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Posts Tagged ‘Goethe Institut Moskau’


Zwischen den Jahren erreichten die Blog-Redaktion diese Zeilen von Julia Rochel aus Saalfeld, derzeit als Sprachassistentin des Goethe-Instituts bei den Deutschkursen am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses in Wladimir tätig:

Julia Rochel 1

Julia Rochel

Am 15. September bin ich in Wladimir angekommen. Das sind mittlerweile über drei Monate, aber so lange fühlt es sich noch gar nicht an. Zwischen Seminaren, Goethe-Camp, der Arbeit im Erlangen-Haus, einem Krankenhausaufenthalt und jeder Menge Gastfreundschaft blieb keine Zeit für Langeweile.

Weihnachtsbäckerin Julia Rochel

Dabei habe ich mir noch so viel mehr vorgenommen… Den Tieren im Tierheim zu helfen, der Universität und dem Euro-Klub. Außerdem Sport zu treiben, mehr zu kochen, Russisch zu lernen und meine Wohnung aufzuhübschen. Ich werde mir wohl eingestehen müssen, auf zu viele Baustellen gleichzeitig sein zu wollen.

Julia Rochel 2
Gerade sitze ich im Zug nach Moskau, um mit den anderen Freiwilligen aus Deutschland das neue Jahr zu feiern. Ich genieße diese Zugfahrten, in denen ich zur Ruhe kommen kann. Denn das ist wohl eines der Dinge, die ich hier manchmal vermisse: Langeweile zu haben.

Julia Rochel

 

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Dieser Tage prüfte das Goethe-Institut Moskau wieder einmal das Sprachlernzentrum Wladimir im Erlangen-Haus auf Herz und Nieren. Immerhin werden ja in der Partnerstadt sämtliche Prüfungen abgenommen, für die man früher eigens in die Hauptstadt zu reisen hatte. Da muß Qualitätsmanagement sein. Und – man darf es vorwegnehmen – das Ergebnis überzeugte wieder einmal auf ganzer Linie. Von 180 möglichen Punkten erzielte das Team um Tatjana Kirssanowa fast 172 Zähler, in den entscheidenden Kategorien wie Qualifikation des Personals, Angebot und Kundenzufriedenheit sowie Sprachkursorganisation gab es sogar überhaupt keinen Abzug, sprich, die Erwartungen wurden zu 100% erfüllt. Da kann man nur voller Bewunderung und Anerkennung gratulieren!

Jelena Michajlowa, Natalia Dumnowa, Tatjana Kolesnikowa, Natalia Kirssanowa, Jekaterina Ussojewa und Tatjana Kirssanowa

Hinter diesem Erfolg stehen natürlich ganz konkrete Gesichter. Beginnen wir links mit Jelena Michajlowna, die nach längerer Pause im Mutterschutz mit zwei Kindern wieder an Bord ist und als einzige Lehrkraft des Erlangen-Hauses auch noch an der Fakultät für Fremdsprachen der Universität Wladimir tätig ist. Die Dozentin hat demnächst die Möglichkeit mit einem Stipendium des Goethe-Instituts einen Sprachkurs in Deutschland zu absolvieren. Am nächsten Dienstag beginnt ihr „Start Deutsch“ für alle, die bis Ende Januar rasch viel lernen wollen und dafür genug Zeit mitbringen, zum Beispiel jene, die es zwecks Eheschließlung in die Bundesrepublik zieht. Natalia Dumnowa, Tatjana Kolesnikowa und Natalia Korssakowa, die drei Allzweckwaffen im Team, wobei letztere auch noch für die Online-Kursräume zuständig ist und die beiden Accounts in den Sozialen Netzwerken betreut. Jekaterina Ussojewa kam schon als Zwölfjährige ans Erlangen-Haus und wurde damals ausnahmsweise aufgenommen, weil sie durch ihre Mutter, eine Deutschlehrerin, sprachlich schon „vorbelastet“ war. Noch vor ihrem Schulabschluß bestand sie die C1-Prüfung des Goethe-Instituts, bevor sie nach Sankt Petersburg zum Studium ging und nun im Vorjahr zurückkehrte nach Wladimir und ans Erlangen-Haus. Die Pädagogin ist neben Anna Lesnjak, derzeit im Mutterschutz, sozusagen ein hauseigenes Gewächs. Fehlt nur noch Tatjana Kirssanowa, die alle organisatorischen Fäden des Sprachlernzentrums in Händen hält und im Lehrberuf ihre Erfüllung findet.

Am ersten Sonntag im Oktober begeht man in der Russischen Föderation den „Tag des Lehrers“, den Natalia Korssakowa zum Anlaß nahm, um auf Instagram folgende Nachricht zu hinterlassen: http://www.instagram.com/n.kors @n.kors

Я люблю свою работу 💚

Ich liebe meine Arbeit.

💚Люблю за то, что она никогда не бывает скучной, как бы банально это не звучало 😊 люблю заходить в аудиторию и видеть интерес в глазах учеников, когда им нравится и процесс, и результат 👍

Ich liebe sie dafür, daß sie nie langweilig wird, wie banal das auch klingen mag. Ich gehe gern in die Klasse, um das Interesse in den Augen der Schüler zu sehen, wenn ihnen der Ablauf wie das Ergebnis gefallen.

💚Получаю истинное удовольствие от своих трудов: люблю и искренне радуюсь, когда ученики достигают своих целей – поступают в немецкие университеты, сдают международные экзамены, путешествуют без боязни быть непонятым, да и просто получают удовольствие от изучения немецкого ⠀

Meine Aufgaben bereiten mir ein wahres Vergnügen: Ich genieße es und freue mich aufrichtig, wenn meine Schüler ihre Ziele erreichen, an eine deutsche Universität gehen, internationale Prüfungen ablegen, Reisen machen, ohne zu fürchten, nicht verstanden zu werden, und einfach Freude am Deutschlernen haben.

💚 я сама люблю учиться! и моя работа дает мне возможность профессионально развиваться, и это не только семинары и онлайн- обучение, но и ежедневная рефлекция после занятий ⠀

Ich lerne selbst gern! Und meine Arbeit gibt mir Gelegenheit, mich beruflich weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um Seminare und online-Fortbildung, sondern auch um die tägliche Reflexion nach dem Unterricht.

💚Люблю за возможность говорить на прекрасном языке 🇩🇪 и донести эту красоту другим

Ich liebe meinen Beruf für die Möglichkeit, mich in einer herrlichen Sprache auszudrücken und diese Schönheit anderen zu vermitteln. ⠀

💚 люблю за то, что в @erlangenhaus самые лучшие коллеги на свете ❤

Ich liebe ihn dafür, daß ich im Erlangen-Haus die allerbesten Kolleginnen auf der Welt habe.

Da bleibt der Kommentator sprachlos!

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Am späten Montagabend in Nürnberg gelandet, sitzt die 16köpfige Gruppe aus dem Erlangen-Haus nun seit Dienstag jeden Morgen bis Freitag nächster Woche im Deutschkurs von Heide Thies im Club International der Volkshochschule, paukt Grammatik und übt Konversation. In der Freizeit und am Wochenende sollen die Gäste dann Erlangen – von „Klassik am Berg“ bis zu den Regnitzwerkstätten – und möglichst viel von Franken kennenlernen und sogar einen Ausflug bis nach Kloster Weltenburg unternehmen. Ein vielseitiges Programm, zusammengestellt vom Freundeskreis Wladimir, der auch diese, die zwölfte Sprachreise des Erlangen-Hauses in Folge, aufmerksam vorbereitete und begleitet. Immer für die zweiten Julihälfte schreibt das Erlangen-Haus in Kooperation mit der Volkshochschule Erlangen für seine jährlich gut 200 Deutsch-Kursteilnehmer diese Möglichkeit der Vertiefung von Sprachkenntnissen aus. Es kann nicht oft genug gesagt werden: Was von Klaus Wrobel, dem seinerzeitigen Direktor der VHS, und seinen Nachfolgen, Christine Flemming und Markus Bassenhorst, mit der tatkräftig-kompetenten Unterstützung des Sprachenbeauftragten, Reinhard Beer, schon Mitte der 90er Jahre ins Werk gesetzt wurde und unermüdlich fortgesetzt wird, trägt nicht nur erstaunliche Früchte, sondern entwickelt eine großartige Eigendynamik.

Markus Bassenhorst

Dank den Bemühungen von Klaus Wrobel und Reinhard Beer kamen die Deutsch-Kurse des Erlangen-Hauses unter die Fittiche des Goethe-Instituts Moskau, die wachsende Dozentenschar aus Wladimir wurde dort geschult und auf die eigenen pädagogischen, an der Sprachpraxis ausgerichteten Lehrmethoden eingeschworen. Mit Erfolg. Das Konzept hebt sich offenbar so wohltuend von den Angeboten anderer Einrichtungen – vor allem der Schulen und Universitäten – ab, daß die Kurse ungeachtet des allgemein zu Gunsten des Englischen nachlassenden Interesses an der deutschen Sprache immer stärker nachgefragt werden, besonders übrigens von jungen Leuten.

Florian Janik und Irina Chasowa

Beim gestrigen Treffen mit Oberbürgermeister Florian Janik zeigte denn auch Irina Chasowa, Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, eine gehörige Portion Selbstbewußtsein, als Markus Bassenhorst bei seiner Begrüßung meinte, man werde an seiner Volkshochschule erst demnächst das erste Smartboard einsetzen können, eine Technik, die im Wladimirer Sprachlernzentrum bereits vor gut zwei Jahren den Praxistest bestanden hatte. Die Besucherin bot nämlich gleich schlagfertig ein Praktikum in der Partnerstadt vor, um die Erlanger Dozentenschaft von den Vorteilen der schlauen Weißwandtafel zu überzeugen. Ein Angebot, das Florian Janik, der als Gastgeschenk seine russische Lieblingsleckerei erhielt, gern aufgriff, denn: „Gründe, Wladimir zu besuchen, gibt es viele!“

Aber natürlich gibt es auch nicht weniger Gründe, Erlangen zu besuchen. Gerade in diesen Zeiten, wie das Stadtoberhaupt anmerkte, wo, ohne Schuldzuweisungen aussprechen zu wollen, das Verhältnis zwischen unseren Staaten besser sein könnte. Gerade da komme es auf den bürgerschaftlichen Austausch, auf die Volksdiplomatie an. Und die lebt tatsächlich zwischen Erlangen und Wladimir, zumal wieder alle Gäste in Familien untergebracht sind und so, wie sich Florian Janik wünscht, neue Verbindungen und Freundschaften zwischen Deutschen und Russen entstehen. Denn davon kann es gar nicht genug geben. Gerade in diesen Zeiten.

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Ich heiße Chantal und bin 23 Jahre alt. Ich studiere in Hamburg Osteuropastudien. Jedoch bin ich nun seit einigen Wochen in Wladimir und werde die nächsten vier Monate als Kulturweit-Freiwillige im Erlangen-Haus arbeiten. Aufgrund meines Studiums habe ich mich für einen Einsatz hier entschieden. Allerdings hatte ich mich im Vorfeld nicht allzu viel mit der Stadt auseinandergesetzt. Wladimir wurde nur kurz während eines Seminares zur russischen Geschichte erwähnt, und das war es. Aus diesem Grund hatte ich bei meiner Ankunft keine großen Erwartungen und rechnete mit einer kleinen Stadt mit ein paar schönen alten Gebäuden.

Chantal Stannik 1. v.l. stehend

Bei meiner Ankunft in Moskau war ich zunächst überfordert, da mir jetzt erst klar wurde, was es bedeutet, die nächsten Monate in einem fremden Land zu verbringen, in dem ich nicht jedes Wort verstand. Zum Glück legte sich meine Aufregung schnell wieder, und ich kam nach Überwindung einiger kleineren sprachlichen Hürden in Wladimir an. Obwohl es bereits nach 22 Uhr, waren meine Vermieterin Nadeschda und eine zukünftige Kollegin des SLZ (Sprachlernzentrum) im Erlangen-Haus so nett und holten mich am Bahnhof ab. In meiner Wohnung angekommen, war ich positiv überrascht, da ich alles frisch renoviert vorfand. Ich fühlte mich bereits nach wenigen Stunden in meinem neuen Zuhause wohl.

In den darauffolgenden Tagen lernte ich meine Kolleginnen kennen. Besonders stark hat mich das hervorragende Deutschniveau von allen überrascht. Überdies übertraf die Stadt meine Erwartungen, da es zum einen nicht nur ein paar schöne Gebäude gab, sondern das ganze Stadtzentrum größer war als erwartet (inklusive vegetarischem Restaurant), und zum anderen waren alle Menschen sehr nett und hilfsbereit. Jedoch gibt es auch einige Unterschiede zu Deutschland, beispielsweise findet man hier keinen Fahrplan für die Busse, und man kann das Leitungswasser leider nicht trinken.

Zu Beginn war meine größte Angst, keine Leute kennenzulernen und die meiste Zeit alleine zu sein. Jedoch hat sich diese Angst schnell gelegt, da ich das Glück hatte, Lou Schmalbrock kennenzulernen. Wir versuchen, uns so oft wie möglich zu treffen, beispielsweise waren wir letzte Woche auf einem Konzert. Aber ich habe noch viele weitere nette Menschen kennengelernt, die ich nun zu meinen Freunden zählen kann.

Die Arbeit am SLZ macht mir von Tag zu Tag mehr Spaß, da ich immer stärker in die Aufgaben eingebunden werde, beispielsweise darf ich eigene Projekte planen und kann jeden Mittwoch und Samstag bei den Kinderkursen assistieren. Zudem habe ich sehr flexible Arbeitszeiten, weshalb ich häufig die Möglichkeiten nutze, an Ausflügen teilzunehmen.

Mein erster Ausflug fand schon nach zwei Wochen statt, da es ein Seminar des Goethe-Instituts in Moskau gab. Moskau ist eine vielfältige, große Stadt, die alles an Kultur, Musik, Graffiti, Bars und Restaurants zu bieten hat.

In den darauffolgenden Wochen und zum Teil sogar Tagen folgten Tagesausflüge nach Susdal, Sergijew Possad und Alexandrow. Somit hatte ich in kürzester Zeit schon einiges vom Goldenen Ring gesehen. Meiner Meinung nach erhalten diese Städte zu wenig Aufmerksamkeit, da nur sehr wenige Deutsche jemals etwas von ihnen gehört haben. Dabei haben all diese Orte wunderschöne, historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Überdies hätte jede dieser Städte einen eigenen Blog-Eintrag verdient, weshalb ich die Bilder für sich sprechen lasse, um mich kurz zu fassen.

Bis Bald!

Chantal Stannik

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Das Erlangen-Haus diversifiziert seine Kursangebote immer mehr. Die beiden Dozentinnen, Anna Lesnjak und Jelena Michajlowa, haben soeben am Goethe-Institut Moskau ein Seminar zum Thema Deutschunterricht für Kinder zwischen sechs und acht Jahren absolviert.

Anna Lesnjak, Andreas Schmiedecker und Jelena Michajlowa

60 Minuten lang, immer am Samstagnachmittag sollen die Kleinen nun nach einem eigens für sie zusammengestellten Programm an die deutsche Sprache herangeführt werden. Ganz nach dem Motto: Früh übt sich…

Kinderstunde im Erlangen-Haus

Und getreu dem Motto des Goethe-Instituts: Sprache kommt von Sprechen. Deshalb auch von der ersten Stunde an Deutsch als gesprochene Unterrichtssprache in spielerischer und interaktiver Atmosphäre für alle Sinne. So ergibt das Lernen Sinn.

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Während meiner Tätigkeit am Goethe-Institut Moskau in den Jahren 2002/2003 habe ich das Erlangen-Haus regelmäßig besucht. Ich war Projektleiterin für Sprachkurskooperation und neben Sergijew Possad, Jaroslawl und Nischnij Nowgorod auch für Wladimir zuständig. Das GI fördert die Kooperation mit Sprachinstituten in mittlerweile 21 Städten der Russischen Föderation. Diese Zentren sind Partner des Goethe-Instituts und erhalten Fortbildungen in den Bereichen Management, Methodik und Didaktik.

Kolleginnen untereinander: Olga Wolkowa und Michaela Spörl

Kolleginnen untereinander: Olga Wolkowa und Michaela Spörl

Im Erlangen-Haus bin ich immer äußerst freundlich empfangen worden und ich habe mit der Leiterin, Irina Chasowa, und den Deutschlehrerinnen sehr gut zusammengearbeitet. Wir konnten von unseren jeweiligen Erfahrungen und Kenntnissen profitieren, und es entstanden Freundschaften, die bis heute andauern. Nach meiner Tätigkeit am GI hatte ich das Glück, 2004 ans Emmy-Noether-Gymnasium zu kommen, das bereits seit vielen Jahren den Schüleraustausch mit Wladimir pflegt. Seitdem finden die Begegnungen regelmäßig alle zwei Jahre statt. Dabei ist das Erlangen-Haus nicht nur schon Herberge für uns Lehrer gewesen, sondern wir erhalten hier Unterstützung bei allen organisatorischen Aufgaben, und unsere Schüler kommen mit den russischen Deutschlernern im Erlangen-Haus in Kontakt. Die kontinuierliche und fruchtbringende Zusammenarbeit ist für alle Beteiligten äußerst gewinnbringend und bereichernd, weshalb ich jedes Mal wieder gern nach Wladimir komme.

Michaela Spörl

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Der Sonntag begann mit einem herzlichen Wiedersehen, nein, ganz falsch! Er begann mit einem der herrlichen russischen Frühstücke im Erlangen-Haus, an diesem Sonntag mit Quark gefüllte Pfannkuchen, frischen Kiwis und Erdbeermus, wunderbarem Tee und einer Überraschung. Schon wieder falsch… Denn das Erlangen-Haus ist immer für Unerwartetes gut!

Erlangen-Haus

Erlangen-Haus

Heute früh lernte ich – unerwartet – Maxim kennen, der auf einer Tour durch alte russische Städte (Nowgorod, Pskow, Iwanow…) heute in Wladimir übernachtete, um von hier aus Susdal zu erkunden. Seine Geschichte ist einer der tausend Gründe, warum das Embargo des Westens die Falschen trifft: Seine Frau arbeitet im Goethe-Institut Moskau an einem Projekt, das vorwiegend durch Sponsoren aus der russischen Unternehmerschaft finanziert wurde, die auch weiter zahlen würden. Diese Firmen stehen aber auf der „schwarzen Liste“, dürfen nicht mehr mit dem Goethe-Institut zusammenarbeiten, und – ein wunderbares Projekt ist gestorben. Maxim hat in Freiburg Mathematik studiert und setzt nun seine Hoffnungen in die deutsch-russischen Basisbeziehungen, wie sie zwischen Städtepartnerschaften und vielen privaten Freundschaften gepflegt werden. Mit einer herzlichen Einladung nach Erlangen für sich und seine Frau in der Tasche, machte er sich auf den Weg nach Susdal.

Elisabeth Preuß beim dreißigjährigen Jubiläum der WAB Kosbach mit Jurij Katz ganz rechts im Bild

Elisabeth Preuß beim dreißigjährigen Jubiläum der WAB Kosbach mit Jurij Katz ganz rechts im Bild

Und dann begann der „dienstliche Tag“: Jurij Katz, auch ein guter Bekannter in diesem Blog, holte mich ab. Nach freudiger Begrüßung zogen wir los, um drei Einrichtungen für Behinderte zu besichtigen. Eine „Alleine-wohnen-lern-Wohnung“, eine Werkstatt, und eine Wohngemeinschaft für vier junge Männer, das neueste Projekt von Jurij Katz und seinem Verein Swet. Diese WG wurde u.a. von Renovabis kofinanziert. Da wir uns schon von mehreren Treffen her kannten, konnten wir gleich ans Eingemachte gehen. Sein Thema ist die Inklusion, er will Normalität schaffen für Behinderte in Wladimir, was nicht immer einfach ist. Das nächste Projekt steht schon an: Der Verein hat ein Grundstück erworben, dort sollen Miniappartments entstehen, damit jeder sein eigenes Bad hat und dann gleichermaßen Männer und Frauen aufgenommen werden können.

Tanz- und Gesangsensemble Rus

Tanz- und Gesangsensemble Rus

Am Nachmittag dann ein künstlerischer Hochgenuß: Das Ensemble „Rus“ lud in die Philharmonie zum Jubiläumskonzert. Bis auf den letzten Platz ausverkauft, tobte der Saal schon nach wenigen Tänzen, Liedern und konzertanten Stücken vor Begeisterung. „Konzertanter Tanz“ ist vielleicht eine passende Umschreibung für das, was den Zuhörer erwartet. Die technisch sehr gut ausgestattete Bühne sorgt für das richtige Licht und die passenden Kulissen. Die Sänger brillieren bei langsamen, fast melancholischen Stücken genauso wie bei burschikosen Szenen aus dem Dorfleben. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz! Viele Tänze sind so geschickt choreographiert, dass sie mühelos eine Geschichte erzählen. Dazwischen eingesät sind kurze „Sinfonien“ in wechselnder Besetzung, die Melodie wird mal von Balalaika, dann wieder von cornamusenartigen Flöten und immer wieder von Knopfakkordeons übernommen. Alle, Tänzer, Musiker wie Sänger sind perfekt, dabei nie steril oder routiniert, sondern stimmungsvoll und eins mit dem Publikum. Drei! Stunden vergingen wie im Fluge, nicht endenwollender Applaus und ein Blumenmeer schlossen das Konzert ab.

Ensemble Rus

Ensemble Rus

Eine Anekdote zum Ende des heutigen Berichtes: In der Pause hörte ein mir unbekannter Zuschauer uns Deutsch sprechen, kam auf mich zu und sagte: „Grüße an Peter Steger!“ In Wladimir gilt offensichtlich die Formel: Wer Deutsch spricht, muss auch Peter Steger kennen!

Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin

Das Ensemble Rus gibt es auch auf Video zu sehen: http://is.gd/c7KEJx. Noch besser aber: Am 11. Dezember beginnt die Gruppe um 20.00 Uhr ihre diesjährige Weihnachtstournee im Stadttheater Fürth. Weitere Termine hier: http://is.gd/Ulz9Aq

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Als ich am Dienstag nach Ostern auf dem Moskauer Flughafen Domodjedowo ankam, war alles noch grau in grau. Nach einer Woche voller Sonnenschein hatten die Bäume längs der Straße und der Zugtrasse  ein zartes Grün aufgelegt. Fer Frühling hat auch in Rußland Einzug gehalten. Und anders als in der politischen Großwetterlage zeigten sich auch bei den Projekten, die ich besucht habe, positive Ansätze, die es zu pflegen und zu entwickeln gilt:

Erlangen-Haus vom Garten aus gesehen

Erlangen-Haus vom Garten aus gesehen

Im Erlangen-Haus sind es vor allem die Deutschkurse, die Freude machen. Mit mehr als 230 Teilnehmern wurde 2013 ein neuer Höchststand erreicht. Dabei sind es die KiKuJuKu, die Kinder- und Jugendkurse, die auch dem Goethe-Institut (GI) in Moskau besonders gefallen und für die das Erlangen-Haus von dieser deutschen „Kulturbotschaft“ eine weitere interaktive Tafel und eine Dokumentenkamera bekommen hat. Das Erlangen-Haus gilt jetzt als die Nummer Eins unter den 18 Partnerinstituten des GI in der Russischen Föderation.

Wolfram Howein mit den Porfessoren für Erlebnispädagogik Ultrich Lakemann aus Jena und Werner Michl aus Nürnberg im Juni 2011, Erlangen-Haus

Wolfram Howein mit den Porfessoren für Erlebnispädagogik Ultrich Lakemann aus Jena und Werner Michl aus Nürnberg im Juni 2011, Erlangen-Haus

Im Kinder-Rehazentrum „Blauer Himmel“ merkt man, daß die leitende Ärztin und die erste Pädagogin im Februar an der erlebnispädagogischen Winteruniversität im Bayerischen Wald teilgenommen und begonnen haben, neue Ideen umzusetzen. Erste Anfänge eines Erlebnispfades waren zu sehen, der jetzt Zug um Zug von den folgenden Kindergruppen erweitert werden soll.

Erlebnispfad im Blauen Himmel

Erlebnispfad im Blauen Himmel

Beim Roten Kreuz Wladimir braucht das zarte Pflänzchen „Ambulantes Hospiz“ noch viel Pflege. Gerade mal 20 schwerstkranke Patienten kann man derzeit betreuen. Unsere Hilfe aus Erlangen ist dringend gefordert. Mehr Fahrt aufgenommen haben inzwischen die Kurse in Erster Hilfe, wobei der Beitrag des Erlanger Fördervereins in erster Linie aus materieller Unterstützung besteht.

Die Baumaßnahmen zum Pilgerheim der Rosenkranzgemeinde Wladimir

Die Baumaßnahmen zum Pilgerheim der Rosenkranzgemeinde Wladimir

Bei der Rosenkranzgemeinde wurde mit dem Bau des Pilgerzentrums begonnen. Ein Haus mit 46 Betten soll hier entstehen und später die Finanzierung des Sprengels sichern helfen. Dazu ist zunächst der Hang zum darüberstehenden Pfarrhaus durch eine Stützmauer zu sichern. In den nächsten Monaten wird sich auf dem Grundstück viel bewegen!

Speiseraum der Waldorfschule Wladimir

Speiseraum der Waldorfschule Wladimir

Zwei Schulen konnte ich besuchen, die Waldorfschule in Wladimir und die neunte Klasse eines Gymnasiums in Gus-Chrustalnyj, wo ich paar Bilder mit fränkischen Osterbrunnen zeigen durfte. Zwei unterschiedliche Konzepte der Schulbildung, die mir zeigten, wie sehr und lange in Rußland der sozialistische Einheitsbrei Vergangenheit ist.

Der Bettentausch von Wladimir

Der Bettentausch von Wladimir

Schließlich war ich noch im Unfallkrankenhaus, wo die restlichen ausgemusterten Betten des Erlanger Bettenhauses schon lange erwartet waren. Der Ärztliche Direktor, Jewgenij Jaskin, konnte mir die ersten Zimmer mit den Erlanger Betten zeigen. Eine ältere Patienten schilderte mir die Situation recht drastisch: „Einen Nacht habe ich schon in dem neuen Bett geschlafen, es war wie im Himmel. Die alten Betten waren die Hölle!“

Wolfram Howein

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Keine Sorge, das Erlangen-Haus packt nicht die Koffer, und – nein – der Dreh- und Angelpunkt der Städtepartnerschaft zieht nicht um, wie man angesichts des Bildes vielleicht meinen könnte. Vielmehr schickt das Goethe-Institut Moskau derzeit eine Ausstellung, verpackt in zwei Koffer, durch halb Rußland, um – vor allem bei der Jugend – mit Witz und Humor für das Erlernen der deutschen Sprache zu werben. Da darf natürlich das Erlangen-Haus als eines der landesweit 18 Sprachlernzentren nicht fehlen.

Die Packer vor dem Erlangen-Haus

Die Packer vor dem Erlangen-Haus

So groß waren die beiden Koffer – vom Gewicht ganz zu schweigen -, berichtet Irina Chasowa, Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses, daß sie gerade einmal durch die Eingangstür gingen. Doch im Foyer war schon Endstation für die Fracht aus Moskau. Aber das Team vom Erlangen-Haus machte – wie stets – das denkbar Beste daraus und stellte den Inhalt der beiden Koffer unübersehbar im Eingangsbereich aus. Ungezählte Gruppen, vor allem Schüler und Studenten, alles mögliche Kursteilnehmer vielleicht schon ab Herbst, wenn die neuen Klassen zusammengestellt werden, zogen die Schubladen mit überraschenden Fakten über Deutschland oder lauschten allerlei spaßigen Informationen über Land und Leute.

Tatjana Kirssanowa mit einer Besuchergruppe im Erlangen-Haus

Tatjana Kirssanowa mit einer Besuchergruppe im Erlangen-Haus

Tatjana Kirssanowa, zuständig für die Deutsch-Kurse im Erlangen-Haus, berichtet denn auch:

Die Ausstellung „Deutschland im Koffer“ ist in Wladimir auf großes Interesse gestoßen. Sie wurde am 26.03 eröffnet und bis zum 16.04 im Erlangen-Haus gezeigt. In diesen Wochen haben wir viele Besucher empfangen, darunter sind nicht nur die Kursteilnehmer des Sprachlehrzentrums Wladimir, sondern auch die Gäste, die eingeladen wurden: etwa 200 interne Besucher und mehr als 100 Interessierte aus den Schulen № 23, 3 und 10 sowie aus dem Juristischen und Pädagogischen Institut. Der Erfolg der Ausstellung hat eindrucksvoll gezeigt, welch großer Beliebtheit sich die deutsche Sprache und die deutsche Kultur in Wladimir erfreuen. Natürlich sind wir dem Goethe-Institut für diese Chance, Deutschland und die Deutschen kennenzulernen und die Herzen der potenziellen Kunden (gute Werbung!!!) zu gewinnen, sehr dankbar!

Deutsch macht Spaß im Erlangen-Haus

Deutsch macht Spaß im Erlangen-Haus

Dem Dank schließt sich der Blog gern an, zumal gerade erst eine weitere umfangreiche Sendung vom Goethe-Institut mit Werbematerial für die Kurse im Erlangen-Haus angekommen ist. Da kommt natürlich auch die Botschaft des Präsidenten des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, gut an, der schon vor sechs Wochen im „Deutschlandradio Kultur“ erklärte, das Vorgehen in der Politik sei stark formalisiert und richte sich nach Ritualen. Kultur hingegen könne eher Gespräche in Gang setzen und Klischees auflösen. Das Goethe-Institut werde eher die Arbeit in der Russischen Föderation und in der Ukraine verstärken als sie einzustellen oder zu reduzieren. Auch wenn zwei Sprachlernzentren auf der Krim nun auf russischem statt auf ukrainischem Staatsgebiet liegen, ist das für Lehmann – so wörtlich – „kein Thema“. Die Arbeit des Instituts sei ja nicht auf Staaten, sondern auf Menschen bezogen. Für die Städtepartnerschaft Erlangen – Wladimir ist die Lage in der Ukraine zwar durchaus „ein Thema“, aber eben auch eines, das auf Menschen bezogen ist, Thema eines ständigen, durchaus auch streitbaren Dialogs unter Freunden, leider aber auch mit denkbar geringem Einfluß auf den Gang der Dinge. Kein Grund zum Verzweifeln freilich, denn gültig bleibt gerade für die Partnerschaft, was Arthur Schopenhauer in „Die Welt als Wille und Vorstellung“ schreibt: Der Egoist fühlt sich von fremden und feindlichen Erscheinungen umgeben, und alle seine Hoffnung ruht auf dem eigenen Wohl. Der Gute lebt in einer Welt befreundeter Erscheinungen: Das Wohl einer jeden derselben ist sein eigenes.“ Diese Maxime bleibe weiterhin Richtschnur unseres Denkens und Handelns, wenn auch die Staaten und Parteien im Konflikt um die Ukraine sich derzeit daran nicht halten wollen. Weder zum eigenen noch zum Wohl der anderen.

Mehr zur Ausstellung unter: http://is.gd/KyWqEj

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Unter dieser Überschrift erschien dieser Tage ein Artikel in einer Lokalzeitung der Wladimirer Region, mit dem der Blog für dieses Jahr abschließt.

Natalia Nikolajewa, Schülerin der Klasse 9a der Schule Nr. 2 in Gus-Chrustalnyj, ist vor kurzem aus Jekaterinburg zurückgekehrt, wo sie an dem angesehenen Wettbewerb „Kulturbrücke – Rußland und Deutschland“ teilgenommen hatte, den die Russische Zwischenregionale gemeinnützige Gesellschaft „Interkultura“ gemeinsam mit dem Goethe Institut Moskau alljährlich ausschreibt.

Natalia Nikolajewa an Ende ihres Vortrags in Jekaterinburg

Natalia Nikolajewa an Ende ihres Vortrags in Jekaterinburg

Die Schülerin erzählte:

Als ich von dem Wettbewerb erfuhr, wollte ich auch gleich teilnehmen. Ich fand im Internet die Homepage und meldete mich an. Die erste Testrunde auf Deutsch bestand ich gleich, indem ich innerhalb von 40 Minuten 30 Fragen zur Landeskunde beantwortete. Nach einer Woche erhielt ich die zweite Aufgabe. Ich sollte einen Aufsatz – nun schon auf Russisch – zum Thema „Soziale Aktivität der Jugend in Rußland und Deutschland: Tue Gutes“ schreiben. Ich berichtete darin aus Erlangen, der Partnerstadt von Wladimir, den Menschen dieser Stadt, die kranken russischen Kindern humanitäre Hilfe leisten. Erst unlängst ist ein Chor aus Erlangen in unserer Kirche St. Georg aufgetreten. Erzählt habe ich auch davon, wie Kinder und Erwachsene in meiner Stadt sich um Tiere kümmern, alten und behinderten Menschen helfen, ich schrieb über die Eröffnung eines Skater-Parks, über unsere beleuchtete Langlaufloipe, über das Solschenizyn-Denkmal. Den Aufsatz beendete ich mit den Worten: „Nur ein Mensch mit einem aktiven sozialen Standpunkt kann unsere Welt zum Besseren verändern.“

Natalia Nikolajewa zwischen Europa und Asien

Natalia Nikolajewa zwischen Europa und Asien

Wie ich später erfuhr, wurden zur zweiten Runde 623 Teilnehmer von Schulen aus ganz Rußland zugelassen, von denen wiederum 25 ins Finale kamen, darunter auch ich. Und so fuhren meine Mutter und ich nach Jekaterinburg. Das Finale bestand aus einem persönlichen Gespräch mit jedem von uns und aus gemeinsamen Spielen, die uns halfen, einander besser kennenzulernen, sich selber in der Gruppe auszudrücken und Freundschaften zu schließen. Organisiert wurde die Veranstaltung von jungen, gut ausgebildeten Freiwilligen aus Deutschland, von Bernhard, Student an der Moskauer Staatlichen Universität, und Simon, Mitarbeiter einer in Jekaterinburg ansäßigen deutschen Firma. Am nächsten Tag stellten alle Teilnehmer ihre Präsentationen auf Deutsch vor. Natürlich waren wir alle aufgeregt, hörten einander interessiert zu, klatschten aufmunternd, hörten uns zusammen mit der Jury in die Aussprache und Korrektheit des jeweiligen Vortrags ein und vertieften uns in den Inhalt der Präsentationen. Anschließend gab es einen Ausflug zur Grenze zwischen Europa und Asien. Der letzte Tag, der 3. Dezember, war ebenso freudvoll wie traurig. Auf dem Programm stand die Auszeichnung, ein Buffet und ein gemeinsamer Abschiedstanz, den wir am Vorabend mit den Freiwilligen eingeübt hatten. Diese bemerkenswerten Tage werden mir noch lange im Gedächtnis haften bleiben.

Natalia Nikolajewa bei der Verleihung der Urkunden

Natalia Nikolajewa bei der Verleihung der Urkunden

Natalia Nikolajewa brachte eine Ehrenurkunde für die Direktorin der Schule und ihre Deutschlehrerin, Sinaida Sotowa, mit. (…) Wir gratulieren Natalia Nikolajewa zum Erfolg in Jekaterinburg und zum Sieg bei der Deutsch-Olympiade in Gus-Chrustalnyj.

Soweit der Artikel, der leider das gerüttelt Maß Anteil am Erfolg des Sprachlernzentrums Erlangen-Haus in Wladimir verschweigt, das die Schülerin besucht, der leider nichts zur Deutsch-Begeisterung der ganzen Familie sagt und  leider keinen Hinweis auf die Reisen nach Erlangen gibt, wo Natalia ihre Kenntnisse an der Volkshochschule und am Language Center vertieft. Siehe: http://is.gd/msg7vV

Prosit Neujahr und Frohe Weihnachten!

Prosit Neujahr und Frohe Weihnachten!

Aber dafür gibt es ja den Blog, der sich nun für dieses Jahr dankbar von seiner treuen Leserschaft, den wohlwollenden Kommentatoren und fleißigen Co-Autoren verabschiedet. Dankbar für das Jubiläumsjahr mit all den eindrucksvollen Begegnungen, dankbar für die mehr als einhundert Austauschmaßnahmen, die ungezählten neuen Anregungen und Projekte und dankbar vor allem den vielen Ehrenamtlichen und Freiwilligen, für die stellvertretend Ute Schirmer ausgezeichnet wurde – und schließlich gerade an seinem heutigen Geburtstag – dankbar dem großen Stifter der Städtepartnerschaft, ohne den es dieses einzigartige Werk der Völkerverständigung nicht gäbe: Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg. Danke! Спасибо! Prosit Neujahr! С Новым Годом!

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