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Posts Tagged ‘Erlanger Foto Amateure’


Vom 14. bis 20. März war ich nach einer zehnjährigen Pause endlich wieder in Erlangen zu Gast, anläßlich des 35jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft auf Einladung von Othmar Wiesenegger vom Photoklub der Siemens AG.

Erlangen, gesehen von Wladimir Fedin

Müßte ich die Eindrücke von dieser Reise in ein Wort zusammenfassen, käme etwas heraus wie „umwerfend“. Vom ersten Tag an, als meine Frau Swetlana und ich mit Othmar und seiner Frau Beatrix durch Erlangen spazierten und dann in Begleitung der großartigen Lutz Weinrebe den Turm der Neustädter Kirche bestiegen. Den Eindruck der Schönheit dieses weiten Blicks konnten weder Kälte noch schneidender Wind trüben.

Straßenszene ich Erlangen

Am zweiten Tag besuchten wir das unglaublich nette und gemütliche Dorf Hetzles, eine halbe Autostunde von Erlangen entfernt, wohin uns Karin Günther begleitete, die Vorsitzende der Erlanger Foto Amateure. Jedes Fachwerkhaus am Wegrand wurde zu einer kleinen Entdeckung, jede Einzelheit erfreute das Auge.

Birgitt Aßmus, Othmar Wiesenegger, Karin Günther, Wladimir Fedin und Peter Steger

Am Abend dann eine angenehme Überraschung, die uns Karin Günther bereitete, ein Mensch, der sich darauf versteht, zu organisieren und Menschen zusammenzubringen: Die Ausstellung von Wladimir Fedin „Winter in Wladimir“. Eine überaus herzliche Atmosphäre in der Redaktion der Erlanger Nachrichten, so herzerwärmend, daß fast der Schnee auf den Bildern getaut wäre.

Karin Günther und Wladimir Fedin

Tag drei brachte mit dem Ausflug nach Würzburg eine weitere erstaunliche Überraschung. Man kann sich ja nicht anders als begeistern für diese alte und klassische Stadt am Main!

Würzburg, gesehen von Wladimir Fedin

Nicht unterschlagen will ich auch ein weiteres Ereignis dieses Tages, den Geburtstag von Othmar. Wir waren ganz wißbegierig zu sehen, wie ein Geburtstag in Deutschland gefeiert wird. Zu unserer Verwunderung gab es da jede Menge Übereinstimmungen, besonders die wichtigste, die für Wladimir wie Erlangen gilt: Kommen gute Freunde zum Fest, ist die Feier gelungen.

Wladimir Fedin in Würzburg

Der vierte Tag führte uns zusammen mit unseren Gastgebern ins märchenhafte Rothenburg o.d.T., wo es wieder großartige Eindrücke gab, so etwa eine für uns ganz unerwartete Begegnung mit ganz arglosen Störchen und den Besuch eines fränkischen Weingutes.

Rothenburg, gesehen von Wladimir Fedin

Und dann all die Motive für die Kamera, all das Schöne in der Stadt! Einfach umwerfend!

Przewalski-Wildpferde im Tennenloher Forst

Tag fünf begann mit einem Spaziergang durch den verschneiten (!) Tennenloher Forst, wo wir ganz ungewöhnliche Skulpturen bewunderten und uns an den Wildpferden erfreuten.

Othmar Wiesenegger

Lustig gestaltete sich dann ein weiterer Spaziergang durch Erlangen, wobei wir immer wieder einen Blick in eines der kleinen Geschäfte waren, wo uns immer wieder etwas Angenehmes erwartete, mal Live-Musik oder eine Begegnung mit Landsleuten, ein Glas Sekt zum Anstoßen und vieles mehr. Danke, Beatrix!

Am Wegrand

Der Tag klang dann aus dem dem Festkonzert zum 35jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft.

Fachwerk

Eine großartige Tour durch die Fränkische Schweiz mit Familie Martin erwartete uns am sechsten Tag. Diese geheimnisvolle Gegend zeigt sich übervoll mit allen möglichen Schönheiten der Natur und Geschichte, ungezählten bizarren Felsen und gigantischen Brocken. Einfach unmöglich, sich da von der Kamera loszureißen. Ein Ort schöner als der andere.

Swetlana Sirko, Othmar Wiesenegger und Renate Winzen

Einen unauslöschlichen Eindruck machte zum Abschluß unserer Reise an Tag sieben der kleine Spaziergang durch Nürnberg und die improvisierte Photosession mit Othmar, Renate Winzen und meiner Frau Swetlana im Museumsladen „Leika“. Zwei Photographen, die sich hier so richtig austoben konnten.

Wladimir Fedin mit seinen Bildern im Club International der Volkshochschule Erlangen

Um 18.25 Uhr dann – auf Wiedersehen, Deutschland, auf Wiedersehen, du heimeliges Erlangen. Bis zum nächsten Mal, bis zu den nächsten Photoeindrücken!

Wladimir Fedin

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Auch wenn die Wladimirer Winterbilder von Wladimir Fedin schon seit dem 26. Februar in den Räumen der Redaktion der Erlanger Nachrichten hängen, ist die Ausstellung doch erst mit der gestrigen Midissage so richtig eröffnet worden. Mit Stadträtin Birgitt Aßmus, die von der Städtepartnerschaft in ihrem 35. Jahr des Bestehens als einer „Bewegung von unten“ sprach, in der Vereine wie die Erlanger Foto Amateure die treibende Rolle spielen und wo man aus den gleichen Gründen miteinander lacht und weint.

Karin Günther, Wladimir Fedin, Othmar Wiesenegger und Birgitt Aßmus

In der Tat ist dieses Miteinander immer wieder so überraschend wie erstaunlich und führt nicht nur Russen und Deutsche, sondern auch Erlanger mit Erlangern zusammen. Exempli causa: Othmar Wiesenegger schließt sich als Mitglied der Fotogruppe Siemens Erlangen der Gruppe an, die im September vergangenen Jahres zum Halbmarathon nach Wladimir reist und lernt dort den Photographen Wladimir Fedin kennen, der ihn nicht nur als Gast bei sich aufnimmt, sondern auch hilft, so manches Motiv zu entdecken. Es kommt, wie es kommen soll. Die beiden freunden sich an, und es folgt die Einladung nach Erlangen.

Winterbilder aus Wladimir

Hier, in Erlangen, pflegt Wladimir Fedin aber schon seit Anfang der 90er Jahre Freundschaft zu den Erlanger Foto Amateuren, deren Vorsitzende, Karin Günther, für den Gast die Ausstellung bei den Erlanger Nachrichten vermittelte. So erst kam zustande, was jetzt noch bis zum 6. April jeweils von Montag bis Freitag zwischen 13.00 Uhr und 17.30 Uhr zu sehen ist: Winterbilder aus Wladimir, wo es übrigens schon wieder kräftig geschneit hat, während die Temperaturen dieser Tage noch einmal unter die Minus-Zwanzig-Grenze fallen können.

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Da der Künstler erst Mitte des Monats auf Einladung seines Kollegen, Othmar Wiesenegger, anreist, haben die Erlanger Foto Amateure die Midissage der Ausstellung „Winter in Wladimir“ mit Bildern von Wladimir Fedin auf Donnerstag, den 15. März, 18.00 Uhr, gelegt. Doch schon seit Montag sind die Arbeiten mit feinem Sinn für stimmungsvolle Details in den Räumen der Erlanger Nachrichten zu sehen.

Ausstellung Wladimir Fedin

Wer den Künstler, den der Vater bereits durch das Objektiv blicken ließ, also persönlich kennenlernen möchte, nutze die Gelegenheit der Midissage, ansonsten besteht ja bis zum 6. April ausreichend Gelegenheit, sich einen Eindruck vom Schaffen des seit Anfang der 90er Jahren mit den Erlanger Foto Amateuren im fruchtbaren Austausch stehenden Wladimir Fedin.

Ausstellung Wladimir Fedin

Der Photograph war für verschiedene Zeitungen tätig, leitete einige Studios in der Partnerstadt, arbeitet aber seit einiger Zeit als freier Künstler, der sich auf Landschaften und Architektur ebenso versteht wie auf Portraits. Man darf schon jetzt gespannt sein, welche Momente er während seines einwöchigen Besuchs in Erlangen einfängt und dann sicher eines Tages in Wladimir zeigt.

Boris Putschkow: Winter in Wladimir

Das Thema „Winter“ bleibt unterdessen Wladimir sicher noch länger erhalten als uns in Erlangen. Die erste Frühlingsnacht ließ das Thermometer wieder auf Temperaturen um die – 25° C fallen, und Schnee ist auch noch angesagt für die nächsten Tage. Erst ab dem 8. März erwartet man die ersten Tage mit Tauwetter.

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Wladimir leutet weiß und kalt, / die Schritte gehn im Schnee verloren, / der Himmel spannt sich blau, gefroren, / gibt allem eine Lichtgestalt.

Wladimir Fedin – winterliche Straßenszene in Wladimir

Ein Schweigen auf den Hügeln ruht, / und nur die Träume leise sprechen / vom Frost, in dem die Bäume brechen, / vom warmen Glimmen einer letzten Glut.

Wladimir Fedin – Nachtblick auf Wladimir

Die Stadt liegt starr entlang dem Rain, / der Kljasma will der Atem stocken. / Und später fallen stumme Flocken / auf Wald und Feld und Stein.

Wladimir Fedin – Wladimir an der Kljasma

So bleibt es nun noch lange Zeit, / in der die Worte Wolken hauchen / und klanglos in die Tiefe tauchen, / wo alles weiß wird und so weit.

Wladimir Fedin – Stadt im Frosthauch

Aber was vermögen schon Worte – gewidmet Inge Obermayer, die heute zu Grabe getragen wird – angesichts solcher Bilder, gesehen von Wladimir Fedin, der Mitte März nach Erlangen kommen will. Wahrscheinlich gerade rechtzeitig zur Finissage seiner Ausstellung in den Redaktionsräumen der Erlanger Nachrichten.

Wladimir Fedin – Stilleben mit Kontrabaß in Wladimir

Eine Idee und Initiative von Karin Günther, Vorsitzende der Erlanger Foto Amateure, die schon Mitte des Monats Gestalt annehmen wird. Und Ergebnis einer schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert währenden künstlerischen Zusammenarbeit zwischen den Erlanger und Wladimirer Hobbyphotographen.

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Heute gibt das Quartett um Igor Besotosnyj um 19.00 Uhr in der m&i-Fachklinik Herzogenaurach sein letztes Konzert. Gleich nach der Zugabe und einem kleinen Imbiß setzt sich das Kammerensemble dann in den eigenen VW-Bus, vollgepackt mit Weihnachtspost, und tritt die 2.500 km lange Heimreise noch in der Nacht an, denn zu Hause erwartet die Musiker bereits ein voller Terminkalender. Abschied wird die Gruppe da nicht nur wieder vom begeisterten Publikum nehmen, sondern vor allem auch von Dorothee Lotsch.

Swetlana Besotosnaja, Igor Besotosnyh, Olga Besotosnaja, Alexander Schaposchnikow, Dorothe Lotsch und an der Kamera Volker Henn

Swetlana Besotosnaja, Igor Besotosnyj, Olga Besotosnaja, Alexander Schaposchnikow, Dorothee Lotsch und an der Kamera Volker Henn

Es war wohl eine besondere Fügung des Schicksals, als der Erlanger Konzertveranstalter, Dirk Koch-Gadow, die Diplom-Biologin und Sängerin mit einem Faible für Alexandra vor acht Jahren mit den Künstlern aus Wladimir bekanntmachte. Denn seither verbindet die Penzbergerin eine musikalische Seelenverwandtschaft mit den russischen Instrumentalisten, eine Verbindung, die bereits zwei Jahre später zur gemeinsamen Einspielung der CD “Lieder der Russischen Seele, Erinnerung an Alexandra” führte. Im Dezember 2010 dann ein weiterer Höhepunkt: Dorothee Lotsch tritt in Wladimir beim Festkonzert zum 50. Geburtstag von Igor Besotosnyj, dem Kopf des Kammerensembles, auf und erlebt den ganzen künstlerischen Reichtum der Partnerstadt. Ein Glücksfall für beide Seiten! Dorothee Lotsch begleitet seither nicht nur die Tourneen des Quartetts, sie organisiert sie auch: allein in diesen Dezembertagen mit acht Auftritten von München über Starnberg nach Erlangen, Gremsdorf, Bad Heilbrunn, Penzberg, Lauf und heute eben zum Abschluß Herzogenaurach. Für die Gastspiele im nächsten Jahr braucht es nun besseres Bildmaterial. Dabei helfen die Erlanger Fotoamateure – in Person von Volker Henn, der sich gestern den ganzen Vormittag Zeit nahm, um die Gäste aus der Partnerstadt ins rechte Licht zu setzen. Danke dafür! Danke auch an Carsten Distler, der sein Tanzhaus als Bühne für die Aufnahmen zur Verfügung stellte. Danke aber besonders an Dorothee Lotsch, deren Ernennung zum Ehrenmitglied der Philharmonie Wladimir wohl nur noch eine Frage der Zeit ist. Verdient hätte sie es schon jetzt! Letzte Möglichkeit in diesem Jahr, sich davon zu überzeugen: heute, 19.00 Uhr, Herzogenaurach, m&i-Fachklinik. Und dann heißt es wieder ein Jahr warten auf das musikalische Christkind aus Wladimir.

Mehr zu Dorothee Lotsch unter: http://www.dorothee-lotsch.de, und eine Konzertkritik ist zu finden im Blog unter: http://is.gd/LoxGrL

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Wenn Erlangen stolz auf seine Kultur in deren weitesten Wortsinn sein darf, wenn wir uns hier über ein auskömmliches Miteinander von Einheimischen und Zugereisten freuen dürfen, wenn die Stadt ihr selbstgewähltes Motto „offen aus Tradition“ verdient, dann ist das wesentlich der Arbeit in den Bürgertreffs zu verdanken. Die noch immer frisch renovierte Villa unter Leitung von Klaus Probst ist dafür ein ganz vorzügliches Beispiel.

Barbara Warner 1

Man muß sich nur einmal das Programm der Einrichtung ansehen, das von kulinarischen Veranstaltungen über Führungen durch den Stadtteil Anger bis hin zu Konzerten und Theateraufführungen für große und kleine Zuschauer oder Gartenfesten reicht. Man muß sich nur einmal die Liste der hier verankerten Vereine und Selbsthilfegruppen ansehen, die geographisch von Italien bis Eritrea oder Argentinien reicht und Jesus Freaks neben Transpeople oder Weight Watchers Raum gibt. Hier, wo sich die Bürgergesellschaft täglich neu zusammenfindet, wo Integration und Toleranz geprobt werden, wo die Kulturen der Welt eine Heimstatt haben, hier ist auch der richtige Ort, für die Ausstellung „Aus aller Welt“ der Erlanger Fotoamateure, zu deren bemerkenswertem Programm es gehört, mit ihren Bildern die Vielfalt der Kulturen, Völker und Länder zu zeigen – mit besonderem Akzent auf die Partnerstädte.

Ausstellungseröffnung mit allen beteiligten Künstlern der EFA

Ausstellungseröffnung mit allen beteiligten Künstlern der EFA sowie mit Elisabeth Preuß und Klaus Probst

Wie wichtig diese bewußtseinsbildende und weltanschauliche Arbeit nach wie vor – und vielleicht sogar mehr denn je – bleibt, weiß Bürgermeisterin Elisabeth Preuß aus ihrer täglichen Arbeit in den Bereichen Soziales, Integration und Internationales. Da liegt ein Bonmot nahe, das Alexander von Humboldt zugeschrieben wird und das sie gestern bei der Midissage der Ausstellung zitierte: „Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.“

Barbara Warner

Barbara Warner

Die Bilderschau nimmt eindrucksvolle Ansichten aus Abu Dhabi, Vietnam, Afrika, Erlangen, aus der Freundschaftsstadt Cumiana – und aus Wladimir in den aufmerksamen Blick. Dabei genügt, wie im Falle von Barbara Warner, offenbar ein einziger Besuch, um einzigartige Einblicke in die erhabene Schönheit der Partnerstadt zu gewähren. Die Arbeiten des langjährigen Mitglieds der Erlanger Foto Amateure (EFA), entstanden im Winter 2008/2009, zeugen vom feinen Gespür der Künstlerin für den richtigen Augenblick, für die rechte Perspektive und die stimmige Atmosphäre. Sehenswert!

Elisabeth Preuß vor einem Panoramabild Wladimirs von Sergej Uchin

Elisabeth Preuß vor einem Panoramabild Wladimirs von Sergej Uchin

Und noch zu sehen – wie auch die überwältigenden Panoramen aus Wladimir von Sergej Uchin und all die anderen Bilder, die hier keinen Platz mehr finden – in der Villa bis zum 31. Januar. Es gibt hier viel zu entdecken und zu erleben, auch jenseits der Ausstellung „Aus aller Welt“. Ein Blick auf die Homepage http://www.villa-angertreff.de ist der beste Einstieg.

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Inmitten ihrer Wladimirer Freunde

Vor fast genau neun Jahren, am 17. Dezember 2001, überreichte Bürgermeister Gerd Lohwasser im Bürgertreff Röthelheim, dem Stammquartier der Erlanger Fotoamateure, Karin Günther den „Ehrenbrief der Stadt Erlangen für Verdienste um das kulturelle Leben“. Daraus heute zu zitieren, ist alles andere als das Aufwärmen von ollen Kamellen, es ist so aktuell und zutreffend wie damals:

 

Nichts entgeht ihr

Karin Günther wurde 1940 in unserer Patenstadt Komotau geboren und lebt seit 1967 in Erlangen. Seit ihrer frühesten Jugend hat sie sich dem Hobby Photographie verschrieben. Menschen und Landschaften sind ihre bevorzugten Motive. Harmonisch läßt sie mit Sandwich-Technik Modelle und Natur miteinander verschmelzen. Bereits im Jahr 1982 leiteten Sie die Fotogruppe Erlangen, aus der dann 1991 der Erlanger Foto Amateure (EFA) hervorgingen, und haben seither den Vorsitz übernommen.

Siesta in Schweden

Sie, liebe Frau Günther, und zahlreiche Mitglieder der Erlanger Foto Amateure engagieren sich stets beim Auf- und Ausbau der Städtepartnerschaften. Ich möchte hier nur an Ihr Engagement in Jena und besonders in Wladimir erinnern. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Erlanger Foto Amateure oder im Alleingang zeigten Sie mehrmals im Jahr Ihre Bilder, wobei dies nicht nur in Erlangen geschieht – und hier sie nur an die Entstehung der sogenannten „Fenstergalerie“ hier im Bürgertreff Röthelheim erinnert -, sondern auch in den beiden genannten Partnerstädten. Viel Beachtung fanden auch Ausstellungen in Porto Alegre in Brasilien, zur Jubiläumsausstellung „150 Jahr Photographie“ in Moskau 1990 oder anläßlich der Kulmbacher Phototage.

Immer schußbereit

Mit Ihrer Kamera – ich vermute, es ist unter anderen die sagenhafte Canon F 1 – dokumentieren Sie Lebenssituationen in unserer Stadt und in unserer fränkischen Heimat. Daraus entstanden die Ausstellungen wie „Leben in Erlangen“, „Gegensätze und Kontraste“ oder die wechselnden Schauen im Raum 17 des Frankenhofes, im Hotel Luise oder hier in der „Fenstergalerie“. Natürlich hilft Frau Günther auch ihren Künstlerkollegen aus den Partnerstädten und anderen Klubs, Ausstellungen zu organisieren und zu hängen. Daraus ist auch die innige familiäre Verbindung zu den Familien Filimonow, Uchin und Fedin in unserer russischen Partnerstadt entstanden, wobei über das gemeinsame künstlerische Interesse an der Photographie hinaus auch die humanitäre Seite nicht zu kurz kommt.

Überblick

Ungezählt sind die Briefe mit Inhalt (!) und Päckchen, die ihre dankbaren Empfänger in Wladimir erreicht haben. Aber auch die großen Hilfsaktionen haben Frau Günther viel zu verdanken, da sie viele von ihnen dokumentiert hat, von der Zusammenstellung der Photos von den Bürgerreisen ganz zu schweigen. Das Erlangen-Haus verdankt seinen guten Ruf als Kleingalerie in Wladimir just Karin Günther, die dort die Wände regelmäßig bebildert und dafür auch die Mitglieder der EFA gewinnt. Nicht verschwiegen werden sollte auch, daß auf ihre Initiative hin in Wladimir ein Partnerverein entstanden ist.

Ohne Worte

Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten in Sachen Photographie geben Sie, Frau Günther, seit vielen Jahren im Rahmen von Workshops an der Jugendkunstschule des Kinderferienprogramms des Kultur- und Freizeitamtes weiter. Bereits heute möchte ich mich für das Engagement der Erlanger Foto Amateure im anstehenden Jubiläumsjahr bedanken, wo Sie gemeinsam mit den Klubs der Erlanger Partnerstädte eine große Ausstellung in der Städtischen Galerie im Palais Stutterheim vorbereiten, die ab dem 7. Juli 2002 zu sehen sein wird.

Liebe Frau Günther, die Stadt Erlangen möchte Ihnen heute sehr herzlich für Ihr jahrzehntelanges wertvolles kulturelles Schaffen im Ehrenamt danken. Haben Sie doch in all den Jahren viele interessante Situationen festgehalten und dokumentiert und im Rahmen ungezählter Ausstellungen uns allen eine andere An- und Einsicht – eben aus Ihrem Blickwinkel – gezeigt. Ich wünsche Ihnen und allen Mitgliedern der Erlanger Foto Amateure weiterhin viel Freude bei Ihrem kreativen Hobby.

Verzaubert

Wer nun meint, damit sei alles gesagt, irrt gewaltig! Karin Günther – wer sie kennt, wird es nicht anders erwarten -ruhte sich nicht auf den Lorbeeren aus, vielmehr schaltete sie noch einen Gang hoch. Denn, wenn sie eines nicht ausstehen kann, dann ist das Stillstand, Müßiggang, Saumseligkeit. Längst hat sie denn mit ihrem Klub auch den Museumswinkel als veritable Ausstellungsfläche entdeckt und damit noch mehr Aufmerksamkeit für die EFA und eben die Partnerstädte geweckt. In diesem Jahr dann wieder ein mutiger Sprung über eine Grenze hinweg, an der noch viel Verständigung und Versöhnung notwendig sind: In Komotau geboren, stellte Karin Günther nun erstmals – Aktphotos – in Chomutov, wie die Stadt in Nordböhmen heute heißt, aus und vereinbarte für das nächste Jahr, wenn wir das 60jährige Jubiläum der Patenschaft über die Heimatgemeinde Komotau feiern, eine Schau der tschechischen Photographen in Erlangen. Nebenbei regte sie auch noch eine Bürgerreise des Stadtverbands der Erlanger Kulturvereine nach Chomutov an. S. http://www.erlangen.de/de/desktopdefault.aspx/tabid-854/2772_read-21866

Im Kreis der EFA

Grüße zu ihrem heutigen runden Geburtstag erreichen Karin Günther sicher aus Jena, Rennes, Eskilstuna und anderen Partnerstädten, doch die allerherzlichsten kommen sicher aus Wladimir von Sergej Uchin, Wladimir Filimonow und Wladimir Fedin, die sie seit Anfang der 90er Jahre kennt. Sie und ihre Freunde aus Erlangen wünschen ihr und den EFA noch viele gelungene Expeditionen mit der Kamera und danken für all die guten Eindrücke aus aller Welt, vermittelt von Karin Günther und ihrer Truppe. Wenn man sich nämlich ein Bild von Wladimir, Erlangen oder einer anderen Ecke der Welt machen will, ist man nirgendwo besser beraten und aufgehoben als bei Karin Günther und den EFA. Denn da, wo die EFA ihre Photos zeigen und austauschen, ist kein Platz mehr für Feindbilder!

Danke an Roland Thamm und Wladimir Fedin für die Photos!

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