. Mai nächsten Jahres die Agentur Jakobsweg in Nürnberg eine Pilgerreise nach Wladimir, Bogoljubowo, Susdal, Sergijew Possad und Moskau für € 549. Näheres hierzu demnächst in Ihrem Blog.

Erzbischof Tichon in der Dreifaltigkeitskirche

Wenn also bisher nur einige Gemeindemitglieder an der Städtepartnerschaft teilhatten, darf man seit dem Besuch von Erzbischof Tichon die Dreifaltigkeitskirche als den spirituellen Außenposten Wladimirs verstehen.

Tichon 1

Erzbischof Mark von Berlin und Deutschland

Im folgenden noch eine Bildstrecke von Othmar Wiesenegger, dem dafür herzlich Dank gesagt sei.

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Seit der Katholische Kaufmännische Verein in St. Sebald Gastrecht genießt, also seit 1989, trifft sie sich Mitte August Jahr für Jahr zu einem Grillabend im Pfarrgarten. Gestern genossen die KKV-Mitglieder und die Pfarrangehörigen nicht nur einen gemütlichen und unterhaltsamen Abend bei angenehmen Wetterbedingungen, sondern sie konnten sich auch über zwei besondere Gäste freuen, die der KKV-Vorsitzende, Kurt Reiter, eingeladen hatte: Sergej Sujew, Pfarrer der katholischen Rosenkranzgemeinde, und seinen orthodoxen Amtsbruder, P. Warfolomej, aus Wladimir.

Georg Kaczmarek, P. Warfolomej, Kurt Reiter und Sergej Sujew

Seit Pfarrer Ferdinand Böhmers und Rolf Bernards Zeiten pflegt St. Sebald eine besondere Verbindung zur Rosenkranzgemeinde in der Partnerstadt. Eine riesige Überraschung war die Begegnung mit Mecki Bernard, der Witwe von Rolf Bernard, die eine enge Freundschaft mit Sergej Sujew verbindet.

Georg Kaczmarek, Sergej Sujew, Mecki Bernard, P. Warfolomej und Kurt Reiter

Nach dem gemütlichen Teil wollte der Gast einen elektronisch gespeicherten Film im Klubraum zeigen. Schnittstellenprobleme mit der zur Verfügung stehenden Technik führten zwar anfangs zu einigen Problemen, doch dank der Hilfe von IT-versierten Gemeindemitgliedern funktionierte dann doch am Ende alles.

Ivanna Bartoschek und Sergej Sujew bei der Päsentation des Filmes

Die Reportage zeigt die geschichtliche Entwicklung der Rosenkranzgemeinde und berichtet von der Diasporasituation der Katholiken in der orthodoxen Mehrheitsgesellschaft. Viel Raum nimmt auch der Werdegang von Sergej Sujew ein, vom sechsjährigen Chorknaben über das Musikstudium am Petersburgen Konservatorium bis zum katholischen Priester, der auf die Frage aus dem Publikum nach seinem Motiv Pfarrer zu werden, wortwörtlich antwortete: „Über die Kirchenmusik habe ich zum katholischen Christentum gefunden, obwohl ich aus einem sehr gläubigen orthodoxen Elternhaus stamme“. Breiten Raum nimmt auch die Mission des Geistlichen ein, der sich zum Ziel gesetzt hat, ein Pilger- und Begegnungszentrum einzurichten, für dessen letzten Bauabschnitt er derzeit wieder in Deutschland Mittel einwirbt. Leider gibt es den Film bisher nur mit englischen Untertiteln. Aber, wie Georg Kaczmarek anregt, der die Reportage hier https://is.gd/gEoKpw bereits auf youtube eingestellt hat, helfen ja die Dozentinnen am Erlangen-Haus dabei, auch eine deutsche Fassung zu machen.

Eine auch dank der Dolmetscherin Ivanna Bartoschek vom Verein „Nadjeschda“ rundum gut gelungene Veranstaltung, die die Verbindung der beiden Gemeinden weiter vertieft hat. Am morgigen Sonntag wird denn auch, wie im Blog bereits berichtet, nach der Messe um 9.30 Uhr eine Türkollekte für die Rosenkranzgemeinde durchgeführt, deren Erlös wir Sergej Sujew vor seiner Abreise Mitte nächster Woche überreichen wollen.

Kurt Reiter und Georg Kaczmarek

P.S.: Hier gibt es noch eine kleine musikalische Einlage am Klavier von Sergej Sujew: https://is.gd/gcHYth

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Dieser Tage besucht Pfarrer Sergej Sujew Erlangen zusammen mit einer Jugendgruppe und in Begleitung seines orthodoxen Amtsbruders, P. Warfolomej. Aus diesem Anlaß veranstaltet St. Sebald am Sonntag, den 18. August auf Anregung von Kurt Reiter, Beauftragter des Pfarrgemeinderates für Internationale Kontakte und Mitglied des Fördervereins Nadjeschda, während des Gottesdienstes um 9.30 Uhr eine Türkollekte für die Rosenkranzgemeinde Wladimir. Der Erlös wird dem Geistlichen aus der russischen Partnerstadt persönlich überreicht und ist für die Aufwendungen der katholischen Gemeinde dort bestimmt.

Sergej Sujew und Kurt Reiter

St. Sebald war maßgeblich an der Wiedergründung der Rosenkranzgemeinde Wladimir Anfang der 90er Jahre beteiligt, führt nicht die erste Türkollekte durch und übernimmt eine Art Patenschaft über die Katholiken der Partnerstadt. Wer mehr darüber erfahren möchte, komme an Mariä Himmelfahrt, am 15. August, ab 18.00 Uhr zum Grillabend in den Garten von St. Sebald, Egerlandstraße 22.

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Nach dem, was gestern nacht in Wladimir passierte – oder, besser gesagt, nicht passierte – könnte man die Kirche zum Heiligen Rosenkranz der Allerheiligsten Jungfrau Maria zusätzlich dem Patronat von Sankt Florian unterstellen. Um 2.07 ging nämlich bei der Feuerwehr der Partnerstadt ein Notruf ein, weil auf dem Nachbargrundstück hinter der katholischen Gemeinde ein Schuppen in Brand geraten war. Wenige Minuten später trafen 23 Einsatzkräfte mit acht Löschfahrzeuen ein, und schon um 2.21 Uhr erging die Meldung „Gefahr gebannt“. Und, besonders wichtig, ein Übergreifen der Flammen auf Wohnhäuser und das Grundstück der Rosenkranzgemeinde bestand zu keinem Zeitpunkt.

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Angesichts der Rauchsäule, die über die Altstadt zog, fühlten sich verständlicherweise viele Kommentatoren in den Sozialen Netzwerken an die Katastrophe von Notre Dame in Paris vom 15. April erinnert. Aber es blieb gottlob beim Schrecken und einer Brandfläche von 60 qm.

Da St. Florian auch als Patron der Bierbrauer verehrt wird, darf man getrost auf den Heiligen anstoßen und sich darüber freuen, daß dieser bittere Kelch an der Gemeinde vorüberging.

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In den Osterferien setzte die Nadjeschda-Jugend ihren Austausch mit Wladimir fort. Hier der Bericht zu den Begegnungen in Wladimir, Nischnij Nowgorod und Moskau:

Erster Treffpunkt war der Nürnberger Bahnhof. Gemeinsam ging es dann mit dem Zug nach Frankfurt und mit dem Flieger nach Moskau. Am Flughafen Domodjedowo angekommen, warteten schon die ersten russischen Teilnehmer und begleiteten uns in einem Bus direkt nach Ladoga. In dem Freizeitcamp nahe Wladimir sollten wir während der nächsten Tage die meiste Zeit miteinander verbringen. Obwohl es schon spät in der Nacht war, als wir ankamen, begrüßten uns viele vertraute und auch ein einige neue Gesichter.

Ladoga – unser Zuhause nahe Wladimir

Ausgeschlafen und gestärkt durchs Frühstück, lernten sich am nächsten Tag alle Teilnehmer bei verschiedenen Spielen auf dem Gelände kennen. Den ersten Abend grillten und kochten wir und ließen ihn zusammen singend ausklingen.

Für den nächsten Tag ließen sich die russischen Gastgeber ein spannendes,  nicht ganz einfaches und Kooperation verlangendes Spiel einfallen, um die Stadt Wladimir kennenzulernen. Am Abend war ein entspannter Filmabend geplant, der sich auf noch einen weiteren Abend ausweiten sollte und eine gute Basis bot, um über Vorurteile und die Wahrnehmung der russischen Gesellschaft zu diskutieren.

Auch die darauffolgenden Tage boten viele Möglichkeiten, sich untereinander auszutauschen und das Leben unserer Freunde kennenzulernen. Auf einem Besuch an der Staatlichen Universität, an der die meisten hier teilnehmenden Russen studieren, folgte eines der Highlights dieses Austausches, der Besuch des Nadjeschda-Fonds in Wladimir.

Dieser staatlich geförderte Verein kümmert sich um Waisenkinder und bietet ihnen einen Ort, an dem sie ein Leben lang willkommen sind. Zusammen mit den anwesenden Jugendlichen lernten wir die traditionellen russischen Pfannkuchen (Bliny) zuzubereiten, mit einer wahrhaften Künstlerin malten wir Ostereier an und übten einen russischen Volkstanz ein. Klar wurden auch zahlreiche Runden Tischfußball gespielt, wenn schon ein Tisch im Raum steht.

Am Abend gingen wir zusammen in eine Bar, wo wir sehr zu unserer Freude Musikinstrumente vorfanden, und so übertrafen sich die musikalischen Talente in unserer Gruppe gegenseitig. Das erste Geburtstagskind im diesjährigen Austausch wurde, wie es sich hier gehört, auf einem Stuhl sitzend hochgehoben und gefeiert.

Jugendgruppe mit Pfarrer Sergej Sujew

Unser Kosake von letztem Jahr (manche Teilnehmer erinnern sich) besuchte uns diesmal direkt in unserem Camp und zeigte uns einige Trainingsspiele, die jedes für sich kräfteraubend war. Zuletzt durfte noch jeder feststellen, wie schwierig es ist, mit einem Pfeil und Bogen eine Zielscheibe zu treffen. Ausgepowert kam uns die Banja an diesem Abend sehr gelegen!

Hand- und Spanndienste auf dem Gelände der Rosenkranzgemeinde

Am nächsten Tag durften wir an einem russischen Sozialprojekt teilhaben. In kleinen Gruppen besuchten wir Senioren und halfen Ihnen in im Haushalt. Aber nicht nur Fensterputzen, Saugen und Wischen gehörte dazu, sondern auch interessante Gespräche mit den älteren Menschen, die uns einiges aus Ihrem Leben erzählten. Die Wiederholungstäter dieses Austausches, die diesen Programmpunkt schon von den letzten Jahren kannten, trugen diesmal dazu bei, das Gelände der katholischen Gemeinde für den Sommer wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Wieder vereint, ging es in die Universität, in der wir uns beim Fußballspielen verausgabten, um uns danach von einem professionellen Karate-Meister Übungen zeigen zu lassen, wie wir uns gewaltlos verteidigen können.

Freunde, Familie und ihr Alltag

Besonders erwartet wurde natürlich der darauffolgende Tag. Rent-a-German stand bevor. Nach einer morgendlichen Freizeit in Wladimir teilten sich die deutschen Teilnehmer auf, um einen typischen Alltag ihrer russischen Freunde kennenzulernen. Ein paar hatten die Chance eines der vielen Studentenwohnheime hier von innen zu sehen und  kamen so mit weiteren Studenten zusammen, mit denen sie gemeinsam Borschtsch kochten. Andere besuchten einen Deutsch-Kurs und staunten nicht schlecht, wie viel die Kursteilnehmer schon verstehen und sprechen konnten. Für manche ging es zu Familien nach Hause, wo sie sich definitiv nicht hungrig verabschiedeten.

 

Nischnij Nowgorod – die Börse des Landes

Um noch etwas mehr vom Land sehen zu können, fuhren wir früh am nächsten Morgen gemeinsam mit dem Zug in das etwa 200 km entfernte Nischnij Nowgorod. Die 1,2 Millionen Einwohner zählende Stadt liegt am Zusammenfluß der Oka und der Wolga und ist von großer Bedeutung für die russische Geschichte.

Abfahrt vom Bahnhof Wladimir

Durch eine spannende Stadtführung erhielten wir einen Einblick in die Drehscheibe des russischen Handels. Ein Besuch im Technikmuseum erlaubte uns, die vielen technischen Meisterleistungen hier zu bewundern, und das Arsenal-Museum gab unter anderem einen Vorgeschmack auf die russische Avantgarde. Zum Besuch dieser Stadt gehörte selbstverständlich auch eine Gondel-Fahrt über die Wolga.

Am Abend wurde gemeinsam gekocht, was die Beteiligung aller erforderte. Wir kombinierten Schnitzel mit Gemüse und Salat aus der russischen Küche. Nachdem alle satt und zufrieden waren, wurde unser zweites Geburtstagskind gefeiert.

Zurück nach Moskau

Mit dem Zug ging es wieder nach Moskau. Dort wartete auch einer der russischen Teilnehmer mit seiner Führung über den Roten Platz auf uns und erklärte all die historischen Sehenswürdigkeiten. Den letzten Abend verbrachten wir mit Speis, Trank und vielen tiefen Gesprächen. Denn wir wußten ja, der morgige Tag bedeutete Abschied nehmen.

Vor der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz

Auch diesmal entstanden wieder viele neue Freundschaften und alte festigten sich. All die schönen Erinnerungen der vergangenen Tage lassen doch sehr auf ein baldiges Wiedersehen hoffen.

Robert Papon

 

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