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Posts Tagged ‘Irina Chasowa’


Heute vor zehn Jahren erschien im Blog eine Ode an die heutige Jubilarin, Irina Chasowa, wo noch jedes Wort Gültigkeit behält https://is.gd/4ka8Kt und nur der einen oder anderen Aktualisierung bedürfte. Doch viel besser als dies die Redaktionsleitung vermag, können das die beiden Zuschriften von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß sowie dem Ehepaar Dieter und Angelika Wenzel, stellvertretend für die vielen anderen, die sich den Glückwünschen anschließen.

Natalia Pawlowa, Irina Chasowa und Elisabeth Preuß

Ein Hotel ist ein vielschichtiges Gebilde, Fachleute werden den Vergleich mit einem komplexen Organismus sicher nicht als abwegig bezeichnen.

Eine Sprachenschule ist mehr als eine Schule, da nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene mit ganz anderen Anforderungen beschult werden, pädagogisches Geschick; generationenübergreifendes Denken und Personalführungskompetenz sind für die Leitung unerläßlich.

Ein Zuhause für Freunde und Gäste aus der Partnerstadt  zu betreiben, damit es sich eben nicht als Hotel, sondern als Zuhause auf Zeit anfühlt, verkompliziert die Aufgabe noch weiter; hierfür ist Fingerspitzengefühl und interkulturelle Kenntnisse grundlegend.

Bindeglied, besser noch Gelenk zwischen dem Rathaus Erlangen und der Stadtverwaltung in Wladimir zu sein, erfordert zusätzlich zu den Managementfähigkeiten diplomatisches Geschick sowie Kenntnisse darüber, wie Verwaltung hüben wie drüben tickt.

Und schließlich fungiert das Erlangen-Haus als Vermittler für alle Erlanger Vereine, Organisationen, Schulen, Initiativen und Privatpersonen, die in Wladimir einen Partner suchen. Um dies zur Zufriedenheit aller zu erledigen, braucht man nicht mehr und nicht weniger als einen Tausendsassa.

Zusammengefaßt: fünf Jobs und eine Frau, Irina Chasowa.

Wobei „Job“ hier das völlig falsche Wort ist. Wer die Leitung einer Institution wie des Erlangen-Hauses als „Job“ bezeichnet, dem fehlt genau das, was es braucht, um zwischen Funktionieren und Pulsieren, zwischen ordnungsgemäßem Betrieb und einem Kaleidoskop im Kontext von Sprache, Austausch und Verständigung zu unterscheiden. Es geht nicht um Zimmerbuchung, Sprachkurs-Organisation und Personalführung, sondern um Freude am Spracherwerb, um Leben mit zwei Sprachen, um Brückenbau, um wirtschaftliche Zusammenarbeit und immer wieder, gerade heute muß das dick unterstrichen werden, um Arbeit für Frieden, um Verständnis füreinander und Freundschaft miteinander.

Irina Chasowa und Elisabeth Preuß

All dies schafft Irina Chasowa nun schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Ira lebt und arbeitet für unsere Städtepartnerschaft.

Diese ideenreiche, zuverlässige, vertrauenswürdige und humorvolle Frau wird heute 50 Jahre.

Liebe Ira, ich wünsche Dir alles Liebe und Gute, bleib gesund und guter Dinge. Ich bin stolz und glücklich, Dich meine Freundin nennen zu dürfen.

Deine Freundin Elske

Angelika und Dieter Wenzel mit Irina Chasowa in der Leitung

Liebe Ira,

zwei langjährige Freunde aus Erlangen, Angelika und Dieter, gratulieren Dir von ganzem Herzen zu Deinem runden Geburtstag oder, besser noch, zum Eintritt ins neue Jahrzehnt.

Laß Dich feiern! Wir schätzen an Dir deine Fröhlichkeit, Deine Ernsthaftigkeit im Gespräch, Dein Wissen, Deine Hilfsbereitschaft, Deine Zuverlässigkeit. Bleib gesund, damit Du Deine interessanten Aufgaben im Erlangen-Haus mit vollem Einsatz erledigen kannst. Das wünschen wir Dir.

Wir blicken auf eine fast dreißigjährige Freundschaft zurück, die entstanden ist durch die enge Zusammenarbeit mit Dieter und seinem Engagement für die Kinderklinik in Wladimir. Hierbei warst du immer eine zuverlässige Organisatorin und Dolmetscherin.

Eure russische Gastfreundschaft ist uns ein Beispiel ebenso wie die Geborgenheit im Erlangen-Haus, das immer unser bestes Hotel bleibt!

Wir empfinden es als GLÜCK, Dich als Freundin zu wissen!

Viele gemeinsame Erlebnisse und gemeinsame Reisen prägen unsere Freundschaft.

Wir leben mit dir wirklich eine russisch-deutsche Partnerschaft!

Dieter Wenzel, Irina Chasowa und Olga Dejewa

Ganz besondere Treffen gibt es immer mit Deinen Eltern auf der Datscha. Dort werden Steinpilze gesammelt in den weiten Wäldern, bis wir uns sogar mal verlaufen haben. Danach genießen wir Eure Sauna, um dann bei Wodka und Pilzsuppe mit Piroggen den Tag mit viel Lachen, ausklingen zu lassen.

Wir freuen uns schon wieder auf Deinen Aufenthalt im Sommer bei uns.

Angelika und Dieter Wenzel

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Zum ersten Mal besuchte ich Erlangen im Sommer 2006. Damals war ich Hörerin der Deutschkurse am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses in Wladimir und nahm an einer Reise nach Erlangen unter Leitung meiner Lehrerin, Marina Gajlit, und Irina Chasowa, der Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, teil. Wir besuchten damals einen zweiwöchigen Sprachkurs an der Volkshochschule und waren in Familien untergebracht, ich bei der überaus gastfreundlichen Silvia Singer-Fischer in Baiersdorf.

Silvia Singer-Fischer und Maria Wedenejewa, 2006

Neben dem Kurs erlebten wir ein großartiges Kulturprogramm mit Ausflügen nach Nürnberg und Bamberg, einer Führung durch Erlangen, dem Besuch der Firma Siemens sowie des Theaterstücks „Mutter Courage und ihre Kinder“ und vieles mehr. Am Ende gab es eine Stadtrallye mit einer ganzen Liste von Fragen über Erlangen, seine Sehenswürdigkeiten und bedeutungsvollen Orte. Wir mußten entweder selbständig auf diese Fragen antworten oder Einheimische um Rat fragen.

Wiedersehen mit der Volkshochschule für Maria Wedenejewa, Dezember 2019

Für mich war das eine gute Erfahrung und eine ausgezeichnete Sprachpraxis. Just da kam in mir der Wunsch auf, noch einmal nach Erlangen zurückzukehren. Und nun habe ich es 2019 – dreizehn Jahre später – doch geschafft, wieder nach Erlangen zu kommen, allerdings in einer anderen Funktion, nämlich als leitende Mitarbeiterin des Büros für Internationale Zusammenarbeit an der Staatlichen Universität Wladimir.

Maria Wedenejewa und die internationale Delegation an der FAU

Vom 2. bis 6. Dezember besuchte ich die Friedrich-Alexander-Universität im Rahmen des europäischen Programms Erasmus +, um an einem Personaltraining zum Thema „Herausforderungen der Digitalisierung“ teilzunehmen. Eingeladen waren auch Fachleute von Universitäten aus Sankt Petersburg, der Tschechischen Republik, Serbien, Estland, Portugal, Kuba, Bosnien-Herzegowina, Ägypten, Israel, Jordanien, Tunesien, Südafrika sowie aus der Ukraine und dem Iran. Man hatte ein straffes Programm für uns vorbereitet, das nicht nur Vorträge, Präsentationen und Seminare beinhaltete, sondern auch Ausflüge nach Nürnberg und Fürth, eine Stadtführung durch Erlangen und andere Veranstaltungen vorsah.

Maria Wedenejewa im Seminar

Die Vorträge und Seminare widmeten sich den Fragen der Digitalisierung in der Bildung, dem Online-Studium. Man machte uns mit innovativen Programmen der digitalen Transformation vertraut, wie sie bereits an der FAU Anwendung finden, und demonstrierte uns Beispiele des Online-Studiums an verschiedenen Fakultäten sowie des Internationalen E-Examens, aber auch die Möglichkeiten des Multimedia-Zentrums. Ihre Erfahrungen in diesem Bereich teilten mit uns darüber hinaus die Hochschule für Wirtschaft in Prag, die Universität von Porto oder die Schule für Wissenschaft und Technik in Sarajewo.

Maria Wedenejewa und Bianca Köndgen

Außerdem nahm ich an der Internationalen Börse für Pädagogische Bildung teil, die am 3. Dezember in Nürnberg stattfand, und wo ich die Staatliche Universität Wladimir präsentierte.

Maria Wedenejewa

Die Führungen durch Erlangen, Nürnberg und Fürth sowie der Besuch des Weihnachtskonzerts des Symphonieorchesters Nürnberg gaben mir nicht nur Gelegenheit, Geschichte, Architektur und Kultur von deutschen Städten kennenzulernen, sondern auch in die festliche Adventsatmosphäre einzutauchen und die Weihnachtsstimmung mitzuerleben.

Maria Wedenejewa

Insgesamt betrachte ich meinen Besuch in Erlangen im Dezember 2019 als ausgesprochen nützlich. Neben den neuen Bekanntschaften, neuen Kontakten und dem Erfahrungsaustausch stehen gute Laune und schlicht und einfach Sprachpraxis. Und jetzt hoffe ich, ein weiteres Mal nach Erlangen kommen zu können.

Maria Wedenejewa im Jahr 2006

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die hervorragende Organisation unseres Aufenthalts. Danken möchte ich insbesondere allen, die meinen Besuch der FAU Erlangen-Nürnberg möglich machten, insbesondere der Koordinatorin des Programms Erasmus +, Bianca Köndgen, dem Partnerschaftsbeauftragten, Peter Steger, und der Leiterin des Büros für Internationale Zusammenarbeit an der Staatlichen Universität Wladimir, Nadeschda Troschina.

Maria Wedenejewa

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Die Woche intensiven Zusammenlebens und Zusammenarbeitens des Gymnasiums Fridericianum an der Partnerschule Nr. 17 in Wladimir eröffnete auch dieser Austauschgruppe vom 28. September bis 6. Oktober, besonders durch die Aufnahme in den Gastfamilien, einen authentischen Eindruck vom russischen Schul- und Lebensalltag und von den Unterschieden, die sich in unserer Lebensrealität immer noch auftun.

Das ist aus mitteleuropäischer Sicht ein Blickwinkel, der für die heranwachsende Generation globale Handlungskompetenz stärkt, wie es kein theoretisches Schulbuch leisten kann.

Dies ist der letzten Satz unseres Berichts für den Schüleraustausch vor zwei Jahren, und diese Aussage gilt uneingeschränkt fort.

Das gewählte Projektthema „Wasser. Zukunft. Leben.“ ist auch Titel der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) ausgerufenen Wasserdekade vom März 2018 bis zum März 2028.  Der Zusatz „Eine Stunde für das Wasser“ formulierte für die Projektarbeit in deutsch-russischen Arbeitsgruppen das Ziel: eine Präsentation der Ergebnisse vor der Fachschaft Biologie und Oberstufenschülern am Ende der Austauschwoche. Unser Vorhaben überzeugte auch die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, weshalb sie unserer Austauschgruppe einen stattlichen Förderbetrag zu den Fahrtkosten in Aussicht stellte und sich sogar für eine gebührenfreie Erteilung der Visa (gemäß Art. 4 des „Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik und der Regierung der Russischen Föderation über die Erleichterung des Reiseverkehrs…“) einsetzte. Um die Bearbeitungs- und Zustellungsgebühren der Agentur VFS Services in München kamen wir leider nicht herum.

Das Thema „Sorge um die Trinkwasserressourcen“ an sich ist in bayerischen Lehrplänen – schon aus Zeiten vor „Fridays for Future“ – in vielen Fächern, quasi Fächer übergreifend, verankert. Ethik, Religion, Biologie, Natur und Technik, Biologie, Geographie, etc. Im russischen Schulalltag scheint man sich dagegen dieser Thematik selten zu nähern. Umso gelungener zeigte sich die Motivation fürs Thema durch den Einstieg über einen der zahlreichen „Footprint-Rechner“, die unterschiedliche Organisationen auf ihren Homepages bereitstellen.

Während der Woche vor Ort gab es dann in zehn Einheiten die Möglichkeit, sich in unterschiedlicher Weise der komplexen Thematik zu nähern und sich die Tragweite, persönliche Relevanz und Verantwortung bewußt zu machen. Die russische Koordinationskollegin an der Schule Nr. 17, Jelena Glaskowa, hatte die Zusatzveranstaltungen und Exkursionen sorgfältig im voraus geplant. Dazu gehörten im einzelnen Führungen im Wasserwerk und in einem Großgärtnereibetrieb der Stadt Wladimir sowie Exkursionen nach Moskau und Murom.

Sowohl während der Fahrten als auch vor Ort wurde die immer gemeinsam agierende Gruppe russischer und deutscher Schüler von kompetenten und sachkundigen Übersetzern begleitet.

So wurden unterschiedliche Facetten des Themas bewußt und in der gemeinsamen Arbeit an den kleinen PP-Präsentationen diskutiert und zusammengetragen. Bewußtsein und Wahrnehmung von Wasserverbrauch, virtueller Wasserverbrauch, weltweit und regional unterschiedliche Wasserverfügbarkeit, Problematik von Wasseraufbereitung und -bereitstellung, Abhängigkeit von Wasser seien nur stellvertretend genannt.

Technische Möglichkeiten in den Arbeitsphasen wie Internetzugang in der Schule waren grundsätzlich vorhanden. So stand für jede Arbeitsgruppe ein PC zur Verfügung. Allerdings stellte sich bald heraus: Ein uneingeschränkter, von Lehrern betreuter Zugang  zum Internet, wie wir es aus unserem Schulalltag gewohnt sind, bedurfte einer jeweils täglich einzuholenden Erlaubnis durch die Schulleitung.

Zugang zur Internetrecherche über persönliche Smartphones war aber für die russischen Schüler kein Hindernis und ergänzte so die Informationsmöglichkeiten; für die deutschen Gäste erwies sich dieser Weg teils als sehr kostspielige Variante, weil bei der Nutzung deutscher Simkarten doch immer noch immens hohe Roaminggebühren anfallen.

Abschließend kann man sicher festhalten: Im Rahmen der Projektarbeit wurden jeweils andere Schwerpunkte in der russischen und deutschen Gesellschaft bewußt , die russischen und deutschen Schüler kamen über ein global drängendes Thema ins Gespräch, und schließlich ist nichts wichtiger, als andere Nationen in ihrem Denken und Handeln im Austausch speziell mit Gleichaltrigen kennenzulernen.

Einblicke in russische Kultur und Geschichte flossen natürlich überall mit ein und gaben so der Schülerfahrt weit über rein touristisches Interesse hinausgehende Inhalte.

Die Planungen für den Gegenbesuch im September/Oktober 2020 in Erlangen haben begonnen. Erste Ideen werden bereits umgesetzt und Kontakte geknüpft, so z.B. zu Großbetrieben im Gemüsebau (Nürnberger Knoblauchsland), fränkischen Mineralbrunnen, Wasserwirtschaftsamt zur Frage der überregionalen Wasserversorgung in Bayern (Brombachsee-Speicher) oder auch nachhaltiger (regionaler) Energiegewinnung (Happburger Stausee).  Darüber hinaus werden aber auch globalwirksame, nationale Großprojekte thematisch mit eingebunden. Trotz ungewöhnlich heißer Sommer, denken wir in unseren Regionen noch nicht über Wassertransfer aus der Antarktis nach, aber die Wassernot führt andernorts zu verzweifelt originellen Lösungsideen.

Ein herzlicher Dank für die Unterstützung der Austauschbegegnungen geht an:

–  alle finanziell fördernden Stellen wie der Stiftung Deutsch Russischer Jugendaustausch,

–  den Bayerischen Jugendring, für in Aussicht gestellte Förderung;

–  für organisatorische Unterstützung aus dem Bürgermeisteramt der Stadt Erlangen, durch PeterSteger,  der im Rahmen der Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir vor allem bei der Beschaffung der Visa half,

–  und dem Erlangen-Haus in Wladimir mit Irina Chasowa, die vor Ort viel Kommunikation erleichterte.

Schuljahr 2019/20, Christiane Krautwurst (OStRin i.B.)

 

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Dieser Tage prüfte das Goethe-Institut Moskau wieder einmal das Sprachlernzentrum Wladimir im Erlangen-Haus auf Herz und Nieren. Immerhin werden ja in der Partnerstadt sämtliche Prüfungen abgenommen, für die man früher eigens in die Hauptstadt zu reisen hatte. Da muß Qualitätsmanagement sein. Und – man darf es vorwegnehmen – das Ergebnis überzeugte wieder einmal auf ganzer Linie. Von 180 möglichen Punkten erzielte das Team um Tatjana Kirssanowa fast 172 Zähler, in den entscheidenden Kategorien wie Qualifikation des Personals, Angebot und Kundenzufriedenheit sowie Sprachkursorganisation gab es sogar überhaupt keinen Abzug, sprich, die Erwartungen wurden zu 100% erfüllt. Da kann man nur voller Bewunderung und Anerkennung gratulieren!

Jelena Michajlowa, Natalia Dumnowa, Tatjana Kolesnikowa, Natalia Kirssanowa, Jekaterina Ussojewa und Tatjana Kirssanowa

Hinter diesem Erfolg stehen natürlich ganz konkrete Gesichter. Beginnen wir links mit Jelena Michajlowna, die nach längerer Pause im Mutterschutz mit zwei Kindern wieder an Bord ist und als einzige Lehrkraft des Erlangen-Hauses auch noch an der Fakultät für Fremdsprachen der Universität Wladimir tätig ist. Die Dozentin hat demnächst die Möglichkeit mit einem Stipendium des Goethe-Instituts einen Sprachkurs in Deutschland zu absolvieren. Am nächsten Dienstag beginnt ihr „Start Deutsch“ für alle, die bis Ende Januar rasch viel lernen wollen und dafür genug Zeit mitbringen, zum Beispiel jene, die es zwecks Eheschließlung in die Bundesrepublik zieht. Natalia Dumnowa, Tatjana Kolesnikowa und Natalia Korssakowa, die drei Allzweckwaffen im Team, wobei letztere auch noch für die Online-Kursräume zuständig ist und die beiden Accounts in den Sozialen Netzwerken betreut. Jekaterina Ussojewa kam schon als Zwölfjährige ans Erlangen-Haus und wurde damals ausnahmsweise aufgenommen, weil sie durch ihre Mutter, eine Deutschlehrerin, sprachlich schon „vorbelastet“ war. Noch vor ihrem Schulabschluß bestand sie die C1-Prüfung des Goethe-Instituts, bevor sie nach Sankt Petersburg zum Studium ging und nun im Vorjahr zurückkehrte nach Wladimir und ans Erlangen-Haus. Die Pädagogin ist neben Anna Lesnjak, derzeit im Mutterschutz, sozusagen ein hauseigenes Gewächs. Fehlt nur noch Tatjana Kirssanowa, die alle organisatorischen Fäden des Sprachlernzentrums in Händen hält und im Lehrberuf ihre Erfüllung findet.

Am ersten Sonntag im Oktober begeht man in der Russischen Föderation den „Tag des Lehrers“, den Natalia Korssakowa zum Anlaß nahm, um auf Instagram folgende Nachricht zu hinterlassen: http://www.instagram.com/n.kors @n.kors

Я люблю свою работу 💚

Ich liebe meine Arbeit.

💚Люблю за то, что она никогда не бывает скучной, как бы банально это не звучало 😊 люблю заходить в аудиторию и видеть интерес в глазах учеников, когда им нравится и процесс, и результат 👍

Ich liebe sie dafür, daß sie nie langweilig wird, wie banal das auch klingen mag. Ich gehe gern in die Klasse, um das Interesse in den Augen der Schüler zu sehen, wenn ihnen der Ablauf wie das Ergebnis gefallen.

💚Получаю истинное удовольствие от своих трудов: люблю и искренне радуюсь, когда ученики достигают своих целей – поступают в немецкие университеты, сдают международные экзамены, путешествуют без боязни быть непонятым, да и просто получают удовольствие от изучения немецкого ⠀

Meine Aufgaben bereiten mir ein wahres Vergnügen: Ich genieße es und freue mich aufrichtig, wenn meine Schüler ihre Ziele erreichen, an eine deutsche Universität gehen, internationale Prüfungen ablegen, Reisen machen, ohne zu fürchten, nicht verstanden zu werden, und einfach Freude am Deutschlernen haben.

💚 я сама люблю учиться! и моя работа дает мне возможность профессионально развиваться, и это не только семинары и онлайн- обучение, но и ежедневная рефлекция после занятий ⠀

Ich lerne selbst gern! Und meine Arbeit gibt mir Gelegenheit, mich beruflich weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um Seminare und online-Fortbildung, sondern auch um die tägliche Reflexion nach dem Unterricht.

💚Люблю за возможность говорить на прекрасном языке 🇩🇪 и донести эту красоту другим

Ich liebe meinen Beruf für die Möglichkeit, mich in einer herrlichen Sprache auszudrücken und diese Schönheit anderen zu vermitteln. ⠀

💚 люблю за то, что в @erlangenhaus самые лучшие коллеги на свете ❤

Ich liebe ihn dafür, daß ich im Erlangen-Haus die allerbesten Kolleginnen auf der Welt habe.

Da bleibt der Kommentator sprachlos!

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Im Vorjahr nahm eine ganz außergewöhnliche Persönlichkeit am Sommerdeutschkurs des Erlangen-Hauses an der Volkshochschule teil: Marina Bit-Ischo, zu der hier mehr zu lesen ist: https://is.gd/8NYYIV.


Dieser Tage veröffentlichte die Kunsthandwerkerin auf Facebook folgende Zeilen:

Wahrscheinlich wird niemand abstreiten, daß FREUNDSCHAFT zu einem der wichtigsten Bestandteile des Glücks gehört. Vertrauen, Langmut und Gegenliebe bilden die wahren Pfeiler freundschaftlicher Beziehungen. Mein neues Pferdchen tritt nun sein Leben im Erlangen-Haus an, in einem Haus der echten und über Jahre bewährten Freundschaft.

Und dann fügt sie noch diesen Vierzeiler an:

Bewahrt die Freundschaft mir auf dieser Erde,

bewahrt sie, gleich, wer immer sie euch schenkt,

denn nur ein echter Freund kann für dich werden

zu dem, der ohne Worte wie du denkt.

Platon Schukow und Lissa Bit-Ischo

Vorgestern übergaben nun ihre Tochter, Lissa Bit-Ischo, und Platon Schukow, beide vom Gymnasium Nr. 3 und im Erlangen-Haus fleißig beim Erlernen der deutschen Sprache, das geschmückte Geschenk an Irina Chasowa.

Irina Chasowa

Die Geschäftsführerin darf sich nicht nur über die schöne Geste freuen. Glücklich ist sie auch über das anhaltende Interesse an den Deutschkursen mit wieder gut 200 Anmeldungen. Nun wäre nur noch zu klären, aus welchem Holz das Pferd geschnitzt ist. Vielleicht ja aus jenem Ebenholz wie in dem Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Den Zauber der Liebe und Freundschaft trägt es freilich ganz bestimmt in sich. Und sicher verwandelt sich das kleine Kunstwerk schon bald in das Trojanische Pferd der deutsch-russischen Partnerschaft.

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Die Anmeldungen für die Herbstkurse am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses laufen auf Hochtouren. Parallel werden offene Stunden nach dem Programm des Goethe-Instituts „Brücke zur deutschen Universität“ angeboten. 30 Interessierte nahmen zum Erstaunen des Teams um Irina Chasowa daran teil. Deshalb ist für den September schon wieder eine solche Veranstaltung geplant. Überdies kommt die Regionale Kinderbücherei mit einer eigenen Gruppe zu diesem Programmpunkt ins Erlangen-Haus.

Und für alle, die es noch immer nicht wissen, hängt am Parkplatz des Einkaufszentrums Globus seit wenigen Tagen und noch den ganzen September hindurch ein Banner mit Werbung für die Deutschkurse am Erlangen-Haus. Gut so, denn ein französisches Sprichwort sagt, selbst der liebe Gott lasse für sich die Glocken läuten.

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Am späten Montagabend in Nürnberg gelandet, sitzt die 16köpfige Gruppe aus dem Erlangen-Haus nun seit Dienstag jeden Morgen bis Freitag nächster Woche im Deutschkurs von Heide Thies im Club International der Volkshochschule, paukt Grammatik und übt Konversation. In der Freizeit und am Wochenende sollen die Gäste dann Erlangen – von „Klassik am Berg“ bis zu den Regnitzwerkstätten – und möglichst viel von Franken kennenlernen und sogar einen Ausflug bis nach Kloster Weltenburg unternehmen. Ein vielseitiges Programm, zusammengestellt vom Freundeskreis Wladimir, der auch diese, die zwölfte Sprachreise des Erlangen-Hauses in Folge, aufmerksam vorbereitete und begleitet. Immer für die zweiten Julihälfte schreibt das Erlangen-Haus in Kooperation mit der Volkshochschule Erlangen für seine jährlich gut 200 Deutsch-Kursteilnehmer diese Möglichkeit der Vertiefung von Sprachkenntnissen aus. Es kann nicht oft genug gesagt werden: Was von Klaus Wrobel, dem seinerzeitigen Direktor der VHS, und seinen Nachfolgen, Christine Flemming und Markus Bassenhorst, mit der tatkräftig-kompetenten Unterstützung des Sprachenbeauftragten, Reinhard Beer, schon Mitte der 90er Jahre ins Werk gesetzt wurde und unermüdlich fortgesetzt wird, trägt nicht nur erstaunliche Früchte, sondern entwickelt eine großartige Eigendynamik.

Markus Bassenhorst

Dank den Bemühungen von Klaus Wrobel und Reinhard Beer kamen die Deutsch-Kurse des Erlangen-Hauses unter die Fittiche des Goethe-Instituts Moskau, die wachsende Dozentenschar aus Wladimir wurde dort geschult und auf die eigenen pädagogischen, an der Sprachpraxis ausgerichteten Lehrmethoden eingeschworen. Mit Erfolg. Das Konzept hebt sich offenbar so wohltuend von den Angeboten anderer Einrichtungen – vor allem der Schulen und Universitäten – ab, daß die Kurse ungeachtet des allgemein zu Gunsten des Englischen nachlassenden Interesses an der deutschen Sprache immer stärker nachgefragt werden, besonders übrigens von jungen Leuten.

Florian Janik und Irina Chasowa

Beim gestrigen Treffen mit Oberbürgermeister Florian Janik zeigte denn auch Irina Chasowa, Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, eine gehörige Portion Selbstbewußtsein, als Markus Bassenhorst bei seiner Begrüßung meinte, man werde an seiner Volkshochschule erst demnächst das erste Smartboard einsetzen können, eine Technik, die im Wladimirer Sprachlernzentrum bereits vor gut zwei Jahren den Praxistest bestanden hatte. Die Besucherin bot nämlich gleich schlagfertig ein Praktikum in der Partnerstadt vor, um die Erlanger Dozentenschaft von den Vorteilen der schlauen Weißwandtafel zu überzeugen. Ein Angebot, das Florian Janik, der als Gastgeschenk seine russische Lieblingsleckerei erhielt, gern aufgriff, denn: „Gründe, Wladimir zu besuchen, gibt es viele!“

Aber natürlich gibt es auch nicht weniger Gründe, Erlangen zu besuchen. Gerade in diesen Zeiten, wie das Stadtoberhaupt anmerkte, wo, ohne Schuldzuweisungen aussprechen zu wollen, das Verhältnis zwischen unseren Staaten besser sein könnte. Gerade da komme es auf den bürgerschaftlichen Austausch, auf die Volksdiplomatie an. Und die lebt tatsächlich zwischen Erlangen und Wladimir, zumal wieder alle Gäste in Familien untergebracht sind und so, wie sich Florian Janik wünscht, neue Verbindungen und Freundschaften zwischen Deutschen und Russen entstehen. Denn davon kann es gar nicht genug geben. Gerade in diesen Zeiten.

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