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Wäre der gestrige Vortrag zur russischen Musik unter dem Motto „gestern und heute“ ein Konzert gewesen, hätte das begeisterte Publikum im vollbesetzten Historischen Saal der Volkshochschule den Referenten Dorian Keilhack nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen lassen. Freilich war das ja auch gestern abend mehr als nur ein Vortrag, der sich so einfach anhand einiger Notizen nacherzählen ließe.

Reinhard Beer

Bei der Vorbereitung zur Vorstellung des Gastes ist denn auch Reinhard Beer, stellvertretender Leiter der Volkshochschule und Mentor der „Russisch-Deutschen Wochen“, wohl erst so richtig bewußt geworden, welch eine Kapazität er da mit dem Professor für Dirigieren am Landeskonservatorium Innsbruck und Leiter der dortigen Opernschule und des Orchesters eingeladen hatte, der zu der Veranstaltung eigens aus Tirol in seine Heimatstadt angereist kam und als musikalische Verstärkung auch noch seine Frau Beate und die Tochter Alma-Vivien mitbrachte.

Dorian und Alma-Vivien Keilhack

 

Fast zwei Stunden dauerte die Führung durch die russische Musikgeschichte, ohne jede Spur von Ermüdung bei Publikum oder Referent, der sein Handwerk u.a. bei dem sowjetischen Musikpädagogen Witalij Margulis erlernte, der dem Schüler einmal sagte, die russische Musik sei eigentlich deutsche Musik. Etwas zugespitzt, aber mit einem wahren Kern, denn seit der Christianisierung der Kiewer Rus im Jahre 998 kannte man im Russischen Reich nur die Melodien von Spielleuten oder die Kirchenlieder in der Überlieferung von Byzanz, tradiert in der Neumenschrift, die erst mit dem Barock vom heutigen Notensystem abgelöst wurde. Die Deutsche auf dem Zarenthron, Katharina II, selbst aufgeklärt und den Künsten zugetan, holte mit ihrem berühmten Manifest von 1763 – nach dem Tod seiner Eltern, Vivien und Dirk, hatte Dorian Keilhack im Keller einen Druck des Erlasses gefunden, aus dem er wichtige Passagen zitierte – gezielt Ausländer ins noch weithin unerschlossene Land, die ihre eigene Lebensart mitbrachten.

Manifest von Katharina II

Doch es sollte noch einmal einhundert Jahre dauern, bis von den deutschen Einwanderern, Nikolaj und Anton Rubinstein, die Konservatorien in Sankt Petersburg und Moskau gegründet wurden, die heute noch weltweit mit den Ton angeben. In diesem Umfeld erst konnte Michail Glinka, geschult an Johann Nepomuk Hummel, zu der Größe heranwachsen, die ihn mit „Ein Leben für den Zaren“ die russische Nationaloper schaffen ließ. Jetzt erst entfaltete auch Alexander Dargomyschskij, ebenfalls Schüler von Hummel, sein Talent, und die Möglichkeiten für das „Mächtige Häuflein“ um Mili Balakirew, dem auch Modest Mussorgskij angehörte, eine Gruppe von Laien und Autodidakten, die zurück zur Volksmusik wollte und im erklärten Widerspruch zu Peter Tschajkowskij stand.

Historischer Saal

Spätestens hier kam die Zeit, an diesem Abend den Maestro auch als Pianisten zu erleben, ebenso leidenschaftlich wie vergeistigt hingegeben vor allem an die „Promenaden“ und das „Schloß“ aus den „Bildern einer Ausstellung“ des früh verstorbenen Komponisten der Oper „Boris Godunow“. Von einer „naiven Schroffheit“, einer „Archaik und Wehmut“ spricht der Künstler da nach dem Zwischenspiel, bevor er übergeht zu Nikolaj Rimskij-Korsakow, der auf hoher See komponierte, was Dorian Keilhack zu einem seiner vielen so sympatischen Ausflüge in die eigene Biographie verleitete. „Als Kind wollte ich immer Kapitän oder Dirigent werden. Als Kapitän stellte ich mir vor, dann auf dem Schiff und an den Stränden Klavier zu spielen…“

Dorian Keilhack

Die musikalische Reise machte weiter Station natürlich bei dem Verbindungsglied zwischen West und Ost, Peter Tschajkowskij, dessen Violinkonzert D-Dur den Wiener Kritiker Eduard Hanslik „auf die schauerliche Idee“ brachte, „ob es nicht auch Musikstücke geben könnte, die man stinken hört.“ Legte einen Halt bei Sergej Rachmaninow ein, übrigens einem Schüler des Wladimirer Komponisten Sergej Tanejew, der erst in der Emigration zu Ansehen und Wohlstand gelangte.

Alma-Vivien Keilhack

Spätestens hier kommt mit dem Entstehen der Sowjetunion auch die Politik ins Spiel – mit Sergej Prokofjew, der zunächst auswanderte, dann aber zurückkehrte und just am gleichen Tag, dem 5. März 1953, verstarb wie Josef Stalin, der dem Komponisten von „Peter und der Wolf“ so zugesetzt hatte. Mit Igor Strawinskij, der mit seinem französischen Paß in den USA lebte, dort viel Geld verdiente und von Dorian Keilhack wegen seiner mit Geschäftstüchtigkeit gepaarten Schaffenskraft Pablo Picasso zur Seite gestellt wird. Oder Dmitrij Schostakowitsch, der dem Referenten „immer mehr ans Herz wächst“ mit seiner feinen Ironie und seinem Selbstbehauptungswillen gegenüber dem Diktator, der in der Prawda von „Chaos statt Musik“ schreiben und den Komponisten zum Volksfeind erklären läßt, bis der sich mit seiner „Leningrader Symphonie“ wieder ein wenig Luft zum Atmen verschafft.

Beate, Alma-Vivien und Dorian Keilhack

Der musikalische Höhepunkt des Abends dann auch das Keilhack-Trio mit Hörproben von Dmitrij Schostakowitsch, innig und stimmig, auch ohne vorherige Probe. Und nicht zu vergessen das „Violinkonzert zur Förderung der sowjetischen Jugend“ von Dmitrij Kabalewskij einem Meister des Sozialistischen Realismus, der mit dem Stück ein Werk schrieb, das höchste Anforderungen bei der Interpretation stellt und auf höchste Weihen vorbereitet, für die sich Alma-Vivien Keilhack – das erkennen auch Laienohren – als bestens präpariert erweist. Seinen Studenten gibt ihr Vater immer mit auf den Weg: „Spielt die russische Musik so, als gäbe es keine Taktstriche.“ Diese fließende Weite ergriff gestern auch das Publikum des Musikers, der bereits 1990 in Wladimir aufgetreten war, nachdem seine Eltern, Vivien und Dirk, dort schon 1986 konzertiert hatten.

Und diese Woge trägt weiter bis zum 18. März, wenn Dorian Keilhack seine 2012 gegründete „Camerata Franconia“ im Redoutensaal zum 35jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft dirigiert. Mit dabei der Komponist und Arrangeur, Andrej Schewljakow, und der Cellist, Alexander Tichonow, beide aus Wladimir. Und zum Ausklang dann Sergej Prokofjew, von dem gestern abend absichtlich nichts zu hören war. Denn wer denn hören will, der komme zum Konzert!

Natalia Grebnev und John Stackmann

Wie schon am Abend zuvor auch gestern ein ausgebuchter Sprachkurs – Russisch für die Reise – unter Leitung von Natalia Grebnev. Die in Wladimir zur Deutschlehrerin ausgebildete Dozentin kam als Natalia Chrulnowa im Rahmen des Studentenaustausches in den 90er Jahren nach Erlangen, machte hier später ein Zusatzstudium, heiratete einen Ukrainer und blieb der Hugenottenstadt und der Städtepartnerschaft erhalten. Sie nahm es mit Verständnis, als einige Teilnehmer ihres Kurses vor Unterrichtsende das Klassenzimmer verließen, um den Vortrag von Dorian Keilhack nicht zu versäumen. Musik allein ist eben, wie Berthold Auerbach meinte, die Weltsprache „und braucht nicht übersetzt zu werden.“

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Gezählt hat sie niemand, die Gäste des gestrigen „Russischen Abends“ zum Auftakt der „Russisch-Deutschen Wochen“ im Großen Saal der Volkshochschule Erlangen. Aber es dauerte fast eine Viertelstunde, bis die letzten Stühle hereingetragen waren, bis alle einen Sitzplatz gefunden hatten.

Spiramor

Dann erst stimmte „Spiramor“ auf das 35jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir ein. Ganz so, wie man das erwarten darf: mit gepflegter Sangeskunst und deutsch-russischen Melodien.

Großer Saal der Volkshochschule

Die Begrüßung – mit einem Willkommen auf Russisch – schließlich durch den Direktor des Hauses, Markus Bassenhorst, zeigte wieder einmal, welch überragende Rolle die Volkshochschule für die Städtepartnerschaft spielt. Von den ersten Bürgerreisen Anfang der 80er Jahre und dem Arbeitskreis Wladimir unter Klaus Wrobel über die ersten „Russisch-Deutschen Wochen“ unter Christine Flemming bis hin zum breiten Festprogramm unter Markus Bassenhorst, von den Sprachkursen und der didaktischen Unterstützung für das Erlangen-Haus und der Rolle von Reinhard Beer, dem stellvertretenden Leiter ganz zu schweigen.

Markus Bassenhorst

Die gleiche Kontinuität in der Kommunalpolitik sorgt für den Rahmen dieser Bürgerpartnerschaft, wie das Grußwort Florian Janik zeigte. Bruchlos und unangestrengt gelang Erlangens Oberbürgermeister der Bogen vom ältesten Besucher im Saal, dem 95jährigen Weltkriegsveteran Wolfgang Morell, der 1942 – nicht ganz freiwillig – als erster Erlanger nach Wladimir kam und dort von einer schweren Erkrankung genesen konnte, über den 75. Jahrestag der Kapitulation der Wehrmacht in der Schlacht um Stalingrad bis hin zu dem Geschenk der Versöhnung und des Vertrauens nach all dem Leid und Tod zwischen Deutschen und Russen. Freilich ein Geschenk, das gerade angesichts der politischen Spannungen alles andere als selbstverständlich ist, für das man immer wieder dankbar sein sollte.

Wolfgang Morell

Besonders natürlich jenen, die damals, in Zeiten des Kalten Krieges, Mut und Weitblick genug besaßen, um über alle Gräben und Grenzen hinweg das Werk der Verständigung zu beginnen: Dietmar Hahlweg, damals Oberbürgermeister von Erlangen, und Jurij Fjodorow, damals Stellvertreter des Vorsitzenden des Städtischen Exekutivkomitees der Volksdeputierten und, wie er sich selbst gerne nennt, der erste Kundschafter Wladimirs in Erlangen, dessen positiver Bericht in der Stadt am Goldenen Ring die gute Sache der Partnerschaft in Gang brachte.

Dietmar Hahlweg und Jurij Fjodorow

Von Beginn an dabei aber auch die hohe Diplomatie, gestern vertreten durch Vizekonsul Andrej Matwijenko, eigens aus München angereist, um Erlangen auch weiterhin der Unterstützung durch seine Gesandtschaft zu versichern. Damals, im Jahr 1982, kam von der Sowjetischen Botschaft in Bonn das Angebot einer Zusammenarbeit mit Wladimir auf den 1981 von Dietmar Hahlweg in Moskau geäußerten Wunsch nach einer Partnerstadt.

Florian Janik und Andrej Matwijenko im Fokus von Nadja Steger

Überhaupt, wie das alles war… Dazu etwas von Zeitzeugen zu erfahren, bot das Podium Gelegenheit. Der Blick zurück, wo auf beiden Seiten Vorbehalte zu überwinden waren, wo es aber auch unerwartet rasch gelang, mit vertrauensbildenden Maßnahmen bei Ausflügen und Treffen jenseits des Protokolls eine Atmosphäre von gegenseitigem Verstehen zu schaffen, die bis heute anhält und auf die auch Florian Janik in der Nachfolge von Dietmar Hahlweg und Siegfried Balleis, der gestern Erlangen im närrischen Veitshöchheim vertrat, aufbaut, wenn er jetzt erfreut feststellen kann: „Die Partnerschaft nimmt angesichts der gegenwärtigen politischen Krise keinen Schaden. Es ist allein der Rubelkurs, der den Austausch ein wenig erschwert.“

Peter Steger, Florian Janik, Anna Schellenberger, Jurij Fjodorow und Dietmar Hahlweg

Dennoch, einzig verlassen auf die Selbstheilungskräfte der Partnerschaft will sich Erlangens Oberbürgermeister auch nicht und berichtete deshalb auch erfreut über die bereits zweite und erfolgreich Sitzung des Gesprächsforums „Prisma“, wo im kleineren deutsch-russischen Kreis durchaus „brisante und kontroverse Themen offen und freundschaftlich diskutiert werden“. Ganz in der Tradition der Gründerväter, die denn auch verdiente Dankesurkunden austauschen: für Dietmar Hahlweg und Klaus Wrobel überreicht von Jurij Fjodorow – und für Wiktor Malygin und Jurij Fjodorow ausgehändigt und unterzeichnet von Florian Janik.

Klaus Wrobel, Wiktor Malygin, Florian Janik, Jurij Fjodorow und Dietmar Hahlweg

Mit auf dem Podium stand Anna Schellenberger, ein Kind der Partnerschaft, deren Vater, aus Celle stammend, in Erlangen Slawistik studierte – als es das Fach an der FAU noch gab – und dann durch den Austausch sein Glück und seine Familie in Wladimir fand. Nun erlebte sie – mit viel Beifall bedacht – ihre Feuertaufe auf der Bühne als Übersetzerin für Jurij Fjodorow, lobte die Bedeutung des Erlangen-Hauses für die Partnerschaft und dankte für diese „großartigen Beziehungen“, bevor sie hinter den Kulissen verschwand, um sich für ihren nächsten Auftritt vorzubereiten.

Anna Schellenberger

Anna Schellenberger gehört nämlich – ebenso wie ihre Mutter, die daheim in Raduga bei Wladimir geblieben ist – zum vor zwei Jahrzehnten gegründeten Klöppelkreis um Jelena Gorbunowa und besucht als Kunsthandwerkerin zum zweiten Mal Erlangen, zeigte sich aber zum ersten Mal hier auch auf dem Laufsteg.

Susanne Lender-Cassens

Zusammen mit zwei Models, die gestern ebenfalls eine Premiere erlebten. Erlangens Bürgermeisterinnen, Susanne Lender-Cassens und Elisabeth Preuß, hatten sich von Nadja Steger nicht lange bitten lassen, als es darum geht, wer mitmacht bei der Präsentation der kostbaren Einzelstücke.

Elisabeth Preuß

Im Detail zu sehen waren die kleinen Kunstwerke im Historischen Saal, und heute noch den ganzen Tag über bietet Jelena Gorbunowa einen Mitmachkurs an.

Susanne Lender-Cassens, Alexandra Jegorowa, Jutta Brandis und Jelena Gorbunowa

Jutta Brandis, an der Volkshochschule für das Kultur zuständig, kennt übrigens Jelena Gorbunowa seit fast 20 Jahren und hat die Kunsthandwerkerin nach Abendberg vermittelt und damit den Anstoß für eine erstaunliche Entwicklung gegeben, über die der Blog auch immer wieder berichtet: die Aufnahme von Jelena Gorbunowa in den Deutschen und Französischen Klöppelverband, ungezählte Seminar und Ausstellungen – und immer wieder Abstecher nach Erlangen, dorthin, wo alles begann.

Alexandra Jegorowa

Gestern begann nun auch alles für Alexandra Jegorowa, das Nesthäkchen des Abends, die selbst Hand anlegt an die feinen Fäden und sich schon als Model vor das Publikum wagt. Wer weiß, wo sie ihre Kunst später noch überall zeigen wird…

Dietmar Hahlweg und Wiktor Malygin

Vergessen sollte man nicht das Russisch-Fränkische Buffet, vorbereitet von den Wladimirer Expatriots Nadja Steger, Natalia Grebnev, Jekaterina Korschofski und Matwej Grigorjew, einem Studenten aus Wladimir. Gelegenheit zum Kennenlernen und Wiedersehen, auch für Dietmar Hahlweg, Ehrendoktor der Universität Wladimir, und Wiktor Malygin, damals Vizerektor, heute Professor em. und Rektor i.R.

Markus Bassenhorst und Irina Chasowa

Oder auch für Irina Chasowa, Direktorin des Erlangen-Hauses, und Markus Bassenhorst, den Gastgeber des Abends, der weit nach 23.00 Uhr, als sich nach mehr als vier Stunden die letzten Grüppchen auflösten, rundum zufrieden zurückblickte und sich natürlich auf all die Veranstaltungen freute, die noch den ganzen Monat über anstehen.

Othmar Wiesenegger und Jelena Gorbunowa

Zeit ebenso für Othmar Wiesenegger, dem zusammen mit Nadja Steger die Photos dieses Beitrags zu verdanken sind, sich ein wenig zurückzuziehen und mit Jelena Gorbunowa zu sprechen, die einfach nur glücklich war angesichts des Zuspruchs aus dem Publikum.

Reinhard Beer, Susanne Lender-Cassens und Andrej Matwijenko

Dazwischen dann auch noch das Quiz „Wer wird Russionär?“, erdacht von Reinhard Beer, der gestern, bei der mittlerweile zwölften Austragung der „Russisch-Deutschen Wochen“, endlich auch die verdiente Auszeichnung als „Ehren-Russionär“ erhielt, unterzeichnet von Florian Janik und überreicht von Susanne Lender-Cassens zusammen mit Andrej Matwijenko, dem stellvertretenden Generalkonsul.

Alexandra Jegorowa, Jelena Gorbunowa, Elisabeth Preuß, Susanne Lender-Cassens und Anna Schellenberger

Und ein Geschenk an die Stadt Erlangen vom Klöppelkreis: das Golden Tor, gewirkt aus feinsten Fäden.

Susanne Lender-Cassens und Irina Tartakowskaja

Das Quiz hatte es übrigens in sich. Einige knifflige Hürden ließen selbst treue Blogleser auf dem Weg zum Siegerpodest straucheln, etwa die Frage danach, in welchem Jahr diese Plattform nun schon über die Partnerschaft berichte. Da ärgert sich mancher wohl noch lange der auf die mögliche Antwort „im verflixten siebten Jahr“ hereinfiel und damit falsch ankreuzte. Es sind nämlich bereits zehn Jahre… Alles richtig anzugeben, schaffte denn freilich auch niemand. Aber Hans-Joachim Preuß kam mit 16 von 20 möglichen Punkten diesem Ziel am nächsten – und kann sich jetzt auf eine Gratisreise nach Wladimir mit drei Übernachtungen im Erlangen-Haus freuen.

Hans-Joachim Preuß und Susanne Lender-Cassens

Freuen können sich durchaus auch alle, die gestern still im Hintergrund mitwirkten: Wolfram Howein, der den Abend bebilderte, Othmar Wiesenegger, der für neue Photos sorgte, die Runde um Natalia Kaiser, die für die rasche Auswertung der Antwortbögen zum Quiz sorgte, das Küchenteam, die Hausmeister, die bis zum späten Ende ausharrten. Dank an Köstlich & Co., das Geschäft für Feinschmecker, das zum wiederholten Male Preise stiftete. Vor allem aber ein спасибо an die Gäste aus Wladimir – ein gutes Dutzend – und Erlangen – um die einhundert -, die für eine großartige Stimmung sorgten.

 

 

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Heuer werden es 35 Jahre seit Aufnahme der partnerschaftlichen Kontakte zwischen Erlangen und Wladimir. Grund genug, in den nächsten zwölf Monaten dieses Jubiläum mit einem ganzen Reigen von Veranstaltungen zu feiern. Den Auftakt dazu macht im Rahmen der „Russisch-Deutschen Wochen“ an der Volkshochschule am Freitag, den 2. Februar, der „Jubiläumsabend“ ab 19 Uhr im Großen Saal, Friedrichstraße 19. Bei freiem Eintritt erwartet das Publikum nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Florian Janik ein Programm, das jetzt schon Vorfreude aufkommen läßt.

Jurij und Tatjana Fjodorow sowie Swetlana Kusina mit Dietmar Hahlweg, Juni 2015 in Wladimir

Neben einem Zeitzeugengespräch mit den beiden Begründern der Städtepartnerschaft, Dietmar Hahlweg und Jurij Fjodorow, damals Oberbürgermeister bzw. stellvertretender Bürgermeister, gibt es eine Modenschau mit Kreationen des Wladimirer Vereins für Spitzenklöppeln zu sehen; ein Quiz rund um die Partnerschaft (regelmäßige Blog-Leser sind da klar im Vorteil!) stellt die Frage „Wer wird Russionär?“ und winkt mit verlockenden Preisen wie einem Reisegutschein nach Wladimir; und natürlich gibt es Musik und ein fränkisch-russisches Büfett. Alles bei freiem Eintritt!

Jelena Tschilimowa, ehemalige Direktorin des Erlangen-Hauses und Übersetzerin des Buches „Komm wieder, aber ohne Waffen!“

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht allerdings die Begegnung mit den Gästen aus Wladimir, von denen hier neben Jelena Gorbunowa und zwei jungen Kunsthandwerkerinnen aus ihrem Klöppel-Verein sowie dem bereits genannten Jurij Fjodorow nur noch Irina Chasowa, Direktorin des Erlangen-Hauses, und ihre Vorgängerin, Jelena Tschilimowa, sowie der Germanist und ehemalige Rektor der Pädagogischen Universität Wladimir, Wiktor Malygin, namentlich angekündigt werden sollen. Die eine oder andere Überraschung will sich das Orgateam um Reinhard Beer ja noch vorbehalten.

Nadja Steger und Reinhard Beer auf der Suche nach dem Russionär 2016

Überhaupt: Reinhard Beer. Zum mittlerweile schon sechsten Mal veranstaltet der stellvertretende Leiter der Volkshochschule im Zweijahresrhythmus die „Russisch-Deutschen Wochen“ – mit von Mal zu Mal größerem Erfolg, wie hier nachzulesen: https://is.gd/JMszlM – Das diesjährige Jubiläumsprogramm, einzusehen unter https://is.gd/Lr1mTB, verspricht nun, alles zu übertreffen, was bisher schon unübertrefflich schien. Erzählen Sie es weiter, verschicken Sie den Link, kommen Sie – und überzeugen sie sich selbst davon!

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Gäste aus Wladimir ohne Dolmetscher auf Deutsch begrüßen zu können, passiert Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens nicht bei jedem Empfang. Aber eine Gruppe aus dem Erlangen-Haus bringt natürlich ganz andere Voraussetzungen mit: das Sprachniveau A2 und eine zehnjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Volkshochschule.

Gerhard Kreitz und Susanne Lender-Cassens

Am Donnerstag angekommen und auf die Gastfamilien verteilt, stand gestern zunächst einmal auf dem Programm, die gastgebende Volkshochschule kennenzulernen und zu erfahren, was in den kommenden zwei Wochen alles an Kursangeboten und Freizeitmöglichkeiten auf sie wartet. Stets begleitet und betreut vom Freundeskreis Wladimir und dessen Sprecher, Gerhard Kreitz.

Susanne Lender-Cassens und Heide Thies

Nach dem Wochenende in der Fränkischen Schweiz und bei landeskundlichen Exkursionen beginnt dann am Montag für die zwölf Gäste im Club International die Arbeit. Vormittags steht Deutsch auf dem Stundenplan, unterrichtet von Heide Thies und koordiniert von Reinhard Beer, dem Leiter der Sprachenabteilung an der VHS. Ein bewährtes Duo für Wladimir!

Die Gäste und ihre Gastgeber mit Reinhard Beer ganz rechts im Bild

Am Nachmittag und Abend geht es hinaus in das bunte deutsche Leben in und um Erlangen, wo es gilt, die Sprache zu sprechen, Sicherheit in der Praxis zu gewinnen.

Natalia Korssakowa, Dozentin am Erlangen-Haus und Leiterin der Gruppe, mit Susanne Lender-Cassens

Zum Abschiedsabend übernächste Woche hat sich die Bürgermeisterin übrigens schon angekündigt. Da will sie sich persönlich von den sprachlichen Fortschritten der Gäste überzeugen. Die Prüfungsergebnisse werden sicher im Blog nachzulesen sein, aber keine Sorge, ein Rigorosum dürfte das schon nicht werden.

Bilder: Nadja Steger

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„Hier hat für mich vor 17 Jahren alles begonnen“, erinnerte sich gestern Jelena Gorbunowa an ihre ersten Begegnungen im Rahmen einer Veranstaltung der Volkshochschule, wo die Leiterin des Klöppelvereins Wladimir mit an diesem selten gewordenen Kunsthandwerk Interessierten Kontakt aufnahm und ihre filigranen Kleinodien erstmals im Ausland zeigte. „Ohne diese Kontakte von damals würden wir heute nicht in ganz Europa unsere Arbeiten zeigen“, fuhr sie fort und meinte dabei die Ausstellung in Spanien, wo ihr Sohn Michail vor kurzem einen Stand auf einer Ausstellung betreute, und ihre eigene Meisterklasse, die sie dieser Tage in Limburg abhielt, bevor die beiden zu einem Kurzbesuch nach Erlangen kamen. Mit neuen Plänen:

Michail Paryschew, Jelena Gorbunowa, Reinhard Beer und Peter Steger. Photo: Nadja Steger

Im Februar 2018 plant Reinhard Beer, stellvertretender Leiter der VHS, wieder die „Russisch-Deutschen Wochen“ und bietet an, in das Programm auch das Thema „Spitzenklöppeln“ einzubauen – in Form einer Schau aus dem Schaffen des Wladimirer Vereins und eines Kurses, geleitet von der Meisterin ihres Fachs, Jelena Gorbunowa. Mehr soll noch nicht verraten werden, nur so viel: Die Vorbereitungen für die Veranstaltungen laufen bereits an, und die ersten Vorschläge versprechen wieder ein vielseitiges Programm von russischer Geschichte bis zu Literatur und Malerei zum Auftakt des fünfunddreißigjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft.

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Beim gestrigen Abschiedsabend für neunköpfige Damengruppe aus Wladimir präsentierte jede Besucherin ihr persönliches Lieblingswort der deutschen Sprache. Anna Nikonowa bekannte sich zu „geil“ und fand auch gleich die richtige Verwendung dafür, sogar im Superlativ: „Es war geil in Erlangen, megageil!“

Anna Nikonowa und ihr deutsches Lieblingswort

Anna Nikonowa und ihr deutsches Lieblingswort

Tatjana Kirssanowa, im Bild ganz links, begründete ihre persönliche Neigung zu dem Verb „lieben“ mit dessen Nähe zum „Leben“ und versprach: „Wir lieben Erlangen und nehmen diese Liebe zu Erlangen in unseren Herzen mit nach Hause, wo wir sie dann an unsere Schüler und Kursteilnehmer weitergeben.“

Reinhard Beer, Christine Flemming, Natalia Korsanowa, Anna Nikonowa, Tatjana Kolesnikowa und Elisabeth Preuß

Reinhard Beer, Christine Flemming, Natalia Korsanowa, Anna Nikonowa, Tatjana Kolesnikowa und Elisabeth Preuß

Wie groß diese Liebe zur deutschen Partnerstadt ist und wie gut sie Erlangen kennen, bewiesen die Besucherinnen denn auch mit dem Erfolg beim „Quiz 2016 für die Gäste aus Wladimir“, an dem sich auch die deutschen Freunde und Gastgeber beteiligten. Zwölf knifflige Fragen zum Knobeln hatte sich Reinhard Beer, Leiter der Sprachenabteilung an der Volkshochschule, ausgedacht, etwa danach, wo ein goldener Handschuh aus welchem Grund hängt, wann das Palais Egloffstein gebaut wurde und welche berühmte Persönlichkeit dort lebte oder wie viele Stockwerke das Erlanger Rathaus hat… Bis zu 14 Punkte konnten erreicht werden, und Anna Nikonowa hat mit einer Wertung von 13,5 das Maximum fast erreicht. Natalia Korsakowa und Tatjana Kolesnikowa belegten nur knapp hinter ihr mit einem halben Punkt weniger gemeinsam den zweiten Platz und freuten sich mit der Siegerin über einen Stick aus den Händen von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß und Christine Flemming, der Leiterin der VHS.

Dieter Argasts und die Gruppe aus Wladimir

Dieter Argast und die Gruppe aus Wladimir

Der Abend im Club International bot aber auch Gelegenheit, nochmals den Gastgebern zu danken und dem Freundeskreis Wladimir, besonders aber auch den ehrenamtlichen Dozenten, die den Gästen die unterschiedlichsten Themen näherbrachten. Dieter Argast, pensionierter Lehrer für Sozial- und Erdkunde, stellte das verwirrend vielfältige Schulsystem in Deutschland und Bayern vor.

Christofer Zwanzig und die Gruppe aus Wladimir

Christofer Zwanzig und Praktikantin Anja Kuplich mit der Gruppe aus Wladimir

Wie die Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus funktioniert, wie die Verwaltung mit den Medien und der Stadtgesellschaft interagiert, erklärte Pressesprecher Christofer Zwanzig.

Rudolf Schloßbauer und seine Gäste

Rudolf Schloßbauer und seine Gäste

Rudolf Schloßbauer, ehemaliger Schulreferent und einer der Väter der Erlanger Bürgerstiftung, empfing zu seinem Vortrag über die „Methodik des Fremdsprachenunterrichts“ sogar in seiner „Datscha“ in Waischenfeld, die über einem ehemaligen, in Stein gehauenen Bierkeller steht. Neun Mal war der begeisterte Pädagoge schon in Wladimir, bepackt mit Lehrmaterial und inspiriert vom Wissensdurst der russischen Kollegen an den bis heute 18 Schulen, wo Deutsch als erste Fremdsprache gelehrt wird.

Klaus Stuhlmüller, Gerhard Kreitz, Rudolf Schloßbauer und Wolfram Howein mit der Gruppe aus Wladimir

Franz Stuhlmüller, Gerhard Kreitz, Rudolf Schloßbauer und Wolfram Howein mit der Gruppe aus Wladimir

Auf Rudolf Schloßbauer gehen die ersten Deutsch-Olympiaden zurück, ausgetragen schon Mitte der 90er Jahre, und damals, vor gut 20 Jahren hatte er auch erstmals eine Gruppe von Deutschlehrerinnen nach Erlangen und Waischenfeld geladen. Eine gute Tradition, die nun ihre Fortsetzung fand.

Birgitt Aßmus und die Gruppe aus Wladimir

Birgitt Aßmus und die Gruppe aus Wladimir

Ein Thema des zehntägigen Arbeitsprogramms aber auch „Frauen in der Politik“, Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Stellung der Frau in der Politik, aus eigenem Erleben und Gestalten dargestellt von Stadträtin Birgitt Aßmus, die auch qua Amt, ihre Zugehörigkeit zum Vorstand der Stiftung „Erlangen-Haus“, eine ganz besonders enge Beziehung zu Wladimir pflegt.

Abschiedsabend im Club International

Abschiedsabend im Club International

Nimmt man all die Ausflüge von Coburg bis Weimar, von Bamberg bis Prichsenstadt oder Nürnberg, vor allem aber die vielen Gespräche und Begegnungen mit den Gastgebern hinzu, stimmt sicher, was Bürgermeisterin Elisabeth Preuß bei ihrem gestrigen Abschiedswort den Besucherinnen mit auf den Heimweg gab: „Ich hoffe, Sie haben erlebt und gespürt, wie freundschaftlich man in Erlangen – und nicht nur hier – russische Gäste aufnimmt, wie willkommen Sie uns sind.“ Aber das wurde ja eingangs schon von Anna Nikonowa unaufgefordert bestätigt: „Es war geil in Erlangen, megageil!“

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Das Programm ist schon voll im Gange: Unter Leitung der stellvertretenden Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, Swetlana Schelesowa, sind bereits am Mittwoch fünf Dozentinnen vom Wladimirer Sprachlernzentrum des Goethe-Instituts und drei Deutschlehrerinnen aus Schulen der Partnerstadt eingetroffen, um ganze acht Tage lang ihre Kenntnisse von Sprache, Land und Leuten zu verbessern, die deutschen Freunde wiederzusehen.

Wiedersehensfreude am Flughafen Nürnberg

Wiedersehensfreude am Flughafen Nürnberg mit Gerhard Kreitz; Bild: Georg Kaczmarek

Zum ersten Mal findet nun eine derartige pädagogische Dienstreise der Deutschdozentinnen vom Erlangen-Haus statt, nachdem bisher immer die Kursteilnehmer verschiedener Niveaus und Stufen sieben Jahre in Folge Ende Juli gekommen waren, um an der Volkshochschule Sprachpraxis einzuüben und Landeskunde zu betreiben, stets sorgend betreut vom Freundeskreis Wladimir.

Die Gäste mit Amil Scharifow, Elisabeth Preuß und Gerhard Kreitz

Amil Scharifow, Elisabeth Preuß und Gerhard Kreitz mit den Gästen aus Wladimir

Für den sprachlichen Feinschliff sorgen natürlich vor allem die Fortbildungen des Goethe-Instituts in Moskau, und so liegt der Schwerpunkt des Programms in Erlangen auf der Landeskunde mit Vorträgen zu Themen wie Flüchtlingsfrage, Schulwesen, Aufgaben der Volkshochschule, Ehrenamt und Politik, Medienarbeit oder Schwerpunkte der Städtepartnerschaftsarbeit, umrahmt von Ausflügen nach Coburg, Nürnberg, ins Mainfränkische, in die Fränkische Schweiz…

Das Direktorat persönlich, Gerhard Nöhring und Gerhard Hammer, begrüßt die Gruppe aus Wladimir

Das Direktorat persönlich, Gerhard Nöhring und Gerhard Hammer, begrüßt die Gruppe aus Wladimir

Und natürlich darf auch ein Schulbesuch nicht fehlen, möglichst an einem Gymnasium, das bereits einen Austausch mit Wladimir unterhält, wie das Fridericianum, wo Reisen in die Partnerstadt seit dem Jahr 2000 auf dem Lehrplan stehen. Ein Besuch, der zeitlich symbolischer nicht sein könnte, fand er doch gestern statt, am Vorabend der offiziellen Verabschiedung des Direktors, Gerhard Hammer, der heute den Stab an seinen bisherigen Stellvertreter, Gerhard Nöhring, weitergibt.

ERH 4

Das Schaufenster nach Wladimir im Fridericianum

Einmal mitzuerleben, wie das Fach Deutsch an einer deutschen Schule unterrichtet wird, eine weitere Stunde dem Englischunterricht zu folgen, Literatur in fränkischer Mundart von Helmut Haberkamm vorgetragen zu hören… Was könnte interessanter sein für Sprachlehrerinnen?

Christiane Krautwurst und ihre Kolleginnen aus Wladimir

Christiane Krautwurst und ihre Kolleginnen aus Wladimir

Vielleicht nur noch die Führung durch das Gymnasium an der Hand der Kollegin, Christiane Krautwurst, die im Oktober die nächste Austauschgruppe aus Wladimir erwartet.

Jelena Krajnowa, Irina Smirnowa und Tatjana Kolesnikowa

Jelena Krajnowa, Irina Smirnowa und Tatjana Kolesnikowa

Gerhard Kreitz, Sprecher des Freundeskreises Wladimir, formuliert es am Russischen Abend in der Volkshochschule treffend in seinen Dankesworten an die Gastfamilien, wo die Lehrerinnen untergebracht sind: „Unsere Besucherinnen haben da nicht nur ein Bett, sondern ein Zuhause, wo miteinander gesprochen, miteinander gesungen und manchmal sogar miteinander gekocht wird.“ Mit russischen Piroggen, gebacken in der Küche von Ute Schirmer, stehen denn auch für viel mehr als nur den kulinarischen Erfog des Treffens.

Reinhard Beer bei der Eröffnung des Russischen Abends

Reinhard Beer bei der Eröffnung des Russischen Abends

Es ist schon immer ein Kraftakt vor allem für Reinhard Beer, den Leiter der Sprachenabteilung an der VHS, Sommer für Sommer die Begegnungen mit Wladimir auszurichten. Aber die Deutschkurse am Erlangen-Haus – man kann es gar nicht deutlich und oft genug sagen – sind nun einmal vor 20 Jahren wesentlich auf seine Initiative zurückzuführen und verdanken ihren Erfolg gerade auch seiner ungebrochenen und vielfältigen Unterstützung. Das verbindet und verpflichtet.

Miteinander

Miteinander

Ebensowenig denkbar aber wäre das alljährliche Programm für die Gäste – in immer wieder neuer Zusammensetzung – ohne den Freundeskreis Wladimir mit all seinen Ideen für das begleitende Kulturprogramm, mit der Privatunterbringung, mit den Transfers und all den Gesten der Freundschaft.

Spontanquintett mit Tatjana Parilowa und Tatjana Kolesnikowa

Spontanquintett mit Tatjana Parilowa und Tatjana Kolesnikowa

Und wo schon so viele Gäste beisammen sind, ist auch noch Platz für die Musiklehrerin Tatjana Parilowa, die sich, seit gut einem Vierteljahrhundert der Partnerschaft eng verbunden, derzeit gerade über die Montessori-Pädagogik informiert und am gestrigen Abend das tat, worauf sie sich – bei all ihren Talenten – wohl am besten versteht: singen, – am besten im Chor.

Soloauftritt von Tatjana Parilowa

Soloauftritt von Tatjana Parilowa

Als Chorsängerin war sie nämlich auch 1990 zum ersten Mal in Erlangen, bevor sie vor allem beim Projekt „Lichtblick“ die Musiktherapie für Kinder in der Psychiatrie für sich entdeckte.

Stille Post

Stille Post

Kleine Rollenspiele, die „stille Post“ und eine Premiere füllten den Abend zusammen mit der Erstaufführung eines Werbefilms, gekonnt gedreht von einem Team des Goethe-Instituts als Image-Kampagne für die Deutschkurse an den 21 Sprachlernzentren in der Russischen Föderation. Und wen nimmt es da wunder, wenn das Erlangen-Haus eine zentrale Rolle einnimmt? Noch ist der Clip nicht offiziell veröffentlicht, aber in den nächsten Wochen sollte er freigeschaltet werden, und dann findet er sicher auch hier im Blog die gebührende Würdigung.

Hofspiele

Hofspiele

Auch für die Gäste ist der Besuch übrigens ein Kraftakt, denn der Rubel-Kurs hat sich zwar in den letzten Wochen etwas stabilisiert, liegt aber mit 1 : 70 gegenüber dem Euro immer noch fast doppelt so hoch wie vor zwei Jahren. Da kann man sich vorstellen, was bei einem Pädagogengehalt eine derartige Reise für das private Budget bedeuten mag. Und auch da beweist sich wieder der Freundeskreis, der fast 2.000 Euro gesammelt hat, um den Besucherinnen die Anreise etwas zu erleichtern.

Gerhard Kreitz, Swetlana Schelesowa und Wolfram Howein

Gerhard Kreitz, Swetlana Schelesowa und Wolfram Howein

Ein Dankschön, ein großes спасибо deshalb von Swetlana Schelesowa an alle Spender und Freunde, die geholfen haben, die Begegnungen zu ermöglichen, Begegnungen, die wir angesichts wachsenden Mißtrauens auf der Ebene der „großen Politik“ mehr denn je brauchen.

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