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Posts Tagged ‘Petersburger Dialog Wladimir’


Der im Jahr 2001 gegründete „Petersburger Dialog“ stellt, ähnlich wie die Städtepartnerkonferenzen, gerade in Zeiten der politischen Konfrontation eine unverzichtbare Plattform für den Meinungsaustausch zwischen der deutschen und russischen Zivilgesellschaft zur Verfügung. Ein Forum, das, weder lokal noch inhaltlich festgelegt, hier wie dort die unterschiedlichsten Themen an immer wieder wechselnden Orten diskutiert. Vom 18. bis 20. November tagte nun die Arbeitsgruppe Medien in Wladimir, wozu Hartmut Augustin, Chefredakteur der Mitteldeutschen Zeitung, folgenden Bericht veröffentlichte:

Egal ob Hörfunk, Fernsehen oder Zeitung – momentan gibt es neben dem tagesaktuellen Geschehen ein Hauptthema, das die Redaktionen umtreibt: die digitale Transformation. Wie gelingt es, konvergente Redaktionen aufzubauen, die althergebrachte und neue Medien-Kanäle bespielen können? Das ist in Deutschland so und auch in der Russischen Föderation. Und genau deshalb stand die Tagung der Arbeitsgruppe Medien des Petersburger Dialoges vom 18. bis 20. November 2015 unter dem Thema: „Veränderung in den Medien im digitalen Zeitalter“.

Petersburger Dialog

Die Tagung fand dieses Mal in Wladimir statt. Von deutscher Seite nahmen der ARD-Hörfunk-Studioleiter in Moskau, Hermann Krause, Buchautor Sergej Lochthofen, der Leiter der russischen Redaktion vom RBB, Oleg Zinkovski, und der Chefredakteur der Mitteldeutschen Zeitung, Hartmut Augustin, teil. Die russische Delegation führte der Erste Stellvertretende Generaldirektor von ITAR-TASS, Michail Gusmann, an. Am Runden Tisch im Haus der Freundschaft saßen neben politischen Vertretern aus der Region vor allem Kolleginnen und Kollegen aus Redaktionen von Zeitungen, Fernsehen und Online-Diensten.

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Welche Zukunft hat die Tageszeitung? Wie seriös sind die digitalen Nachrichten-Angebote? Wie gut ist heute die Ausbildung der Journalistinnen und Journalisten? Welchen „Biß“ haben junge Kolleginnen und Kollegen im Fernsehen? Wie steht es um Wahrheit und Glaubwürdigkeit bei digitalen Angeboten? Welche Regeln gelten im Internet? Wie gefährlich sind Blogs für etablierte Medien? Wie unabhängig muß und kann die Presse sein, wenn sie vom Staat finanziert wird? Gibt es eine Zensur in deutschen und russischen Medien? Diese und weitere Fragen wurden drei Stunden lang von den Teilnehmern lebhaft und kontrovers diskutiert. Es zeigte sich: Es gibt keine einheitliche deutsche oder russische Meinung, sondern die Sicht auf die digitale Transformation und die Konsequenzen hängen vom Lebensalter, Medium und journalistischen Selbstverständnis ab. Im Ergebnis erhielten die Teilnehmer einen sehr guten Einblick in die Situation beider Länder. Die Delegationen waren sich einig in der Absicht, dieses Thema bei weiteren Treffen zu vertiefen.

Mehr zum Thema unter http://www.petersburger-dialog.de

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