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Posts Tagged ‘Metamorphis’


Aus dem virtuellen Nirgendwo zwischen dem Absender, der Band Impvlse, und dem Empfänger, der Kulturredaktion des Blogs, tauchte erst gestern ein Tourbericht der Extraklasse auf, dessen Lektüre man sich angelegen lassen sein sollte. Das rockt richtig auch mit Worten!

Am 17. November 2018 standen wir auf der Hauptbühne im E-Werk und konnten unser Glück kaum fassen. „Der diesjährige Publikumspreis geht an – IMPVLSE!“ Dieser Satz löste in uns eine Achterbahn der Gefühle aus. Zwischen Traum und Wirklichkeit fielen wir uns in die Arme und anschließend in die unserer Liebsten. Der Publikumspreis. Eine Reise nach Wladimir, Rußland. Und damit eine Reise in ein Abenteuer.

Aber der Reihe nach: Wir sind IMPVLSE, eine Progressive Metalcore Band aus dem Großraum Nürnberg, gegründet 2017 und inzwischen schon halbwegs routiniert darin, Shows in der Region zu spielen. Im Jahre 2018 faßten wir schließlich den Entschluß, am Newcomer-Festival der Stadt Erlangen teilzunehmen. In der ersten Runde für das Finale qualifiziert, waren wir natürlich bereits total happy, wollten aber auch im Finale nochmal unser Bestes geben. Nach einer unserer besten Shows standen wir dann schließlich da: Der Publikumspreis in unseren Händen und Endorphine in den Blutbahnen. Bereit für eine Reise nach Wladimir.

Impvlse und Meloco am Flughafen Domodjedowo in Moskau

Fast ein Jahr Wartezeit mit viel Organisationsarbeit und einer Menge Durcheinander war nötig, doch dann hoben wir gemeinsam mit der Band Meloco Richtung Osten ab. Meloco hatten den Publikumspreis des Newcomer Festivals vor fünf Jahren gewonnen und durften schon damals ihre Wladimir-Reise antreten. Da sie seitdem den Kontakt zu ihren neuen russischen Freunden und Fans sowie zum Erlanger Kulturamt gehalten hatten, trugen sie die Frage an uns heran, ob es ok wäre, wenn sie sich uns für ein Wiedersehen mit allen russischen Beteiligten anschließen würden. Für uns war das kein Problem, und es sollte sich während der Reise immer wieder herausstellen, wie cool die Jungs von Meloco drauf waren und wie gut sie sich noch in Wladimir auskannten. Nun ging es also mit dem Flieger ab in Richtung Moskau. Kaum hatten wir russischen Boden unter den Füßen, wurden wir bereits herzlich von Andrej, dem Gitarristen der Band Abandoned Land, am Flughafen empfangen. Wir kannten ihn bereits flüchtig, da die Gruppe 2018 als russische Gastband nach den deutschen Finalisten beim Newcomer Festival spielen durfte. Für das ultimative „Tourgefühl“ hatte Andrej einen großen Transporter organisiert, mit dem er uns nach Wladimir bringen wollte, wo wir die nächsten Tage nächtigen würden. Während wir seinen Geschichten über Land und Leute lauschten, ging es durch russische Wälder auf holprigen Straßen raus aus dem actiongeladenen Verkehr der Hauptstadt und hinein in die beschauliche Welt von Wladimir.

Nachdem wir unsere Sachen im Hostel abgeladen hatten, war der erste Halt ein Pub, wo wir gemeinsam zu Abend aßen und die Unterhaltungen aus dem Bus vertieften. Anschließend ging es in die Bar Drugoj, in der wir am kommenden Tag unseren Gig spielen würden. Um sich darauf schon einmal einzustimmen, wurde bei ein-zwei Bierchen (oder Wodka) schon mal etwas auf der Akustikgitarre geklimpert. Bereits da bekamen wir eine leise Ahnung davon, mit wie viel Begeisterung die Russen der Musik nachgingen und mit wie viel mehr sie diese feierten. Am nächsten Tag führte uns der Weg erneut in Stadtzentrum, wo uns Ilja, seines Zeichens Frontmann der Band Metamorphis, durch Wladimir führte und uns allerhand Anekdoten über seine Heimat erzählte.

Impvlse und Meloco in Wladimir

Wladimir hat wirklich eine schöne Innenstadt mit prächtigen Kirchen und typisch russischen Fassaden, in der wir uns wie echte Touries fühlten und fleißig Bilder von uns und den Sehenswürdigkeiten machten. Zum Mittagessen suchten wir ein deutsches Restaurant auf, wo wir uns mit mäßig authentischen Spezialitäten verköstigen ließen. Danach zeigte uns Ilja noch das Tonstudio, das seine Bandkollegen und er sich aufgebaut hatten, und abends kehrten wir in die Bar vom Vortag zurück. Nachdem dort die lokale Band Bosphorus Night das Publikum schon einmal mit einer Runde energiegeladenem Glam Rock in Schwung gebracht hatte, betraten wir schließlich mit Schweißperlen auf der Stirn die Bühne. Der erste Gig fernab der Heimat. Wie würde wohl das Publikum auf uns reagieren? Würden sie unsere Musik mögen? Unseren Stil?

Impvlse auf der Bühne

Spätestens als nach den ersten Takten schon einige anfingen zu headbangen, waren diese Zweifel wie fortgeblasen. Die Anspannung fiel immer mehr von uns ab, und wir begannen, die neue Umgebung zu genießen. Nach jedem Song beteiligten sich immer mehr Leute im Publikum trotz des ungewöhnlichen Bar-Settings am Headbangen und Moshen, und als sie nach der Show dann auch noch in Scharen auf uns zukamen, um Selfies zu machen, Merch zu kaufen oder Autogramme zu holen, waren wir mehr als überrumpelt von so viel positivem Zuspruch und Akzeptanz. Der Hauch vom Rockstarfeeling des Tourlebens war perfekt. So also fühlte sich das an!

Impvlse auf der Bühne

Eine lange Nacht und viele interessante Gespräche später fuhren wir gemeinsam mit Andrej nach Murom, einer abgelegeneren Stadt, ca. 130 Kilometer südwestlich von Wladimir. Wir erhielten auch hier, wie am Tag zuvor in Wladimir, eine kleine Stadtführung von den netten Kollegen der anderen Bands und besuchten dann einen Musikstore, wo wir nach Herzenslust herumstöbern konnten. Anschließend kehrten wir zum Mittagessen ein und wärmten uns bei ein paar Suppen auf. Entgegen unserer Erwartungen war es überhaupt kein Problem, auch als Vegetarier nicht zu verhungern. Als Veganer hatte man zwar schlechtere Karten, aber man kann ja auch mal beide Augen zudrücken für ein paar Tage. Schließlich waren wir an diesem Mittag nicht das erste Mal beeindruckt von und dankbar für die russische Gastfreundschaft und die phänomenale Kochkunst. Maxim von der Band Ragged Jeans hatte seinen Lieblingswodka dabei und bestätigte ein Stückweit das russische Klischee, indem er bereits zu dieser Tageszeit munter die Schnapsgläser neben unseren Tellern füllte. Frohen Mutes ob der gefüllten Bäuche, besuchten wir anschließend die Location, in der wir an diesem Abend unseren zweiten Gig spielen sollten. Die Halle war deutlich größer und daher quasi nicht vergleichbar mit der Bar vom Vorabend. Dafür sollte dieser Abend mit insgesamt sechs Band allerdings auch randvoll gefüllt werden mit vielen verzerrten Gitarren, hingebungsvollem Gesang und gnadenlosen Drumbeats. Demzufolge gaben zuerst vier russische Locals ihre Shows zum besten und heizten der Menge bereits ab 18 Uhr ordentlich ein. Aufgrund des frühen Beginns dauerte es allerdings einige Stunden, bis das Publikum in vollem Ausmaß in den Club Empire fand – was strenggenommen eine Schande war, da alle vier heimischen Bands eine wirklich professionelle und vor allem mitreißende Show über die Bühne schmetterten. Mit der Zeit fanden aber zum Glück immer mehr Zuschauer den Weg nach drinnen und ließen sich nach Ragged Jeans, Metamorphis, Fatal Niivistrel und Abandoned Land auch von uns deutschen Bands die Horchlappen versohlen. Die größere Bühne gab diesmal deutlich mehr Bewegungsfreiheit, die wir natürlich gerne nutzten. Das Publikum war zwar nicht ganz so zahlreich wie am Vorabend, und wir hatten während der Show mit ein paar technischen Ausfällen zu kämpfen, aber wir hatten trotzdem unfaßbaren Spaß. Als wir auch in Murom unser Werk getan hatten und direkt nach der Show unser Equipment von der Bühne räumen wollten, wurde wir abermals von begeisterten Konzertgängern überrannt, die sich Unterschriften oder Selfies sichern wollten. Darüber hinaus konnten wir aber zum Glück – wie am Vortag – auch einige vertieftere Gespräche auf Englisch führen, in denen wir aus erster Hand erfahren durften, wie aufgeschlossen und wohlwollend sich das russische Volk uns Fremden mit unserer eigenwilligen Musik gegenüber zeigte. Entgegen der Empfehlung von Andrej, diese Nacht lieber etwas ruhiger angehen zu lassen, teilten wir uns nach der Rückfahrt in Kleingruppen für den Besuch diverser Bars in Wladimir auf und fanden uns erst um 2, 5 oder gar 7 Uhr morgens wieder am Hostel.

Impvlse und Meloco in Murom

Auch wenn am nächsten Tag mehr Zeit zum Ausschlafen eingeplant war, wurde also noch weniger geschlafen als zuvor. Entsprechend erschöpft begaben wir uns zur Mittagsstunde in unseren „Tourbus“ und machten uns auf den Weg zum letzten Gig in Kowrow. Nachdem wir das Ortsschild passiert hatten, wurde schnell klar: Diese Stadt war deutlich industrieller geprägt und ließ eine gepflegte, einladende Innenstadt leider vermissen. Unsere Gastgeber waren sich dessen offenbar durchaus bewußt, weshalb sie hier gar keine Stadtführung eingeplant hatten. Deswegen ging es direkt zur Location, dem Club Arsenal, wo wir, durch die Erlebnisse der vergangenen zwei Abende fast schon nostalgisch gestimmt, unser Equipment aus dem Transporter luden. Innen fanden wir eine Halle vor, die dem tristen Stadtbild draußen ein heimeliges Interieur entgegenzusetzen verstand. Die zentrale Bühne wurde umgeben von zwei Treppen, die zu Zuschauerrängen und zum Backstage-Bereich im Obergeschoß führten, einer Bar und einer Art Restaurant-Bereich mit Stühlen und Eßtischen, an denen wir uns auch sofort bewirten ließen. Während wir also gemeinsam unsere Pizza aus der clubeigenen Küche genossen, sorgten die Soundchecks der anderen Bands für eine etwas andere Art der Hintergrundmusik – so könnten wir gern jedes Mittagessen abhalten. Mit gefüllten Bäuchen waren schließlich auch wir an der Reihe und durften erfreut feststellen, daß der Mischer den Sound auf der Bühne so klar und definiert gebacken bekam, wie wir ihn schon lange nicht mehr genießen durften. Perfekte Rahmenbedingungen für eine perfekte Show also. Und die sollte es auch werden. Bevor wir aber unsere vorerst letzte internationale Show spielen konnten, traten wieder die vier russischen Bands auf die Bühne und durften sich diesmal von Anfang an über ein zahlreiches Publikum freuen. Zwischendurch hatten wir unter anderem im Backstage-Bereich genügend Zeit, uns mit den russischen Bandmitgliedern zu unterhalten und (mehrmals) auf die erfolgreichen Abende anzustoßen. Spätestens hierbei wurde uns bewußt, was für eine kleine Familie wir in der kurzen Zeit schon geworden sind. Man konnte sich quasi endlos miteinander unterhalten – nicht nur über Musik. Stand die Sprachbarriere hier manchen Bandmitgliedern im Wege, wurden ihre Kollegen auch am dritten Abend nicht müde, die nötige Dolmetscher-Arbeit zu leisten, damit sich jeder beteiligen konnte. Schon als die letzten Klänge unseres Intros verstummten und wir die ersten Noten spielten, schlugen uns die Energiewogen des Publikums entgegen, und wir spielten uns eifrig die Finger bzw. Stimmbänder wund. Die Technik blieb zuverlässig, der Sound genial und vor allem das Publikum schwer begeistert. „Gelungener Abschluß“ wäre eine Untertreibung für diesen Abend. Mit tiefster innerer Zufriedenheit begaben wir uns von der Bühne und zum Merch Stand, wo weitere tolle Gespräche und sogar eine Portion Pommes auf uns warteten, die uns ein Zuschauer ausgab. Wir ließen uns Zeit und verabschiedeten uns gebührlich von allen Beteiligten, die uns nicht mit nach Wladimir begleiten würden. Der Abend sollte aber noch lange nicht vorbei sein, denn Jason, unser Leadgitarrist, würde auf der Heimfahrt um 24 Uhr Geburtstag haben, was selbstverständlich gefeiert werden wollte. So wurden ein letztes Mal viele Bierchen und Wodkashots gekippt, und wir ließen es uns im voll besetzten Bus mit unseren russischen und deutschen Freunden gut gehen.

Meloco und Impvlse im Land des Russischen Bären

In Wladimir verabschiedeten wir uns von Ilja & Co, tauschten Handynummern aus und überreichten unsere kleinen Gastgeschenke sowie ein wenig Merch an alle, die uns in den letzten Tagen besonders unterstützt hatten. Auch im Hostel feierten wir weiter und ließen den Abend noch lange ausklingen. Am nächsten Morgen fühlten wir uns fast schon routiniert im Umgang mit der Müdigkeit, die aus den gestrigen Eskapaden resultierte. Andrej kam sogar noch einmal zum Hostel, um uns eine gute Reise zu wünschen, was den Abschied zwar nicht gerade erleichterte, aber versüßte. Nach der kurzen Wachphase, in der wir unsere Sachen sowie uns selbst in den Bus packten, folgten schläfrige vier Stunden, die sich deutlich kürzer als die Hinfahrt anfühlten. Am Moskauer Flughafen angekommen, brauchten wir erst einmal über eine Stunde für das Einchecken des Sondergepäcks, da das Personal gefühlt jeden Fehler bei der Etikettierung machte, den man sich vorstellen konnte. Daher wurde der Plan, noch schnell mit dem Zug ins Stadtzentrum zu fahren, um zumindest kurz den Roten Platz zu sehen, schnell wieder verworfen. Demnach verbrachten wir die nun ohnehin schon verkürzte Wartezeit damit, die kleinen Restaurants und Essensstände am Flughafen reich zu machen, indem wir die letzten verbleibenden Rubel gegen deren Dienstleistungen eintauschten. Im Flugzeug Richtung Heimat war die Stimmung weiterhin verschlafen – wie bereits dem ganzen Tag über. Durch das unfreiwillig komische Animationsvideo der Airline, das den Passgieren die Sicherheitshinweise näher bringen sollte, erreichte die Laune jedoch wieder ein kurzzeitiges Hoch. Darüber hinaus war der diesmal durchaus schmackhafte Flugzeugfraß der einzige Trost über die Realität, die sich langsam in unseren Köpfen breit machte: Unser Abenteuer war nun bereits vorbei. Schade eigentlich. Dennoch wäre es falsch zu behaupten, die überwiegende Emotion in diesen Momenten, die wir gute 10.000 Meter über dem Boden verbrachten, sei Ernüchterung gewesen. Natürlich wären wir gerne noch länger geblieben, aber alles, was wir durch diese Reise mitnehmen konnten, sollte die Frist unseres Aufenthalts weit überdauern. Die neu geknüpften Freundschaften und die gewonnenen Erinnerungen haben sich in unsere Köpfe und Herzen gebrannt und werden uns immer mit einem Lächeln an unsere Wladimir-Tour zurückdenken lassen.

Impvlse und Meloco vor ihrem Hostel in Wladimir

Unser tiefster Dank gilt daher allen, die dieses Abenteuer für uns möglich machten und/oder sogar selbst mit von der Partie waren. Das Amt für Soziokultur die Stadt Erlangen hat ganze Arbeit geleistet für die Organisation, ebenso wie die russischen Bandmitglieder, die dafür bestimmt nicht weniger Mühe und Zeit investiert haben. Alles hat reibungslos funktioniert, was es uns ermöglichte, uns voll und ganz auf das für uns neue Land, dessen Mentalität und vor allem auf dessen Menschen einzulassen. Was wir vorgefunden haben, war ein bodenständiges Völkchen, das interessiert, weltoffen und herzlich mit uns umging und sich wiederum unglaublich dankbar für das Interesse auf unserer Seite zeigte. Wir kommen gerne wieder nach Rußland und insbesondere Wladimir!

Impvlse

Und wer’s nicht glaubte, schlage hier nach: https://is.gd/KkF8Sg

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Die Band Impvlse setzte gestern auf Facebook einen Post in englischer Sprache ab, der hier in behutsam redaktierter deutscher Übertragung erscheint, weil eindrucksvoll zeigt, was da auf der Bühne und hinter den Kulissen des Rockbandaustausches zwischen Erlangen und Wladimir seit zehn Jahren wächst und gedeiht. Aber lesen Sie selbst:

Impvlse

Im November 2018 nahmen wir an der Endausscheidung des Newcomer-Festivals in Erlangen teil. Wir erinnern dieses Datum als einen unserer wohl außergewöhnlichsten Auftritte, denn es waren all unsere Fans, Freunde und Familien gekommen, um für uns zu stimmen, damit wir die Reise nach Wladimir gewinnen. Jetzt, fast ein Jahr später, haben Eure Stimmen die allerunglaublichste Sache möglich werden lassen, die wir je als Band vollbrachten.

Wir stehen noch immer ganz unter dem Eindruck des vergangenen Wochenendes und der unglaublichen Zeit, die wir in Rußland verbrachten. Es war ein Wochenende mit drei Shows in drei Städten und ungezählten neuen Freundschaften. Wir sind noch immer überwältigt von den Erinnerungen an all die großartigen Leute, die wir trafen, und von den unvergeßlichen Momenten, die wir erlebten.

Dieser Post ist als Dankeschön an die ungezählten hilfreichen Hände gedacht, an all die Organisatoren, die anderen Bands und an alle, die zu unseren Shows kamen und Spaß mit uns hatten. In erster Linie möchten wir Peter Steger und dem Team vom Amt für Soziokultur dafür danken, diese Reise möglich gemacht zu haben. Wir sind voll des höchsten Respekts für die Verbindung, die sie mit Erlangens Partnerstadt Wladimir aufgebaut haben, für ihr Werk, das für Bands aus beiden Städten die Türen zum Kontakt öffnet. Dann möchten wir unseren großartigen russischen Freunden danken, die uns das Gefühl gaben, als wären wir zu Hause bei ihnen, für die Organisation dieser unglaublichen Konzerte und für die Zeit, die sie sich nahmen, um uns ihre schönen Städte zu zeigen. Ganz besonders rufen wir unseren Dank unseren Freunden Andrej und Ilja zu. Wir bleiben Euch für immer verbunden für Euer gastfreundliches Wesen und die Freundschaft, die wir schlossen.

Wir sind auch dankbar, diese Erfahrung mit unseren neuen deutschen Freunden von Meloco geteilt zu haben. Es war ein ausgesprochenes Vergnügen, die Bühne mit Euch zu teilen, wir freuen uns schon darauf, das in nächster Zukunft wieder einmal zu tun. Und dann gilt unser Dank natürlich auch all den russischen Band, die während dieser Tour mit uns auftraten, darunter Bosphorus Night, Abandoned Land, Faтальный Выстрел, Metamorphis und Ragged Jeans! Wir sind stolz, mit diesen professionellen und talentierten Musikern auf einer Bühne gestanden zu sein und hoffen, Euch bald in Deutschland wiederzusehen!

Nicht vergessen möchten wir schließlich bei unserem Dank all die Leute in Wladimir, Murom und Kowrow, die zu unseren Konzerten kamen und uns dieses besondere Gefühl vermittelten, die jene Auftritte zu den besten machten, die wir je spielten, und für ihren endlosen Applaus. Wir werden Euch nie vergessen und wollen unser Möglichstes tun, um wiederzukommen und Euch noch einmal so richtig zu rocken!

Endless love, The IMPVLSE boys

Meloco, Impvlse und die russischen Freunde in Murom

Jetzt ist es aber auch Zeit, auf Ragged Jeans aus Murom hinzuweisen, eine Band, die schon im Namen darauf hinweist, warum richtig guter Rock fetzig sein sollte. Das Quartett fährt schweres Geschütz auf, gehört – wie bisher fast alle russischen Gruppen im Rahmen des Austausches – zu den Auslegern einer robusten Variante des Metal-Genres, die bisher noch immer den Geschmack des Erlanger Publikums traf. Ragged Jeans – bitte schon einmal vormerken! – treten am 14. November bei freiem Eintritt ab 19.00 Uhr in der Nürnberger Cult-Factory Luise, Scharrerstraße 15, im Rahmen der Reihe Open Space auf, bevor sie dann am 16. November als Gastband im Erlanger E-Werk gegen 23.00 Uhr das Newcomer-Festival im Gitarrengewitter enden lassen. Die vier Rock-Gentlemen geben sich sogar die Ehre, das Publikum persönlich einzuladen: https://is.gd/IdkWww

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Unerwartet schlechte Wetterbedingungen haben auch ihre gute Seite und können schnell den Eisbrecher zu Beginn von Gesprächen spielen. Gleich nach der Landung des Flugzeuges auf einem der Moskauer Flughäfen fielen mir die hohen Schneemaßen auf dem Gelände auf, was mich aber nicht weiter wunderte. Schließlich haben wir Januar, dachte ich. Doch schon in Gesprächen während der Fahrt vom Südosten Moskaus Richtung Innenstadt ging es vor allem um den ungewöhnlichen Schneefall. Sobald man aus dem Auto ausstieg, merkte man die Höhe der Schneemassen in den Fußgängerzonen. In den Medien war von einem Jahrhundert-Schneefall die Rede. Mir bereitete der Schneesturm jedoch keine Sorge, da ich in Moskau hauptsächliche mit der legendären Metro unterwegs war. Ich hatte aber vor, während meines Verwandtschaftsbesuches in Moskau auch Freunde in unserer Partnerstadt zu besuchen. So hatte ich während meines Aufenthaltes in Moskau einen kurzen Abstecher nach Wladimir geplant. Wie bei früheren Reisen fuhr ich auch dieses Mal mit der „Lastotschka“, einem Schnellzug, der zwischen Moskau und Nischnij Nowgorod verkehrt und in Wladimir hält.

Blick auf die eingeschneite Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Wladimir

Als ich ohne Verspätung ankam, stellte ich fest, daß hier noch mehr Schnee fiel. Zuerst wollte ich mich mit Schamil Chabibullin treffen, der mit seiner Musikband „Metamorphis“ Ende 2017 beim Newcomer Festival im E-Werk die Herzen der Zuschauen erobert hatte (https://is.gd/i7pWzs). Nach dem Treffen mit ihm und anderen Mitgliedern der Gruppe war das kalte und ungewöhnliche Wetter kein Thema mehr für unsere Gespräche. Ich wurde sehr neugierig, als die Rockmusiker mir über ihre „Basis“ erzählten, die sie ohne jegliche Förderung unterhalten, und wollte sie unbedingt mit eigenen Augen sehen.

Schamil Chabibullin und Amil Scharifow

Nach einer kurzen Fahrt durch das eingeschneite Wladimir erreichten wir die „Basis“, die sich in einem Keller befand und aussah wie ein professionelles Musikstudio. Ich erfuhr, daß die Mitglieder der Band die Musik als Freizeitaktivität verstehen und das Studio aus eigenen Mitteln finanzieren. Für das Quartett ist Musik aber mehr als ein Hobby, sie ist Freundschaft, sie verbindet Menschen und bereitet Spaß. Einige der Rockmusiker waren schon mehrmals in Erlangen und haben dort viele Freunde und Bekannte. Die Teilnahme von Wladimirer Bands am Newcomer Festival ist ja schon zu einer guten Tradition geworden. Der Austausch leistet einen wichtigen Beitrag zur Städtepartnerschaft, und dabei spielen Menschen wie Schamil, dem unsere Kontakte sehr am Herzen liegen, eine wichtige Rolle. Mit ihm kann man nicht nur über Musik, sondern auch über gesellschaftliche und deutsch-russische Themen reden.

Amil Scharifow und Sergej Sujew

Als wir beim Spaziergang durch die Innenstadt an der einzigen katholischen Kirche vorbeikamen, stattete ich dem dortigen Pfarrer, Sergej Sujew, einem langjährigen Freund der Städtepartnerschaft, einen unangekündigten Besuch ab. Schließlich dürften die Türen des Gotteshauses offen sein, dachte ich – und wurde nicht enttäuscht. Der Geistliche war über meinen Überraschungsbesuch sichtlich erfreut und schenkte mir eine CD mit russischen spirituellen Liedern. Zugegeben, diese Lieder sind die ersten religiösen Melodien, die ich auf Russisch hören werde, und ich bin gespannt, ob sie Einfluß auf meine Weltanschauung haben.

Schamil Chabibullin in der „Basis“

Am letzten Tag meines Besuches traf ich mich mit Wladimir Tichomolow, der sich Anfang 2017 bei uns in der „Berg-WG“ aufgehalten und Erlangen sowie die nähere Umgebung per Fahrrad erkundet hatte. Über seinen Aufenthalt hat der Blog hier https://is.gd/MOyI3b berichtet. Außerdem kam ich mit Wjatscheslaw Kartuchin zusammen, der auf Wladimirer Seite das Dialogforum „Prisma“ leitet. Kurz vor der Abreise besuchte ich noch Guram Tschjotschjew, einen Landsmann von mir, der in Sachen Städtepartnerschaft ein Begriff ist. Der angesehene Orthopäde war bereits Anfang der 90er Jahre zum Austausch in Erlangen und hat da viele Freunde. Wir hatten eigentlich nur vor, zusammen Kaffee zu trinken. Dann kamen wir jedoch überein, daß sich zwei aus Georgien stammende Menschen im Ausland lieber zu einem Getränk, Tschatscha genannt, verabreden sollten, das in Heimat landestypisch ist und uns verband, bis es Zeit war, nach all dem Wiedersehen mit Freunden wieder in Zug nach Moskau zu steigen… Bis zum nächsten Mal.

Amil Scharifow

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Beginnen wir beim Ende – oder besser kurz vor dem Ende – des langen gestrigen Abends im E-Werk, als das Publikum zum donnernden Ausklang des vierzigsten Newcomer Festivals die Band „Metamorphis“ aus Wladimir einfach nicht von der Club-Bühne lassen wollte. „One more song! One more song!“ skandierte der tobend volle Saal.

Metamorphis on stage

Aber auch ein Konzert cum tempore hat einmal ein Ende, zumal dann, wenn noch ein wichtiger Programmpunkt ansteht, die Verleihung der Auszeichnungen und vor allem des Publikumspreises durch Oberbürgermeister Florian Janik.

Metamorphis: Schamil Chabibullin, Ilja Jerochow, Alexej Romanow und Alexander Wojnilowitsch

Die Kulturförderung im Amt für Soziokultur der Stadt Erlangen vergibt nämlich seit 2003 den „Publikumsförderpreis“ im Bereich Rockmusik im Rahmen des Erlanger Newcomer Festivals, das jährlich im November im Kulturzentrum E-Werk stattfindet.

Alexander Wojnilowitsch

Der Publikumsförderpreis der Stadt Erlangen soll…

  • eine junge Nachwuchsband in ihrer Entwicklung fördern,
  • signalisieren, daß die Stadt Erlangen die Leistungen von im Bereich Rockmusik engagierten jungen Menschen anerkennt,
  • durch die Entscheidung des Publikums über die Preisvergabe, den Anreiz erhöhen, das Newcomer Festival zu besuchen und damit die Veranstaltung aufwerten.

Ilja Jerochow

Das Publikum entscheidet über den Gewinner. Dadurch nimmt der Preis eine Sonderstellung ein gegenüber den durch eine Jury vergebenen Auszeichnungen, die über Sponsoren finanziert werden. Der Publikumsförderpreis wird nicht in Form von Bargeld ausgezahlt, sondern trägt dem Förderaspekt Rechnung.

Zwischen 2004 und 2008 bestand der Preis aus einer mehrtägigen Reise in die schwedische Partnerstadt Eskilstuna; seit 2009 geht die Reise nach Wladimir. Die Tour ist immer mit Konzertauftritten in der Partnerstadt verbunden. Die bisherigen Gewinner des Publikumsförderpreises:

Schamil Chabibullin und Tom Weinhold von „Meloco“

„Mobile Funk Navigators“ (2004) – „Mister Squirrel and the crunchy nuts“ (2005) – „Pilot Mash“ (2006) – „Booze Bombers“ (2007) – „Notorious Beat Plank“ (2008) – „Fact & Fiction“ (2009) – „Whispering Eyez“ (2010) – „First Second“ (2011) – „Wasted” (2012) – „Meloco” (2013) – „Actin Myosin” (2014) – „The Variety Show” (2015) – “#zweiraumsilke” (2016).

Im Gegenzug kamen seit 2005 Bands aus Eskilstuna bzw. seit 2008 aus Wladimir zum Newcomer Festival nach Erlangen.

Seit Mittwoch nun sind die vier Musiker von “Metamorphis” aus Wladimir zu Gast in Erlangen und gaben  zwei Konzerte im Kulturzentrum E-Werk: am Donnerstag bei “Umsonst und Drinnen” auf der kleinen Kellerbühne und – außerhalb des Wettbewerbs – vor der Preisverleihung im Rahmen des Newcomer Festivals gestern auf der Club-Bühne mit großem Saal.

Ilja Jerochin

“Metamorphis” war bereits 2014 im Rahmen des Bandaustausches in Erlangen und arbeitet gerade an einem neuen Album, aus dem nun viel zu hören war. Einer der Musiker, der Rhythmus-Gitarrist Schamil Chabibullin, ist übrigens Mitglied des Stadtrats in Wladimir.

Ilja Jerochin und Schamil Chabibullin

Seit 2015 wird das Newcomer Festival mit neuem Konzept durchgeführt: Die Einführung von Vorentscheiden, die Einbindung von Jugendklubs (Dezibel, Scheune und New Force) und die Konzentration der Bands, die sich bei den Vorentscheiden qualifiziert haben, auf einen Abend beim Finale im E-Werk hat sich bewährt. Die Veranstaltung lockt zahlreiche Musikinteressierte in die verschiedenen Veranstaltungsorte.

Aus den vielen Bewerbungen hat die Jury die interessantesten Bands für die Vorentscheide ausgewählt. Wie in den Vorjahren ist wieder ein gelungener Mix aus ganz unterschiedlichen Musikstilen zusammengekommen. Bei den Vorentscheiden zählen sowohl die Stimmen der Jury als auch die des Publikums. Je zwei Bands aus den Vorentscheiden traten nun gestern beim großen Finale im E-Werk ab 19.30 Uhr auf.

So sehen Sieger aus: „Repellent“

„Repellent“ erspielte sich dabei den Sieg, sogar einen doppelten: Sowohl das Publikum als auch die Jury kürten das Quintett zur besten Band des 40. Newcomer Festivals. Da kann man nur gratulieren, vor allem natürlich zur Reise nach Wladimir 2018, im 35. Jahr der Städtepartnerschaft.

Ilja Jerochin, Susanne Lender-Cassens, Karin Lippert, Sergej Potapow, Schamil Chabibullin, Alexej Romanow, Pawel Porizkij und Alexander Wojnilowitsch

Auch wenn die Band, dieses Mal begleitet von Sergej Potapow und Alexej Romanow, zuständig für Technik und Management, Erlangen bereits kennt, gibt es doch wieder viel zu entdecken, vor allem natürlich im E-Werk, dessen Bedeutung für das Kulturleben Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens beim Empfang im Rathaus gern erläutert, zum Staunen der Gäste, die nur bedauern können, in Wladimir im Schatten von Klassik- und Folklore-Ensembles zu stehen, während Erlangen Rock und Pop nach Kräften fördert, um, wie Karin Lippert, die Kuratorin des Bandaustausches, erläutert, auch diesem Bereich der Jugendkultur zu seinem Recht zu verhelfen.

Gruppenbild mit Dame: „Metamorphis“ und Astghik Mantashyan am Hugenottenbrunnen gegen Ende der Stadtführung

Da ist es nur umso erstaunlicher, wie vielfältig sich die Szene in Wladimir allgemein darstellt, wie stilsicher und professionell dann eine Band wie „Metamorphis“ ihre überzeugende Interpretation von Post-Grunge auf die Bühne bringt, wie rasch das Quartett das gemeinhin doch eher verhaltene Erlanger Publikum zu fesseln versteht… One more song!

Club-Bühne im E-Werk: „One more song, Metamorphis!“

Abseits der Bühne freuten sich die Vier besonders, die Freunde von „Meloco“ wiederzusehen, die in Nürnberg ein Interview bei Radio Z / AFK-Max organisierten, die Gäste ins Lochgefängnis entführten und sie mit Glühwein bewirteten. Eben ganz so, wie es in der Partnerschaft sein soll – und wie es nun bald „Repellent“ erleben wird und dann eine neue Formation aus Wladimir und dann wieder die Siegerband des 41. Newcomer Festivals. Ad infinitum. Denn, wie schon Neil Young wußte: „Rock and Roll will never die!“

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Unterschiedlicher könnte dieser Tage das Wladimir-Programm in Erlangen nicht sein: Heute abend tritt ab 21.15 Uhr auf der Kellerbühne im E-Werk die Band „Metamorphis“ auf. Das Quartett, das bereits vor drei Jahren in Erlangen gastierte, spielt seit 2010 zusammen und pflegt in der Partnerstadt den Post-Grunge-Stil. Von Beginn an fand die Gruppe ihr Publikum und nahm bereits 2011 ihr erstes Album unter dem Titel „With you“ auf, das allerdings erst 2013 erschien. Ende April 2017 stellte die Band eine Single vor, die in kürzester Zeit im Internet 70.000 Klicks verzeichnete. Derzeit arbeitet „Metamorphis“ an einem weiteren Album, das Anfang 2018 herauskommen soll. In Erlangen spielen die vier Wladimirer denn auch auf der Kellerbühne im Rahmen von „Umsonst und Drinnen“ hauptsächliche Stücke aus ihrem neuen Repertoire.

Metamorphis back on stage in Erlangen

Und dann am Samstag ab 22.30 Uhr der große Gig auf der Clubbühne des E-Werks im Rahmen des 40. Newcomer Festivals vor der Verkündung des Publikumspreises und der Siegerband, die im nächsten Jahr nach Wladimir reisen darf.

Schwimmergruppe aus Wladimir in der Hannah-Stockbauer-Halle 2015

Wer es lieber sportlich mag, ist am Wochenende zum 23. Internationalen Schwimmen um den Röthelheim-Cup in die Hannah-Stockbauer-Halle eingeladen. Mit dabei – nach guter Tradition auf Einladung der SGS – eine 25köpfige Gruppe von der Schwimmschule Wladimir. Näheres zu dem zweitägigen Sportprogramm unter: https://is.gd/mdLIrk

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Seit 40 Jahren gibt es nun schon das Newcomer Festival im E-Werk. Eine beispiellose Erfolgsgeschichte kommunaler Förderung von Nachwuchsbands über alle Stilrichtungen der Rockmusik hinweg.

Metamorphis 2014 im E-Werk

Um diese Traditionsveranstaltung beneidet denn auch die Rockszene in Wladimir die Erlanger seit 2009 zum ersten Mal eine Band aus der russischen Partnerstadt am Newcomer Festival teilnahm und den Austausch aufnahm.

Metamorphis mit Schamil Chabibullin

Nun kommt zum Jubiläum das Quartett „Metamorphis“ bereits zum zweiten Mal nach Erlangen und erfüllt sich – und wohl auch vielen im Publikum – damit einen Traum, denn schon 2014 genoß das Ensemble die Auftritte im E-Werk.

Metamorphis

„Metamorphis“ spielt seit 2010 zusammen und pflegt in Wladimir den Post-Grunge-Stil. Von Beginn an fand die Gruppe ihr Publikum und nahm bereits 2011 ihr erstes Album unter dem Titel „With you“ auf, das allerdings erst 2013 erschien.

Metamorphis mit Alexander Wojnilowitsch

Ende April 2017 stellte die Band eine Single vor, die in kürzester Zeit im Internet 70.000 Klicks verzeichnete. Derzeit arbeitet Metamorphis an einem weiteren Album, das Anfang 2018 erscheinen soll. In Erlangen spielen die vier Wladimirer denn auch am Donnerstag, den 23. November auf der Kellerbühne im Rahmen von „Umsonst und Drinnen“ und am Samstag, den 25. November zum Abschluß des Newcomer Festivals – jeweils ab 22.30 Uhr – hauptsächliche Stücke aus ihrem neuen Repertoire, in das man hier schon einmal reinhören kann: https://is.gd/mgNK7m

 

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Wladimir – Endlich war es für uns vier Jungs von Actin Myosin so weit: Wir lösten den Publikumspreis vom vergangenen Erlanger Newcomer Festival ein und durften in die russische Partnerstadt Wladimir reisen! Mit großer Vorfreude im Gepäck stiegen wir in Begleitung von Valentin und Thomas am Donnerstagmorgen (19. November) in den Flieger nach Moskau.

Vor Ort warteten bereits der Chauffeur und Iwan Waschkowez auf uns. Iwan war bereits im vergangenen Jahr die Begleitperson für die Wladimirer Austauschband Metamorphis. Es dauerte Stunden, um aus dem verkehrsgeplagten, verschneiten Moskau zu kommen. Die kleine Autopanne und der darauf folgende vierstündige Aufenthalt im Bus sorgten gleich zu Beginn dafür, uns als Truppe kennenzulernen. Fix und fertig bezogen wir nachts unser Quartier und freuten uns auf den Freitag.

Actin Myosin

Actin Myosin

An diesem ging es in die etwa zwei Fahrtstunden entfernte Stadt Murom, zunächst zur Besichtigung eines Klosters. Beim anschließenden, gemeinsamen Mittagessen hatten wir Gelegenheit, einige russische Musiker kennenzulernen. Nach dem Geldwechsel in Rubel und ein paar Einkäufen ging es mit den Musikern dann zum Soundcheck. Ein wunderbarer Abend mit vier lokalen Bands endete mit unserem Auftritt als Headliner in Murom. Die Meute tobte, wie es in Deutschland nur allzu selten zu sehen ist, und war danach eifrig am Autogramme sammeln. So entstanden viele Bilder und eine lustige, fast fanatische Stunde mit unseren neu gewonnenen russischen Fans, die sogar um Drumsticks und Gitarren-Pleks heftig kämpften – irre geil! Und etwas surreal…

Actin Myosin in concert

Actin Myosin in concert

Nach einer eher kleinen Runde Schlaf ging es am Samstag etwas gemütlicher los: Sauna stand auf dem Plan. Unsere Gruppe und einige neugewonnene Freunde genossen die heißen Aufgüsse, lokale Snackspezialitäten und ein oder zwei kalte „Erfrischungs-Drinks“, genau richtig bei den eisigen Temperaturen! Zur Abkühlung nach der Sauna war auch der ein oder andere Sprung in eiskalte Gewässer drin. Zur Erholung gab es Kwaß, ein russisches Getränk, das besonders nach den Saunagängen serviert wird, – geschmacklich kam es unseren Karamalz nahe.

Am Abend spielten wir mit der Austauschband vom vorherigen Jahr, Metamorphis, und der dortzulande sehr bekannten Band Tracktor Bowling in Wladimir. Die Stimmung im Backstage war bestens, die Meute vor der Bühne erneut heftigst am Feiern!

Actin Myosin in concert

Actin Myosin in concert

Unser Auftritt des Jahres endete mit dem ersten Stagedive in der Geschichte von Actin Myosin! Neben einigen CDs landeten auch die Schuhe und Socken von Felix in der Menge, die ihm von den Füßen gerissen wurden. Was für eine Nacht!

Am Sonntag stand erneut viel Kultur auf dem Plan. Wir besichtigten das Kloster in Susdal, das als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet ist. Wir erfuhren, wie das Leben im Russischen Reich vor einigen Jahrhunderten war, mit welchen Methoden Kriminelle bestraft wurden, einiges über die russische Geschichte und kamen am Ende in den Genuß eines Ständchens eines wirklich atemberaubenden Männerchors. Den Abend verbrachten wir mit unseren neuen Freunden von Metamorphis und Round Hills, der Austauschband, die zum diesjährigen Newcomer Festival nach Erlangen kam. Es wurde gegrillt, gefeiert, getrunken und Musik gemacht.

Die Vorfreude auf das Newcomer Festival, bei dem wir einige unserer neuen Freunde wieder sehen sollten, wurde immer größer. Wehmütig war der Abschied trotzdem von allen, als es am Montagmorgen zurück nach Deutschland ging.

Actin Myosin in concert

Actin Myosin in concert

Wir möchten uns für diese unglaubliche Erfahrung bei der Stadt Erlangen bedanken, insbesondere bei Karin Lippert und Stephan Beck vom Amt für Soziokultur sowie bei Peter Steger, dem Partnerschaftsbeauftragten, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen und im Vorfeld eine wunderbar organisierte Reise durchgeplant haben. Ein weiterer Dank geht an unsere Reisebegleiter, den Dolmetscher Valentin und an Thomas. Nicht zuletzt danken wir Iwan, der uns durch Wladimir führte, uns versorgte und stets unser Wohlbefinden im Auge hatte. Большое спасибо (Vielen Dank)! Viele Grüße und ein Riesendankeschön!

Tobias Ottenschläger

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