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Posts Tagged ‘Fremdenverkehr Wladimir’


Gut vier Millionen Touristen besuchten im vergangenen Jahr die Region Wladimir, die meisten natürlich aus der näheren und ferneren Umgebung, aber auch die Zahl der Gäste aus China und Europa wächst. Freilich – ein altes Problem – bleiben die meisten nur als Tagestouristen in der Partnerstadt, um dann in Susdal oder gar Moskau zu übernachten.

Abendstimmung in Wladimir

Festivals und Großveranstaltungen sollen dem nun abhelfen. Auch der zunehmende Pilgertourismus könnte mehr Besucher für mehr Tage in Wladimir halten. Um den Gästen den Aufenthalt noch angenehmer zu machen, stellt man jetzt an zentralen Stellen Informationstafeln auf, die auch in englischer Sprache Orientierung geben.

Susdal vom Freiluftmuseum aus

Ein Experiment des Senders TV 6 brachte allerdings zutage, was wohl so oder ähnlich schon alle ausländischen Gäste erlebt haben: Kaum jemand kann auf Englisch Auskunft geben, weder auf dem Bahnhof noch in den Museen. Vielleicht ein neues Aufgabenfeld für das Amerikanische Haus und das Erlangen-Haus: intensive Grundkurse für Einheimische, die im Bereich Fremdenverkehr beschäftigt sind – zumindest bis die Gäste wenigstens über elementare Kenntnisse des Russischen verfügen. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema…

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Wladimirer GottesmutterNach vier Jahren läuft derzeit das föderale Programm „Kleiner Goldener Ring“ aus, dem Wladimir und die ganze Region viele Impulse und Investitionen zu verdanken haben. Doch nicht mit allem ist Gouverneur Nikolaj Winogradow in seinem Abschlußbericht zufrieden. So wurden zwar im vergangenen Jahr gut 300 Mio. Euro an Gewinn im Fremdenverkehr erwirtschaftet, aber die Zahl der Übernachtung von ausländischen Gästen geht zurück. Viel mehr ließe sich seiner Meinung nach im Bereich ökologischer Tourismus tun, und vor allem müßten die Preise besser den Leistungen angepaßt werden. Es könne nicht sein, daß eine Wochentour durch den „Kleinen Goldenen Ring“ teuerer sei als ein gleichlanger Urlaub in einem Fünfsternehotel in einem türkischen Badeort.

Dennoch sind die Erfolge ebenso sichtbar wie erfreulich. Viele neue Hotels sind in den vergangenen vier Jahren gebaut worden, ebenso Erholungsheime im Umland, so daß man mittlerweile 8.000 Betten anbieten kann. Gleichzeitig entstanden 70 neue Cafés und Restaurants, die in puncto Service und Auswahl erheblich an Güte gewonnen haben. Von 2010 an will das Gouvernement weitere 20 Mio. Rbl., also eine knappe halbe Million Euro, in die Struktur des Fremdenverkehrs investieren. Ob das reicht, um vor allem wieder mehr ausländische Gäste zu gewinnen, wird sich zeigen. Zu zeigen hätte ja die Wladimirer Region weiß Gott genug, nur leider ist noch nicht alles in einem vorzeigbaren Zustand – und das leider zu Preisen, die es der Konkurrenz im In- und Ausland leichter machen, als nötig.

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