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Posts Tagged ‘Birgitt Aßmus’


Man hat ihr schon so manchen hohen und höchsten Posten in der Verwaltung des Gesundheitswesen der Region Wladimir angeboten, aber, so Swetlana Makarowa, „ich kann doch meine Kinder nicht verlassen.“ Und so ist und bleibt die gelernte Pulmologin und Pädiaterin gern ärztliche Direktorin des Kinderkrankenhauses, in dem junge Patienten aus dem ganzen Umland, so groß wie ganz Franken und die halbe Oberpfalz, bei schweren Erkrankungen medizinische Hilfe finden. Was ihr dabei besonders gefällt: An einem Tag in der Woche (einschließlich Nachtdienst) praktiziert sie selbst in ihrer Klinik, kennt also die Abläufe aus eigenem Erleben, sieht Schwächen und Stärken, weiß, wo Verbesserungen notwendig und möglich sind.

Wolfgang Rascher, Swetlana Makarowa und Patrick Morhart

Um aber das Notwendige möglich zu machen, wendet sich Swetlana Makarowa an Erlangen, dessen Unterstützung sie seit Beginn der Aktion „Hilfe für Wladimir“ 1990 zu schätzen weiß, erst recht, seit sie vor elf Jahren zur Direktorin berufen wurde. An ihrer Seite hat sie dabei seit 1998 ihren Kollegen, Wolfgang Rascher, der bereits zwei Besuche in Wladimir hinter sich hat und dabei die Fortschritte vor Ort zu sehen bekam. Nun gibt er zwar Ende März endgültig die Leitung der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche an der FAU ab, verspricht jedoch: „Der Austausch geht weiter.“ Dafür steht auch jemand wie Patrick Morhart, ärztlicher Leiter der Neonatologie I, der seiner Besucherin erklärt, welche Geräte und Therapien man im Bereich der Hämodialyse für Früh- und Neugeborene einsetzt, etwas, das man bald auch in Wladimir einführen möchte. Darüber hinaus soll in der Partnerstadt eine ambulante Palliativversorgung für Kinder aufgebaut werden. Die gesetzlichen Voraussetzungen seien zwar gegeben, aber es fehlten die Erfahrungen, meint die Kinderärztin, weshalb man gern die fast zehnjährige Expertise der deutschen Freunde nutzen möchte.

Wolfgang Rascher, Birgitt Aßmus, Swetlana Makarowa und Patrick Morhart

Je länger die Gespräche am Montag dauern, desto mehr Ideen entstehen, und wenn man, wie etwa Stadträtin Birgitt Aßmus, über die Jahre beobachten konnte, wie positiv dieser Erfahrungsaustausch der Pädiater sich entwickelt, glaubt man auch an die baldige Umsetzung der Anregungen, die der Gast heute wieder mit nach Hause nimmt. Doch damit nicht genug, Swetlana Makarowa will auch Einblick nehmen in die Arbeit des Gesundheitsamtes, das am Tag ihres Besuches gerade vor 99 Tage ins Landratsamt eingezogen ist.

Swetlana Makarowa und Frank Neumann

Was Swetlana Makarowa von Frank Neumann, promovierter Mediziner aus dem Vogtland, der in Erlangen studierte und die Behörde seit Herbst 2015 leitet, erfährt, kennt sie so von der eigenen Gesundheitsadministration nicht: Man hat hier eigene Ärzte, die Untersuchungen machen und Gutachten erstellen, man entlastet die Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte, indem Assistenten die medizinischen Einschulungstests machen, man bietet anonyme Geburten und Schwangerschaftsberatung an… So viel wird hier anders gemacht, daß die Besucherin ihren Kollegen möglichst bald in Wladimir begrüßen möchte, um im größeren Fachkreis von seinen Zuständigkeiten zu berichten. Da gäbe es in vielen Bereichen – etwa bei der HIV-Problematik oder bei der TBC-Vorbeugung und Impffrage – Erfahrungen, die man nutzen könnte. Nützlich dabei könnten sicher auch die Russischkenntnisse des Gastgebers sein.

Christine Delfs, Swetlana Makarowa, Ulrike Rascher und Susanne Schmid

Christine Delfs muß in dieser Hinsicht dieses Mal passen. Bisher hatte sie in ihrer 4. Klasse an der Heinrich-Kirchner-Schule immer Kinder, die aus russischsprachigen Familien kamen. Nun ist da nur noch ein Junge, der aber selbst kein Russisch mehr spricht. Aber ausschlaggebend ist das ja nicht. Sie will ihre Aktion unbedingt fortsetzen, die sie 1999 mit Taschengeldspenden für das Kinderkrankenhaus Wladimir begonnen hatte und die mittlerweile mit dem Pausenverkauf von Leckereien aus der elterlichen Küche im Advent regelmäßig dreistellige Summen erbringt, mit denen Swetlana Makarowa bedürftige Patienten unterstützt oder Mal- und Bastelutensilien kauft. Denn es gehen immer wieder auch Bilder und Zeichnungen hin und her. Und wenn Christine Delfs eines Tages in Ruhestand geht, übernimmt diese Tradition – so vereinbarte man das im Beisein von Schulleiterin, Susanne Schmid – nach dem Motto „Familientradition verpflichtet“ Ulrike Rascher, Tochter des Professors für Kinderheilkunde. So schließen sich Kreise.

Soroptimist-Präsidentin Christine Faigle, Swetlana Makarowa, Rentia van Eldik und Doris Lang

So ein Kreis schließt sich auch beim Treffen mit den Schwestern von Soroptimist International, wo Swetlana Makarowa Mitglied ist. Der Serviceklub organisierte ja bereits die Ausstellung „Heimat“ mit dem Kinderkrankenhaus und richtete den ersten gynäkologischen Behandlungsraum für Mädchen in der Region Wladimir ein. Nun erhielt die Besucherin wiederum eine Spende für ihre Klinik, und schon im November will Doris Lang sich selbst ein Bild von der Partnerstadt machen und den Kontakt mit Soroptimist Wladimir ausbauen.

Susanne Lender-Cassens und Swetlana Makarowa

Am Ausbau dieser Verbindungen möchte auch Susanne Lender-Cassens verstärkt mitwirken. Bereits zu der Zeit, als sie noch als Krankenschwester am Universitätsklinikum arbeitete, schickte sie regelmäßig medizinisches Verbrauchsmaterial an das Kinderkrankenhaus. Nun versucht sie, dabei zu helfen, den Austausch von Pflegepersonal voranzubringen. Und Swetlana Makarowa kann der Bürgermeisterin auch schon eine erste Kandidatin benennen, die sie gerne für eine Hospitation nach Erlangen schicken würde. Und überhaupt – wen wundert das noch? – kann sie mit Stolz berichten, eine ihrer Krankenschwestern habe unlängst den ersten Preis bei einem regionalen Wettbewerb gewonnen. An Können und Motivation fehlt es da sicher nicht.

Christine Hetterle und Swetlana Makarowa

Woran es aber leider noch mangelt, ist eine Unterbringungsmöglichkeit für Eltern, deren Kinder – vor allem wegen onkologischer Erkrankungen – für einen längeren Zeitraum auf Station bleiben müssen. Zwar wurden mit Hilfe von Soroptimist einige Krankenzimmer und Räume für diese Bedürfnisse eingerichtet, aber es bräuchte etwas in der Art wie das Ronald-McDonald-Haus in Erlangen. Sicher ein noch langer Weg, aber, mit den Erfahrungen und Erläuterungen von Christine Hetterle im Gepäck, macht sich Swetlana Makarowa ermutigt und zuversichtlich heute auf die Heimreise. Wer, wie sie, erfolgreich die Bauchfelldialyse von Erlangen nach Wladimir übertragen hat, wird auch Behörden und Politik von der Notwendigkeit eines Gästehauses oder der Einführung einer palliativen Ambulanz für Kinder überzeugen.

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Beim gestrigen Abschiedsabend für neunköpfige Damengruppe aus Wladimir präsentierte jede Besucherin ihr persönliches Lieblingswort der deutschen Sprache. Anna Nikonowa bekannte sich zu „geil“ und fand auch gleich die richtige Verwendung dafür, sogar im Superlativ: „Es war geil in Erlangen, megageil!“

Anna Nikonowa und ihr deutsches Lieblingswort

Anna Nikonowa und ihr deutsches Lieblingswort

Tatjana Kirssanowa, im Bild ganz links, begründete ihre persönliche Neigung zu dem Verb „lieben“ mit dessen Nähe zum „Leben“ und versprach: „Wir lieben Erlangen und nehmen diese Liebe zu Erlangen in unseren Herzen mit nach Hause, wo wir sie dann an unsere Schüler und Kursteilnehmer weitergeben.“

Reinhard Beer, Christine Flemming, Natalia Korsanowa, Anna Nikonowa, Tatjana Kolesnikowa und Elisabeth Preuß

Reinhard Beer, Christine Flemming, Natalia Korsanowa, Anna Nikonowa, Tatjana Kolesnikowa und Elisabeth Preuß

Wie groß diese Liebe zur deutschen Partnerstadt ist und wie gut sie Erlangen kennen, bewiesen die Besucherinnen denn auch mit dem Erfolg beim „Quiz 2016 für die Gäste aus Wladimir“, an dem sich auch die deutschen Freunde und Gastgeber beteiligten. Zwölf knifflige Fragen zum Knobeln hatte sich Reinhard Beer, Leiter der Sprachenabteilung an der Volkshochschule, ausgedacht, etwa danach, wo ein goldener Handschuh aus welchem Grund hängt, wann das Palais Egloffstein gebaut wurde und welche berühmte Persönlichkeit dort lebte oder wie viele Stockwerke das Erlanger Rathaus hat… Bis zu 14 Punkte konnten erreicht werden, und Anna Nikonowa hat mit einer Wertung von 13,5 das Maximum fast erreicht. Natalia Korsakowa und Tatjana Kolesnikowa belegten nur knapp hinter ihr mit einem halben Punkt weniger gemeinsam den zweiten Platz und freuten sich mit der Siegerin über einen Stick aus den Händen von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß und Christine Flemming, der Leiterin der VHS.

Dieter Argasts und die Gruppe aus Wladimir

Dieter Argast und die Gruppe aus Wladimir

Der Abend im Club International bot aber auch Gelegenheit, nochmals den Gastgebern zu danken und dem Freundeskreis Wladimir, besonders aber auch den ehrenamtlichen Dozenten, die den Gästen die unterschiedlichsten Themen näherbrachten. Dieter Argast, pensionierter Lehrer für Sozial- und Erdkunde, stellte das verwirrend vielfältige Schulsystem in Deutschland und Bayern vor.

Christofer Zwanzig und die Gruppe aus Wladimir

Christofer Zwanzig und Praktikantin Anja Kuplich mit der Gruppe aus Wladimir

Wie die Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus funktioniert, wie die Verwaltung mit den Medien und der Stadtgesellschaft interagiert, erklärte Pressesprecher Christofer Zwanzig.

Rudolf Schloßbauer und seine Gäste

Rudolf Schloßbauer und seine Gäste

Rudolf Schloßbauer, ehemaliger Schulreferent und einer der Väter der Erlanger Bürgerstiftung, empfing zu seinem Vortrag über die „Methodik des Fremdsprachenunterrichts“ sogar in seiner „Datscha“ in Waischenfeld, die über einem ehemaligen, in Stein gehauenen Bierkeller steht. Neun Mal war der begeisterte Pädagoge schon in Wladimir, bepackt mit Lehrmaterial und inspiriert vom Wissensdurst der russischen Kollegen an den bis heute 18 Schulen, wo Deutsch als erste Fremdsprache gelehrt wird.

Klaus Stuhlmüller, Gerhard Kreitz, Rudolf Schloßbauer und Wolfram Howein mit der Gruppe aus Wladimir

Franz Stuhlmüller, Gerhard Kreitz, Rudolf Schloßbauer und Wolfram Howein mit der Gruppe aus Wladimir

Auf Rudolf Schloßbauer gehen die ersten Deutsch-Olympiaden zurück, ausgetragen schon Mitte der 90er Jahre, und damals, vor gut 20 Jahren hatte er auch erstmals eine Gruppe von Deutschlehrerinnen nach Erlangen und Waischenfeld geladen. Eine gute Tradition, die nun ihre Fortsetzung fand.

Birgitt Aßmus und die Gruppe aus Wladimir

Birgitt Aßmus und die Gruppe aus Wladimir

Ein Thema des zehntägigen Arbeitsprogramms aber auch „Frauen in der Politik“, Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Stellung der Frau in der Politik, aus eigenem Erleben und Gestalten dargestellt von Stadträtin Birgitt Aßmus, die auch qua Amt, ihre Zugehörigkeit zum Vorstand der Stiftung „Erlangen-Haus“, eine ganz besonders enge Beziehung zu Wladimir pflegt.

Abschiedsabend im Club International

Abschiedsabend im Club International

Nimmt man all die Ausflüge von Coburg bis Weimar, von Bamberg bis Prichsenstadt oder Nürnberg, vor allem aber die vielen Gespräche und Begegnungen mit den Gastgebern hinzu, stimmt sicher, was Bürgermeisterin Elisabeth Preuß bei ihrem gestrigen Abschiedswort den Besucherinnen mit auf den Heimweg gab: „Ich hoffe, Sie haben erlebt und gespürt, wie freundschaftlich man in Erlangen – und nicht nur hier – russische Gäste aufnimmt, wie willkommen Sie uns sind.“ Aber das wurde ja eingangs schon von Anna Nikonowa unaufgefordert bestätigt: „Es war geil in Erlangen, megageil!“

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Wer Erlangen kennenlernen und verstehen will, sollte wissen, was die Stadtwerke so alles leisten und bewegen. Olga Dejewa hatte deshalb auch nicht lange überlegt, als ihr Wolfgang Geus eine persönliche Führung anbot, und bereuen sollte es Wladimirs Oberbürgermeisterin dann auch nicht, die Einladung angenommen zu haben.

Olga Dejewa und die beiden ESTW-Vorstände, Wolfgang Geus und Matthias Exner

Olga Dejewa und die beiden ESTW-Vorstände, Wolfgang Geus und Matthias Exner

Mit den Erlanger Stadtwerken verbindet man ja in der russischen Partnerstadt das „Kesselhaus Erlangen“, all die gebrauchten Busse des VGN, die Unterstützung beim Bau des Erlangen-Hauses, die Beratung in Sachen Trinkwassergewinnung und so viel mehr… Eine Tradition, an die Olga Dejewa gerne anknüpfen würde, zumal sie tief beeindruckt ist von all den Angeboten, die man hier findet, von der Energieberatung bis hin zur Wasseranalyse, vom Nahverkehr bis zur Fernwärme, – alles unter einem Dach. Ein Konzept, das es so in Wladimir nicht gibt. Alles auf dem neuesten Stand der Technik und – ein Begriff, den die Besucherin nachbuchstabiert – am Gemeinwohl interessiert.

Wolfgang Geus und Olga Dejewa

Wolfgang Geus und Olga Dejewa

Aber auch die Gastgeber staunen über die Wißbegier und Kompetenz von Olga Dejewa, die sich am Schraubstock in der Lehrlingswerkstatt ebenso auskennt wie sie Interesse zeigt an der Frage, wie in Erlangen Rohre verlegt werden oder zu welchem Problem die meisten Beschwerden eingehen. In jedem Fall – besonders im Bereich Trinkwasser – will sie den Kontakt halten und dabei helfen, den Erfahrungsschatz und die Expertise der Erlanger für die Wladimirer Fachleute zugänglich zu machen.

Florian Janik und Olga Dejewa

Florian Janik und Olga Dejewa

Ein Symbol der Städtefreundschaft ist für Olga Dejewa und ihren Kollegen, Florian Janik, das Erlangen-Haus, das auch in einem wegen der Rubelschwäche eher schwierigen wirtschaftlichen Umfeld Anlaß zur Freude bietet: Bei der Sitzung des Vorstandes der „Stiftung Erlangen-Haus“ können denn auch Geschäftsführerin Irina Chasowa und Wolfram Howein, Berater und Revisor, nicht nur ein gutes Jahresergebnis für 2015 vorlegen, sondern sogar einen hoffnungsfrohen Ausblick auf 2016 geben. Besonders herauszuheben dabei die hohe Anerkennung des Goethe-Instituts in Moskau, das Wladimir zu den besten aller 21 Sprachlernzentren zählt und mit Höchstnoten bewertet. Da kann man nur noch dem großartigen Team um Irina Chasowa, unterstützt von Wolfram Howein und der Volkshochschule Erlangen, danke und спасибо zurufen.

Nach der Vorstandssitzung: Olga Dejewa, Florian Janik, Irina Chasowa, Wolfram Howein, Birgitt Aßmus, Ursula Lanig und Helmut Schmitt

Nach der Vorstandssitzung: Olga Dejewa, Florian Janik, Irina Chasowa, Wolfram Howein, Birgitt Aßmus, Ursula Lanig und Helmut Schmitt

Mit einem Gespräch zum Thema Diversity und Chancengleichheit mit Silvia Klein vom Bürgermeister- und Presseamt, einem Treffen in der WAB Kosbach, wo die Austauschprogramme in der Behindertenarbeit mit Wladimir fortgesetzt werden sollen und einem Ausflug nach Nürnberg endete der gestrige Tag. Der heutige Abschied von all den neuen und alten Freunden wird sicher schwerfallen.

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Es verletzt die russischen Kriegsveteranen am Vorabend des 70.  Jahrestages des Sieges über das Dritte Reich, wenn zu ihrem größten Fest, zum Triumph über den Faschismus gerade Deutschland nicht der Einladung des Kreml folgt und damit bei der Parade heute auf dem Roten Platz nicht durch Mitglieder der Bundesregierung vertreten ist. Immerhin versteht man es als Zeichen dafür, die Verbindung nicht abbrechen zu wollen, wenn Angela Merkel morgen gemeinsam mit Wladimir Putin einen Kranz zu Ehren der 27 Millionen sowjetischen Opfer des von Deutschland entfachten Zweiten Weltkriegs niederlegt.

Die Erlanger Delegation und die Veteranen im Erlangen-Haus

Die Erlanger Delegation und die russischen Veteranen mit Philipp Dörr in ihrer Mitte  im Erlangen-Haus. Photo: Wladimir Filimonow

Dennoch der Vorschlag an Oberbürgermeister Florian Janik, er möge doch die Kanzlerin nach Wladimir einladen. Sie werde dann sehen: „Hier sind keine blutdürstigen Krieger unterwegs. Hier sind die Straßen voller friedliebender Menschen, die keinen Krieg wollen!“ Wie auch! Diese Männer haben die verbrannte Erde von der Wehrmacht zurückerobert, haben Leid, Elend und Tod durchlitten, die Konzentrationslager befreit, von Deutschland und Europa das Joch des Faschismus genommen. Sie hatten die Hauptlast des Vernichtungskrieges der Nationalsozialisten zu tragen. Allein vom Jahrgang 1923 sind 80% der Männer nicht mehr von der Front zurückgekehrt. Die Rote Armee hat aber zugleich mehr als Dreiviertel der Wehrmachtseinheiten aufgerieben und 76 von 100 deutschen Panzern zerstört. Gleichwohl, so bekunden die ehemaligen Frontkämpfer, haben sie nie Haß gegenüber dem deutschen Volk empfunden, verstanden sie sich immer als Befreier, schätzen bis heute, vor allem auch dank der Partnerschaft mit Wladimir, die Freundschaft mit den einstigen Feinden. Sie erinnern sich dankbar an die humanitäre Hilfe aus Erlangen, die in ganzen Lastwagenkonvois Anfang der 90er Jahre Lebensmittelpakete für die Veteranen antransportierten, sie denken zurück an die von Nikolaj Schtschelkonogow genau protokollierten Begegnungen – fast 30 an der Zahl – seit 1991 mit den deutschen Schicksalsgenossen, und sie lassen die Freunde in Erlangen grüßen: Wolfgang Morell, Alfred Trautner und – immer wieder – Fritz Wittmann.

Wassilij Samarin

Wassilij Samarin. Photo: Wladimir Filimonow

Erlangens Oberbürgermeister findet da die richtigen Worte, wenn er den Gästen im Erlangen-Haus für ihren unschätzbaren Beitrag dazu dankt, daß die Deutschen seit 70 Jahren in Frieden leben und: „Ich will mir nicht vorstellen, wie unser Land, wie Europa heute aussehen würde, wenn Sie nicht den Hitler-Faschismus besiegt, wenn Sie nicht Deutschland befreit hätten!“ Und er weiß die Gesten der Vergebung zu erwidern. Etwa, wenn er der einstigen Zwangsarbeiterin, Nadjeschda Barinowa, eine Spende aus Erlangen in Höhe von 600 Euro überreicht, gesammelt von Bloglesern und Delegationsmitgliedern für eine Frau, die es durch unglückliche Umstände versäumt hat, fristgerecht die ihr zustehende Kompensation für das erlittene Unrecht zu beantragen. Nun ist mehr zusammengekommen, als sie vom deutschen Staat erhalten hätte, und dabei sind noch einige Spenden angekündigt…

Nadjeschda Barinina und Florian Janik

Nadjeschda Barinowa und Florian Janik. Photo: Wladimir Filimonow

Eine andere symbolische Geste als Gastgeschenk an die Veteranen: der Friedenskreis von Fritz Wittmann, angefertigt in Wladimir. Ein Zeichen, das alle verstehen – als Vermächtnis der Kriegsgeneration, als Mahnung, den Frieden zu bewahren.

Florian Janik und der Friedenskreis von Fritz Wittmann

Florian Janik und der Friedenskreis von Fritz Wittmann. Photo: Wladimir Filimonow

Auch Wassilij Samarin hat diese Friedensbotschaft erlebt: in der Begegnung mit Erlangern, beim Besuch des Nordfriedhofs in Nürnberg, in den Worten eines deutschen Geistlichen, aber auch schon als Offizier in der DDR, wo er für sein Wirken im Rahmen der Sowjetisch-Deutschen Freundschaft mit der Silbermedaille ausgezeichnet wurde, die er bis heute voller Stolz trägt.

und Florian Janik

Wassilij Nikitenko und Florian Janik. Photo Wladimir Filimonow

Oder Renad Kadyrytsch, ein Kriegskind mit besten Erinnerungen an deutsche Kriegsgefangene, mit denen er gern Fußball spielte, denen man immer wieder aus der Kantine etwas zum Essen mitbrachte, obwohl das ja eigentlich nicht gestattet war. „Meine Eltern haben gegen die Deutschen gekämpft, aber ich habe keinen Haß auf sie empfunden.“ Einer seiner Kameraden an der Militärschule stand sogar in Briefkontakt mit einem in die Heimat zurückgekehrten Kriegsgefangenen. Aber die Post wurde überwacht, und als der Freund dann eine Einladung nach Deutschland erhielt, wurde er vom Studium ausgeschlossen. So waren die Zeiten.

Vor dem Erlangen-Haus

Vor dem Erlangen-Haus. Photo: Wladimir Filimonow

Den Brief von Wassilij Samarin, den er für Fritz Wittmann übergibt, wird niemand außer dem Empfänger aufmachen, und was sich der einstige Wehrmachtssoldat, Philipp Dörr, und die Zwangsarbeiterin, Nadjeschda Barinowa, zu sagen haben, belauscht keiner. Und täte es doch jemand… Man würde Zeuge der Versöhnung und Verständigung.

Philipp Dörr und Nadjescha Barinina

Philipp Dörr und Nadjescha Barinowa. Photo: Wladimir Filimonow

Und der Begegnung. Ganz so, wie sich das auch der Erlanger Künstler, Johannes Koch, mit seiner Skulpturengruppe im Garten des Erlangen-Hauses vorgestellt hat.

Die Besuchergruppe mit den Figuren von Johannes Koch im Garten des Erlangen-Hauses

Die Besuchergruppe, angeführt von Stadträtin Anette Wirth-Hücking, mit den Figuren von Johannes Koch im Garten des Erlangen-Hauses. Photo: Wladimir Filimonow

Aber man blickte nicht nur zurück an diesem Tag. Es war auch wieder viel von Aufbruch zu spüren, und es kündigen sich neue Projekte an. Vor allem im Gesundheitswesen. Alexander Kirjuchin, zuständig für die fast 90 Krankenhäuser in der ganzen Region, regt im Gespräch mit Stadträtin Birgitt Aßmus und Oberbürgermeister Florian Janik an, die ohnehin schon intensiven Kontakte im Bereich Medizin weiter auszubauen. Angeregt von den begeisterten Eindrücken seiner beiden Stellvertreterinnen, Ljubow Bykowa und Tatjana Aninnina, die im April Erlangen besucht haben, wünscht sich der Gastgeber, in Zukunft auch medizinisches Fachpersonal aus anderen Städten des Gouvernements nach Erlangen schicken zu können, um neueste Methoden kennenzulernen, um zu hospitieren und um von den Erfahrungen in der Partnerstadt zu lernen. Wünsche, die man gerne zu erfüllen versucht, sobald die Prioritätenliste zusammengestellt ist. Jelena Owtschinnikowa, in der Stadtverwaltung unter vielem anderen für den Bereich Gesundheit zuständig und selbst Ärztin, zeigt sich da ganz zuversichtlich: „Bisher haben wir noch nie eine Absage aus Erlangen bekommen, wenn es um einen Austauschwunsch ging.“ Und so soll es auch bleiben, versichern die Gäste.

Florian Janik, Alexander Kirjuchin, Tatjana Aninnina, Jelena Owtschinnikowa, Birgitt Aßmus und Ljubow Bykowa

Florian Janik, Alexander Kirjuchin, Tatjana Aninnina, Jelena Owtschinnikowa, Birgitt Aßmus und Ljubow Bykowa

Doch zurück zum Erlangen-Haus: 20 Jahre ohne Zuschüsse, alles selbst erwirtschaftet, immer genug auf dem Konto, um die notwendigen Reparaturen aus eigener Kraft zu finanzieren, längst zur Botschaft Erlangens geworden, zum Sprachlernzentrum, das vom Goethe-Institut Moskau gern anderen Einrichtungen als Musterprojekt empfohlen wird. Demnächst erwartet man sogar Besucher aus Weißrußland, die sich in Wladimir Rat holen wollen, um bei sich Deutsch-Kurse zu starten. Da kann man Irina Chasowa und ihr großartiges Team nur beglückwünschen!

Florian Janik, Peter Steger, Sergej Sacharow und Irina Chasowa

Florian und Max Janik, Peter Steger, Sergej Sacharow und Irina Chasowa. Photo: Wladimir Filimonow

Ein Wunder nennt Sergej Sacharow denn auch das Erlangen-Haus nach der morgendlichen Sitzung des Vorstandes, wo Wolfram Howein, Berater und Revisor der Geschäftsleitung, den erfreulichen Jahresbericht für 2014 mit – wegen der Wirtschaftskrise und möglicherweise ausbleibender russischer Geschäftsreisender, die das Gros der Gäste darstellen  – verhalten positivem Ausblick auf das laufende Jahr vorstellte. Und an diesem Wunder sollen auch die Freunde aus Erlangen und Jena teilhaben, die nach einem Tagesausflug nach Susdal zum Empfang in den Garten des Erlangen-Hauses kommen.

Helmut Eichler, Josef Schmitt und Willi Merz

Helmut Eichler, Josef Schmitt und Willi Merz. Photo: Wladimir Filimonow

Und Florian Janik ist glücklich zu erleben, wie gut es gelungen ist, das Haus mit Leben zu erfüllen, ihm einen ganz besonderen Geist zu verleihen, hier die Menschen zusammenzubringen. Ohne zu zögern, hat er übrigens das ihm als Hausherrn eigentlich zustehende Zimmer den mitgereisten Monteuren von damals, von vor mehr als 20 Jahren, um Helmut Eichler, überlassen: Willi Merz, Josef Schmitt…

Sergej Sacharow, Wjatscheslaw Morosow, Otmar Krafft und Swetlana Schelesowa

Sergej Sacharow, Wjatscheslaw Morosow, Otmar Krafft und Swetlana Schelesowa

… Otmar Krafft, der nicht nur mir kostenlosen Transporten von Material beim Bau der Erlangen-Hauses half, sondern auch mit Swetlana Schelesowa und Wjatscheslaw Morosow Anfang der 90er Jahre das erste Joint Venture zwischen Erlangen und Wladimir, die Spedition Transmoroz, gründete, die dann auch gleich zwei Büroräume anmietete.

Jürgen Pillipp und Irina Chasowa

Jürgen Pillipp und Irina Chasowa

… Jürgen Pillipp, der bereits 1985 als Schüler mit der ersten Austauschgruppe der Wirtschaftsschule nach Wladimir gekommen war, dann beim Bau des Erlangen-Hauses ehrenamtlich anpackte und nun voll Freude sieht, was aus diesem Gemeinschaftswerk geworden ist.

Eduard Markin und Florian Janik

Eduard Markin und Florian Janik

Ein langer, ereignisreicher Tag, der niemanden unberührt gelassen hat, der 70. Jahrestag der Kapitulation Deutschlands, klingt mit einem Konzert des Knabenchors unter Leitung von Eduard Markin stimmungsvoll aus. Eigens für die Gäste aus Erlangen und Jena veranstaltet als „Generalprobe“ für einen demnächst anstehenden Auftritt am Moskauer Konservatorium und – passend zum 8. Mai – mit dem Lied „Buchenwald-Alarm“ am Ende, das mit den Worten schließt: „Bewahrt den Frieden!“ Ein Motto, unter dem der ganze Besuch steht, wie Florian Janik in seiner Danksagung betont.

Das Lied, freilich in einer anderen Interpretation und unterlegt mit jenen erschütternden Bildern der Barbarei, ist hier zu hören: http://is.gd/RwYQm8

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Rußland findet sich in vielen internationalen Bewertungstabellen von Pressefreiheit bis Investitionsklima auf wenig schmeichelhaften Plätzen. Aber was Präsenz und Potenz seiner Frauen angeht, nimmt der größte Flächenstaat der Erde – ungeachtet des halbstarken Machogehabes einiger prominenter Vertreter des männlichen Geschlechts – einen unangefochtenen Spitzenplatz ein. Und das schon lange dank einer gezielten Politik zu Zeiten der Sowjetunion – und wohl auch noch für lange dank der Bewahrung einer guten Tradition der Förderung, wenn man sich den Bericht von Grand Thornton International unter http://is.gd/YGA2bB ansieht, wonach Russinnen 43% der Positionen auf den Chefetagen von Wirtschaftsunternehmen besetzen. Zum Vergleich: In Deutschland und Dänemark sind das gerade einmal schmähliche 14%. Diesen Rückstand aufgeholt zu sehen, bleibt wohl künftigen Generationen vorbehalten, während Rußland das Zeug – und die Frauen! – dazu hat, vielleicht sogar die volle Parität zu schaffen. Weiter so!

Alissa Birjukowa, stellv. Leiterin des Kulturamtes der Region Wladimir

Alissa Birjukowa, stellv. Leiterin des Kulturamtes der Region Wladimir

Die ebenso charmanten wie starken Frauen finden sich aber nicht minder zahlreich in führenden Positionen der Verwaltung und des gesamten öffentlichen Lebens vertreten. Exempli gratia? Nichts lieber als das! Natürlich am Beispiel der Region Wladimir, die in Swetlana Orlowa auch eine Landesmutter hat, und nicht ohne Reverenz an den heutigen Valentinstag sowie die galante Gelegenheit nutzend, einmal in toto eine Liebeserklärung an das laut dem Meister der Ästhetik, Friedrich Schiller, höchste aller Güter auszusprechen: an der Frauen Schönheit.

Walentina Borodina, Leiterin eines Kaufhauses, Vorsitzende des Verbands der Unternehmerinnen der Region Wladimir

Walentina Borodina, Leiterin eines Kaufhauses, Vorsitzende des Verbands der Unternehmerinnen der Region Wladimir

Wohlan denn ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Swetlana Makarowa leitet in der Nachfolge von Tatjana Zwetkowa das Wladimirer Kinderkrankenhaus und ist Mitglied des von Erlangen aus gegründeten Frauenklubs Soroptimist International.

Swetlana Makarowa, 3. v.l. im Kreis ihrer Klub-Schwestern von Soroptimst Internationa Erlangen

Swetlana Makarowa, 3. v.l. im Kreis ihrer Klub-Schwestern von Soroptimst International Erlangen

Alissa Axjonowa, Gründerin des Wladimirer Landesmuseums und ein halbes Jahrhundert dessen Leiterin, hat in Swetlana Melnikowa ihre Nachfolgerin gefunden, die das Haus auf dem Niveau der zehn besten Einrichtungen dieser Art europaweit hält.

Swetlana Melnikowa, Helmut Schmitt und Alissa Axjonowa

Swetlana Melnikowa, Helmut Schmitt und Alissa Axjonowa

Bürgermeisterin Jelena Owtschinnikowa und die ehrenamtliche Vorsitzende des Roten Kreuzes, Olga Dejewa, sorgen in enger Zusammenarbeit mit Erlangen für den sozialen Frieden in Wladimir.

Olga Dejewa, Elisabeth Preuß und Jelena Owtschinnikowa

Olga Dejewa, Elisabeth Preuß und Jelena Owtschinnikowa

Anna Makarowa leitet seit fast vier Jahren die Abteilung für Internationale Beziehungen im Rathaus und widmet den Großteil ihrer Arbeitszeit den Beziehungen zu Erlangen und Jena.

Anna Makarowa im Garten des Erlangen-Hauses

Anna Makarowa im Garten des Erlangen-Hauses

Ljubow Katz war im Stadtrat Wladimir tätig, zeichnete verantwortlich als Kinderbeauftragte der Region.

Ljubow Katz und Oberbürgermeister Sergej Sacharow

Ljubow Katz und Oberbürgermeister Sergej Sacharow

Sie leitet die von ihr und ihrem Mann, Jurij, gegründete Selbsthilfegruppe Swet für Eltern mit schwerbehinderten Kindern.

Jelena Owtschinnikowa, Joachim Adamczewski, Natalia Kolesnikowa und Birgitt Aßmus

Jelena Owtschinnikowa, Joachim Adamczewski, Natalia Kolesnikowa und Birgitt Aßmus

Natalia Kolesnikowa, Professorin für Dirigieren, hat vor mehr als einem Vierteljahrhundert den Kammerchor Raspew gegründet, leitet ihn bis heute und hat ihr Ensemble mit Vocanta in Erlangen verpartnert.

Larissa Wyssozkaja und Dieter Rossmeissl mit dem Ensemble Jazztring aus Wladimir

Larissa Wyssozkaja und Dieter Rossmeissl mit dem Ensemble Jazztring aus Wladimir

Larissa Wyssozkaja führt das Institut für Kultur an der Universität Wladimir und fördert vor allem den Austausch von Jazzmusikern aus beiden Städten.

Lilia Renn, Natalia Klimowa, Susanne Lender-Cassens, Jelena Guskowa und Jelena Schischkina

Lilia Renn, Natalia Klimowa, Susanne Lender-Cassens, Jelena Guskowa und Jelena Schischkina

Jelena Guskowa sitzt dem Euroklub vor, der vor allem mit Jena großartig den Jugendaustausch voranbringt, aber natürlich auch mit Erlangen eng verbunden ist, besonders mit der Franconian International School.

Eva Steffgen und Tamara Dschulaj

Eva Steffgen und Tamara Dschulaj

Tamara Dschulaj hat in Wladimir ein Jugend-Theater-Festival ins Leben gerufen, hat bereits erfolgreich mit dem Erlanger Brücken-Verein zusammengearbeitet und plant nun eine Kooperation mit Arena.

Ludmila Suschkowa bei der Eröffnung einer Tagung in Wladimir mit Heinrich Niemann von der FAU (Mitte)

Ludmila Suschkowa bei der Eröffnung einer Tagung in Wladimir mit Heinrich Niemann von der FAU (Mitte)

Ludmila Suschkowa, Professorin an der Universität Wladimir, darf als Begründerin des wissenschaftlichen Austausches mit dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen gelten.

Jelena Axjonowa

Jelena Axjonowa

Jelena Axjonowa leitet das Jugendamt der Partnerstadt.

Alina Wedechina

Alina Wedechina

Und Alina Wedechina ist Chefin des Kulturamtes der Stadtverwaltung Wladimir.

Kira Limonowa

Kira Limonowa

Kira Limonwa hat sich als Architektin des Erlangen-Hauses ein Denkmal der Partnerschaft gesetzt und pflegt das künstlerische Erbe ihre verstorbenen Mannes, des Malers Pjotr Dik.

Ludmila Romanowa

Ludmila Romanowa

Ludmila Romanowa zeichnet als Ombudsfrau zuständig für die Menschenrechte im Gouvernement Wladimir.

Jekaterina Pudonina und ihr Mädchenchor bei den Russengräbern auf dem Erlanger Zentralfriedhof

Jekaterina Pudonina und ihr Mädchenchor bei den Russengräbern auf dem Erlanger Zentralfriedhof

Jekaterina Pudonina dirigiert den Mädchenchor Wladimir, der im vergangenen Herbst schon zum zweiten Mal in Erlangen war und nun im Frühsommer den Gegenbesuch vom Christian-Ernst-Gymnasium erwartet.

Olga Andrijenko, Birgitt Aßmus, Marina Goljakowa und Wolfram Howein

Olga Andrijenko, Birgitt Aßmus, Marina Goljakowa und Wolfram Howein

Olga Andrijenko ist Herrin über den Blauen Himmel und hat in ihrem Herzen viel Platz für all die vielen Kinder.

Swetlana Schelesowa, Natalia Smirnowa, Irina Chasowa und Tatjana Kirssanowa mit Johann Wolfgang von Goethe

Swetlana Schelesowa, Natalia Korssakowa, Irina Chasowa und Tatjana Kirssanowa mit Johann Wolfgang von Goethe

Zu guter Letzt das Team um Irina Chasowa, ohne das und die das Erlangen-Haus nicht wäre, was es ist: Das Beste und Schönste, was wir in der Partnerschaft haben. Ersteres vielfach bewiesen, letzteres offenkundig.

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In den Erlanger Nachrichten war am Freitag im Kulturteil nur eine kleine Notiz zu dem gestrigen Konzert des Mädchenchors der Kunstschule Nr. 3 aus Wladimir zu finden. Verständlich, wenn es da bei dem einen oder der anderen in der Vorbereitung Befürchtungen gab, die Kirche könne sich nicht füllen. Doch es hatte sich wohl rasch herumgesprochen, was da junge Gäste aus der Partnerstadt wieder für ein musikalisches Fest veranstalten würden, und so waren denn die Reihen schon kurz vor 17.00 Uhr so gut besetzt, daß man zu Beginn des Auftritts kaum mehr einen freien Platz fand.

Die Hugenottenkirche füllt sich

Die Hugenottenkirche füllt sich

Den Auftakt machte der Mädchenchor des Christian-Ernst-Gymnasiums mit drei Stücken, einem geistlichen Lied von Gabriel Fauré, einer Volksweise über das ewige Grün der Hoffnung und einen Song aus Afrika, voller Rhythmus und Bewegung. Bescheiden hatte Musiklehrer Joachim Adamczewski sein Ensemble als „Vorgruppe“ bezeichnet, aber die Gymnasiastinnen ließen schon viel mehr als nur eine Vorahnung auf das erkennen, was sie wohl schon in ein paar Monaten auf die Bühne bringen würden.

Joachim Adamczewski und sein Mädchenchor

Joachim Adamczewski und sein Mädchenchor

Der Mädchenchor des einzigen musischen Gymnasiums in Erlangen ist nämlich immer nur auf zwei Jahre angelegt und existiert in der gegenwärtigen Besetzung erst seit diesem Schuljahr. Desto beachtlicher, mit welchem gesammelten Ernst das Lob an die Gottesmutter erklingt, wie hell und hoch die Stimmen die Hoffnung tragen, wie inspiriert die afrikanischen Elemente interpretiert werden.

Duett im Mädchenchor Wladimir

Duett im Mädchenchor Wladimir

Da haben der Leiter der Kunstschule Nr. 3, Alexander Sneschin, und die Dirigentin, Jekaterina Pudonina, natürlich ganz andere Voraussetzungen – mit drei Probestunden als Ensemble, einer individuellen Dreiviertelstunde für die eigene Stimmbildung jedes Mädchens und eben all die Jahre einer Kontinuität, denn in der Regel treten die jungen Sängerinnen schon mit sieben Jahren, spätestens im Alter von dreizehn Jahren ein und bleiben bis zum Abitur.

Im Quintett des Mädchenchors Wladimir

Im Quintett des Mädchenchors Wladimir

Da ist denn auch jedes Lied ein klangliches Kleinod, da jubiliert und vibriert es in allen Tonlagen, da jauchzt – man muß sie hier bemühen – die russische Seele, da atmet eine Leichtigkeit der Melancholie, da schafft sich ausgelassen Spielwitz Raum, und da sitzt jeder Ton, stimmt jeder Einsatz. So voll der Chor in den Tutti tönt, so anmutig-anrührend perlen die Noten im Duett oder schweben im Quintett durch den Raum, ganz ohne die ohnehin eher zurückhaltende Interpunktion der Dirigentin, die sich ganz auf die Repertoire-Sicherheit ihrer Künstlerinnen verlassen kann.

Stehende Ovatationen von allen Bänken der Hugenottenkirche

Stehende Ovatationen von allen Bänken der Hugenottenkirche

Immer wieder erklingen aus dem Publikum Bravo-Rufe, im Beifall sind Stimmen zu hören wie „Gott, ist das schön!“, und am Ende dann stehende Ovationen für einen Chor, der es versteht, sein Publikum zu verzaubern und sich dann auch nicht lange bitten läßt, als Zugabe das Hallelujah von Leonard Cohen zu wiederholen.

Elisabeth Preuß mit Blumen für den Mädchenchor Wladimir

Elisabeth Preuß mit Blumen für den Mädchenchor Wladimir

Und nach dem Auftritt? Ein Lob von einer Kollegin an die Pianistin, Darja Ljagina, die über eine ganze Stunde hinweg als Begleiterin des Chors die Spannung hielt. Die Frage danach, warum es denn keine CD von dem Ensemble gebe? Der Wunsch, doch bald wieder so ein Partnerschaftskonzert zu veranstalten

Darja Ljagowa und Elisabeth Preuß

Darja Ljagowa und Elisabeth Preuß

Und im „Abspann“ nicht nur Blumen und einen süßen Gruß für die Mitwirkenden, sondern auch bewegende Worte von Bürgermeisterin Elisabeth Preuß mit dem Dank dafür, gerade am Vorabend des sicherlich emotionalsten Festes der Deutschen, des 25. Jahrestages des Mauerfalls, so viele schöne Gefühle geweckt zu haben, dem Publikum so viel Freude bereitet zu haben.

Elisabeth Preuß mit süßen Grüßen für den Mädchenchor Wladimir

Elisabeth Preuß mit süßen Grüßen für den Mädchenchor Wladimir

Und mit dem Dank an einen Stadtrat in Erlangen, der lange, bevor man in Deutschland den Begriff „Glasnost“ kannte, den Mut bewiesen hatte, mit dem damals noch sowjetischen Wladimir eine Partnerschaft einzugehen, die von Jahr zu Jahr intensiver und lebendiger wird und gewiß nicht nur auf dem Papier steht.

Birgitt Aßmus, Joachim Adamczewski, Elisabeth Preuß, Gabriele Kopper und Peter Steger

Birgitt Aßmus, Joachim Adamczewski, Elisabeth Preuß, Gabriele Kopper und Peter Steger

Mit Dank auch an die Stadtratskolleginnen – stellvertretend für das ganze Gremium – Birgitt Aßmus und Gabriele Kopper, die mit ihrem Besuch wieder einmal bewiesen, wie wichtig ihnen die freundschaftlichen Verbindungen zu Wladimir, wie beglückend schön gerade die kulturellen Höhepunkte dieser Partnerschaft sind.

Alexander Sneschin und Joachim Adamczewski liegen ihren Mädchen im Calvin-Saal der Reformierten Gemeinde zu Füßen

Alexander Sneschin und Joachim Adamczewski liegen ihren Mädchen im Calvin-Saal der Reformierten Gemeinde zu Füßen

Ein Glück, das aber besonders die russischen und deutschen Mädchen erleben: im täglichen Miteinander in den Familien, in gemeinsamen Unternehmungen – und natürlich bei so einem Doppelkonzert und der anschließenden Stärkung im Calvin-Saal, der an diesem Abend in ein Refektorium umgewandelt wurde.

Marina Maximowa, Joachim Adamczewski, Jekaterina Pudonina, Alexander Sneschin und Darja Ljagowa im Calvin-Saal der Reformierten Gemeinde

Marina Maximowa, Joachim Adamczewski, Jekaterina Pudonina, Alexander Sneschin und Darja Ljagowa im Calvin-Saal der Reformierten Gemeinde

Ein Glück, das die Lehrmeister der Musik teilen als Lohn all ihrer Mühen, all der vielen Zeit, die sie in Vorbereitung und Proben investieren, all der Kraft und Energie, die sie dem musikalischen Nachwuchs schenken. Ein Glück, das sie im Miteinander über die Grenzen von Politik und Länder hinweg erleben, das sie vereint. Wäre Sabine Kreimendahl – wie beim Knabenchor Wladimir Ende Juni – wieder im Publikum gesessen, sie hätte wieder Anlaß genug gehabt, für die Erlanger Nachrichten von einem „großartigen Konzert“ zu schreiben und zusammenzufassen: „So sieht Völkerverständigung aus“!

Beste Laune: Ein Trio des Mädchenchors Wladimir nach dem Auftritt

Beste Laune: Ein Trio des Mädchenchors Wladimir nach dem Auftritt

Heute, um 11.15 Uhr ist der Chor aus Wladimir nochmals mit der Ode an die Freude zu Beginn der Podiumsdiskussion in der Volkshochschule zum Thema Mauerfall zu hören, und dann gibt es noch um 18.00 Uhr das Konzert in der Katharinen-Kirche zu Thuisbrunn in der Fränkischen Schweiz. Wer Ohren hat zu hören, der komme und frohlocke!

P.S.: Ein herzlicher Dank an Nadja Steger für die Bilder!

 

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Gestern morgen gegen 9.00 Uhr verabschiedete Bürgermeisterin Bigitt Aßmus zusammen mit einer Gruppe von Freunden die Radnomaden, Doris und Klaus Höhle, die sich unter idealen Witterungsbedingungen – bedeckter Himmel und frische Temperaturen – wieder auf eine lange Reise machten. Dieses Mal geht es in die Mongolei mit Zwischenhalt – voraussichtlich Ende Mai / Anfang Juni – erneut in Wladimir, wo das Ehepaar von seinen Freunden bereits erwartet wird. Betankt mit neuen Kräften in der Partnerstadt, radeln die beiden über Kasan und den Ural bis nach Irkutsk und dann über Ulan-Ude in die Mongolei. Nach den eindrucksvollen Berichten von der letztjährigen Reise via Wladimir bis zum Schwarzen Meer dürfen sich die Leser des Blogs wieder auf reich bebilderte Reportagen freuen.

Doch heute als Hintergrund ein Bericht aus dem Wladimirer Stadtmagazin Serkalo aus dem Vorjahr, übersetzt von Irina Schütze.

Klaus und Doris Höhle, Klaus-Dieter Schreiter und Birgitt Aßmus

Klaus und Doris Höhle, Klaus-Dieter Schreiter und Birgitt Aßmus

„Das Leben beginnt ab der Rente“, das trifft genau auf sie zu, auf die Erlanger, Doris und Klaus Höhle. Sie haben mit 60 Jahren begonnen, mit dem Fahrrad zu fahren, wie unser Postbote Petschkin. Sie selbst nennen sich „Verrückte“ und sind sehr stolz darauf, das älteste Paar auf Erden zu sein, das eine Weltreise mit dem Fahrrad gemacht hat. Zum Jubiläum der Partnerstädte sind die beiden nach Wladimir gekommen. Außerdem haben sie eine Ehrenrunde durch die alte Hauptstadt Rußlands mit den Bürgermeistern, Siegfried Balleis und Sergej Sacharow, gemacht und sind dann weitergefahren.

Warum man nach dem 70. Lebensjahr noch in die Pedale tritt, wie man im Zelt lebt und wie die Verhältnisse auf den russischen Straßen sind, berichten Doris und Klaus im Interview für das russische Magazin Serkalo.

Frage: Wie lange sind Sie von Erlangen nach Wladimir gefahren?
Antwort Doris: Wir sind 3.556 km gefahren. Wir sind am 08.04.2013 von Erlangen losgefahren und am 20.05.2013 in Wladimir angekommen. Jetzt geht es weiter. Wir fahren anschließend nach Wolgograd, dann nach Moldawien und in die Ukraine. Über Ungarn und Österreich fahren wir schließlich nach Hause. Wir fahren jedes Jahr ca. 9.000 bis 10.000 km. Im vorigen Jahr haben wir z.B. eine Reise durch Polen, die Russische Föderation, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Norwegen und Dänemark gemacht.

Gute Reise!

Gute Reise!

Frage: Sie haben ziemlich spät mit dem Fahrradfahren begonnen. Wie sind sie überhaupt auf diese Idee gekommen?
Antwort Klaus: Das war die Midlifecrisis. Diese beginnt ca. mit 50 Jahren. Wir haben beschlossen, mit der Arbeit aufzuhören und mit dem Leben zu beginnen. Als ich 66 Jahre war und Doris 55 Jahre, sind wir um die Welt gefahren. Wir haben Fahrräder und Zelte gekauft und sind losgefahren. Wir waren auf fünf Kontinenten und in 40 Ländern. Von Deutschland sind wir über den Balkan in die Türkei gefahren. Anschließend ging es weiter vom Iran bis nach Indonesien. Von dort sind wir mit dem Schiff nach Australien und Neuseeland gereist. Mit dem Flugzeug ging es dann nach Südafrika. Unsere Reise endete in Liechtenstein. Die Strecke betrug insgesamt 57.000 km. Wir haben zwei Jahre und vier Monate im Zelt gelebt. Können Sie sich das vorstellen?

Es geht los, begleitet auf der ersten Etappe von Gertrud, die im Vorjahr auch schon per Rad in Wladimir war

Es geht los, begleitet auf der ersten Etappe von Gertrud Härer (rote Jacke), die im Vorjahr auch schon per Rad in Wladimir war

Frage: Es scheint riskant zu sein. Haben Sie früher Sport gemacht?
Antwort Klaus: Ich war Bauingenieur. Ich habe erst mit 50 Jahren begonnen, Sport zu treiben. Im Lauf von zwölf Jahren habe ich die 27 schwersten Triathlons gemacht. Doris hat kurze und mittelkurze Triathlons gemacht. Und als wir alle möglichen Preise in unserer Altersgruppe gewonnen hatten, haben wir beschlossen, etwas Neues zu machen. Da haben wir die Fahrräder gekauft.

Frage: Wozu machen Sie das?
Antwort Klaus: Unser Ziel ist es, Hindernisse zu überwinden. Jetzt bin ich 74 Jahre, und ich kann mir nicht vorstellen, zu Hause zu sitzen und nichts zu machen. Als wir jung waren. haben wir im Ausland gearbeitet und uns immer für andere Kulturen interessiert. Jetzt haben wir Stürme im Osten der Türkei und die 700 km der sogenannten heißen Zone zwischen Afghanistan und Pakistan überstanden. Ich darf sagen, mein größtes Glück im Leben ist es, Doris kennengelernt zu haben. Wir teilen dieselben Hobbys. Und wenn es eine Reinkarnation gibt, würde ich sie wieder heiraten.

Bürgermeisterin Birgitt Aßmus gibt Grüße an die russischen Freunde mit auf den Weg mit

Bürgermeisterin Birgitt Aßmus gibt Grüße an die russischen Freunde mit auf den Weg mit

Antwort Doris: Letzte Woche waren wir in Moskau auf dem Roten Platz. Als wir die Bilder unserem Sohn geschickt haben, hat er geschrieben: Ich bin neidisch. Ich wollte so gerne bei euch dabei sein, aber ich muß arbeiten.

Frage: Übernachten Sie prinzipiell im Zelt?
Antwort Doris: Wir versuchen, unsere Reise so zu gestalten, daß unser Budget ausreicht. Wenn wir im komfortablen Hotel übernachten würden, würde unser Geld nur für drei Tage ausreichen. Wir haben ein Zelt, einen Bunsenbrenner und Schlafsäcke. Das ist alles, was wir brauchen.

Höhle 10

Frage: Wie reagieren die Leute in verschiedenen Ländern auf Sie? Reagieren die Russischen Bürger anders?
Antwort Klaus: Ich kann sagen, wir waren überall zu Gast. Wir sind wirklich froh darüber. Jetzt haben wir überall auf der Welt Freunde.
Antwort Doris: Als wir von Tscherepowezk nach Rybinsk gefahren sind, haben wir eine Frau gebeten, unser Zelt bei ihrem Haus aufzustellen zu dürfen. Sie sagte, es sei noch zu kalt und gab uns den Schlüssel zu einer leerstehenden Wohnung. Sie war alt, aber beheizt, und wir konnten uns ein warmes Essen kochen. So war es in allen Ländern. In Südafrika, zwischen Johannesburg und Durban, hat der Besitzer eines luxuriösen Hotels unsere Geschichte gehört und uns darauf ein Zimmer umsonst gegeben. In Pakistan, Iran und Irak blieb oft nichts anderes übrig, als bei der Polizei oder im Gefängnis zu übernachten, weil es dort nicht möglich ist, einfach auf der Straße ein Zelt aufzustellen.

Die erste Etappe

Die erste Etappe

Frage: Man sagt, es gebe zwei Probleme in Rußland: die Deppen und die Straßen. Haben Sie das auch so erlebt?
Antwort Doris (sie lacht): Wir wissen, in Rußland gibt es sehr viele intelligente Leute. Was die Straßen betrifft: Auf zentralen Straßen versuchen wir, das Fahrradfahren zu vermeiden, und die Nebenstraßen sind wirklich nicht so gut. Aber wissen Sie: Schlechte Straßen gibt es überall auf der Welt. Auch Deutschland ist da keine Ausnahme. In den Südamerikanischen Anden sind wir 1.000 km nur mit dem Kompaß gefahren, weil es dort weder Straßen noch Verkehrsschilder gab.

Frage: Bei uns spricht man in der letzten Zeit sehr oft über die Förderung des Radverkehrs. Was meinen Sie, mit was man beginnen sollte?
Antwort Klaus: Für Fahrräder ist eine schlechte Straße eine Belastung. Die Politiker werden Radwege aber erst bauen, wenn genügend Nachfrage vorhanden sind. Das bedeutet, man muß ein gesundes Leben propagieren. Ich glaube auch, die Polizei sollte die Täter, die zu schnell fahren, härter bestrafen. In Rußland ist es normal, schnell zu fahren. Die Folgen sieht man entlang den Straßen. Überall sind Gedenkkreuze am Straßenrand.
Antwort Doris: Wo die Verkehrsteilnehmer einander respektieren, ist ein Seitenstreifen vorhanden. Die Autos dürfen ihn nicht überqueren. Den Seitensteifen haben wir nur von Susdal nach Wladimir gesehen. Dort gab es ein Fahrzeug, das diesen Seitenstreifen gezogen hat. Anschließend haben wir Herrn Steger geschrieben, daß unser Bürgermeister nach Wladimir mit dem Fahrrad fahren kann, da die Straße einen Seitenstreifen hat, auf dem mit dem Fahrrad gefahren werden kann.

Klaus und Doris Höhle mit Birgitt Aßmus

Klaus und Doris Höhle mit Birgitt Aßmus

Frage: Was meinen Sie, ist es bei uns möglich, Radwege zu bauen?
Antwort Klaus: Wir haben Ihre Situation gesehen. Es gibt keinen Platz für Fahrradwege. Auf der Straße ist es schlecht, da die Autos keinen Platz mehr haben, und diese Linie überfahren würden. Es ist auch schlecht auf dem Bürgersteig, da auch da kein Platz vorhanden ist. Sonst müßte dort die Grünfläche entfernt werden.

Frage: Haben Sie einen Traum, der mit einer Reise verbunden ist?
Antwort Klaus: Der größte Traum ist, gesund zu bleiben und vom lieben Gott mehr Zeit geschenkt zu bekommen, um solche verrückten Reisen zu unternehmen.

Mehr zu der Tour unter http://www.hoehles-challenge.de

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