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Posts Tagged ‘Genrich Oserow’


Einmal noch, vom 29. Juli bis zum 4. August, habe ich mich in unsere Partnerstadt Wladimir aufgemacht, vor  allem, um alte Freunde aufzusuchen, die ich aus den 1990er Jahren bei deren Aufenthalt in Erlangen kennengelernt hatte, und um besonders das Psycho-Neurologische Heim zu besuchen. Dort lebt seit langer Zeit Stanislaw Katkow, den ich auch seit über 20 Jahren kenne und bei meinen Aufenthalten in Wladimir immer wieder antreffen konnte.

Alewtina Sinowjewa: Sonnenuntergang

Mein lang gehegter Wunsch, die Fußmalerin, Alewtina Sinowjewa zu treffen, ging dieses Mal endlich in Erfüllung. Immer wieder illustrierte sie Gedichte von Stanislaw Katkow.

Alewtina Sinowjewa: Winternacht

Zu einer Festveranstaltung im Saal des Heimes lud uns – Hans Gruß vom Freundeskreis Wladimir, die Deutschdozentin Tatjana Kolesnikowa aus dem Erlangen-Haus und mich – die Direktorin, Irina Morosowa, ein. Frau Kolesnikowa kenne ich seit langem von ihren Aufenthalten in Erlangen als Gastdozentin. Sie war bereit, uns als Dolmetscherin zu begleiten. Frau Sinowjewa, die außerhalb von Wladimir lebt, begleitete ihr Vater zu dieser Veranstaltung und saß neben Herrn Katkow und dessen Frau. Wir erlebten den musikalischen Auftritt einer Gruppe aus einem anderen Heim.

Anschließend wurden wir alle zusammen mit der Heimleitung in das Zimmer von Herrn Katkow geleitet. Dort konnten wir uns miteinander unterhalten, natürlich mit Tatjanas Hilfe als Dolmetscherin. Für das Treffen im Heim hatten wir uns ein paar Gedichte ausgesucht, um sie Russisch-Deutsch vorzutragen. Man sah es Herrn Katkow an, wie er daran Freude hatte, seine Texte zu hören. Danach rezitierte Frau Katkowa eines ihrer Lieblingsgedichte ihres Gatten. Ich wußte, daß sie seine Lyrik auswendig kennt. Bei einem früheren Besuch sagte sie mir, sie könne den „März“ noch nicht richtig. Jetzt fragte ich sie, ob sie inzwischen den „März“ gelernt habe. Zu meiner großen Überraschung trug sie dann dieses Gedicht in deutscher Übersetzung vor, auswendig! Frau Katkowa kenne ich auch schon lange Zeit. Sie hatte viele Jahre ihrem späteren Mann beim Aufschreiben seiner Gedichte geholfen.

Von Frau Sinowjewa erhielt ich einige ihrer Bilder in Kopie sowie einen Reiseführer in russischer Sprache,  an dessen Herausgabe sie beteiligt war: „Unbekanntes Katalonien“.

Es ist gut, im Erlangen-Haus so hervorragend untergebracht zu sein und von der Köchin Galina schon am Morgen mit einem sagenhaften Frühstück versorgt zu werden, das einen für den ganzen Tag fit hält.

Die wenigen Tage meines Aufenthalts waren voll verplant:

Hans Gruß und Ute Schirmer beim Unterricht

Vormittags drei Stunden Russisch im Erlangen-Haus. Hans Gruß und ich wünschten die Möglichkeit, im Land zu nutzen, um sprachlich ein wenig besser dazustehen. Tatjana Kolesnikova nahm sich darum unser intensiv an und schloß manche Lücke bei uns.

Einladungen am Nachmittag oder am Abend begannen meist mit einem Festessen, oft mit Tafelmusik. Die Familien meiner alten Freunde sind größer geworden. Inzwischen musizieren oder tanzen die Enkelkinder.

Bei Familie Alexej Krasnow

Galina Saikina und Familie Krasnow

Familie Dmitrij Tichonow, links im Bild Alexander Tichonow

Auch bei einer Familie, die ich erst im vergangenen Jahr in Erlangen kennengelernt hatte, war ich mit Hans Gruß und Tatjana Parilowa  eingeladen. Nach dem Festmal konnten wir einen Einblick in die Werkstätten der Möbelfirma des Gastgebers erhalten, in der Nähe des Dorfes Suromna im Landkreis Susdal angesiedelt.

Für Samstag, dem Tag vor meiner Heimreise, war der Besuch bei Tatjana Oserowa vorgesehen. Auch sie verwöhnte mich mit einem festlichen Essen. Danach durfte ich sie zum Friedhof begleiten, der etwa 15 km von der Wohnung entfernt liegt und nur mit dem Taxi bequem zu erreichen ist. Das Grab von Genrich Oserow und nun auch des Sohnes Alexander, der im April plötzlich verstorben ist, liegt in einem ruhigen, von Bäumen umgebenen Areal mitten in der Natur.

Es war gut, diesen Besuch auf den letzten Tag meines Aufenthaltes in Wladimir gelegt zu haben. Bei meinem Abschiedsspaziergang am Abend vom Zentrum zum Erlangen-Haus blieb so Zeit dazu, manches noch einmal zu überdenken.

Brunnen am Theaterplatz

Erlangen-Haus

Rosenkranzkirche

Die Fahrt zum Flughafen Domodjedowo in Moskau verlief ohne Stau. Mein Chauffeur hatte mich im Erlangen-Haus etwas früher abgeholt. Dadurch war Zeit, unterwegs in Lakinsk die betagten Eltern von Wladimir Filimonow zu besuchen. Ich kannte sie von früher, wenn sie in Wladimir zu Besuch waren.

Ute Schirmer mit den Eltern von Wladimir Filimonow

Weil das Ehepaar jetzt nicht mehr reisen kann, freuten sie sich die beiden über ein Wiedersehen mit mir zu Hause ganz besonders.

Ute Schirmer

Vor dem Heimflug

Mehr zu Ute Schirmer und ihrer einzigartigen Verbindung zu Wladimir unter: https://is.gd/4LJWU8

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Zu Ehren der Gefallenen und Vermißten des Großen Vaterländischen Krieges entzündete man gestern auf dem Platz des Sieges in Wladimir 78 Kerzen. Tatjana Oserowa erinnerte mit folgendem Text an die Schrecken des Krieges, mit dem die Wehrmacht am 22. Juni 1941 die UdSSR überzogen hatte:

Können Sie sich vorstellen, was wir in unserer Nachkriegskindheit für Träume hatten? Alle Erwachsenengespräche drehten sich ja um ihn, um den Großen Vaterländischen Krieg, der so viele Verwandtenschicksale verkrüppelt, uns die liebsten und besten Angehörigen genommen hatte. Wir nahmen diese Familienerzählungen regelrecht mit ganzem Herzen auf. Und wenn in den Kinderspielen und Kinderzeichnungen diese Thema der Russen und Deutschen noch immer fortlebt, wenn bis heute in den Alben rotbesternte Flieger den Himmel durchkreuzen und Panzer mit dem faschistischen Hakenkreuz herumfahren, wie war das dann erst zu unserer Zeit!

Wie wir Pioniere uns da unsere Heldentaten an der Front vorstellten. Was wir uns da für Schliche einfallen ließen, um das rote Banner zu retten, den Feind in eine Falle zu locken, die Partisanen vor einer tödlichen Gefahr zu warnen. Weil einfach alle Filme, Bücher und Erzählungen in den Lehrbüchern davon handelten. Die Jungs in unserer Klasse fragten in den Büchereien ausschließlich nach Geschichten über den Krieg und Späher, es gab kein anderes Thema für sie.

Der Traum, der mich in der Kindheit verfolgte und quälte ging so. Unsere Stadt wird von den Deutschen eingenommen, alle Angehörigen sind bereits tot. Ich, das kleine Mädchen, bin alleine und verstecke mich in einem Schuppen hinter Holzscheiten, unter einem Heuhaufen. Dann kommen die Deutschen herein und prüfen mit ihren Bajonetten, ob da nicht jemand zu finden sei. Die scharfe Klinge trifft mich, aber wunderbarerweise gelingt es mir, mit einem Tuch das Blut an ihr abzuwischen. Sie gehen wieder… Ich bin gerettet, bleibe am Leben! Aber ich möchte nichts mehr, als von dort davonlaufen – mit einem wilden Schrei des unerträglichen Schreckens und Grauens.

So litten die Kinder der Kriegszeit, von den Erwachsenen Kriegsteilnehmern ganz zu schweigen. Sie blieben auch in ihren Träumen noch lange im Krieg, kämpften weiter Seit an Seit mit ihren Angehörigen, die in den Krieg gezogen waren und nicht mehr zurückkehrten.

Weltkriegsveteran Nikolaj Schtschelkonogow und Gouverneur Wladimir Sipjagin am 22. Juni 2019 im Gespräch auf dem Platz des Sieges

Eine jener wunderbaren Wendungen der Geschichte: Die Autorin heiratete später den Deutschdozenten Genrich Oserow, der die Städtepartnerschaft maßgeblich gestalten half, und ihre Tochter Natalia sollte, engstens mit Erlangen verbunden, zu einer der führenden Germanistinnen Wladimirs werden.

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Für Dagmar Paliwal war es ein gerader Weg von Willy Brandts Ostpolitik der Aussöhnung mit den einstigen Feinden zur Partnerschaft mit Wladimir. 1980 übernahm die polyglotte Ethnologin mit einem an der berliner Schnauze geschliffenen schwäbischen Zungenschlag den Partnerschaftsbereich im Rathaus Erlangen und kümmerte sich zunächst natürlich und vornehmlich um Eskilstuna in Schweden und Rennes in Frankreich. Als dann aber Oberbürgermeister Dietmar Hahlweg die Hand in Richtung Sowjetunion ausstreckte, machte sich Dagmar Paliwal gemeinsam mit Herbert Lerche, dem späteren und mittlerweile aus dem Dienst ausgeschiedenen Leiter des Bürgermeister- und Presseamts, und unterstützt von der Schubkraft des damaligen Chefs der „Erlanger Staatskanzlei“, Helmut Schmitt, mit heißem Herzen und kühlem Verstand an die Fortsetzung des Werks der Völkerverständigung. Von Beginn an war ihr klar, daß für den Austausch mit einer Stadt in der UdSSR ganz andere Voraussetzungen bestanden als im Kontakt etwa mit den französischen Freunden. Deshalb versuchte sie auch früh, in die Austauschprogramme die Politik ebenso wie Vereine und Fachkontakte einzubeziehen, eine gute Verbindung und Mischung zu schaffen, die versprach, das zu ermöglichen, an dessen Zustandekommen in der Anfangsphase wohl auf beiden Seiten noch viele zweifelten. Doch bald sollte sich zeigen: Das wird etwas. Erlangen und Wladimir passen zusammen.

dagmar-paliwal

Selbst war die Anglistin und Romanistin allerdings nur ein einziges Mal in Wladimir, 1986, als man dort mit gut einhundert Teilnehmern aus Erlangen die Kultur- und Sporttage feierte. Immer an der Seite von Dietmar Hahlweg und Ludmila Holub, die als Dolmetscherin so charmant-gewandt dafür sorgte, daß sich Deutsche und Russen verstanden. Hier nun spürte Dagmar Paliwal hautnah die Aufbruchsstimmung, ausgehend von Perestrojka und Glasnost, erlebte Glauben und Mut der Menschen und deren Hoffnung auf eine bessere und gemeinsame Zukunft. Überwältigt war sie von den fremden Eindrücken einer Kultur, die sie bisher nicht kannte, und die ihr, wie die Völkerkundlerin bedauert, bis heute fremd geblieben sei: „Aber ich habe alles dankbar aufgesaugt, konnte nur leider nichts zurückgeben. Ich habe viel bekommen in Wladimir, und dafür bin ich sehr dankbar.“

Ein Suchbild: Dagmar Paliwal zwischen Dietmar Hahlweg, Genrich Oserow und Rudolf Schwarzenbach in einer Wladimirer Klinik. Die Losung über den Häuptern der Gruppe lautet: „Unter den sozialen Aufgaben gibt es keine wichtigere, als die Sorge um die Gesundheit der Sowjetmenschen.“

Einige Anekdoten bleiben unvergessen. Etwa wie Stadtrat Erwin Wolff, Weltkriegsveteran und in sowjetischer Gefangenschaft, der nach der Rückkehr aus Wladimir seiner CSU-Fraktion anriet, die Partnerschaft zu unterstützen, bei einer Stadtrundfahrt darauf bestand, aussteigen zu dürfen, um allein durch die Straßen zu gehen. „Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie groß die Sorge war, er könne verlorengehen“, erinnert sich Dagmar Paliwal. „Aber er war zur vereinbarten Zeit wieder am vereinbarten Ort und wirkte später als Eisbrecher in seiner Partei.“ Oder die Erinnerung an das kleine Mädchen, das neben der Besucherin aus Erlangen stand, als das Feuertheater Mechelwind seine Schau vorführte, und rief: „Mehr blaue Sterne, rote haben wir genug!“ Auch an das Mittagessen am Abflugtag in Moskau mit Michail Swonarjow, dem Vorsitzenden des Rates der Volksdeputierten, denkt sie zurück. Auf Dagmar Paliwals Frage nach den Ingredienzien einer wunderbaren Erbsensuppe antwortete der nach einigem Zögern: „Kann ich nicht sagen, das ist eine europäische, keine russische Suppe.“ Noch heute muß die vor zehn Jahren in den Ruhestand getretene Partnerschaftsbeauftragte und Feinschmeckerin da schlucken. Und noch heute gibt es bei den Russen – leider – diese geographisch-mentale Grenzziehung – bei aller Nähe, bei all dem vielen, was uns schon immer und immer mehr eint. Dementsprechend ihre Reaktion: „Ihr seid doch auch Europäer!“ Eine Antwort, die heute mehr denn je gilt.

Dagmar Paliwal 2

Nach dieser Reise sah Dagmar Paliwal ihre Wladimir-Mission als erfüllt an, organisierte 1987 noch die „Wladimirer Kultur- und Sporttage“ in Erlangen, erstmals mit dem Verfasser dieser Zeilen als Dolmetscher an ihrer Seite, und übergab dann die Kontakte an Herbert Lerche, um sich wieder „ihren“ Städten zuzuwenden. Bald sollten ja auch Jena, Stoke-on-Trent und San Carlos hinzukommen. Sie konnte aber sicher sein, daß die Verbindung zu den Russen Bestand haben würde, auch wenn niemand voraussehen konnte, wie bald die Sowjetunion zerfallen würde und welch ungeahnte Möglichkeiten der Zusammenarbeit sich in den 90er Jahren eröffneten.

Dagmar Paliwal feiert heute einen runden Geburtstag. Anlaß zur Freude und zur Danksagung an eine Bereiterin und Begleiterin eines heute weit verzweigten Wegs der Verständigung. Danke an eine Kollegin, die allen, die mit ihr im internationalen Austausch arbeiten konnten, im Rathaus und weit darüber hinaus in aller Welt – wo die Kosmopolitin ja zu Hause ist –, sehr fehlt. Glückwunsch, liebe Dagmar, und danke für alles in allen dir geläufigen Zungen des weiten Erdenrunds!

Leicht geänderte Fassung eines Artikels der im Blog bereits vor fünf Jahren erschien.

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„Wer, wenn nicht Rudolf Schwarzenbach hätte ein so komplexes Projekt wie die Städtepartnerschaften mit Jena und Wladimir ins Werk setzen können?“ fragte gestern Oberbürgermeister Florian Janik bei der Trauerfeier für seinen politischen Mentor. Und Peter Röhlinger, Altoberbürgermeister von Jena, der bereits 1993 Wladimir besuchte, erinnert sich an seinen Erlanger Freund als einen „großartigen Strategen, der es meisterhaft verstand, die Menschen zusammenzubringen“.

schwarzenbach

Es werden viele Spuren des völkerverbindenden Wirkens von Rudolf Schwarzenbach zurückbleiben, die wohl einprägsamste davon das Dreieck Erlangen – Jena – Wladimir, an dem er schon in den frühen 90er Jahren arbeitete, als auf seine Initiative hin die Verwaltungsseminare für Wladimir gemeinsam mit und in Jena veranstaltet wurden, also lange bevor 2009 endlich die Verbindung auch vertraglich fixiert wurde. Mittlerweile gehen Jena und Wladimir ja auch schon ganz eigene Wege, etwa wenn in den nächsten Tagen wieder eine russische Jugendgruppe von der Kljasma an die Saale kommt, wenn im Februar eine Ärztegruppe aus der Lichtstadt an den Goldenen Ring reist, wenn im Mai sich Frauen aus Jenas Partnerstädten im Erlangen-Haus zu einem Kongreß treffen.

Peter Röhlinger und Rudolf Schwarzenbach

Peter Röhlinger und Rudolf Schwarzenbach

Der ehemalige Partnerschaftsreferent beschränkte sich in seiner Arbeit nie auf den theoretischen und ideellen Teil. Er griff selbst ein und zu. Das konnte ganz handfest sein, wenn er zum Erstaunen von Hausmeister Franz Teuber dabei half, bei einem Empfang für den Chor Raspew aus Wladimir fehlende Tische und Stühle hereinzutragen. Das konnte ganz praktisch sein, wenn er Gründungsmitglied des Fördervereins für das Rote Kreuz Wladimir wurde und so auch schon früh die jetzige Oberbürgermeisterin, Olga Dejewa, kennenlernte.

Wolfram Howein, Olga Dejewa und Rudolf Schwarzenbach

Wolfram Howein, Olga Dejewa und Rudolf Schwarzenbach

Früh wußte er, wie wichtig die Vermittlung durch Dolmetscher in der Verbindung mit Wladimir sein würde, deshalb galt schon in der Anfangsphase der Kontakte sein besonderes Interesse der Zusammenarbeit des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde bei der FAU mit dem Pädagogischen Institut und der späteren Universität von Wladimir. Selbst brachte es der einst leidenschaftliche Raucher übrigens nicht sehr weit im Studium der russischen Sprache. Ihm genügte пепельница – pepelniza für Aschenbecher… In jender Zeit entstanden Freundschaften zu den Dozenten Leonid Chorjew, Genrich Oserow und besonders Wiktor Malygin, mit dem er auch zusammen im Vorstand des Erlangen-Hauses saß.

Natalia Oserowa und Rudolf Schwarzenbach

Natalia Oserowa und Rudolf Schwarzenbach

Bei seiner gestrigen Ansprache erinnerte Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg aber auch an seine Kollegen in Wladimir, Igor Schamow und Alexander Rybakow, mit denen Rudolf Schwarzenbach in freundschaftlicher Vertrautheit zusammenarbeitete, immer bereit, wieder Neues zu wagen. Und alles natürlich im großen Rahmen der Vereinbarung beider Städte, die er selbst mit Dmitrij Makejew, dem damaligen Rektor des Pädagogischen Instituts, in einer Nachtsitzung ausgehandelt hatte, und die bis heute gültig bleibt.

Dietmar Hahlweg, Igor Schamow, Angelika und Siegfried Balleis, Berta Schamowa und Rudolf Schwarzenbach

Dietmar Hahlweg, Igor Schamow, Angelika und Siegfried Balleis, Berta Schamowa und Rudolf Schwarzenbach

Weitere Weggefährten in Wladimir, um nur drei zu nennen, sind der einstige Kommunist, Jurij Fjodorow, mit dem der Vollblut-Sozialdemokrat hitzig-witzig über die Sozialistische Internationale streiten konnte; oder der Reformpolitiker, Sergej Siwajew, dessen Unterstützung beim Bau des Erlangen-Hauses er überaus schätzte; der Gründer und Leiter des Zentrums für Chormusik, Eduard Markin, dessen Musik dem Verstorbenen so zu Herzen ging, daß er die Sponsorenmittel für die Tourneen des Knabenchors persönlich einwarb und sogar eine Ausfallbürgschaft anbot, die freilich nie in Anspruch genommen werden brauchte.

Dietmar Hahlweg, Wjatscheslaw Kartuchin, Wiktor Malygin und Rudolf Schwarzenbach

Dietmar Hahlweg, Wjatscheslaw Kartuchin, Wiktor Malygin und Rudolf Schwarzenbach

Der 18 Jahre ältere Percy Gurwitz, in Riga geborener Sozialdemokrat der ersten Stunde, hatte für Rudolf Schwarzenbach eine besondere Bedeutung. Mit ihm teilte er viel mehr als die Parteizugehörigkeit, in ihm hatte er einen Mitstreiter für Weltoffenheit gefunden, der nie in der Kategorie von Nationalitäten dachte. Nicht von ungefähr war es Rudolf Schwarzenbach, der anregte, dem deutsch-baltisch-russischen Juden noch auf dem Sterbebett im Frühjahr 2011 die August-Bebel-Uhr zu verleihen, die höchste Auszeichnung der Erlanger SPD, die er selbst auch schon erhalten hatte.

Dietmar Hahlweg, Percy Gurwitz, Robert Thaler und Rudolf Schwarzenbach

Dietmar Hahlweg, Percy Gurwitz, Robert Thaler und Rudolf Schwarzenbach

Spuren im Gedächtnis hinterlassen auch die humoristischen Aussprüche des Rudolf Schwarzenbach. In der Hochphase der Vorbereitung zum Fränkischen Fest 1993 kündigte er Karl Heinz Lindner, damals Vorsitzender des Stadtverbands Kultur, und dem Partnerschaftsbeauftragten, Peter Steger, mit seinem manchmal so knurrig-knorrigen Witz an, er werde sie beide eigenhändig in die Kljasma werfen, wenn die Veranstaltung nicht gelinge. Ob der Fluß nun damals Niedrigwasser führte, oder ob das Fest dann doch zu einem Erfolg wurde, sei dahingestellt. Jedenfalls erinnerten sich die drei noch oft an diese Androhung bei der Überquerung der Kljasma trockenen Fußes.

Dmitrij Neronow, Walentin Babyschin, Rudolf Schwarzenbach, Peter Steger und Jewgenij Jaskin

Dmitrij Neronow, Walentin Babyschin, Rudolf Schwarzenbach, Peter Steger und Jewgenij Jaskin

Eines der vielen Programme in der Partnerschaft, die auf den Brückenbauer zurückgehen, ist der Ärzteaustausch. Niemand im Erlanger Rathaus hat sich so wie Rudolf Schwarzenbach für die Fachbegegnungen der Mediziner beider Städte eingesetzt, niemand hat mehr getan für die Aktion „Hilfe für Wladimir“ – und niemand hat sich so stark gemacht für die Unterstützung des Kinderkrankenhauses.

Rudolf Schwarzenbach und Tatjana Zwetkowa

Rudolf Schwarzenbach und Tatjana Zwetkowa, 1991

Die Spuren am Grab mögen bald zugeschneit und weggetaut sein, aber die Spuren, die Rudolf Schwarzenbach im Leben von Menschen hinterlassen hat, bleiben unauslöschlich. Nicht von ungefähr haben denn seine Witwe Inge und sein Sohn Jörn darum gebeten, keine Blumen und Gebinde zu kaufen, sondern für das Kinderkrankenhaus in Wladimir zu spenden. Mit diesem Aufruf endet auch dieser – nur vorläufige – Nachruf auf einen Menschenfreund von hohen Gnaden. Überweisungen bitte auf das Konto der Stadt Erlangen: DE 797635 0000 0000 000031 mit dem Vermerk 0117537-Schwarzenbach/Wladimir. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt. – Und auf vielfachen Wunsch hier der Link zu dem Stück aus der „Göttlichen Liturgie“ von Dmitrij Bortnjaskij, „Erhöre, Herr, dies mein Gebet“ – https://is.gd/ofgiQM -, das gestern bei der Trauerfeier erklang.

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Spricht man mit Jürgen von der Emde, unternimmt man eine kurzweilige Zeitreise in die Vergangenheit der deutschen Humanmedizin, denn der 1933 im Waldeck geborene Kardiologe hat nach seinem Studium in Marburg und Wien sowie ersten Anstellungen in Sulzbach-Rosenberg und Kiel selbst maßgeblich an dieser Historie mitgeschrieben, nachdem er 1963 an der Erlanger Chirurgischen Klinik als Assistent seinen Dienst angetreten hatte. Der spätere Professor und Direktor des wesentlich von ihm vorangetriebenen Herzzentrums wollte schon als Kind Chirurg werden und damit einen Beruf ergreifen, der noch in den 60er Jahren in Deutschland kaum Spezifizierung kannte: „Damals war in Erlangen alles noch unter einem Dach, es gab nicht einmal das Fachgebiet Anästhesie. Jeder machte alles..“ Auch der junge Hesse, der zunächst sein Können in der Nephrologie und Proktologie unter Beweis stellte und nach ersten Auslandserfahrungen in Schweden und in der Schweiz wichtige Anregungen, etwa für die Nierentransplantation, nach Erlangen brachte. Und so wurde der Chirurg eines Tages zu einer Herzoperation gerufen, wo er sich bewährte und auch für sich selbst seinen künftigen fachlichen Schwerpunkt fand. Bei einem Kongreß im Deutschen Museum zu München dann die endgültige Ausrichtung: „Mein Chef holte mich während des Vortrags von Denton Cooley, dem führenden Herzchirurgen am Cardiovascular Surgery in Houston, nach vorne und sagte mir nachher, ich müsse nach Texas.“

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Marianne und Jürgen von der Emde

Da war aber erst einmal das amerikanische Staatsexamen abzulegen, bevor es 1968 mit der Familie für eineinhalb Jahre in die USA ging, wo damals „die Entdeckung der Anatomie des Herzens“ gemacht wurde, wo man „medizinische Weltgeschichte“ schrieb, von der man in Deutschland noch kaum eine Vorstellung hatte. Doch bei allen Triumphen mit Herztransplantationen und Kunstherzen erlebte der Gastarzt auch die Schattenseiten dieses medizinischen Aufwands: den enormen Erfolgsdruck, die längst nicht immer medizinisch gebotenen Eingriffe um der Show und Publicity willen, die Sterberate bei den Patienten… Mittlerweile war auch der Wettlauf um die besten Bypass-Operationen eröffnet. Ein russischer Kollege hatte sich als Pionier erwiesen und eine Arterie verwendet, durchsetzen sollte sich dann aber die Methode eines Kanadiers, der die Überbrückung mit Hilfe einer Vene hergestellt und öffentlichkeitswirksam damit einem Kardinal das Leben rettete.

Ure und Herbert Schirmer, Marianne und Jürgen von der Emde, Mai 2000

Ure und Herbert Schirmer, Marianne und Jürgen von der Emde, Mai 2000

Man könnte dem 1999 emeritierten Professor, der noch heute als Standeszeichen eine Herzklappe in der Tasche mit sich trägt, lange zuhören und viel über die Herzchirurgie lernen, doch wir wollen es dabei bewenden lassen, auf das Verdienst des Medizinpioniers hinzuweisen, Erlangen in Sachen Kardiologie dank einer einzigartigen Erfolgsstatistik zu einer führenden Adresse in Deutschland gemacht zu haben. Davon erfuhr man auch in Moskau, am Wischnewskij-Institut sowie am Bukuljew-Herzzentrum, wo er mit dem Patriarchen der sowjetischen Kardiologie, dem Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Boris Petrowitsch (er verstarb 2006 98jährig), zusammentraf. Aber auch nach Sankt Petersburg lud man den Erlanger Spezialisten ein, wo es zu einer Begegnung mit dem führenden Herzchirurgen, Nikolaj Amossow (1913 – 2002), kam. Mit dem 2001 ums Leben gekommenen Max Schaldach flog Jürgen von der Emde sogar bis nach Jekaterinburg zu einer Patientin.

Marianne von der Emde und Ute Schirmer beim Pflanzen einer Pfingstrose im Garten des Erlangen-Hauses, 8. Mai 2000

Marianne von der Emde und Ute Schirmer beim Pflanzen einer Pfingstrose im Garten des Erlangen-Hauses, 8. Mai 2000

1994 dann trat die Städtepartnerschaft in das Leben des Kardiologen. Der Wladimirer Germanist, Genrich Oserow, hatte einen Infarkt erlitten und brauchte dringend eine Operation. Auf Vermittlung von Ute Schirmer übernahm Jürgen von der Emde den Eingriff mit zwei Bypässen und schenkte dem Patienten und seiner Familie damit noch 18 Jahre in Glück und Zufriedenheit. Da zeigte einer, der einst alles hatte gut können müssen, daß er sich auf eine Sache besonders gut verstand: auf den Herzschlag der Partnerschaft. Ein Jahr nach seiner Emeritierung 1999 reiste Jürgen von der Emde schließlich mit seiner Frau Marianne, ebenfalls Ärztin, und Ute Schirmer nach Wladimir, wo er seinen dankbaren Patienten wohlauf antraf. „Nur leider gab es damals keine Herzchirurgie“, bedauert der Mediziner im Rückblick, und so blieben vor allem die schönen Eindrücke von den Ausflügen nach Susdal und Jurjew-Polskij, vom Aufenthalt im Erlangen-Haus und von den vielen zwischenmenschlichen Begegnungen mit all den russischen Besuchern, die bereits die Gastfreundschaft der Familie von der Emde genießen durften. Doch davon ein andermal ausführlicher.

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Edith Södergran, die große finnische Dichterin, die erste Modernistin Skandinaviens, wurde am 4. April 1892 in Sankt Petersburg geboren. Ihre Eltern waren schwedischsprachige Finnländer. Zu jener Zeit lebten in der russischen Hauptstadt ca. 13.000 Finnen. In der Stadt gab es damals vier deutsche Gymnasien. Ediths Mutter Helena, auch in Sankt Petersburg geboren, stammte aus einer wohlhabenden Familie, hat selbst die deutsche St. Annen-Schule abgeschlossen, wählte für ihre Tochter das berühmte deutsche Gymnasium, das immer noch existiert, die St. Petri-Schule. Hier legte man einen besonderen Wert auf Sprachen und Literatur. Die bekanntesten Petri-Schüler zu verschiedenen Zeiten waren spätere Granden der russischen Kultur wie Modest Musorgskij, Lou Salomé, Daniil Charms, Iosif Brodskij und Jurij Lotman.

Edith Södergran

Edith Södergran

Edith Södergran wuchs im mehrsprachigen kosmopolitischen Milieu der Weltmetropole auf. In der Familie sprach man Schwedisch, am Gymnasium Deutsch und Französisch, in der Stadt Russisch und mit dem Dienstmädchen Finnisch. Der Freundin von Edith, der Journalistin und Schriftstellerin Hagar Olsson zufolge, beherrschte sie Deutsch am besten. Deswegen schrieb Edith ihre ersten Gedichte auf Deutsch, Verse die Heinrich Heines Einfluß spüren lassen. Einen kleinen Teil der früheren Gedichte schrieb Edith auf Französisch und Russisch, bevor sie endgültig zum Schwedischen überging.

An Tuberkulose erkrankt, stirbt Ediths Vater, Matts Södergran, an Tuberkulose. Ein Jahr später wird der sechzehnjährigen Edith die gleiche Diagnose gestellt. Der Schulbesuch einer der besten Schülerinnen der deutschen Petri-Schule mußte abgebrochen werden. Die meiste Zeit zwischen 1911 und 1914 verbringt Edith nun in Davos, in dem berühmten Lungensanatorium, welches Thomas Mann im Roman „Der Zauberberg“ verewigt hat. Hier schreibt sie weiter an ihren Gedichten, liest viele Publikationen in der Zeitschrift der Expressionisten „Der Sturm“, lernt Italienisch, interessiert sich für Friedrich Nietzsche und Rudolf Steiner, entdeckt für sich die Poesie von Else Lasker-Schüler, die Ediths eigene Gedichte sehr beeinflußt hat. Ihr erstes Buch mit dem Titel „Gedichte“ erscheint schließlich 1916 in Helsinki.

Edith Södergran

Edith Södergran

Edith Södergran beschäftigte sich auch mit den russischen Modernisten. Namen wie Alexander Blok, Konstantin Balmont, Andrej Belyj und Wladimir Majakowskij waren ihr aus verschiedenen Anthologien bekannt. Besonders begeistert war sie von Igor Sewerjanin, dessen Gedichte sie ins Schwedische übersetzte und in der finnischen modernistischen Zeitschrift „Ultra“ veröffentlichte.

Infolge der russischen Revolution 1917 verlieren Mutter und Tochter ihr ganzes Vermögen, müssen ihre Wohnung in Sankt Petersburg aufgeben und sind gezwungen, nach Raivola (heute russisch: Рощино – Roschtschino) an der Karelischen Landenge zu ziehen, wo die Familie ihre große Sommervilla hatte, und leben dort in Armut und Isolation. Von 1918 bis 1920 kommen vier weitere Bücher heraus: „Septemberlyra“, „Der Rosenaltar“, „Schatten der Zukunft“ und die Aphorismensammlung „Bunte Beobachtungen“. Erst nach ihrem sehr frühen Tod (Edith Södergran wurde nur 31 Jahre alt) erscheint 1925 ein weiterer Gedichtband „Das Land, das nicht ist“.

Das Fenster in den Garten

Das Fenster zum Garten

Nun wurde, genau 100 Jahre nach der Erstpublikation von Edith Södergran, im Moskauer Verlag „Art Wolchonka“ (Volkhonka) ein Buch mit Übertragungen ins Russische herausgegeben. Die Übersetzerin des Werks, Natalia Oserowa, stammt aus Wladimir, genoß ihre Ausbildung an der Universität Leipzig als Germanistin und in Århus als Skandinavistin. Ihr Vater, der Germanist Genrich Oserow, war in den Jahren von 1986 bis 2012 ein bekannter und wichtiger Name in der Städtepartnerschaft zwischen Erlangen und Wladimir. Aber auch seine Tochter war einige Jahre als Dolmetscherin in der Städtepartnerschaft sehr aktiv.

Der zweisprachige Band (schwedisch-russisch) trägt den Titel „Das Fenster zum Garten“ und umfaßt zum ersten Mal die vollständige Übersetzung ins Russische der drei wichtigsten Bücher Södergrans: „Gedichte“ (1916), „Bunte Beobachtungen“ (1919) und „Das Land, das nicht ist“ (1925). Die Publikation enthält einen einleitenden Artikel über Edith Södergran, Anmerkungen der Übersetzerin, relevante Angaben zur Bibliographie und wertvolle Photos vom Anfang des letzten Jahrhunderts, teilweise Aufnahmen, von der Lyrikerin selbst gemacht. Das Buch ist darüber hinaus zu einem bibliophilen Kleinod geworden. Der Verlag hat eigens einen der besten und preisgekrönten Buchdesigner, Jewgenij Grigorjew, aus Sankt Petersburg für diese Arbeit engagiert, dessen eigene Familie durch mehrere Generationen mit der Petri-Schule  verbunden ist und dessen Ferienhaus ganz zufällig in der Nähe von Raivola liegt.

Edith Södergran

Edith Södergran

Demnächst, im April, sind drei Buchpräsentationen geplant: die erste in Ålborg (Dänemark) beim Literaturfestival „Ord-kraft“ http://ord-kraft.dk (auf Dänisch: „Die Kraft des Wortes“), wo übrigens die größte zeitgenössische russische Dichterin, Olga Sedakowa, mehrmals zu erleben sein wird. Die zweite Veranstaltung findet in der Moskauer Turgenjew-Bibliothek statt, eine weitere dann an der Universität Wladimir.

Das Buch ist für russische Leser in mehreren Internetbuchläden zu haben, zum Beispiel unter http://www.labirint.ru/books/518344; in Deutschland kann man es unter der ISBN-Nr. 9 785990 719804 unter http://www.gelikon.de zum Preis von ca. 20 Euro (mit Versand) bestellen.

Edith Södergran

Edith Södergran

Eine kleine Anmerkung kann sich der des Schwedischen leider nicht mächtige Blogger nur schwer versagen: Die Übersetzungen lesen sich wie russische Originale. Ein größeres Kompliment an Übertragungen ist kaum zu machen. Mehr über Natalia Oserowa gibt es hier zu lesen:  http://is.gd/JpS6Pt

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Er trat im Rahmen der Partnerschaft nie öffentlich in Erscheinung, hielt weder große Reden noch betreute er je ein Projekt. Bernt Paul blieb stets im Hintergrund. Aber nicht unbemerkt, nicht ohne Wirkung, nicht vergessen. Das wird sich auch mit seinem Tod am Mittwoch vergangener Woche nicht ändern.

Familie Dmitrij Tichonow

Familie Dmitrij Tichonow

Als der promovierte Physiker gestern zu Grabe getragen wurde, begleiteten ihn und seine Familie die traurigen Gedanken seiner Freunde aus Wladimir. Denn, um es mit einem Johannes-Wort zu sagen, in seinem Hause waren viele Wohnungen für Gäste aus der Partnerstadt. Gemeinsam mit seiner Frau, Maria, beherbergte und bewirtete er seit den frühen 90er Jahren – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – die Hochschuldozenten Leonid Chorjew, Genrich Oserow und Wiktor Malygin, aber auch deren Studenten, er musizierte mit der Familie Tichonow, besuchte die Konzerte von Ensembles aus Wladimir. Im Unterschied zu seiner Frau ist er selbst nie hingereist. Aber wozu auch: Wladimir kam ja zu ihm ins Haus. Deshalb hier auch das Bild der Familie Dmitrij Tichonow, gestern geschickt als Gruß zur Beisetzung von Menschen, in deren Herzen Bernt Paul auch nach dem Ende seines 86 Jahre währenden Lebens nicht sterben wird.

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