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Posts Tagged ‘Johann Adam Stupp’


Am 3. März bereits verstarb, wenige Wochen vor seinem 94. Geburtstag, Johann Adam Stupp, Ehrenvorsitzender des Erlanger Kunstvereins, dem die Städtepartnerschaft, angeregt vom Journalisten Axel Mölkner, die erste Gemeinschaftsausstellung von vier Wladimirer Künstlern verdankt. Im Vorwort des Katalogs zur Ausstellung im November 1992 schreibt er selbst:

Freundschaftliche Beziehungen zu den bildenden Künstlern unserer russischen Partnerstadt Wladimir bestehen nun schon seit einer Reihe von Jahren. Wir erinnern uns dankbar an die Ausstellung von Malerei, Graphik und Plastik aus Erlangen in Wladimir 1986. Im darauffolgenden Jahr konnten wir einen Maler aus Wladimir – es war Kim Britow – im Rahmen der Wladimirer Kultur- und Sporttage als Gast bei uns begrüßen. Wir hoffen zuversichtlich, daß diese Begegnungen in beiden Partnerstädten fortgeführt werden können.

Johann Adam Stupp

Und Andrej Filinow, heute Direktor des Staatlichen Wladimirer Lokalsenders, der damals die Gruppe als Journalist begleitete, erinnert sich:

Erlanger Nachrichten, 24./25. Oktober 1992

Vor fast dreißig Jahren… Damals taten Wladimir und Erlangen, wenn ich es richtig sehe, mit dem Austausch von Kulturschätzen einen der ersten und ausgesprochen erfolgreichen Schritte in der Volksdiplomatie aufeinander zu. Ich meine jene Ausstellung mit Arbeiten von Wladimirer Graphikern in Erlangen, organisiert unter Mitwirkung des Kunstvereins und persönlich von Johann Adam Stupp, die zu einer ausgezeichneten Visitenkarte unserer altrussischen Stadt zu einer Zeit wurde, als sich die partnerschaftlichen Beziehungen, angetrieben von dem glänzenden Russisten und großartigen Organisator, Peter Steger, erst so richtig zu entfalten begannen. Mit glühendem Enthusiasmus halfen ihm und den Künstlern die jungen Journalisten, Axel Mölkner von den „Erlanger Nachrichten“ und der Autor dieser Zeilen, Andrej Filionow, damals Mitarbeiter der Lokalzeitung „Mestnoje Wremja“ („Ortszeit“). Die Zusammensetzung der Ausstellungsteilnehmer erwies sich als einzigartig. Vorneweg mit den Arbeiten von zwei bereits damals anerkannten Meistern, Pjotr Dik und Boris Franzusow. Letzterer konnte nicht mit nach Deutschland kommen, weil er bereits todkrank war, aber seine Arbeiten, die zu den allerbesten Beispielen der russischen Graphik gehören, fanden viel Raum in der Ausstellung. Aus seinem Schaffen in der Technik der klassischen Radierung bildete sich eine eigene Schule heraus. Aber auch die damals noch jungen und später mit dem Titel „verdiente Künstler Rußlands“ ausgezeichneten Anatolij Denissow und Jurij Tkatschow erhielten die Möglichkeit, ihr reiches Können zu zeigen. Diese klassische Tradition umschatteten großartig die tiefgründigen, emotionalen und philosophisch aufgeladenen Pastelle von Pjor Dik. Der Umstand, daß er ethnischer Deutscher war, brachte eine besondere Note in die Betrachtung seiner Arbeiten und zeugte von der schon seit langer Zeit wirkenden gegenseitigen Durchdringung der russischen und deutschen Kultur, zweier großer europäischer Völker. Aber diesem Austausch wohnte noch eine weitere interessante Synergie inne: Die Arbeiten der Künstler wurden im Katalog von Gedichten des Autors dieser Zeilen in der Übersetzung von Peter Steger kommentiert. Ein weiterer Beweis dafür, wie eng Kunst und Literatur unsere Völker verbinden. Dieses Ereignis hinterließ jedenfalls in den Herzen der Teilnehmer (leider weilen Pjotr Dik und Boris Franzusow bereits nicht mehr unter uns, und nun ist dieser Tage auch Johann Adam Stupp von uns gegangen) die farbenfrohesten Erinnerungen und wurde auf viele Jahrzehnte zum Unterpfand der guten Beziehungen zwischen den Partnerstädten.

Johann Adam Stupps Hoffnung sollte sich erfüllen: Es folgten ungezählte weitere Ausstellungen in Zusammenarbeit der Kunstvereine Erlangen und Wladimir, auch längere Aufenthalte hier wie dort, um vor Ort an Kulturprojekten mitzuarbeiten. Den bisherigen Höhepunkt erlebte die Partnerschaft in dieser Hinsicht vor einem Jahr, als sich die beiden Verbände darauf vorbereiteten, zum 75. Jahrestag des Kriegsendes eine gemeinsame Ausstellung in Wladimir zu zeigen, die dann freilich wegen Corona nur virtuell gezeigt werden konnte.

Eine besonders enge und freundschaftliche Verbindung entstand zwischen Pjotr Dik und dem Erlanger Kunstfreund. Auf Initiative von Johann Adam Stupp verlieh im Jahr 2000 dem Wladimirer Graphiker denn auch den Hauptpreis des Rußlanddeutschen Kulturpreises in der Kategorie Kunst. Zweifellos ein Höhepunkt auch für die Partnerschaft insgesamt. Auch mit Percy Gurwitz verband den Verstorbenen viel, denn seine Frau stammte, ebenso wie der Wladimirer Gelehrte, aus Riga.

Der Dichter

Er sieht so manches lang voraus,
sobald es ihn zu sprechen drängt.
Kaum macht man sich etwas daraus,
man ihn am liebsten gleich erhängt.
Andrej Filionow

Im gemeinsamen Vorwort zum Ausstellungskatalog schreiben Axel Mölkner und Andrej Filinow ein Wort des Dankes, das heute noch Gültigkeit besitzt und deshalb abschließend hier zitiert werden soll:

Vielen in Erlangen gebührt für ihre Unterstützung Dank. Die Ausstellung ermöglicht hat der Kunstverein und sein Vorsitzender, Adam Stupp. Bei der Stadt Erlangen haben sich der Partnerschaftsbeauftragte, Peter Steger, der die Gedichte mit viel Liebe übersetzte, und Kulturreferent Wolf-Peter Schnetz für die Ausstellung eingesetzt. Für die finanzielle Unterstützung durch die Siemens AG haben sich Rita Werneyer und Jörg Hahn stark gemacht; beim OBI Baumarkt Franken sorgte dafür Hermann Gumbmann.

Ausstellungseröffnung im Palais Stutterheim: Johann Adam Stupp, Jelena Prokofjewa, Andrej Filinow und, fast verdeckt, Jurij Tkatschow. Im Hintergrund: Hermann Gumbmann, Axel Mölkner, Natalia Oserowa und Anatolij Denissow

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Heute begeht der Künstlerverband der Region Wladimir seinen 75. Jahrestag mit der Eröffnung einer großen Ausstellung. Die Verbindungen nach Erlangen reichen bis ins Jahr 1986 zurück, als im Rahmen der Kultur- und Sporttage in Wladimir die ersten Künstlerbegegnungen stattfanden.

Dmitrij Cholin bei der Begrüßung einer Gruppe des Kunstvereins Erlangen in Wladimir 2009

Seither finden immer wieder wechselweise Ausstellungen statt, wobei die letzte, im Mai d.J. zum 75. Jahrestag des Kriegsendes ins Internet verlegt wurde. Unmöglich, alle gemeinsamen Aktionen und Initiativen hier zusammenzustellen – allein schon die erste Ausstellung mit Graphikern aus Wladimir im Jahr 1991, angeregt und betreut vom Journalisten Axel Mölkner mit dem Kunstvereinsvorsitzenden Adam Stupp wäre einen eigenen Rückblick wert -, aber die nun folgenden Glückwünsche mögen einen Eindruck von Intensität und Vielfalt der Verbindungen geben.

Rudolf Schloßbauer und Natalia Britowa 2011 vor Arbeiten des 2010 verstorbenen Wladimirer Künstlers Kim Britow, der bereits 1987 erstmals in Erlangen ausgestellt hatte.

Zuvor aber auch noch ein Wort des Dankes an Jutta Brandis.

Jutta Brandis

Sie betreute über drei Jahrzehnte hinweg die Kunstkontakte seitens der Volkshochschule und feierte mit der von der Gruppe Andersartig mit Kirill Wedernikow gestalteten Ausstellung im Februar 2019 ihren Ausstand.

Irene Hetzler, Florian Janik, Kirill Wedernikow, Carolin Gugel und Hans-Peter Singer, 2019

Lieber Herr Cholin, liebe Künstlerinnern und Künstler,

zu Ihrem 75jährigen Jubiläum wünschen wir Ihnen im Namen des Kunstvereins Erlangen und der Gruppe Plus alles Gute, weiterhin viel Erfolg und eine gute Zukunft!

Auch wenn uns ein paar Steine in den Weg gelegt werden, so bleiben wir weiterhin in Kontakt und hoffen, eine Ausstellung und eine Begegnung nachholen können. Die Beziehungen zwischen unseren Vereinen bestehen ja schon viele Jahre, und wir freuen uns darauf, auch in Zukunft etwas gemeinsam zu gestalten.

Viele Grüße & alles Gute

Jutta Keller (1. Vorsitzende ) & Nils Naarmann (Sprecher Gruppe Plus)

Herzliche Grüße und Glückwünsche aus Erlangen-Tennenlohe!

Der „Kunstkreis Tennenlohe“ gratuliert dem Kunstverein der Region Wladimir sehr herzlich zum 75jährigen Jubiläum. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Wladimir und Erlangen, die jetzt genau halb so alt wie Ihr Verein ist, haben zahlreiche Künstler ihres Verbandes Tennenlohe besucht und bei uns Arbeiten geschaffen, die dazu beitragen, diese Partnerschaft fest in unserem Stadtteil zu verankern. Für diesen künstlerischen Beitrag sind wir sehr dankbar.

Sergej Tschernoglasow und Dieter Puschmann, 2019

Ihr Verein ist unmittelbar nach dem Ende des furchtbaren Krieges gegründet worden, der über unsere beiden Völker unendliches Leid gebracht hat. Wir sind glücklich über den Frieden, der seitdem zwischen unseren Völkern herrscht. Heute ist der enge Austausch von Künstlern aus Wladimir und Erlangen ein starkes Zeichen dafür, wie gut sich die Menschen in unseren Regionen verstehen.

Isabelle Brisset, Nuna Frei, Sergej und Igor Tschernoglasow sowie Kirill Wedernikow vor ihrem kollektiv geschaffenen Bild, 2019

Der Beitrag, den Mitglieder Ihres Vereins dazu leisten, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Dazu übermitteln wir nochmals unseren Dank und unsere Glückwünsche.

Dietrich Puschmann,Vorsitzender des Kunstkreises Tennenlohe

Liebe Wladimirer und Mitglieder des Kunstvereins der Region Wladimir,

es ist mir eine besondere Ehre, Ihnen, meine liebgewonnenen Freunden und Künstlerkollegen, zu Eurem 75. Jubiläum gratulieren zu dürfen.

Jelena Jermakowa vor dem Trafohäuschen in Tennenlohe, gestaltet von Sergej Jermolin und Anatolij Denissow

Ob Prof. Sergej Jermolin, Igor Tschernoglasow mit Sohn Sergej, Anatolij Denissow, Jurij Iwatko und Jelena Jermakowa, Kirill Wedernikow oder auch die Gruppe der werdenden Kunsterziehungslehrer, wir können schon auf einige erstaunliche partnerschaftliche Projekte zurückblicken. Igor Tschernoglasow haben wir sogar bis nach Guatemala entführt.

Rolf Schowalter, Dieter Erhard, Jelena Jermakowa und Jurij Iwatko, 2015

Beim Künstlertreffen im Lewitan-Haus, hat es mir besonders gut gefallen! Das ist und war und bleibt echt gelebte Partnerschaft.

Dieter Erhard und sein im Lewitan-Haus entstandener Stein „Run 2016“

Für Eure und unsere gemeinsame Zukunft wünschen wir, meine Frau Miriam und ich, Euch eine gute Zeit alles erdenklich Gute und ein Glas Wodka zu Eurem 75. Geburtstag. Bleibt gesund!

Dieter und Miriam Erhard aus Erlangen-Tennenlohe

Im Anhang grüßt Euch mein Aquqila Giganteus aus Tennenlohe!

Meine liebe Freunde, meine lieben Kollegen,

Zu Eurem 75. Jubiläum wünschen Euch die Erlanger Künstler und ich alles Gute, weiterhin mindestens noch 75 kreative Jahre und sicherlich noch viele-viele Treffen und gemeinsame Ausstellungen mit uns.

Christian Hamsea und Oleg Modorow im Lewitan-Haus 2014

Ich schätze mich zu den Glücklichen, die die Ehre hatten, solch talentierte, hingebungsvolle und großartige Künstler wie Euch kennenzulernen. Neben gemeinsamen Treffen und Ausstellungen kann ich heute behaupten, unter Euch richtige Freunde für’s Leben gefunden zu haben. Ich bin bis heute dankbar für die gegenseitige Inspiration und die intensiv gemeinsam erlebte Zeit. 

Henrike Franz im Gespräch mit Anatolij Denissow, 2014

Was mit einem kleinen Clash of Civilizations 2002 bei unserem ersten Treffen in Wladimir begann, entwickelte sich zu einer der schönsten Freundschaften aller Zeiten! Hier auch mein Dank an die, die es möglich machten. 

Wladimir Rusin, verstorben an COVID-19 am 16. Juli 2020

Mit Trauer erinnere ich mich auch an die schon Verstorbenen unter uns und versichere, sie in meinen Gedanken, Malereien und in meinem Herzen lebendig zu halten. Ich bin überzeugt davon und glaube fest daran, was unser lieber Wolodja Rusin sagte: „Wir Künstler sind eine Nation mit einer eigenen Sprache!“

„Ausflug mit dem Lehrer“ von Pjotr Dik, verstorben 2002 im Künstlerdorf Worpswede

Seid herzlich umarmt und feiert schön, morgen kann alles anders sein! „Maybe чуть-чуть ЗА нашу дружбу!“

Prof. h.c. Lucian Christian Hamsea, Fine Artist

Zu guter Letzt noch die Grußbotschaft von Nils Naarmann nach Wladimir vom Mai des Jahres:

P.S.: Die besten Wünsche zum 75jährigen Jubiläum des Kunstvereines Wladimir nachgereicht von den Mitgliedern der Gruppe Andersartig, Hans-Peter Singer, Irene Hetzler, Carolin Gugel und Michael Ort, mit dem Wunsch auf zukünftig verstärkte Zusammenarbeit.

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Heute würde Pjotr Dik 80 Jahre alt. Der Künstler, als Nachfahre von einst aus Deutschland eingewanderten deutschen Mennoniten im Altai geboren, kam Ende der 60er Jahre nach Wladimir und arbeitete in der Partnerstadt als Graphiker und Bildhauer. Zu den Glücksmomenten seines Lebens, das unvermittelt am 14. August 2002 in Worpswede endete, gehört, dank der Städtepartnerschaft mit seiner Kunst in die alte Heimat zurückgekehrt zu sein.

Johann Adam Stupp, Ehrenvorsitzender des Erlanger Kunstvereins, widmete dem Mittler zwischen den Kulturen einen Artikel, veröffentlicht 2001 zur Verleihung des Rußlanddeutschen Kulturpreises an diese großartige Persönlichkeit.

Kira Limonowa, die Witwe des Künstlers, die bis heute Ausstellungen ihres Mannes kuratiert

Zur Pastellmalerei, der von ihm heute ausschließlich angewandten Technik, fand der Künstler Peter Dik erst im Laufe der Zeit. Am Anfang stand die plastische Metallbearbeitung, die er studiert und einige Jahre ausgeübt hatte. Mit der Zeit wandte er sich dann mehr der Graphik, insbesondere der Monotypie, aber auch der Lithographie zu. Von dort gelangte er zur Handhabung von Pastellfarben. Er entdeckte für sich die überraschenden Effekte, die sich durch sie erzielen lassen. Die Technik seiner Pastelle basierte mit Kohle in schweren Umrissen und in ziemlich starken Farben. Er hatte damit seine persönliche künstlerische Ausdruckssprache gefunden, eine Sprache, die es ihm ermöglichte, die Vielfalt der äußeren Eindrücke aufzunehmen und im Sinne der eigenen Vorstellungen zu realisieren; seine Bildwelt zu erschaffen.

Den großen Vorzügen des Pastellmaterials in bezug auf die Erzielung farblicher Wirkungen steht jedoch bekanntermaßen der Nachteil entgegen, daß es empfindlicher gegen mechanische Verletzungen, zum Beispiel gegen Stoß, ist, weil die Farbe nicht fest auf dem Grund haftet. Demgegenüber besitzt es andere Vorteile: Hier gibt es kein Vergilben, Bräunen und Reißen wie bei Öl. Für seine Bilder verwendet Peter Dik neben weißen sowie schwarzen Spezialpapieren auch etwas Besonderes, von anderen Künstlern nicht Benutztes, nämlich Sand- oder Schmirgelpapier. Die Rauhigkeit dieses Grundes ist Vorteilhaft, schluckt aber natürlich viel Farbe. Das Fixieren – bei Pastell immer eine besondere Schwierigkeit, weil es leicht zu Veränderungen im Farbwert führen kann – ist bei Gebrauch von Schmirgelpapier nicht empfehlenswert, ja praktisch unmöglich. Peter Dik hat seine eigene Technik entwickelt, um das Malmaterial dauerhaft anzubringen: Er trägt die Farbe mit dem Finger auf und erzielt durch kräftiges Reiben ungemein weiche, matte, samtige Töne, bei denen es mehr auf die bestechende Schönheit des Vortrags ankommt als auf peinliche Genauigkeit. Nicht, wie es der überragende Pastellmaler der Kunstgeschichte, Edgar Degas, handhabte, der sehr auf die Zeichnung achtete, setzt Peter Dik seine Farben unmittelbar ein und baut die Wirkung seiner Bilder breitmalerisch auf den kräftigen Kontrasten des reinen Oberflächenlichtes auf. Die leichte Unbestimmtheit in den Umrissen ist gewollt, sie schafft die eigentümliche, traumhaft verschwimmende Atmosphäre, die östliche Stimmungen von den klaren Konturen des Südens unterscheidet. Es sind vor allem dunkle Farbtöne, die hart entgegen den hellen, besonders gegen Weiß, stehen. Der Maler holt durch ständiges Abwägen der Farbwerte des Lichtes und des Schattens und ihrer komplementären Farbtöne in der Entgegensetzung die angestrebte Wirkung heraus. Darauf kommt es ihm an.

Peter Diks Malerei ist expressiv und, obwohl stets vom Gegenständlichen ausgehend, abstrahierend bis zur Grenze völliger Abstraktion. Seine Darstellungen zeigen keine technisch-zivilisatorischen Errungenschaften unserer Gegenwart, die eine Datierung ermöglichen würden. Seine Werke sind nicht für die Zeit bestimmt, in der sie entstehen, sondern sie sind zeitlos in dem Sinne, daß sie eine Verbindung schaffen von der Vergangenheit bis zum Heute und tendenziell darüber hinaus. Das gilt für alle Motivbereiche, in denen er arbeitet, seien es Portraits, Genreszenen, Stilleben oder Landschaften. Dieses konsequente Absehen von einer abbildenden Wiedergabe der Wirklichkeit verweist darauf, daß die Ideen, innere Bilder des Malers, ihn zu seinen Arbeiten inspirieren. In der Tat ist dies so. Der Künstler trachtet danach, Modelle auszuzeichnen, die in seiner inneren Schau auftauchen. Darum auch ist er bestrebt, die Realisierung in jeweils einem Zuge durchzuführen und abzuschließen, damit die Einheit des zugrunde liegenden Gedankens nicht auseinanderläuft und verloren geht. Seine Arbeiten bleiben im kleinen oder mittleren Format.

Die Ergebnisse dieses Bemühens tragen ihre Bedeutung in sich selbst. Sie vermitteln keine wie immer gearteten Botschaften. Sie tragen keine sekundären Bedeutungen; sie sind autonom. Die Werke Peter Diks haben ihren letzten Ursprung in der Seele des Künstlers. Sie sind bestimmt durch eine tiefsitzende Empfindung von Stille und Einsamkeit, ja auch von Schmerz und Trauer. In ihnen läßt sich der Widerhall einer großräumigen, grenzenlos weiten, melancholischen Landschaft mit langen, strengen Wintern spüren, die den Menschen ihren Charakter aufprägt. Dies drückt sich auch in der gebeugten Haltung der Gestalten aus, die allein, als „Zweiheit“, wie Dik sagt, oder zu dritt im Raum stehen oder gehen.

Auf die Frage, welche Richtungen und Schöpfungen der Kunst bei ihm selbst einen tiefgehenden Eindruck hinterlassen haben, nennt Peter Dik die mittelalterlichen Ikonen und Fresken. Diese vielen fremdartig erscheinenden Bilder strahlen eine tiefe innere Ruhe, kontemplativ verinnerlichte feierliche Geschlossenheit und Harmonie aus. Sicher trägt die Rückbesinnung auf die Traditionen der religiösen Kunst der orthodoxen Christen für den gläubigen Menschen Peter Dik programmatischen Charakter. Insofern läßt sich von einer geistigen Kontinuität als einem der bestimmenden Merkmale des Malers Peter Dik sprechen.

Wir ahnen, daß der Schicksalsweg dieses feinnervigen Künstlers durch Not und Entbehrung im Krieg und unter den Bedingungen der kommunistischen Diktatur des Schreckens kein leichter war. Peter Dik kam als Kind schwarzmeerdeutscher Mennoniten, die Stalin nach Sibirien verschleppt hatte, am 1. Januar 1939 im Dorf Gljaden, Bezirk Blagoweschtschensk, Region Altai, zur Welt. Er berichtet: „Ich bin in der Altaisteppe geboren. Ein uferloses Meer von Steppengras und ein gewaltiger Himmel. Der Wind spaziert über die Steppe, das Gras breitet sich aus wie Wellen, die über das Meer hinweglaufen. Jedes Element, das in diesem Raum auftauchte, wurde als bedeutend aufgefaßt, – ein Gefühl, gleichsam kosmischen Ursprungs. Meine Kindheit verlief im krassen Kontrast zu dem, was die Natur dieses erstaunlichen Landstrichs ausmacht. Das erste, woran ich mich aus diesen Jahren erinnere, ist der Tod meines Vaters an Tuberkulose. Damals war auch meine Mutter, entsprechend dem Befehl Stalins zur totalen Mobilisierung aller Deutschen in der UdSSR, in die Arbeitsarmee gepreßt worden. Mich, gerade drei Jahre alt, mußte meine Tante aufnehmen, die schon zwei eigene Kinder hatte. Das Leben in den ersten Nachkriegsjahren war um keinen Deut besser als während des Krieges: der gleiche Hunger, die gleiche Notwendigkeit, ums Überleben zu kämpfen. Und überdies ein Leben unter der Aufsicht der Komendantur. Meine Reaktion auf all das war ein starker Widerstand. Ich konnte nicht glauben, daß meine Eltern verschleppt worden waren, weil sie etwas Schlechtes getan haben sollten, und daß ich mich für sie und dafür schämen sollte, daß ich Deutscher war.“

Nach Beendigung der siebenklassigen Volksschule arbeitete Peter Dik als Lade-, Erd- und Steinbrucharbeiter. In der „Tauwetter-Periode“ durfte er die Kunstschule in Swerdlowsk besuchen und schließlich 1968 – 1973 an der als „Stroganowka“ bekannten Hochschule für Kunst und Industrie in Moskau studieren. Seine Arbeiten fanden freundliche Aufnahme und brachten Anerkennungen ein, so den Titel „Verdienter Künstler“. Dies ermöglichte es ihm, durch Reisen und Studienaufenthalte seinen Horizont zu erweitern, zuerst in den damaligen Sowjetrepubliken Lettland, Georgien, Armenien und Estland, ab 1992 auch in Deutschland, wo er an Ausstellungen in Erlangen, Düsseldorf, Berlin, München, St. Augustin, Hamburg und Pommersfelden teilnehmen konnte. Einzelausstellungen gab es u. a. in Moskau, Wladimir, Sankt Petersburg, London, Erlangen, Nürnberg und Bozen.

Werke Peter Diks wurden erworben von Kunstmuseen in Moskau, Sankt Petersburg, Wladimir, Orjol, Twer, Tula, Tjumen sowie von der Staatlichen Tretjakow-Galerie Moskau und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München.

Im Jahre 2001 wurde Peter Dik mit dem Rußlanddeutschen Kulturpreis ausgezeichnet.

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In der April-Ausgabe des von der Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland herausgegebenen Zeitschrift Volk auf dem Weg ist ein Artikel von Nina Paulsen erschienen, der an einen Höhepunkt des Kulturaustausches im Rahmen der Städtepartnerschaft erinnert. Auf Anregung von Johann Adam Stupp, Ehrenvorsitzender des Erlanger Kunstvereins, wurde im Jahr 2000 in Stuttgart dem Wladimirer Künstler, Pjotr Dik, der Rußlanddeutsche Kulturpreis verliehen.

Pjotr DikIm Rückblick auf dieses Ereignis erinnert die Autorin an Leben und Werk des zwei Jahre nach der Auszeichnung verstorbenen Graphikers, Bildhauers und Malers, von dem einige Arbeiten im Möbelhaus Dörfler, Friedrichstraße 5, in Erlangen zu sehen und zu erwerben sind. Da sich der Artikel vor allem auf Material stützt, das bereits im Blog veröffentlich wurde, braucht hier nicht alles referiert werden. Es genüge der Hinweis: Wer einmal vor einem Bild von Pjotr Dik gestanden hat, wird immer wieder zu ihm zurückkehren, und wer bereits ein Bild des 1939 im Ural geborenen deutsch-russischen Meisters zu Hause hängen hat, wird dieses nicht lange alleine lassen wollen. Denn es sind Bilder des Dialogs, der Verständigung, der Zusammenkunft, Farbe gewordene Gespräche über die wesentliche Dinge des Lebens, Haikus auf der Leinwand.

Pjotr Dik 1Mehr über die Landsmannschaft und die Bezugsmöglichkeiten der Zeitschrift unter http://www.deutscheausrussland.de

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Gunhild Schweizer und Reiner F. Schulz vor der Eröffnung

Jetzt ist er also da, der Schnee-Einbruch, den der Erlanger Künstler Reiner F. Schulz dieser Tage im Blog mit nachgerade poetischer Wortgewalt heraufbeschworen hatte. Die Ausstellung „Schnee“ wurde gestern mit vielen Gästen in der Neuen Galerie des Kunstvereins Erlangen, Hauptstraße 72, eröffnet und ist dort noch bis zum 23. Dezember zu den üblichen Öffnungszeiten (Di., Mi., Fr. von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Do. von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr und Sa. von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr) zu sehen. Ehrengast Siegfried Balleis nutzte denn auch die Gelegenheit, nicht nur dem Kunstverein und seinen Mitgliedern für die langjährige Zusammenarbeit mit Wladimir zu danken, sondern alle Besucher der Ausstellung, vor allem jene, die noch nie in Wladimir waren (soll es geben!), aufzufordern, möglichst bald die Partnerstadt zu besuchen. Im übrigen zeigte er sich gewiß, allein schon die Betrachtung der Werke werde ausreichend Sehnsucht nach Wladimir wecken, um die Reise anzutreten. Und tatsächlich kamen auch schon wieder Anfragen wegen einer Bürgerfahrt im nächsten Jahr.

Hannelore Heil-Vestner als "Mütterchen Frost"

Da, im nächsten Jahr, wird es aber auch darum gehen, die Vorbereitungen auf das 30jährige Partnerschaftsjubiläum zu treffen, das 2013 turnusgemäß in Wladimir stattfinden soll. Mit dabei – unverzichtbar – der Erlanger Kunstverein, der schon seit Anfang der 90er Jahre, damals mit seinem Vorsitzenden, Johann Adam Stupp, gefolgt im Amt von Renate Werbelow, Uwe Fischer und Hannelore Heil-Vestner, zu den Konstanten des Austausches gehört. Und wenn wir schon Namen nennen, sollen stellvertretend auch nicht fehlen Monika Heinrici, Christian Hamsea, Antje Fries und natürlich Reiner F. Schulz, dem die aktuelle Ausstellung zu verdanken ist. Einen besonderen Platz in dieser unvollständigen Reihe nimmt freilich Hans Zahn ein, auf den wir dieser Tage noch zurückkommen und der mit seiner Frau Rosie derzeit drei der fünf aus Wladimir angereisten Künstler bei sich zu Hause beherbergt.

OB Siegfried Balleis mit der Künstlergruppe

In ihren Grußworten dankten denn auch Natalia Britowa und Alexander Sacharenko für die herzliche Gastfreundschaft und gastliche Herzlichkeit, die ihnen entgegengebracht werden, und versprachen, zusammen mit ihrem Kunst-Schnee die Wärme ihrer Farben mitgebracht zu haben. Mehr vom Wladimirer Farbenwunder, darauf sei hier nochmals hingewiesen, ist am Montag, den 5. Dezember, um 19.00 Uhr wieder im Kunstverein von Natalia Britowa zu hören, die dann mit einem Lichtbildvortrag die Wladimirer Schule der Landschaftsmalerei vorstellt. Bei freiem Eintritt, aber sicher auch mit der Gelegenheit, das eine oder andere der Bilder zu kaufen, darunter auch vier Arbeiten vom mittlerweile verstorbenen Vater der Künstlerin, Kim Britow, auf den die Maltradition Wladimirs zurückgeht. Eine seltene Gelegenheit.

Alexander Sacharenko

Über die Gelegenheit, erstmals nach Erlangen zu kommen, freut sich besonders Alexander Sacharenko, der, aus Weißrußland stammend, erst seit zwei Jahren in Wladimir und Moskau lebt und sich von der Farbenpracht der Kunstszene in Erlangens Partnerstadt regelrecht anstecken läßt. Seine Karriere hatte mit viel Geschrei und Getöse begonnen, als er mit gerade einmal fünf Jahren zu Ostern den frisch geweißelten Ofen in der Dorfhütte seiner Großeltern mittels selbstgemischter Naturfarben aus Ruß,  Rote Bete und anderen für seine Kinderhände erreichbaren Utensilien mit Schmetterlingen und anderen Ornamenten verzierte. So genau weiß es der Künstler heute nicht mehr, aber es muß ganz schön etwas los gewesen sein. Aber man bestrafte ihn auch nicht, was der kleine Sascha bis heute als Ermunterung versteht, sich kreativ zu betätigen.

Natalia Britowa und Helmut Zeitler

So schloß er denn auch die Kunsthochschule mit dem „roten Diplom“, also der höchsten Auszeichnung, ab, wählte neben der Malerei auch noch das Holzschnitzhandwerk, verdingte sich zunächst in einem Zementwerk, wo er rasch zum stellvertretenden Leiter aufstieg, darüber aber nie seine Kunst vergaß. 2006 dann aber gab er den lukrativen Brotberuf – zum Erschrecken der Verwandtschaft – auf und widmet sich seither ausschließlich seiner eigentlichen Berufung. Und die sieht er vornehmlich darin, den Menschen das Schöne in der Welt zu zeigen. Um das zu sehen, steht er gerne früh auf, um besondere Stimmungen einzufangen, Momente, die im Gedächtnis bleiben wie jenes Erlebnis, von dem er so gerne erzählt: „Die Kollegen auf der Arbeit wunderten sich immer, wenn ich in der Freizeit etwas mahlte und fragten, woher ich denn die Farben für den Himmel nehme. Worauf ich stets antworte, daß ich das alles in der Natur sehe. Eines Tages kam ein ganzer Trupp von Kollegen zu mir angerannt und forderte mich auf, doch gleich mal aus dem Fenster zu sehen: Da sei genau so ein Himmel zu sehen, wie ich ihn gemalt habe.“ Welch größeres Glück könnte es für einen Künstler geben, als die Menschen das Sehen gelehrt zu haben. Das Schöne sehen. Das Schöne, das laut Fjodor Dostojewskij die Welt rettet.

Mehr Schönes unter: http://is.gd/ULiX00

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Erlanger Künstler - Gisela HeinriciDer Kulturaustausch ist für die Städtepartnerschaften – es kann nicht oft genug gesagt werden – die Grundlage allen Seins. Heute, wo man den Kulturbegriff ohnehin so weit faßt, daß er kaum noch zu fassen ist, ohnehin. Aber auch im engeren, im traditionellen, im klassischen Sinn schafft die Kultur den Raum und die Perspektiven für das Miteinander, aus ihr wächst, was später in allen Bereichen – bis in die Wirtschaft hinein – zusammengehört. Das weiß man in Erlangen, dessen ist man sich in Wladimir bewußt. Es waren und sind die Chöre, Folklore-Ensembles und Orchester beider Städte, die hier wie dort und oft bei gemeinsamen Auftritten die inneren Verbindungen schaffen, ohne die eine Städtepartnerschaft nicht viel mehr als eine politische Willensbekundung und der Blog – s. Stichwortwolke „Kultur“ – blutleer bliebe.

Erlanger Künstler - Carolin GugelSeit 1987 gehört mit der ersten Ausstellung des Altmeisters der Wladimir Malschule, Kim Britow, auch die bildende Kunst zum festen und unverzichtbaren Repertoire des Austausches, stets wohlwollend begleitet und gefördert vom Erlanger Kunstverein und deren Vorsitzenden Johann Adam Stupp, Renate Werbelow, Uwe Fischer und Hannelore Heil-Vestner, die es sich alle nicht nehmen ließen, Wladimir persönlich zu besuchen bzw. enge Verbindungen zu Wladimirer Künstlern aufzubauen. Und natürlich trafen und treffen sich die Künstler selbst, von denen stellvertretend nur genannt werden sollen: Hans Zahn, Stefan Schnetz, Walter Förster, Christian Hamsea, Dieter Erhard, Gisela Heinrici, Erika Zimmermann, Elvira Gerhäuser…

Erlanger Künstler - Antje Fries Besonders ergiebig wird der Austausch immer dann, wenn sich die Künstler beider Städte treffen, um gemeinsam zu arbeiten, sich gegenseitig zu inspirieren und nicht einfach ihre Bilder bringen, die ausstellen und wieder nach Hause fahren. Wie kreativ solche gemeinsamen Aktionen sein können, läßt sich im Garten des Erlangen-Hauses mit der Gestaltung der Mauer erkennen. Dort ist übrigens auch noch Platz für mindestens zwei weitere Arbeiten…

Erlanger Künstler - Henrike FranzAber vielleicht werden diese Lücken ja bald gefüllt, denn am Montag macht sich eine vierköpfige Künstlergruppe aus Erlangen -Antje Fries, Carolin Gugel, Gisela Heinrici und Reiner F. Schulz – mit vielen eigenen Arbeiten im Gepäck nach Wladimir auf, um dort elf Tage lang die Szene zu erkunden. Aquarell, Öl, Acryl und Ton sind die Medien der Erlanger, die auch Arbeiten der Kollegin Henrike Franz mitnehmen, die farbige Flächen mit Graphit-Zeichnung korrespondieren läßt. Wohnen werden die Gäste -wo sonst?! – im Erlangen-Haus, die unvollendete Mauer, an ihre Kreativität appellierend, stets vor Augen. Den Anstoß für den Besuch gab die große Ausstellung Wladimirer Künstler im Herbst vergangenen Jahres in der Galerie im Treppenhaus aus Anlaß des 25jährigen Partnerschaftsjubiläums, er steht aber, wie bereits angedeutet, in einer langen Tradition derartiger Treffen, aus denen ganz gewiß wieder neue Kunstprojekte entstehen.

Erlanger Künstler - Reiner F. SchulzDaß diese in aller Regel dann auch Wirklichkeit werden, ist – das wird zu selten dankend erwähnt – ein Verdienst des Kulturamtes Erlangen, das gemeinsam mit dem Kunstverein und manches Mal auch mit Hilfe von Sponsoren, den materiellen Unterbau stellt. Auch diese Reise wäre ohne einen großzügigen Zuschuß aus dem Rathaus, genauer aus dem Museumswinkel, nicht möglich. So aber werden die Wladimirer schon in der nächsten Woche betrachten können, wie Erlanger Künstler die Welt sehen und ihre Sicht gestalten. Da wird es sicher auch so manche kunsttheoretische Diskussion geben, denn die Auffassungen von Wesen und Tradition der bildenden Kunst sind durchaus verschieden. Aber genau von solch gegenseitigen Beeinflussungen lebt ja die Kultur und belebt unser Leben.

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