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Posts Tagged ‘Piroggen’


Es ist nun schon zur guten Tradition geworden, bei der Erlanger Sternennacht auch die Partnerstädte ins funkelnde Licht zu stellen, ihnen mit all ihrer Vielfalt an Vereinen, Freundeskreisen und Projekten ein Podium zu geben. Im Herzen der Stadt, auf dem Hugenottenplatz, an dem kaum jemand beim Flanieren vorbeikommt.

Christine Hubrach im Gespräch mit Siegfried Balleis.

Christine Hubrach im Gespräch mit Siegfried Balleis.

Auch Oberbürgermeister Siegfried Balleis nicht, der alle von Ehrenamtlichen betreuten Stände besuchte und sich über die aktuellen Aktivitäten informieren ließ. Auch über die Spendensammlung für Waisen in Wladimir, ins Leben gerufen von Christine Hubrach und Manfred Bruchner.

Siegfried Balleis im Gespräch mit Elfriede Königsheim und Wolfram Howein.

Siegfried Balleis im Gespräch mit Elfriede Königsheim und Wolfram Howein.

Ohne jetzt schon, vor Abschluß der Aktion, genaue Zahlen nennen zu wollen, dürfen sich die Kinder in Wladimir bestimmt über einen Betrag von 1.000 Euro freuen, den die beiden gesammelt haben: mit Hilfe der Konfirmations-Kinder von Tennenlohe und dank der Spenden bei der Sternennacht.

Ein Stern für Wladimir von Siegfried Balleis.

Ein Stern für Wladimir von Siegfried Balleis.

Jeder Spender erhielt einen Stern, konnte ihn mit seinem Namen beschriften und auf eine Tafel kleben, die zusammen mit dem gesammelten Geld während der Jubiläumsfeierlichkeiten vom 29. Mai bis 2. Juni übergeben werden. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Siegfried Balleis.

Natalia Grebnev, Ludmila Kondratenko, Peter Steger und Olga Wassiljewna.

Natalia Grebnev, Ludmila Kondratenko, Peter Steger und Olga Alexejewa.

Geben mag seliger sein denn nehmen, aber ein kleines Gegengabe für das gute Werk weist dann doch auch niemand zurück. Und so waren denn die gut 50 Piroggen, von Olga Alexejewa, einer Besucherin aus Wladimir, die am Sonntag wieder die Heimreise antritt, und Nadja Steger den ganzen Nachmittag über gebacken, rasch verteilt und verzehrt – mit viel Lob für den vorzüglichen Geschmack und einem großen Dankeschön für die Mühe.

Olga Wassiljewna, die Piroggenbäckerin aus Wladimir. Alle Photos im Bericht von Nadja Steger.

Olga Alexejewa, die Piroggenbäckerin aus Wladimir.

Wer die Piroggen gerne nachbacken möchte, schlage im Blog nach unter http://is.gd/98GNCN, und wem es noch ein Anliegen ist, die Aktion für die Waisenhäuser in Wladimir zu unterstützen, überweise einen Betrag eigener Wahl auf das Konto der Stadt Erlangen, Nr. 31, BLZ 763 500 00, Verwendungszweck FAD 0117537 „Hilfe für Wladimir – Waisen“.

Bio-Markt am Hugenottenplatz

Bio-Markt Vier Jahreszeiten am Hugenottenplatz

P.S.: Piroggen saugen gutes Fett an und geben es großzügig wieder ab, auch an die Hände der Hungrigen. Man verzehrt sie deshalb, wenn kein Besteck greifbar sein sollte, am besten in eine Serviette gehüllt. Gespendet hat für den guten Zweck einen ganzen Packen davon spontan der Bio-Markt am Hugenottenplatz. Dafür ein extra Dankeschön!

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Es ist schon guter Brauch, wenngleich leider noch nicht von allen Wladimir-Reisenden gepflegt, von den Eindrücken eines Besuchs in der Partnerstadt hier im Blog aus eigener Anschauung und in der eigenen Sprache zu berichten. Heute lesen wir, was Benedict Ott aus der Klasse 9e des Emmy-Noether-Gymnasiums vom diesjährigen Austausch zu berichten weiß, der vom 2. bis 12. April ein Dutzend Erlanger Schüler nach Wladimir führte.

Gemischte Klasse

Ganz früh ging es am 2.4.2011 am Nürnberger Flughafen los. Wohin? Nach Russland zum Schüleraustausch. Aber warum, werden sich einige nun fragen. Russland ist ein großes, meist noch ursprüngliches Land mit einer anderen Kultur, die es zu entdecken gab. Aber auch die Erfahrungen, die man sammeln konnte, waren Gründe, warum sich insgesamt zwölf Mädchen und Jungs zum Russlandaustausch meldeten. Aber natürlich durfte die Vorbereitung nicht fehlen, die in diesem Fall aus einem hervorragenden Russischunterricht von Claudia Koschatzky bestand. Wir lernten neben dem russischen Alphabet auch die praktische Anwendung im Alltag und natürlich die Namen von Grundnahrungsmitteln wie Borschtsch, einer sehr köstliche Suppe aus Rote Bete, oder Piroggen, einer mit allerlei Köstlichkeiten gefüllten Teigtasche. Begleitet wurden wir von Studienrat Daniel Latk und seiner Frau sowie von Studienrätin Michaela Spörl. Über Nürnberg, wo der Flug bereits um 6.40 Uhr startete, ging es via Berlin/Tegel nach Moskau/Domodjedowo. Die letzten 190 km nach Wladimir bewältigten wir dann mit dem Bus. Ankunftszeit war circa 22.45 Uhr, wo uns unsere russischen Gastgeber abholten, was relativ schnell ging. Am nächsten Tag besichtigten wir deutschen Gäste zusammen mit unserem Führer, Alexander Ploschad, Wladimir, wobei uns besonders das Goldene Tor aus dem Jahr 1164 und die 1158 errichtete Mariä-Entschlafens-Kathedrale beeindruckten. Sonst gibt es in Wladimir nicht so viele architektonische Meisterwerke, da während der Herrschaft Stalins viele alte Gebäude abgerissen und durch neue Plattenbauten ersetzt wurden. Montag, den 4. April, ging es dann um 10 Uhr Richtung Susdal, einer kleinen Stadt, die früher neben Wladimir das kulturelle Zentrum Russlands war. In Susdal besichtigten wir das Freilichtmuseum und verschiedene Klöster, wodurch wir den russisch-orthodoxen Glauben kennen lernen durften und auch die Bauweise der russischen Kirchen. Der Dienstag wurde uns durch den Besuch einer russischen Großbäckerei mit anschließendem Teetrinken versüßt, danach war Zeit zur freien Verfügung, welche von allen dankend angenommen wurde, sodass man den Tag in der Stadt verbrachte. Am Mittwoch durften wir dann zum ersten Mal die Schule unserer russischen Austauschpartner besichtigen. Nach einem tollen Konzert der russischen Schüler lernten wir das russische Alphabet sowie ein Gedicht. Nach einer kleinen Pause lernten wir außerdem ein paar russische Lieder. Danach gab es Mittagessen, welches sehr gut schmeckte. Natürlich dürfen bei einem Russlandbesuch auch die Märchen nicht fehlen, so lernten wir das Märchen vom Bären und dem Mädchen kennen. Darauf folgte eine gemeinsame Deutschstunde. Der Donnerstag begann schon um 7.00 Uhr, da wir an diesem Tag Moskau besuchen wollten. Wir besichtigten alle Sehenswürdigkeiten der Stadt, so zum Beispiel den Roten Platz mit dem Lenin-Mausoleum und dem Kreml aber auch die Erlöser-Kathedrale. Am Feitag stand dann wieder die Schule auf dem Programm. Diesmal, um eine russische Suppe, Borschtsch, zu kochen. Danach durften wir unser Geschick beim Bemalen von Matrjoschkas beweisen. Um sich zu stärken, aß man danach die selbst gemachte Suppe. Am Nachmittag gingen wir ins Zentrum der Volkskultur um eine klassisch russische Schutzpuppe zu basteln. Dies führte zu Erheiterung aller, da sich manche durch ihre besondere handwerkliche Begabung hervortaten. Nach diesem einmaligen Ereignis wurde uns noch ein Konzert der traditionellen Musik dargeboten. Das Wochenende stand zur freien Verfügung und wurde von den meisten nützlich verbracht.

Alles in allem, finde ich, war der Russlandaustausch ein sinnvolles Unternehmen, da ich persönlich glaube, dass wir in der russischen Kultur eine zwar nicht grundverschiedene aber schon anders geartete Kultur finden. Auf lange Sicht bleiben sicher nicht alle Erinnerungen, aber der Eindruck wirkt auf jeden Fall noch lange auf uns ein.

Benedict Ott, 9e

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Ein Versäumnis ist nachzuholen. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, wo sie besser denn je schmecken, die Piroggen. Diese kulinarische Besonderheit kommt zwar so schlicht und einfach daher, hat es aber in sich, sprich auf den Inhalt kommt es an, und der kann so vielfältig sein, wie die Phantasie der Hausfrau oder des Aushilfskochs in der heimischen Küche. Doch zunächst zur Hülle, die ja auch etwas hermachen soll:

Piroggen für zu Hause

Zutaten:

50 g Hefe, 1 Glas Milch, 3 Eßlöffel Zucker, 100 g zerlassene Margarine oder Speiseöl, 2 Eier, 3-4 Gläser Mehl, ein halber Teelöffel Salz.

Zubereitung:

Hefe und Zucker in warmer Milch auflösen und gehen lassen; Eier, Sals, Margarine (Öl) und Mehl vermischen und die Hefe beigeben; die Teig verrühren und im Kühlschrank mindestens eine Stunde bis zu einem Tag auskühlen lassen. Freilich nicht zu lange, weil die Piroggen sonst nicht mehr schön gelingen. Jedenfalls formt man nach dem Auskühlen die Piroggen wie es einem gefällt und füllt sie mit allem, was zur Hand ist. Beim Backen im Ofen empfiehlt sich, die guten Stücke mit Ei oder Tee zu bepinseln, eine Schminke, die auch noch schmeckt.

Piroggen alias Sandwich in einer Bäckerei in Dinant, Belgien.

Zwei klassische Füllungen gehen so: 1. Kraut kleinschneiden und in Sonnenblumenöl andünsten. 2 – 3 Eier hartkochen, abkühlen lassen, schälen, kleinschneiden und zum weichen Kraut geben, dann salzen und pfeffern – und rein in die Piroggen. 2. Reis kochen und ebenfalls 2 – 3 Eier oder Kartoffelbrei mit Pilzen hinzufügen, würzen – und rein damit in die Piroggen. Natürlich gibt es ungezählte Varianten, die alle etwas für sich haben, auch mit Fleisch; nur Fisch scheint sich nicht recht wohl in dem Piroggenmantel zu fühlen. Jedenfalls schiebt man die Piroggen entweder bei 180° C in den Ofen oder bäckt sie mit viel Sonnenblumenöl in der Pfanne heraus, bis sie goldfarben strahlen, läßt das Öl auf Papier abtropfen und serviert dann. Hinweis: Die Gäste freuen sich über verschiedene Füllungen, die von außen ja nicht zu erkennen sind, also jedes Mal eine angenehme Überraschung bieten. Und was nicht gleich gegessen wird, schmeckt später auch kalt noch vorzüglich.

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Kochkurs 2010 - In Aktion

Die diesjährigen Russisch-Deutschen Wochen an der VHS sind erfolgreich zu Ende gegangen. Bis auf einen Konversationskurs fanden alle Veranstaltungen statt, auch wenn die beiden vorgesehenen Dozentinnen, Marina Gajlit und Tatjana Kolesnikowa, aus Wladimir kurzfristig durch Ludmila Kondratenko, Natalia Grebnjew sowie Nadja und Peter Steger ersetzt werden mußten. Einen Rückblick auf den Kochkurs mit allen Rezepten zum Nachlesen bietet die von Nadja Steger zusammengestellte PDF-Datei Kochkurs 2010

Kochkurs 2010 - Festmahl

Aber schon bald geht es weiter: Wer dieses Mal zu spät gekommen ist, kann sich für den nächsten Kochkurs am Samstag, den 13. März, zum Thema „Russische Fastentage und das das Orthodoxe Ostern“ anmelden. Das ganztägige Seminar bereitet mit einer Kleingruppe von acht bis zwölf Personen russische Osterspezialitäten zu und bietet zugleich die Möglichkeit, ein wenig Russisch zu lernen, oder seine Kenntnisse aufzufrischen. Mit Wörterbuch und Kochlöffel ausgerüstet, entdecken Sie typisch russische Fasten- und Osterköstlichkeiten: Kulitsch backen, Paßcha zubereiten, Eier à la russe bemalen und vieles über die orthodoxen Traditionen und Rezepte erfahren Sie in diesem Seminar. Vorkenntnisse im Russischen sind nicht unbedingt erforderlich. Anmeldung an der VHS unter Tel.: 09131/862668 oder alexandra.rauhtaeschlein@stadt.erlangen.de.  

Syrniki in der Pfanne

Wer aber so lange nicht warten will, kann sich ja schon einmal an den Syrniki (сырники von сыр =Käse) versuchen, die ähnlich wie unser Käsekuchen wenig mit Gouda & Co., aber viel mit Topfen und Quark zu tun haben. Diese Syrniki ißt man in Rußland übrigens gerne schon zum Frühstück, wie Gäste des Erlangen-Hauses bereits wissen.

Syrniki - russischer Quark

Zutaten: 250 g russischer Quark („Irina“ in der Wladimirstraße), 1 Ei, 2 EL Zucker, 1 Prise Vanillezucker, 1 Prise Salz, ½ Teelöffel Backpulver, 1 EL zerlassener Butter, ½ Glas Mehl (ca. 80 g), Rosinen nach Geschmack.

Zubereitung: Alles gut verrühren, Sonnenblumenöl in die Pfanne geben, aus dem Teig fast handtellergroße Teile formen, in zusätzlichem Mehl wälzen und dann im heißen Öl dunkelgold backen.

Syrniki - Serviervorschlag

Serviervorschlag: Mit saurer Sahne (am besten сметана aus dem Russischen Laden „Irina“) aber auch Konfitüre, Marmelade oder Honig servieren; am besten direkt aus der Pfanne essen, schmecken aber auch noch einige Zeit später, abgekühlt lecker.

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