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Posts Tagged ‘deutsch-russischer Sportaustausch’


Kaum jemand aus Wladimir dürfte bisher mehr für den Sportaustausch mit Erlangen geleistet haben, als der pensionierte Turnlehrer Michail Tschischow, der noch als Mitglied des „Komsomol“ Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre erste Begegnungen seiner Schule Nr. 38 mit der Wirtschaftsschule veranstaltete. Seither begleitet er fast im Jahresrhythmus Gruppen nach Erlangen auf der Suche nach neuen Sportkontakten für Jugendliche.

Susanne Lender-Cassens mit der Gruppe von Michail Tschischow, zwischen Doris Höhle (ganz links im Bild) und Peter Steger

Gleich nach der Ankunft am Mittwoch ging es zum Empfang ins Rathaus, wo sich Sportbürgermeisterin, Susanne Lender-Cassens, über den Besuch aus Wladimir freute, der wieder einmal zeige, wie wichtig diese Begegnungen gerade in politisch schwierigen Zeiten seien. Zumal dann, wenn man gleich gemeinsam Pläne für die Zukunft des Austausches machen kann: Zum Schülertriathlon am 21. Juli will Wladimir ein Team schicken, und gerne hätte man auch Kontakte im Bereich Jugend-Basketball. Wenn die Gruppe am Ostersonntag wieder die Heimreise antritt, dann bestimmt schon mit ersten Vorstellungen, wie diese Ideen möglichst bald Gestalt annehmen.

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Auch wenn die Ergebnisse zur frühen Morgenstunde noch nicht vorliegen – sicher später einzusehen unter http://www.winterwaldlauf.de -, hier doch schon ein kleiner Bericht vom gestrigen 18. Winterwaldlauf in der Brucker Lache, an dem nach einem Jahr Pause wieder ein Team aus Wladimir teilnahm.

Witalij Galkin und John Stackmann

Erstmals dabei auch Kinder, Angelina und Daniil Schazkich, die beim Lauf um den Johnny-Pokal antraten, während ihre Mutter, Olga Schazkich, die 10-km-Distanz absolvierte.

Angelina und Daniil Schazkich mit John Stackmann

Seit langer Zeit einmal wieder wurde der Lauf seinem Namen gerecht: Winterlich ging es zu bei der Null-Grad-Grenze und einem unangenehm naßkalten Ostwind, der freilich dank dem Parcours durch den Wald nur auf der kurzen Strecke vor und nach dem Ziel so richtig auf das Läuferfeld einblies.

Olga Schazkich, Olga Gorodnitschewa, Alexander Uschakow, Anton Woroschanow und Roman Tschernow

Doch der Stimmung tat das natürlich keinen Abbruch. Und auch nicht der sportlichen Leistung.

Olga Gorodnitschewa im Ziel

Alle erwachsenen Gäste aus Wladimir liefen übrigens die 10-km-Strecke, mit Ausnahme von Witalij Galkin, der am 15-km-Lauf teilnahm. Übrigens jemand mit Erlangen-Erfahrung, hatte er doch schon einmal den Philosophen und Religionswissenschaftler Jewgenij Arinin bei einer seiner Forschungsreisen hierher begleitet.

Peter Steger im Ziel

Noch eine Besonderheit des diesjährigen Wettbewerbs: Es war dies die bisher jüngste Mannschaft aus Wladimir. Also ein Wechsel auf die Zukunft des Sportaustausches, der nun so richtig gut eingelaufen ist.

Elisabeth Preuß und Peter Steger bei der Übergabe der Gastgeschenke an das Team Wladimir: Pawel Tschernow, Alexej Nikitin, Anton Woroschanow, Alexander Uschakow und Witalij Galkin sowie Olga Schazkich und Olga Gorodnitschewa

Und noch etwas war anders als in den Vorjahren. Es gab dieses Mal keinen Freundschaftspokal, sondern einen Partnerschaftsteller für das Team – aus den Händen von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß, die nicht nur die zehn Kilometer gelaufen war, sondern auch die Gäste am Ende noch begrüßte. Das dann schon wieder in guter alter Tradition.

Nachtrag: Olga Schazkich hat sich in ihrer Altersgruppe W35 mit einer Zeit von 0:51:37 den ersten Platz erlaufen. Gratulation!

 

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In 168 Tagen ist es wieder so weit: Start frei für den zweiten Halbmarathon in Wladimir. Nach dem großen Erfolg der Premiere im Vorjahr beschlossen die Veranstalter, den Lauf regelmäßig im Herbst auszutragen und die Fortsetzung auf Samstag, den 8. September, zu legen – mit einem leicht abgeänderten Kurs auf drei Runden durch die Altstadt und entlang der Hauptstraße.

Streckenführung Halbmarathon Wladimir

Der Parcours, den man übrigens auch auf der 10-km-Distanz absolvieren kann, verläuft durch die beiden Stadien im Zentrum und vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Partnerstadt, bietet also die schönsten Reize für alle Sinne. Teilnehmer aus Erlangen sind von den Startgebühren befreit, und noch gibt es für den Halbmarathon 702 bzw. 674 Nummern für die Zehner-Runde zu vergeben.

Wladimirer Halbmarathon

Im Rahmen der Städtepartnerschaft wird vom 6. bis 10. September wieder eine Laufreise angeboten, zu der Anmeldungen unter peter.steger@stadt.erlangen.de bis zum 1. Mai möglich sind. Die Kosten für Flug, Transfers und Unterbringung werden bei ca. 500 Euro liegen, sind allerdings erst nach Eingang aller Anmeldungen genau zu beziffern.

„Team Erlangen“ beim Halbmarathon 2017 in Wladimir

Beim Winterwaldlauf in der Brucker Lache am kommenden Samstag ist Wladimir übrigens mit einem zehnköpfigen Team vertreten. Damit im Herbst auch eine ähnlich starke Gruppe in die Partnerstadt reisen kann, wird um fleißige Mundpropaganda gebeten. Wie schön es nämlich sein kann, zeigt der Bericht aus dem Vorjahr unter: https://is.gd/PSdYnl

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Einen besonders großen Dank richtete Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens beim gestrigen Empfang im Rathaus für die fünfundzwanzigköpfige Gruppe der Schwimmschule Wladimir an die Gastgeber – und gab damit Ilja Iljin, dem Delegationsleiter, das Stichwort: „Wir sind in Erlangen längst mehr als nur Freunde. Für viele von der Sportgemeinschaft Siemens Erlangen sind unsere Kinder längst zu Familienmitgliedern geworden.“

Susanne Lender-Cassens und die Schwimmgruppe aus Wladimir

In der Tat kommen einige der Mädchen und Jungen im Alter von acht bis fünfzehn Jahren schon zum wiederholten Mal zum Internationalen Schwimmen um den Röthelheim-Cup, am Wochenende zum 23. Mal in der Hannah-Stockbauer-Halle ausgetragen. Von den Mitgliedern des Betreuungsteams ganz zu schweigen, das bei jedem Besuch fest gesetzt ist.

Wladimir auf Bahn 6 in der Hannah-Stockbauer-Halle

Seit 1998 besteht der Austausch nun schon und erweist sich als beständig wie sonst kein Sportkontakt zwischen den Partnerstädten. Geht es nach dem Ehepaar Sigrid und Wolf-Dieter Thiel von der SGS solle das auch so bleiben, anders als mit den Verbindungen zu Rennes und Eskilstuna, die zu beider Bedauern schon seit längerer Zeit abgerissen seien.

Gruppenbild in der Hannah-Stockbauer-Halle mit Sigrid Thiel (rechts im Bild) und Ilja Iljin (links im Bild)

Seit Mittwoch übrigens ist die Gruppe schon in Erlangen, ein Ausflug nach Rothenburg stand neben dem Training und dem zweitägigen Wettbewerb auf dem Programm, gestern dann Freizeit und die Eröffnung des Weihnachtsmarkts, heute noch ein Abschiedsschwimmen im „Atlantis“, und dann, gegen Abend, geht es wieder nach Hause. Übrigens mit acht Platzierungen auf den Siegertreppchen über die unterschiedlichen Distanzen im Gepäck, was ja auch einer anerkennenden Erwähnung wert sein sollte.

Das russisch-deutsche Betreuungs- und Orgateam

Ob 2018, wenn der Austausch in sein zwanzigstes Jahr geht, Wladimir wieder nach Erlangen kommt oder die Franken die Einladung in die russische Partnerstadt annehmen, werden wir wohl bald erfahren. Wie auch immer: Solange sie miteinander schwimmen, geht die Partnerschaft nicht baden.

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Der Antrittsbesuch von Susanne Lender-Cassens ging gestern in die Zielgerade mit einem medizinisch-sportlichen Programm, unterwegs zu allen Terminen, ganz wie in Erlangen, mit dem Fahrrad. Und es zeigt sich: Entgegen der hier vorherrschenden Meinung kann man auch auf Wladimirs Straßen abgasfrei vorankommen, sogar recht zügig und ohne ständig fürchten zu müssen, so auf dem schnellsten Weg in die Unfallchirurgie zu gelangen.

Anna Reswowa, Susanne Lender-Cassens, Michail Tjukarkin und Jewgenij Jaskin

Ungläubiges Staunen denn auch in den Augen und Worten des ärztlichen Direktors vom Rot-Kreuz-Krankenhaus, wo alle schweren Fälle landen, als er von Erlangens Bürgermeisterin erfährt, wie sie sich hier fortbewegt, die den umgehend angebotenen Dienstwagen auch noch rundweg mit einem entschiedenen Lächeln ablehnt. Aber es geht hier ja auch um ein ganz anderes Thema, den Austausch von Krankenschwestern, der auf Wunsch des Gastgebers möglichst bald stattfinden soll, denn ohne die Pflege hilft dem Patienten auch die allerbeste Operation und Therapie nicht.

Anna Reswowa, Susanne Lender-Cassens und Maria Kabakowa

Wie gerufen, kommt beim Rundgang durch das Krankenhaus mit seinen 450 Betten, der Besucherin Michail Tjukarkin entgegen, der als erster Wladimirer Arzt – übrigens mit recht guten Deutsch-Kenntnissen – bereits 1989 in Erlangen hospitierte und den Anfang im Medizinaustausch machte. Ein gutes Omen für die Aufnahme von Krankenschwesternkontakten.

Gertrud Härer und Susanne Lender-Cassens beim Radkorso auf der Umgehungsstraße

Wenige Pedaltritte unterhalb des Krankenhauses eröffnete man gestern eine vierspurige Straße – ins einstige Bett des Baches Lybjed hineinasphaltiert -, von der man sich eine wesentliche Verkehrsbelastung für die bisherige Hauptachse durch die Altstadt verspricht. Mit welchem Erfolg, wird sich noch weisen.

Gennadij Stachurlow und Susanne Lender-Cassens

Erfreulich in jedem Fall, daß die Planungen auch noch Radwege entlang der Trasse vorsehen, für etwa 50 Mio. Rubel. Dabei, so buchstäblich die Erfahrung der Radler aus Erlangen, würde eine schlichte Markierung am Straßenrand auch schon ein Mehr an Sicherheit und Komfort bringen. Aber da geht man eben überall seiner eigenen Wege. Auch hier übrigens ein Wiedersehen: Susanne Lender-Cassens und der Wladimirer Fahrradpionier, Gennadij Stachurlow, kennen sich von einem Treffen in Erlangen und hoffen, noch viel gemeinsam für Umwelt und ökologische Verkehrsplanung machen zu können.

Inna Morosowa, Leiterin der Fachschule, Susanne Lender-Cassens, Jelena Owtschinnikowa, Tatjana Sajtschikowa und Olga Antropowa, beide stellv. Leiterinnen der Fachschule

Die Zeremonie freilich dauerte gar zu lange, auf die Bürgermeisterin wartete schon der nächste Termin in der Berufsschule für Pflegekräfte, die bereits in der Planung für einen Austausch mit Jena steht und natürlich auch Erlangen gern im Boot hätte. Überhaupt herrscht hier ein internationales Klima, denn es gibt auch schon Verbindungen zu einer Partnereinrichtung in Illinois. Was soll da dem Austausch noch entgegenstehen!

Interview im Garten des Erlangen-Hauses: Peter Steger und Susanne Lender-Cassens

Ein wenig später und etwa drei Radkilometer weiter geht es dann im Büro von Jelena Owtschinnikowa, der stellvertretenden Leiterin der Regionalen Gesundheitsverwaltung, um ein Herzstück der Partnerschaft, den „Blauen Himmel“. Wegen neuer föderaler Gesetze, die eine unmittelbare Anbindung von Reha-Einrichtungen an die jeweils zuständige Klinik fordern, wurde die Einrichtung in Penkino geschlossen. Man ist dort dabei, ein Sanatorium Senioren einzurichten, angegliedert an die bereits bestehende medizinische Einrichtung für Veteranen. Die Kinder hingegen sollen nach ihrer Behandlung in der Psychiatrie oder ihrem Aufenthalt in einer sozialen Einrichtung in Zukunft zur Rehabilitation und erlebnispädagogischen Nachsorge ein neues Dach, ebenfalls außerhalb Wladimir in naturnaher Lage finden. Auf keinen Fall, so die Medizinerin und ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin, werde man das Projekt „Blauer Himmel“ aufgeben, das könne sie allen versichern, die sich für dieses Gemeinschaftswerk verdient gemacht haben.

Witalij Iwantschuk, Susanne Lender-Cassens und Oleg Medwedjew

Zurück im Garten des Erlangen-Hauses stand noch ein Interview mit der Lokalredaktion des TV-Senders „Rossija 1“ auf dem Programm – mit Fragen zu Zielen und Ergebnissen des Besuchs. Immer wieder erfreulich, wie sehr sich die Medien für die Partnerschaft interessieren und damit den Austausch im Bewußtsein halten.

Schule für Rhythmische Sportgymnastik

Zu diesem Austausch gehört natürlich schon immer auch der Sport, besonders das Turnen, eine Disziplin, mit der Wladimir Weltruhm genießt. Nicht vergleichbar mit Erlangen – Susanne Lender-Cassens weiß das als Sportbürgermeisterin nur zu gut -, aber die Gastgeber, Witalij Iwantschuk und Oleg Medwedjew, ihres Zeichens Leiter der Turnschule und Chef des städtischen Sportamtes, bieten Trainern und deren Schützlingen aus ihrer Partnerstadt Meisterklassen an, auch im Bereich Rhythmische Sportgymnastik, die im Gebäude gleich gegenüber unterrichtet wird. Zumal so ja auch viele neue Freundschaften entstehen könnten. Recht haben sie natürlich

Kunstwerk von Stefan Schnetz im Garten des Erlangen-Hauses

Was bleibt? Vieles, woran angeknüpft werden kann, jede Menge neuer Ideen und Initiativen und noch viel mehr, als sich hier im Blog darstellen läßt. In jedem Fall Impulse, von denen der Austausch schon bald noch vielfältiger und intensiver wird. Ganz im Sinne der Erfinder dieser wunderbaren Freundschaft.

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Ab 9.00 Uhr ist die komplette Gerade von der Einfahrt zur Altstadt von Wladimir über das Goldene Tor, den Kathedralenplatz, vorbei am Erlangen-Haus bis hinunter zum Michail-Frunse-Denkmal komplett für den Verkehr gesperrt, bereit für den ersten Halbmarathon der Partnerstadt, die Strecke abgesteckt, Bürgersteig und Straße wie geleckt.

Das Team Erlangen mit Freunden aus Wladimir vor dem Start. Photo: Dominik Steger

Gegen 11.00 Uhr nimmt das Team Erlangen mit Jonas Eberlein, Fredi Schmidt, Manuel Schmidt, Gertrud Härer und Peter Steger auf dem Kathedralenplatz Aufstellung, läuft sich ein, trifft Freunde vom Laufklub „Bodrost“, freut sich über das Wetter mit mäßiger Luftfeuchtigkeit, leichtem Wind und vor allem angenehmen Temperaturen um 16° C – unter bedecktem Himmel und ohne einen einzigen Regentropfen.

Jonas Eberlein und Fredi Schmidt. Photo: Dominik Steger

Nachgerade ideale Bedingungen, vor allem, wenn man weiß, wie verregnet und verhagelt der Wladimirer Sommer war. Und so zeigen sie denn auch ihre Lauffreude, Jonas Eberlein, der nebenbei auch noch mit drei Bällen jongliert, und Fredi Schmidt, der sich mit ihm – auf ärztlichen Rat – auf die Neun-Kilometer-Distanz macht. Beide laufen dann auch entspannt und gemeinsam als 109. und 110. von 155 Teilnehmern mit einer Zeit von 50:52 ins Ziel.

Peter Steger. Photo: Dominik Steger

Die drei anderen nehmen die Halbmarathon-Strecke mit persönlichen Bestleistungen – und das trotz der Härten des Auf-und-Ab-Parcours mit den dreieinhalb Runden und dem harten Asphaltprofil: Peter Steger kommt als 110. von 188 Teilnehmern mit 1:52:05 ins Ziel, und Manuel Schmidt bleibt als 132. im Feld mit 1:59:27 ebenfalls unter den magischen zwei Stunden.

Team Erlangen auf der Bühne. Photo: Dominik Steger

Und was ist mit Gertrud Härer? Sie zieht sich nach dem Lauf für eine halbe Stunde ins Erlangen-Haus zurück – und verpaßt leider die Team-Ehrung, von den Organisatoren ganz an den Anfang gestellt.

Team Erlangen in Siegerpose. Photo: Dominik Steger

Eine schöne Verneigung vor den Gästen, die mit ihrer Teilnahme der Veranstaltung nicht unbedingt den großen sportlichen Glanz verleihen, fehlt doch John Stackmann im Team, aber doch für ein internationales Flair sorgen.

Die Trophäen. Photo: Dominik Steger

Kompliment nicht nur für diese Geste an die Gastgeber, sondern auch für den gelungen Einstand. Zeitnahme, Verpflegungsstationen und Sauberkeit entlang der Strecke kann man nur vorbildlich nennen. Pawel Tschernow, immer wieder zu Gast beim Erlanger Winterlauf in der Brucker Lache, hat als Cheforganisator ein ausgezeichnetes Team zur Seite.

Die Freundschaft Erlangen – Wladimir hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Photo: Dominik Steger

Und da ist dann doch noch Gertrud Härer, die sich in ihrer Altersklasse nur Olga Sagitowa, ebenfalls regelmäßige Teilnehmerin am Winterlauf, mit 1:47:07 als elfte Frau im Feld durchsetzte. Und das nach fünf Wochen Radtour von Partnerstadt zu Partnerstadt. Applaus!

Gertrud Härer

An einem solchen Freudentag ist es aber auch gut, einmal innezuhalten und zurückzublicken auf die Wunder der deutsch-russischen Geschichte, wie aus Feinden Freunde wurden, kaum irgendwo mehr spürbar als hier am Platz des Sieges, in dessen unmittelbarer Nähe der Friedensbaum wächst, gepflanzt am 22. Juni 2011 von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß, dem Erlanger Weltkriegsveteranen Wolfgang Morell und Wladimirer Kameraden.

Susanne Lender Cassens und Irina Chasowa

Schließlich noch eine wichtige Etappe mit dem Kauf von zwei Fahrrädern für das Erlangen-Haus. Eine Anschaffung, die sicher schon längst hätte getätigt werden müssen, die aber wohl zu warten hatte, bis Susanne Lender-Cassens ihren Antrittsbesuch macht. Die vier Kilometer zurück zum Erlangen-Haus sausen die Bürgermeisterin und der Partnerschaftsbeauftragte über deutlich schneller zurück als Irina Chasowa im Bus.

Susanne Lender-Cassens und Peter Steger. Photo: Irina Chasowa

Zu Gast bei Guram Tschjotschjew. Photo: Dominik Steger

Am Abend dann der Ausklang mit einem Bekenntnis im Freundeskreis der Orthopäden Guram Tschjotschjew: „Ich komme wieder nach Wladimir!“ Vielleicht ist ja der Bürgermeisterin die Partnerschaft auch schon zur „kleinen Heimat“ geworden, als die der gastgebende Orthopäde schon seit einem guten Vierteljahrhundert Erlangen betrachtet.

Mehr Bilder unter: https://is.gd/Nvslvw

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Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens ist gestern nach fünfstündiger Stau-Fahrt vom Moskauer Flughafen Domodjedowo mit ihrer Sportdelegation – wohlbehalten, aber leider nicht vollständig – gegen 22.00 Uhr im Erlangen-Haus eingetroffen, gastlich empfangen von Irina Chasowa. Zu Hause geblieben ist mit einer Virusinfektion ausgerechnet John Stackmann, der sich in den letzten Wochen so zielstrebig auf den Halbmarathon in Wladimir vorbereitet hatte. Aber Gesundheit geht vor sportlichem Ehrgeiz. Nun werden also Gertrud Härer, Fredi und Manuel Schmidt mit Peter Steger am Sonntag ohne ihr Zugpferd auf die Strecke gehen müssen.

Susanne Lender-Cassens und ihre Delegation: Joachim Kokott, Manuel und Fredi Schmidt, Othmar Wiesenegger und Irina Chasowa, Geschäftsführerin des Erlangen-Hauses

Der aufmerksame Betrachter vermißt sicher auch Gertrud Härer auf dem Bild. Keine Sorge! Sie hat gestern planmäßig Wladimir per Fahrrad erreicht, zusammen mit dem Jonas Eberlein, dem Erlanger, der seit einer Woche an ihrer Seite fährt. Nur leider ist Blog https://gertrud.haerer.org „abgeschnitten“, ausgerechnet im Ziel. Nach der Reparatur gibt es dann sicher auch die Bilder zur Ankunft nach mehr als 3.000 km Radreise von Erlangen bis Wladimir. Und bestimmt vieles mehr – auch zu dem, was die Mitglieder der Delegation in den nächsten Tagen in der Partnerstadt so alles erleben werden.

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