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Posts Tagged ‘deutsch-russischer Dialog’


Voller Vorfreude zeigte sich gestern vormittag Olga Dejewa beim Empfang für die Delegation ihres Kollegen Florian Janik auf die „unmittelbar bevorstehende Geburt“ des neuen Kindes der Städtepartnerschaft, das Gesprächsforum „Prisma“, durch das man sich in Zukunft Probleme und Fragen aus Politik und Gesellschaft ansehen will, die ebenso trennen wie verbinden können. Ganz wie man sie betrachtet, isoliert oder im Zusammenhang, aus dem Blickwinkel der Gemeinsamkeiten oder des Gegensatzes.

Florian Janik und Olga Dejewa mit dem Gastgeschenk, einer Schale aus der Werkstatt von Inge Howein

Wer die Partnerschaft kennt, weiß, in welche Richtung die Diskussion zwischen Erlangen und Wladimir – auch bei strittigen Themen – gehen wird, dennoch war auch in der Teilnehmer-Runde zu Beginn eine gewisse Spannung zu spüren, denn der gewählte Komplex „Migration“ erlaubt hier wie dort viele Deutungen, macht buchstäblich Stimmungen, birgt Potential für die Künder einfacher Lösungen, macht Schlagzeilen, hinter denen die notwendige Analyse oft verschwindet.

Das zu vermeiden, hier den Dialog walten zu lassen, nicht auf „Schlagworte zurückzugreifen und an der Oberfläche zu bleiben“, wie es Erlangens Oberbürgermeister formulierte, sondern sich durchaus auch selbstkritisch mit der Materie auseinanderzusetzen, soll Ziel der Diskussion sein. Mit der Betonung ausdrücklich auf Diskussion.

Florian Janik, Olga Dejewa und Wjtascheslaw Kartuchin

Der geschickt agierende Moderator und Leiter der gastgebenden Akademie für Verwaltung und Wirtschaft, Wjatscheslaw Kartuchin, verstand es denn auch im Lauf der gut dreieinhalbstündigen Veranstaltung dem Austausch von Meinungen, dem Spiel von Fragen und Antworten den notwendigen Raum zu geben. Und er bewies Mut zur Improvisation, ließ dem freien Austausch seinen guten Lauf, griff nur immer wieder mit behutsamen Mahnungen ein, sich konkret zu fassen, die Uhr im Blick zu behalten.

Blick ins Plenum

Diesem freien Reglement opferte der Gastgeber sogar die beiden russischen Vorträge, nachdem die Präsentationen der Historikerin, Julia Obertreis, und des Flüchtlingsbeauftragten der Stadt Erlangen, Amil Sharifov, bereits mehr als genug Anregung zum Disput gegeben und Jutta Schnabel vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Bewältigung der Herausforderungen durch Migrationsfragen umrissen hatte. Auch der offizielle Teil blieb wohltuend kurz gehalten: die Begrüßung, die Unterzeichnung der Gründungsurkunde des Forums – und gleich in medias res.

Florian Janik und Olga Dejewa

Wie groß das Interesse an dieser Diskussionsplattform ist, zeigt die Berichterstattung der Medien. Keine TV-Anstalt, keine Redaktion, die nicht vertreten gewesen wäre, nicht Fragen danach gestellt hätte, wie man in Erlangen an die Migration herangeht. Zu wenig Informationen, das ist deutlich zu spüren, erhält man hier aus erster Hand, zu viel ist das Bild geformt von medialen Vereinfachungen.

Julia Obertreis

Da war es denn auch wichtig, einmal den Zusammenhang nicht schlicht, sondern im geschichtlichen Überblick herzustellen, also zu zeigen, wie Deutschland über die Jahrhunderte von Immigration profitierte – von Hugenotten über Russen während der Sowjetzeit und Spätaussiedler bis zu den Heimatvertriebenen nach dem Krieg und zu den Gastarbeitern -, aber auch welche Auswanderungswellen es gab, etwa in die USA oder auf Einladung von Zarin Katharina II ins Russische Reich. Mit allen Fehlern, die etwa bei der mangelhaften Integration von Arbeitsmigranten gemacht wurden, wie Erlangens Oberbürgermeister einräumte: „Aber jetzt wollen wir es besser machen mit dem Focus auf Sprache und Bildung.“

Jutta Schnabel

Die russischen Partner, prominent politisch vertreten durch Vizegouverneur, Michail Kolkow, hakt da immer wieder nach: Ob die Flüchtlinge aus den arabischen und schwarzafrikanischen Staaten nicht doch eher am sozialen Netz Deutschlands interessiert seien als an der Arbeitsaufnahme, wie es um die Kriminalität und um die Bereitschaft bestellt sei, sich zu integrieren. Dem setzten die Gäste entgegen, man sehe Migration grundsätzlich positiv, eine Separierung in Flüchtlinge und andere „Fremde“ schaffe nur eine allgemein schlechte Stimmung, spalte die Gesellschaft, die jetzt aufgerufen sei, ein interkulturelles Miteinander zu ermöglichen.

Michail Kolkow, Alexander Krutow, Nikolaj Schtschelkonogow, Olga Dejewa und Florian Janik

Dabei hilft die Migration – etwa aus der Ukraine – auch der Region Wladimir, wo derzeit 800 Ärztestellen unbesetzt bleiben. Immerhin 30 Mediziner aus dem Nachbarland füllen diese Lücke nun zumindest teilweise, und Julia Obertreis wies durchaus auch auf den Beitrag der Gastarbeiter aus den zentralasiatischen Republiken zum Wohlstand der Russischen Föderation hin.

Julian Hans, Florian Janik und Julia Obertreis

Mit dem Ergebnis dieses ersten Treffens zeigten sich am Nachmittag dann alle zufrieden, auch Julian Hans von der Süddeutschen Zeitung, der eigens aus Moskau angereist war, um durch das „Prisma“ der Partnerschaft zu blicken. „Gehaltvoller als so manche Begegnung auf höherer politischer Ebene“, kommentierte er lobend. Und schon am Abend war man sich einig, das Forum schon im Herbst in Erlangen erneut tagen zu lassen, voraussichtlich unter dem Thema „Teilhabe: die Rolle der Zivilgesellschaft in den Partnerstädten“. Ein guter Ausblick auf die Zukunft einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen Erlangen und Wladimir.

Jurij und Ljubow Katz mit Florian Janik

Zu dieser Zusammenarbeit gehört seit Anfang der 90er Jahre die Selbsthilfeorganisation „Swet“, deren Gründern, dem Ehepaar Ljubow und Jurij Katz, Erlangens Oberbürgermeister als Symbol der Verbundenheit das Stadtwappen überreichte, gefertigt von einem Bewohner der Stadt-Mission Mensch aus Molfsee.

Begehung der Baustelle Pilgerzentrum mit Pfarrer Sergej Sujew

Zu dieser Zusammenarbeit gehört ebenfalls seit den frühen 90er Jahren die Verbindung mit der Rosenkranzgemeinde, deren Bauprojekt „Pilgerzentrum“ nun in die entscheidene Phase der Innengestaltung geht, bevor, wie Pfarrer Sergej Sujew meint, mit Hilfe unserer deutschen Freunde im nächsten Jahr die Einweihung stattfinden kann.

Amil Scharifow, Wladimir Rybkin und Wolfgang Niclas

Und zu dieser Zusammenarbeit gehört nun auch der Austausch zwischen den Gewerkschaften, wie Wolfgang Niclas und sein Kollege, Wladimir Rybkin, Vorsitzender des Regionalverbands der Russischen Maschinenbaugewerkschaft, bekunden. Aber auch die Fortsetzung der Verbindung des Erlangen Jugendparlaments zu Wladimir und vieles mehr, von dem demnächst hier noch die Rede sein wird, immer mit dem Blick durch das „Prisma“.

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Am 2. September 2015 veranstaltete Wolfgang Niclas, Vorsitzender des DBG-Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt, zusammen mit der Volkshochschule eine Podiumsdiskussion zum Weltfriedenstag https://is.gd/ml0nDP, bei der im Schatten des Kriegs in der Ukraine zur Sprache kam, was die Städtepartnerschaft angesichts der daraus hervorgehenden Spannungen auch zwischen Deutschen und Russen zur Verständigung leisten kann. Damals schlug Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg vor, einen Gesprächskreis in den Partnerstädten zu gründen, der ohne gegenseitige Provokationen strittige Themen aus Politik und Gesellschaft angehen und die Ergebnisse der Begegnungen einer breiten Öffentlichkeit vorstellen sollte. Diese Idee, ein Forum des Vertrauens und des Meinungsaustausches in Zeiten von Falschmeldungen und Stimmungsmache zu schaffen, nahmen Oberbürgermeister Florian Janik und sein damals scheidender Kollege aus Wladimir, Sergej Sacharow, begeistert auf und gewannen mit Julia Obertreis, der Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas, eine kundig-kompetente Leiterin des „Prisma“ genannten fünfzehnköpfigen Gremiums, das sich nun gestern im Rathaus zu einer ersten Kennenlernrunde traf und Gedanken wider die Verspannung des deutsch-russischen Verhältnisses austauschte.

Gesprächsforum Prisma

Gesprächsforum Prisma

In Wladimir hat sich mittlerweile auf Anregung von Oberbürgermeisterin Olga Dejewa ein gleich großer Kreis von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – aus Politik, Wissenschaft, Schule, Berufsbildung, Kultur, Ehrenamt, Justiz und vielen weiteren Bereichen – zusammengefunden, der sein Erlanger Pendant vom 9. bis 12. April zur konstituierenden Sitzung erwartet. Im Fokus der Auftaktveranstaltung soll, wie bereits im Vorfeld zwischen den Partnerstädten vereinbart, das Thema „Migration“ stehen – in all seinen Facetten und Auswirkungen auf Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft hier wie dort. Im Herbst dann, so die gegenwärtige Planung, der Gegenbesuch aus Wladimir. Nach Lage der Dinge wird ja der Gesprächsbedarf eher noch zunehmen, dürfte es eher mehr als weniger Gründe geben, die Verständigung wider die Verspannung zu setzen.

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Den Dialog definiert das antike griechische Drama als die Redefolge mehrerer Rollen. Ein solches vielstimmiges Gespräch prägt die Partnerschaft mit Wladimir von Beginn an, stets offen, vertrauensvoll, mit Verständnis für die andere Position und ohne einstudierte Texte. Manchmal sogar fast zeitgleich an unterschiedlichen Schauplätzen, so wie gestern in Erlangen und Bamberg.

Wolfgang Niclas, Jutta Schnabel, Julia Obertreis, Wjtascheslaw Kartuchin und Florian Janik

Wolfgang Niclas, Jutta Schnabel, Julia Obertreis, Wjtascheslaw Kartuchin und Florian Janik

Nach Erlangen ist aus der Partnerstadt mit Wjatscheslaw Kartuchin der Leiter der dortigen Akademie für Verwaltung und Wirtschaft mit wohldurchdachten Vorschlägen gekommen, um Erlangen und Wladimir auf breiter Basis noch intensiver miteinander ins Gespräch zu bringen, dem Dialog eine neue Gestalt zu geben und den Worten Taten folgen zu lassen, sprich noch intensivere Verbindungen in Kommunalpolitik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, besonders aber auch für den Jugendaustausch zu knüpfen. Noch suchen die Akteure, um im Bild zu bleiben, nach einem Namen für das „Stück“, auch an der Besetzung wird noch gearbeitet, aber die Richtung hat Oberbürgermeister Florian Janik beim Empfang am gestrigen Spätnachmittag bereits klar vor Augen: „Wir müssen der Sprachlosigkeit in der großen Politik mit unseren Mitteln etwas entgegensetzen und auf allen Ebenen miteinander reden.“ – „Auch über Dinge, die uns möglicherweise trennen“, ergänzt Wolfgang Niclas, Vorsitzender des DGB Erlangen-Höchstadt, denn – das räumt auch der russische Gast ein – „es gibt auf beiden Seiten Informationsdefizite und verzerrte Darstellungen“. Da gilt es für Julia Obertreis, Inhaberin des Lehrstuhls für Neue und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Osteuropa,  mit dem Juristen aus Wladimir hier wie dort viele weitere Mitwirkende zu finden, zu deren inneren Kern sicher bereits Jutta Schnabel gehört – mit all ihrer reichen Erfahrung im Jugendaustausch mit Wladimir.

Wjatscheslaw Kartuchin und Elisabeth Preuß

Wjatscheslaw Kartuchin und Elisabeth Preuß

Wie auch immer sich dieser neue Dialog entwickeln mag, mit Wjatscheslaw Kartuchin, der ehrenamtlich in der Regionalduma von Wladimir sitzt und dort das stellvertretende Präsidentenamt innehat, ist eine ebenso starke wie gewinnende Stimme gefunden, wohltemperiert auf Ausgleich und Verständigung bedacht, mit hohem Sympathiewert, wie Bürgermeisterin Elisabeth Preuß bereits beim ersten Zusammentreffen am 22. Juni in Wladimir feststellte.

Sergej Sujew, Michael Kleiner und Wolfram Howein

Sergej Sujew, Michael Kleiner und Wolfram Howein

Zuvor, am frühen Nachmittag, hatte sich gestern Pfarrer Sergej Sujew mit Michael Kleiner, Leiter des Referats Weltkirche des Erzbistums Bamberg, und Projektberater Wolfram Howein getroffen, um zu besprechen, wie das Pilgerzentrum der Rosenkranzgemeinde Wladimir nach Fertigstellung des Rohbaus nun winterfest zu machen sei und welche Mittel man noch brauche, um dann im Frühjahr den Innenausbau voranzutreiben. Auch hier sind noch viele Rollen zu besetzen. Bereits für Mitte Dezember will man sich deshalb – dann in Wladimir – wiedersehen, ganz im Geist der deutsch-russischen Potsdamer Begegnungen – https://is.gd/zZEjaF -, die gestern schon zum 18. Mal und wieder einmal ohne größere Medienresonanz stattfanden. Deutsche und Russen können eben gar nicht genug miteinander sprechen, gerade in diesen Zeiten der Sprachlosigkeit.

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Nun sind also die ersten Exemplare der zum 70. Geburtstag von Wiktor Malygin erschienenen Monographie in Erlangen eingetroffen, an der Natalia Judina, Direktorin der Wladimirer Universität für Finanzen, und Klaus Steinke, emeritierter Leiter des Lehrstuhls für Slawistik an der FAU, mitgewirkt haben. Der Jubilar hat damit nicht nur sich ein wissenschaftliches Geschenk gemacht, sondern auch den Dialog zwischen den Partnerstädten auf ein neues Niveau gehoben, buchstäblich, denn den Philologen geht es, blickt man in das Inhaltsverzeichnis, um Tendenzen, die das Russische wie das Deutsche prägen: etwa die Globalisierung mit all ihren integrierenden wie differenzierenden Prozessen, aber auch Innovationen. Besonders interessant dabei die gegenseitigen Beeinflußungen, also englische und russische Entlehnungen im Deutschen und deutsche Entlehnungen in der russischen Sprache. Sogar – man möchte fast sagen staatlichen Eingriffe – in die Orthographie werden thematisiert. Denn hier wie dort gibt es mit allem Für und Wider – vor allem aber Durch- und Nebeneinander – Reformen der Rechtschreibung. Was das Werk aber im Innersten zusammenhält, bringt Natalia Judina in ihrem Nachwort zum Ausdruck:

Dialog

Aus unserer Sicht kann der russisch-deutsche Dialog, den wir begonnen haben, nicht nur im linguistischen, sondern auch im extralinguistischen Aspekt als gelungen bezeichnet werden: Dieser Dialog ist durch die über 30 Jahre lange Geschichte der Städtepartnerschaft zwischen Erlangen und Wladimir gekennzeichnet. Die Geschichte hat ihre Spuren in vielen deutschen und russischen Familien hinterlassen, darunter auch in den Familien der beiden Autoren. Dieser Dialog stützt sich auf den langjährigen akademischen Austausch zwischen den Hochschulen in Erlangen und Wladimir, auf die fruchtbare Tätigkeit des Erlangen-Hauses in Wladimir und auf den selbstlosen Einsatz von Wissenschafts- und Kultureinrichtungen für die Entwicklung der deutsch-russischen Partnerschaft.

Der 280 Seiten starke und zweisprachig in Wladimir herausgegebene Band ist ab sofort im Partnerschaftsbüro des Erlanger Rathauses einzusehen und sicher auch bald in der Stadtbibliothek auszuleihen. Siehe auch: http://is.gd/p7kayR

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Dieser Tage hält sich Klaus Steinke in Wladimir auf, um sich als emeritierter Leiter des leider bereits 2007 aufgelösten Lehrstuhls für Slawistik mit Kollegen in der Partnerstadt zu treffen. Im Mittelpunkt seines Besuches steht aber die Präsentation des Sammelbandes „Russisch-deutscher sprachlicher Dialog im 21. Jahrhundert: soziolinguistische Studien“ anläßlich des 70. Geburtstages von Wiktor Malygin, dem ehemaligen Rektor der Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität und jetzigem Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie, Geschichte und Recht an der Wladimirer Universität für Finanzwissenschaften. Bei dem Kompendium handelt es sich um eine Monographie der beiden Geisteswissenschaftler aus Erlangen und Wladimir, unterstützt von Natalia Judina, der Direktorin der Universität für Finanzwissenschaften. Themen sind die aktiven Prozesse, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf das Russische und Deutsche einwirken. Untersucht werden daneben auf der Grundlage von ganz unterschiedlichem Textmaterial systemische und strukturelle Besonderheiten und Tendenzen sowie linguistische Innovationen der beiden Sprachen im Zeitalter der Globalisierung.

Klaus Steinke, Natalia Judina, Wiktor Malygin

Unsere Monographie ist auf Deutsch erschienen, aber sie eignet sich auch für Leser, die der Fremdsprache noch nicht so ganz mächtig sind, wenn auch die Zielgruppe in erster Linie Fachleute des Deutschen und Russischen im 21. Jahrhundert ist. Unsere Völker haben viel gemein – bei allen Unterschieden -, aber wichtig ist vor allem: Wir müssen uns alle gemeinsam entwickeln und dabei unsere eigenen Traditionen und die nationale Identität erhalten. In unserer modernen, instabilen Welt strebt jedes Volk danach, diese Werte zu bewahren. Dabei ist die Sprache einer der Indikatoren für Kultur und Eigenständigkeit jeder Nation. (Natalia Judina)

Ehrengast der Veranstaltung im festlichen Rahmen: Klaus Steinke, dessen Forschungsschwerpunkt neben der Russistik in der Balkanistik liegt, ausgezeichnet mit der Ehrendoktorwürde der Universität von Sofia und seit mehr als 20 Jahren eng mit den Kollegen in Wladimir verbunden.

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Klaus Steinke, Natalia Judina, Wiktor Malygin

Der Mitautor und Gast aus Erlangen, Fachmann für die Wechselwirkungen zwischen der deutschen und russischen Sprache sowie des Kulturaustausches, erlaubte sich angesichts der Dringlichkeit des zwischenstaatlichen Dialogs im 70. Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs den Vorschlag, das wissenschaftliche Gemeinschaftswerk als Beispiel der Verständigung an Angela Merkel und Wladimir Putin zu schicken. Eine Initiative, die vom Festpublikum tosenden Applaus gespendet erhielt.

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Präsentation der Monographie von Wiktor Malygin, Natalia Judina und Klaus Steinke

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Sobald ein erstes Exemplar des Bandes in Erlangen eingetroffen ist, wird der Blog – über diese offizielle, auf der Homepage der Universität für Finanzwissenschaften veröffentlichte Information hinausgehend – ausführlicher Inhalt und Beiträge von weiteren Co-Autoren der Monographie vorstellen. Quelle: http://is.gd/GnALfM

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