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Posts Tagged ‘Laufsport Wladimir’


Am 25. März ist es wieder so weit: Nachdem die Athleten aus Wladimir im vergangenen Jahr eine Verschnaufpause eingelegt hatten, geht heuer der Sportverein Bodrost aus der Partnerstadt mit einem zwölfköpfigen Team an den Start des Winterwaldlaufs in der Brucker Lache. Erstmals werden die Gäste dann auch eine Gegeneinladung aussprechen können, die ihnen Ehre macht. Bisher nämlich – so stets ihre Klage – gab es keine rechten Laufveranstaltungen mehr in Wladimir, die letzten Rennen hatten Anfang der 90er Jahre stattgefunden – mit prominenter Beteiligung aus Erlangen übrigens, wie hier nachzulesen: https://is.gd/LiVIZM.

halbmarathon

Doch nun gibt es eine Neuauflage, endlich! Am 10. September startet der erste Wladimirer Halbmarathon, für den übrigens noch Bezeichnung, Motto und Logotyp – per öffentlichem Wettbewerb bis zum 31. März – gesucht werden. Festgelegt ist allerdings schon der Streckenverlauf entlang der Hauptstraße mit Start und Ziel auf dem Kathedralenplatz hoch zur Erzengel-Michael-Kirche bis hinunter zum Frunseplatz. Drei Runden à 6,25 km und eine weitere Runde mit 2,3 km Länge sind zu absolvieren, was insgesamt eine Distanz von 21 km ergibt. Wie sich das bei derartigen Veranstaltungen so gehört, sind natürlich auch Kinder-, Familien- und Spaßläufe einprogrammiert. Wer weiß, wie man in Wladimir zu feiern versteht, braucht sich um die gute Laune am Parcours nicht zu sorgen. Gästen aus Erlangen, die sich zur Teilnahme entschließen, sei freilich warnend gesagt: Das Profil ist durchaus anspruchsvoll. Vom Frunseplatz bis hoch zum Kathedralenplatz – eine Tour toujours bergauf, nicht zu steil, aber unbarmherzig lang. Ein Langstreckenlauf eben mit Anspruch, der freilich am Erlangen-Haus vorbeiführt, wo es an Anfeuerung für Gastsportler aus der Partnerstadt bestimmt nicht fehlen wird, also eine Stimmung herrschen dürfte, fast schon wieder wie daheim in der Brucker Lache. Anmeldungen unter dem Motto „keine Gnade für die Wade“ ab sofort möglich unter peter.steger@stadt.erlangen.de bis Ende des Monats.

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Zum vierten Mal in Folge nehmen nun schon Sportler vom Laufklub Bodrost aus Wladimir am Winterwaldlauf in der Brucker Lache teil. Dieses Mal wieder – trotz Einladung an Rennes, Jena, Eskilstuna und Stoke-on-Trent sowie Umhausen und Cumiana als alleinige Vertreter aller Erlanger Partnerstädte, nachdem im Vorjahr immerhin ein ganzer Bus voll Läufern aus Jena und ein Pärchen aus Stoke-on-Trent mit an den Start gegangen waren. Wieder einmal so ein Zeichen für die besonderen Beziehungen Wladimirs zu seiner deutschen Partnerstadt.

Gennadij Mitrofanow, John Stackmann, Lilia Samjatina, Olga Sagitowa und Sergej Sagitow

Anatolij Mitrofanow, John Stackmann, Lilia Samjatina, Olga Sagitowa und Sergej Sagitow

Nach gutem Einlaufen und eingehender Streckenerkundung mit Cheforganisator, John Stackmann, am Freitag, fiel gestern bei idealen Wetterbedingungen der Startschuß zum 15. Winterwaldlauf mit acht Teilnehmern – zwei Damen hatten kurzfristig abgesagt – aus Wladimir.

Gennadij Mitrofanow am Start Nordic Walking

Anatolij Mitrofanow am Start Nordic Walking

Begonnen wurde um 9.45 mit dem Doppelstart für Nordic Walking auf den Distanzen 5 km und 10 km. Zum dritten Mal im Pulk der insgesamt knapp 40 Teilnehmer Anatolij Mitrofanow, der auf der Fünf-Kilometer-Strecke bereits 2013 und 2014 Bestzeit gelaufen war.

Gennadij Mitrofanow vorneweg

Anatolij Mitrofanow vorneweg

Auch dieses Mal lag der Wladimir Senior von Beginn an ganz vorne – und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab, wo er zwar abgekämpft, aber glücklich mit neuer persönlicher Bestzeit, eine Minute schneller als im Vorjahr, als Gesamtsieger einlief.

Manuela Stackmann und Gennadij Mitrofanow

Manuela Stackmann und Anatolij Mitrofanow

Man glaubt dem Maschinenbauingenieur nicht, wenn er erzählt. heuer noch 77 Jahre alt zu werden. Dazu muß er schon erklären, sein ganzes Leben lang Sport getrieben und einen gesunden Lebensstil gepflegt zu haben. Und das bei einer bis heute enormen ehrenamtlichen Leistung, denn bereits zu seiner aktiven Berufszeit im Traktorenwerk, als da noch 25.000 Beschäftigte tätig waren, war er Betriebsbeauftragter für das soziale, kulturelle und sportliche Wohlbefinden der Werktätigen und hielt die ganzen Freizeiteinrichtungen des größten Arbeitgebers der Region Wladimir am Laufen. Derlei Aufgaben halten jung bis weit ins Rentenalter hinein.

Peter Steger und John Stackmann

Peter Steger und John Stackmann

Um kurz vor 13.00 Uhr dann ein kurzes Grußwort vom Partnerschaftsbeauftragten, Peter Steger, der die Schirmherrin, Bürgermeisterin Elisabeth Preuß, vertreten durfte, die noch auf der Rückreise von der nikaraguanischen Partnerstadt, San Carlos, war und dann ging es schon ab mit dem ersten der beiden Hauptläufe über die Distanz von 15 km mit Sergej Sagitow, Olga Sagitowa, Nikolaj Petrow, Chankischi Emirgamsajew und Lilia Samjatina am Start.

Sergej Sagitow, Olga Sagitowa, Nikolaj Petrow, Chankischi Emirgamsajew und Lilia Samjatina

Sergej Sagitow, Olga Sagitowa, Nikolaj Petrow, Chankischi Emirgamsajew und Lilia Samjatina

Alle fünf mit beachtlichen Leistungen: Sergej und Olga jeweils als 5., Lilia als 8., Nikolaj gar als 2. und Chankischi immerhin noch als 6. in der jeweiligen Altersklasse. Wenn das kein gutes Ergebnis ist bei insgesamt 306 Teilnehmern!

Dmitrij Kuschpita, Peter Steger und Sergej Tschernow

Dmitrij Kuschpita, Peter Steger und Sergej Tschernow

Der zweite Hauptlauf über 10 km startete dann um 15.15 Uhr -, wie im Vorjahr mit Dmitrij Kuschpita und Sergej Tschernow im 432 Teilnehmer zählenden Feld.

Peter Steger und Sergej Sagitow

Peter Steger und Sergej Sagitow

Dann aber die vielleicht schönste Geste des Tages: Sergej Sagitow, der nach seinem 15-km-Lauf noch mehr als genug Puste hatte, zog seinen deutschen Lauffreund, Peter Steger, auf den letzten Metern ins Ziel und verhalf ihm zur persönlichen Bestzeit von fünfzig Minuten und 25 Sekunden. Wie könnte Partnerschaft schöner sein?!

Dmitrij Kuschpita und Sergej Tschernow

Dmitrij Kuschpita und Sergej Tschernow

Am Ende der Läufe sind jedenfalls alle Sieger. Da spielen die Platzierungen keine große Rolle mehr. Der Sportgeist hat gewonnen. Wieder einmal. Wer freilich alle Resultate nachlesen will, schlage nach bei dem fleißigen Orgateam der SGS Leichtathletik Erlangen, der für den vorzüglichen Ablauf des Wettkampfs ebenso zu danken ist wie den vielen Sponsoren dieses großen Lauffestes: http://www.winterwaldlauf.de

 

 

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Wladimir hat nicht nur die großartigen Hobbyläufer vom Klub Bodrost. Aus der Partnerstadt stammt auch eine der besten Langstreckenläuferinnen der Welt, Natalia Wolgina. Daß sie noch zur Weltspitze gehört, hat die Wladimirerin soeben beim 56-km-Lauf in Südafrika bewiesen, der die beiden Ozeane verbindet. Mehr als 10.000 Sportler waren am Start des Two-Oceans-Marathons. Und als erste Frau ins Ziel kam mit einer Zeit von 3 Studen, 38 Minuten und 38 Sekunden Natalia Wolgina, mit mehr als einer Minute Vorsprung auf die nächste. Vor elf Jahren hatte die 36jährige Athletin, die mit Alexej Wolgin, dem russischen Meister über die 100-km-Distanz, verheiratet ist, schon einmal am gleichen Ort einen solchen Triumph zu feiern. Da sage noch einer: They never come back…

Natalia Wolgina.

Natalia Wolgina.

Gratulieren darf man auch Alexej Slepow, der als einziger Wintersportler aus Wladimir in seiner Disziplin, im Biathlon, zur Gruppe der besten sieben Zweikämpfer im Schnee zählt. Man darf also im nächsten Jahr mit ihm rechnen, wenn die Olympischen Winterspiele in Sotschi stattfinden.

 

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1.220 Laufbegeisterte sind gestern beim 13. Winterwaldlauf in der Brucker Lache ins Ziel gekommen, solche, die auf Zeit liefen, andere, die einfach dabei sein und die Atmosphäre genießen wollten. Gleich mit welchen Erwartungen und Hoffnungen man an den Start ging, die Bedingungen waren für alle gleich: ein steifer Ostwind, dessen winterlich-kalter Atem erst im Wald nachließ, trockene Wege, ein malerisch schöner Parcours und eine straff-ordnende Regie der Veranstaltung.

Jekaterina Budajewa und Anatolij Mitrofanow am Start.

Jekaterina Budajewa und Anatolij Mitrofanow am Start.

Schon um 10.00 Uhr waren die ersten 100 am Start beim Nordic Walking, darunter auch Jekaterina Budajewa und Anatolij Mitrofanow. Beide zum ersten Mal in Erlangen und überhaupt zum ersten Mal bei einer derartigen Veranstaltung dabei. In Wladimir nämlich geht man noch kaum am Stock, ist diese Art der Fortbewegung keine Disziplin, der eigene Wettkämpfe gewidmet sind.

Das Siegerpaar: Anatolij Mitrofanow und Jekaterina Budajewa.

Das Siegerpaar: Anatolij Mitrofanow und Jekaterina Budajewa.

Aber das war in Erlangen vor elf Jahren auch noch nicht anders, als, wie John Stackmann, Kopf des Organisationsteams, zu berichten weiß, auch nicht immer so. 2001, hatte man diese Sportart erstmals ins Programm genommen, angemeldet war dann aber nur ein einziger Teilnehmer. Der wollte aber so ganz alleine doch nicht laufen. Und heute bzw. gestern? Da stehen gut einhunder Frauen und Männer am Start, und das Wladimirer Pärchen setzt sich ohne große Ambitionen auf der Fünf-Kilometer-Distanz an die Spitze: Jekaterina Budajewa lief bei den Frauen auf den ersten und Anatolij Mitrofanow bei den Männern auf den zweiten Platz. Ein guter Einstieg und ein vielversprechender Auftakt für den weiteren Verlauf des Tages, in dessen Verlauf die Wladimirer nicht enttäuschten.  

Aus der Vogelperspektive.

Der Lauf aus der Vogelperspektive.

Einziges Manko: Es hätte ein wenig mehr Publikum sein können. Aber bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ist es ja auch nur auszuhalten, wenn man ständig in Bewegung ist.

John Stackmann und Elisabeth Preuß.

John Stackmann und Elisabeth Preuß.

Auch Bürgermeisterin Elisabeth Preuß, zum zweiten Mal Schirmherrin des Winterwaldlaufs, kam erst zu den Nachmittagsrennen in die Brucker Lache. Zunächst ans Mikrophon, später selbst an den Start.

Nikolaj Petrow und Alexej Butakow am Start zum 15-km-Lauf.

Nikolaj Petrow und Alexej Butakow am Start zum 15-km-Lauf.

Wissen wollten es dann beim 15-Kilometer-Lauf drei Sportler aus der starken Seniorenmannschaft von Bodrost Wladimir. Nikolaj Petrow, der in der Wertung M 60 mit einer Stunde und vier Minuten den dritten Platz belegte, und Alexej Butakow, der vor 30 Jahren den Laufklub in der Partnerstadt gegründet hat und gestern noch eine Minute schneller als sein Landsmann war und auf dem ersten Platz in der Kategorie M 65 landete.

Siegerehrung mit Anatolij Iwantschenko und Alexej Butakow.

Siegerehrung mit Anatolij Iwantschenko und Alexej Butakow.

Hinter ihm Anatolij Iwantschenko, Jahrgang 1948, auf dem zweiten Rang, eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um vier Minuten und Anlaß zu richtiger Freude. Der meditativ-stille Läufer ist ja eigentlich Marathonspezialist, aber die Strecke in Bruck liegt ihm auch hervorragend und ist überhaupt für die russischen Sportler eine erste Herausforderung nach der langen Winterpause.

Bodrost mit Olga Sagitowa nach dem Aufwärmen und vor dem 10-Kilometer-Lauf.

Bodrost mit Olga Sagitowa nach dem Aufwärmen und vor dem 10-Kilometer-Lauf.

Auch auf der 10-Kilometer-Strecke ließen die Gäste aus Wladimir nichts anbrennen. Herausragend die Leistungen von Olga Sagitowa, die als erste der Frauen in der Altersgruppe W 50 ins Ziel kam – in 49 Minuten und 42 Sekunden. Wiktor Winogradow, Jahrgang 1946, distanzierte mit einer Zeit von 47 Minuten und 51 Sekunden alle Mitbewerber in der Kategorie M 65. Aber auch all die anderen aus Wladimir liefen immer ganz vorne mit. Ein starkes Team eben!

Die Rathaus-Troka: Fredy Schmidt, Peter Steger und Elisabeth Preuß vor dem Start zum 10-Kilometer-Lauf.

Die Rathaus-Troika: Fredy Schmidt, Peter Steger und Elisabeth Preuß vor dem Start zum 10-Kilometer-Lauf.

Stark ungeachtet der Witterungsbedingungen in der Heimat, die ein Wintertraining kaum zulassen. Sergej Sagitow, der mit 38 Minuten und 33 Sekunden den 13. Platz in der Gesamtwertung im Feld belegte, berichtet von den harten Konditionen. Laufen sei da nur auf der Straße möglich, bei oft gnadenlosem Frost, bei Schnee und Eis. Nur einer von ihnen nutze die sogenannte Manege, wo man eine 100-Meter-Bahn im Kreis nutzen könne: „Alle anderen bekommen davon den Drehwurm…“ 

Das "Kücken" Anastasia Golikowa bei der Siegerehrung.

Das „Küken“ Anastasia Golikowa bei der Siegerehrung.

Die Bedingungen für den Laufsport mögen in Wladimir nicht ideal sein. Andere Disziplinen erfahren mehr öffentliche Aufmerksamkeit, mehr Förderung durch die Kommunalpolitik, mehr Unterstützung seitens der Sponsoren. Aber an Talenten mangelt es wahrlich nicht. Eine Entdeckung ist sicher Anastasia Golikowa, Jahrgang 1990, die mit 43 Minuten und 29 Sekunden den 5. Platz in der Frauenwertung und den 2. Rang in der AK W erlief. Weitere Ergebnisse: Nikolaj Kruglow und Wladimir Moriganow 1. und 2. Platz bei M 50! In der gleichen Klasse belegten Wladimir Poljudow, Sergej Smirnow und Sergej Tschernow die Plätze 5, 9 und 26. Konstantin Sotskow siegte bei M 55. Den Teamsieg nimmt damit der Laufklub Bodrost (frei übersetzt mit „Frisch und Munter“) verdient nach Hause. Glückwunsch, Wladimir! Молодцы!

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