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Posts Tagged ‘Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde’


Es gehört zu den schönen Gepflogenheiten von Lehranstalten, Jahresberichte herauszugeben. So ist soeben die Chronik 2016/2017 des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde erschienen, das zusammen mit der Volkshochschule zu den Erlanger Bildungseinrichtungen mit der längsten und intensivsten Wladimir-Austauschpraxis gehört. Folgerichtig findet sich in der achtundachtzigseitigen Publikation auch nachstehender Bericht der vier Studentinnen, die im März für drei Wochen Erlangen erlebten:

Wir haben auf diese Reise ungeduldig gewartet, weil es für drei von uns vier die erste Bekanntschaft mit Deutschland war. Als wir zum Bordfenster hinaus auf die bayerischen Landschaften schauten, verliebten wir uns in die Natur Deutschlands. In Erlangen fuhren wir zuerst zum Institut, wo wir Heinz Römermann kennenlernten und von ihm einen Stundenplan bekamen (und sogar gleich die erste Hausaufgabe). Danach wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt. Das erste, was uns auffiel, war die Gastfreundlichkeit nicht nur unserer Gastfamilien, sondern auch die aller Menschen in Deutschland. Am nächsten Tag begann für uns der Schulalltag. Nach dem Unterricht hatten wir die Möglichkeit, durch die schöne und gemütliche Stadt Erlangen zu bummeln. Am Mittwoch wurden wir ins Rathaus eingeladen, wo man uns damit beehrte, die Bürgermeisterin kennenzulernen, welche uns freundlich empfing. Es war der 8. März, also der Weltfrauentag, und jede von uns bekam eine Blume, was wir nicht erwartet hatten, aber als sehr nett und aufmerksam empfanden.

Daniel Gossel, Alexandra Klemeschowa, Darja Lukjanowa, Marina Aljokina, Jelena Jewdokimowa, Tatjana Maier, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann

In den nächsten drei Wochen besuchten wir viele fränkische Städte wie Bamberg, Rothenburg, Nürnberg und Forchheim. Am besten gefielen uns Bamberg und Rothenburg, weil wir uns in das Mittelalter versetzen konnten: keine Fabriken, keine mehrstöckigen Gebäude, nur Kirchen, Türme und natürlich das wunderschöne Panorama der Städte.

Wir hatten Glück, zwei Tage in der Hauptstadt zu verbringen. Trotz des Regenwetters konnten wir unseren Traum verwirklichen, Bilder vor dem Reichstag und dem Brandenburger Tor zu machen. Wir waren auch von der deutschen Küche begeistert. Sowohl in den Gastfamilien als auch in den Restaurants probierten wir verschiedene deutsche Spezialitäten aus wie z.B. Weißwürste mit Brezel, Schupfnudeln, Bratwürste mit Kartoffelsalat, Jägerschnitzel, Knödel und viele andere gute Speisen.

Abgesehen von den Ausflügen lernten wir natürlich auch. Unsere Bekanntschaft mit Erlangen begann ja mit dem Besuch des Instituts, wo wir die meiste Zeit verbrachten. Als wir unseren Stundenplan bekamen, verstanden wir, wie viel anspruchsvolle Arbeit auf uns wartete. Wir hatten jeden Tag Unterricht, und jede Stunde, die uns angeboten wurde, war sehr interessant. An unserem ersten Unterrichtstag lernten wir gleich einige Lehrer und Studenten kennen. Die erste Stunde war Landeskunde BRD bei Michael Süß. In diesen Stunden erfuhren wir einiges über das politische System der BRD und ihr Wahlsystem. Natürlich war uns vieles schon bekannt, aber trotzdem war alles sehr lehrreich. Die erste Stunde kam uns sehr kurz vor, weil wir in Wladimir nicht eine Stunde (45 Min.) haben, sondern immer Doppelstunden. Es war so ungewohnt, wenn jede Stunde so schnell zu Ende ging und wir uns zur nächsten Stunde zu beeilen hatten, damit wir nicht zu spät sind, denn es waren nur fünf Minuten Pause dazwischen! Bei uns sind immer 20 Minuten Pause dazwischen.

Birgit Tordinava, Oxana Löscher, Roland Kleiber, Heinz Römermann (stehend), Swetlana Steinbusch und Oxana Kirej (sitzend)

Besonders gut gefiel uns die Methodik des Übersetzens, weil wir an unserer Universität kein solches Lehrfach haben. Oxana Kirej zeigte uns die falschen Freunde des Übersetzens und wie man diese richtig übersetzt. Mit Swetlana Steinbusch übten wir, verschiedene Texte aus dem Deutschen ins Russische korrekt zu übersetzen und mit Heinz Römermann aus dem Russischen ins Deutsche. In der Methodik des Übersetzens von Birgit Tordinava lernten wir verschiedene Möglichkeiten, wie man richtig aus dem Russischen ins Deutsche (z.B. lange Genitivketten oder die Mengenangaben) übersetzen sollte.

Wir wunderten uns nicht nur über die große Auswahl an verschiedenen Übersetzungsthemen, sondern auch über die Außen- und Innenansicht der Institutsgebäude. Als wir diese zum ersten Mal sahen, hätten wir nicht gedacht, es handele sich hier um ein Institut, weil diese Gebäude den anderen bewohnten Häusern in der Umgebung sehr ähnlich sind. Die meisten Universitätsgebäude bei uns sind mehrstöckige Bauten, die sehr offiziell aussehen.

Es war für uns eine unvergeßliche Reise nach Deutschland, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Und natürlich hoffen wir, irgendwann wieder nach Erlangen zu kommen.

Marina Alekina, Jelena Jewdokimowa, Alexandra Klemeschowa und Daria Lukianowa

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Bei dem Empfang am Mittwoch für die Studentinnen aus Wladimir kam die Rede natürlich auch auf die auf Schritt und Tritt erlebbare Weltoffenheit Erlangens. Dieses kosmopolitische Flair versprühte die Hugenottenstadt besonders im Endspurt des diesjährigen Karnevals.

Kristina Kapsjonkowa, rechts im blauen Kostüm

Am überregional berühmten Brucker Faschingsumzug war das augenscheinlich! Bei strahlendem Sonnenschein und zweistelligen Plustemperaturen jubelten über sechzigtausend Gäste aus nah und fern den festlich geschmückten Wagen und Masken zu.

Gondoliere Manfred Kirscher

Besonderen Applaus erhielten die Gondel und die wunderschönen Masken des „Italienisch-Deutschen Vereins“ in dem auch eine Studentin aus Wladimir – als noble Venezianerin kostümiert – zu bestaunen war.

Kristina Kapsjonkowa

Kristina Kapsjonkowa war auch am rauschenden Rosenmontagsball im Erlanger E-Werk und beim Kehraus in der Ladeshalle nicht zu übersehen, hier als Teufelin an der Seite ihres Beschützers, Manfred Kirscher (Ehrenbürger der mit Erlangen befreundeten Stadt Cumiana in Italien), der als Gondoliere verkleidet war.

Kristina Kapsjonkowa und Manfred Kirscher

Die Studentin aus der Partnerstadt macht derzeit am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde eine Ausbildung. Ihre wahre Universität ist aber, frei nach Maxim Gorkij, der so gar nicht eintönige Alltag in Erlangen, von dem wir hoffentlich bald mehr erfahren.

Bilder: Giuseppe Andolina, Bericht: Manfred Kirscher

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Der Austausch mit Wladimir nimmt erst allmählich und etwas ruckelnd Fahrt auf. Während es im Vorjahr etwa einhundert Begegnungen zwischen den Partnerstädten gab, kamen heuer bisher fast mehr Absagen als Treffen zustande. So wurde etwa der Besuch des Wladimirer Mädchenchors am Christian-Ernst-Gymnasium wegen eines Wechsels in der Leitung auf November verschoben; eine Domra-Virtuosin, für den März angekündigt, sucht nach einem neuen Termin, weil ihre Begleitung erkrankt ist; für eine Hallenfußballmannschaft passen die angebotenen Tage nicht. Auch beim gestrigen Empfang – nicht von ungefähr am Internationalen Frauentag – für die Studentinnengruppe mit Bürgermeisterin Elisabeth Preuß fehlte eine Teilnehmerin am Austausch mit dem Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde – aus familiären Gründen, wie dessen Leiter, Professor Daniel Gossel, und Heinz Römermann, zuständig für den Fachbereich Russisch, erklärten. Aber immerhin sind nun vier angehende Germanistinnen mit – wie gewohnt im nun schon drei Jahrzehnte währenden Austausch mit der Universität Wladimir – ausgezeichneten Sprachkenntnissen für drei Wochen in Erlangen, um nach Stundenplan ein umfangreiches Lernpensum – mit Hausaufgaben! – abzuarbeiten: von der Stehgreifübersetzung über die Landeskunde, Schreib- und Sprechfertigkeit bis zur Idiomatik und Handelskorrespondenz. Zeit für Ausflüge in die nähere oder weitere Umgebung bleibt da fast nur am Wochenende.

Daniel Gossel, Alexandra Klemeschowa, Darja Lukjanowa, Marina Aljokina, Jelena Jewdokimowa, Tatjana Maier, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann

Auch wenn alle vier ihr Studium noch in diesem oder im nächsten Jahr abschließen, wissen sie noch nicht so recht, wie ihre berufliche Perspektive aussehen könnte. Nur eines ist klar: Sie wollen etwas mit Deutsch machen, mit der Sprache, die sie alle verbindet, die ihnen am besten gefällt. Dabei haben sie ganz unterschiedliche Voraussetzungen. Für Marina Aljokina aus Susdal ist es schon die fünfte Reise nach Deutschland, das sie – einschließlich Erlangen – auf dem „Umweg“ über die Partnerstadt Rothenburg für sich entdeckt hat, während Alexandra Klemeschowa zum ersten Mal hier zu Gast ist. Beim Empfang auch dabei Tatjana Maier als eine der Gastgeberinnen, selbst Studierende am Institut, die dort ihre „vergessene Muttersprache“ – mit fünf Jahren kam sie als Spätaussiedlerin aus Kasachstan – systematisch erlernen will und, laut Heinz Römermann, für den Wladimir-Austausch „regelrecht prädestiniert“ erscheint. Um auch außerhalb des Unterrichts das Sprechen zu üben, gibt es übrigens im Club International der Volkshochschule, Friedrichstraße 17, schon am 14. März ab 19.45 Uhr mit dem Russisch-Deutschen Treffen die nächste Gelegenheit. Bestimmt eine Möglichkeit, auch die vier Besucherinnen aus Wladimir näher kennenzulernen.

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Iwan Lawrentjew ist mit seinen 20 Jahren zu jung, um sich an das Fränkische Fest im Stadtpark von Wladimir anno 1993 zu erinnern, als die Privatbrauerei Kitzmann 10.000 Liter Freibier ausschenkte, aber der Geist dieser völkerverbindenden Freundschaftsfeier wirkt wohl noch immer nach, so der Eindruck, wenn man dem Lehramtsstudenten für Deutsch und Englisch so zuhört. Was genau den Impuls gab, Fremdsprachen zu studieren, vermag er selbst nicht genau zu sagen, dafür ist ihm aber anzuhören, mit welcher Begeisterung er bei der Sache ist – und wie erfolgreich. Seine erstaunliche Beherrschung des Deutschen nach nur drei Jahren an der Universität – ohne Vorkenntnisse aus der Schule – schreibt er selbst seiner Dozentin, Marina Gedina, zu. So gerechtfertigt das sein mag, aber ein gewisses Maß an Eigenleistung erbringt er selbst sicher auch.

Iwan Lawrentjew

Iwan Lawrentjew

Überhaupt trifft das wohl einen Wesenszug des jungen Russen. Denn auch seine Reise nach Jena mit dem Euroklub ermöglichte er dank Eigenleistung. Der Jugendverband fordert nämlich von den Teilnahmekandidaten ehrenamtlichen Einsatz, und den erbrachte Iwan Lawrentjew in Form von Betreuung von deutschsprachigen Gästen, hauptsächlich aus Jena. Und den Vorsitzenden des Jenaer Jugendparlaments hatte er sogar schon als Kost-und-Logis-Gast bei sich zu Hause. Dieses Mal freilich fehlt im Austauschprogramm mit dem Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde, das nach drei Wochen am Freitag schon wieder endet, ein Ausflug nach Thüringen. Aber das kann ja noch werden, denn der Student wird sicher bald – vielleicht schon im Herbst – zu einem längeren Studienaufenthalt zurückkehren als einer, der vielen, vor allem jungen Leute, die schon mit der nun achtjährigen Dreieckspartnerschaft Erlangen – Wladimir – Jena aufgewachsen sind. Und in jenem Geist der Völkerverbindung und Eigenleistung, der auch den Projekten von Jürgen Ganzmann zugrundeliegt, wo eine Hospitation bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf oder in der WAB Kosbach nur möglich ist, wenn vorher ehrenamtlich in einer sozialen Einrichtung gearbeitet wurde. Es muß etwas dran sein, an der Methode, wenn sie in verschiedenen Organisationen unabhängig voneinander im Geist der Partnerschaft entstanden ist. Mehr davon in Zukunft!

Siehe auch: http://is.gd/7BKRmp und http://is.gd/wrBfw2

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Da muß man schon lange suchen in der großen, weiten Welt der Erlanger Städtepartnerschaften – und das auch noch ohne rechte Aussicht auf Erfolg -, wenn man ein Austauschprogramm finden will, das, wie die Kooperation zwischen dem Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde (IFA) mit der Staatlichen Wladimirer Universität, auf eine 28jährige Tradition zurückblicken kann. Seit 1988 kommen Jahr für Jahr zwischen drei und fünf Lehramtskandidaten für Deutsch und eine weitere Fremdsprache aus der Partnerstadt, zumeist im dritten Studienjahr, immer vor Ostern für drei Wochen nach Erlangen, um hier den Unterricht zu besuchen (mit Prüfung und Zertifikat am Ende des Aufenthalts) sowie dank Familienunterbringung Land und Leute kennenzulernen. Im Herbst dann der Gegenbesuch aus Erlangen. Klingt so einfach, bedarf aber für Programm und Unterbringung eines Organisators wie Heinz Römermann, Fachbereichsleiter für Russisch, und eines Mentors wie Daniel Gossel, Direktor des IFA, auch wenn beide gegenüber Bürgermeisterin Elisabeth Preuß beim gestrigen Empfang im Rathaus betonen, die jungen Leute seien selbst schon zum treibenden Moment des Austausches geworden.

Alexandra Malyschewa, Stanislawa Winnikowa, Iwan Lawrentjew, Heinz Römermann, Daniel Gossel und Elisabeth Preuß

Alexandra Malyschewa, Stanislawa Winnikowa, Iwan Lawrentjew, Heinz Römermann, Daniel Gossel und Elisabeth Preuß

Es nutzt sich auch durch stete Wiederholung nicht ab: Gerade dieses Programm ist, um einen Begriff aus der Wirtschaftswelt zu verwenden, systemrelevant für die Städtepartnerschaft. Nach ihren Begegnungen hier und dort tauchen nämlich so gut wie alle jungen Leute in der einen oder anderen Rolle im Wechselspiel des Austausches wieder auf, bereichern als sprachliche Brückenbauer die Volksdiplomatie, entwickeln eigene, oft auch wirtschaftliche Initiativen. Nur ganz selten allerdings in dem Bereich, für den sie eigentlich ausgebildet werden, denn der Lehrberuf ist für die allermeisten Absolventen russischer Universitäten nicht attraktiv genug. Man fühlt sich beim Zuhören an die „Lehrer-Komödie“ von Christian Morgenstern erinnert, wo es heißt: „Die Armut der Lehrer, während die Staaten Unsummen für die Wehrmacht hinauswerfen. Da sie nur Lehrer für 600 Mark sich leisten können, bleiben die Völker so dumm, daß sie sich Kriege für 60 Milliarden Mark leisten müssen.“ Aber gleich wie und wo – Stanislawa Winnikowa, Alexandra Malyschewa und Iwan Lawrentjew, die Ende nächster Woche wieder die Heimreise antreten, werden, auch wenn sie nicht die Schullaufbahn wählen sollten, dabei helfen, die Verständigung zwischen Deutschen und Russen zu vertiefen. Und das ist fürwahr viel wert in diesen Zeiten.

P.S.: Iwan Lawrentjew hat dank dem Euroklub Wladimir bereits Erfahrung im Austausch mit Jena gesammelt. Davon demnächst mehr in Ihrem Blog.

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In dem Kurzroman „Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner“ von Fjodor Dostojewskij findet sich der Satz: „Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst: Sie liegt in unseren Herzen eingeschlossen.“ Solch eine gute Zeit, geschaffen von der Partnerschaft, bewahren die folgenden Zeilen, die den Aufenthalt von drei jungen Frauen schildern, die ihre Ausbildung am Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde machen, und im vergangenen Herbst am Austausch mit der Universität Wladimir teilnahmen.

Unsere Reise begann am 11. September 2015 am Flughafen in München. Für zwei von uns war es besonders aufregend, da sie noch nie zuvor geflogen sind. Nach einem zweieinhalbstündigen Flug kamen wir dann aber doch problemlos und sicher in Moskau an. Dort wurden wir schon herzlich von einem unserer Austauschstudenten erwartet. Mit dem Auto ging es dann nach Wladimir. Zwar sind es von Moskau nach Wladimir nur ca. 200 km, doch wir standen oft im Stau und kamen erst gegen halb eins nachts bei unseren Familien an. Dort haben wir erst einmal gegessen und sind daraufhin natürlich alle erschöpft ins Bett gefallen.

Demetrius-Kathedrale in Wladimir

Demetrius-Kathedrale in Wladimir

Da wir am Freitag ankamen und am nächsten Tag natürlich noch keinen Unterricht hatten, verbrachten wir unser Wochenende damit, die Stadt zu erkunden. Wir waren alle überwältigt von der alten, atemberaubenden Innenstadt, mit den einzigartigen Bauwerken wie die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, die Demetrius-Kathedrale und selbstverständlich das Goldene Tor.

Unter der Woche hatten wir natürlich Unterricht, aber nur zwei Doppelstunden täglich. Der Unterricht war sehr interessant und hilfreich, unsere Lehrerin äußerst herzlich und zuvorkommend. Wir beschäftigten uns viel mit Grammatik und erfuhren auch sehr viel von der Geschichte Wladimirs.

International education concept

Nachmittags ging es dann meistens schnell nach Hause zum Mittagessen und daraufhin in Museen oder auf Ausflüge. Wir besichtigten das Historische Museum und vieles mehr, waren bei einem klassischen Konzert und gingen ins Kino. Natürlich testeten wir das Nachtleben in Wladimir, tanzten ausgelassen in einer Disco und sangen uns in einem Karaokeklub die Seele aus dem Leib.

Museum für Holzarchitekur in Susdal

Museum für Holzarchitektur in Susdal

Ein Höhepunkt auf unserer Reise war die Besichtigung der Orte Bogoljubowo und Susdal. Vor allem Susdal hat es uns angetan. Keine Fabriken, keine Hochhäuser, nur viele ältere Gebäude, Kirchen, Museen und natürlich der Kreml. Das Holzmuseum in Susdal gewährte uns einen Einblick in das Leben der russischen Bürger vor Jahrhunderten. Erklärt wurde uns alles von unseren Austauschstudenten, wofür wir sehr dankbar waren.

Was wir uns auf keinen Fall entgehen lassen konnte, war ein Ausflug nach Moskau. Wann sonst hat man die Chance, die atemberaubende Hauptstadt zu besuchen! Früh am Morgen machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Moskau. Dort angekommen, fallen einem die riesigen Gebäude auf. Wir waren viel zu Fuß unterwegs, um so viel wie möglich von der Stadt mitzubekommen. Selbstverständlich waren wir am Roten Platz. Noch nie sahen wir so viele schöne Gebäude, Kirchen, Kathedralen usw. auf einmal. Wir besuchten noch einige andere bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten in Moskau und kamen erst spät abends erschöpft wieder zu unsren Gastfamilien zurück.

Der Rote Platz in Moskau

Der Rote Platz in Moskau

Letztendlich war diese Reise für uns alle eine sehr kostbare Erfahrung, die wir unter keinen Umständen missen wollen. Noch nie wurden wir in einem fremden Land so herzlich aufgenommen wie dort. Alle waren wirklich sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Zurück nach Deutschland flogen wir also mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Kristina Goza

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Zu den Pflichtaufgaben der Austauschgäste des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde (IFA) gehört es, am Ende ihres Studienaufenthaltes einen Bericht über ihre Erfahrungen zusammenzustellen. Die fünfköpfige Gruppe Lehramtskandidatinnen von der Universität Wladimir, die am Sonntag die Heimreise antrat, hinterließ nun ihre Zusammenfassung der Erlebnisse, die zu lesen die reinste Kür darstellt:

Wir sind sehr froh, am Austauschprogramm der IFA teilzunehmen. Also, vom 23. Februar bis 15. März waren wir in Deutschland, haben viel Neues und Interessantes erlebt, sind sehr viel gereist, und so sind wir damit sehr zufrieden. Jeder Tag war einfach wunderschön, weil wir täglich eine gute Möglichkeit hatten, Deutsch zu sprechen, nicht nur im Alltagsleben, sondern auch während der Stunden.

Unser Leben in Erlangen war sehr interessant und inhaltsreich dank unseren Gastfamilien. Wir freuen uns darüber, dass wir diese drei Wochen mit solch angenehmen Menschen verbracht haben. Sie erzählten uns viel Interessantes über die Kultur und Geschichte Deutschlands, machten uns mit deutschen Bräuchen bekannt. In unseren Gastfamilien probierten wir nationale deutsche Gerichte, es schmeckte sehr gut. Außerdem unternahmen wir viel zusamnen, z.B. Kino- und Theaterbesuche, die Fahrt nach München. Wir sprachen viel Deutsch, was eine große Rolle in der Erweiterung unserer Sprachkenntnisse gespielt hat. Wir sind sehr dankbar dafür.

Xenia Semerikowa, Olga Karawajewa, Angelika Sergejewa, Xenia Dubowa, Kristina Kapsjonkowa, Daniel Gossel, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann

Xenia Semerikowa, Olga Karawajewa, Angelika Sergejewa, Xenia Dubowa, Kristina Kapsjonkowa, Daniel Gossel, Elisabeth Preuß und Heinz Römermann beim Empfang im Rathaus

Zuerst möchten wir über unseren Unterricht erzählen. Wir hatten einige Stunden pro Tag, darunter waren solche Fächer wie Deutsch, Verhandlungsdolmetschen, Methodik des Übersetzens, Stegreifübersetzen, Idiomatik/Wortschatz. Die Lehrer waren sehr nett, hilfsbereit, kreativ, wir haben uns miteinander sehr gut verstanden. Während dieser Zeit haben wir viel Neues erfahren, z.B., wie man schwierige wirtschaftliche und politische Begriffe vom Russischen ins Deutsche richtig wiedergeben oder mit welchen Mitteln man verschiedene Texte  für den Leser verständlicher übersetzen kann. Besonders gut hat uns das Dolmetschen gefallen, weil wir in Wladimir keinen solchen Unterricht haben. Die Kenntnisse, die wir dank dieser Sprachkurse bekommen haben, sind für uns sehr wertvoll, und werden wohl nützlich für unsere Zukunft sein.

In Erlangen haben wir eine Menge interessanter Dingen erlebt. Wir haben verschiedene Sehenswürdigkeiten besichtigt und viele Veranstaltungen besucht. Natürlich war unsere Reise nicht nur auf Erlangen begrenzt. Es ist uns während dieser drei Wochen gelungen, auch andere Städte in Bayern zu erkunden. Wir waren in der atemberaubenden Stadt München. Dort besuchten wir den Olympiapark, die BMW-Welt, den Marienplatz. Wir haben auch einen Teil der Residenz angeschaut. Das war unvergesslich. Bei einem Besuch in Bamberg haben wir einen Rundgang durch den Dom untergenommen. Außerdem besuchten wir Rothenburg, Würzburg, Herzogenaurach (Adidas und Puma). Die Architektur, Parks, Plätze, Kirchen in diesen Städten haben einen großen Eindruck auf uns gemacht. Unsere Wochenende haben wir nicht nur in Erlangen, sondern auch in Nürnberg und sogar in Dresden und Salzburg verbracht.

Also, das war eine beeindruckende Reise, die uns Spaß und Glück gebracht hatte. Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit, in Deutschland zu reisen und die Kultur dieses Landes kennenzulernen. Vielen Dank!

Siehe auch: http://is.gd/wWkg9r

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