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Posts Tagged ‘Kindergartenpraktikum Rußland’


Bereits Anfang Juni unternahm das Ehepaar Jürgen und Heidi Binder eine Reise nach Wladimir. Dazugeladen hatten die pensionierte Lehrerin und der Allgemeinarzt, in der Partnerstadt bestens vernetzt, auch den Medizinstudenten, Fabian Frank, dessen Bericht hier noch einmal nachzulesen ist https://is.gd/2h4ylO, sowie eine dreiköpfige Gruppe aus der Waldorfschule, die nun ebenfalls einen Blick zurück auf die Fahrt wirft:

Mauerbild an der Waldorfschule Wladimir

Vor dem Start nach Wladimir, stellte ich mir viele Fragen, darunter zum Beispiel: Wie werden wir uns verständigen? Was ist das für ein Kindergarten, in dem ich mein Praktikum absolvieren soll? Oder auch ganz generell: Wie ist die russische Kultur wirklich?…

Ich flog mit noch zwei weiteren Schülern, mit einer ehemaligen Lehrerin von uns, ihrem Mann und einem Medizinstudenten, der ebenfalls ein Praktikum zu absolvieren hatte.

Los ging es früh morgens in Erlangen am Busbahnhof zum Münchner Flughafen und von dort aus dann zum Flughafen nach Moskau. Von Moskau aus fuhren wir dann mit dem Zug und der Metro weiter nach Wladimir, wo wir am Bahnhof von unseren Gastfamilien in Empfang genommen wurden.

Zu diesem Zeitpunkt trennten wir uns dann und konnten den restlichen Abend mit unseren Gastfamilien verbringen. Doch das war der Aufregung nicht genug, denn früh morgens sollte es ja gleich weitergehen mit dem Start des Praktikums im Kindergarten. Dort sah ich dann auch meinen Mitschüler wieder, doch lange konnten wir uns nicht austauschen, denn wir waren in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Zunächst stellte man mich in der Gruppe, in der ich die nächsten zwei Wochen verbringen sollte, mit den Worten vor, ich spreche nicht viel bis gar kein Russisch und wir uns wohl im wahrsten Sinne des Wortes mit Händen und Füßen würden verständigen müssen.

Vormittags waren die Kinder immer in ihren Gruppen, konnten dort spielen, und es gab ein zweites Frühstück. Dort klappte es gut, sich mit den Kindern sowie Erziehern zu verständigen, denn meistens war es selbsterklärend, was ich gerade zu tun hatte: Puzzeln, Legobauen, Klatschspiele mit den Kindern oder den Erzieherinnen beim Aufräumen helfen. Dann am späten Vormittag ging es raus in den Garten. Dort hatte jede Gruppe einen eigenen Bereich zu spielen, der auch nicht besonders groß war, da es sehr viele Gruppen in diesem Kindergarten gibt. Dort machte ich dann mit den Kleinen Ballspiele, spielte mit ihnen Verstecken oder Fangen, wobei ich immer die Rolle des Fängers zu übernehmen hatte. Dann gab es Mittagessen und wieder eine Spielzeit, bis die Kinder abgeholt wurden. Insgesamt können die Kinder von sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends im Kindergarten bleiben.

Mit der Zeit verstanden wir uns immer besser, und die Kinder fingen an, mir russische Wörter beizubringen, wohingegen ich im Gegenzug die Kinder von mir deutsche Wörter lernten. Insgesamt eine supertolle Erfahrung, und am Ende des Praktikums konnte meine Kindergartengruppe mich auf Deutsch verabschieden, und ich konnte dasselbe auf russisch tun. ♥

Es war wirklich eine sehr schöne Reise, gemixt aus Abenteuer, Praktikum und Ferien, einschließlich des Besuchs von Moskau. Dafür möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken, die mir diese Erfahrung ermöglicht, bzw. mich auf der Reise begleitet oder auch beherbergt haben. Ich kann nur jedem empfehlen, auch solch eine Reise zu wagen und die russische Gastfreundschaft kennenzulernen und zu erleben.

Leonie Köppe

 

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