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Posts Tagged ‘Carolin Gugel’


Er ließ es sich nicht anmerken, aber ein wenig nervös war Kirill Wedernikow gestern schon, so kurz vor der Ausstellungseröffnung in der Volkshochschule mit Oberbürgermeister Florian Janik und all den vielen Gästen aus Politik, Verwaltung und vor allem natürlich Kunst und Kultur. Doch schon im Gespräch mit Erlangens Stadtoberhaupt löste sich die Spannung und wich der Freude darüber, mit welcher wißbegierigen Offenheit man seinen Arbeiten begegnete.

Irene Hetzler, Florian Janik, Kirill Wedernikow, Carolin Gugel und Hans-Peter Singer

Der Künstler hätte es freilich auch schon vorher wissen können. Denn von Beginn an hatte er – „trotz meiner geringen Englischkenntnisse“ – mit der Gruppe Andersartig eine gemeinsame Sprache gefunden, hatte die Verständigung über die Kunst, diese universelle Form des menschlichen Ausdrucks, bestens funktioniert. Und es war manchmal beim Aufbau, als hätten die Bilder ihren Platz an den Wänden und in den Räumen selbst gefunden.

Jutta Brandis

Glücklich und zufrieden jedenfalls waren nicht nur die Künstler, sondern vor allem Jutta Brandis, die mit „(R)Evolution“ nach dreißig Jahren des Wirkens an der Volkshochschule hiermit ihre vorletzte Ausstellung kuratierte, darunter viele mit Gästen aus Wladimir. Doch keine hatte sie nach eigenen Worten bisher so mit Freude über das Gelingen erfüllt wie diese, die nun noch bis zum 12. April in den Räumen der Volkshochschule, Friedrichstraße 19, zu sehen sind.

Peter Steger, Kirill Wedernikow, Hans-Peter Singer, Jutta Brandis, Carolin Gugel, Irene Hetzler, Michael Ort und Eva Herrmann

Zeit genug also, sich selbst noch einen Eindruck zu verschaffen von diesem deutsch-russischen Projekt einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die Florian Janik in seinem Grußwort als wichtiges Element der Verständigung in Zeiten politischer Konflikte lobte, die aber auch zeigt, wie gut Künstler verschiedener Länder konzeptionell zusammenfinden können. Denn, so Kirill Wedernikow: „Sie entsteht zwar in Raum und Zeit, ist aber nicht an diese Dimensionen gebunden, wirkt darüber hinaus.“ Worte, die so auch gelten könnten für das eigens zu dieser Ausstellung komponierte „Concertino für Vibraphon und Klavier“, uraufgeführt von Michael Ort und Eva Herrmann.

Anke Steinert-Neuwirth, Peter Steger, Kirill Wedernikow, Hans-Peter Singer, Carolin Gugel und Irene Hetzler

Ein großer Teil der Bühne – und auch der Ausstellungsfläche – gehörte gestern dem Gastkünstler, der Gelegenheit erhielt, anhand eines Videos mit beeindruckend animierten Arbeiten aus seiner jüngsten Schaffensperiode und einer Präsentation seinen Werdegang darzustellen. Erstmals im Ausland und erstmals in dieser Ausführlichkeit, denn in der Heimat können sich nicht alle an seiner Ästhetik etwas abgewinnen.

Karin Günther und Peter Millian

Sie hat ja auch tatsächlich etwas Düsteres, und vor allem in seinem Zyklus der Lost Places und Industriebrachen sehe man wenig Optimismus und Aufbruch, wie Peter Millian von den Erlanger Nachrichten bemerkte. „Richtig“, bestätigte der 27jährige Künstler aus Wjasniki, hundert Kilometer östlich von Wladimir gelegen, „aber aus diesem Schatten bin ich herausgetreten, diese Periode liegt hinter mir.“

Zwar, so der Künstler, ziehe ihn noch immer diese Landschaft des Verfalls mit ihren groben Formen und den unendlichen Räumen des Vergehens magisch an, weil es da so viel Gestaltungsmöglichkeit gebe, aber nach seinen Anfängen im Bereich des Graffiti und der Straßenkunst und all den Lehrjahren durch die Kunsthochschule in Susdal sowie die Aufenthalte in Sankt Petersburg und Moskau wende er sich nun stärker philosophischen, theologischen und mythologischen Themen zu.

Kirill Wedernikow im Gespräch

Man hört es aus seinen Worten heraus, man merkt es seinen Bildern an: Hier wird man Zeuge eines künstlerischen Reifeprozesses, der auf dem Weg zu echter Meisterschaft ist, im Ausdruck wie im Handwerk. Passend zum evolutionären Titel der Ausstellung mit dem R in Klammern.

So richtig zur Geltung kommt das im Musikzimmer, wo die Keramiken von Carolin Gugel und die Arbeiten von Kirill Wedernikow einander nicht nur ergänzen, sondern in ihrer Wirkung verstärken, formal wie inhaltlich. Aber davon sollte man sich selbst überzeugen. Zeit ist ja noch genug.

Und nehmen Sie sich auch ein paar Minuten für die Mappen, wo sich neben Angaben zu den Persönlichkeiten auch die Preise für die Arbeiten finden. Es bietet sich die exklusive Gelegenheit, eine Wedernikow-Sammlung, die erste in Deutschland und außerhalb seiner russischen Heimat, aufzubauen.

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Die Vorbereitungen auf die Vernissage am Sonntag um 11.15 Uhr im Großen Saal der Volkshochschule sind in vollem Gang. Alle Räume und Korridore im ersten Stock des Gebäudes werden bespielt, und der Gast vom Kunstverein der Region Wladimir, Kirill Wedernikow, kann seine fast dreißig Arbeiten, die er gestern in einer unscheinbaren Mappe mitbrachte, in der „guten Stube“, im Historischen Saal, nachgerade kammermusikalisch hängen.

Ungerahmte Kunst aus Wladimir

Am Vormittag via Moskau und Istanbul eingetroffen, stand der ganze Nachmittag im Zeichen der Rahmung und Hängung der Bilder des 1991 im hundert Kilometer östlich von Wladimir gelegenen Wjasniki geborenen Künstlers, für Erlangen entdeckt und eingeladen von der Gruppe Andersartig, die grenzüberschreitend hinsichtlich der Techniken und Genres ebenso wie der Länder und Sprachen arbeitet. Und natürlich wollte man einander kennenlernen: Jutta Brandis, die Kuratorin der Ausstellung, Markus Bassenhorst, der Leiter der Volkshochschule, und eben Hans-Peter Singer aus Herzogenaurach, der die Städtepartnerschaften seiner Heimatstadt ebenso wie die internationalen Kontakte Erlangens als Brücken der Kunst und Verständigung nutzt und dies so ausdrückt: „Was die Politik nicht hinbekommt, müssen wir schaffen!“

Planungsgespräch: Hans-Peter Singer, Kirill Wedernikow, Jutta Brandis und Markus Bassenhorst

Und Kirill ist gekommen, um moderne russische Kunst zu zeigen. Und was für eine! Mythische Figuren, verfremdet hineingestellt in stilisierte Industrielandschaften, anatomische Studien an Titanen, Wesen einer Zwischenwelt im Kosmos von Welt und Technik, Evolutionen und Revolutionen der Gestaltung. „Paßgenau das, was die Arbeiten von Irene Hetzler, Carolin Gugel und mir von der Gruppe Andersartig thematisch unter dem Titel „(R)Evolution“ ergänzt, die ja dann gemeinsam mit den Bildern aus Wladimir bis April hier hängen werden“, freut sich Hans-Peter Singer. Das andersartige Kunstquartett ist komplett.

Hängung: Hans-Peter Singer und Kirill Wedernikow

Für Kirill Wedernikow, der seine philosophischen Heimat im christlichen Existenzialismus eines Nikolaj Berdjajew sieht, dem es um nicht weniger als die geistige Wiedergeburt des Menschen und die soziale Umgestaltung der Gesellschaft geht, für den Künstler ist es die erste Ausstellung außerhalb seiner Heimat, wo er noch um Anerkennung ringt, nachdem er seine Lehr- und Wanderjahre mit der Ausbildung in Susdal und Stationen in Sankt Petersburg und Moskau abgeschlossen hat und nun in seine kleine Heimatstadt an der Kljasma mit nur gut 35.000 Einwohnern zurückgekehrt ist. In den Großstädten, so seine Erfahrung, drohe die Kunst inhaltsleer zu werden, zu groß sei die Versuchung, den Moden und Trends nachzulaufen. Seine eigene Sprache und Ausdruckskraft könne man viel besser in der Provinz finden, ohne all die Ablenkung der Metropolen, wo dann auch noch die Kosten für das Atelier kaum mehr zu bezahlen seien.

Schaltkreis einer Ausstellung: Kirill Wedernikow, Fred Ziegler und Dieter Erhard

Am ersten Abend in Erlangen dann noch der Besuch einer Vernissage mit Fred Ziegler im Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen unter dem Motto „Poesie der Schaltkreise“, eine Annäherung von Malerei und Wissenschaft – und wieder so eine Grenzüberwindung, für die auch und gerade Dieter Erhard mit seinem kunstfliegenden Wechsel zwischen den Partnerstädten Riverside und Wladimir steht. Aber das ist dann schon wieder eine ganz andere Geschichte. Hier für heute nur noch einmal der Verweis auf den ersten Blogartikel zu Kirill Wedernikow unter: https://is.gd/6fq2uz

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Am Sonntag, den 24. Februar, eröffnet Oberbürgermeister Florian Janik um 11.15 Uhr im Großen Saal der Volkshochschule die Ausstellung der Gruppe Andersartig mit dem sprechenden Titel (R)EVOLUTION. An dem Projekt mit Arbeiten von Irene Hetzler, Carolin Gugel und Hans-Peter Singer nimmt auch Kirill Wedernikow teil, der sich als Mitglied des Russischen Künstlerverbandes und bei zahlreichen Ausstellungen und Festivals in Moskau, Sankt Petersburg, Nowgorod, Nischnij Nowgorod, Astrachan und Wladimir einen Namen machte.

Kirill Wedernikow

Kirill Wedernikow wurde 1991 in Wjasniki, einer kleinen Kreisstadt in der Region Wladimir, geboren. Seinen künstlerischen Werdegang begann er mit Graffiti und fand dank dem Studium verschiedener Stile und Richtungen bald zu seinem eigenen Stil. Die Ausbildung an der Fachschule für künstlerische Restaurationsarbeiten in Susdal wird dabei zum Meilenstein in seiner kreativen Entwicklung.

Kirill Wedernikow bei der Arbeit

Die Anziehungskraft alter Industrieviertel, Fabriken und verlassener Häfen an Flüssen stellt eines der zentralen Themen Kirill Wedernikows dar. Gerade dort konzentriert sich die Energie einer anderen Zeit, deren Tiefe und Widersprüchlichkeit der Künstler in seinen Werken zu verstehen und widerzuspiegeln versucht.

Kirill Wedernikows Interesse gilt der Malerei, der Druckgraphik (Xylographie und Linolgravur) sowie originellen Techniken wie Tusche, Zeichenfeder oder Aquarell, aber auch der monumentalen Kunst wie Street Art.

Der Wladimirer Künstler – er wird zur Vernissage in Erlangen erwartet – stellt erstmals in Deutschland aus. Seine Arbeiten sind mit den Exponaten der Gruppe Andersartig bei freiem Eintritt bis zum 12. April in den Räumen der Volkshochschule, Friedrichstraße 19, 1. Stock, montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu sehen.

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Selbst für die nun weiß Gott nicht ereignisarme Städtepartnerschaft Erlangen – Wladimir ist es ungewöhnlich, in so kurzer Abfolge zwei Großveranstaltungen zu haben.

Impressionen aus Wladimir im Großen Saal der VHS

Impressionen aus Wladimir im Großen Saal der VHS

Erst am Mittwoch wurde Ute Schirmer für ihre gut zwanzigjährige sozial-kulturelle Arbeit mit dem Ehrenbrief für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Städtepartnerschaften ausgezeichnet, und nun die Ausstellung von Karin Günther, der Vorsitzenden der Erlanger Fotoamateure.

Karin Günther

Karin Günther

Was wie Zufall aussehen mag, hat seine innere Logik. Ute Schirmer ist durch Karin Günther 1990 zu Wladimir gekommen, und die beiden teilen sich bis heute Freunde in der Partnerstadt. Und dann ist da ja noch das ausklingende dreißigjährige Partnerschaftsjubiläum.

Jutta Brandis und Karin Günther

Jutta Brandis und Karin Günther

Jutta Brandis, bei der Volkshochschule Erlangen zuständig für Kreatives, ist ebenfalls seit 1990 bei der Sache und hat schon 1989 die Ausstellung von Guram Tuguschi aus Moskau betreut, mit der eine ganze Serie von Präsentationen russischer Künstler begann, die nun mit Fotoimpressionen aus Wladimir einen neuen Höhepunkt erreicht.

Stadl Harmonists

Stadl Harmonists

Für einen musikalischen Höhepunkt sorgte bei der gestrigen Vernissage der Überraschungsauftritt der Stadl Harmonists unter Leitung von Knut-Wulf Gradert. Wer hätte auch besser ein Ständchen geben können, als just das Ensemble, das sich schon bei den Jubiläumsfeierlichkeiten in Wladimir so viele Freunde ersungen hatte!

Fotoimpressionen aus Wladimir

Fotoimpressionen aus Wladimir

Den ca. 70 Bildern von Karin Günther standen mindestens ebensoviele Betrachter bei der Eröffnung gegenüber. Alles Bilder von den Jubiläumsfeierlichkeiten, die ja so vielfältig waren, wie die Partnerschaft bunt ist. Wie gut, da buchstäblich eine Übersicht mit Einblicken in all die Veranstaltungen zu haben, die oft parallel stattfanden und so nie von allen gleichzeitig besucht werden konnten.

Siegfried Balleis, Karin Günther und Maria Filimonowa

Siegfried Balleis, Karin Günther und Maria Filimonowa

Da durfte auch Oberbürgermeister Siegfried Balleis nicht fehlen, um Karin Günther für ihre gelungene Arbeit zu danken und sich selbst noch einmal an die Begegnungen Ende Mai / Anfang Juni in Wladimir zu erinnern.

Karin Günther und Gugel

Karin Günther und Carolin Gugel, Erlanger Kunstverein

Etwa an die Ausstellung des Erlanger Kunstvereins, der nun auch schon seit über 20 Jahren mit Wladimir Austausch pflegt. Etwa an die Auftritte der Sing- und Musikschule oder des Mädchenchors vom Christian-Ernst-Gymnasium oder…

Doris Hinderer, Karin Günther und Amil Scharifow

Doris Hinderer, Karin Günther und Amil Scharifow

Mit von der Partie wieder Doris Hinderer, die wohl alle Mitreisenden als Betreuerin der Bürgergruppe in bester Erinnerung haben. Auch in den unübersichtlichsten Situationen immer mit der notwendigen Ration Ruhe ausgestattet und gestern begleitet von Amil Scharifow, einem russischsprachigen Praktikanten im Partnerschaftsbüro.

Sergej Sacharow sitzt im Regen

Wladimirs Oberbürgermeister, Sergej Sacharow, sitzt im Regen

Die Ausstellung, angereichert durch Arbeiten von drei Wladimirer Photographen, hat es verdient, gesehen zu werden – noch bis zum 14. Februar 2014 in den Räumen der VHS in der Friedrichstraße 19. Bleibt noch Dank zu sagen an Nadja Steger für die Bilder von der Ausstellung!

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Die Vielzahl der Medien in Wladimir – ein halbes Dutzend TV-Sender und Radiostationen und fast ein Dutzend Zeitungen – kann in Erlangen Neid aufkommen lassen:

Hier einige Beispiele im Rückblick auf das dreißigjährige Partnerschaftsjubiläum. Der Beitrag des Staatlichen Lokalsenders zeigt die Vorbereitung des Jubiläums mit Aufnahmen von Carolin Gugel und Henrike Franz im Vorfeld der Ausstellungseröffnung sowie ein Interview mit Peter Steger im Erlangen-Haus.

www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=cSOQKsVIIFo

Die Reportage des Privatsenders De Facto berichtet von der Baumpflanzaktion mit einem Interview mit Stadträtin Ursula Lanig und Wladimirs Altoberbürgermeister Alexander Rybakow sowie von der Pressekonferenz, an der die beiden Oberbürgermeister, Siegfried Balleis und Sergej Sacharow, teilnahmen, und dem Radrennen.

www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Hgr8ybAFjlQ

Der zentrale staatliche Sender Rossija 1 stellt das Radrennen in den Mittelpunkt und läßt Klaus Höhe zu Wort kommen, der mit seiner Frau Doris per Fahrrad nach Wladimir gekommen ist und sich nun auf dem Weiterweg die Wolga hinab befindet.

www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=LrPC35V4SlM

Und schließlich der Film, den im Mai Wladimir Tschutschadejew und Sergej Schtschedrin in Erlangen gedreht haben: Eine bisher einzigartige Zusammenschau der beiden Partnerstädte im Zeitraffer, die während des Jubiläums u.a. vom Privatsender Zebra-TV ausgestrahlt und auf den großen Werbetafeln in der Innenstadt abgespielt wurde. Ein kleines Meisterwerk ohne Worte:

http://zebra-tv.ru/upload/video/cropped02.mp4

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1987 kam zum ersten und einzigen Mal der mittlerweile verstorbene Gründer der Wladimirer Malschule, Kim Britow, nach Erlangen, 1991 organisierte der Journalist Axel Mölkner mit Unterstützung von Adam Stupp, dem heutigen Ehrenvorsitzenden des Erlanger Kunstvereins, die erste Ausstellung von Graphikern aus der Partnerstadt. Es folgte eine Vielzahl von Gegenbesuchen. Erinnert sei nur an den Stahlbildhauer Johannes Koch, dessen Skulpturen zusammen mit einer Steinarbeit von Stefan Schnetz im Garten des Erlangen-Hauses vor dem Hintergrund der gemeinsam von Erlanger und Wladimir Künstlern gestalteten Mauer zu sehen sind, oder an die Figuren von Igor Tschernoglasow, die auf Anregung von Dieter Erhard im Erlanger Ortsteil Tennenlohe stehen. Ab 2001 dann ein regelmäßiger Austausch zwischen den Kunstvereinen der Partnerstädte, vielgestaltig-kreativ und bunt, wie es eben so zugeht zwischen Erlangen und Wladimir. Da ist es nur folgerichtig, wenn auch zum dreißigjährigen Jubiläum der Partnerschaft die Kunst ihren Platz mit einer eigenen Ausstellung hat.

Henrike Franz, Gugel, Uwe Schein

Ingrid Riedl, Henrike Franz, Carolin Gugel, Uwe Schein

Bildende Kunst funktioniert auch ohne Worte! Diese Auffassung wurde bei unserer Ausstellung der Gruppe plus des Kunstvereins Erlangen im Folkloremuseum in Wladimir bestätigt. Durch die wunderbare Hilfe der Wladimirer Künstlerkollegen war es gelungen, eine Ausstellung mit 38 Werken von 18 Künstlern aus Erlangen in unserer Partnerstadt zeigen zu können. Sehr hilfreich war dabei die kompetente Übersetzungsarbeit unserer Dolmetscherin Natalia Talatina. Eine erste Hürde war es jedoch, die Kunstwerke nach Wladimir zu transportieren. Doch dabei konnten wir auf Peter Steger vom Städtepartnerschaftsbüro zählen, der selbst buchstäblich die Werke in die Hand nahm und durch den Zoll brachte.

Gruppenbild der Erlanger und Wladimirer Künstler mit Kultur-Bürgermeisterin Jelena Owtschinnikowa in ihrer Mitte

Gruppenbild der Erlanger und Wladimirer Künstler mit Kultur-Bürgermeisterin Jelena Owtschinnikowa in ihrer Mitte

Der herzliche und offene Kontakt mit unseren russischen Kollegen hat uns immer wieder beeindruckt. Wir erhielten Einblick in ihre Bild- und Arbeitswelt, indem Sie uns ihre Ateliers zeigten. Dies wird sicherlich unserer Auseinandersetzung mit der Kunst beeinflussen. Eine baldige Gegeneinladung mit gemeinsamem Arbeiten und auch mit einer gemeinsamen Ausstellung liegt uns sehr am Herzen.

Henrike Franz

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Noch ist nicht angerichtet, noch ist Hand anzulegen an das Programm, noch sind viele Details zu klären, aber es sind ja noch zwei Arbeitstage, bis morgen am späteren Abend all die vielen Gäste aus Erlangen in Wladimir eintreffen – mit all ihren vielen Auftritten und Begegnungen.

Karin Günther, Matthias Buggert, Peter Gugel, Carolin Gugel, Henrike Franz, Heino Sand nach der Ankunft Flughafen Domodjedowo, Moskau.

Karin Günther, Matthias Buggert, Peter Gugel, Carolin Gugel, Henrike Franz, Heino Sand nach der Ankunft Flughafen Domodjedowo, Moskau.

Besonders viel Zeit braucht es natürlich, um die beiden Ausstellungen vorzubereiten: die große des Kunstvereins Erlangen, Gruppe 50 mit Bildern und Keramiken im Haus für Folklore und die kleinere mit dem Titel „Farbenfroh“ im Erlangen-Haus mit Arbeiten von Karin Günther, der Vorsitzenden der Erlanger Fotoamateure, und weiteren Mitgliedern des Vereins, der wohl schon am längsten, seit 1989 nämlich, Verbindung zu Wladimir hält.

Empfang der Freunde für Karin Günther vor dem Erlangen-Haus: Familien Filimonow, Uchin und Fedin.

Empfang der Freunde für Karin Günther vor dem Erlangen-Haus: Familien Filimonow, Uchin und Fedin.

Und da sind schließlich noch Matthias Buggert und Heino Sand vom Stadtjugendring, die im Vorfeld des Jubiläums Möglichkeiten erkunden wollen, den ohnehin bereits intensiven Jugendaustausch noch weiter auszubauen, mehr Gruppen und Vereine als bisher schon in die Partnerschaft einzubinden.

Stilleben um 30. Geburtstag der Partnerschaft.

Stilleben um 30. Geburtstag der Partnerschaft.

Vor allem aber ist da die Vorfreude auf ein schönes Fest mit Freunden. Was soll auch schon schiefgehen, wenn einen im Erlangen-Haus neben einem Quarkkuchen und einem Strauß Maiglöckchen eine Glückwunschkarte von unbekannter Hand erwartet, auf der auf Russisch und Deutsch geschrieben steht: „Herzlichen Glückwunsch zum dreißigsten Geburtstag der Zusammenarbeit Wladimir mit Erlangen! Ich möchte die Freundschaft und Erfolg bei all Ihren Bemühungen fortfahren!“ Da bemüht man sich gerne weiter!

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