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Posts Tagged ‘Natalia Dumnowa’


Alles hatte mit einem launemachenden Video https://is.gd/zkxKok begonnen, in dem Lara Heinen, den Hexenbesen in der Hand, alle Gäste des Erlangen-Hauses zum lustigen Faschingstreiben einlud. Wohl zum letzten Mal, denn nach einem halben Jahr als vom Goethe-Institut entsandte Sprachassistentin wird die Lüdenscheiderin – zumindest vorerst – Wladimir wieder verlassen.

Natalia Dumnowa und Lara Heinen

Bleiben werden aber sicher ihre kunterbunten Anregungen für eine abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichts, ihre unterhaltsamen Schilderungen des Lebens in Deutschland zwischen Alltag und Festen, ihre ansteckende Heiterkeit. Und vermissen werden ihre Dozentin nicht nur die Kursteilnehmer, sondern natürlich besonders die Kolleginnen, denen die pädagogische Unterstützung durch Lara Heinen viele Impulse gab.

Wer hat da sein Kostüm vergessen?

Am Rosenmontag und Faschingsdienstag nun also die letzten großen Veranstaltungen unter Beteiligung von Lara Heinen. Der Kehraus im Erlangen-Haus.

Die drei indischen Grazien

Zeitgleich übrigens steht im russischen Festkalender die „Butterwoche“ mit dem Pfannkuchen als kulinarischem Mittelpunkt eines nicht weniger närrischen Treibens, das am Wochenende mit dem Beginn der vorösterlichen Fastenzeit mit dem Verbrennen einer Strohpuppe als Symbol des Winters schließt.

Erlangen-Haus im Bann des Winters

Dabei scheint es, als habe die kalte Jahreszeit gerade erst begonnen, wenn man sich ansieht, wie das Erlangen-Haus im Schnee versinkt und dann wie aus einem weißen Märchen auftaucht.

Ritter Kunibert von und zu Wladimir

Drinnen, wo es hell ist und warm, tummeln sich derweil Rotkäppchen und Ritter Kunibert, formiert sich eine Polonaise, hält man kleine Büttenreden. Und alle, fast alle, haben sich kostümiert.

Narren von Wladimir in Habtachtstellung

Ein Fest der Phantasie: Kürrasiere, Kleider und Kostüme zum Karneval. So kann der Frühling kommen, wenn denn der Winter weicht.

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So schön kann Weihnachten sein, wenn man es im Erlangen-Haus feiert und die russischen Bräuche mit den deutschen Landessitten so zu verbinden weiß, wie das die Sprachassistentin des Goethe-Instituts, Lara Heinen, tut. Da wird gebacken und gebastelt, geschmückt und gesungen, gespielt und beschenkt.

Die „Jolka“, der Neujahrsbaum, im Erlangen-Haus

Ein Höhepunkt dann gestern mit der Premiere des Stücks „Die zwölf Monate“, von den Kindern in Auszügen auf Deutsch aufgeführt. Geschrieben hat diesen sowjetischen Klassiker in den Kriegsjahren Samuel Marschak, und in den 50er Jahren entstand dazu ein gleichnamiger Zeichentrickfilm, der den Vergleich mit den besten Produktionen von Walt Disney beileibe nicht zu scheuen braucht. Wer dieses liebenswürdige Zauberwerk noch nicht gesehen hat, genieße diese immer wieder hinreißende Einstimmung auf den Jahreswechsel nun – auf Deutsch – unter:  https://is.gd/Yk3EwK

Kindertheater „Die zwölf Monate“

Bleiben wir bei der Stimmung. Die ist zwar leider nach wie vor auf politischer Ebene nicht gerade wohltemperiert, schlägt aber der Städtepartnerschaft nicht merklich auf den Magen. Wieder gab es im ablaufenden Jahr zwischen Erlangen und Wladimir um die einhundert Begegnungen und Austauschmaßnahmen, wieder darf man sich über neue Höhepunkte freuen wie die Zusammenarbeit der Lehrstühle für Geschichte beider Universitäten oder die Gründung des Gesprächsforums „Prisma“, das übrigens Ende Januar in Erlangen seine Fortsetzung findet.

Aufführung des Stücks „Die zwölf Monate“ mit Deutsch-Dozentin Natalia Dumnowa im Hintergrund

Und bleiben wir beim Jahreswechsel: Da steht nämlich ab morgen ein Jubiläum an, 35 Jahre Städtepartnerschaft – mit einem Festprogramm über alle zwölf Monate hinweg. Aber davon dieser Tage dann mehr.

Weihnachtsbackkurs mit Lara Heinen, 5. v.l.

Janusköpfig wie diese Zeit zwischen den Jahren ist, blicken wir nach vorne wie zurück. Und im Rückblick gilt es vor allem all den vielen Ehrenamtlichen und gastgebenden Familien in beiden Städten zu danken, ohne die das so kunstvoll und eng gewobene Netz der Partnerschaft nicht gelingen würde. Dank an die Politik in Erlangen und Wladimir, die diesen Bürgerkontakten Rahmen, Struktur und Finanzen gewährleistet. Dank aber besonders an das Erlangen-Haus, das aus eigenen Mitteln und mit immer neuen Ideen nun schon seit 1995 als Kraftzentrum der Bürgerpartnerschaft fungiert.

Backen für die Zwergelklasse mit Lara Heinen

Danken möchte die Redaktion des Blogs nicht zuletzt den vielen interessierten Lesern für all die Sternchen, Zuschriften, Anregungen und vor allem für die eigenen Beiträge, die diese Internetplattform erst zu einem Medium des Austausches machen.

Schließlich bleibt noch, heute dem Mann zum Geburtstag zu gratulieren, ohne den es dieses Gesamtkunstwerk der Völkerverständigung gar nicht gäbe. Hätte nicht Dietmar Hahlweg vor 35 Jahren als Oberbürgermeister sich und seinem Erlangen ebenso beherzt wie vorausschauend gesagt: „Kommt, laßt es uns wagen, die Aussöhnung mit den Russen zu suchen und mit Wladimir eine Partnerschaft einzugehen!“ – nichts von all dem Schönen, das wir heute gemeinsam gestalten, wäre je möglich geworden. Dafür DANKE und noch viele, gesunde Jahre für den Jubilar.

Lara Heinen mit drei Weihnachtsengeln

Schnitt: Vorgestern suchte der Erste Kanal des Russischen Staatsfernsehens die „Stimme des Jahres“. Timofej Kopylow aus Wladimir hatte sich mit immer wieder neuen Titeln im Sturm durch alle Vorentscheidungen bis hinauf ins Finale gesungen und landete nun mit seiner Interpretation des Rock-Klassikers „Highway to Hell“, nein, nicht wieder ganz unten im Hades, sondern weit oben im Pop-Olymp auf dem zweiten Platz. Klar, die Wladimirer hätten ihren Kandidaten gern auf dem Thron gesehen, aber auch so ist und bleibt er bisher der einzige aus der Partnerstadt, der es bei dem landesweiten Wettbewerb so weit gebracht hat. Gratulation! Und hier geht es auf dem Umweg über die Hölle mit den besten Wünschen ins Neue Jahr: https://is.gd/lp37UR

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Wer Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, tut gut daran, das Grüne Diplom des Goethe-Instituts zu erwerben. Eine durchaus anspruchsvolle Urkunde, die sich nur erwerben kann, wer schon ausgezeichnete Deutschkenntnisse (mind. Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen), ein abgeschlossenes Hochschulstudium Deutsch als Fremdsprache und/oder Germanistik inkl. fachdidaktischer Komponente sowie Lehrerfahrung im Bereich Deutsch als Fremdsprache nachweisen kann. Ein Leichtes freilich für die Dozentinnen am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses, wo bereits Tatjana Kirssanowa und Natalia Dumnowa die vierstufige Ausbildung und den Abschluß geschafft haben.

Natalia Korssakowa vor dem Goethe-Institut Moskau

Seit kurzem gehört auch Natalia Korssakowa zum erlesenen Kreis der Grünen Diplomanden. Ein Erfolg, zu dem man ihr in Erlangen schon morgen gratulieren kann, wenn die Dozentin mit einer Gruppe von Teilnehmern an den Deutschkursen des Erlangen-Hauses für zwei Wochen an die Volkshochschule Erlangen kommt, wo jener Geist waltet, von dem ihr Nachbar von einst, Friedrich Rückert, sprach, dem ja kaum eine Sprache der Welt fremd war: „Mit jeder Sprache mehr, die du erlernst, befreist du einen bis dahin in dir gebundenen Geist.“

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Nach unserem ersten Aufenthalt vor zwei Jahren freuten wir uns über eine erneute Einladung vom 12. bis 16. Juni nach Wladimir, verbunden mit der Teilnahme an dem dort seinerzeit ins Leben gerufenen Jazzfestival „Jazz Grom“.

Jens Magdeburg, Florian Fischer und Gunther Rissmann

Nastja und Igor, die derzeit an der Hochschule Geige studieren, holten uns wieder am Flughafen Domodedowo in Moskau ab, und so konnten wir schon auf der mehrstündigen Fahrt nach Wladimir unser geplantes Besuchsprogramm besprechen.

Wladimir im Frühsommer

Untergebracht waren wir erneut in einer Wohnung der Universität, wo uns am nächsten Vormittag Igor abholte und von wo wir gemeinsam mit dem elektrischen Bus der Linie 8 zur Philharmonie fuhren. Dort waren wir Zuschauer einer Aufführung von Studierenden des Instituts für Kunst und Musik, die unter Leitung von Larissa Uljanowa ein humorvolles Kindermusical über den russischen Schulalltag darboten.

Kindermusical

Danach lauschten wir in der Kunst- und Musikfakultät einer Probe und dem Konzert des „High Life Jazz Orchestras“ unter Leitung von Andrej Schewljakow, das dieses Mal ihren musikalischen Schwerpunkt auf Bossa Nova und Samba legten, und gaben selbst noch eine halbstündige Kostprobe unseres Konzertprogramms.

Andrej Schewljakow (ganz rechts stehend) und sein Ensemble

Der nächste Tag war zunächst angefüllt mit einem Seminar der Dekanin Larissa Uljanowa über die musikalische Ausbildungssituation hier wie dort, wobei Florian Fischer, unser Schlagzeuger und derzeit Student an der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg, ein begehrter Gesprächspartner war. Einen Dank hier noch an Irina Chasowa vom Erlangen-Haus, die für uns dolmetschte.

Florian Fischer und Gunther Rissmann

Danach ging es in die Philharmonie für einen ersten Soundcheck für das morgige Konzert und dann noch weiter an die Berufsfachschule für Musik in Wladimir. Hier spielten wir Ausschnitte aus unserem Konzertprogramm, beteiligten uns an einer kleinen Jamsession mit den dortigen Studierenden und kamen in ein angeregtes Gespräch über Improvisationskonzepte und mögliche didaktische Umsetzungen.

Jens Magdeburg, Florian Fischer und Gunther Rissmann im Schatten von Wladimir Lenin

Gemeinsames Musizieren hat eben eine ganz stark verbindende Wirkung auch über Ländergrenzen hinweg, die in diesem Workshop auch gut zu spüren war.

Das Trio vor der Philharmonie

Am Donnerstag blieb am Vormittag noch Zeit, die neu angelegten Gärten eines ehemaligen Klosters zu besuchen, bevor wir am Nachmittag dann in die Philharmonie gingen für einen letzten Soundcheck und die Vorbereitung auf das Festivalkonzert. Der Konzertabend wurde von einem Chor aus Wladimir eröffnet, der jazzinspirierte Kompositionen darbot, gefolgt von unserem Trioauftritt.

Auftritt des „High Life Jazz Orchestra“

Nach einer Pause spielte zunächst die landesweit bekannte russische Formation „Acapella Express“, die Vokalmusik auf höchstem Niveau bot. Dann folgte das Konzert unserer Gastgeber, des “High Life Jazz Orchestra“, bevor der Moskauer Pianist, Sergej Schilin, den Abend mit seiner Darbietung beendete.

Das Jens-Magdeburg-Trio inmitten der Wladimirer Freunde

Am nächsten Morgen traten wir schon früh die Heimreise an und bestiegen den Zug nach Moskau, begleitet von Natalia Dumnowa, Dozentin am Erlangen-Haus, die sich freundlicherweise an ihrem freien Tag bereit erklärt hatte, uns Gesellschaft zu leisten.

Florian Fischer, Gunther Rissmann mit Natalia Dumnowa in der Moskauer Metro

So konnten wir abschließend noch ein paar Impressionen aus der beeindruckenden Zehnmillionen-Metropole Moskau erhaschen, bevor wir über Zürich wieder ins heimatliche Franken flogen.

Das Jens-Magdeburg-Trio auf dem Roten Platz

Unser Dank gilt wieder unseren herzlichen Gastgebern in Wladimir, Peter Steger sowie den Damen des Erlangen-Hauses für ihre Mühe und ihr Wohlwollen.

Jens Magdeburg

s. auch: https://is.gd/9clJsG

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Vor wenigen Tagen kam es zu einem kurzen Mailverkehr mit dem FAU-Studenten Max Firgau, an dessen vorläufigem Ende folgende Nachricht stand:

Max Firgaus Bude, Ansicht 1

Ich habe nach Erhalt Ihrer Mail ein wenig gesurft und stelle immer mehr Verbindungen fest, der Kreis schließt sich immer mehr:

– Irina Schadowa, die noch für zehn Tage in Erlangen ist, hat mir in meinen ersten Tagen hier geholfen, mich zurechtzufinden.

– Der Kontakt zu Irina entstand über ein Austauschprogramm der Katholischen Jugend Erlangen, bei dessen letzter Begegnung im vergangenen Jahr einige meiner Freunde dabei waren.

– Das Planungskomitee für dieses Programm war vor zwei Wochen für ein paar Tage in Wladimir und ich habe mich mit ihnen getroffen.

– Wiederum bei diesem Abend war Natalja Dumnowa dabei, die als Sprachlehrerin im Erlangen-Haus arbeitet, wo ich seit drei Wochen regelmäßig bin und den Schülern beim Deutschlernen helfe.

– Auf dem Blog „erlangenwladimir“ habe ich rechts in der Linkliste den Blog von Philipp Schütze gefunden, den ich schon vor einem halben Jahr gelesen hatte, als es für mich um die Organisation des Auslandssemesters ging. Ich schreibe ebenfalls einen Blog, falls das für Sie und die Öffentlichkeitsarbeit in der Städtepartnerschaft von Interesse ist: 5monatemitwladimir.blogspot.ru

Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt und hoch erfreut, wie dicht das Netz und die Strukturen zwischen unseren beiden Städten sind, man findet immer wieder Gemeinsamkeiten und Überschneidungen!

Als ich mich vergangenen September für das „Go East“ – Stipendium des DAAD bewarb, hatte ich die Wahl zwischen Wladimir und Jekaterinenburg. Obwohl zweitere Stadt größer ist und vermutlich (ich war nicht dort) mehr zu bieten hat, entschied ich mich für Wladimir, da ich mir durch die Städtepartnerschaft Vorteile wie soziale Kontakte und Unterhaltung erhofft hatte. Ich wurde nicht enttäuscht!:)

Max Firgaus Bude, Ansicht 2

Seit Februar studiert und unterrichtet also Max Firgau in Wladimir und berichtet regelmäßig über seine Erfahrungen im bisweilen noch etwas fremden Alltag, aber auch von Ausflügen nach Moskau (etwa, um dort ein falsch ausgestelltes Visum ändern zu lassen) und Nischnij Nowgorod, wo er mit Russen endlich wieder einmal richtig Deutsch sprechen kann und mit einem amerikanisch-brasilianischen Paar eine Erkundungstour unternimmt. Da kommt jedenfalls Lust auf, auch die noch kommenden Einträge zu lesen.

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Was ein richtiger Arbeitstag in Wladimir ist, beginnt – so wie am gestrigen Morgen – mit einem Empfang und Arbeitsgespräch im Rathaus mit Oberbürgermeisterin Olga Dejewa und Oberstadtdirektor Andrej Schochin, um gemeinsam mit Alina Wedechina, der Leiterin des Kulturamtes, dem die Internationalen Beziehungen unterstellt sind, Wladislaw Poldjajew, persönlicher Mitarbeiter der Oberbürgermeisterin sowie der Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, Irina Chasowa, und der Partnerschaftsbeauftragten, Olga Dugina, akutelle Fragen des Austausches zu besprechen – vom Newcomer Festival bis zum 2018 anstehenden 35jährigen Partnerschaftsjubiläum.

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Alina Wedechina, Olga Dejewa, Wolfram Howein, Andrej Schochin, Irina Chasowa, Wladislaw Poldjajew und Olga Dugina

Dann aber geht es mit Wolfram Howein, der vorgestern auf eigenen Wegen angereist ist, gleich weiter zur Rosenkranzgemeinde, um den Fortgang der Bauarbeiten am Pilgerzentrum in Augenschein zu nehmen.

Tor zur Rosenkranzgemeinde

Tor zur Rosenkranzgemeinde

Und da ist tatsächlich in den letzten Wochen wieder viel passiert.

Maria im Schnee

Maria im Schnee

Die Fassaden und Fenster sind ebenso fertiggestellt wie das Dach. Sogar erste Ornamente wurden bereits angebracht.

Pilgerzentrum

Pilgerzentrum

Im Eingangsbereich, der übrigens nach russischen Bauvorschriften behindertengerecht zu gestalten ist, bleibt noch einiges zu tun, vor allem die Aufschüttung hoch zur Tür und die Anlage des Weges.

Pilgerzentrum Eingangsbereich

Pilgerzentrum Eingangsbereich

Aber die gußeiserne Feuertreppe am rückwärtigen Teil des Gebäudes steht.

Pilgerzentrum mit Feuertreppe sowie Rosenkranzkirche im Hintergrund

Pilgerzentrum mit Feuertreppe sowie Rosenkranzkirche im Hintergrund

Vor allem aber: Die Besucher sind angetan von der Qualität der handwerklichen Arbeit gerade auch im Innenbereich.

Dieter Kümpers in einem der Zimmer

Dieter Kümpers in einem der Zimmer

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Mauerwerk, das laut Auflagen des Denkmalschutzes den Maßen von Pfarrhaus und Kirche entsprechen soll, um die Einheitlichkeit des Komplexes zu wahren.

Eisblumen

Eisblumen

Sogar die Fenster – so die Vorschrift – sind im neugotischen Stil gehalten, was den Räumen eine ganz eigene Spiritualität verleiht, an Klosterzellen denken macht.

Fensterfront

Fensterfront

Überall sind Sorgfalt und das Bemühen um gute Ausführung zu sehen. Und auch wenn es nicht mehr gelang, vor der Frostperiode die Heizung einzubauen, braucht man sich keine Sorgen um die Substanz zu machen.

Durchblick

Durchblick

Sämtliche Anschlüsse sind verlegt, die Vorgaben der Behörden erfüllt, ein architektonisches Juwel reift da heran, das sich ideal einfügen dürfte in das Ensemble um die Rosenkranzkirche herum. Nun gilt es, die katholischen Hilfswerke „Renovabis“ und „Kirche in Not“ sowie die Bistümer, die bereits ihr Scherflein zum Gelingen des Projekts Pilgerzentrum beigetragen haben, für die Fortsetzung der Unterstützung zu gewinnen.

Rosenkranzkirche

Rosenkranzkirche

Dieter Kümpers läßt sich deshalb auch genau das Konzept für den späteren Betrieb des Zentrums erläutern. Der Unternehmensberater und Tourismusfachmann verfügt als Vorstandsmitglied des Vereins Christlicher Hoteliers nicht nur über jahrzehntelange Berufserfahrung, sondern ist auch mit Wladimir eng verbunden, seit er 1989 in Erlangen die „Woche der Russischen Küche“ und im Jahr darauf in der Partnerstadt die „Woche der Fränkischen Küche“ durchführte.

Dieter Kümpers und Sergej Sujew

Dieter Kümpers und Sergej Sujew

Wichtig dabei auch Kennzahlen zum Fremdenverkehr in Wladimir. Gerade ist eine Statistik erschienen, wonach die Nachbarstadt Susdal unter ausländischen Touristen auf der Beliebtheitsskala den 12. Platz unter allen russischen Städten einnimmt; Wladimir kommt immerhin noch auf die Position 28.

Sergej Sujew, Ljubow Kunzewa, Wolfram Howein, Swetlana Schelesowa, Dieter Kümpers, Alexej Kurilow und Dmitrij Pawlow

Sergej Sujew, Ljubow Kuzewa, Wolfram Howein, Swetlana Schelesowa, Dieter Kümpers, Alexej Kurilow und Dmitrij Pawlow

Die beiden Bauunternehmer, Dmitrij Pawlow und Alexej Kurilow, haben ihren Teil bestens erledigt, die Abnahme ist fast nur noch Formsache; nun gilt es also für Pfarrer Sergej Sujew, gemeinsam mit seiner Haushälterin, Ljubow Kuzewa, und Swetlana Schelesowa, stellvertretende Leiterin des Erlangen-Hauses, sowie Dieter Kümpers und Wolfram Howein einen Geschäftsplan zu erarbeiten.

Blick vom Pfarrhaus zur Altgläubigenkirche

Blick vom Pfarrhaus zur Altgläubigenkirche

Eine lohnende Aufgabe, wie Dieter Kümpers meint, denn eine hohe Auslastung kann er sich durchaus vorstellen. Doch um sich eine endgültige Meinung bilden zu können, sind für den anderen Tagen weitere Fachgespräche angesetzt. Seine Expertise will ja Hand und Fuß haben.

Rosenkranzkirche

Rosenkranzkirche

Nach all den Gesprächen gönnen sich die Gäste einen Spaziergang zurück zum Erlangen-Haus in winterlicher Abendstimmung.

Der gestiefelte Kater

Der gestiefelte Kater

Der Weg führt vorbei am Schauspielhaus, wo demnächst das Weihnachtsstück „Der gestiefelte Kater“ gegeben wird,

Altgläubigenkirche und Goldenes Tor

Altgläubigenkirche und Goldenes Tor

hinüber zur Altgläubigenkirche, die das berühmte Glasmuseum beherbergt und zum Goldenen Tor.

Dieter Kümpers am Kontrabaß vor dem Goldenen Tor

Dieter Kümpers am Kontrabaß vor dem Goldenen Tor

Immer wieder begegnen den winterlichen Flaneuren unterwegs Skulpturen, die der Stadt ein künstlerisches Flair verleihen.

Verklärungskirche

Verklärungskirche

Am Befestigungswall entlang, den die Mongolen im Februar 1238 erstürmten, richten sich die Schritte zu dem Platz, wo einst Großfürst Andrej Bogoljubskij seine Residenz errichtete und wo seit dem späten 18. Jahrhundert die Verklärungskirche steht.

Fahrradständer

Fahrradständer

Verwunderlich nur, wie wenig Passanten in der hier angelegten Fußgängerzone anzutreffen sind. Es kann nicht nur am Frost liegen.

Verklärungskirche

Verklärungskirche

Möglicherweise fehlt doch in all dieser patriarchalen und erhabenen Schönheit ein irdischer Fixpunkt mit gastronomischen Angeboten, vielleicht auch ein Kiosk oder kleiner Laden.

Blick zur Kuppel des Goldenen Tors von der Verklärungskirche

Blick zur Kuppel des Goldenen Tors von der Verklärungskirche

Aber das kann ja noch kommen. Bisher allerdings menschenleer, ein Freiluftmuseum ohne Publikum.

Verklärungskirche

Verklärungskirche

Wenn da nicht immer wieder diese Figuren und Skulpturen wären, die dem Weichbild ihre Strukturen verleihen.

Feuerwache

Feuerwache

Städtebaulich freilich bestens gelungen, was hier entstanden ist.

St. Georgij

St. Georgij

Ein großer Gewinn auch die Restaurierung der Wohnhäuser, die sich noch vor wenigen Jahren in einem beklagenswerten Zustand befanden.

Häuserzeile in der Fußgängerzone

Häuserzeile in der Fußgängerzone

Aber jetzt sollen einfach die Bilder für sich wirken. Es muß ja nicht immer alles kommentiert werden…

dezember-27

Wladimirer Bazi-Lumpazi

historische Zollstation

historische Zollstation

Der Wladimirer Spitzel

Wladimirer Spitzel

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Dieter Kümpers vor St. Georgij

Dieter Kümpers vor St. Georgij

Dieter Kümpers und der Wladimirer Apotheke

Dieter Kümpers und der Wladimirer Apotheker

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

Mariä-Entschlafens-Kathedrale

zweisprachige Wegweiser

zweisprachige Wegweiser

Was Dieter Kümpers vor kurzem noch angemahnt hatte, ist jetzt schon umgesetzt: In der gesamten Altstadt von Wladimir findet man zweisprachige Wegweiser.

Tatjana Kirssanowa, Natalia Korssakowa, Natalia Dumnowa und stehend Tatjana Kolesnikowa

Tatjana Kirssanowa, Natalia Korssakowa, Natalia Dumnowa und stehend Tatjana Kolesnikowa

Und dann sind wir schon wieder im Erlangen-Haus, wo sich die Deutsch-Dozentinnen über vorweihnachtliche Mitbringsel der Gäste freuen, gut geeignet zur Auszeichnung von Kursteilnehmern mit besonderen Leistungen.

Kathedralenplatz

Kathedralenplatz

Unterdessen ist es ganz dunkel geworden, doch überall gehen die Lichter in Wladimir an. Für manchen Geschmack mancherorts ein wenig zu viel der Illumination, aber es geht auch ganz dezent mit wenigen Kerzen wie im Fenster des Erlangen-Hauses.

Abendgruß im Erlangen-Haus

Abendgruß im Erlangen-Haus

Bevor wir das Licht nun löschen noch ein Wintergruß an Erlangen bei erfrischenden 15 Grad Frost.

 

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Das Erlangen-Haus hat viele Vorzüge. Wie anders ließe sich erklären, daß eine solche Einrichtung seit mehr als einem Vierteljahrhundert derart erfolgreich tätig sein kann! Das größte Pfund, mit dem die Außenstelle der Städtepartnerschaft in Wladimir freilich wuchern kann, ist zweifelsohne das Team um Geschäftsführerin Irina Chasowa mit seiner Dozentenschaft. Abzulesen sicher auch daran, daß man sich hier nie mit dem erreichten Niveau zufriedengibt, nie stehen bleibt, immer neue Herausforderungen annimmt.

Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa

Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa

So hat jetzt die Koordinatorin der Deutschkurse, Tatjana Kirssanowa, gemeinsam mit ihrer Kollegin, Natalia Korssakowa – getreu dem Motto: Man lernt im Leben nie aus – erfolgreich eine Weiterbildung beim Goethe-Institut Moskau zum Thema „Landeskunde Cross Media“ abgeschlossen, um den Unterricht noch lebendiger und abwechslungsreicher zu gestalten.

erlangen-haus-12

Und soeben hat eine weitere Dozentin, Natalia Dumnowa, die sprachliche Begleiterin des BDKJ-Austausches, das Programm „Grünes Diplom“ abgeschlossen und damit ein Zertifikat erhalten, das auf der ganzen Welt als Nachweis der Qualifizierung als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache anerkannt wird. Das macht Freude und verdient drei große Komplimente!

Natalia Dumnowa

Natalia Dumnowa

Aber es gibt auch die verstörende Nachricht von dem einundvierzigjährigen Mann, der vorgestern abend ganz in der Nähe des Erlangen-Hauses von mindestens fünf Schüssen, zum Teil in den Kopf, so schwer verwundet wurde, daß er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Hintergründe und Motive des Verbrechens sind noch unklar. Freud und Leid – wie immer und leider auch hier wieder – ganz nah beisammen.

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