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Posts Tagged ‘Bienensterben Region Wladimir’


In gut 30 Regionen der Russischen Föderation kam es heuer zu einem massenhaften Bienensterben. Das Landwirtschaftsministerium spricht von einem „beträchtlichen Schaden“, ohne freilich genauere Angaben zu machen. Auch das Gouvernement Wladimir bleibt von dem Phänomen nicht unberührt. Überall bekommt man zu hören, es gebe weniger Honig. Und tatsächlich beklagen sich vor allem im Landkreis Jurjew-Polskij die Imker darüber, wegen des unsachgemäßen Einsatzes von Herbiziden – so habe man beispielsweise abends, statt am frühen Morgen den Weizen gespritzt -, seien Dutzende von Völkern im Juni verendet. Alle fast gleichzeitig innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Auch Wildinsekten seien schwer betroffen. Ein Lokalpolitiker, der selbst einige Körbe sein eigen nennt, räumt ein, das verwendete Gift könnte vielleicht doch – entgegen den Versicherungen des Herstellers – für Bienen & Co. schädlich sein. Ob freilich seine Überlegung, im nächsten Jahr, ein ausländisches Mittel zu verwenden, die Lösung bringt? Helfen würde sicher nur – aber das bekommt die Politik ja in Deutschland auch nicht hin – die komplette Umstellung der Landwirtschaft auf ökologischen Anbau. Die allermeisten Wildbienen oder Hummeln werden das aber nicht mehr erleben, weder hier noch dort. Dazu braucht man kein Pessimist zu sein.

Uns so lautet denn auch die Stellungnahme der Behörden, das landesweit aufgetretene Massensterben von Bienen habe die Region Wladimir nicht betroffen. Lediglich knapp 500 der insgesamt 12.000 Völker seien eingegangen. Also alles in der statistischen Norm. Auch die 1.500 Proben hätten weder Infektionserkrankungen noch Pestizidvergiftungen nachgewiesen. Bei Problemen solle man sich an die zuständigen Beratungsstellen wenden… Unterdessen kehrt der Herbst ein, und das Summen und Brummen nimmt – hoffentlich nur bis zum nächsten Frühjahr – ein natürliches Ende. Bis der Bauer wieder den Traktor einspannt, auf alles pfeift, zur Spritze greift, damit sein Korn schnell reift.

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