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Posts Tagged ‘Erlangen-Haus Wladimir’


Dieser Tage prüfte das Goethe-Institut Moskau wieder einmal das Sprachlernzentrum Wladimir im Erlangen-Haus auf Herz und Nieren. Immerhin werden ja in der Partnerstadt sämtliche Prüfungen abgenommen, für die man früher eigens in die Hauptstadt zu reisen hatte. Da muß Qualitätsmanagement sein. Und – man darf es vorwegnehmen – das Ergebnis überzeugte wieder einmal auf ganzer Linie. Von 180 möglichen Punkten erzielte das Team um Tatjana Kirssanowa fast 172 Zähler, in den entscheidenden Kategorien wie Qualifikation des Personals, Angebot und Kundenzufriedenheit sowie Sprachkursorganisation gab es sogar überhaupt keinen Abzug, sprich, die Erwartungen wurden zu 100% erfüllt. Da kann man nur voller Bewunderung und Anerkennung gratulieren!

Jelena Michajlowa, Natalia Dumnowa, Tatjana Kolesnikowa, Natalia Kirssanowa, Jekaterina Ussojewa und Tatjana Kirssanowa

Hinter diesem Erfolg stehen natürlich ganz konkrete Gesichter. Beginnen wir links mit Jelena Michajlowna, die nach längerer Pause im Mutterschutz mit zwei Kindern wieder an Bord ist und als einzige Lehrkraft des Erlangen-Hauses auch noch an der Fakultät für Fremdsprachen der Universität Wladimir tätig ist. Die Dozentin hat demnächst die Möglichkeit mit einem Stipendium des Goethe-Instituts einen Sprachkurs in Deutschland zu absolvieren. Am nächsten Dienstag beginnt ihr „Start Deutsch“ für alle, die bis Ende Januar rasch viel lernen wollen und dafür genug Zeit mitbringen, zum Beispiel jene, die es zwecks Eheschließlung in die Bundesrepublik zieht. Natalia Dumnowa, Tatjana Kolesnikowa und Natalia Korssakowa, die drei Allzweckwaffen im Team, wobei letztere auch noch für die Online-Kursräume zuständig ist und die beiden Accounts in den Sozialen Netzwerken betreut. Jekaterina Ussojewa kam schon als Zwölfjährige ans Erlangen-Haus und wurde damals ausnahmsweise aufgenommen, weil sie durch ihre Mutter, eine Deutschlehrerin, sprachlich schon „vorbelastet“ war. Noch vor ihrem Schulabschluß bestand sie die C1-Prüfung des Goethe-Instituts, bevor sie nach Sankt Petersburg zum Studium ging und nun im Vorjahr zurückkehrte nach Wladimir und ans Erlangen-Haus. Die Pädagogin ist neben Anna Lesnjak, derzeit im Mutterschutz, sozusagen ein hauseigenes Gewächs. Fehlt nur noch Tatjana Kirssanowa, die alle organisatorischen Fäden des Sprachlernzentrums in Händen hält und im Lehrberuf ihre Erfüllung findet.

Am ersten Sonntag im Oktober begeht man in der Russischen Föderation den „Tag des Lehrers“, den Natalia Korssakowa zum Anlaß nahm, um auf Instagram folgende Nachricht zu hinterlassen: http://www.instagram.com/n.kors @n.kors

Я люблю свою работу 💚

Ich liebe meine Arbeit.

💚Люблю за то, что она никогда не бывает скучной, как бы банально это не звучало 😊 люблю заходить в аудиторию и видеть интерес в глазах учеников, когда им нравится и процесс, и результат 👍

Ich liebe sie dafür, daß sie nie langweilig wird, wie banal das auch klingen mag. Ich gehe gern in die Klasse, um das Interesse in den Augen der Schüler zu sehen, wenn ihnen der Ablauf wie das Ergebnis gefallen.

💚Получаю истинное удовольствие от своих трудов: люблю и искренне радуюсь, когда ученики достигают своих целей – поступают в немецкие университеты, сдают международные экзамены, путешествуют без боязни быть непонятым, да и просто получают удовольствие от изучения немецкого ⠀

Meine Aufgaben bereiten mir ein wahres Vergnügen: Ich genieße es und freue mich aufrichtig, wenn meine Schüler ihre Ziele erreichen, an eine deutsche Universität gehen, internationale Prüfungen ablegen, Reisen machen, ohne zu fürchten, nicht verstanden zu werden, und einfach Freude am Deutschlernen haben.

💚 я сама люблю учиться! и моя работа дает мне возможность профессионально развиваться, и это не только семинары и онлайн- обучение, но и ежедневная рефлекция после занятий ⠀

Ich lerne selbst gern! Und meine Arbeit gibt mir Gelegenheit, mich beruflich weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um Seminare und online-Fortbildung, sondern auch um die tägliche Reflexion nach dem Unterricht.

💚Люблю за возможность говорить на прекрасном языке 🇩🇪 и донести эту красоту другим

Ich liebe meinen Beruf für die Möglichkeit, mich in einer herrlichen Sprache auszudrücken und diese Schönheit anderen zu vermitteln. ⠀

💚 люблю за то, что в @erlangenhaus самые лучшие коллеги на свете ❤

Ich liebe ihn dafür, daß ich im Erlangen-Haus die allerbesten Kolleginnen auf der Welt habe.

Da bleibt der Kommentator sprachlos!

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Bald ist es ein Vierteljahrhundert her, seit das Erlangen-Haus eröffnet wurde. Am 7. Mai 1995 eröffneten die beiden Oberbürgermeister, Dietmar Hahlweg und Igor Schamow, diese Botschaft der Volksdiplomatie, wo heute das Sprachlernzentrum des Goethe-Instituts untergebracht ist, die Fäden der partnerschaftlichen Beziehungen zusammenlaufen – und wo man sich gut bettet.

Oleg Modorow, Dmitrij Cholin und Swetlana Schelesowa

Was weniger bekannt ist: Der Garten des Erlangen-Hauses ist längst auch zu einem Ort der kulturellen Begegnungen geworden – mit einer Skulptur von Stefan Schnetz, einem Figurenensemble von Johannes Koch, mit den von Erlanger und Wladimirer Künstlern gestalteten Mauer zum Nachbargrundstück. Nun, zum bevorstehenden Jubiläum im Mai, ist auf Anregung von Swetlana Schelesowa, der stellvertretenden Leiterin des Erlangen-Hauses eine weitere Kunstaktion geplant, um schon von außen, von der Straßenseite auf den besonderen Charakter dieses Anwesens aufmerksam zu machen. Geht es nach Dmitrij Cholin, den Vorsitzenden des Regionalen Wladimirer Künstlerverbands, und seinen Kollegen, Oleg Modorow, wir hier bis zur 25-Jahr-Feier eine Silhouette Erlangens zu sehen sein, entworfen und gestaltet gemeinsam, wie es eben sein soll in der Partnerschaft.

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Die meisten in Wladimir kennen sie nur als die Witwe ihres 2002 verstorbenen Mannes, des deutsch-russischen Künstlers Pjotr Dik, die sich bis heute um dessen graphisches Erbe kümmert und Ausstellung um Ausstellung organisiert, dabei spielt Kira Limonowa als vielfach ausgezeichnete Architektin für die Städtepartnerschaft mit Wladimir eine im Wortsinne aufbauend-konstruktive Rolle. Unter ihrer kundigen Leitung nämlich erstand das baugeschichtlich wertvolle Erlangen-Haus buchstäblich aus Ruinen. Zusammen mit ihrem Erlanger Gegenpart, Helmut Eichler, achtete sie während der Arbeiten von 1993 bis zur Eröffnung 1995 auf jedes Detail und lieferte – wer wollte da widersprechen – ein Meisterwerk dafür ab, wie man alte Bausubstanz – ein ehemaliges Kaufmannshaus aus dem späten 19. Jahrhundert, jahrzehntelang als Gemeinschaftsunterkunft heruntergewohnt – wieder sinnvoll nutzen kann.

Nicolas Celoro, Kira Limonowa, Jekaterina Zwetkowa und Peter Steger im Mai 2018

Bis heute steht Kira Limonowa bei den immer wieder notwendigen Unterhalts- und Renovierungsarbeiten dem Team vom Erlangen-Haus beratend zur Seite und sorgt so dafür, daß diese Schaltstelle der Städtepartnerschaft auch nach bald 25 Jahren nicht erhalten bleibt, sondern immer noch ansprechender und einladender wird. Für die Baumeisterin stellte dieses Heim der deutsch-russischen Begegnung den krönenden Abschluß ihrer beruflichen Karriere dar. Im Ruhestand bleibt ihr die „Erlanger Botschaft“ das Anliegen einer tiefen Freundschaft und Verbindung zwischen Deutschen und Russen, was es zu bewahren gilt. Dafür – nicht nur heute, an ihrem 80. Geburtstag, zu dem der Blog herzlich gratuliert – ein großes Dankeschön!

Und für alle des Russischen mächtigen Leser eine Trouvaille aus dem Netz: In dieser zwanzigminütigen Reportage aus dem Jahr 1982 sieht man nicht nur ein winterliches Wladimir aus einer präpartnerschaftlichen Zeit, sondern man begegnet auch späteren Akteuren des Austausches, dem Chorleiter Eduard Markin und Igor Stoletow, dem ehemaligen Vorgesetzten von Kira Limonowa: https://is.gd/3YtBWq

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Die Anmeldungen für die Herbstkurse am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses laufen auf Hochtouren. Parallel werden offene Stunden nach dem Programm des Goethe-Instituts „Brücke zur deutschen Universität“ angeboten. 30 Interessierte nahmen zum Erstaunen des Teams um Irina Chasowa daran teil. Deshalb ist für den September schon wieder eine solche Veranstaltung geplant. Überdies kommt die Regionale Kinderbücherei mit einer eigenen Gruppe zu diesem Programmpunkt ins Erlangen-Haus.

Und für alle, die es noch immer nicht wissen, hängt am Parkplatz des Einkaufszentrums Globus seit wenigen Tagen und noch den ganzen September hindurch ein Banner mit Werbung für die Deutschkurse am Erlangen-Haus. Gut so, denn ein französisches Sprichwort sagt, selbst der liebe Gott lasse für sich die Glocken läuten.

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Was hat es denn damit im Erlangen-Wladimir-Blog auf sich. Das ist einfach und doch nicht einfach. „Dings vom Dach“ wird seit vielen Jahren vom Hessischen Rundfunk / Fernsehen ausgestrahlt und hat viele Freunde, u. a. mich. Alle möglichen und unmöglichen Gerätschaften aus Dachböden, Kellern, Scheunen u.ä. werden mit der Frage vorgestellt: Was ist das, und wofür wird es gebraucht? Finde ich interessant und sehr entspannend. Und so beobachte ich fast immer interessiert meine Umgebung, ob ich da auch etwas „Unverständliches“ entdecke. Natürlich auch bei meiner Wladimir-Reise vor ein paar Wochen. Und tatsächlich, so ca. zehn Minuten nach meiner Ankunft am Moskauer Domodjedowo-Flughafen habe ich es entdeckt. Und dann noch öfter auf der Moskauer Ringautobahn. Es handelt sich dabei um einen Metalleimer in Kaffeetassengröße, der hinten am Auto baumelt, meist am Abschlepphaken aufgehängt. Das Photo, durch die Windschutzscheibe aufgenommen, ist nicht so deutlich, aber gemeint ist der weiße Fleck, rechts hinten am Auto.

Da es kein Einzelfall war, fragte ich unseren Chauffeur. Er wußte es aber nicht, dachte, vielleicht ein Verein für sauberes Wasser und Reinhaltung der Natur. – Pustekuchen! – Auch in Wladimir konnte mir niemand eine Antwort geben, bis ich dann Swetlana vom Erlangen-Haus-Team fragte. Sie hatte im Internet recherchiert und mir das Ergebnis freudestrahlend ausgedruckt. Und was für ein Schatz an Landeskunde da zutage kam.

Die Variationen der verschiedenen Erklärungen ergänzen sich zeitlich und zeigen den Wandel über die Zeit. Kurz gesagt: In alten Zeiten hing immer ein Eimer an Kutschen und Leiterwagen, gefüllt mit Pech und Teer, zum Schmieren der hölzernen Räder. Und jeder Kutscher, der etwas auf sich hielt, achtete peinlichst genau darauf, immer diesen Eimer dabei zu haben. Ohne – wäre Leichtsinn gewesen. Und in der späteren sowjetischen Zeit erlangte der Eimer eine noch größere Wichtigkeit. Jeder Chauffeur / Traktorführer u. w. mußte im Winter bei grimmiger Kälte mit gefrorenem Diesel zurechtkommen. Antifreeze gab es nicht. Und nur ein Feuer im Eimer, unter Motor und Tank gestellt, half weiter. Im Sommer konnte mit dem Eimer Kühlwasser geholt und nachgefüllt werden.

Wasser fand man überall in der Natur. Außerdem war der Eimer sehr nützlich bei der Teezubereitung. Kein professioneller Fahrer würde ohne Eimer fahren. Und da die Fahrerkabinen wenig Platz hatten, wurde der Eimer außen angebracht.

Heutzutage hat sich der Eimer in einen Talisman verwandelt, der störungsfreie Fahrt verspricht. Bei der Verkehrssituation auf Moskaus Straßen kann man diesen Schutz wirklich gebrauchen. Aus diesem Grunde habe ich das Eimerchen auch nur in Moskau gesehen. Das einzige Auto mit Eimer, das ich in Wladimir sah, hatte mit der 199 ebenfalls ein Moskauer Kennzeichen.

Wo wir beim endlosen Thema Auto sind, überall entdeckte ich Autos mit sechs CD-Scheiben im Rückfenster.

Hans Gruß 2

Hans Gruß und die sechs kleinen Scheiben

Mein Photo deutet wieder auf Moskau, allerdings mit dem 190er Nummernschild nicht auf die Stadt, sondern die Region. Hier kannte fast jeder den Sinn der Scheiben… Der Erfassungslaser der Polizei soll gestört werden. Ob das wirklich so ist? Das kann ja nur jemand in Abrede stellen, der die Scheiben hat und trotzdem auf den Radar der Polizei geriet. So jemanden kannte aber niemand, also könnte die Geschichte wahr sein.

Beide Möglichkeiten, Eimerchen und/oder CD-Scheiben, stehen natürlich jedem je nach seinen Vorlieben frei. Ich glaube, der hiesige TÜV wird keine Einwände haben.

Zurück zu „Dings vom Dach“. Ich denke, die Jury hätte einige Probleme, die Aufgabe des Eimerchens zu erraten. Und dann wären, bei Nichterraten, 50 Euro an den Zurverfügungsteller fällig. Nicht schlecht, wenn man das Eimerchen für zwei bis drei Euro in Wladimir erwirbt. Aber leider beschränken sich die vorgestellten Dinge auf heimischen Objekte. Schade eigentlich.

Hans Gruß

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Gestern besuchte Sebastian Reichle, Beauftragter der Deutschen Botschaft Moskau für die Region Wladimir, im Rahmen seines ersten offiziellen Besuchs in der Partnerstadt auch das Erlangen-Haus. Der vierunddreißigjährige Diplomat interessierte sich lebhaft für die Organisation der Deutschkurse, die Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und natürlich die Partnerschaft insgesamt. Er zeigte sich beeindruckt von Umfang und Intensität der Zusammenarbeit zwischen Wladimir und Erlangen und bedauerte sehr, daß es in seiner Heimatstadt Stuttgart keinen derart vielfältigen Austausch mit Samara gebe.

Natalia Korssakowa und Sebastian Reichle im Intensivkurs

Da das Programm des Gastes eng getaktet war, blieb leider nur wenig Zeit für das Gespräch, aber immerhin nutzte er noch die Gelegenheit für ein Treffen mit einer Gruppe aus dem Intensivkurs des Niveaus A2, die gerade Unterricht hatte.

Alexander Dunjuschkin

Leider konnte Sebastian Reichle nicht im Erlangen-Haus übernachten, da derzeit der Heizkessel, vor 25 Jahren von der Firma Niersberger gespendet und seither von der Firma Pillipp gewartet, auf Vordermann gebracht wird. Auf dem Bild kann man sehen, wie der Kesselraum bereits neu gefliest ist. Nach Abschluß der Arbeiten schaltet sich der Kessel je nach Außentemperatur automatisch ein und aus und arbeitet damit ökonomischer, zuverlässiger und ökologischer, zumal es dann auch in jedem Stockwerk – Keller, erste und zwei Etage – ein geschlossenes Heizsystem geben wird. Zu sehen ist hier Alexander Dunjuschkin, ein von der Firma Buderus zertifizierter Monteur.

Tatjana Kirssanowa und Swetlana Schelesowa im Gespräch mit Sebastian Reichle

Zurück zum Antrittsbesuch des Diplomaten, der bereits vorgestern mit dem Frühzug aus Moskau gekommen war und der zunächst gleich weiter nach Gus-Chrustalnyj reiste, um dort das mit deutscher Beteiligung gegründete Unternehmen Bautex zu besuchen. Der Nachmittag war dann für ein Treffen mit Oberstadtdirektor Andrej Schochin im Rathaus und mit der Staatlichen Universität sowie einen Stadtrundgang reserviert. Gestern dann noch neben den Begegnungen im Erlangen-Haus ein Empfang im Weißen Haus, der Staatskanzlei der Region Wladimir, und der Besuch der Schule Nr. 23 mit ihren intensiven Verbindungen zu Erlangen, bevor es am Abend wieder zurück nach Moskau ging.

Irina Chasowa

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Heute habe ich unseren Osterbaum im Flur des Erlangen-Hauses geschmückt. Dabei habe ich an unsere Freunde aus Erlangen gedacht: Ich habe mir Eure mit bunten Ostereiern geschmückten Häuser und Wohnungen vorgestellt.

Von Herzen möchten wir Euch Frohe Ostern, sonnige Frühlingstage und natürlich viel Spaß beim Eiersuchen wünschen!

Tatjana Kirssanowa

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