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Posts Tagged ‘Jelisaweta Dragunkowa’


Unter diesem poetisch anmutenden Titel berichtete gestern der Staatliche Lokalsender in der Partnerstadt über ein Projekt, das ohne den langen Atem des Fördervereines für das Rote Kreuz in Wladimir so nicht denkbar ist und doch zurückgeht auf eine vor Ort entstandene Initiative und Idee. Genug der Vorrede, hören wir in den Bericht hinein:

In Wladimir ist heute ein sehr wichtiges Wohltätigkeitsprojekt unter der Ägide des Russischen Roten Kreuzes an den Start gegangen. Bis zum Dezember werden Freiwillige alleinstehenden alten Menschen helfen, vorrangig Kriegsveteranen und Invaliden. Im Alltag, aber nicht nur da.

Licht des Guten

Walentina Alexandrowna leidet an Bluthochdruck. Sie kann nur noch schwer gehen. Dabei versorgt sie auch noch ihren kranken Mann, Walerij Wassiljewitsch, der sich gerade allmählich von einem Schlaganfall erholt. Erst vor kurzem ist er wieder auf die Beine gekommen. Für den Rest der Arbeit fehlen der Hausfrau die Kräfte. Sozialarbeiter kommen überhaupt nicht zu den alten Leuten, deshalb sind die Freiwilligen hochwillkommen. Einmal die Woche werden die Mädchen jetzt beim Putzen und Wäschewaschen helfen, geben, wenn nötig, eine Spritze oder messen den Blutdruck. Die Wladimirer Berufsfachschule für Medizin hat sich als erste auf den Hilferuf des Roten Kreuzes gemeldet.

Russisches Rotes Kreuz

Jelisaweta Dragunkowa, Freiwillige: „Wir haben kürzlich ein Arbeitspraktikum in der Poliklinik Nr. 4 absolviert. Ich war auf der Intensivstation eingesetzt. Und vor dem Hintergrund dessen, was ich da gesehen habe, wie Menschen leiden, sterben und es schwer haben, ging es mir zunächst gar nicht gut, aber dann habe ich mir vorgestellt, was wäre, wenn meine Oma hier läge oder mein Opa. Da habe ich alles andere sofort ausgeblendet und zu helfen begonnen.“

„Licht des Guten“ nennt sich dieses Projekt des Russischen Roten Kreuzes. Es zielt vor allem darauf ab, hilfsbedürftigen Menschen eine zusätzliche Unterstützung zu geben, hauptsächlich alten Menschen, in erster Linie Kriegsveteranen. Sozialarbeiter gibt es einfach nicht genug für alle. Es ist bekannt, daß jeder von ihnen zwischen fünf und sechs Personen zu betreuen hat. Die freiwilligen Studenten können nun entweder im Paar mit einem Erwachsenen arbeiten oder allein für sich. In jedem Fall hoffen sie, drei Dutzend alleinstehenden alten Menschen helfen zu können.

Olga Dejewa

Olga Dejewa, Vorsitzendes des Ortsverbands Wladimir des Russischen Roten Kreuzes: „Die Jugend hilft gerne, hilft von Herzen. Das ist wahrscheinlich besonders wertvoll, wo es doch ansonsten eher schwierig ist, junge Menschen zu solchen Aktionen zu bewegen.“

Stimmt schon. Bisher sind es nicht viele, doch die Reihen der Freiwilligen sollen sich mit der Zeit füllen. Die Initiatoren des Projekts hoffen, nicht weniger als 60 Ehrenamtliche für diese Sache zu gewinnen.

Walentina Krassowa, Invalidin: „Das ist mir natürlich alles peinlich, liebe Mädels, peinlich… Aber was soll ich machen? Das Leben läßt mir keine andere Wahl… Herzlichen Dank für eure Hilfe!“

Dem ist nur noch der Dank an die Mitglieder des Fördervereins hinzuzufügen, deren Geduld nun belohnt wird. Umsomehr als das Rote Kreuz Wladimir die Aktion bisher aus eigener Kraft bewerkstelligt. Da packt man gerne mit an, wenn nötig!

Die Reportage ist zu finden unter: http://www.vladtv.ru/#/society/27146. Mehr zu dem Thema im Blog unter: http://is.gd/Pxkukd

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