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Posts Tagged ‘Kunst in Wladimir’


Heute begeht der Künstlerverband der Region Wladimir seinen 75. Jahrestag mit der Eröffnung einer großen Ausstellung. Die Verbindungen nach Erlangen reichen bis ins Jahr 1986 zurück, als im Rahmen der Kultur- und Sporttage in Wladimir die ersten Künstlerbegegnungen stattfanden.

Dmitrij Cholin bei der Begrüßung einer Gruppe des Kunstvereins Erlangen in Wladimir 2009

Seither finden immer wieder wechselweise Ausstellungen statt, wobei die letzte, im Mai d.J. zum 75. Jahrestag des Kriegsendes ins Internet verlegt wurde. Unmöglich, alle gemeinsamen Aktionen und Initiativen hier zusammenzustellen – allein schon die erste Ausstellung mit Graphikern aus Wladimir im Jahr 1991, angeregt und betreut vom Journalisten Axel Mölkner mit dem Kunstvereinsvorsitzenden Adam Stupp wäre einen eigenen Rückblick wert -, aber die nun folgenden Glückwünsche mögen einen Eindruck von Intensität und Vielfalt der Verbindungen geben.

Rudolf Schloßbauer und Natalia Britowa 2011 vor Arbeiten des 2010 verstorbenen Wladimirer Künstlers Kim Britow, der bereits 1987 erstmals in Erlangen ausgestellt hatte.

Zuvor aber auch noch ein Wort des Dankes an Jutta Brandis.

Jutta Brandis

Sie betreute über drei Jahrzehnte hinweg die Kunstkontakte seitens der Volkshochschule und feierte mit der von der Gruppe Andersartig mit Kirill Wedernikow gestalteten Ausstellung im Februar 2019 ihren Ausstand.

Irene Hetzler, Florian Janik, Kirill Wedernikow, Carolin Gugel und Hans-Peter Singer, 2019

Lieber Herr Cholin, liebe Künstlerinnern und Künstler,

zu Ihrem 75jährigen Jubiläum wünschen wir Ihnen im Namen des Kunstvereins Erlangen und der Gruppe Plus alles Gute, weiterhin viel Erfolg und eine gute Zukunft!

Auch wenn uns ein paar Steine in den Weg gelegt werden, so bleiben wir weiterhin in Kontakt und hoffen, eine Ausstellung und eine Begegnung nachholen können. Die Beziehungen zwischen unseren Vereinen bestehen ja schon viele Jahre, und wir freuen uns darauf, auch in Zukunft etwas gemeinsam zu gestalten.

Viele Grüße & alles Gute

Jutta Keller (1. Vorsitzende ) & Nils Naarmann (Sprecher Gruppe Plus)

Herzliche Grüße und Glückwünsche aus Erlangen-Tennenlohe!

Der „Kunstkreis Tennenlohe“ gratuliert dem Kunstverein der Region Wladimir sehr herzlich zum 75jährigen Jubiläum. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Wladimir und Erlangen, die jetzt genau halb so alt wie Ihr Verein ist, haben zahlreiche Künstler ihres Verbandes Tennenlohe besucht und bei uns Arbeiten geschaffen, die dazu beitragen, diese Partnerschaft fest in unserem Stadtteil zu verankern. Für diesen künstlerischen Beitrag sind wir sehr dankbar.

Sergej Tschernoglasow und Dieter Puschmann, 2019

Ihr Verein ist unmittelbar nach dem Ende des furchtbaren Krieges gegründet worden, der über unsere beiden Völker unendliches Leid gebracht hat. Wir sind glücklich über den Frieden, der seitdem zwischen unseren Völkern herrscht. Heute ist der enge Austausch von Künstlern aus Wladimir und Erlangen ein starkes Zeichen dafür, wie gut sich die Menschen in unseren Regionen verstehen.

Isabelle Brisset, Nuna Frei, Sergej und Igor Tschernoglasow sowie Kirill Wedernikow vor ihrem kollektiv geschaffenen Bild, 2019

Der Beitrag, den Mitglieder Ihres Vereins dazu leisten, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Dazu übermitteln wir nochmals unseren Dank und unsere Glückwünsche.

Dietrich Puschmann,Vorsitzender des Kunstkreises Tennenlohe

Liebe Wladimirer und Mitglieder des Kunstvereins der Region Wladimir,

es ist mir eine besondere Ehre, Ihnen, meine liebgewonnenen Freunden und Künstlerkollegen, zu Eurem 75. Jubiläum gratulieren zu dürfen.

Jelena Jermakowa vor dem Trafohäuschen in Tennenlohe, gestaltet von Sergej Jermolin und Anatolij Denissow

Ob Prof. Sergej Jermolin, Igor Tschernoglasow mit Sohn Sergej, Anatolij Denissow, Jurij Iwatko und Jelena Jermakowa, Kirill Wedernikow oder auch die Gruppe der werdenden Kunsterziehungslehrer, wir können schon auf einige erstaunliche partnerschaftliche Projekte zurückblicken. Igor Tschernoglasow haben wir sogar bis nach Guatemala entführt.

Rolf Schowalter, Dieter Erhard, Jelena Jermakowa und Jurij Iwatko, 2015

Beim Künstlertreffen im Lewitan-Haus, hat es mir besonders gut gefallen! Das ist und war und bleibt echt gelebte Partnerschaft.

Dieter Erhard und sein im Lewitan-Haus entstandener Stein „Run 2016“

Für Eure und unsere gemeinsame Zukunft wünschen wir, meine Frau Miriam und ich, Euch eine gute Zeit alles erdenklich Gute und ein Glas Wodka zu Eurem 75. Geburtstag. Bleibt gesund!

Dieter und Miriam Erhard aus Erlangen-Tennenlohe

Im Anhang grüßt Euch mein Aquqila Giganteus aus Tennenlohe!

Meine liebe Freunde, meine lieben Kollegen,

Zu Eurem 75. Jubiläum wünschen Euch die Erlanger Künstler und ich alles Gute, weiterhin mindestens noch 75 kreative Jahre und sicherlich noch viele-viele Treffen und gemeinsame Ausstellungen mit uns.

Christian Hamsea und Oleg Modorow im Lewitan-Haus 2014

Ich schätze mich zu den Glücklichen, die die Ehre hatten, solch talentierte, hingebungsvolle und großartige Künstler wie Euch kennenzulernen. Neben gemeinsamen Treffen und Ausstellungen kann ich heute behaupten, unter Euch richtige Freunde für’s Leben gefunden zu haben. Ich bin bis heute dankbar für die gegenseitige Inspiration und die intensiv gemeinsam erlebte Zeit. 

Henrike Franz im Gespräch mit Anatolij Denissow, 2014

Was mit einem kleinen Clash of Civilizations 2002 bei unserem ersten Treffen in Wladimir begann, entwickelte sich zu einer der schönsten Freundschaften aller Zeiten! Hier auch mein Dank an die, die es möglich machten. 

Wladimir Rusin, verstorben an COVID-19 am 16. Juli 2020

Mit Trauer erinnere ich mich auch an die schon Verstorbenen unter uns und versichere, sie in meinen Gedanken, Malereien und in meinem Herzen lebendig zu halten. Ich bin überzeugt davon und glaube fest daran, was unser lieber Wolodja Rusin sagte: „Wir Künstler sind eine Nation mit einer eigenen Sprache!“

„Ausflug mit dem Lehrer“ von Pjotr Dik, verstorben 2002 im Künstlerdorf Worpswede

Seid herzlich umarmt und feiert schön, morgen kann alles anders sein! „Maybe чуть-чуть ЗА нашу дружбу!“

Prof. h.c. Lucian Christian Hamsea, Fine Artist

Zu guter Letzt noch die Grußbotschaft von Nils Naarmann nach Wladimir vom Mai des Jahres:

P.S.: Die besten Wünsche zum 75jährigen Jubiläum des Kunstvereines Wladimir nachgereicht von den Mitgliedern der Gruppe Andersartig, Hans-Peter Singer, Irene Hetzler, Carolin Gugel und Michael Ort, mit dem Wunsch auf zukünftig verstärkte Zusammenarbeit.

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Einen Tag vor seinem 72. Geburtstag verstarb gestern Wladimir Rusin in einer Moskauer Privatklinik, wo er wegen seiner Infizierung mit COVID-19 behandelt wurde. Der Maler und Graphiker, geboren am 17. Juli 1948 auf der Krim prägte als vielfach ausgezeichneter Künstler das Kulturleben seiner Wahlheimat Wladimir, wo er nach Abschluß seines Kunststudiums in Leningrad seit 1975 lebte.

Wladimir Rusin

Begonnen hatte er seine Karriere mit Schwarz-Weiß-Drucken, bis er auch den farblichen Dreiklang Blau-Gelb-Rot verwandte, wobei er feinste Nuancen zu entwickeln verstand. Zeit seines Lebens arbeitete Wladimir Rusin mit dem Bleistift und schuf – auch in Öl – vor allem Stadtansichten. Daneben war er seit 1978 als Kunstdozent tätig, der ab 2002 auch eine Professur an der Kunstabteilung der Universität Wladimir innehatte.

Schon 1985 wurde der Verstorbene in den Kunstverband der UdSSR aufgenommen. Unter all seinen Auszeichnungen ist die wohl wichtigste der Titel „Volkskünstler der Russischen Föderation“, verliehen im vergangenen Jahr.

Schon früh nahm Wladimir Rusin auch am Kunstaustausch mit Erlangen teil und stellte selbst bei uns aus. Überdies setzte er sich vehement gegen den Bau der Maut-Autobahn von Moskau nach Kasan ein: https://is.gd/ew6JX2

Wladimir Rusin hinterläßt in Erlangen Freunde und Sammler seiner Werke, in denen er nun fortlebt. Die Partnerschaft schuldet ihm großen Dank.

Der Vollständigkeit halber sei nachgetragen, daß gestern in der Region Wladimir der hundertste Corona-Todesfall bei nun schon über 5.000 Ansteckungen gemeldet wurde. 736 Personen gelten noch als aktiv krank.

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Am Sonntag, den 24. Februar, eröffnet Oberbürgermeister Florian Janik um 11.15 Uhr im Großen Saal der Volkshochschule die Ausstellung der Gruppe Andersartig mit dem sprechenden Titel (R)EVOLUTION. An dem Projekt mit Arbeiten von Irene Hetzler, Carolin Gugel und Hans-Peter Singer nimmt auch Kirill Wedernikow teil, der sich als Mitglied des Russischen Künstlerverbandes und bei zahlreichen Ausstellungen und Festivals in Moskau, Sankt Petersburg, Nowgorod, Nischnij Nowgorod, Astrachan und Wladimir einen Namen machte.

Kirill Wedernikow

Kirill Wedernikow wurde 1991 in Wjasniki, einer kleinen Kreisstadt in der Region Wladimir, geboren. Seinen künstlerischen Werdegang begann er mit Graffiti und fand dank dem Studium verschiedener Stile und Richtungen bald zu seinem eigenen Stil. Die Ausbildung an der Fachschule für künstlerische Restaurationsarbeiten in Susdal wird dabei zum Meilenstein in seiner kreativen Entwicklung.

Kirill Wedernikow bei der Arbeit

Die Anziehungskraft alter Industrieviertel, Fabriken und verlassener Häfen an Flüssen stellt eines der zentralen Themen Kirill Wedernikows dar. Gerade dort konzentriert sich die Energie einer anderen Zeit, deren Tiefe und Widersprüchlichkeit der Künstler in seinen Werken zu verstehen und widerzuspiegeln versucht.

Kirill Wedernikows Interesse gilt der Malerei, der Druckgraphik (Xylographie und Linolgravur) sowie originellen Techniken wie Tusche, Zeichenfeder oder Aquarell, aber auch der monumentalen Kunst wie Street Art.

Der Wladimirer Künstler – er wird zur Vernissage in Erlangen erwartet – stellt erstmals in Deutschland aus. Seine Arbeiten sind mit den Exponaten der Gruppe Andersartig bei freiem Eintritt bis zum 12. April in den Räumen der Volkshochschule, Friedrichstraße 19, 1. Stock, montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu sehen.

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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und wollen gut vorbereitet sein. In diesem Sinne waren dieser Tage die Organisatoren des Festivals „Art-Subjekt“, das am letzten Wochenende des Monats stattfindet, auf Wladimirs Straßen unterwegs.

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So etwas hatte man in der Partnerstadt noch nicht gesehen: Kunst-Exhibitionisten, die unter ihren geöffneten und abgelegten Mänteln keine anstössig-nackte Haut zeigten, sondern sich als Art-Sujekte zur Schau stellten.

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Exhibitionismus als Form der amublanten Ausstellung, bewegliche Kunst im öffentlichen Raum, eine so in Wladimir noch nie gesehene Aktion.

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Statt Erregung öffentlichen Ärgernisses – Vorfreude auf das Festival, an dem in Wladimir so bekannte Persönlichkeiten teilnehmen wie Jewgenia Stange Fruit, der Clown Jewgenij Chromin und der Dichter Semjon Bajew, bekannt als Polina Islandia.

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Mal sehen, was da noch alles kommt, denn die Truppe will bis zum Festival jede Woche einmal als Kunstsujekte durch den „öffentlichen Raum“ ziehen.

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Dieser Tage wurde der Wladimirer Künstler, Wiktor Bytschkow, mit der Medaille in Silber des Russischen Künstlerverbands für seinen Betrag zu „Spiritualität, Traditionen und Meisterschaft“ ausgezeichnet. Derzeit ist in der Partnerstadt auch eine Ausstellung des sechzigjährigen Malers zu sehen; sein von Peter Steger ins Deutsche übersetztes Credo ist hier im Blog – in zwei Teilen – zu lesen:

„Wer gewarnt ist, ist gewappnet.“ – „Die Wahrheit ist nicht untertan den Zaren.“ Alexander Puschkin

Wiktor Bytschkow

Wiktor Bytschkow

Wäre ich nicht Künstler – und erst recht nicht russischer Künstler -, könnte ich kühlen Mutes alle Seiten eines modernen und erstaunlichen Phänomens im zeitgenössischen Rußland analysieren, das ich benennen möchte mit „Anweisung zur Vernichtung der großen Kultur eines Großen Landes“. Dieses Drama spielt sich schon seit fast 25 Jahren in den Weiten unserer Heimat ab. Betrachtet man die Prozesse der Interaktion zwischen Staat und Kultur von innen, kann man bestimmte Schlüsse ziehen. Am augenfälligsten dabei: Es handelt sich um den prinzipiellen Beschluß, die traditionelle Kultur zu vernichten, und diesen Beschluß setzt man während all der letzten Jahre beharrlich um.

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Die Ideologen der Globalisierung wissen sehr wohl, daß die Kultur des russischen Volkes im Verein mit der Orthodoxie allen in Rußland ansässigen Völkern die Möglichkeit gibt, ihre Einzigartigkeit zu verstehen und zu erleben, sich als selbständige und sich selbst genügende Nation zu identifizieren, eben jene Anziehungskraft der geheimnisvollen „russischen Seele“ zu erspüren. Beraubt man uns dieser spirituellen Schutzklammern, kann man an uns gleich welche Experimente durchführen, weil wir schlichtweg vergessen, wer wir waren und wer wir jetzt sind: einfach die hirnlose, willenlose Bevölkerung eines Gebiets unter der Bezeichnung Russische Föderation. Ablösen soll die traditionelle Kunst die uns grob übergestülpte und unserer Mentalität fremde Kultur der „Westlichen Welt“.

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Ich maße mir nicht die Kühnheit an, die Prozesse zu analysieren, die in anderen Bereichen der Kunst vonstattengehen, aber in der bildenden Kunst ist jedem denkenden Menschen alles offensichtlich. Die Künstler der Westlichen Welt gingen – beginnend in der Renaissance und bis in unsere Tage – auf ihrer kreativen Suche den langen Weg von der Vergöttlichung der menschlichen Gestalt bis hin zu deren vollständiger Zerstörung und Erniedrigung. Wahrscheinlich hatte die Rolle der Philosophie der westlichen Weltanschauung daran ihren Anteil, die sich darauf gründet, in allem ein Maximum an Lust zu gewinnen. Eine auf die Philosophie des „Hedonismus“ und der Vergötzung des eigenen „Ego“ aufbauende Gesellschaft hat denn auch die moderne westliche Kunst hervorgebracht, wo es nur Lust und Genuß gibt. Welche spirituellen Suchbewegungen, welche Geistesflüge können jene unternehmen, die es fertigbringen, die eigenen Fäkalien in Dosen zu füllen und diese als Kunstwerke für irre Summen zu verkaufen?

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Diesen Unrat auf die Russische Scholle zu übertragen, ist schlichtweg unmöglich. Gottlob haben weder Gesellschaft noch Künstler das Schamgefühl verloren. Doch das ist nicht unser einziger Schutz: Die Traditionen der Spiritualität, das Bedürfnis nach Schönheit und Güte, anerzogen über die Jahrhunderte von der Orthodoxie, erweisen sich als unser Schutz. Hier verbirgt sich auch ein besonders wichtiger Wesenszug der russischen Kultur, die Fähigkeit zum Erbarmen.

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Die zeitgenössischen Künstler im Westen können damit gar nichts anfangen. Ihre Ziele und Aufgaben liegen auf einer ganz anderen Ebene, auf der einer Geistlosigkeit, einer Anti-Spiritualität. All diese Performances und Installationen aus Dosen, alten Kloschüsseln und Kaugummis können ja nichts Spirituelles an sich haben. Aber man beachte, wie schamlos und dreist unsere Massenmedien diese Ausstellungen als nichts anderes präsentieren als genial und langerwartet. Diese „Genies“, arm an Geist, kennen weder die Vergangenheit der Großen Kultur Rußlands, noch die wahren Genies unserer Zeit. Ihr Pygmäen des Geistes, stellt doch eure Ismen aus Kaugummi und rostigen Abflußrohren neben die Gemälde moderner russischer Künstler wie Korschew, Popkow, Plastow, Moisejenko, Glasunow…

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Doch zum Zweck der Rechtfertigung und Inspiration der westlichen Künstler und zur weiteren Verhöhnung des Betrachters pumpten die Konstrukteure der westlichen Weltanschauung in diese „Kultur“ gewaltige Summen, schrieben Kunstwissenschaftler – ebenfalls für nicht wenig Geld – ganze Berge „wissenschaftlicher Arbeiten“ zum Thema „moderne Kunst“, während die Werbung und Auktionen auch noch ihren Anteil leisteten. Jetzt wagt niemand mehr, selbst wenn er den Irrsinn der Vorgänge erkennen sollte, zu rufen: „Der König ist doch nackt“.

Fortsetzung folgt.

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Kunst ohne Zensur


Die Partnerstadt hat wahrlich keinen Mangel an Künstlern. Man denke nur an die Wladimirer Malschule, deren Tradition mit ihren kräftigen Farben bis heute fortlebt.

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Daneben gab und gibt es natürlich immer wieder Weiterentwicklungen, ganz persönliche Wege, wie etwa von Pjotr Dik, dessen Arbeiten auch in vielen Wohnungen in Erlangen hängen.

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Nun hat sich aber eine Gruppe von Kunstfreunden unter dem Markennamen „Initiative“ zusammengetan, die es jedem ermöglichen will, eigene Arbeiten auszustellen, um gewissermaßen Kunst von unten unters Volk zu bringen.

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Zensur soll keine stattfinden, einziges Kriterium – Qualität und Originalität. Die für den Samstag geplante erste Ausstellung der Initiatoren richtet sich denn auch an „alle“, die ihr Schaffen zeigen wollen, unabhängig von künstlerischem Handwerk und Stil und soll „allen“ zeigen, was an Ungewöhnlichem in Wladimir zu sehen gibt.

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Erste Exponate sind nun schon im Internet zu sehen und sollen auch hier im Blog schon mal all jenen eine Vorstellung geben, die am Samstag nicht in die Kunstschule Nr. 3 kommen können.

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Der Eintritt ist übrigens ebenso frei wie der Klick zum Blog, der sich hoffentlich damit wieder einmal gelohnt hat…

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Also, hereinspaziert und ungeniert genießen, was da so zu sehen unter dem Motto: „Kunst kann jeder, man muß es nur können.“

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