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Posts Tagged ‘Elke Kerber’


Die Partnerschaft zwischen dem Euroklub Wladimir und der Eurowerkstatt in Jena, entstanden aus der gemeinsamen Verbindung mit Erlangen hält nun schon seit fünfzehn Jahren. Grund genug auch für das Rathaus der Partnerstadt, den wichtigsten Akteuren dafür zu danken, so viele junge Menschen zusammengebracht zu haben. Grund genug, diese natürlich auch im Blog nochmals zu nennen: Jelena Guskowa, Cornelia Bartlau, Elke Kerber, Thomas Kaktus Grund, Natalia Kostina, Iwan Nisowzew und Anna Kulakowa.

Aber auch in Jena würdigt man dieses völkerverbindende Engament. So erhielt Elke Kerber, mittlerweile im Ruhestand, für ihren Einsatz im Rahmen des Austausches der Überbetrieblichen Ausbildungsgesellschaft ÜAG mit Jugendlichen aus Wladimir, unlängst aus den Händen von Oberbürgermeister Thomas Nitzsche eine Ehrenurkunde.

Thomas Nitzsche und Elke Kerber

Von den vielen Berichten über diese Begegnungen sei nur dieser Bericht aus dem Blog https://is.gd/z7SVNg angeführt, und ein kreatives Zeugnis der Zusammenarbeit findet man noch heute in Jena.

Bleibt nur, weiter Glück und Erfolg bei der Völkerverständigung auch für die kommenden fünfzehn Jahre zu wünschen. Und Dank zu sagen an alle, die mitwirkten und dabeibleiben.

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Zwischen Jena und Wladimir passiert mehr an Austausch, als wir wissen. Denn auch der Blog erfährt nicht alles. Um so schöner, wenn zu dem Thema wieder einmal ein Bericht kommt, dieses Mal von Anja Kulakowa, die uns die Freude macht, von Begegnungen Jugendlicher aus beiden Städten zu erzählen. Auf Deutsch, das nur an der einen oder anderen Stelle redigiert werden mußte.

„Die Partnerschaft mit den deutschen Städten ist unsere Zukunft“, merkte der Oberbürgermeister von Wladimir, Sergej Sacharow, in einer Radiosendung in bezug auf die dreißigjährige Partnerschaft mit Erlangen an. Aber auch das schöne Jena ist nicht nur für Erlangen eine Partnerstadt, sondern auch für Wladimir. Mit jedem Jahr wird die Partnerschaft zwischen Wladimir und Jena fester. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Jugendaustausch.

Vom 17. bis 24. Juli war eine Delegation aus Jena in Wladimir zu Besuch: Zwölf Jugendliche aus der Überbetrieblichen Ausbildungsgesellschaft und der Ausbildungsschule für Gesundheit und Soziales trafen sich unter Leitung von Elke Kerber und Wolfram Opel mit aktiven jungen Leuten vom Euro-Klub und dessen Direktorin, Jelena Guskowa.

Jugendliche aus Jena und Wladimir beim Geocatching auf dem Koslow-Wall in Wladimir

Jugendliche aus Jena und Wladimir beim Geocaching auf dem Koslow-Wall in Wladimir

Es gab so viel anzuschauen, deswegen war das Programm auch so reich an verschiedenen Maßnahmen. Per Spiel „Geocaching“ lernten die deutschen Gäste unsere Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten kennen. Sie konnten sich gut zurechtfinden und fanden schnell die drei Perlen von Wladimir: die Demetrius-Kathedrale, Maria-Entschlafens-Kathedrale und das Goldene Tor. Die Mitglieder vom Euro-Klub hatten kurze Erläuterungen über jede Sehenswürdigkeit der Stadt auf Deutsch und Englisch vorbereitet.

Wo die Luft nach Geschichte riecht - in Moskau

Wo die Luft nach Geschichte riecht – in Moskau

Die Reise in die russische Hauptstadt war ereignisreich. Die Gäste aus Jena besichtigten historische Plätze von Moskau und zwar den Roten Platz mit dem Alexander-Garten, die Sperlingsberge, den Verbeugungshügel, den ältesten und größten Moskauer Tiergarten.

Gemeinsame Aktivitäten bringen zusammen

Gemeinsame Aktivitäten bringen zusammen

Drei Tage waren dem Graffiti-Projekt gewidmet. Gemeinsame Ideen hinsichtlich des Bilds der Jahreszeiten waren erfolgreich auf den Wänden der Sommerveranda im Kindergarten № 110 verwirklicht: ein geschmückter Tannenbaum mit Geschenken und einem Schneemann für den  Winter; eine grüne Wiese und ein lustiger Hase für den Frühling; ein blauer See, bunte Blumen und eine lächelnde Sonne für den Sommer; Pilze und schwebende Blätter für den goldenen Herbst. Von einem so märchenhaften Geschenk waren die Kleinen einfach fasziniert. Aus Dankbarkeit schenkten die Kinder den Gästen aus Jena schöne Zeichnungen und gaben ein Konzert im Sozialzentrum „Barmherzigkeit und Ordnung“. Die Kinder sangen, tanzten und trugen sogar Gedichte vor. Eine so gemütliche Atmosphäre herrschte im Sozialzentrum, daß die deutschen Gäste sogar zusammen mit ihren Leitern und der russischen Jugend im Kreis ein Lied der Freundschaft sangen.

Voller Freude und reich beschenkt, verließen die glücklichen Kinder das Sozialzentrum, während die jungen Leute aus Jena und Wladimir noch blieben, um zukünftige Projekte gemeinsam zu besprechen. Das wurde eine Werkstatt der tollen Ideen. Alle waren am Ball und nahmen gern an der starken Diskussion teil. Im Ergebnis waren zwei Projekte erfolgreich. Das erste ist mit der Hilfe für ein Altersheim in Jena verbunden, und das zweite widmet sich der Entwicklung der Ökologie in Wladimir.

Im Sozialzentrum

Im Sozialzentrum

Die deutsche Delegation besuchte auch den alten Museumsgutshof des Vaters der russischen Luftfahrt, Nikolaj Schukowskij, und verbrachte zwei Tage in Susdal, wo die Gäste die Bauten aus weißem Muschelkalkstein besichtigten und die schöne Natur genossen.

Ende gut, alles gut. Was für eine entzückende Zeit die freundlichen Gäste aus Jena mit den russischen Jugendlichen vom Euro-Klub doch verbrachten! Davon zeugen ihre schriftlichen Erinnerungen, die ich am Ende der Reise sammelte.

Jugendbegegnung Jena - Wladimir

Jugendbegegnung Jena – Wladimir

Sarah Hellwing aus Jena:

Die Fahrt fand ich sehr schön. Das Projekt im Kindergarten hat die Gruppe zusammengeführt, jeder hat seine eigenen Ideen eingebracht. Außerdem war es interessant, Moskau zu sehen. Der große Bus für die lange Fahrt war auch super. Der Umgang untereinander war immer freundlich und nett. Die gemeinsame sprachliche Aktivität war ein wunderbarer Ausgleich.

Tanja  Gilmutdinowa aus Wladimir:

Ich war sehr froh, die Gäste aus Jena kennenzulernen. Sie sind super lustige und kontaktfreudige Menschen. Die Reisen waren gut organisiert. In Susdal gefiel es mir besonders. Ich würde gerne am nächsten Jugendaustausch teilnehmen.

Dikussionsveranstaltung Jugend Jena - Wladimir

Dikussionsveranstaltung Jugend Jena – Wladimir

Nadine Marika Schwinkowski aus Jena:

Es kann losgehen nach Berlin-Tegel und dann im Flieger nach Düsseldorf, von da weiter nach Moskau. Von Moskau ging es los nach Wladimir. Die Unterkunft war sehr schön! Erst mal Schlafen. Nächsten Tag ging es nach Moskau zum Roten Platz, weiter zum Moskauer Zoo. Das war schön. Drei Tage malten wir im Kindergarten. Sehr schöne Zeit war das…

Katja Malischewa aus Wladimir:

Mit den Gästen aus Jena habe ich viele markante und interessante Ereignisse erlebt. Die Reisen nach Moskau und Susdal waren am schönsten!

Denny Sudmoeller aus Jena:

Die Busfahrt war sehr lang, aber schön, da der Bus klimatisiert war. Das Graffiti-Projekt war eine sehr schöne Idee, und die Umsetzung hat Spaß gemacht. Das Essen war lecker, besonders das Frühstück, da viel auf unsere Wünsche eingegangen wurde. Auch die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten war interessant gestaltet…

Unsere Gäste aus Jena vor dem Kreml in Susdal

Unsere Gäste aus Jena vor dem Kreml in Susdal

Mascha Dmitrijewa aus Wladimir:

Viele positive Emotionen habe ich vom Umgang mit den deutschen Jugendlichen bekommen. Die Reise nach Moskau hat mir besonders gefallen. Viele interessante Tatsachen über das Wladimirer Gebiet und unsere Hauptstadt habe ich erfahren. Auch die sozial relevante Tätigkeit war nach meiner Meinung erfolgreich. Ein wunderschönes Geschenk erhielten wir zum Andenken im Kindergarten. Es freut mich, wie aktiv die deutschen Gäste waren und wie gern sie an den Sportspielen teilnahmen. Mir war’s so angenehm, mit ihnen zu arbeiten und zu kommunizieren.

Daniel Schtschur aus Jena:

Die Reisen nach Moskau und Susdal waren toll. Die Sehenswürdigkeiten dieser Städte haben mir sehr gefallen…

Lydia Raitzsch aus Jena:

Wladimir fand ich toll. Unsere gemeinsame Tätigkeit: Graffiti-Projekt, sportliche Spiele waren sehr schön…

Marina Chorkowa aus Wladimir

…Dieser Jugendaustausch war für mich am besten. Obwohl wir andere Sprachen sprechen, fühlten wir keine Grenzen. Wir haben uns sehr angefreundet und wurden eine große Familie…

Markus Messerschmidt aus Jena

Das war meine zweite Reise nach Wladimir. Sie war anstrengend, aber es hat sich mal wieder gelohnt. Wir wurden herzlich aufgenommen. Am schönsten fand ich die Reise nach Moskau. Was ich nicht so gut fand, war die Zeitverschiedenheit mit dem sehr frühen Aufstehen. In Susdal und Wladimir war es auch sehr interessant.

Stefanie Kakoschke aus Jena:

Im Zoo hat es mir echt sehr gut gefallen. Der Rote Platz war sehr schön, weil es da viele Kirchen und ein riesiges Blumenbeet im Zentrum vom Platz (etwa 4.000 m2) gab zu Ehren des 120. Jubiläums des GUM (Hauptkaufhaus). In Wladimir hat mir der Stadtrundgang am besten gefallen, weil russische Häuser aus Holz sehr schön sind. Das Graffiti-Projekt im Kindergarten hat mir auch sehr gefallen, weil wir alles zusammen gemalt haben. In Susdal war’s wunderbar. Die Tage allgemein waren echt sehr schön.

Jugend Jena 9

Besonders herzlichen Dank möchte ich den Leitern dieser deutschen Gruppe, Frau Kerber und Herrn Opel, für die finanzielle Unterstützung sagen, dank der das Austauschprogramm so mannigfaltiger war. Danke auch für die große Mühe und die Auswahl von so vortrefflichen Jugendlichen. Ich danke aber auch unserer Direktorin, Jelena Guskowa, und der Leiterin, Natalia Klimowa, vom Euro-Klub für die gute Organisation des Programms. Bis zum nächsten Jugendaustausch!

Anja Kulakowa

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