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Posts Tagged ‘Borschtsch’


„Jedem Russen mangelt es an Wärme. Aber es gibt zwei Mittel, gegen die Geographie anzukämpfen: sich Freunde anzuschaffen und Wodka zu trinken. Außerdem hat der Russe seine eigenen Tropen: die Banja, das russische Dampfbad, das die Leute zunächst in rotgesichtige Teufel verwandelt, die auf Pritschen neben einem glühenden Ofen schwitzen, und danach in Engel, die nach dem Schwitzbad, in weiße Laken gehüllt, kaltes Bier trinken“, meint zumindest Wiktor Jerofejew in seinem 2004 in der Übersetzung von Beate Rausch erschienenen Roman „Der gute Stalin“. Doch es gibt durchaus noch ein anderes Mittel, dem Hitzestau – gleich ob meteorologisch oder pyrogen herbeigeführt – probat entgegenzuwirken, ein Rezept, das Jurgita Pribušauskienė aus Litauen, freundschaftlich verbunden mit Wladimir und Erlangen, empfiehlt: Kalten Borschtsch.

Kalter Borschtsch

Dessen Zubereitung ist so einfach wie vielfältig, bietet also jede Menge Variationsmöglichkeiten nach persönlichem Geschmack, weshalb hier nur die Komponenten genannt werden sollen, als da sind: Kefir mit möglichst hohem Fettgehalt oder Buttermilch, zwei bis drei kleine Knollen Rote Bete, zwei bis drei kleine frische Landgurken, ein kleingehacktes gekochtes Ei, etwas Dill und Lauch sowie eine Prise Salz. Als wichtigste Zutat nennt die Köchin Liebe ohne Dosierungsangaben, und der erfahrene Genießer weiß, daß er gut daran tut, nicht alles auf einmal zu verspeisen, sondern etwas für den nächsten Tag aufzubewahren. Da schmeckt das Mahl, ergänzt vielleicht durch Pellkartoffeln, nämlich noch besser, es wärmt die Liebe auf und kühlt jedes Mütchen – auch bei größter Hitze.

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Kochkurs 2010 - In Aktion

Die diesjährigen Russisch-Deutschen Wochen an der VHS sind erfolgreich zu Ende gegangen. Bis auf einen Konversationskurs fanden alle Veranstaltungen statt, auch wenn die beiden vorgesehenen Dozentinnen, Marina Gajlit und Tatjana Kolesnikowa, aus Wladimir kurzfristig durch Ludmila Kondratenko, Natalia Grebnjew sowie Nadja und Peter Steger ersetzt werden mußten. Einen Rückblick auf den Kochkurs mit allen Rezepten zum Nachlesen bietet die von Nadja Steger zusammengestellte PDF-Datei Kochkurs 2010

Kochkurs 2010 - Festmahl

Aber schon bald geht es weiter: Wer dieses Mal zu spät gekommen ist, kann sich für den nächsten Kochkurs am Samstag, den 13. März, zum Thema „Russische Fastentage und das das Orthodoxe Ostern“ anmelden. Das ganztägige Seminar bereitet mit einer Kleingruppe von acht bis zwölf Personen russische Osterspezialitäten zu und bietet zugleich die Möglichkeit, ein wenig Russisch zu lernen, oder seine Kenntnisse aufzufrischen. Mit Wörterbuch und Kochlöffel ausgerüstet, entdecken Sie typisch russische Fasten- und Osterköstlichkeiten: Kulitsch backen, Paßcha zubereiten, Eier à la russe bemalen und vieles über die orthodoxen Traditionen und Rezepte erfahren Sie in diesem Seminar. Vorkenntnisse im Russischen sind nicht unbedingt erforderlich. Anmeldung an der VHS unter Tel.: 09131/862668 oder alexandra.rauhtaeschlein@stadt.erlangen.de.  

Syrniki in der Pfanne

Wer aber so lange nicht warten will, kann sich ja schon einmal an den Syrniki (сырники von сыр =Käse) versuchen, die ähnlich wie unser Käsekuchen wenig mit Gouda & Co., aber viel mit Topfen und Quark zu tun haben. Diese Syrniki ißt man in Rußland übrigens gerne schon zum Frühstück, wie Gäste des Erlangen-Hauses bereits wissen.

Syrniki - russischer Quark

Zutaten: 250 g russischer Quark („Irina“ in der Wladimirstraße), 1 Ei, 2 EL Zucker, 1 Prise Vanillezucker, 1 Prise Salz, ½ Teelöffel Backpulver, 1 EL zerlassener Butter, ½ Glas Mehl (ca. 80 g), Rosinen nach Geschmack.

Zubereitung: Alles gut verrühren, Sonnenblumenöl in die Pfanne geben, aus dem Teig fast handtellergroße Teile formen, in zusätzlichem Mehl wälzen und dann im heißen Öl dunkelgold backen.

Syrniki - Serviervorschlag

Serviervorschlag: Mit saurer Sahne (am besten сметана aus dem Russischen Laden „Irina“) aber auch Konfitüre, Marmelade oder Honig servieren; am besten direkt aus der Pfanne essen, schmecken aber auch noch einige Zeit später, abgekühlt lecker.

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