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Posts Tagged ‘Flying Pins’


Im Mai 2012 reiste erstmals eine Gruppe der Flying Pins nach Wladimir, um in der Partnerstadt mit dem dortigen Verein Bowling zu spielen, ein Jahr darauf erfolgte schon der Gegenbesuch. Seither gab es immer wieder den einen oder anderen „Approach“, um die amerikanischen Kegel wieder fliegen zu lassen. Nun liegt eine Einladung der russischen Seite für das nächste Jahr vor, und Stefan Eberhardt ruft alle Interessierten am Mittwoch, den 9. August, um 19.00 Uhr ins Sportland, Münchener Straße 55-57, zu einer Vorbesprechung. Zur Mitfahrt eingeladen sind ausdrücklich auch alle, die lieber eine ruhige Kugel schieben, die mit Sport nichts am Hut haben und einfach nur Wladimir wiedersehen oder kennenlernen möchten – im 35. Jahr der Partnerschaft.

Flying Pins in Wladimir auf dem Kathedralenplatz

Wie schön so eine Gruppenreise sein kann, ist nachzulesen in dem Bericht von Stefan Eberhardt im Blog https://is.gd/QBcIDm. Wer es aber selbst erleben will, komme zu dem Treffen, wo dann auch die Daten festgelegt werden sollen.

Anmerkung für alle, die Russisch lernen (wollen): Es gibt in der ostslawischen Sprache das schöne deutsche Wort „кегельбан“, die gute alte „Kegelbahn“, auch wenn auf der heute zumeist die amerikanische Variante, Bowling, gespielt wird.

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Bowling-Sportler aus der Partnerstadt Wladimir waren in der vergangenen Woche Gäste des Bowling-Clubs Erlangen. Sie erwiderten damit einen Besuch der Erlanger vom letzten Jahr. Der sportliche Höhepunkt des Treffens war ein spannendes Turnier am 1. Mai im Sportland Erlangen, bei dem über 40 Teilnehmer aus Wladimir, Erlangen und Herzogenaurach um den Sieg kämpften, und wo die Erlanger Revanche für die Niederlage in Wladimir nehmen wollten.

Bowling-Wettkampf Erlangen - Herzogenaurach - Wladimir.

Vereint nach dem Wettkampf: Bowling-Spieler aus Erlangen, Herzogenaurach und Wladimir mit Birgitt Aßmus.

Es zeigte sich dann auch sehr schnell: Die russischen Gäste hatten erhebliche Schwierigkeiten mit den ungewohnten Bahnverhältnissen und spielten diesmal für den Sieg keine Rolle. Denn besonders die Herzogenauracher Mannschaft drehte mächtig auf und lieferte den Favoriten von Flying Pins Erlangen, die in der Bereichsliga spielen, einen sehr spannenden Kampf. Jeder der drei Durchgänge endete äußerst knapp, und nach fast drei Stunden Spielzeit hatten die Herzogenauracher mit der Winzigkeit von nur 9 Pins die Nase vorn. Überragend dabei Mannschaftsführer Peter Meier, der mit dem Gesamtergebnis von 620 Pins einen Durchschnitt von 207 Pins spielte, und Andreas Mittelmeier, der sich mit starken 244 Pins im letzten Durchgang den Sieg sicherte.

Christian Reinmann

Christian Reinmann

Sehr erfreulich aus Erlanger Sicht war auch, wie der Jugendspieler, Christian Reinmann, von den Flying Pins mit einer Serie von 628 Pins und dem höchsten Einzelspiel von 262 Pins zum erfolgreichsten Spieler des Turniers wurde.

Bowling-Gruppe aus Wladimir in Nürnberg, geführt und photographiert von Ella Rogoschanskaja.

Bowling-Gruppe aus Wladimir in Nürnberg, geführt und photographiert von Ella Rogoschanskaja.

Alle Siegerinnen und Sieger erhielten Pokale und Urkunden aus der Hand von Bürgermeisterin Birgitt Asmuß, die sich begeistert zeigte von der fröhlichen und sehr freundschaftlichen Atmosphäre dieses sportlichen Vergleichs zwischen den Partnerstädten. Sie überreichte den Sportlern aus Wladimir Urkunden und Erinnerungsmedaillen. Die Vereinsvorsitzenden, Oleg Romanenko aus Wladimir und Wolfgang Meyer aus Erlangen, bedankten sich beim Sportland Erlangen und bei der Stadt Erlangen für die tatkräftige Unterstützung während dieser sehr abwechslungsreichen Besuchswoche, für die das Team um Andreas Schott ein buntes Programm aus Sport, Unterhaltung und Besichtigungen zusammengestellt hatte. „Wir sind sehr dankbar für die freundliche Aufnahme und die schönen Tage in Erlangen“, drückte Bowlingchef Oleg Romanenko die Stimmung der Wladimirer Sportler aus. Und die Gegeneinladung ist auch schon ausgesprochen!

Wolfgang Meyer

Und hier geht’s zum Rückblick auf die Begegnung in Wladimir vor genau einem Jahr: http://is.gd/kxzq86

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Der Sportbegegnungen zwischen Erlangen und Wladimir könnte es mehr geben. Die Klage über diesen Mangel hört sich fast schon wie ein Kontrapunkt in der vielstimmigen Melodieführung des Austausches an. Da ist es umso erfreulicher, wenn nach dem Schwimmen, dem Laufen, dem Radfahren und dem Fußball nun mit dem Bowling endlich eine weitere Disziplin auf den Plan tritt und das Zeug zu einem festen Kontakt hat, wie dem Bericht von Stefan Eberhardt zu entnehmen:

Ende April, Anfang Mai wurde ein weiteres Kapitel Städtepartnerschaft Erlangen- Wladimir geschrieben. Nach den bereits bestehenden und gut gepflegten Kontakten zwischen Vereinen, Firmen und Privatpersonen beider Städte taten sich diesmal Mitglieder des Erlanger Bowlingvereins Flying Pins, die mittwochs im Erlanger Sportland trainierenden All in One – Spieler samt Anhang, und ein Vertreter des Bowlingclubs Herzogenaurach zusammen, um Wladimir zu besuchen. Die Idee, ein Internationales Turnier in Wladimir auszurichten, entwickelte sich unter anderem durch die Kontakte von Peter Steger, der sich im Rathaus von Erlangen um rege Kontakte zu den  Partnerstädten bemüht, sowie auf Anregung von Wolfgang Meyer, der unermüdlich in seinem Bestreben ist, seinen Bowlingspielern neue Herausforderungen aufzugeben. Besonderen Dank auf russischer Seite hat dabei Roman Zyganow für seine exzellente Vorbereitung des Besuchs verdient. Insgesamt machten sich 19 Mitglieder aus Erlangen auf den Weg in das 2.500 km entfernte Wladimir. Viele von ihnen stiegen mit den in Deutschland vorherrschenden Meinungen über Rußland ins Flugzeug, ließen sich jedoch bald eines Besseren belehren.

Auf dem Kathedralenplatz

Auch wenn die Gruppe erst um Mitternacht in Wladimir ankam, wurden wir doch mit Pauken und Trompeten empfangen. Privatpersonen hatten sich bereit erklärt, die Gäste aufzunehmen, und jeder einzelne fühlte sich denn auch gleich heimisch. Viele von uns waren aufs Angenehmste davon überrascht, mit welcher Liebe zum Detail so manche Wohnung eingerichtet war. Nach der ersten kurzen Nacht, kamen dann zum ersten Mal unsere Sportgeräte zum Einsatz, die übrigens unter Profis nicht als Bowlingkugeln sondern als Bälle bezeichnet werden. Das erste Training war besonders für uns Erlanger wichtig, damit wir eine Vorstellung davon bekamen, wie die Bahnen zu spielen sind, denn im Bowling ist keine Bahn wie die andere. Die Anlage war in einem guten Zustand. Und so hatten wir unseren ersten sportlichen Höhepunkt der Reise. Aber auch nach dem Bowlingtraining kümmerte man sich ständig um die Gäste. Tagsüber stand uns eine Dolmetscherin zur Verfügung, die mit uns die Stadtbesichtigungen in Wladimir und im nahegelegenen Susdal unternahm. Auch für den Kulturinteressierten war also etwas geboten. Abends gab es dann nicht selten die Gelegenheit, mit den russischen Gastgebern die Wodkagläser zu erheben. Rundum gelungene Eindrücke konnten wir so von Wladimir und seinen Einwohnern sammeln.

Vor dem Wettkampf

Dann kam der Tag des Turniers. Jeder von uns war gespannt, was die Russen sich da ausgedacht hatten. Es begann mit der Aufteilung der Teams. Wir Erlanger traten mit drei Teams an, während die Spieler aus Wladimir vier Teams stellten. Nach einer kurzen Einspielphase ging es dann über drei Spiele richtig zu Sache. Als erstes wurden die beiden Nationalhymnen gespielt, dann begann die Jagd nach den Punkten. Nach eineinhalb Stunden Wettkampf standen die Ergebnisse fest. Platz 3 ging an ein Team aus Wladimir, Platz 2 an die Spieler des All in One -Teams Erlangen mit den Mitgliedern Nadine Merschel, Peter Meier, Bernd Friedrich und Stefan Eberhardt, die sich dadurch einen der begehrten Pokale des Tages sichern konnten. Mit nur knappem Vorsprung blieben der größte Pokal und die dazugehörenden Medaillen bei den Gastgebern, die sich darüber hinaus auch über diverse Geschenke des Erlanger Bowlingclubs freuen konnten. Für alle Beteiligten eine gelungene Veranstaltung! Aber auch unsere nicht aktiv spielenden Mitreisen, die sich während des Turniers als Fanclub der Erlanger Spieler in Szene zu setzen verstanden, wurden mit einem persönlichen Diplom geehrt, auf dem sogar der Stempel der Stadt abgedruckt war.

Das deutsche Team

Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise nach Wladimir war ein gemeinsames Abendessen mit den Familien, die uns beherbergten. Es wurde ein reichhaltiges Essen serviert. Nach dem einen oder anderen Toast auf die bestehende Städtepartnerschaft und auf neu geschlossene Freundschaften, folgte sogleich das Klingen der Wodkagläser. Und jeder trug seinen Teil zum heiteren Miteinander bei. Der Veranstaltungsort bot aber noch weitere Unterhaltungsmöglichkeiten, wie eine 6-Bahn-Bowlinganlage, Karaoke, Airhockeytische und Autoscooter, was viele von uns sehr unterhaltsam fanden. Natürlich haben wir und unsere russischen Freunden noch den einen oder anderen Hinweis ausgetauscht, wie man das eigene Bowlingspiel verbessern kann.

Vereint mit der russischen Fahne

Und da jede Reise einmal vorüber ist, neigte sich bald auch unser Aufenthalt in Wladimir dem Ende zu. Die Gastfreundschaft der Menschen in Wladimir wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Ist nur zu hoffen, die russischen Gäste werden sich bei ihrem Gegenbesuch, der schon in naher Zukunft stattfinden soll, genauso wohl fühlen.

So sehen Sieger aus.

Würde mich heute jemand fragen, ob ich Lust hätte, aus dem ein oder anderen Grund nach Wladimir zu reisen, so würde meine Antwort lauten: „Nur allzu gerne, würde ich diese Stadt noch einmal besuchen!“

Text und Bilder: Stefan Eberhardt

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