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Posts Tagged ‘Helmut Wening’


Bei seinem Antrittsbesuch in Wladimir im September 2014 wurde Oberbürgermeister Florian Janik bei der Besichtigung des Zentrums für Natur- und Erlebnispädagogik „Blauer Himmel“ die Idee vorgetragen, gemeinsam mit Jugendlichen aus Erlangen einen Erlebnispfad zu bauen. Spontan für das Vorhaben begeistert, sagte der Gast zu, sich um die Sache persönlich zu kümmern und sprach, gesagt – getan, nach seiner Rückkehr Stadtrat Helmut Wening an, der den Pfadfinderstamm Asgard betreut. Hier nun der Bericht der Gruppe, die sich im Sommer auf die Reise in die Partnerstadt machte:

Der Pfadfinderstamm Asgard aus Erlangen reiste im Sommer 2015 mit einer neunköpfigen Gruppe nach Wladimir, um dort einen Erlebnispfad für die Einrichtung „Blauer Himmel“ zu bauen.

Ein Teil der Gruppe am Vorabend der Abreise

Ein Teil der Gruppe am Vorabend der Abreise

23. Juli: Es geht los! Wir treffen uns an unserem Pfafindergrundstück und sprechen noch einmal alles durch, wiegen unser Gepäck und drucken unsere Bordkarten aus. Mit Peter Steger und Wolfram Howein, unseren beiden Ansprechpartnern, informieren wir uns über Details und bekommen unsere Pässe samt Visa zurück. Doch leider stellte sich heraus: Adam, einer aus unserer Gruppe, dessen Visum aus einem uns nicht ersichtlichen Grund nicht rechtzeitig ausgestellt wurde, konnte wohl am nächsten Morgen nicht mitfliegen. Trotz dieser Enttäuschung schließen wir die Vorbereitungen erfolgreich ab und gehen erwartungsvoll auf den nächsten Tag schlafen.

Flughafen Zürich

Flughafen Zürich

24. Juli: Um fünf Uhr morgens setzen wir uns ins Auto. Wir werden freundlicherweise von einem Pfadfinder aus unserem Stamm zum Flughafen gefahren. Nach kurzer Zwischenlandung in Zürich kommen wir um etwa 17.00 Uhr Ortszeit am Flughafen Moskau-Domodjedowo an, wo wir von Benni und Jakob, die schon zwei Wochen vor uns abgereist waren, bereits erwartet werden. Sie machen uns mit Johannes, einem Studenten aus Jena bekannt, der in Wladimir ein Soziales Auslandsjahr macht. Johannes führt uns zu einem Kleinbus mitsamt Fahrer, der uns schließlich nach Wladmir bringt. Es ist eine lange, zähe Autofahrt auf einem Moskauer Highway, die schließlich durch eine Wagenpanne am Straßenrand zum Erliegen kommt. Nach zwei Stunden Zeitvertreib mit Singen und Spielen im Nirgendwo kommt endlich ein Ersatzfahrzeug, welches uns um 3.00 Uhr morgens völlig erschöpft in unserem Hostel abliefert.

Auf Erkundungstour in Wladimir

Auf Erkundungstour in Wladimir

25. Juli: Gut ausgeschlafen, machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in die Wladimirer Innenstadt. Nach einer ausführlichen Besichtigung und fasziniert von den Unterschieden zu einer deutschen Großstadt, gehen wir in einer Shopping Mall einkaufen und lassen uns von der russischen Produktvielfalt faszinieren.

Die Asgard-Gruppe im Goldenen Tor

Die Asgard-Gruppe im Goldenen Tor

26. Juli: Johannes und Freddy fahren zurück zum Flughafen um Adam, der glücklicherweise sein Visum noch bekommen hat, und mit der nächsten Maschine nach Moskau geflogen ist, abzuholen.
Währenddessen macht der Rest der Gruppe eine Tour zur Kljasma, wo man den Nachmittag mit Spielen und Spaziergängen verbringt.

Willkommen im Blauen Himmel

Willkommen im Blauen Himmel

27. Juli: Auf nach Penkino! Um 10 Uhr morgens holt uns Johannes an unserem Hostel ab, und wir fahren, endlich vollzählig, nach Penkino zur Einrichtung „Blauer Himmel“, die zweiwöchige Aufenthalte für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien und mit geistigen Beeinträchtigungen anbietet. Dort angekommen, werden wir von den Erziehern freundlich empfangen, in unsere Wohnung geführt, und wir besprechen gleich mit Wasilij, dem für uns zuständigen Pädagogen, den Bau des Erlebnispfades.

Die Axt im Wald von Penkino

Die Axt im Wald von Penkino

28. Juli: Es geht an die Arbeit! Ein Teil der Gruppe macht sich am Vormittag auf den Weg in die Stadt, um Lebensmittel und Baustoffe zu kaufen. Unsere Baustelle ist vorzubereiten, das bedeutet von Unkraut zu befreien und zu ebnen. Die Mücken und das schwüle Wetter machen uns zu schaffen, doch am Ende des Tages wurden wir doch noch fertig und fielen müde ins Bett.

Die Arbeit am Erlebnispfad

Die Arbeit am Erlebnispfad

Die nächsten Tage verbrachten wir mit dem Bau des Erlebnispfades, der bis auf einige Kleinigkeiten planmäßig verlief.

Jeder legt Hand an

Jeder legt Hand an

1. August: Der Pfad ist fertig! Mit einer kleinen Eröffnungsfeier zusammen mit den Kindern und den Pädagogen weihen wir unser Werk ein und verabschieden uns schon einmal von der Einrichtung.

Der Pfad nimmt Gestalt an

Der Pfad nimmt Gestalt an

2. August: Früh fahren wir mit dem öffentlichen Nahverkehr in die kleine historische Stadt Susdal. Dort haben wir eine gute Unterkunft für uns gemietet. Wie sich herausstellt, ist der Ort sehr schön und wartet mit vielen Sehenswürdigkeiten auf.

Erprobungsphase für den Pfad

Erprobungsphase für den Pfad

5. August: Nach zwei Tagen in Susdal inklusive einer kleinen Tageswanderung fahren wir nach Moskau, um dort unsere Reise ausklingen zu lassen. Wir haben uns dort in einem kleinen, schicken Hostel im Botschaftsviertel eingemietet.

Der Pfad ist fertig!

Der Pfad ist fertig!

6. August: Ein langer Tag in Moskau inklusive Märkten, Kirchen, Kreml, Gorkij-Park und vielem mehr geht zu Ende, wir machen uns auf den Weg zum Flughafen, von dem wir am nächsten Morgen über München zurück nach Nürnberg fliegen werden.

In Susdal

In Susdal

Allgemein war die Großfahrt für alle Reiseteilnehmenden eine Erfahrung, die wahrscheinlich noch ewig in Erinnerung bleiben wird. Insbesondere der Bau des Pfades.

Freddy Marthol

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Der gestern hier aufgegriffene Gedanke von Klaus Springen findet zwar in der Städtepartnerschaft Erlangen – Wladimir jeden Tag seinen anschaulichen Ausdruck, aber er ist einfach zu schön, um ihn nicht noch einmal zu zitieren: „Vielleicht war die Reise auch ein Exempel für die, die in ihrem Kämmerlein ihre Vorurteile pflegen. Man muß etwas für den Frieden tun – zum Beispiel nach Wladimir fahren!“ Das nämlich hat Ende Juli eine neunköpfige Pfadfindergruppe vom Stamme Asgad vor, um, einer Idee von Oberbürgermeister Florian Janik folgend, im Zentrum für Natur- und Erlebnispädagogik Blauer Himmel gemeinsam mit russischen Studenten einen „Pfad der Sinne“ anzulegen. Da war bei dem gestrigen Treffen im Blockhaus noch vieles im Werden und Entstehen, aber mit Hilfe von Wolfram Howein, dem ehrenamtlichen Berater des Blauen Himmels zeichneten sich rasch erste Konturen ab: Welches Werkzeug, welche Ausrüstung, welchen Finanzrahmen man brauche… Alles Fragen, bei deren Lösung aber auch Stadtrat Helmut Wening, im „Nebenehrenamt“ überdies Erster Vorsitzender des Förderkreises der Pfadfinder vom Stamme Asgard, behilflich sein will.

Sergej Sagitow, Wolfram Howein und Helmut Wening mit dem größeren Teil der Reisegruppe vom Stamm Asgard

Sergej Sagitow, Wolfram Howein und Helmut Wening mit dem größeren Teil der Reisegruppe vom Stamm Asgard

Nach einem gut einstündigen Trainingslauf im Sebalder Forst ebenfalls dabei Sergej Sagitow, der gestern mit der sechsköpfigen Vorhut – weitere vier Gäste reisen heute an – des munteren Wladimirer Laufvereins Bodrost eingetroffen ist und die Sentenz von Klaus Springen partnerschaftlich wendet und spiegelt: „Man muß etwas für den Frieden tun – zum Beispiel nach Erlangen fahren!“ Das tun die Sportler nun schon zum vierten Mal in Folge, um am morgigen Winterwaldlauf in der Brucker Lache teilzunehmen, mit alten wie neuen Gesichtern, in einer Stadt, die, wie es der Nordische Geher und Delegationsleiter, Anatolij Mitrofanow, so schön ausdrückt, „uns zur zweiten Heimat geworden ist, wo wir uns bei Freunden wohlfühlen.“

Angekommen im Hause Stackmann

Angekommen im Hause Stackmann: Sergej Satiow, Olga Sagitowa, Nikolaj Petrow, Chankischi Emirgamsajew (sitzend) und Anatolij Mitrofanow, Lilia Samjatina, Manuela und John Stackmann

Für dieses Gefühl weiß bestens das Ehepaar Manuela und John Stackmann zu sorgen, in deren Haus die lauffreudigen Freunde ein Willkommensessen erwartete – und natürlich jede Menge Läuferlatein über all die vielen Wettkämpfe, hinter und vor den Sportlern liegend. Hauptsache: nicht zu ernst und keinesfalls verkrampft angehen, schön locker bleiben. Deshalb heute nur ein paar leichte Trainingsrunden, damit die Beine morgen dann sicher über alle Runden und rasch ins Ziel tragen. Und wenn noch einige Zuschauer zu den Läufen – über 15 km um 13.00 Uhr und über 10 km um 15.15 Uhr – kommen wollten, würde das die Stimmung sicher nur noch weiter aufhellen. Deshalb mehr zu der Veranstaltung hier: http://www.winterwaldlauf.de

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