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Posts Tagged ‘Igor Tschernoglasow’


Man hatte es schon lange vermutet, und jedes an der mittelalterlichen Architektur geschulte Auge konnte es sehen, doch den schlagenden Beweis erbrachten erst die Untersuchungen von Archäologen aus Moskau und Wladimir: Die Kirchen aus dem 12. Jahrhundert am Goldenen Ring haben Vorbilder in der Lombardei und in der Emilia Romagna, damals zum Heiligen Römischen Reichs gehörend. Mit dessen Herrscher, Friedrich II, stand Großfürst Andrej Bogoljubskij in engem Kontakt, von ihm, Barbarossa, erhielt der aufstrebende slawische Alleinherrscher Geschenke, wie zwei Schulterstücke, von denen eines im Germanischen Museum zu Nürnberg ausgestellt ist, der Staufer schickte aber auch seine Baumeister gen Osten, wo damals ein ganz neues Machtzentrum entstand.

Muttergottes-Geburts-Kirche in Bogoljubowo

Andrej Bogoljubskij, ein Enkel von Wladimir Monomach, nach dem die Partnerstadt benannt ist, und ein Sohn von Jurij Dolgorukij, dem Gründer von Moskau, wurde 1157 Großfürst von Wladimir. Er hatte nicht nur die wundertätige Ikone der Wladimirer Gottesmutter aus Kiew mitgebracht, die seinen Zug der Legende nach kurz vor Wladimir anhalten hieß, um ihm im Gebet zu erscheinen und ihm einzugeben, hier das Kloster von Bogoljubowo und später seine Residenz zu errichten und ihr Bildnis in die Hauptstadt der Rus zu bringen. Er hatte damit auch eine bis dahin in seinem Herrschaftsbereich ungeahnte Bautätigkeit in Gang gesetzt, die in den 50er Jahren des 12. Jahrhunderts begann, als in Bogoljubowo die der Geburt der Gottesmutter geweihte Kirche entstand, deren ursprüngliche Bauweise und vor allem auch Fundamente Wissenschaftler in den letzten drei Jahren genauer untersuchten.

Fundament mit Krallenornamenten

Vor allem die krallenartigen Ornamente am Fuß der Säulen, die man freigelegt hatte, werten die Fachleute als eindeutige Hinweise auf die romanische Architektur Norditaliens aus dem 12. Jahrhundert, wie man sie aus Modena oder Ferrara kennt. Aber auch die Halbsäulen an den Mauern der Kirche in Bogoljubowo weisen auf den katholischen Einfluß hin. Nun verfolgt man die Theorie, es habe zwei Bauabschnitte gegeben, den ersten, ausgeführt von lokalen Meistern, und den zweiten, an dem dann die Italiener mitwirkten und ihre Einflüsse geltend machten.

Der Wladimirer Künstler, Igor Tschernoglasow, und das Modell seiner Andrej-Bogoljubskij-Skulptur

Die Grabungen hat man übrigens inzwischen wieder zugeschüttet; es bleibt künftigen Generationen – und Geldgebern – vorbehalten, weitere Geheimnisse zu lüften, wenn man sich an die umfassende Erforschung der Baugeschichte machen kann. Eines ist aber deutlich schon jetzt zu Tage getreten: Die gegenseitige Durchdringung der Kulturen empfand man bereits im Mittelalter als befruchtend und belebend. Eine Mahnung an all jene, die heute allüberall auf der Welt die Abschottung und Restauration auf ihre nationalistischen Fahnen schreiben. Da halte man sich lieber an Arthur Schopenhauer:

Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein: Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.

 

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Die Nabelschau ist so eine Sache; über Gebühr lange sollte man sich nicht mit ihr aufhalten, sonst ist man für andere nicht mehr auszuhalten. Aber diese magische Zahl von einer Million Zugriffen auf den Blog hat eben doch die eine oder andere Reaktion hervorgerufen, von denen einige hier zitiert werden sollen.

Hans Gruß in einer Wladimirer Apotheke

Bereits am 19. Juni schrieb Hans Gruß:

Lieber Peter, morgen vormittag müßte ein kleines Feuerwerk vom Rathaus ausgehen. Dein einmillionster Blogaufruf wird ganz sicher kommen. Herzlichen Glückwunsch dazu und viel Kraft für die zukünftigen Blogs.

Susanne Lender-Cassens beim Russischen Abend 2018

Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens gratulierte per Facebook:

Danke für diese unermüdliche Direktleitung zu und in unsere Partnerstadt Wladimir. 1 Mio mal geklickt… Wow!

Elisabeth Preuß und Michail Mojsejantschik

Ihre Kollegin, Elisabeth Preuß, schickte dann folgende Rezension:

Ich wäre so gerne Millionär…

….müssen so manche singen, Peter Steger aber ist es. Irgendwann in der vergangenen Nacht war es so weit: Einer der Klicks auf den Blog war der einmillionste! Nie werden wir erfahren, ob es einer der vielen täglichen Leser war, die keine der reich bebilderten, geschliffenen Texte verpassen, ob es jemand war, der im Rahmen der WM auf russischen Wegen im Internet wandelt und zufällig darauf stieß, ob Schlaflosigkeit oder Informationshunger über unsere Partnerstadt der Grund für den einmillionsten Klick waren.

Eines ist jedenfalls sicher: Das Niveau der Artikel stünde mancher Zeitung gut an, es wird nicht gehetzt, nicht gelogen und nicht geneidet. Informationen sind wohl recherchiert, auch die „Stimme der anderen“ kommt zu Wort, Quellen sind sauber angegeben, Wladimir wird uns in seiner ganzen Vielfalt dargeboten, alle Lebensbereiche finden Eingang in den Blog.

Kurz: Wer diesen Blog regelmäßig liest, kennt nicht nur das „who is who“ der Partnerschaft, sondern auch die wichtigen Meilensteine dieser 35jährigen Erfolgsgeschichte.

Ein anderer Aspekt soll aber auch noch zu Wort kommen: Redaktion, Archiv, Recherche, das Schreiben, Bebildern und Online-Setzen – all das wird ehrenamtlich gemacht und das mit Freude, wie ich aus gelegentlichen Begegnungen mit dem Blog-Redakteur bezeugen kann.

Lieber Peter, von Herzen спасибо für diesen Blog, der sicher nicht nur mein Frühstück jeden Tag mit einem Happen Rußland garniert.

Hermann Proksch

Ein Glückwunschschreiben kam schließlich gestern auch noch aus Höchstadt, von Hannelore und Hermann Proksch:

Mach weiter so ehrgeizig und informativ in Deiner Berichterstattung, wir freuen uns täglich auf Informationen aus Wladimir.

Wiktor Malygin (rechts im Bild) in Egglofstein

Da darf natürlich auch Wladimir selbst nicht hintan stehen, und so schreibt Wiktor Malygin:

Gratulation zur ersten Million! Das gehört ins Guinness-Buch der Rekorde.

Igor Tschernoglasow

Und Igor Tschernoglasow, Vorsitzender des Kunstvereins der Region Wladimir und Mitglied im Vorstand des Erlangen-Hauses, grüßt im Namen seines Verbandes von allen Mitgliedern.

Blog 7

Zu schön, um es nicht zu zeigen: Mariä Schutz und Fürbitt an der Nerl, gesehen von Sergej Skuratow

Nun aber genug der Nabelschau, werfen wir noch einen letzten Blick zurück auf den 27. September 2008, als alles noch so zaghaft und bescheiden begann mit dem Eintrag https://is.gd/jUf407 – und richten wir die Augen auf die zweite Million. Bleiben Sie also Ihrer Partnerschaft und Ihrem Blog gewogen, sonst wird das nichts. Denn das eine wie das andere sind für Sie geschaffen und werden durch Sie geschaffen.

Zugabe für alle, die noch dran sind, quasi als Kommentar zum Skuratow-Bild, eine Meditation von Anatolij Gawrilow, dem Wladimirer Großmeister der Kurzprosa:

Alles muß von Rauch überzogen sein. Keine Landschaften, Menschen, Philosophien, Klänge. Nichts darf auf etwas anderem bestehen. Rauch im Lauf einer unbestimmten Zeit. Dunst allein, Brodem und Geheul.

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So kann es gehen, wenn man Igor Tschernoglasow zum Geburtstag gratuliert. Der Bildhauer bedankt sich für den Gruß mit dem Bild einer seiner Plastiken, die man wohl demnächst im Straßenbild von Wladimir wiederentdecken kann.

Der Saxophonist von Igor Tschernoglasow

Hier also exklusiv das Modell einer der künftigen Arbeiten des Künstlers, dessen Meisterschaft übrigens im Skulpturenpark von Tennenlohe zu bestaunen ist.

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Noch bis zum 25. Mai gibt es in Wladimir eine besondere Ausstellung. Igor Tschernoglasow, von dem zwei Arbeiten im Skulpturengarten Tennenlohe zu finden sind, veranstaltet erstmals eine Präsentation seiner Kunst im Heim für sehbehinderte Kinder. Es handelt sich um 15 seiner eher gegenständlichen Werke.

Igor Tschernoglasow

Auch für den Künstler eine ganz neue Erfahrung, wie er gegenüber Zebra-TV bekennt, aber auch ein lange gehegter Wunsch:

Schon als Student in Taschkent besuchte ich eine Ausstellung von Büsten, die der blinde Bildhauer Michail Makarow geschaffen hatte. Ich interessierte mich für seine Weltsicht, seine Arbeiten begeisterten mich. Wenn ein Mensch ohne Augenlicht Skulpturen schaffen kann, sollte es doch auch möglich sein, Menschen, die Probleme mit dem Sehen haben, die Gelegenheit zu geben, meine Werke durch Berührung zu erleben. (…) Hier in der Ausstellung habe ich Arbeiten aus verschiedenen Materialien, damit die Kinder die je ganz anderen Fakturen erspüren: rauher Gips, glatter Stein, faseriges Holz, Bronze. Interessant, wie die Kinder diese Stoffe spüren.

143 Kinder und Jugendliche, darunter 30 vollständig blinde, erhalten in dem Heim ihre Ausbildung – und erfahren in Museen immer wieder eine gewisse Zurückweisung. Fast überall nämlich heißt es „bitte nicht berühren“.
Nun sollen auch erwachsene Sehbehinderte Gelegenheit erhalten, die Kunst von Igor Tschernoglasow – er ist übrigens seit April auch im Vorstand des Erlangen-Hauses – zu ertasten, und der Bildhauer denkt schon über nächste Projekte nach, um seine Welt möglichst allen zugänglich zu machen. Nachahmenswert!

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Zum siebten Mal in Folge fand im August das Künstlertreffen in Jelisejkowo bei Petuschki statt, wohin alljährlich der Kunstverein der Region Wladimir einlädt. Immer wieder auch Gäste aus Erlangen, heuer, wie bereits berichtet, Dieter Erhard. Nicht von ungefähr finden diese Begegnungen in dem kleinen Dorf statt, gut 70 km südlich von der Partnerstadt gelegen.

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Plakat zum 7. Freiluft-Künstlertreffen zu Ehren von Isaak Lewitan und zum 25. Lewitan-Festival

Hier, genauer im Nachbardorf Gorodok, machte nämlich auch schon Isaak Lewitan im Mai 1891 Station und quartierte sich in der Datscha des Historikers Wassilij Kljutschewskij am Ufer der Pekscha ein.  Im Jahr darauf schuf der Maler hier sein wohl berühmtestes Werk, die „Wladimirka“, zu der dem Künstler die Idee kam, als er nach der Jagd mit Freunden auf die alte Wladimirer Landstraße stieß. Die Chaussee zog sich bis an den Horizont, rechts und links von ihr die weiten Felder und Waldstreifen.

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Skulptur auf dem Gelände des Isaak-Lewitan-Museums

Der Anblick erschütterte den Künstler, denn vor seinem inneren Auge sah er all die unglückseligen Menschen, die auf dem Weg in Fußfesseln via Wladimir bis nach Sibirien in die Verbannung zu laufen hatten. Das Gemälde entstand wie in einem Atemzug und gilt seither als Meilenstein nicht nur in der russischen Kunstwelt, sondern auch in der Geschichte des Landes. Bis heute liest man aus dem Bild den Wunsch heraus, Willkür zu überwinden und Veränderungen hin zu mehr Freiheit zu ermöglichen.

Dieter Erhard und Igor Tschernoglasow

Dieter Erhard und Igor Tschernoglasow

Im Herbst 1982 kam Isaak Lewitan dann selbst schon als Verbannter. Der Ukas des Zaren über die Ausweisung der Juden aus Moskau betraf auch den Künstler, der erst im Dezember des Jahres wieder in die Metropole zurückkehren durfte. Das Exil nutzte er freilich kreativ und schuf in den wenigen Monaten 17 Gemälde, Etüden und Skizzen (z.B. „Am See“, „Weg“, „Mondnacht im Dorf“, „Zug unterwegs“, wo die Landschaft um Gorodok, Jelisejkowo und Kosterjowa Modell stand.

Igor Tschernoglasow und Anatolij Denissow

Igor Tschernoglasow und Anatolij Denissow

Hundert Jahre später entstand dann die Idee, hier ein Museum einzurichten, das an das Schaffen des großen Meisters erinnern sollte. Lokale Künstler und Heimatforscher taten sich zum „Lewitan-Komitee“ zusammen, das sich mit dem Erbe des Malers und der Einrichtung eines Museums beschäftigte. Zunächst stellte man das Popkow-Haus in Gorodok unter Denkmalschutz, wo Isaak Lewitan 1892 gelebt und gearbeitet hatte nach ihm schon eine Straße benannt war. 1990 dann begann man mit dem Bau des Museums.

Isaak Lewitan, Skulptur von Igor Tschernoglasow

Isaak Lewitan, Skulptur von Igor Tschernoglasow

1992 dann feierte man den 100. Jahrestag des Aufenthalts von Isaak Lewitan hier und beschloß, regelmäßig Künstlertreffen abzuhalten, an denen auch Kunstwissenschaftler aus Moskau und anderen russischen Städten teilnahmen.

Künstlerfreunde von Dieter Erhard: Igor Tschernoglasow, Jurij Iwatko und Jelena Jermakowa

Künstlerfreunde von Dieter Erhard: Igor Tschernoglasow, Jurij Iwatko und Jelena Jermakowa

Leider brannte dieses Gebäude 1999 unter bis heute nicht geklärten Umständen ab. Doch die Lewitan-Freunde beschlossen darauf, ein neues Museum im Nachbardorf Jelisejkowo zu eröffnen, mehr noch: dort auch ein Gästehaus für Künstler einzurichten, wovon der Meister selbst schon geträumt hatte. Hier sollte ein Ort der Begegnung mit der Natur und Kollegen entstehen, ein Ort der Inspiration und des Austausches, wo man die künstlerischen Ergebnisse der Treffen sammeln würde.

Im Künstlerhaus

Im Künstlerhaus

Es fand sich in dem Unternehmer Wladimir Kosjarumow sogar ein Mäzen, der bereit war, das Künstlerzentrum zu finanzieren. Der Verehrer des Werks von Isaak Lewitan hatte schon vorher immer wieder Künstler zu sich nach Jelisejkowo geladen und ihnen Gelegenheit gegeben, einige Zeit in Ruhe zu arbeiten, wozu er eine Volksschule aus dem frühen 20. Jahrhundert restauriert hatte.

Im Künstlerhaus

Im Künstlerhaus

Heute ist hier das Isaak-Lewitan-Museum untergebracht, wo Kopien der Werke zu sehen sind, die der Künstler im Gouvernement Wladimir geschaffen hat. Zum Fundus gehören außerdem einige persönliche Gegenstände und Photographien des Landschaftsmalers. Nebenan liegt das große Holzhaus im russischen Stil, das Wassilij Kosjarumow 2008 erbaut hatte und wo heute Arbeiten von Künstlern aus der Region Wladimir, aus Moskau, Sankt Petersburg, Kaluga, Rjasan, Lipezk und eben auch aus Erlangen zu sehen sind. 2009 besuchten übrigens die Urenkel von Isaak Lewitan den Komplex.

Malstunde im Freien

Malstunde im Freien

Igor Tschernoglasow, Vorsitzender des Kunstvereins der Region Wladimir und in Erlangen-Tennenlohe mit zwei Skulpturen prominent vertreten, schuf für das Museum eigens ein Lewitan-Denkmal.

Dieter Erhard und sein Stein "Run 2016"

Dieter Erhard und sein Stein „Run 2016“

Und nun steht der Stein mit den Kopffüßlern von Dieter Erhard hier und erwartet spätestens im nächsten Sommer die nächsten Gäste aus Erlangen.

Mehr zu der Arbeit von Dieter Erhard unter: https://is.gd/H51PPG – und mehr zu Isaak Lewitans „Wladimirka“ unter: https://is.gd/LxqEdN

 

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Während sich in den Erlanger Nachrichten derzeit Leserbriefschreiber in der Selbstproklamation zu Herolden der schweigenden Mehrheit üben und einen offenbar lange angestauten Furor gegen die angeblich dem gesunden Geschmack von Tennenlohe widerstrebende Skulpturenwelt des Dieter Erhard austoben, nimmt der Künstler derzeit an einem Symposium für Bildhauer des Wladimirer Kunstvereins teil. Auf Einladung von Igor Tschernoglasow, dem Vorsitzenden der Organisation, der selbst auf Initiative seines Erlanger Freundes bereits zwei Skulpturen in Tennenlohe geschaffen hat. Nun also, bei seinem zweiten Besuch in Wladimir – der erste liegt sechzehn Jahre zurück -, ein Kunstwerk von Dieter Erhard für Wladimir.

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Den Stein für den „Run 2016“ hatten die Gastgeber gestellt, seine Metallfiguren, die uns alle auf der Welt symbolisieren, die wir mit großen Köpfen und ohne Bauch und Körper den politischen Anführern hinterherrennen, brachte der Erlanger Künstler vorgefertigt im Gepäck mit. Nun steht die Skulptur aus Kalkstein und Edelstahl mit einer Höhe von 2,5 m und einem Gewicht von 2,5 t vor dem Museum in Jelissejewo, Region Wladimir, wo zehn Tage lang 14 russische Künstler zusammen mit Dieter Erhard an jenem Ort arbeiteten, wo Isaak Lewitan unter anderem sein berühmtes Gemälde „Wladimirka“ schuf.

 

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Der Besuch von Dieter Erhard in Wladimir war überfällig. Denn was hat der 2009 mit dem Erlanger Ehrenbrief für Kultur ausgezeichnete Schöpfer des Skulpturenparks Tennenlohe nicht schon alles an Projekten mit den russischen Künstlern ins Leben gerufen: die Skulpturen von Igor Tschernoglasow und Jurij Iwatko, die Bemalung von Trafhäuschen mit Sergej Jermolin und Anatolij Denissow, die Kunstaktion mit Praktikantinnen aus Wladimir bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf, den Freundschaftsring am OBI-Kreisel in der Kurt-Schumacher-Straße, um nur die wichtigsten Stationen zu nennen.

Irina Chasowa und Dieter Erhard

Irina Chasowa und Dieter Erhard

Nun wird man in Wladimir ein Urteil über die Kunst des Dieter Erhard und seine Kopffüßler fällen. Sicher auch dort nicht allfällig und einhellig, aber gewiß nicht in dem Geist und Ton jener, die wieder einmal den Sinnspruch bestätigen: nulla poeta in patria!

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Wir hören es nicht, das Flüstern der Engel auf Erden, wenn sie einander ihr Heimweh nach dem Himmel klagen. Vielleicht, weil wir selbst nicht still genug werden. Vielleicht weil unser Schmerz zu groß und wir zu schwer an ihm tragen – gerade an solchen Tagen.

Das Flüstern der Engel von Igor Tschernoglasow in Tennenlohe

Das Flüstern der Engel von Igor Tschernoglasow in Tennenlohe

Wenn die Trauer so bedrückt wie heute, erhebt sich der Atem der Engel in jenem sanfte Wind, der Tränen trocknet, breitet der Himmel seine Flügel weit, bereitet das letzte Geleit.

München braucht jetzt viele Engel.

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