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Posts Tagged ‘Reinhard Beer’


Auch der mittlerweile zwölfte zweiwöchige Deutschkurs an der Volkshochschule in Folge ging gestern für die Gäste aus dem Erlangen-Haus mit einem von der Wladimirer Gruppe gestalteten Abschiedsabend zu Ende. Ein wenig vorgezogen, denn nach Hause brechen die 16 zumeist jungen Besucher ja erst am Montag wieder auf. Aber heute heißt es zum letzten Mal die Schulbank im Club International drücken und das eigens zusammengestellte Lehrprogramm abzuschließen, bevor das Wochenende noch Ausflüge nach Bayreuth und in die Fränkische Schweiz bringt, zusammen mit dem Freundeskreis Wladimir, der sich von Besuch zu Besuch mit seinen Angeboten immer weiter steigert.

Iwan Schtscherbakow

Die Gäste wissen das zu schätzen und sind denn auch voll des Lobes für die Volkshochschule und Reinhard Beer, den „Vater dieser Sommerkurse“, den Freundeskreis Wladimir und natürlich besonders für die Familien, bei denen man sich „wie die eigenen Kinder fühlen“ durfte, wie es die mitgereiste Deutschlehrerin aus dem Erlangen-Haus, Jekaterina Ussojewa, so anrührend ausdrückt. Und so durften sich gestern abend, dem bisher heißesten Tag in der Wettergeschichte Erlangens, die Gastgeber entspannt zurücklehnen und genießen, was ihnen die russische Dankbarkeit zu bieten hatte. Iwan Schtscherbakow – Sie erinnern sich, der Feuermann? – brachte sogar einen in der Küche von Heidi und Jürgen Binder selbstgebackenen Apfelkuchen mit, der sinnbildlich für die liebevolle Phantasie steht, mit der die Gäste zu Werke gingen.

Wie sehr die Kommunalpolitik in Erlangen diese Bürgerpartnerschaft schätzt, erlebte die Gruppe dann aber auch, als Bürgermeisterin Elisabeth Preuß die Pause der Stadtratssitzung nutzte, um allen ihre Anerkennung auszusprechen und auf die unverzichtbare Bedeutung der Volksdiplomatie hinzuweisen. Dabei gehört die Politikerin selbst zum engen Kreis dieser Verständigung über die Grenzen hinweg, denn immer wieder nimmt sie selbst Besucher aus Wladimir bei sich auf. So auch dieses Mal in Person von Jekaterina Ussojewa.

Elisabeth Preuß vor dem Auditorium im Club International

Seit Juni vergangenen Jahres gehört die Germanistin, die in Sankt Petersburg studierte und dann in ihre Heimatstadt zurückkehrte, zum sechsköpfigen Dozententeam am Sprachlernzentrum des Goethe-Instituts in Wladimir. Zum ersten Mal ist sie nun – nach zwei vorgelagerten Besuchen in Berlin – in Erlangen und leitete nicht nur die Gruppe souverän, sondern führte auch ebenso selbstischer wie sympathisch durch das deutsch-russische Unterhaltungsprogramm des Abends.

Jekaterina Ussojewa und Elisabeth Preuß

Auch Igor Rjaschtschenko kennt Deutschland von früheren Besuchen und kam nun zum ersten Mal in die Partnerstadt, wo Matthias Utzschneider ihm Kost und Logis mit nicht ausgeschlossener späterer Freundschaft bietet. Der Sänger seinerseits kennt Wladimir vom vorjährigen Auftritt seines Chores „Vocanta“ und will der nicht mitgereisten Frau des Gastes helfen, vielleicht einmal mit ihrem Puppentheater nach Erlangen zu kommen. Wenn man so hineinhört in die Gespräche, ist ohnehin immer wieder zu vernehmen, wie da auch ganz neue Verbindungen entstehen, die in der Zukunft die Städtepartnerschaft auf ihre Weise prägen dürften. Denn, das sei nie vergessen: Wer an diesen Sommerkursen – gleich auf welcher Seite – teilnimmt und mitwirkt, spielt stets auch eine Rolle im deutsch-russischen Miteinander und der Gestaltung von Beziehungen zwischen unseren Städten und Ländern.

Igor Rjaschtschenko und Matthias Utzschneider

Zum Kanon des Unterrichtsprogramms gehört von Beginn an die Stadt-Rallye, bei der die Kursteilnehmer in zumeist dreiköpfigen Teams ausschwärmen, um im „gemischten Doppel“ im Praxistest Erlangen zu erkunden und – dieses Mal – 18 Fragen zu beantworten, von denen die nach der täglich über die Städtepartnerschaft berichtenden Internetquelle noch die einfachste war. Die Siegertroika schaffte dabei etwas, das es so bisher nicht gegeben hatte: Das Trio machte keinen einzigen Fehler und holte alle 18 Punkte. Dazu war übrigens auch folgendes Rätsel zu lösen: „Es hat zwei Flügel und kann doch nicht fliegen. Es hat einen Rücken und kann doch nicht liegen. Es trägt eine Brille und kann doch nicht sehen. Es hat ein Bein und kann doch nicht stehen. Zwar kann es laufen, aber nicht gehen.“ Hätten Sie es gewußt? Kleine Denkhilfe für Literaturfreunde: Es handelt sich um ein Organ, dem Nikolaj eine seiner klassischen Grotesken widmete.

Artjom Isjumow, Jekaterina Tatarnikowa, Nadeschda Stachowskaja und Reinhard Beer bei der Verleihung des 1. Preises

Lew Kopelew, der Weltkriegsveteran, Autor und große Friedensstifter zwischen Russen und Deutschen, meinte einmal, ein guter Wille könne vieles leisten, auch den bösen Gewalten widerstehen und sie sogar bewältigen. Diesen guten Willen zeigten am gestrigen Abend alle. Möge er nicht der letzte seiner Art gewesen sein!

Erlangen-Haus 12

Siehe auch: https://is.gd/2sAgrM und https://is.gd/9VBTuU

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Am späten Montagabend in Nürnberg gelandet, sitzt die 16köpfige Gruppe aus dem Erlangen-Haus nun seit Dienstag jeden Morgen bis Freitag nächster Woche im Deutschkurs von Heide Thies im Club International der Volkshochschule, paukt Grammatik und übt Konversation. In der Freizeit und am Wochenende sollen die Gäste dann Erlangen – von „Klassik am Berg“ bis zu den Regnitzwerkstätten – und möglichst viel von Franken kennenlernen und sogar einen Ausflug bis nach Kloster Weltenburg unternehmen. Ein vielseitiges Programm, zusammengestellt vom Freundeskreis Wladimir, der auch diese, die zwölfte Sprachreise des Erlangen-Hauses in Folge, aufmerksam vorbereitete und begleitet. Immer für die zweiten Julihälfte schreibt das Erlangen-Haus in Kooperation mit der Volkshochschule Erlangen für seine jährlich gut 200 Deutsch-Kursteilnehmer diese Möglichkeit der Vertiefung von Sprachkenntnissen aus. Es kann nicht oft genug gesagt werden: Was von Klaus Wrobel, dem seinerzeitigen Direktor der VHS, und seinen Nachfolgen, Christine Flemming und Markus Bassenhorst, mit der tatkräftig-kompetenten Unterstützung des Sprachenbeauftragten, Reinhard Beer, schon Mitte der 90er Jahre ins Werk gesetzt wurde und unermüdlich fortgesetzt wird, trägt nicht nur erstaunliche Früchte, sondern entwickelt eine großartige Eigendynamik.

Markus Bassenhorst

Dank den Bemühungen von Klaus Wrobel und Reinhard Beer kamen die Deutsch-Kurse des Erlangen-Hauses unter die Fittiche des Goethe-Instituts Moskau, die wachsende Dozentenschar aus Wladimir wurde dort geschult und auf die eigenen pädagogischen, an der Sprachpraxis ausgerichteten Lehrmethoden eingeschworen. Mit Erfolg. Das Konzept hebt sich offenbar so wohltuend von den Angeboten anderer Einrichtungen – vor allem der Schulen und Universitäten – ab, daß die Kurse ungeachtet des allgemein zu Gunsten des Englischen nachlassenden Interesses an der deutschen Sprache immer stärker nachgefragt werden, besonders übrigens von jungen Leuten.

Florian Janik und Irina Chasowa

Beim gestrigen Treffen mit Oberbürgermeister Florian Janik zeigte denn auch Irina Chasowa, Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, eine gehörige Portion Selbstbewußtsein, als Markus Bassenhorst bei seiner Begrüßung meinte, man werde an seiner Volkshochschule erst demnächst das erste Smartboard einsetzen können, eine Technik, die im Wladimirer Sprachlernzentrum bereits vor gut zwei Jahren den Praxistest bestanden hatte. Die Besucherin bot nämlich gleich schlagfertig ein Praktikum in der Partnerstadt vor, um die Erlanger Dozentenschaft von den Vorteilen der schlauen Weißwandtafel zu überzeugen. Ein Angebot, das Florian Janik, der als Gastgeschenk seine russische Lieblingsleckerei erhielt, gern aufgriff, denn: „Gründe, Wladimir zu besuchen, gibt es viele!“

Aber natürlich gibt es auch nicht weniger Gründe, Erlangen zu besuchen. Gerade in diesen Zeiten, wie das Stadtoberhaupt anmerkte, wo, ohne Schuldzuweisungen aussprechen zu wollen, das Verhältnis zwischen unseren Staaten besser sein könnte. Gerade da komme es auf den bürgerschaftlichen Austausch, auf die Volksdiplomatie an. Und die lebt tatsächlich zwischen Erlangen und Wladimir, zumal wieder alle Gäste in Familien untergebracht sind und so, wie sich Florian Janik wünscht, neue Verbindungen und Freundschaften zwischen Deutschen und Russen entstehen. Denn davon kann es gar nicht genug geben. Gerade in diesen Zeiten.

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Es herrscht ja gottlob kein Mangel an Zeichen und Gesten der Verständigung zwischen den Partnerstädten Erlangen und Wladimir. Aber was da am Mittwoch beim Abschiedsabend für die Gäste aus dem Erlangen-Haus im Club International der Volkshochschule seinen ebenso symbolischen wie handwerklichen Anfang nahm, dürfte eine besondere Strahlkraft entwickeln.

Reinhard Beer mit Ludmila Safronowa, Soja Ilina und Weronika Rytschkowa, dem Siegertrio

Doch der Reihe nach. Es gehört zum guten Brauch, die mittlerweile elfte Gruppe von Teilnehmern an den Deutschkursen des Erlangen-Hauses  im Club International der Volkshochschule mit einem bunten Abend zu verabschieden, den die Gäste einfallsreich mitgestalten und der Gelegenheit bietet, all denen zu danken, die den Besuchern für zwei Wochen ihre Türen öffneten und Familienanschluß boten. Fester Bestandteil dieses geselligen Beisammenseins ist immer eine von Reinhard Beer, dem Spirtus rector dieses Austausches, ersonnene Stadtrallye mit immer wieder neuen Fragen zu Geschichte und Gegenwart, dieses Mal mit einem weiblichen Trio auf dem Siegerpodest mit einem Allzeit-Rekordergebnis: 19 von 20 möglichen Punkten.

Robert Lerch, Gerhard Willner und Sabine Wellhöfer mit Elisabeth Preuß

Aber es gab auch eine Premiere. Seit 2011 ist die Erlanger Volkshochschule Prüfungszentrum für die russische Sprache, die einzige in ganz Bayern, nachdem Freising das Angebot mittlerweile aus dem Programm nahm. Eine sechsköpfige Gruppe legte dieser Tage die telc-Prüfungen auf der Stufe A1 ab, ausnahmslos erfolgreich, und so lag nahe, das an dem Abend anwesende Trio vorzustellen und Bürgermeisterin Elisabeth Preuß – sie hatte zu Gunsten dieser Veranstaltung auf das Konzert „Klassik am See“ verzichtet – um Überreichung der Urkunden zu bitten.

Natalia Kaiser, Natalia Korssakowa, Tatjana Kirssanowa und Jekaterina Korschofski

Anwesend neben den beiden Deutschdozentinnen aus dem Erlangen-Haus, Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa, auch Natalia Kaiser und Jekaterina Korschofski, die erfolgreich Russisch an der Volkshochschule unterrichten. Ein Bild, das keiner weiteren Kommentare bedarf, weder auf Russisch noch auf Deutsch, es spricht für sich.

Gäste und Gastgeber im Club International

Eigentlich tut es auch dieses Bild, wo Gäste und Gastgeber so bunt gemischt sind, wie man sich das nur wünschen kann. Dennoch, so gefährlich es sein mag, weil man doch immer jemanden vergessen könnte, Elisabeth Preuß wagt es, namentlich zu danken: Markus Bassenhorst und Reinhard Beer sowie Heide Thies, der bewährten Dozentin, für die Volkshochschule, Gerhard Kreitz für den Freundeskreis Wladimir, den gastgebenden Familien. Der Chronist bürgt erst recht nicht für Vollständigkeit…

Gemischter Wladimirer Chor mit Stefan Barth, dritter v.l.

Tatjana Kirssanowa, sichtlich bewegt, tut das auf ihre Weise – mit der Regie für den weiteren Ablauf des Abends und den Worten: „Wir lassen unsre Herzen hier, wenn wir morgen wieder nach Wladimir fahren!“ Schon erstaunlich, was die Gäste da alles innerhalb der knappen zwei Wochen vorzubereiten verstanden: Ein Ständchen, ein Stück am Klavier, Präsentationen zu Traditionen und Trends der Russen…

Kochkurs „Wladimirer Pfannkuchen“ mit Heide Thies links im Vordergrund

Und dann die Arbeitskreise. Schaukochen, ein Quiz, ein Malkurs und dann eben jenes bestrickende Symbol, von dem eingangs die Rede war: ein Freundschaftsschal.

Russisches Quiz

Diese Handarbeit, deren erste Maschen Tatjana Krutogolowa, Nachtwächterin im Erlangen-Haus, und Gerhard Kreitz, Sprecher des Freundeskreises Wladimir, gemeinsam anschlugen, soll nun in der Partnerstadt von den deutschen Gästen – zusammen mit den russischen Freunden – fortgesetzt werden. Welch schönes Versprechen für die Zukunft!

Beobachtet von Marina Bit-Ischo stricken Tatjana Krutogolowa und Gerhard Kreitz am Freundschaftsschal

In die Zukunft gerichtet war dann auch noch der Besuch im Deutsch-Französischen Institut am gestrigen Vormittag, wenige Stunden vor der Heimreise. Linda Lahner nahm sich eine ganze Stunde Zeit, um ihren russischen Kolleginnen das pädagogische und kulturelle Angebot – mit allen Unterschieden wie Parallelen zu Wladimir – vorzustellen. Und schon entstanden neue Ideen für das Programm am Erlangen-Haus, etwa eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Kindergarten oder eine engere Kooperation mit der Universität. Besonders beeindruckt aber waren die beiden Besucherinnen von der Mediathek für Kinder. Man wird sehen, ob und wie sich dies und das auch in Wladimir umsetzen ließe.

Linda Lahner, Natalia Korssakowa und Tatjana Kirssanowa

Ein Schlußwort? Vielleicht genügt der Hinweis darauf, wie ernst dieses Austauschprojekt in Erlangen genommen wird. Zur Eröffnung kam Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens, zum Abschiedsabend erschien ihre Kollegin, Elisabeth Preuß; VHS-Leiter Markus Bassenhorst besuchte beide Veranstaltungen und ließ sich dazwischen immer wieder sehen, von Reinhard Beer und dem Freundeskreis Wladimir, für das Aufenthaltsprogramm und die Unterbringung verantwortlich, ganz zu schweigen. Wladimir ist eben in Erlangen Herzenssache – und nun lassen die Wladimirer auch noch ihre Herzen in Erlangen zurück.

Gerhild Fabian und Soja Ilina, gesehen von Georg Kaczmarek

Wer wollte daran noch zweifeln, angesichts dieses Bildes: Wenn Abschiedstränen sprechen könnten…

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Wollte man Mark Twain folgen, sollte man die deutsche Sprache ja sanft und ehrfruchtsvoll zu den toten Sprachen ablegen, „denn nur die Toten haben die Zeit, diese Sprache zu lernen.“ Doch die Russen halten es da mehr mit Johann Wolfgang von Goethe und dem nach ihm benannten Institut mit Hauptsitz in Moskau sowie 21 Sprachlernzentren, darunter eines im Erlangen-Haus zu Wladimir: „Wer die deutsche Sprache versteht und studiert, befindet sich auf dem Markte, wo alle Nationen ihre Waren anbieten; er spielt den Dolmetscher, indem er sich selbst bereichert.“

Markus Bassenhorst und Susanne Lender-Cassens bei der Begrüßung der Gruppe aus dem Erlangen-Haus im Club International

Landesweit geht die Zahl derer, die sich an russischen Schulen, Universitäten, Instituten und Filialen des Goethe-Instituts mit Deutsch plagen zwar zurück – um etwa 800.000 auf etwa eineinhalb Millionen -, aber nach dem Englischen behauptet das Deutsche als „erste zweite Fremdsprache“ vor dem Spanischen, Französischen oder Chinesischen seine Position. Und daran ändern offenbar auch die schwieriger gewordenen politischen Beziehungen glücklicherweise nichts.

Die Gäste aus dem Erlangen-Haus mit Markus Bassenhorst, Susanne Lender-Cassens, Dozentin Heide Thies und Reinhard Beer

Daran knüpfte denn auch Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens beim gestrigen Empfang im Club International zusammen mit Markus Bassenhorst, dem Leiter der Volkshochschule an, als sie den Austausch mit der Partnerstadt Wladimir als Möglichkeit zur Begegnung bezeichnete, „egal, worüber die ganz oben sich gerade streiten“. Die Chef-Dozentin des Sprachlernzentrums von Wladimir und Leiterin der zwanzigköpfigen Gruppe, Tatjana Kirssanow, ging in ihrer Erwiderung noch weiter:

Bei der Vorbereitung auf diese zweiwöchige Reise erzählte ich natürlich viel über Erlangen. Einmal wurde ich da gefragt, ob das denn wirklich alles so märchenhaft sei, wie ich es schildere. Ja, nun sehen es alle, die mitgekommen sind. Wir fühlen uns hier im Kurs und bei den Gastfamilien wie im Paradies. Danke für dieses Märchen!

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Zu denen, die unsere Partnerschaft mit Wladimir entscheidend prägen, gehört ohne Zweifel Reinhard Beer, dem gestern im Innenhof seiner Volkshochschule gut einhundert Gäste zum 60. Geburtstag gratulierten. Da er lieber anderen etwas Gutes tut, als für das Gute selbst gelobt zu werden, hier statt der verdienten Eloge nur eine verdichtete Würdigung seiner Rolle im Austausch mit der russischen Partnerstadt.

Reinhard Beer

Obwohl als Leiter der Sprachenabteilung und stellvertretender Direktor der Volkshochschule durchaus gefordert, nimmt er sich Zeit für die Biennale „Russisch-Deutsche Wochen“ mit einem ebenso vielfältigen wie anspruchsvollen Programm und organisiert im elften Jahr in Folge jeden Sommer wieder einen zweiwöchigen Deutschkurs für eine Gruppe aus dem Erlangen-Haus in Wladimir. Ein Verwaltungs- und Gestaltungsaufwand, der so wohl kaum in seiner Arbeitsplatzbeschreibung stehen dürfte, aber in guter Tradition von all seinen Vorgesetzten – Klaus Wrobel, Christine Flemming und Markus Bassenhorst – mitgetragen wird.

Reinhard Beer mit Jutta Brandis und Lux

Entscheidend aber die Unterstützung für den Aufbau der Deutschkurse am Erlangen-Haus, die so nicht denkbar wären ohne Reinhard Beer, der das Goethe-Institut schon 1995 für eine Zusammenarbeit mit dem heutigen Sprachlernzentrum gewann und somit für die international anerkannte Qualität des Unterrichts sorgte. Seine eigenen Fortbildungen für die Lehrkräfte am Erlangen-Haus sind mittlerweile legendär, und all das pädagogische Material, das er von Verlagen für Wladimir gespendet erhielt, füllt ganze Bücherschränke.

Reinhard Beer

Reinhard Beer beim Programmgespräch mit der Gruppe aus dem Erlangen-Haus am 14. Juli 2018, gesehen von Georg Kaczmarek

Und dann noch dies: Dank dem Bemühen von Reinhard Beer kann man an der Volkshochschule Erlangen seine Russischkenntnisse zertifizieren lassen. Da mutet es allerdings verwunderlich an, wenn der bekennende Rockmusikfan und gelernte Hispanologe selbst noch kein Russisch spricht. Deshalb hier als Nachgesang auf den Geburtstag mit den besten Wünschen von Sting der auf Englisch gesungene Song „Russians“: https://is.gd/rukkjm

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Wäre der gestrige Vortrag zur russischen Musik unter dem Motto „gestern und heute“ ein Konzert gewesen, hätte das begeisterte Publikum im vollbesetzten Historischen Saal der Volkshochschule den Referenten Dorian Keilhack nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen lassen. Freilich war das ja auch gestern abend mehr als nur ein Vortrag, der sich so einfach anhand einiger Notizen nacherzählen ließe.

Reinhard Beer

Bei der Vorbereitung zur Vorstellung des Gastes ist denn auch Reinhard Beer, stellvertretender Leiter der Volkshochschule und Mentor der „Russisch-Deutschen Wochen“, wohl erst so richtig bewußt geworden, welch eine Kapazität er da mit dem Professor für Dirigieren am Landeskonservatorium Innsbruck und Leiter der dortigen Opernschule und des Orchesters eingeladen hatte, der zu der Veranstaltung eigens aus Tirol in seine Heimatstadt angereist kam und als musikalische Verstärkung auch noch seine Frau Beate und die Tochter Alma-Vivien mitbrachte.

Dorian und Alma-Vivien Keilhack

 

Fast zwei Stunden dauerte die Führung durch die russische Musikgeschichte, ohne jede Spur von Ermüdung bei Publikum oder Referent, der sein Handwerk u.a. bei dem sowjetischen Musikpädagogen Witalij Margulis erlernte, der dem Schüler einmal sagte, die russische Musik sei eigentlich deutsche Musik. Etwas zugespitzt, aber mit einem wahren Kern, denn seit der Christianisierung der Kiewer Rus im Jahre 998 kannte man im Russischen Reich nur die Melodien von Spielleuten oder die Kirchenlieder in der Überlieferung von Byzanz, tradiert in der Neumenschrift, die erst mit dem Barock vom heutigen Notensystem abgelöst wurde. Die Deutsche auf dem Zarenthron, Katharina II, selbst aufgeklärt und den Künsten zugetan, holte mit ihrem berühmten Manifest von 1763 – nach dem Tod seiner Eltern, Vivien und Dirk, hatte Dorian Keilhack im Keller einen Druck des Erlasses gefunden, aus dem er wichtige Passagen zitierte – gezielt Ausländer ins noch weithin unerschlossene Land, die ihre eigene Lebensart mitbrachten.

Manifest von Katharina II

Doch es sollte noch einmal einhundert Jahre dauern, bis von den deutschen Einwanderern, Nikolaj und Anton Rubinstein, die Konservatorien in Sankt Petersburg und Moskau gegründet wurden, die heute noch weltweit mit den Ton angeben. In diesem Umfeld erst konnte Michail Glinka, geschult an Johann Nepomuk Hummel, zu der Größe heranwachsen, die ihn mit „Ein Leben für den Zaren“ die russische Nationaloper schaffen ließ. Jetzt erst entfaltete auch Alexander Dargomyschskij, ebenfalls Schüler von Hummel, sein Talent, und die Möglichkeiten für das „Mächtige Häuflein“ um Mili Balakirew, dem auch Modest Mussorgskij angehörte, eine Gruppe von Laien und Autodidakten, die zurück zur Volksmusik wollte und im erklärten Widerspruch zu Peter Tschajkowskij stand.

Historischer Saal

Spätestens hier kam die Zeit, an diesem Abend den Maestro auch als Pianisten zu erleben, ebenso leidenschaftlich wie vergeistigt hingegeben vor allem an die „Promenaden“ und das „Schloß“ aus den „Bildern einer Ausstellung“ des früh verstorbenen Komponisten der Oper „Boris Godunow“. Von einer „naiven Schroffheit“, einer „Archaik und Wehmut“ spricht der Künstler da nach dem Zwischenspiel, bevor er übergeht zu Nikolaj Rimskij-Korsakow, der auf hoher See komponierte, was Dorian Keilhack zu einem seiner vielen so sympatischen Ausflüge in die eigene Biographie verleitete. „Als Kind wollte ich immer Kapitän oder Dirigent werden. Als Kapitän stellte ich mir vor, dann auf dem Schiff und an den Stränden Klavier zu spielen…“

Dorian Keilhack

Die musikalische Reise machte weiter Station natürlich bei dem Verbindungsglied zwischen West und Ost, Peter Tschajkowskij, dessen Violinkonzert D-Dur den Wiener Kritiker Eduard Hanslik „auf die schauerliche Idee“ brachte, „ob es nicht auch Musikstücke geben könnte, die man stinken hört.“ Legte einen Halt bei Sergej Rachmaninow ein, übrigens einem Schüler des Wladimirer Komponisten Sergej Tanejew, der erst in der Emigration zu Ansehen und Wohlstand gelangte.

Alma-Vivien Keilhack

Spätestens hier kommt mit dem Entstehen der Sowjetunion auch die Politik ins Spiel – mit Sergej Prokofjew, der zunächst auswanderte, dann aber zurückkehrte und just am gleichen Tag, dem 5. März 1953, verstarb wie Josef Stalin, der dem Komponisten von „Peter und der Wolf“ so zugesetzt hatte. Mit Igor Strawinskij, der mit seinem französischen Paß in den USA lebte, dort viel Geld verdiente und von Dorian Keilhack wegen seiner mit Geschäftstüchtigkeit gepaarten Schaffenskraft Pablo Picasso zur Seite gestellt wird. Oder Dmitrij Schostakowitsch, der dem Referenten „immer mehr ans Herz wächst“ mit seiner feinen Ironie und seinem Selbstbehauptungswillen gegenüber dem Diktator, der in der Prawda von „Chaos statt Musik“ schreiben und den Komponisten zum Volksfeind erklären läßt, bis der sich mit seiner „Leningrader Symphonie“ wieder ein wenig Luft zum Atmen verschafft.

Beate, Alma-Vivien und Dorian Keilhack

Der musikalische Höhepunkt des Abends dann auch das Keilhack-Trio mit Hörproben von Dmitrij Schostakowitsch, innig und stimmig, auch ohne vorherige Probe. Und nicht zu vergessen das „Violinkonzert zur Förderung der sowjetischen Jugend“ von Dmitrij Kabalewskij einem Meister des Sozialistischen Realismus, der mit dem Stück ein Werk schrieb, das höchste Anforderungen bei der Interpretation stellt und auf höchste Weihen vorbereitet, für die sich Alma-Vivien Keilhack – das erkennen auch Laienohren – als bestens präpariert erweist. Seinen Studenten gibt ihr Vater immer mit auf den Weg: „Spielt die russische Musik so, als gäbe es keine Taktstriche.“ Diese fließende Weite ergriff gestern auch das Publikum des Musikers, der bereits 1990 in Wladimir aufgetreten war, nachdem seine Eltern, Vivien und Dirk, dort schon 1986 konzertiert hatten.

Und diese Woge trägt weiter bis zum 18. März, wenn Dorian Keilhack seine 2012 gegründete „Camerata Franconia“ im Redoutensaal zum 35jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft dirigiert. Mit dabei der Komponist und Arrangeur, Andrej Schewljakow, und der Cellist, Alexander Tichonow, beide aus Wladimir. Und zum Ausklang dann Sergej Prokofjew, von dem gestern abend absichtlich nichts zu hören war. Denn wer denn hören will, der komme zum Konzert!

Natalia Grebnev und John Stackmann

Wie schon am Abend zuvor auch gestern ein ausgebuchter Sprachkurs – Russisch für die Reise – unter Leitung von Natalia Grebnev. Die in Wladimir zur Deutschlehrerin ausgebildete Dozentin kam als Natalia Chrulnowa im Rahmen des Studentenaustausches in den 90er Jahren nach Erlangen, machte hier später ein Zusatzstudium, heiratete einen Ukrainer und blieb der Hugenottenstadt und der Städtepartnerschaft erhalten. Sie nahm es mit Verständnis, als einige Teilnehmer ihres Kurses vor Unterrichtsende das Klassenzimmer verließen, um den Vortrag von Dorian Keilhack nicht zu versäumen. Musik allein ist eben, wie Berthold Auerbach meinte, die Weltsprache „und braucht nicht übersetzt zu werden.“

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Gezählt hat sie niemand, die Gäste des gestrigen „Russischen Abends“ zum Auftakt der „Russisch-Deutschen Wochen“ im Großen Saal der Volkshochschule Erlangen. Aber es dauerte fast eine Viertelstunde, bis die letzten Stühle hereingetragen waren, bis alle einen Sitzplatz gefunden hatten.

Spiramor

Dann erst stimmte „Spiramor“ auf das 35jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir ein. Ganz so, wie man das erwarten darf: mit gepflegter Sangeskunst und deutsch-russischen Melodien.

Großer Saal der Volkshochschule

Die Begrüßung – mit einem Willkommen auf Russisch – schließlich durch den Direktor des Hauses, Markus Bassenhorst, zeigte wieder einmal, welch überragende Rolle die Volkshochschule für die Städtepartnerschaft spielt. Von den ersten Bürgerreisen Anfang der 80er Jahre und dem Arbeitskreis Wladimir unter Klaus Wrobel über die ersten „Russisch-Deutschen Wochen“ unter Christine Flemming bis hin zum breiten Festprogramm unter Markus Bassenhorst, von den Sprachkursen und der didaktischen Unterstützung für das Erlangen-Haus und der Rolle von Reinhard Beer, dem stellvertretenden Leiter ganz zu schweigen.

Markus Bassenhorst

Die gleiche Kontinuität in der Kommunalpolitik sorgt für den Rahmen dieser Bürgerpartnerschaft, wie das Grußwort Florian Janik zeigte. Bruchlos und unangestrengt gelang Erlangens Oberbürgermeister der Bogen vom ältesten Besucher im Saal, dem 95jährigen Weltkriegsveteran Wolfgang Morell, der 1942 – nicht ganz freiwillig – als erster Erlanger nach Wladimir kam und dort von einer schweren Erkrankung genesen konnte, über den 75. Jahrestag der Kapitulation der Wehrmacht in der Schlacht um Stalingrad bis hin zu dem Geschenk der Versöhnung und des Vertrauens nach all dem Leid und Tod zwischen Deutschen und Russen. Freilich ein Geschenk, das gerade angesichts der politischen Spannungen alles andere als selbstverständlich ist, für das man immer wieder dankbar sein sollte.

Wolfgang Morell

Besonders natürlich jenen, die damals, in Zeiten des Kalten Krieges, Mut und Weitblick genug besaßen, um über alle Gräben und Grenzen hinweg das Werk der Verständigung zu beginnen: Dietmar Hahlweg, damals Oberbürgermeister von Erlangen, und Jurij Fjodorow, damals Stellvertreter des Vorsitzenden des Städtischen Exekutivkomitees der Volksdeputierten und, wie er sich selbst gerne nennt, der erste Kundschafter Wladimirs in Erlangen, dessen positiver Bericht in der Stadt am Goldenen Ring die gute Sache der Partnerschaft in Gang brachte.

Dietmar Hahlweg und Jurij Fjodorow

Von Beginn an dabei aber auch die hohe Diplomatie, gestern vertreten durch Vizekonsul Andrej Matwijenko, eigens aus München angereist, um Erlangen auch weiterhin der Unterstützung durch seine Gesandtschaft zu versichern. Damals, im Jahr 1982, kam von der Sowjetischen Botschaft in Bonn das Angebot einer Zusammenarbeit mit Wladimir auf den 1981 von Dietmar Hahlweg in Moskau geäußerten Wunsch nach einer Partnerstadt.

Florian Janik und Andrej Matwijenko im Fokus von Nadja Steger

Überhaupt, wie das alles war… Dazu etwas von Zeitzeugen zu erfahren, bot das Podium Gelegenheit. Der Blick zurück, wo auf beiden Seiten Vorbehalte zu überwinden waren, wo es aber auch unerwartet rasch gelang, mit vertrauensbildenden Maßnahmen bei Ausflügen und Treffen jenseits des Protokolls eine Atmosphäre von gegenseitigem Verstehen zu schaffen, die bis heute anhält und auf die auch Florian Janik in der Nachfolge von Dietmar Hahlweg und Siegfried Balleis, der gestern Erlangen im närrischen Veitshöchheim vertrat, aufbaut, wenn er jetzt erfreut feststellen kann: „Die Partnerschaft nimmt angesichts der gegenwärtigen politischen Krise keinen Schaden. Es ist allein der Rubelkurs, der den Austausch ein wenig erschwert.“

Peter Steger, Florian Janik, Anna Schellenberger, Jurij Fjodorow und Dietmar Hahlweg

Dennoch, einzig verlassen auf die Selbstheilungskräfte der Partnerschaft will sich Erlangens Oberbürgermeister auch nicht und berichtete deshalb auch erfreut über die bereits zweite und erfolgreich Sitzung des Gesprächsforums „Prisma“, wo im kleineren deutsch-russischen Kreis durchaus „brisante und kontroverse Themen offen und freundschaftlich diskutiert werden“. Ganz in der Tradition der Gründerväter, die denn auch verdiente Dankesurkunden austauschen: für Dietmar Hahlweg und Klaus Wrobel überreicht von Jurij Fjodorow – und für Wiktor Malygin und Jurij Fjodorow ausgehändigt und unterzeichnet von Florian Janik.

Klaus Wrobel, Wiktor Malygin, Florian Janik, Jurij Fjodorow und Dietmar Hahlweg

Mit auf dem Podium stand Anna Schellenberger, ein Kind der Partnerschaft, deren Vater, aus Celle stammend, in Erlangen Slawistik studierte – als es das Fach an der FAU noch gab – und dann durch den Austausch sein Glück und seine Familie in Wladimir fand. Nun erlebte sie – mit viel Beifall bedacht – ihre Feuertaufe auf der Bühne als Übersetzerin für Jurij Fjodorow, lobte die Bedeutung des Erlangen-Hauses für die Partnerschaft und dankte für diese „großartigen Beziehungen“, bevor sie hinter den Kulissen verschwand, um sich für ihren nächsten Auftritt vorzubereiten.

Anna Schellenberger

Anna Schellenberger gehört nämlich – ebenso wie ihre Mutter, die daheim in Raduga bei Wladimir geblieben ist – zum vor zwei Jahrzehnten gegründeten Klöppelkreis um Jelena Gorbunowa und besucht als Kunsthandwerkerin zum zweiten Mal Erlangen, zeigte sich aber zum ersten Mal hier auch auf dem Laufsteg.

Susanne Lender-Cassens

Zusammen mit zwei Models, die gestern ebenfalls eine Premiere erlebten. Erlangens Bürgermeisterinnen, Susanne Lender-Cassens und Elisabeth Preuß, hatten sich von Nadja Steger nicht lange bitten lassen, als es darum geht, wer mitmacht bei der Präsentation der kostbaren Einzelstücke.

Elisabeth Preuß

Im Detail zu sehen waren die kleinen Kunstwerke im Historischen Saal, und heute noch den ganzen Tag über bietet Jelena Gorbunowa einen Mitmachkurs an.

Susanne Lender-Cassens, Alexandra Jegorowa, Jutta Brandis und Jelena Gorbunowa

Jutta Brandis, an der Volkshochschule für das Kultur zuständig, kennt übrigens Jelena Gorbunowa seit fast 20 Jahren und hat die Kunsthandwerkerin nach Abendberg vermittelt und damit den Anstoß für eine erstaunliche Entwicklung gegeben, über die der Blog auch immer wieder berichtet: die Aufnahme von Jelena Gorbunowa in den Deutschen und Französischen Klöppelverband, ungezählte Seminar und Ausstellungen – und immer wieder Abstecher nach Erlangen, dorthin, wo alles begann.

Alexandra Jegorowa

Gestern begann nun auch alles für Alexandra Jegorowa, das Nesthäkchen des Abends, die selbst Hand anlegt an die feinen Fäden und sich schon als Model vor das Publikum wagt. Wer weiß, wo sie ihre Kunst später noch überall zeigen wird…

Dietmar Hahlweg und Wiktor Malygin

Vergessen sollte man nicht das Russisch-Fränkische Buffet, vorbereitet von den Wladimirer Expatriots Nadja Steger, Natalia Grebnev, Jekaterina Korschofski und Matwej Grigorjew, einem Studenten aus Wladimir. Gelegenheit zum Kennenlernen und Wiedersehen, auch für Dietmar Hahlweg, Ehrendoktor der Universität Wladimir, und Wiktor Malygin, damals Vizerektor, heute Professor em. und Rektor i.R.

Markus Bassenhorst und Irina Chasowa

Oder auch für Irina Chasowa, Direktorin des Erlangen-Hauses, und Markus Bassenhorst, den Gastgeber des Abends, der weit nach 23.00 Uhr, als sich nach mehr als vier Stunden die letzten Grüppchen auflösten, rundum zufrieden zurückblickte und sich natürlich auf all die Veranstaltungen freute, die noch den ganzen Monat über anstehen.

Othmar Wiesenegger und Jelena Gorbunowa

Zeit ebenso für Othmar Wiesenegger, dem zusammen mit Nadja Steger die Photos dieses Beitrags zu verdanken sind, sich ein wenig zurückzuziehen und mit Jelena Gorbunowa zu sprechen, die einfach nur glücklich war angesichts des Zuspruchs aus dem Publikum.

Reinhard Beer, Susanne Lender-Cassens und Andrej Matwijenko

Dazwischen dann auch noch das Quiz „Wer wird Russionär?“, erdacht von Reinhard Beer, der gestern, bei der mittlerweile zwölften Austragung der „Russisch-Deutschen Wochen“, endlich auch die verdiente Auszeichnung als „Ehren-Russionär“ erhielt, unterzeichnet von Florian Janik und überreicht von Susanne Lender-Cassens zusammen mit Andrej Matwijenko, dem stellvertretenden Generalkonsul.

Alexandra Jegorowa, Jelena Gorbunowa, Elisabeth Preuß, Susanne Lender-Cassens und Anna Schellenberger

Und ein Geschenk an die Stadt Erlangen vom Klöppelkreis: das Golden Tor, gewirkt aus feinsten Fäden.

Susanne Lender-Cassens und Irina Tartakowskaja

Das Quiz hatte es übrigens in sich. Einige knifflige Hürden ließen selbst treue Blogleser auf dem Weg zum Siegerpodest straucheln, etwa die Frage danach, in welchem Jahr diese Plattform nun schon über die Partnerschaft berichte. Da ärgert sich mancher wohl noch lange der auf die mögliche Antwort „im verflixten siebten Jahr“ hereinfiel und damit falsch ankreuzte. Es sind nämlich bereits zehn Jahre… Alles richtig anzugeben, schaffte denn freilich auch niemand. Aber Hans-Joachim Preuß kam mit 16 von 20 möglichen Punkten diesem Ziel am nächsten – und kann sich jetzt auf eine Gratisreise nach Wladimir mit drei Übernachtungen im Erlangen-Haus freuen.

Hans-Joachim Preuß und Susanne Lender-Cassens

Freuen können sich durchaus auch alle, die gestern still im Hintergrund mitwirkten: Wolfram Howein, der den Abend bebilderte, Othmar Wiesenegger, der für neue Photos sorgte, die Runde um Natalia Kaiser, die für die rasche Auswertung der Antwortbögen zum Quiz sorgte, das Küchenteam, die Hausmeister, die bis zum späten Ende ausharrten. Dank an Köstlich & Co., das Geschäft für Feinschmecker, das zum wiederholten Male Preise stiftete. Vor allem aber ein спасибо an die Gäste aus Wladimir – ein gutes Dutzend – und Erlangen – um die einhundert -, die für eine großartige Stimmung sorgten.

 

 

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