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Posts Tagged ‘Gerhard Kreitz’


Gestern kamen die Russisch-Deutschen Wochen an der Volkshochschule mit ihrer zweiten Veranstaltung im Großen Saal so richtig in Fahrt. Rad ab und Leinen los hieß es da bei Peter Smolka, der mehr als vier Jahre – von März 2013 bis August 2017 – und 88.000 km rund um die Welt via Wladimir als Kurier des Oberbürgermeisters, Siegfried Balleis, im Sattel unterwegs war, um dessen Briefe an die Oberhäupter aller Partnerstädte rund um den Globus persönlich in den Rathäusern abzugeben.

Peter Smolka

Diese Strecke und Zeit mit all den Erlebnissen am Straßenrand sowie die Mission für Ärzte ohne Grenzen in eineinhalb Stunden zu packen – ein Meisterwerk der Komprimierung, fast schon ein MP3-Verfahren, dessen Miterfinder, Heinz Gerhäuser, übrigens mit seiner Frau Elvira im vielköpfigen Publikum saß. In jedem Fall ein einmaliges Erlebnis, das man nur nachempfinden kann, wenn man sich das Buch zum Vortrag besorgt!

Peter Smolka und Siegfried Balleis

Unterdessen schreiten die Russisch-Deutschen Wochen nun schon fast im Tagesrhythmus fort: Am Mittwoch um 19.00 Uhr im Historischen Saal der Volkshochschule mit der Vermessung Sibiriens, die der Referent so ankündigt: 40 Jahre lang war ich, Jakow Orlowskij, ganz im Norden und Osten Rußlands unterwegs, in den endlosen Weiten Sibiriens. Meine Aufgabe bestand darin, diese menschenleeren Gebiete kartographisch zu vermessen. Fernab jeder Zivilisation streifte ich durch die Wälder umher, mit einem Theodoliten ausgerüstet und einen 30 Kilo schweren Rucksack auf dem Rücken tragend. In meinem Vortrag schildere ich aber nicht nur meinen abenteuerlichen Arbeitsalltag, sondern auch die vielen Begegnungen mit den indigenen Völkern und meine hautnahen Konfrontationen mit wilden Tieren, u.a. auch Bären. Begeben Sie sich mit auf eine erlebnisreiche und inspirierende Reise durch die Weiten Sibiriens. – Bei freiem Eintritt!

Sibirien: auf dem Weg zum Baikal

Am Donnerstag dann reisen Sie, wiederum ab 19.00 Uhr, im Großen Saal der Volkshochschule mit dem bekannten Erlanger Photographen, Othmar Wiesenegger, in unsere Partnerstadt und erleben Sie den Alltag unserer russischen Freunde hautnah. So sind Sie bei einem feierlichen 1. Schultag im Pausenhof und im Klassenzimmer dabei, machen Ausflüge in nahegelegene Orte, zu Klöstern und verlassenen Kirchen, und die Datscha auf dem Land darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Neben Bildern vom 3. Halbmarathon (auch mit Erlanger Beteiligung) sind darüber hinaus Eindrücke vom „Geburtstagskind“, dem Erlangen-Haus, zu sehen, bei freiem Eintritt!

Othmar Wiesenegger, Olga Dejewa und Nikolaj Schtschelkonogow

Und schließlich am Samstag um 10.00 Uhr im Club International die „Märchen aus dem Koffer“, wie Irina Ponomarjowa-Rjaschtschenko ihre Märchenaufführungen für Kinder und Erwachsene nennt. Das Puppentheater hat die Künstlerin immer dabei, wenn sie in Wladimir unterwegs ist. Die Figuren und Kulissen sind so klein, sie passen in einen Koffer, der nun seinen Weg auch nach Erlangen mit dem Eskimo-Märchen „Das verschwundene Lied“ findet, in dem sich die Musikinstrumente auf zauberhafte Weise auf eine Reise begeben. Nach der Aufführung dürfen die Kinder die Musikinstrumente genau untersuchen, wenn sie denn noch zu finden sein sollten….

Irina Ponomarjowa-Rjaschtschenko

Das Stück wird in russischer Sprache gezeigt, aber es gibt selbstverständlich eine deutsche Einführung und Übersetzung für alle, die kein Russisch verstehen. Eintritt frei – auch für Erwachsene!

Irina Ponomarjowa-Rjaschtschenko

Gleicher Tag, gleicher Ort, nur andere Zeit, 14.00 Uhr, und anderes Stück: „Der silberne Huf“, ein berühmtes Märchen des russischen Erzählers, Pawel Baschow. Hierbei geht es um eine Reise, bei der Filzstiefelchen eine wichtige Rolle spielen. Nach der Vorstellung bekommen die Kinder gezeigt, wie man Filzstiefelchen selber basteln kann. Natürlich, wie am Vormittag, auch mit deutscher Übersetzung und bei freiem Eintritt für Kinder wie Erwachsene.

Irina Chasowa, Gerhard Kreitz und Jelena Tschilimowa beim Russischen Brunch 2018

Und dann sind wir schon beim Sonntag mit dem russischen Gabelfrühstück des Freundeskreises Wladimir ab 11.00 Uhr im Club International, wozu aber noch eine gesonderte Einladung ergeht.

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Bürgermeisterin Elisabeth Preuß konnte gestern nicht wissen, wie passend sie das russische Sprichwort „Hab nicht hundert Rubel, sondern hundert Freunde“ bei der gestrigen Moderation des Empfangs zur Verleihung des Ehrenbriefs für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Städtepartnerschaften und Internationalen Beziehungen an María Elena Schaer und ihr San-Carlos-Engagement gewählt hatte. Ebensowenig konnte Gerhard Kreitz, Sprecher des Freundeskreises Wladimir, ahnen, an dem Abend gleich alle drei zu Bescherenden, die beiden Bürgermeisterinnen und den Partnerschaftsbeauftragten, anzutreffen, für die das so individuelle Geschenk vorgesehen war, das ihm Marina Trubizyna zur Verwahrung und späteren Überreichung bei ihrem Besuch Anfang des Monats hinterlassen hatte. Und schon gar nicht konnte Othmar Wiesenegger damit rechnen, ausgerechnet an diesem Abend gebeten zu werden, mit einer fremden Kamera Bilder von den drei Beschenkten zu machen.

Susanne Lender-Cassens, Peter Steger und Elisabeth Preuß

Wie auch immer: Zu einem gelungenen Geschenk gehört auch, den richtigen Zeitpunkt zur Überreichung zu wählen, die passende Stimmung zu treffen, das rechte Drumherum zu finden. All das hätte nicht besser gelingen können als gestern. Danke deshalb für die perfekte Überraschung.

Mehr zu Marina Trubizyna siehe: https://is.gd/ZaEi9O

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Immer einmal wieder war die Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung, doch mit der Studie von Bianca Creutz aus dem Jahr 2018 gibt es erstmals auch eine Masterarbeit, die einen Vergleich zwischen fünf deutsch-russischen Paaren wagt und dabei fragt, wie sich die zwischenstaatlichen Krisen der drei vergangenen Dekaden auf die kommunalen Beziehungen auswirkten. Wie nicht anders zu erwarten: ganz unterschiedlich, gleich ob August-Putsch, Tschetschenien- und Georgien-Kriege, Kosovo, LGBT oder der Streit um die Krim und Ost-Ukraine. Je lebendiger die Kontakte, so das Fazit, desto mehr gehen die Partnerstädte auf verschiedenen Ebenen auf die Krisen ein, thematisieren sie, suchen nach Foren der Verständigung, wie etwa Erlangen und Wladimir mit der Gesprächsplattform „Prisma“, auch wenn sie, die Krisen, gar nicht auf lokaler Ebene zu lösen sind.

Gerhard Kreitz und Bianca Creutz

Klar strukturiert und übersichtlich – zur Begriffsklärung der „Städtediplomatie“ sogar in Form eines Werkstattgesprächs – stellte die auf Einladung des Freundeskreises Wladimir eigens aus Berlin angereiste Sozialwissenschaftlerin am Freitagabend im Club International der Volkshochschule ihre Thesen vor und regte damit auch eine lebhafte Diskussion mit dem deutsch-russischen Publikum über Möglichkeiten und Grenzen der Volksdiplomatie an.     Bemerkenswert dabei eine Stimme aus der Gruppe des Erlangen-Hauses, die darauf verwies, man sei doch ohne derartige Begegnungen im Rahmen von Städtepartnerschaften zu 99% auf die Medien angewiesen. Dank dieser Verbindung aber können man Deutschland hautnah aus eigenem Erleben kennenlernen. Und Deutschlehrerin Jekaterina Ussojewa ergänzte: „Die anderen russischen Sprachlernzentren beneiden uns um unsere engen Kontakte zu Erlangen. Für uns ist diese Partnerschaft ein Geschenk.“ Sicher ein gegenseitiges. Und: Die Wissenschaft hat festgestellt, wie Partnerschaft in Krisen hält.

Nachzulesen gibt es die Masterarbeit von Bianca Creutz hier: https://is.gd/DI7bBY

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Das Rote Kreuz Wladimir

An einem schönen Spätsommertag präsentierten Wladimirer Vereine aus Sport und Kultur sowie ethnische Minderheiten und diverse Bildungseinrichtungen ihre Aktivitäten und Projekte. Am Stand des Wladimirer medizinischen Kollegs traf ich auch Olga Antropowa, die Vorsitzende des Roten Kreuzes, mit Studenten ihrer Berufsfachschule, z. T. auch mit T-Shirts vom Roten Kreuz. Die Vielfalt an Ständen und Informationen zeigt mir, welch hohen Stellenwert ehrenamtliches Engagement inzwischen auch in der Partnerstadt hat.

Rot-Kreuz-Jugend mit Olga Antropowa

Meine konkreten Gespräche mit dem Roten Kreuz fanden in der Wladimirer Berufsfachschule für Medizin statt. Zu dem Treffen kam dann auch die Direktorin, Inna Morosowa, dazu. In diesem Institut unterrichtet auch Olga Antropowa und rekrutiert junge Leute als freiwillige Helfer für das Rote Kreuz. Konkret ging es bei unserem Gespräch um das Projekt „Silbersträhnen“, in dem ältere Wladimirer Bürger als ehrenamtliche Helfer zur Unterstützung und Anleitung von Angehörigen schwerkranker Menschen gewonnen werden sollen. Dieses Projekt soll der Erlanger Förderverein für das Rote Kreuz in Wladimir unterstützen.

Schulungsraum des Wladimirer Roten Kreuzes

Es geht für uns dabei im ersten Schritt um die Mithilfe bei der Einrichtung eines Schulungs- und Beratungszentrums für das Rote Kreuz im Gebäude der Schule. Derzeit benutzt das Rote Kreuz bereits einen kleinen Schulungsraum für seine Erste-Hilfe-Kurse, der aber wegen des vorherrschenden Kapazitätsmangels primär vom der Bildungseinrichtung selbst genutzt wird und daher für die Arbeiten des Roten Kreuzes nicht ausreicht. Hier findet man auch die diversen, von unserem Verein gespendeten Unterrichtsmittel sowie ein Krankenbett als Demonstrationsobjekt, gespendet von einem Wladimirer Duma-Abgeordneten.

Olga Antropowa am Puls des Patienten

Die Wladimirer Berufsfachschule für Medizin steht weiter zu ihrer Zusage, dem Roten Kreuz ausreichende Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, allerding erst nach dem Umzug in ein größeres Gebäude, das noch renoviert wird. Die Arbeiten werden aber sicher noch bis weit in das Jahr 2019 dauern. Ich konnte dieses „neue“ Gebäude besichtigen.

Neues Gebäude für die Räume des Roten Kreuzes

Die Renovierung ist voll im Gange, und die für das Rote Kreuz vorgesehenen Räume überzeugen. Direkt an einem Nebeneingang liegt, reserviert für das Rote Kreuz, ein kleiner Büroraum mit einem anschließenden kleinen Lagerraum, und daneben findet sich der vorgesehene Schulungsraum, den ich auf ca. 100 m² Fläche schätze.

Künftiger Raum für das Rote Kreuz

Mit diesen Eindrücken haben wir die zukünftige Zusammenarbeit diskutiert. Auch die Schule ist sehr an der Zusammenarbeit interessiert, und so konnten wir – d. h. das Rote Kreuz Wladimir, die Wladimirer Berufsfachschule für Medizin und ich – im Namen des Fördervereins eine Absichtserklärung unterschreiben, die eine gute Basis für unsere weitere Unterstützung sein kann. Zur gegebenen Zeit soll ein entsprechender Vertrag unterzeichnet werden.

Wolfram Howein, Inna Morosowa und Olga Antropowa bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung

Das Erlangen Haus

Im Erlangen-Haus war in diesen Tagen ein ständiges Kommen und Gehen. Es liefen die Einschreibungen für die Sprachkurse. Wir hoffen, die Meldezahlen der letzten Jahre wieder zu erreichen.

In den Gesprächen mit den Deutschlehrerinnen kamen wir noch einmal auf den Sommersprachkurs in der Volkshochschule Erlangen zurück. Auch dieses Jahr waren die 18 Teilnehmer wieder voll des Lobes. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Beteiligten, an die VHS mit Reinhard Beer, Heide Thies und das VHS-Café, an die Gasteltern, an den Freundeskreis – und dort vor allem an Gerhard Kreitz für die mühsame Zimmersuche – sowie an die Gruppe Kommunalka an der FAU und, und, und…

Es besteht der dringende Wunsch, den Sprachkurs 2019 fortzusetzen.

Es zeigt sich an einigen Stellen des Hauses Renovierungsbedarf, der in meinen Gesprächen konkretisiert wurde. Vordringlich gilt dies für den Heizraum, verbunden mit einer Modernisierung der ganzen Anlage. Im ersten Schritt findet bereits in diesen Tagen, also noch vor der Heizperiode, eine nach mehr als 20 Jahren überfällige Spülung der Anlage und ein Austausch der Heizungsventile statt. Im Frühjahr 2019 soll die Steuerung der Heizung durch eine wetterabhängige neue Automatisierung einschließlich neuer Pumpen und Armaturen ersetzt werden. Kessel und Brenner bleiben durch diese Installation unberührt erhalten. Neben einem nachhaltig gesicherten Betrieb erwarten wir von der Änderung eine Senkung der Heizkosten von mehr als 20%.

Mittelfristig stehen auch wieder Malerarbeiten im Flur und im Hotelbereich an. Insgesamt ist aber das Erlangen-Haus auch mehr als 20 Jahre nach seiner Restaurierung und Eröffnung in einem erfreulichen Zustand. Das gilt auch für die Zahlen. Immerhin müssen alle Aufwendungen selber verdient werden, und das gilt auch für die Reparaturen und Modernisierungen. Somit ist für Besucher aus Erlangen vielleicht verständlich, wenn das Erlangen-Haus für Zusatzleistungen, wie z. B. Dolmetscher und Transfers, Geld verlangt.

Irina Chasowa (stehend) und ihr Team vom Erlangen-Haus

Das engagierte Team um die Leiterin, Irina Chasowa, verdient immer wieder ein besonderes Lob!

Wolfram Howein

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Es herrscht ja gottlob kein Mangel an Zeichen und Gesten der Verständigung zwischen den Partnerstädten Erlangen und Wladimir. Aber was da am Mittwoch beim Abschiedsabend für die Gäste aus dem Erlangen-Haus im Club International der Volkshochschule seinen ebenso symbolischen wie handwerklichen Anfang nahm, dürfte eine besondere Strahlkraft entwickeln.

Reinhard Beer mit Ludmila Safronowa, Soja Ilina und Weronika Rytschkowa, dem Siegertrio

Doch der Reihe nach. Es gehört zum guten Brauch, die mittlerweile elfte Gruppe von Teilnehmern an den Deutschkursen des Erlangen-Hauses  im Club International der Volkshochschule mit einem bunten Abend zu verabschieden, den die Gäste einfallsreich mitgestalten und der Gelegenheit bietet, all denen zu danken, die den Besuchern für zwei Wochen ihre Türen öffneten und Familienanschluß boten. Fester Bestandteil dieses geselligen Beisammenseins ist immer eine von Reinhard Beer, dem Spirtus rector dieses Austausches, ersonnene Stadtrallye mit immer wieder neuen Fragen zu Geschichte und Gegenwart, dieses Mal mit einem weiblichen Trio auf dem Siegerpodest mit einem Allzeit-Rekordergebnis: 19 von 20 möglichen Punkten.

Robert Lerch, Gerhard Willner und Sabine Wellhöfer mit Elisabeth Preuß

Aber es gab auch eine Premiere. Seit 2011 ist die Erlanger Volkshochschule Prüfungszentrum für die russische Sprache, die einzige in ganz Bayern, nachdem Freising das Angebot mittlerweile aus dem Programm nahm. Eine sechsköpfige Gruppe legte dieser Tage die telc-Prüfungen auf der Stufe A1 ab, ausnahmslos erfolgreich, und so lag nahe, das an dem Abend anwesende Trio vorzustellen und Bürgermeisterin Elisabeth Preuß – sie hatte zu Gunsten dieser Veranstaltung auf das Konzert „Klassik am See“ verzichtet – um Überreichung der Urkunden zu bitten.

Natalia Kaiser, Natalia Korssakowa, Tatjana Kirssanowa und Jekaterina Korschofski

Anwesend neben den beiden Deutschdozentinnen aus dem Erlangen-Haus, Tatjana Kirssanowa und Natalia Korssakowa, auch Natalia Kaiser und Jekaterina Korschofski, die erfolgreich Russisch an der Volkshochschule unterrichten. Ein Bild, das keiner weiteren Kommentare bedarf, weder auf Russisch noch auf Deutsch, es spricht für sich.

Gäste und Gastgeber im Club International

Eigentlich tut es auch dieses Bild, wo Gäste und Gastgeber so bunt gemischt sind, wie man sich das nur wünschen kann. Dennoch, so gefährlich es sein mag, weil man doch immer jemanden vergessen könnte, Elisabeth Preuß wagt es, namentlich zu danken: Markus Bassenhorst und Reinhard Beer sowie Heide Thies, der bewährten Dozentin, für die Volkshochschule, Gerhard Kreitz für den Freundeskreis Wladimir, den gastgebenden Familien. Der Chronist bürgt erst recht nicht für Vollständigkeit…

Gemischter Wladimirer Chor mit Stefan Barth, dritter v.l.

Tatjana Kirssanowa, sichtlich bewegt, tut das auf ihre Weise – mit der Regie für den weiteren Ablauf des Abends und den Worten: „Wir lassen unsre Herzen hier, wenn wir morgen wieder nach Wladimir fahren!“ Schon erstaunlich, was die Gäste da alles innerhalb der knappen zwei Wochen vorzubereiten verstanden: Ein Ständchen, ein Stück am Klavier, Präsentationen zu Traditionen und Trends der Russen…

Kochkurs „Wladimirer Pfannkuchen“ mit Heide Thies links im Vordergrund

Und dann die Arbeitskreise. Schaukochen, ein Quiz, ein Malkurs und dann eben jenes bestrickende Symbol, von dem eingangs die Rede war: ein Freundschaftsschal.

Russisches Quiz

Diese Handarbeit, deren erste Maschen Tatjana Krutogolowa, Nachtwächterin im Erlangen-Haus, und Gerhard Kreitz, Sprecher des Freundeskreises Wladimir, gemeinsam anschlugen, soll nun in der Partnerstadt von den deutschen Gästen – zusammen mit den russischen Freunden – fortgesetzt werden. Welch schönes Versprechen für die Zukunft!

Beobachtet von Marina Bit-Ischo stricken Tatjana Krutogolowa und Gerhard Kreitz am Freundschaftsschal

In die Zukunft gerichtet war dann auch noch der Besuch im Deutsch-Französischen Institut am gestrigen Vormittag, wenige Stunden vor der Heimreise. Linda Lahner nahm sich eine ganze Stunde Zeit, um ihren russischen Kolleginnen das pädagogische und kulturelle Angebot – mit allen Unterschieden wie Parallelen zu Wladimir – vorzustellen. Und schon entstanden neue Ideen für das Programm am Erlangen-Haus, etwa eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Kindergarten oder eine engere Kooperation mit der Universität. Besonders beeindruckt aber waren die beiden Besucherinnen von der Mediathek für Kinder. Man wird sehen, ob und wie sich dies und das auch in Wladimir umsetzen ließe.

Linda Lahner, Natalia Korssakowa und Tatjana Kirssanowa

Ein Schlußwort? Vielleicht genügt der Hinweis darauf, wie ernst dieses Austauschprojekt in Erlangen genommen wird. Zur Eröffnung kam Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens, zum Abschiedsabend erschien ihre Kollegin, Elisabeth Preuß; VHS-Leiter Markus Bassenhorst besuchte beide Veranstaltungen und ließ sich dazwischen immer wieder sehen, von Reinhard Beer und dem Freundeskreis Wladimir, für das Aufenthaltsprogramm und die Unterbringung verantwortlich, ganz zu schweigen. Wladimir ist eben in Erlangen Herzenssache – und nun lassen die Wladimirer auch noch ihre Herzen in Erlangen zurück.

Gerhild Fabian und Soja Ilina, gesehen von Georg Kaczmarek

Wer wollte daran noch zweifeln, angesichts dieses Bildes: Wenn Abschiedstränen sprechen könnten…

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Gestern nachmittag traf die diesjährige, gut zwanzigköpfige Gruppe aus dem Erlangen-Haus per Flug und Bus via München in Erlangen ein, schon voller Vorfreude erwartet von ihren Gastgebern – und selbst wohl voll freudiger Erwartung dessen, was der Freundeskreis Wladimir für die Gäste so alles vorbereitet hat.

Man kennt sich schon: Elisabeth Preuß und Tatjana Kirssanowa, gesehen von Georg Kaczmarek

Im elften Jahr nun schon kommen immer in der zweiten Julihälfte etwa zwanzig Teilnehmer an den Deutschkursen des Sprachlernzentrums im Erlangen-Haus, um bei einem speziell auf ihr Niveau abgestimmten Unterricht ihre Kenntnisse zu vertiefen, vor allem aber auch, um Land und Leute zu erleben. Dabei ergibt sich sicher genug, worüber hier im Blog noch zu berichten sein wird.

Lagebesprechung mit Gerhard Kreitz, gesehen von Georg Kaczmarek

Aber nun lassen wir den Wladimirern erst einmal Zeit, um in den Gastfamilien – denen wieder einmal ein großes Dankeschön! – so richtig anzukommen, sich einzuleben. Willkommen und добро пожаловать!

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Zum fünften Mal ist nun die Englischlehrerin Marina Trubizyna schon in Erlangen zu Gast, immer mit der Mission, jungen Menschen aus Wladimir die Partnerstadt näherzubringen, sie eigene Erfahrungen machen zu lassen. „Genau dafür haben wir diesen Austausch“, freute sich gestern beim Empfang im Rathaus denn auch Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens. „Ich durfte im Vorjahr auch schon einmal Wladimir besuchen und fand natürlich genau die Unterschiede zwischen unseren Städten und Lebensweisen besonders interessant.“

Gerhard Kreitz, Susanne Lender-Cassens und Marina Trubizyna

Vorgestern erst angekommen, bleibt die neunköpfige Schülergruppe vom Gymnasium Nr. 23 nun noch bis zum 5. Juli und besucht Nürnberg – mit dem Dokuzentrum -, Bamberg, Rothenburg, Coburg… Möglichst viel, wie gesagt, wollen und sollen die Gäste sehen und kennenlernen.

Gerhard Kreitz, Susanne Lender-Cassens und Marina Trubizyna mit der Schülergruppe

Möglich ist der Aufenthalt nur dank der von Gerhard Kreitz, Sprecher des Freundeskreises Wladimir, organisierten Unterbringung in Familien. Deshalb an sie ein besonders großes спасибо von der Gruppe, von der nicht von ungefähr vier Mädchen bereits zum zweiten Mal nach Erlangen kommen und die nicht ohne Grund deutsch-russische Freundschaftshemden trägt und verschenkt.

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