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Posts Tagged ‘Fieste de Arte’


Der Kunstkreis Tennenlohe wurde 1999 gegründet, um der bereits drei Jahre zuvor von Dieter Erhard ins Leben gerufenen „Fiesta de Arte“ zusätzlichen organisatorischen Halt zu geben. Sechsmal führte der Tennenloher Verein die „Fiesta de Arte“ dann selbst durch und schrieb dreimal einen „Tennenloher Kunstförderpreis“ unter Kunststudenten aus.

Dietrich Puschmann eröffnet die Veranstaltung

Jetzt, zum zwanzigjährigen Jubiläum, knüpft der Kunstkreis wieder an seine Anfangsjahre an und lud in der vergangenen Woche noch einmal zu einer – wenn auch kleinen – „Fiesta de Arte“ ein. Zwei der fünf Künstler haben schon einmal bei einer früheren „Fiesta de Arte“ eine Arbeit für Tennenlohe geschaffen: Isabelle Brisset (2008) aus Rennes und Igor Tschernoglasow (2006) aus Wladimir,  die drei übrigen – Nuna Frei aus Nürnberg sowie Kirill Wedernikow und Igor Tschernoglasows Sohn Sergej, beide aus der russischen Partnerstadt – sind zum ersten Mal in Tennenlohe dabei.

Sergej und Igor Tschernoglasow, Kirill Wedernikow, Nuna Frei, Tobias Ott und Isabelle Brisset

Isabelle Brisset hat ein winziges Atelier am schönsten Platz von Rennes. Ihre poetischen, leuchtend farbigen, verspielten Bilder zeigen eine fantastische Welt von Zwergen, Schmetterlingen, Elfen, fliegenden Fischen und anderen zauberhaften Wesen. Zwischen England und China hat sie schon in vielen Ländern ausgestellt. Aber nach Tennenlohe ist sie gerne ein zweites Mal gekommen.

Isabelle Brisset, Nuna Frei, Sergej und Igor Tschernoglasow sowie Kirill Wedernikow vor ihrem kollektiv geschaffenen Bild

Nun Frei, bürgerlich Sabrina Brandstätter, lebt in Nürnberg, stammt aber aus der Oberpfalz. Dazwischen liegt eine lange Reise, die sie durch mehrere Länder Südamerikas – Chile, Argentinien, Peru, Bolivien und Ecuador – führte. Die Farben Südamerikas und die Kunst der Fassadenmalerei, der „Murales“ hat sie von dieser Reise mitgebracht. Gegenwärtig zeigt die Nürnberger „Nordkurve“ in Gostenhof eine Ausstellung mit ihren Arbeiten.

Sergej Tschernoglasow und Dietrich Puschmann mit einem Geschenk aus Stein des Wladimirer Künstlers

Traditionell fand die „Fiesta de Arte“ immer in der Kirchweih-Woche in Tennenlohe am dritten August-Wochenende statt. Deswegen lebten und arbeiteten die Künstler auch jetzt in Tennenlohe, wo gestern Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens und ein großer Kreis Interessierter im Skulpturenpark die fertigen Werke abnahm.

Sergej Tschernoglasow und seine „Umarmung“

Fertig? Nicht ganz. Die beiden Bildhauer, Igor und Sergej Tschernoglasow, legen heute noch letzte Hand an ihre Skulpturen an. Der Stein mit den vielen Einschüssen hatte zu viel Widerstand gegen die Bearbeitung geleistet. Doch die beiden Perfektionisten machen keine halben Sachen.

Sergej Tschernoglasow, Susanne Lender-Cassens, Igor Tschernoglasow und seine „Waldfrau“ sowie Kirill Wedernikow

Igor Tschernoglasow, lange Jahre Vorsitzender des Künstlerverbands der Region Wladimir, gehört zu den angesehensten Meistern seines Fachs und erhält Aufträge aus dem ganzen Land – ebenso wie Kirill Wedernikow, der trotz seiner jungen Jahre schon in Moskau, Sankt Petersburg oder Nischnij Nowgorod seine Arbeiten schuf, die in ihrer ikonographischen Verbindung von Tradition und Moderne, in ihrem unverwechselbaren Amalgam aus inniger Spiritualität und manifester Diesseitigkeit beweisen, daß er seinen ganz eigenen Weg gefunden hat.

Susanne Lender-Cassens, Kirill Wedernikow und sein „Schutzengel“ sowie Igor und Sergej Tschernoglasow

Die Arbeiten bleiben auf der Wiese an der Wied, also für jedermann jederzeit zugänglich. Eines der beiden Bildnisse von Tschernoglasow d. Ä. und Tschernoglasow d. J. wird allerdings demnächst einen Platz auf der Skulpturenachse jenseits der B2 im Tennenloher Forst finden. Welche, das entscheidet der Kunstkreis. Es soll ja noch Platz sein für weitere Werke von Künstlern aus dem Großraum und den Partnerstädten.

Detail aus dem „Schutzengel“ von Kirill Wedernikow: die Vielfalt des Glaubens mit nur einer gemeinsamen Tür. Es ist an uns, sie zu öffnen…

Doch jetzt erst noch einmal ein großes Danke, Merci und Спасибо an Mister Puschmann, wie die Gäste aus Wladimir den Vorsitzendenden des Kunstkreises, Dietrich Puschmann, nannten, an sein Team, an die Anwohner und vor allem auch an Dieter Erhard, der mit Rat, Gerät und Tat viel zum Gelingen dieses Festes der partnerschaftlichen Kunst beitrug.

Und hier ist noch einmal alles auf Anfang gesetzt: https://is.gd/DvYEYj

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