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Posts Tagged ‘MixTour’


In den Alpen gibt es die Bergbauernhilfe, in der Region Wladimir packen Freiwillige aus Jena auf dem flachen Land mit an. Lukas Altmann, Student an der Friedrich-Schiller-Universität, half auf Vermittlung des Euroklubs einer 82jährigen Frau in Schepeljewo, wenige Kilometer südöstlich der Partnerstadt gelegen, im Garten. Und es gefiel ihm so gut, wie Gubernia 33 berichtet, daß er zurückkommen will.

Ich wurde Freiwilliger, weil ich Menschen helfen will und schon lange, seit der sechsten Klasse, Russisch lerne. Auch meine Eltern lernten Russisch. Ich will die Sprache besser sprechen.

Drei Tage dauerte der Einsatz zusammen mit Jugendlichen des Euroklubs, die zum Teil auch schon in Jena zu Gast waren und dort u.a. ehrenamtlich im Krankenhaus halfen. Was sonst noch so alles passierte, ist in diesem Video zu sehen, der ebenfalls eine Fortsetzung verspricht.

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Neben Cornelia Bartlau war es Thomas „Kaktus“ Grund, der den Jugendaustausch zwischen Jena und Wladimir in Gang brachte. Der mittlerweile verrentete Streetworker veröffentlichte dieser Tage auf Facebook seine Erinnerungen an jene durchaus anarchischen Pionierzeiten mit mittlerweile wohl verjährten läßlichen Sünden.

Als ich 1994 das erste Mal mit einer Gruppe Jugendlicher in Wladimir war, war auch ein Substituierter dabei, für den ich das Methadon schmuggeln mußte. Als wir ankamen, mußte ich feststellen, daß die russischen Teilnehmerinnen entsetzt waren. Tätowierte waren nur Knastbrüder und keine normalen Menschen. Die nächsten Tage verbrachten sie damit, sich mit mir photographieren zu lassen, ich war wohl doch kein Knastbruder für sie.

Thomas „Kaktus“ Grund mit Dieter Argast und Cornelia Bartlau im Hintergrund

Wir waren bei Gasteltern untergebracht. Mein Gastgeber hieß Boris, der in einer Parterrewohnung bei seiner Mutter lebte, die gerade im Krankenhaus lag. Er studierte Musik am Konservatorium. In der ersten Nacht sagte er, du darfst nicht das Fenster öffnen, nur die Tür zum Flur. Ich verstand das erst am nächsten Tag. Eine Gruppe ordentlich Zurechgetrunkener stand vorm Haus. Sie umringten mich gleich, bewunderten meine Tattoos, zeigen mir ihre verblassten Knast-Tattoos. Es gab eine Flasche lauwarmen Wodka-Fusels, ich spendierte Westzigaretten. Zum Abschied gab es Umarmungen. In dieser Nacht habe ich das Fenster geöffnet, weil klar war, ich bin jetzt ihr deutscher Freund.

Bei Freunden: Jelena Guskowa, Gennadij Stachurlow, Dieter Argast, N.N. und Cornelia Bartlau

Die nächsten Abende gab es immer viel Wodka mit Boris und seinen Freunden. Ich gab mir Mühe, zu gewinnen. Am letzten Abend war ich Sieger und mußte am Morgen Boris wachrütteln. Der rief mir dann eine Taxe, die mich zum Flughafen brachte, und wankte wieder ins Bett. Zurück schmuggelte ich russische Westzigaretten für 50 Cent die Schachtel.


Bei einer Wanderung fragte mich ein russischer Arzt, was meine Rückentattoos bedeuten. Unsere Dolmetscherin übersetzte ihm die Bedeutung nach Freud: Der Stier ist mein Ich, der durch die Mauer des Überich, über die tosenden Fluten von Lava des Unbewußten springt! Er lächelte und sagte: „Ich weiß, was das bedeutet: Anarchie.“ Da hatte er wohl recht.

Thomas „Kaktus“ Grund

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Der Austausch zwischen Jena und Wladimir hat seinen Anfang bei der Jugend genommen und nutzt gerade da konsequent alle Möglichkeiten. Mehr als das Erlangen tut. Dieser Vorsprung hat einen Namen, der auch im Blog schon viele Spuren hinterlassen hat: Cornelia Bartlau.

Die kosmopolitische Jugendarbeiterin mit einem besonders geschickten Händchen für Kontakte nach Südamerika und Rußland hat für Jena den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) entdeckt, ein EU-Programm, das junge Menschen von 18 bis 30 Jahren  europaweit entsendet, um gegen Kost, Logis und ein Taschengeld an gemeinnützigen Projekten – vom sozialen bis zum ökologischen Bereich – teilzunehmen. Man könnte die Unternehmung auch einen internationalen Zivildienst nennen (obwohl er als solcher für junge Männer nicht offiziell anerkannt wird), der zwischen einem halben und einem ganzen Jahr dauert, Reisekosten und Sozialversicherung inklusive. Am Ende gibt es eine Teilnahmebescheinigung, ausgestellt von der EU-Kommission, ein Papier, das bei Bewerbungen sicher nicht schaden kann angesichts der Internationalisierung der Arbeitswelt. Doch zunächst ist die größte Hürde zu nehmen: Man muß eine Entsende- und eine Aufnahmeorganisation finden. Und das kann man in Jena und Wladimir, nur in Erlangen noch nicht…

Anne Neumann, Anna Lippold, Cornelia Bartlau

Bei ihrem letzten Besuch im Frühjahr hat Cornelia Bartlau mit dem Euro-Klub in Wladimir die Voraussetzungen für diesen Austausch geschaffen. Seither geht sie in Schulen und streut die Information über den EFD in Jugendklubs und natürlich über das Internet. Zwei Abiturientinnen, beide von der Waldorfschule Jena, wagen nun die Reise in die russische Partnerstadt. Anna Lippold für zehn, Anne Neumann für sechs Monate. Beide haben an der Schule Russisch gelernt, Anne Neumann hatte sogar schon die Möglichkeit im Rahmen des Programms MixTour die künftigen Gastgeber kennenzulernen. Wie alles werden wird, weiß noch niemand so recht, vieles wird sich erst vor Ort ergeben, aber daß dies kein Hinderungsgrund ist, haben Claudia Nagel und Maria Kuczera auch schon bewiesen. Sobald die Visa in den nächsten Tagen ausgestellt sind, geht es los. Schon Anfang Oktober steht in Nischnij Nowgorod für alle Teilnehmer am EFD ein Einführungskurs auf dem Programm. Und dann geht es an die Arbeit, pardon, an den Dienst im Bereich Umwelt, Soziales, Jugend… Für März nächsten Jahres hat sich übrigens schon eine Deutsch-Lehrerin zum Gegenbesuch in Jena angemeldet. Bis dahin wird es diese Strukturen hoffentlich auch in Erlangen geben. Bis es aber soweit ist, können Interessierte sich gerne direkt an Cornelia Bartlau wenden:  jugendinfo@jena.de

Siehe auch: https://erlangenwladimir.wordpress.com/2010/06/10/es-tut-sich-was-im-freiwilligendienst; https://erlangenwladimir.wordpress.com/2009/09/28/nachrichten-aus-dem-blauen-himmel und https://erlangenwladimir.wordpress.com/2009/04/25/hymnischer-abschied-vom-blauen-himmel.

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Nicht, daß es nichts Neues von den Bränden in der Region Wladimir zu berichten gäbe – die Lage stabilisiert sich weiter -, aber wir wollen heute wieder einmal durchatmen und auf eine Begegnung zurückblicken, die zwischen Jena und Wladimir bereits Ende Juni, Anfang Juli stattgefunden hat. Im Rahmen des von Cornelia Bartlau entwickelten Austauschprogramms MixTour kam es auch heuer zu Begegnungen, die es verdienen, Beachtung zu finden und die hoffentlich weiter fortgesetzt werden können, um das Partnerschaftsdreieck Erlangen – Jena – Wladimir mit Leben zu erfüllen. Gestern nun sandte Sabine Stolzenberg gerade rechtzeitig zum heutigen Weltjugendtag ihren Reisebericht, der von viel Begeisterung zeugt. Aber lesen Sie selbst:

Am 28.06.2010 brachen wir mit einer Gruppe von 12 Jugendlichen im Alter von 15 – 24 Jahren mit unterschiedlichen Lebensläufen und vielfältigen gegenwärtigen Lebenssituationen ins unbekannte Rußland auf. Die Jugendlichen waren alle voller Spannung und gemischter Gefühle, weil kaum einer wußte, was einen dort erwartete. Zwei Jugendliche erzählten bei den Vorbereitungstreffen von ihren Erfahrungen aus den Gastfamilien, welche sehr unterschiedlich waren. Auch die Sprachbarriere machte einigen Angst. Viele stellten sich die Frage, wie sie sich denn in ihren Gastfamilien verständigen könnten. Nach einer langen Reise mit Auto, Flugzeug und Bus kamen wir abends in Wladimir an und wurden gleich von unseren Gasteltern und Gastgeschwistern in Empfang genommen. Jetzt ging es los! Jeder bekam ein Programm und konnte sein Quartier für die nächsten zehn Tage beziehen.

Am ersten Tag erkundeten wir mit allen die Stadt Wladimir in einem historischen Streifzug. Beeindruckend waren die vergoldeten Kirchtürme, das alte Kloster und die Stadtmauer sowie der neuangelegte Park. In der Programmplanung waren drei Tage für eine Graffitiwand im Kinderheim freigehalten. Leider konnte das Konzept der Jugendlichen, welche sich im Vorfeld schon Gedanken gemacht hatten, nicht umgesetzt werden. Die Kinderheimleitung favorisierte Märchenfiguren als Gestaltung an der Gartenwand. Lediglich an einem kleineren Haus konnten die Jugendlichen die Schriftzüge der beiden Städte gestalten. Die Kinder des Heimes waren sehr erfreut über unsere Anwesenheit und die Neugestaltung ihres Geländes, was für die Jugendlichen eine große Entschädigung war. Die Tänzer aus Jena fanden schnell Anschluß zu der ortsansässigen HipHop-Tanzgruppe und trainierten gleich am zweiten Tag zusammen. Sie konnten außerdem kostenlos am Training der Gruppe teilnehmen. Gerade diese Teilnehmer bemerkten, daß sie trotz geringer bis keiner Sprachkenntnisse durch das Medium Tanzen große Akzeptanz und Anschluß bei den russischen Altersgenossen fanden.

Die deutschen Jugendlichen waren unter anderem von der Trainingsmoral sehr beeindruckt und trainierten bei hohen Temperaturen eifrig mit. Der Zweitagesausflug nach Wjasniki war für alle eine ganz andere Erfahrung, denn dort hieß es, mit dem Fahrrad die Natur erkunden, Lagerfeuer machen, Sport treiben und zudem die dörfliche aber zugleich hinreißende Kultur kennenzulernen.  Der Besuch einer Kunstschule faszinierte die Gruppe, weil die Studenten mit filigranen Techniken und in mühevoller Kleinstarbeit die Werke anfertigten.

Der Tagesausflug in eine der ältesten Städte, nach Susdal, beeindruckte durch die Führungen in und um die im 13. Jahrhundert erbauten russisch-orthodoxen Kirchen und Klöster. Eine Überraschung bereiteten uns die Teamer aus Susdal, indem sie den Gästen vor Ort einen Proberaum zum Tanzen zur Verfügung stellten und die ansässigen Kinder uns Tänze vorführten. Dort begegneten wir übrigens auch einem der ältesten russischen Rockerklubs, um den Besuch der Jenaer Band abzuklären.

Insgesamt waren die Jugendlichen von Rußland, weit ab ihrer bisherigen Vorstellungen, total begeistert und dankbar, daß sie den „unbekannten Osten“ entdecken konnten. Den Kopf gefüllt mit Sprachen und Input neuer kultureller Gepflogenheiten, kehrten sie in unsere Heimatstadt Jena zurück.

Sabine Stolzenberg

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Cornelia Bartlau hier nochmals vorzustellen, hieße fast Eulen nach Athen tragen. Eine Suchanfrage hier im Blog oder unter www.erlangen.de/jena genügt, um jede Menge Treffer zu erzielen. Und als wäre das alles nicht genug, liefert uns dieses Kreativ-Kraftwerk der Partnerschaft im folgenden Bericht auch noch ein Handlungsanleitung für den Aufbau eines Europäischen Freiwilligendienstes zwischen Jena, Erlangen und Wladimir. Ihr Aufruf in Richtung Erlangen sollte gehört werden, zumindest kann man zwischen den Zeilen die berechtigte Kritik herauslesen: Es fehlt noch an einem Erlanger Pendant  für Cornelia Bartlau. Möge ihr Bericht dazu beitragen, hier Abhilfe zu schaffen. Die Sache ist es wert.

Der europäische Freiwilligendienst wird in Rußland immer bekannten und beliebter. Russische Jugendliche haben, wie ihre anderen Altersgenossen in ganz Europa, die Möglichkeit, mit dem EU-Programm  „Jugend in Aktion“ in anderen europäischen Ländern für sechs bis zwölf   Monate Erfahrungen in sozialen Projekten zu sammeln, sich mit dem Gedanken eines gerechten Europas zu beschäftigen.

Unsere Dreiecksfreundschaft Jena – Erlangen – Wladimir im Bereich Jugendarbeit nutzt dieses Programm, um Jugendliche teilhaben zu lassen an diesen spannenden Veränderungen. Im Mai konnte ich bei einem intensiven Arbeitstreffen mit dem Euroklub Wladimir und dem Projekt „Blauer Himmel“ Nägel mit Köpfen machen. Ich habe mir die Einrichtungen angesehen und dort über die Bedingungen einer Aufnahme von Jugendlichen aus Jena und Erlangen informiert. Wir haben gemeinsam über mögliche Tätigkeitsfelder diskutiert und schon mit interessierten Jugendlichen gesprochen. In der letzten Maiwoche habe ich dann den Antrag an unsere Nationalagentur für die Entsendung von drei Jugendlichen nach Wladimir gestellt. Im Euroklub werden ab September immer zwei Mädchen aus Jena gleichzeitig arbeiten. Während eine für zehn Monate bleibt, wechseln sich zwei andere nach sechs Monaten ab. Schon im nächsten Jahr soll es möglich sein, auch im Blauen Himmel zwei bis drei Freiwillige aus Jena und Erlangen aufzunehmen. Natalja, gerade einmal 22 Jahre alt und bereits Deutschlehrerin in Wladimir, möchte im nächsten Jahr einen Freiwilligendienst im Jugendklub Hugo in Jena machen. Der Klub ist ihr nicht fremd, letzten Sommer war sie als Dolmetscherin der MixTour mit dabei. Vor allem in Erlangen brauchen wir noch Kapazitäten, um Jugendliche aus Wladimir aufzunehmen. Vereine in freier Trägerschaft der Jugendarbeit oder Institutionen, die sich dafür interessieren können und sich bei Peter Steger im Rathaus melden.

Das Projekt „Freiwillige in und aus Wladimir“ ist nicht so sehr von den beteiligten Mitarbeitern abhängig – hier bin ich auf großen Zuspruch gestoßen -, sondern vielmehr von der Bewilligung des Antrages. Mit einer Zusage oder Ablehnung ist erst Mitte August zu rechnen. Ich werde darüber auf alle Fälle berichten.

Ich möchte noch kurz die Arbeit für die Freiwilligen in den Projekten vorstellen:

Euroklub Wladimir

zwei Freiwillige

–        Deutschunterricht für Kinder und Jugendliche

–        Ökologische  Themen in Schularbeitsgemeinaschaften

–        Zusammenarbeit mit einem Kinderheim, Spiele mit Kindern, einen Raum einrichten der über deutsche Kultur informiert, Bücher, Filme, Fotos, einmal  die Woche

–        Projekte im Euroklub mit den Besuchern

–        EU-Wettbewerb über ein Land, dauert immer ein halbes Jahr

–        europäische Feste wie Weihnachten, Ostern, Berichte und Aktivitäten

–        thematische Reisen mitorganisieren – im nächsten Jahr, Aufnahmeprojekte des EFD in verschiedenen europäischen Ländern besuchen

–        Festival der Feundschaft, etwas vorbereiten was typisch deutsch ist 

–        Programm „Weihnachten in Wladimir“, 5. bis 8. Januar mit verschiedenen Organisationen, Klubs, der russischen UNESCO Vertretung

–        Vorbereitung MixTour

–        Umgestaltung der Räume gemeinsam mit russischen Jugendlichen

Der Euroklub Wladimir gehört zur Stadtverwaltung. Er ist eine Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche die sich hauptsächlich mit dem Thema Europa beschäftigen. Sie pflegen ihre Traditionen, lernen aber auch  kulturelle Unterschiede in Europa durch Feste und Feiern, Reisen und Jugendbegegnungen kennen. Dieser Klub ist schon mehrmals ausgezeichnet worden und erweist sich als zuverlässiger Partner im Bereich Jugendbegegnungen für Jena und Erlangen.

Voraussetzungen für einen Freiwilligen

Lust auf neue Erfahrungen in einem anderen kulturellen Kontext, Organisation von gemeinsamen Veranstaltungen, Erwerb von russischen Sprachkenntnissen,  Toleranz gegenüber anderen Lebensformen, Selbständigkeit

Blauer Himmel

zwei bis drei Freiwillige

–        Unterstützung der Mitarbeiter bei kreativen Angeboten

–        Unternehmungen mit den Kindern in der Umgebung

–        erlebnispädagogische Aktionen mit den Kindern

–        Projekte zum Thema Naturschutz

–        Hilfe bei allen Hauswirtschaftsaufgaben

Der Blaue Himmel beherbergt jeweils für zwei Wochen 20 Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten. Diese Kinder werden hier psychologisch betreut und mit der Methode der Erlebnispädagogik zu mehr Selbstbewußtsein und bedachterem Handeln ermutigt. Das Heim befindet sich 35 km außerhalb von Wladimir am Ufer der Kljasma. Es gibt eine schöne Drei-Zimmer-Wohnung mit Küche und Bad für die Freiwilligen. Alles  ist modernisiert, aber auf das städtische Alltagsleben in Wladimir muß verzichtet werden. Es besteht eine Busverbindung, die man natürlich nachmittags oder am Wochenende nutzen kann.

Voraussetzungen für einen Freiwilligen

Die russische Kultur im Umgang mit Kindern ist eine andere als unsere. Die jungen Freiwilligen sollten sich deshalb im Vorfeld schon damit auseinander setzen,  einen Russischkurs besuchen, um mit den Kindern schnell kommunizieren zu können. Vorteilhaft ist eine Ausbildung im Bereich Heilerziehungspflege oder Heilpädagogik. Da kann man in diesem Projekt sehr viel dazulernen.

Cornelia Bartlau

P.S.: Die Bilder werden baldmöglichst nachgeliefert. Die technische Aufbereitung ist etwas schwieriger als sonst.

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Daß die Jugendkontakte zwischen Deutschland und Rußland viel Farbe in den Austausch bringen können, beweist ein Projekt, MixTour genannt, das von Cornelia Bartlau seit fünf Jahren zwischen Jena und Wladimir betrieben wird. Bunt zusammengewürfelt sind die Gruppen jedes Mal, die sich zu Begegnungen hier oder dort aufmachen, eine gelungene Mischung, die heuer im Sommer nun auch für die Öffentlichkeit sichtbar gestalterisch tätig wurde. In welcher Form dies geschah, zeigt ein Video unter http://janeundben.wordpress.com/mixtour-2009-in-jena. Bei der Gelegenheit sei auch gleich ein Blick auf die Homepage www.meine-partnerstadt.de empfohlen, wo Jugendliche für Jugendliche Jenas Partnerstädte, u.a. Erlangen und Wladimir, aus ihrer Sicht darstellen. Ein ausgesprochen gelungenes Projekt, das höchstes Lob verdient. Aber besser selber mal reinschauen und – noch besser! – mitmischen.

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Ja, auch der hat seine Verbindungen zu Wladimir. Nicht nur vor dem Hintergrund, daß die Einheit der Deutschen nur möglich wurde, weil Moskau dafür grünes Licht gab. Die Verbindung zu dem Thema stellt unsere thüringische Partnerstadt Jena dar, die wir morgen in der bewährten Zusammenarbeit mit dem Stadtverband der Erlanger Kulturvereine 200 Mann hoch mit vier Bussen besuchen wollen. Am Rande der Begegnungen kommt zur Sprache, was längst so etwas wie Gewohnheitsrecht ist: das Partnerschaftsdreieck Erlangen – Jena – Wladimir.

Schon zu Beginn der 90er Jahre entdeckten wir die versteckten Potentiale einer Einbeziehung Jenas in die Kooperation mit Wladimir. Delegationen von der Ebene der Oberbürgermeister bis hin zu Fachleuten aus dem Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Verwaltung. Erfreulich beständig entwickelten sich die Verbindungen zwischen dem Angergymnasium und einer Wladimirer Schule und das Projekt MixTour, das die Jenaer Jugendarbeiterin Cornelia Bartlau mustergültig entwickelt hat und nun schon im vierten Jahr mit dem Euro-Klub Wladimir durchführt.

Was liegt da näher, als die Kontakte auch zu „legitimisieren“, die „wilde Ehe“ im sicheren Hafen einer Rahmenvereinbarung vor Anker gehen zu lassen? Also werden sich Jena und Wladimir im Beisein des Trauzeugen Alexander Karatschewzew, seines Zeichens Generalkonsul der Russischen Föderation in München, gemeinsam mit Erlangen das Ja-Wort geben und geloben, sich fürderhin noch mehr den gemeinsamen Freuden und Pflichten zu widmen.

So gibt Deutschland am Tag der Deutschen Einheit Rußland ein wenig von dem zurück, was uns vor 19 Jahren von der Geschichte geschenkt wurde.

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