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Posts Tagged ‘Deutschlernzentrum Erlangen-Haus’


Im Vorjahr nahm eine ganz außergewöhnliche Persönlichkeit am Sommerdeutschkurs des Erlangen-Hauses an der Volkshochschule teil: Marina Bit-Ischo, zu der hier mehr zu lesen ist: https://is.gd/8NYYIV.


Dieser Tage veröffentlichte die Kunsthandwerkerin auf Facebook folgende Zeilen:

Wahrscheinlich wird niemand abstreiten, daß FREUNDSCHAFT zu einem der wichtigsten Bestandteile des Glücks gehört. Vertrauen, Langmut und Gegenliebe bilden die wahren Pfeiler freundschaftlicher Beziehungen. Mein neues Pferdchen tritt nun sein Leben im Erlangen-Haus an, in einem Haus der echten und über Jahre bewährten Freundschaft.

Und dann fügt sie noch diesen Vierzeiler an:

Bewahrt die Freundschaft mir auf dieser Erde,

bewahrt sie, gleich, wer immer sie euch schenkt,

denn nur ein echter Freund kann für dich werden

zu dem, der ohne Worte wie du denkt.

Platon Schukow und Lissa Bit-Ischo

Vorgestern übergaben nun ihre Tochter, Lissa Bit-Ischo, und Platon Schukow, beide vom Gymnasium Nr. 3 und im Erlangen-Haus fleißig beim Erlernen der deutschen Sprache, das geschmückte Geschenk an Irina Chasowa.

Irina Chasowa

Die Geschäftsführerin darf sich nicht nur über die schöne Geste freuen. Glücklich ist sie auch über das anhaltende Interesse an den Deutschkursen mit wieder gut 200 Anmeldungen. Nun wäre nur noch zu klären, aus welchem Holz das Pferd geschnitzt ist. Vielleicht ja aus jenem Ebenholz wie in dem Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Den Zauber der Liebe und Freundschaft trägt es freilich ganz bestimmt in sich. Und sicher verwandelt sich das kleine Kunstwerk schon bald in das Trojanische Pferd der deutsch-russischen Partnerschaft.

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Die Anmeldungen für die Herbstkurse am Sprachlernzentrum des Erlangen-Hauses laufen auf Hochtouren. Parallel werden offene Stunden nach dem Programm des Goethe-Instituts „Brücke zur deutschen Universität“ angeboten. 30 Interessierte nahmen zum Erstaunen des Teams um Irina Chasowa daran teil. Deshalb ist für den September schon wieder eine solche Veranstaltung geplant. Überdies kommt die Regionale Kinderbücherei mit einer eigenen Gruppe zu diesem Programmpunkt ins Erlangen-Haus.

Und für alle, die es noch immer nicht wissen, hängt am Parkplatz des Einkaufszentrums Globus seit wenigen Tagen und noch den ganzen September hindurch ein Banner mit Werbung für die Deutschkurse am Erlangen-Haus. Gut so, denn ein französisches Sprichwort sagt, selbst der liebe Gott lasse für sich die Glocken läuten.

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Gestern besuchte Sebastian Reichle, Beauftragter der Deutschen Botschaft Moskau für die Region Wladimir, im Rahmen seines ersten offiziellen Besuchs in der Partnerstadt auch das Erlangen-Haus. Der vierunddreißigjährige Diplomat interessierte sich lebhaft für die Organisation der Deutschkurse, die Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und natürlich die Partnerschaft insgesamt. Er zeigte sich beeindruckt von Umfang und Intensität der Zusammenarbeit zwischen Wladimir und Erlangen und bedauerte sehr, daß es in seiner Heimatstadt Stuttgart keinen derart vielfältigen Austausch mit Samara gebe.

Natalia Korssakowa und Sebastian Reichle im Intensivkurs

Da das Programm des Gastes eng getaktet war, blieb leider nur wenig Zeit für das Gespräch, aber immerhin nutzte er noch die Gelegenheit für ein Treffen mit einer Gruppe aus dem Intensivkurs des Niveaus A2, die gerade Unterricht hatte.

Alexander Dunjuschkin

Leider konnte Sebastian Reichle nicht im Erlangen-Haus übernachten, da derzeit der Heizkessel, vor 25 Jahren von der Firma Niersberger gespendet und seither von der Firma Pillipp gewartet, auf Vordermann gebracht wird. Auf dem Bild kann man sehen, wie der Kesselraum bereits neu gefliest ist. Nach Abschluß der Arbeiten schaltet sich der Kessel je nach Außentemperatur automatisch ein und aus und arbeitet damit ökonomischer, zuverlässiger und ökologischer, zumal es dann auch in jedem Stockwerk – Keller, erste und zwei Etage – ein geschlossenes Heizsystem geben wird. Zu sehen ist hier Alexander Dunjuschkin, ein von der Firma Buderus zertifizierter Monteur.

Tatjana Kirssanowa und Swetlana Schelesowa im Gespräch mit Sebastian Reichle

Zurück zum Antrittsbesuch des Diplomaten, der bereits vorgestern mit dem Frühzug aus Moskau gekommen war und der zunächst gleich weiter nach Gus-Chrustalnyj reiste, um dort das mit deutscher Beteiligung gegründete Unternehmen Bautex zu besuchen. Der Nachmittag war dann für ein Treffen mit Oberstadtdirektor Andrej Schochin im Rathaus und mit der Staatlichen Universität sowie einen Stadtrundgang reserviert. Gestern dann noch neben den Begegnungen im Erlangen-Haus ein Empfang im Weißen Haus, der Staatskanzlei der Region Wladimir, und der Besuch der Schule Nr. 23 mit ihren intensiven Verbindungen zu Erlangen, bevor es am Abend wieder zurück nach Moskau ging.

Irina Chasowa

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Der Samstagvormittag gehört im Erlangen-Haus den Kindern. Ebenso erstaunlich wie erfreulich die Weiterentwicklung des pädagogischen Programms. Im August 2017 hatte Anna Lesnjak eine Fortbildung am Goethe-Institut in Moskau gemacht, und schon wenige Wochen später startete sie mit der Zwerglgruppe.

Man merkt es dem Großen Saal im Erlangen-Haus an: Das Unterrichtsmaterial zeigt spielerische Elemente, und die Lehrerin geht denn auch mit spielerischem Ernst ans Werk.

Man merkt es den Kindern an: kein Zwang, keine Unlust. Sie freuen sich auf den Unterricht und sind mit Eifer bei der Sache.

Wer erinnert sich noch, wie diese beiden Maskottchen heißen?

Mit einem Ball bringt Jekaterina Ussojewa alle ins Spiel. Wer ihn zugeworfen bekommt, stellt sich vor und wirft ihn dann weiter. Das ging gestern schwuppdiwupp, denn es waren nur fünf gekommen. Wo denn die andere Hälfte abgeblieben sei, fragt der Gast. „Die feiern noch den 8. Mai und die Butterwoche“, kommt prompt zur Antwort. Auch recht, wenn Festtage als Entschuldigungsgrund genügen.

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Jekaterina Ussojewa

Nachhilfe brauchen die Kleinen aber noch in Sachen Erlangen. Was das für eine Stadt ist, wo sie liegt, was sie mit Wladimir zu schaffen hat, wissen noch nicht alle. Aber, wer weiß, in fünf oder sechs Jahren kommt ja vielleicht schon die eine oder der andere per Schüleraustausch in die deutsche Partnerstadt und erinnert sich dann an diese kleine Einführung.

Peter Steger und die Zwerglgruppe

Während sich dann der Unterricht wieder dem eigentlichen Stoff – den Jahreszeiten und der Rechtschreibung – zuwendet, wartet draußen der tauende Rest des Winters.

Und wo könnte man den schöner erleben als in Susdal, wohin man für gerade einmal 100 Rubel in knapp einer Stunde mit dem Linienbus fahren kann – mit Stehplatz. Eng an eng, denn in Rothenburgs Partnerstadt gibt es etwas zu erleben: das Winteraustreiben, die Butterwoche, die Masleniza, den Höhepunkt des russischen Karnevals.

Von dem bunten Spektakel gibt es hier http://www.facebook.com/peter.steger.5492 mehr zu sehen.

Peter Steger und Sergej Skuratow

Besonders schön aber am Rand des Volksfestes: Freunde wiedersehen, wie den Bildreporter Sergej Skuratow, der die Partnerschaft seit Anfang der 90er Jahre mit seiner Kamera begleitet.

Sergej Sacharow und Peter Steger

Und natürlich Sergej Sacharow, Stadtdirektor von Susdal und bis vor dreieinhalb Jahren Oberbürgermeister von Wladimir, der sich den ganzen Nachmittag Zeit nimmt, um seine Wintermärchenstadt zu zeigen. Aber auch, was ihm besonders am Herzen liegt: das Wohl von behinderten Kindern, deren Zentrum die Stadtverwaltung nach Kräften unterstützt, etwa durch die teilweise Übernahme der Kosten für die Heizung oder des pädagogischen Personals. Ansonsten aber funktioniert die Einrichtung ganz ähnlich wie in Deutschland die Lebenshilfe.

Und dann der Höhepunkt: die Wohnung zum Lebenlernen. Eben erst eröffnet. Heute ziehen die ersten fünf behinderten Jugendlichen für zwei Wochen ein, um hier einzuüben, wie sie für sich selbst sorgen, ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Möglich wurde dies dank dem Engagement der Selbsthilfegruppe Swet, die ja seit ihrer Gründung vor einem Vierteljahrhundert eng mit Erlangen zusammenarbeitet und in Wladimir bereits Wohnungen dieser Art einrichten konnte – mit Unterstützung der fränkischen Freunde. So auch hier: Die Finanzierung des Projekts wurde möglich dank dem Verkauf eines Grundstücks – zwischen Wladimir und Susdal gelegen -, das aus Mitteln des Erzbistums Bamberg angekauft worden war, um dort eine erlebnispädagogische Einrichtung für behinderte Kinder zu schaffen. Dieses Vorhaben wurde dann in Penkino unter dem Namen „Blauer Himmel“ verwirklicht, das Bauland blieb eine Brache und ging an die Organisation Swet, die ihrerseits dort ein kleines Kinderdorf errichten wollte. Als sich auch diese Pläne zerschlugen, fiel die Entscheidung für den Verkauf, und aus dem Erlös konnte nun in Susdal – mitten im Zentrum der Stadt, gegenüber dem Marktplatz, in bester Lage – ein ganzes Haus saniert und behindertengerecht eingerichtet werden.

Guten Morgen

Viele Umwege waren nötig, um an dieses Ziel zu kommen. Aber es hat sich gelohnt, nicht aufzugeben. Jeder Morgen wird daran erinnern. Möge jeder Morgen ein guter Morgen für die jungen Gäste des Hauses werden!

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„Ein ganz gewöhnliches Mädchen“, so beschreibt sich Aljona Schuwalowa bescheiden. Dabei hat die Studentin, die am Erlangen-Haus die Deutschkurse besuchte, das Zeug zu einer Botschafterin zwischen unseren Ländern zu werden. Geboren vor 17 Jahren in der sibirischen Region Kemerowo, kam das Mädchen 2011 mit ihrer Familie nach Wladimir. Ein Wendepunkt in ihrem Leben, wie die junge Frau heute meint, ohne den sie wohl kaum ihr Studium in Sankt Petersburg und erst recht nicht in Deutschland aufgenommen hätte.

Aljona Schuwalowa

Dabei zögerte Aljona nach eigener Auskunft lange, die Eltern hätten sie gern Juristin werden lassen, selbst wollte sie lieber Chinesisch lernen. Vor allem konnte sie in der Schule nichts mit Geschichte anfangen, das einzige Fach, wo sie nicht die besten Noten nach Hause brachte. Zum Glück fand sich in Sankt Petersburg eine juristische Fakultät mit vertieftem Chinesischstudium und ohne eine Aufnahmeprüfung in Geschichte. Zeitgleich der Sprachtest des Goethe-Instituts zur Erlangung der Hochschulzugangsberechtigung und im Juli vergangenen Jahres dann schon gemeinsam die Reise mit der Mutter nach Deutschland. Eine schwierige Entscheidung, die nicht ohne Tränen und Verzweiflung gefallen sei.

Aljona Schuwalowa mit Kommilitoninnen

Gar nicht so leicht auch, eine deutsche Universität zu finden, wo ein Studium gewissermaßen aus dem Stand möglich ist. Eine Zusage kam schließlich aus Nordhausen in Thüringen, wo im August die Prüfung abzulegen war und die Möglichkeit bestand, Sankt Petersburg als Option nicht fallenlassen zu müssen. Doch nun ist die Entscheidung gefallen. Die Prüfung ist bestanden, das erste von zwei notwendigen Semestern im Studienkolleg – hier lernt Aljona mit Gleichaltrigen aus aller Welt zusammen – liegt schon fast wieder hinter ihr, und dann kann es im Herbst mit dem Studium der Wirtschaftsinformatik beginnen.

Aljona Schuwalowa

Die Weihnachtsferien nutzte Aljona für einen kurzen Heimaturlaub und einen Vortrag im Erlangen-Haus über ihre Erfahrungen in Deutschland. Dieser Tage kehrt sie an die Hochschule in Nordhausen zurück, das ja gar nicht so weit von Erlangen entfernt liegt. Zumindest für einen Wochenendausflug in die fränkische Partnerstadt sollte genug Zeit sein, und vielleicht wird ja dieses „ganz gewöhnliche Mädchen“ zum Vorbild für weitere junge Leute aus Wladimir, die derartige Möglichkeiten nutzen, um unsere Länder noch enger zu verbinden. Davon können wir gar nicht genug haben!

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Auch im Erlangen-Haus bereitet man sich auf das Weihnachtsfest vor. Sogar ein Grußvideo von Wladimir nach Erlangen gibt es, hier anzuklicken: https://is.gd/jfYB7F

Zu Weihnachten gehören, zumindest in der Tradition des deutschsprachigen Raums, selbstgebackene Plätzchen. Zu dem Thema veranstaltete das Sprachlernzentrum am Erlangen-Haus einen Wettbewerb, bei dem die Sechstklässlerin Xenia Schtscherbakowa und Sofia Pletnjowa aus der neunten Klasse Platz 1 und 2 belegten. Nachbacken leichtgemacht. Die Naschereien schmecken auch noch nach dem Fest: https://is.gd/bHlRTy und https://is.gd/TdJV8c

Bild von Wladimir Tschutschadejew

Dann aber der absolute Hit: Unter Leitung von Chantal Stannik und Anna Lesnjak singt die Zwerglgruppe gar herzallerliebst das Lied „Kling, Glöckchen“: https://is.gd/jfYB7F

Bild von Wladimir Tschutschadejew

Und – aller guten Dinge sind drei – noch bis zum 27. Dezember kann man – auch aus Erlangen – auf Instagram seine schönsten Weihnachtsbilder hochladen und natürlich Überraschungspreise gewinnen.

Bild von Wladimir Tschutschadejew

Schließlich noch ein herzlicher Weihnachtsgruß an das Team in Wladimir mit einem großen Dankeschön für all die beglückenden Begegnungen heuer und mit dem erfreulichen Ausblick auf viele Wiedersehen im Neuen Jahr. Hier wie dort.

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Wenn auch nicht genau zum Martinssingen am 11. November, so doch noch im voradventlichen Monat erzählte Chantal Stannik der Kindergruppe im Erlangen-Haus von diesem vor allem in protestantisch geprägten Regionen Deutschlands noch gepflegten Brauch – und beließ es nicht bei Worten.

Die Kulturwelt-Freiwillige Chantal Stannik mit ihren Laternenkindern vor dem Erlangen-Haus

Die Kleinen bastelten ihre eigenen Laternen und sangen „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ und dürfen heute das erste Fensterchen des Adventskalenders öffnen. So lernt man Deutsch mit allen Sinnen.

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