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Posts Tagged ‘Jens-Magdeburg-Trio’


Der österreichische Jazzmusiker hat einmal über sein Genre gesagt:

Jens Magdeburg, Florian Fischer und Gunther Rißmann

Es gibt heute kaum noch Musiker mit einer persönlichen Klangfärbung, einem eigenen Sound. Wie bei Ellington. Wir leben heute im Zeitalter der Akademisierung des Jazz, wo alle mehr oder weniger gleich klingen. Meine persönliche Meinung ist, daß die Entwicklung des Jazz mehr oder weniger abgeschlossen ist. Das heißt nicht, daß es in der Zukunft keinen Jazz mehr geben wird. Er wird partikelweise weiter existieren, kombiniert mit Elementen der klassisch-europäischen Musik, eventuell auch mit Elementen verschiedenster Folkloren. Die Jazz-Geschichte ist so abgeschlossen wie die Geschichte der abendländischen Musik von der Frühtonalität bis zur Atonalität. Diese hat der Jazz sehr schnell nachvollzogen. Jetzt sind sie beide auf dem gleichen Stand. Und wo geht’s jetzt hin?

Jens-Magdeburg-Trio in concert

Wenn schon Fachleute auf diese Frage nur Mutmaßungen anstellen können, wie wollte dann der Blog eine Antwort finden? Freuen aber darf man sich über die nun schon dritte Auflage des Jazz-Austausches zwischen Erlangen und Wladimir.

Jazz marsch in Wladimir: Jens Magdeburg und Florian Fischer

Nach einem kleineren Auftritt am Institut für Kunst der gastgebenden Universität Wladimir steht heute abend für das Jens-Magdeburg-Trio der große Auftritt beim Jazz-Festival an. Erste bildhafte Eindrücke von dem Ensemble zeigen: Das Ensemble – Jens Magdeburg am Klavier, Gunther Rißmann am Baß und Florian Fischer am Schlagzeug – hat sich gut eingespielt und ist bereit für das Konzert. Man wird auf der Bühne und im Blog noch sehen und hören, wo es jetzt hingeht mit dem Jazz. Zumindest zwischen den Partnerstädten.

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Nichts Geringeres als ein internationales Jazz-Festival schwebte Larissa Uljanowa, der Leiterin des Instituts für Kultur an der Universität Wladimir, vor, als sie die Einladung an das Jens-Magdeburg-Trio vor einem guten halben Jahr aussprach. Und nun ist es vollbracht. Dank der Combo aus Erlangen sind die russischen Ensembles, die gestern in der Philharmonie der Partnerstadt auftraten, nicht unter sich geblieben, und die umjubelten Auftritte erhielten einen Anklang von Weltkultur.

Larissa Uljanowa, Jens Liebau, Sergej Schilin, Jens Magdeburg und Gunther Rißmann

Larissa Uljanowa, Jens Liebau, Sergej Schilin, Jens Magdeburg und Gunther Rissmann

Irina Chasowa, die Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses und Lieferantin des heutigen Bildmaterials, hält denn auch nicht lange hinterm Berg, wenn sie ihre Eindrücke von dem musikalischen Abend schildert: „Gerade komme ich von dem Jazz-Festival zurück. Das Publikum war begeistert von Eurem Trio, die Jungs sind einfach klasse! Mir persönlich hat ihr Auftritt am besten gefallen. Ein hohes Niveau, und besonders nimmt ein, daß alle gespielten Stücke Eigenkompositionen sind.“

Jens Liebau

Jens Liebau

Eingespielt haben sich Jens Magdeburg am Piano, Gunther Rissmann am Baß und der Schlagzeuger Jens Liebau bereits am Montag mit der Jazz-Band der Universität und ihrer Streicherformation. Eine Meisterklasse stand auf dem Programm, um voneinander zu lernen, buchstäblich aufeinander zu hören. Denn, wie Jens Magdeburg gegenüber dem Wladimirer Lokalfernsehen sagte, „hier zu sein, hier zuzuhören, erweitert den professionellen und persönlichen Horizont. Jazz kann deshalb nur verbinden.“

Gunther Rißmann

Gunther Rissmann

Heute nehmen die Jazzer aus Erlangen noch an einem Runden Tisch mit Musikern der Universität teil, und am Abend geben sie dann ihr Solokonzert. Der Donnerstag ist Susdal vorbehalten, bevor es am Freitag auch schon wieder nach Hause geht, nach einem „einmaligen Erlebnis und voll unvergeßlicher Eindrücke“, wie Jens Liebau betont.

Jens Magdeburg mit der Jazz-Band der Universität Wladimir und der Sängerin Aljona Wenkowa

Jens Magdeburg mit der Jazz-Band der Universität Wladimir und der Sängerin Aljona Wenkowa

Und dann? Was vor zwei Jahren mit dem Auftritt der Bigband aus Wladimir begonnen hat und nun seine Fortsetzung findet, soll, geht es nach Larissa Uljanowa, zu einer festen Tradition werden: jedes Jahr ein Jazz-Festival und jedes Mal Musiker aus Erlangen dabei. Der erfolgreiche Auftakt ist gemacht. Nun soll es weitergehen ad lib!

Und hier geht es schon einmal zur Fernsehreportage mit O-Ton und Musik: http://is.gd/N0doNh – und da kann man nachlesen, wie alles begann: http://is.gd/0KNNcc

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