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Posts Tagged ‘Kirill Wedernikow’


Vor viereinhalb Jahren stand Otmar Koch, begleitet von seiner Frau Anni, an dem Ort, wo sein Vater mutmaßlich Ende August 1947 auf dem Gelände des Wladimirer Traktorenwerks beigesetzt wurde, und besuchte zusammen mit dem Weltkriegsveteranen, Philipp Dörr, jene Kirche, wo der Wehrmachtssoldat einquartiert war, der seine Familie nie mehr sehen sollte.

Peter Steger und Otmar Koch

„Möglich wurde das nur dank dem Blog“, erinnert sich der Künstler dankbar. „Ich war beseelt von dem Gedanken, das Grab meines Vaters zu finden, aber erst eine Frau aus der weiteren Verwandtschaft, der ich von meinen Plänen berichtete, fand die Verbindung zwischen Erlangen und Wladimir und machte mich auf die Städtepartnerschaft und den Blog aufmerksam. Was da daraus entstanden ist – unglaublich!“

Otmar und Anni Koch mit der Arbeit von Kirill Wedernikow im Skulpturengarten Tennenlohe

Das Ehepaar aus der Wachau verfolgt zwar seither regelmäßig den Blog, erfuhr aber erst gestern in Erlangen vom elften Geburtstag dieses Mediums der deutsch-russischen Verständigung. Wieder so eine Fügung und Wendung, wie sie nur das Leben und der Blog bereithalten. Und so wurde der gestrige Tag unversehens zur kleinen Feier einer vom Blog gestifteten Freundschaft fürs Leben.

Mehr zu Otmar Koch und zum gestrigen Tag unter: https://is.gd/ZwAIeG und https://is.gd/Dlyc6c

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Der Kunstkreis Tennenlohe wurde 1999 gegründet, um der bereits drei Jahre zuvor von Dieter Erhard ins Leben gerufenen „Fiesta de Arte“ zusätzlichen organisatorischen Halt zu geben. Sechsmal führte der Tennenloher Verein die „Fiesta de Arte“ dann selbst durch und schrieb dreimal einen „Tennenloher Kunstförderpreis“ unter Kunststudenten aus.

Dietrich Puschmann eröffnet die Veranstaltung

Jetzt, zum zwanzigjährigen Jubiläum, knüpft der Kunstkreis wieder an seine Anfangsjahre an und lud in der vergangenen Woche noch einmal zu einer – wenn auch kleinen – „Fiesta de Arte“ ein. Zwei der fünf Künstler haben schon einmal bei einer früheren „Fiesta de Arte“ eine Arbeit für Tennenlohe geschaffen: Isabelle Brisset (2008) aus Rennes und Igor Tschernoglasow (2006) aus Wladimir,  die drei übrigen – Nuna Frei aus Nürnberg sowie Kirill Wedernikow und Igor Tschernoglasows Sohn Sergej, beide aus der russischen Partnerstadt – sind zum ersten Mal in Tennenlohe dabei.

Sergej und Igor Tschernoglasow, Kirill Wedernikow, Nuna Frei, Tobias Ott und Isabelle Brisset

Isabelle Brisset hat ein winziges Atelier am schönsten Platz von Rennes. Ihre poetischen, leuchtend farbigen, verspielten Bilder zeigen eine fantastische Welt von Zwergen, Schmetterlingen, Elfen, fliegenden Fischen und anderen zauberhaften Wesen. Zwischen England und China hat sie schon in vielen Ländern ausgestellt. Aber nach Tennenlohe ist sie gerne ein zweites Mal gekommen.

Isabelle Brisset, Nuna Frei, Sergej und Igor Tschernoglasow sowie Kirill Wedernikow vor ihrem kollektiv geschaffenen Bild

Nun Frei, bürgerlich Sabrina Brandstätter, lebt in Nürnberg, stammt aber aus der Oberpfalz. Dazwischen liegt eine lange Reise, die sie durch mehrere Länder Südamerikas – Chile, Argentinien, Peru, Bolivien und Ecuador – führte. Die Farben Südamerikas und die Kunst der Fassadenmalerei, der „Murales“ hat sie von dieser Reise mitgebracht. Gegenwärtig zeigt die Nürnberger „Nordkurve“ in Gostenhof eine Ausstellung mit ihren Arbeiten.

Sergej Tschernoglasow und Dietrich Puschmann mit einem Geschenk aus Stein des Wladimirer Künstlers

Traditionell fand die „Fiesta de Arte“ immer in der Kirchweih-Woche in Tennenlohe am dritten August-Wochenende statt. Deswegen lebten und arbeiteten die Künstler auch jetzt in Tennenlohe, wo gestern Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens und ein großer Kreis Interessierter im Skulpturenpark die fertigen Werke abnahm.

Sergej Tschernoglasow und seine „Umarmung“

Fertig? Nicht ganz. Die beiden Bildhauer, Igor und Sergej Tschernoglasow, legen heute noch letzte Hand an ihre Skulpturen an. Der Stein mit den vielen Einschüssen hatte zu viel Widerstand gegen die Bearbeitung geleistet. Doch die beiden Perfektionisten machen keine halben Sachen.

Sergej Tschernoglasow, Susanne Lender-Cassens, Igor Tschernoglasow und seine „Waldfrau“ sowie Kirill Wedernikow

Igor Tschernoglasow, lange Jahre Vorsitzender des Künstlerverbands der Region Wladimir, gehört zu den angesehensten Meistern seines Fachs und erhält Aufträge aus dem ganzen Land – ebenso wie Kirill Wedernikow, der trotz seiner jungen Jahre schon in Moskau, Sankt Petersburg oder Nischnij Nowgorod seine Arbeiten schuf, die in ihrer ikonographischen Verbindung von Tradition und Moderne, in ihrem unverwechselbaren Amalgam aus inniger Spiritualität und manifester Diesseitigkeit beweisen, daß er seinen ganz eigenen Weg gefunden hat.

Susanne Lender-Cassens, Kirill Wedernikow und sein „Schutzengel“ sowie Igor und Sergej Tschernoglasow

Die Arbeiten bleiben auf der Wiese an der Wied, also für jedermann jederzeit zugänglich. Eines der beiden Bildnisse von Tschernoglasow d. Ä. und Tschernoglasow d. J. wird allerdings demnächst einen Platz auf der Skulpturenachse jenseits der B2 im Tennenloher Forst finden. Welche, das entscheidet der Kunstkreis. Es soll ja noch Platz sein für weitere Werke von Künstlern aus dem Großraum und den Partnerstädten.

Detail aus dem „Schutzengel“ von Kirill Wedernikow: die Vielfalt des Glaubens mit nur einer gemeinsamen Tür. Es ist an uns, sie zu öffnen…

Doch jetzt erst noch einmal ein großes Danke, Merci und Спасибо an Mister Puschmann, wie die Gäste aus Wladimir den Vorsitzendenden des Kunstkreises, Dietrich Puschmann, nannten, an sein Team, an die Anwohner und vor allem auch an Dieter Erhard, der mit Rat, Gerät und Tat viel zum Gelingen dieses Festes der partnerschaftlichen Kunst beitrug.

Und hier ist noch einmal alles auf Anfang gesetzt: https://is.gd/DvYEYj

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Dietrich Puschmann, Vorstand des Kunstkreises Tennenlohe, hat allen Grund, sich zu freuen. Nachdem Isabelle Brigget bereits am Sonntag aus Rennes eingetroffen war, landeten gestern auch Kirill Wedernikow sowie Igor und Sergej Tschernoglasow aus Wladimir wohlbehalten am Flughafen Nürnberg.

Dietrich Puschmann, Sergej Tschernoglasow, Isabelle Brigget, Albrecht Dürer, Igor Tschernoglasow und Kirill Wedernikow

Das Partnerschaftsquartett wird nun bis zum kommenden Sonntag zwei Figuren und zwei Wandgemälde schaffen und damit den Skulpturenpark im Erlanger Stadtteil Tennenlohe um vier neue Werke erweitern. In einer bisher nicht dagewesenen deutsch-französisch-russischen Konstellation. Die Kultur macht es möglich.

Nun besteht also in den nächsten Tagen die einmalige Gelegenheit, den Gästen bei ihrem schöpferischen Akt über die Schulter zu schauen, zu sehen, wie aus der rohen Materie ungeahnte Gestalten entstehen.

Igor Tschernoglasow, langjähriger Vorsitzender des Künstlerverbandes der Region Wladimir, war vor 14 Jahren zum letzten Mal in Erlangen, und hinterließ in Tennenlohe bereits zwei Skulpturen. Nun will er seine dritte Arbeit aus Kalkstein hauen, während sein Sohn Sergej seinen Einstand gibt.

Engel, Igor Tschernoglasow

Kirill Wedernikow hatte während seiner Ausstellung im Februar an der Volkshochschule Erlangen https://is.gd/WOpuWi die Aufmerksamkeit von Dietrich Puschmann auf sich gezogen. Ohne lange zu zögern lud damals der Kunstfreund den Maler zu dem August-Symposium während der Tennenloher Kirchweih ein.

Dialog, Igor Tschernoglasow

Wer es unter der Woche nicht schaffen sollte, im Skulpturenpark vorbeizuschauen, sollte sich die Präsentation der Arbeiten am Sonntag, den 18. August, um 15.00 Uhr nicht entgehen lassen.

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Kaum sind die Arbeiten von Kirill Wedernikow in der Volkshochschule Erlangen abgehängt, da schließt sich ein neues internationales Projekt an diese erste Ausstellung im Ausland des Wladimirer Künstlers an. Nicht verwunderlich für all jene, die sein Werk kennen.

Derzeit arbeitet Kirill Wedernikow an dem Projekt „35×35“, und demnächst zeigt das Copelouzos Family Art Museum in Athen seine jüngsten Werke, darunter ein Minotaurus. Es ist sogar geplant, ein Buch mit Arbeiten des Künstlers herauszugeben. Da kommt Vorfreude auf!

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Die Ausstellung mit Arbeiten der Gruppe Andersartig und des Wladimirer Künstlers Kirill Wedernikow ist noch bis zum 12. April in den Räumen der Volkshochschule, Friedrichstraße 19, zu sehen. Wer schon bei der Vernissage zugegen war, erlebte eine beeindruckende animierte Schau vom Schaffen des russischen Gastes. Dieses Video ist nun auch im Internet – und natürlich in Ihrem Blog unter https://is.gd/VPWVsI zu sehen.

Irene Hetzler, Florian Janik, Kirill Wedernikow, Carolin Gugel und Hans-Peter Singer am 24.02.2019 bei der Vernissage vor Arbeiten des Wladimirer Künstlers

Bei aller Meisterschaft dieses Films mit dem Titel „Der Sand der Zeit“ ersetzt der Klick auf den Link natürlich nicht den (wiederholten) Besuch der Ausstellung – bei freiem Eintritt und zu den üblichen Geschäftszeiten. Hereinspaziert!

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Er ließ es sich nicht anmerken, aber ein wenig nervös war Kirill Wedernikow gestern schon, so kurz vor der Ausstellungseröffnung in der Volkshochschule mit Oberbürgermeister Florian Janik und all den vielen Gästen aus Politik, Verwaltung und vor allem natürlich Kunst und Kultur. Doch schon im Gespräch mit Erlangens Stadtoberhaupt löste sich die Spannung und wich der Freude darüber, mit welcher wißbegierigen Offenheit man seinen Arbeiten begegnete.

Irene Hetzler, Florian Janik, Kirill Wedernikow, Carolin Gugel und Hans-Peter Singer

Der Künstler hätte es freilich auch schon vorher wissen können. Denn von Beginn an hatte er – „trotz meiner geringen Englischkenntnisse“ – mit der Gruppe Andersartig eine gemeinsame Sprache gefunden, hatte die Verständigung über die Kunst, diese universelle Form des menschlichen Ausdrucks, bestens funktioniert. Und es war manchmal beim Aufbau, als hätten die Bilder ihren Platz an den Wänden und in den Räumen selbst gefunden.

Jutta Brandis

Glücklich und zufrieden jedenfalls waren nicht nur die Künstler, sondern vor allem Jutta Brandis, die mit „(R)Evolution“ nach dreißig Jahren des Wirkens an der Volkshochschule hiermit ihre vorletzte Ausstellung kuratierte, darunter viele mit Gästen aus Wladimir. Doch keine hatte sie nach eigenen Worten bisher so mit Freude über das Gelingen erfüllt wie diese, die nun noch bis zum 12. April in den Räumen der Volkshochschule, Friedrichstraße 19, zu sehen sind.

Peter Steger, Kirill Wedernikow, Hans-Peter Singer, Jutta Brandis, Carolin Gugel, Irene Hetzler, Michael Ort und Eva Herrmann

Zeit genug also, sich selbst noch einen Eindruck zu verschaffen von diesem deutsch-russischen Projekt einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die Florian Janik in seinem Grußwort als wichtiges Element der Verständigung in Zeiten politischer Konflikte lobte, die aber auch zeigt, wie gut Künstler verschiedener Länder konzeptionell zusammenfinden können. Denn, so Kirill Wedernikow: „Sie entsteht zwar in Raum und Zeit, ist aber nicht an diese Dimensionen gebunden, wirkt darüber hinaus.“ Worte, die so auch gelten könnten für das eigens zu dieser Ausstellung komponierte „Concertino für Vibraphon und Klavier“, uraufgeführt von Michael Ort und Eva Herrmann.

Anke Steinert-Neuwirth, Peter Steger, Kirill Wedernikow, Hans-Peter Singer, Carolin Gugel und Irene Hetzler

Ein großer Teil der Bühne – und auch der Ausstellungsfläche – gehörte gestern dem Gastkünstler, der Gelegenheit erhielt, anhand eines Videos mit beeindruckend animierten Arbeiten aus seiner jüngsten Schaffensperiode und einer Präsentation seinen Werdegang darzustellen. Erstmals im Ausland und erstmals in dieser Ausführlichkeit, denn in der Heimat können sich nicht alle an seiner Ästhetik etwas abgewinnen.

Karin Günther und Peter Millian

Sie hat ja auch tatsächlich etwas Düsteres, und vor allem in seinem Zyklus der Lost Places und Industriebrachen sehe man wenig Optimismus und Aufbruch, wie Peter Millian von den Erlanger Nachrichten bemerkte. „Richtig“, bestätigte der 27jährige Künstler aus Wjasniki, hundert Kilometer östlich von Wladimir gelegen, „aber aus diesem Schatten bin ich herausgetreten, diese Periode liegt hinter mir.“

Zwar, so der Künstler, ziehe ihn noch immer diese Landschaft des Verfalls mit ihren groben Formen und den unendlichen Räumen des Vergehens magisch an, weil es da so viel Gestaltungsmöglichkeit gebe, aber nach seinen Anfängen im Bereich des Graffiti und der Straßenkunst und all den Lehrjahren durch die Kunsthochschule in Susdal sowie die Aufenthalte in Sankt Petersburg und Moskau wende er sich nun stärker philosophischen, theologischen und mythologischen Themen zu.

Kirill Wedernikow im Gespräch

Man hört es aus seinen Worten heraus, man merkt es seinen Bildern an: Hier wird man Zeuge eines künstlerischen Reifeprozesses, der auf dem Weg zu echter Meisterschaft ist, im Ausdruck wie im Handwerk. Passend zum evolutionären Titel der Ausstellung mit dem R in Klammern.

So richtig zur Geltung kommt das im Musikzimmer, wo die Keramiken von Carolin Gugel und die Arbeiten von Kirill Wedernikow einander nicht nur ergänzen, sondern in ihrer Wirkung verstärken, formal wie inhaltlich. Aber davon sollte man sich selbst überzeugen. Zeit ist ja noch genug.

Und nehmen Sie sich auch ein paar Minuten für die Mappen, wo sich neben Angaben zu den Persönlichkeiten auch die Preise für die Arbeiten finden. Es bietet sich die exklusive Gelegenheit, eine Wedernikow-Sammlung, die erste in Deutschland und außerhalb seiner russischen Heimat, aufzubauen.

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Die Vorbereitungen auf die Vernissage am Sonntag um 11.15 Uhr im Großen Saal der Volkshochschule sind in vollem Gang. Alle Räume und Korridore im ersten Stock des Gebäudes werden bespielt, und der Gast vom Kunstverein der Region Wladimir, Kirill Wedernikow, kann seine fast dreißig Arbeiten, die er gestern in einer unscheinbaren Mappe mitbrachte, in der „guten Stube“, im Historischen Saal, nachgerade kammermusikalisch hängen.

Ungerahmte Kunst aus Wladimir

Am Vormittag via Moskau und Istanbul eingetroffen, stand der ganze Nachmittag im Zeichen der Rahmung und Hängung der Bilder des 1991 im hundert Kilometer östlich von Wladimir gelegenen Wjasniki geborenen Künstlers, für Erlangen entdeckt und eingeladen von der Gruppe Andersartig, die grenzüberschreitend hinsichtlich der Techniken und Genres ebenso wie der Länder und Sprachen arbeitet. Und natürlich wollte man einander kennenlernen: Jutta Brandis, die Kuratorin der Ausstellung, Markus Bassenhorst, der Leiter der Volkshochschule, und eben Hans-Peter Singer aus Herzogenaurach, der die Städtepartnerschaften seiner Heimatstadt ebenso wie die internationalen Kontakte Erlangens als Brücken der Kunst und Verständigung nutzt und dies so ausdrückt: „Was die Politik nicht hinbekommt, müssen wir schaffen!“

Planungsgespräch: Hans-Peter Singer, Kirill Wedernikow, Jutta Brandis und Markus Bassenhorst

Und Kirill ist gekommen, um moderne russische Kunst zu zeigen. Und was für eine! Mythische Figuren, verfremdet hineingestellt in stilisierte Industrielandschaften, anatomische Studien an Titanen, Wesen einer Zwischenwelt im Kosmos von Welt und Technik, Evolutionen und Revolutionen der Gestaltung. „Paßgenau das, was die Arbeiten von Irene Hetzler, Carolin Gugel und mir von der Gruppe Andersartig thematisch unter dem Titel „(R)Evolution“ ergänzt, die ja dann gemeinsam mit den Bildern aus Wladimir bis April hier hängen werden“, freut sich Hans-Peter Singer. Das andersartige Kunstquartett ist komplett.

Hängung: Hans-Peter Singer und Kirill Wedernikow

Für Kirill Wedernikow, der seine philosophischen Heimat im christlichen Existenzialismus eines Nikolaj Berdjajew sieht, dem es um nicht weniger als die geistige Wiedergeburt des Menschen und die soziale Umgestaltung der Gesellschaft geht, für den Künstler ist es die erste Ausstellung außerhalb seiner Heimat, wo er noch um Anerkennung ringt, nachdem er seine Lehr- und Wanderjahre mit der Ausbildung in Susdal und Stationen in Sankt Petersburg und Moskau abgeschlossen hat und nun in seine kleine Heimatstadt an der Kljasma mit nur gut 35.000 Einwohnern zurückgekehrt ist. In den Großstädten, so seine Erfahrung, drohe die Kunst inhaltsleer zu werden, zu groß sei die Versuchung, den Moden und Trends nachzulaufen. Seine eigene Sprache und Ausdruckskraft könne man viel besser in der Provinz finden, ohne all die Ablenkung der Metropolen, wo dann auch noch die Kosten für das Atelier kaum mehr zu bezahlen seien.

Schaltkreis einer Ausstellung: Kirill Wedernikow, Fred Ziegler und Dieter Erhard

Am ersten Abend in Erlangen dann noch der Besuch einer Vernissage mit Fred Ziegler im Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen unter dem Motto „Poesie der Schaltkreise“, eine Annäherung von Malerei und Wissenschaft – und wieder so eine Grenzüberwindung, für die auch und gerade Dieter Erhard mit seinem kunstfliegenden Wechsel zwischen den Partnerstädten Riverside und Wladimir steht. Aber das ist dann schon wieder eine ganz andere Geschichte. Hier für heute nur noch einmal der Verweis auf den ersten Blogartikel zu Kirill Wedernikow unter: https://is.gd/6fq2uz

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