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Posts Tagged ‘Natalia Korssakowa’


Gäste aus Wladimir ohne Dolmetscher auf Deutsch begrüßen zu können, passiert Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens nicht bei jedem Empfang. Aber eine Gruppe aus dem Erlangen-Haus bringt natürlich ganz andere Voraussetzungen mit: das Sprachniveau A2 und eine zehnjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Volkshochschule.

Gerhard Kreitz und Susanne Lender-Cassens

Am Donnerstag angekommen und auf die Gastfamilien verteilt, stand gestern zunächst einmal auf dem Programm, die gastgebende Volkshochschule kennenzulernen und zu erfahren, was in den kommenden zwei Wochen alles an Kursangeboten und Freizeitmöglichkeiten auf sie wartet. Stets begleitet und betreut vom Freundeskreis Wladimir und dessen Sprecher, Gerhard Kreitz.

Susanne Lender-Cassens und Heide Thies

Nach dem Wochenende in der Fränkischen Schweiz und bei landeskundlichen Exkursionen beginnt dann am Montag für die zwölf Gäste im Club International die Arbeit. Vormittags steht Deutsch auf dem Stundenplan, unterrichtet von Heide Thies und koordiniert von Reinhard Beer, dem Leiter der Sprachenabteilung an der VHS. Ein bewährtes Duo für Wladimir!

Die Gäste und ihre Gastgeber mit Reinhard Beer ganz rechts im Bild

Am Nachmittag und Abend geht es hinaus in das bunte deutsche Leben in und um Erlangen, wo es gilt, die Sprache zu sprechen, Sicherheit in der Praxis zu gewinnen.

Natalia Korssakowa, Dozentin am Erlangen-Haus und Leiterin der Gruppe, mit Susanne Lender-Cassens

Zum Abschiedsabend übernächste Woche hat sich die Bürgermeisterin übrigens schon angekündigt. Da will sie sich persönlich von den sprachlichen Fortschritten der Gäste überzeugen. Die Prüfungsergebnisse werden sicher im Blog nachzulesen sein, aber keine Sorge, ein Rigorosum dürfte das schon nicht werden.

Bilder: Nadja Steger

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Wer Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, tut gut daran, das Grüne Diplom des Goethe-Instituts zu erwerben. Eine durchaus anspruchsvolle Urkunde, die sich nur erwerben kann, wer schon ausgezeichnete Deutschkenntnisse (mind. Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen), ein abgeschlossenes Hochschulstudium Deutsch als Fremdsprache und/oder Germanistik inkl. fachdidaktischer Komponente sowie Lehrerfahrung im Bereich Deutsch als Fremdsprache nachweisen kann. Ein Leichtes freilich für die Dozentinnen am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses, wo bereits Tatjana Kirssanowa und Natalia Dumnowa die vierstufige Ausbildung und den Abschluß geschafft haben.

Natalia Korssakowa vor dem Goethe-Institut Moskau

Seit kurzem gehört auch Natalia Korssakowa zum erlesenen Kreis der Grünen Diplomanden. Ein Erfolg, zu dem man ihr in Erlangen schon morgen gratulieren kann, wenn die Dozentin mit einer Gruppe von Teilnehmern an den Deutschkursen des Erlangen-Hauses für zwei Wochen an die Volkshochschule Erlangen kommt, wo jener Geist waltet, von dem ihr Nachbar von einst, Friedrich Rückert, sprach, dem ja kaum eine Sprache der Welt fremd war: „Mit jeder Sprache mehr, die du erlernst, befreist du einen bis dahin in dir gebundenen Geist.“

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Was ein richtiger Arbeitstag in Wladimir ist, beginnt – so wie am gestrigen Morgen – mit einem Empfang und Arbeitsgespräch im Rathaus mit Oberbürgermeisterin Olga Dejewa und Oberstadtdirektor Andrej Schochin, um gemeinsam mit Alina Wedechina, der Leiterin des Kulturamtes, dem die Internationalen Beziehungen unterstellt sind, Wladislaw Poldjajew, persönlicher Mitarbeiter der Oberbürgermeisterin sowie der Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, Irina Chasowa, und der Partnerschaftsbeauftragten, Olga Dugina, akutelle Fragen des Austausches zu besprechen – vom Newcomer Festival bis zum 2018 anstehenden 35jährigen Partnerschaftsjubiläum.

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Alina Wedechina, Olga Dejewa, Wolfram Howein, Andrej Schochin, Irina Chasowa, Wladislaw Poldjajew und Olga Dugina

Dann aber geht es mit Wolfram Howein, der vorgestern auf eigenen Wegen angereist ist, gleich weiter zur Rosenkranzgemeinde, um den Fortgang der Bauarbeiten am Pilgerzentrum in Augenschein zu nehmen.

Tor zur Rosenkranzgemeinde

Tor zur Rosenkranzgemeinde

Und da ist tatsächlich in den letzten Wochen wieder viel passiert.

Maria im Schnee

Maria im Schnee

Die Fassaden und Fenster sind ebenso fertiggestellt wie das Dach. Sogar erste Ornamente wurden bereits angebracht.

Pilgerzentrum

Pilgerzentrum

Im Eingangsbereich, der übrigens nach russischen Bauvorschriften behindertengerecht zu gestalten ist, bleibt noch einiges zu tun, vor allem die Aufschüttung hoch zur Tür und die Anlage des Weges.

Pilgerzentrum Eingangsbereich

Pilgerzentrum Eingangsbereich

Aber die gußeiserne Feuertreppe am rückwärtigen Teil des Gebäudes steht.

Pilgerzentrum mit Feuertreppe sowie Rosenkranzkirche im Hintergrund

Pilgerzentrum mit Feuertreppe sowie Rosenkranzkirche im Hintergrund

Vor allem aber: Die Besucher sind angetan von der Qualität der handwerklichen Arbeit gerade auch im Innenbereich.

Dieter Kümpers in einem der Zimmer

Dieter Kümpers in einem der Zimmer

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Mauerwerk, das laut Auflagen des Denkmalschutzes den Maßen von Pfarrhaus und Kirche entsprechen soll, um die Einheitlichkeit des Komplexes zu wahren.

Eisblumen

Eisblumen

Sogar die Fenster – so die Vorschrift – sind im neugotischen Stil gehalten, was den Räumen eine ganz eigene Spiritualität verleiht, an Klosterzellen denken macht.

Fensterfront

Fensterfront

Überall sind Sorgfalt und das Bemühen um gute Ausführung zu sehen. Und auch wenn es nicht mehr gelang, vor der Frostperiode die Heizung einzubauen, braucht man sich keine Sorgen um die Substanz zu machen.

Durchblick

Durchblick

Sämtliche Anschlüsse sind verlegt, die Vorgaben der Behörden erfüllt, ein architektonisches Juwel reift da heran, das sich ideal einfügen dürfte in das Ensemble um die Rosenkranzkirche herum. Nun gilt es, die katholischen Hilfswerke „Renovabis“ und „Kirche in Not“ sowie die Bistümer, die bereits ihr Scherflein zum Gelingen des Projekts Pilgerzentrum beigetragen haben, für die Fortsetzung der Unterstützung zu gewinnen.

Rosenkranzkirche

Rosenkranzkirche

Dieter Kümpers läßt sich deshalb auch genau das Konzept für den späteren Betrieb des Zentrums erläutern. Der Unternehmensberater und Tourismusfachmann verfügt als Vorstandsmitglied des Vereins Christlicher Hoteliers nicht nur über jahrzehntelange Berufserfahrung, sondern ist auch mit Wladimir eng verbunden, seit er 1989 in Erlangen die „Woche der Russischen Küche“ und im Jahr darauf in der Partnerstadt die „Woche der Fränkischen Küche“ durchführte.

Dieter Kümpers und Sergej Sujew

Dieter Kümpers und Sergej Sujew

Wichtig dabei auch Kennzahlen zum Fremdenverkehr in Wladimir. Gerade ist eine Statistik erschienen, wonach die Nachbarstadt Susdal unter ausländischen Touristen auf der Beliebtheitsskala den 12. Platz unter allen russischen Städten einnimmt; Wladimir kommt immerhin noch auf die Position 28.

Sergej Sujew, Ljubow Kunzewa, Wolfram Howein, Swetlana Schelesowa, Dieter Kümpers, Alexej Kurilow und Dmitrij Pawlow

Sergej Sujew, Ljubow Kuzewa, Wolfram Howein, Swetlana Schelesowa, Dieter Kümpers, Alexej Kurilow und Dmitrij Pawlow

Die beiden Bauunternehmer, Dmitrij Pawlow und Alexej Kurilow, haben ihren Teil bestens erledigt, die Abnahme ist fast nur noch Formsache; nun gilt es also für Pfarrer Sergej Sujew, gemeinsam mit seiner Haushälterin, Ljubow Kuzewa, und Swetlana Schelesowa, stellvertretende Leiterin des Erlangen-Hauses, sowie Dieter Kümpers und Wolfram Howein einen Geschäftsplan zu erarbeiten.

Blick vom Pfarrhaus zur Altgläubigenkirche

Blick vom Pfarrhaus zur Altgläubigenkirche

Eine lohnende Aufgabe, wie Dieter Kümpers meint, denn eine hohe Auslastung kann er sich durchaus vorstellen. Doch um sich eine endgültige Meinung bilden zu können, sind für den anderen Tagen weitere Fachgespräche angesetzt. Seine Expertise will ja Hand und Fuß haben.

Rosenkranzkirche

Rosenkranzkirche

Nach all den Gesprächen gönnen sich die Gäste einen Spaziergang zurück zum Erlangen-Haus in winterlicher Abendstimmung.

Der gestiefelte Kater

Der gestiefelte Kater

Der Weg führt vorbei am Schauspielhaus, wo demnächst das Weihnachtsstück „Der gestiefelte Kater“ gegeben wird,

Altgläubigenkirche und Goldenes Tor

Altgläubigenkirche und Goldenes Tor

hinüber zur Altgläubigenkirche, die das berühmte Glasmuseum beherbergt und zum Goldenen Tor.

Dieter Kümpers am Kontrabaß vor dem Goldenen Tor

Dieter Kümpers am Kontrabaß vor dem Goldenen Tor

Immer wieder begegnen den winterlichen Flaneuren unterwegs Skulpturen, die der Stadt ein künstlerisches Flair verleihen.

Verklärungskirche

Verklärungskirche

Am Befestigungswall entlang, den die Mongolen im Februar 1238 erstürmten, richten sich die Schritte zu dem Platz, wo einst Großfürst Andrej Bogoljubskij seine Residenz errichtete und wo seit dem späten 18. Jahrhundert die Verklärungskirche steht.

Fahrradständer

Fahrradständer

Verwunderlich nur, wie wenig Passanten in der hier angelegten Fußgängerzone anzutreffen sind. Es kann nicht nur am Frost liegen.

Verklärungskirche

Verklärungskirche

Möglicherweise fehlt doch in all dieser patriarchalen und erhabenen Schönheit ein irdischer Fixpunkt mit gastronomischen Angeboten, vielleicht auch ein Kiosk oder kleiner Laden.

Blick zur Kuppel des Goldenen Tors von der Verklärungskirche

Blick zur Kuppel des Goldenen Tors von der Verklärungskirche

Aber das kann ja noch kommen. Bisher allerdings menschenleer, ein Freiluftmuseum ohne Publikum.

Verklärungskirche

Verklärungskirche

Wenn da nicht immer wieder diese Figuren und Skulpturen wären, die dem Weichbild ihre Strukturen verleihen.

Feuerwache

Feuerwache

Städtebaulich freilich bestens gelungen, was hier entstanden ist.

St. Georgij

St. Georgij

Ein großer Gewinn auch die Restaurierung der Wohnhäuser, die sich noch vor wenigen Jahren in einem beklagenswerten Zustand befanden.

Häuserzeile in der Fußgängerzone

Häuserzeile in der Fußgängerzone

Aber jetzt sollen einfach die Bilder für sich wirken. Es muß ja nicht immer alles kommentiert werden…

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Wladimirer Bazi-Lumpazi

historische Zollstation

historische Zollstation

Der Wladimirer Spitzel

Wladimirer Spitzel

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Dieter Kümpers vor St. Georgij

Dieter Kümpers vor St. Georgij

Dieter Kümpers und der Wladimirer Apotheke

Dieter Kümpers und der Wladimirer Apotheker

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

zweisprachige Wegweiser

zweisprachige Wegweiser

Was Dieter Kümpers vor kurzem noch angemahnt hatte, ist jetzt schon umgesetzt: In der gesamten Altstadt von Wladimir findet man zweisprachige Wegweiser.

Tatjana Kirssanowa, Natalia Korssakowa, Natalia Dumnowa und stehend Tatjana Kolesnikowa

Tatjana Kirssanowa, Natalia Korssakowa, Natalia Dumnowa und stehend Tatjana Kolesnikowa

Und dann sind wir schon wieder im Erlangen-Haus, wo sich die Deutsch-Dozentinnen über vorweihnachtliche Mitbringsel der Gäste freuen, gut geeignet zur Auszeichnung von Kursteilnehmern mit besonderen Leistungen.

Kathedralenplatz

Kathedralenplatz

Unterdessen ist es ganz dunkel geworden, doch überall gehen die Lichter in Wladimir an. Für manchen Geschmack mancherorts ein wenig zu viel der Illumination, aber es geht auch ganz dezent mit wenigen Kerzen wie im Fenster des Erlangen-Hauses.

Abendgruß im Erlangen-Haus

Abendgruß im Erlangen-Haus

Bevor wir das Licht nun löschen noch ein Wintergruß an Erlangen bei erfrischenden 15 Grad Frost.

 

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Das Erlangen-Haus hat viele Vorzüge. Wie anders ließe sich erklären, daß eine solche Einrichtung seit mehr als einem Vierteljahrhundert derart erfolgreich tätig sein kann! Das größte Pfund, mit dem die Außenstelle der Städtepartnerschaft in Wladimir freilich wuchern kann, ist zweifelsohne das Team um Geschäftsführerin Irina Chasowa mit seiner Dozentenschaft. Abzulesen sicher auch daran, daß man sich hier nie mit dem erreichten Niveau zufriedengibt, nie stehen bleibt, immer neue Herausforderungen annimmt.

Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa

Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa

So hat jetzt die Koordinatorin der Deutschkurse, Tatjana Kirssanowa, gemeinsam mit ihrer Kollegin, Natalia Korssakowa – getreu dem Motto: Man lernt im Leben nie aus – erfolgreich eine Weiterbildung beim Goethe-Institut Moskau zum Thema „Landeskunde Cross Media“ abgeschlossen, um den Unterricht noch lebendiger und abwechslungsreicher zu gestalten.

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Und soeben hat eine weitere Dozentin, Natalia Dumnowa, die sprachliche Begleiterin des BDKJ-Austausches, das Programm „Grünes Diplom“ abgeschlossen und damit ein Zertifikat erhalten, das auf der ganzen Welt als Nachweis der Qualifizierung als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache anerkannt wird. Das macht Freude und verdient drei große Komplimente!

Natalia Dumnowa

Natalia Dumnowa

Aber es gibt auch die verstörende Nachricht von dem einundvierzigjährigen Mann, der vorgestern abend ganz in der Nähe des Erlangen-Hauses von mindestens fünf Schüssen, zum Teil in den Kopf, so schwer verwundet wurde, daß er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Hintergründe und Motive des Verbrechens sind noch unklar. Freud und Leid – wie immer und leider auch hier wieder – ganz nah beisammen.

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Im Erlangen-Haus standen wieder einmal Prüfungen an. Dieses Mal für Schüler, die sich auf den Stufen 1 und 2 des Programms „Fit für Deutsch 1“ examinieren ließen. 15 Mädchen und Jungen wollten es wissen und wurden am vergangenen Samstag für ihren Schweiß der Tüchtigen mit Zertifikaten belohnt, die weltweite Anerkennung genießen und natürlich bei Bewerbungen für Stipendien helfen.

Tatjana Kirssanowa und Irina Smirnowa

Tatjana Kirssanowa und Irina Smirnowa

Auch wenn das Klagelied hier schon des öfteren erklungen, bleibe es auch heute nicht ungesungen: Das Deutsche ist leider an den russischen Schulen – auch in Wladimir – auf dem Rückzug und weicht immer mehr dem Englischen. Desto lobenswerter der begeisterte Einsatz des Teams um Tatjana Kirssanowa, im Sprachlernzentrum immer neue Angebote zu machen und die Schulen stärker einzubinden. Unverzichtbar dabei die Programme des Goethe-Instituts Moskau sowie das Engagement von Lehrerinnen wie Irina Smirnowa, der es gelingt, Schüler wie Eltern für die Kurse am Erlangen-Haus zu gewinnen.

Tatjana Kolesnikowa, Tatjana Kirssanowa und Irina Smirnowa mit ihren glücklichen Absolventen

Tatjana Kolesnikowa, Tatjana Kirssanowa und Irina Smirnowa mit ihren strahlenden Absolventen

Da fügt es sich glücklich, wenn im Juli fast die ganze Dozentenschaft zusammen mit Deutschlehrerinnen an Wladimirer Schulen, darunter auch Irina Smirnowa, für zwei Wochen nach Erlangen kommt, um auch die eigenen Sprachkenntnisse – so gut sie auch schon sein mögen – zu verbessern, ganz dem Motto verpflichtet: Das Bessere ist des Guten Feind. Zurückbringen werden sie dann sicher neben Schmetterlingen im Bauch weitere Appetithappen für künftige Teilnehmer an den Deutschkursen und damit das Projekt des Goethe-Instituts, „Deutsch im Gepäck“, ergänzen, das in der Partnerstadt bereits angelaufen ist. Buchstäblich. Natalia Korssakowa vom Team des Erlangen-Hauses ist nämlich schon unterwegs an Wladimirer Schulen mit ihrem riesigen grünen Koffer, voller Preise, Spiele und Lehrmaterial. Ein Stoff, wie gemacht für eine Fortsetzungsgeschichte im Blog…

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Auch im Erlangen-Haus wird Advent gefeiert, gilt doch dort das Motto: Deutsch ist mehr als eine Sprache. Klar, Vokabeln wollen gepaukt werden, die Grammatik fordert den Schweiß der Tüchtigen, aber der Preis lohnt all die Mühen. Besonders, für all jene, die am vorweihnachtlichen Landeskunde-Wettbewerb „Auf Entdeckungsreise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz“ (kurz D-A-CH) teilnahmen. Mit viel Freude – auch für die Lehrkräfte -, wie Tatjana Kirssanowa, die Leiterin des Sprachlernzentrums berichtet.

Gruppe B1 mit Kursleiterin Natalia Korssakowa

Gruppe B1 mit Kursleiterin Natalia Korssakowa

Am 7. Dezember traf die Jury ihre Entscheidung und wählte die besonders beeindruckenden Ergebnisse aus – es galt, gruppenweise 28 Fragen zu beantworten – prämierte die Gewinner. Der zweite Preis, ein von Sieghard Hellmann gespendeter Adventskalender, ging an die Gruppe von Natalia Korssakowa, und ganz vorne landete die Gruppe von Tatjana Korssakowa, belohnt mit einer Weihnachtstorte und beklatscht von den gar nicht so traurigen Unterlegenen. Man nimmt es sportlich im Erlangen-Haus: Dabeisein ist alles!

Tatjana Kirssanowa und der Kurs A 2

Tatjana Kirssanowa und der Kurs A 2

Und was ist mit den übrigen Adventskalender, die rechtzeitig zum 1. Dezember aus Erlangen eintrafen? Die hängen in den Klassenzimmern, und jeden Tag darf jemand, der sich auszeichnet (nie schwänzt / bei den Tests ausgezeichnet abschneidet / Geburtstag hat), ein Fensterchen öffnen. Noch zwölf Mal… Aber es gibt auch ein virtuelles Fenster hinüber ins Erlangen-Haus – http://is.gd/Rcsql6 – mit überraschenden Einblicken in Alltag und Höhepunkte des Kurslebens. Bisher weitgehend zwar auf Russisch, aber das ist ja auch weit mehr als nur eine Sprache.

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Bisher ist das Erlangen-Haus bekannt für seine Deutsch-Kurse. Man weiß auch von den alljährlichen Reisen von Gruppen aus dem Erlangen-Haus, um im Juli an der hiesigen Volkshochschule eigens für die Besucher eingerichtete Kurse zu Sprache und Landeskunde zu besuchen. Ganz neu aber ist die Idee des Erlangen-Hauses, Russisch für Gäste aus Erlangen anzubieten.

Gerhard Kreitz, am Tischende im rechten Eck, mit einem Teil seiner Gruppe auf dem Balkon des Erlangen-Hauses

Gerhard Kreitz, am Tischende im rechten Eck, mit einem Teil seiner Gruppe auf dem Balkon des Erlangen-Hauses

Unter Leitung von Gerhard Kreitz, dem Sprecher des Freundeskreises Wladimir, hält sich nun seit Donnerstag vergangener Woche eine elfköpfige Gruppe von Pionieren in der Partnerstadt auf, um ihre Russischkentnisse auf unterschiedlichem Niveau aufzufrischen und zu vertiefen. Ganze zwei Wochen lang mit Unterbringung in Familien.

Auf Erkundungstour durch Wladimir

Auf Erkundungstour durch Wladimir

Vormittags Unterricht in zwei Gruppen am Erlangen-Haus und nachmittags sowie natürlich an den Wochenenden landeskundliche Ausflüge und Unternehmungen. Gelegenheiten, das Erlernte im Feldversuch zu praktizieren.

Ute Schirmer beim Einkaufen

Ute Schirmer beim Einkaufen

Gleich am ersten Arbeitstag stand übrigens Einkaufen auf dem Programm. Denn am Abend sollten die Gäste im Erlangen-Haus einen Fränkischen Abend gestalten: kulinarisch wie kulturell.

Ute Schirmer und Gerhard Kreitz beim Kochen für den Fränkischen Abend

Ute Schirmer und Gerhard Kreitz beim Kochen für den Fränkischen Abend

Gerhard Kreitz hatte erst kurz vor der Abreise von dem Programmpunkt erfahren und deshalb noch einige Einkäufe in Erlangen getätigt, zum Beispiel einen Laib Bauernbrot eingepackt. Aber alles, was man sonst so für ein Festmahl benötigt, wurde dann doch vor Ort besorgt – und natürlich frisch zubereitet. Irina Chasowa, Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses und ehrenamtliche Spezialkorrespondentin des Blogs, berichtet im Telegrammstil über diesen ersten Tag:

Gruppenbild mit Natalia Korssakowa (rechts)

Gruppenbild mit Natalia Korssakowa (rechts)

Am ersten Tag ging alles ein wenig durcheinander. Die Gäste hatten ihre Pässe für die Registrierung in den Wohnungen gelassen und wechselten dann immer wieder zwischen den Gruppen. Nach dem Unterricht machten wir eine kleine Begrüßung mit Sekt und Obst, bevor es zum Mittagessen ging. Alle genossen das angenehm warme und sommerliche Wetter und erzählten von den Höllentemperaturen bei euch. Nach dem Mittagessen machten sie sich zu Fuß zum Markt auf (wegen der Bauarbeiten an der Umgehungsstraße ist die halbe Stadt umgegraben, und die Busse fahren alle möglichen Schleichwege). Zurück kamen sie über die Schlucht und das Stadion und querten die künftige Umgehungsstraße. Gerhard Kreitz und Ute Schirmer zaubern jetzt in der Küche, bereiten sich auf den Fränkischen Abend vor. Andere lernen fleißig weiter, wieder andere sitzen einfach in der Küche und plaudern dort nach guter alter russischer Sitte…

Auf dem Bahnhof Wladimir vor der Abfahrt nach Nischnij Nowgorod mit Tatjana Kolesnikowa (2. v.r.)

Auf dem Bahnhof Wladimir vor der Abfahrt nach Nischnij Nowgorod mit Tatjana Kolesnikowa (2. v.r.)

Eines kann man wohl schon jetzt nach den ersten Tagen sagen: Das Konzept bewährt sich. Die Gruppe unternimmt möglichst viel selbständig, begleitet von immer wieder anderen Dozentinnen des Erlangen-Hauses, und lernt so Land und Leute kennen. Ganz anders als bei einer rein touristischen Reise. Viel unmittelbarer. Und so ganz nebenbei erwirbt sich das Erlangen-Haus neue Kompetenzen und wird nun wohl regelmäßig im Sommer Russisch-Kurse anbieten. Nicht nur für Gäste aus Erlangen.

Blick auf die Wolga, Nischnij Nowgorod

Blick auf die Wolga, Nischnij Nowgorod

Noch etwas passiert so ganz nebenbei: Die Bürgerpartnerschaft beweist wieder einmal im Zusammenspiel mit dem Erlangen-Haus ihre Vitalität und Vielfalt, fast ohne das Zutun der Rathäuser hier wie dort. Ganz im Sinne der Erfinder und Begründer dieser wunderbaren deutsch-russischen Freundschaft. Молодцы!

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