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Posts Tagged ‘Bären in Wladimir’


Spuren von ihm hatte man immer einmal wieder von ihm gefunden, auch die eine oder andere glaubwürdig verbürgte Sichtung hatte es vom größten Raubtier Europas gegeben, und seit 2015 galt es als gesichert, daß in der Region Wladimir zwischen fünf und sieben Braunbären vor allem durch die Wälder des Nationalparks Kljasma-Luch im Nordosten des Gouvernements streifen.

Nun tappte der in seinem Bestand als erloschen geltende und ins Rote Buch der vom Aussterben bedrohten Arten eingetragene Meister Petz, im Russischen „Klumptatz“ genannt, erstmals in eine Photofalle, womit das quod erat demonstrandum erbracht ist.

In Bayern fällt einem zu dem Thema leider sofort das letale Schicksal von Bruno, dem „Problembären“ ein. Keine Sternstunde des hiesigen Artenschutzes fürwahr. Doch für die Russen gilt der Bär als Nationalsystem, eine große Partei führt ihn sogar in ihrem Logo. Und so droht dem Allesfresser, der sich derzeit wohl den Speck für den Winterschlaf anfuttert, wohl nur Gefahr durch Wilderer und natürlich auch in den Wladimirer Weiten die weitere Einengung seines Lebensraums.

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Die bereits Mitte August gemachten Bilder wurden erst dieser Tage veröffentlicht und zeigen auch weitere Bewohner des Nationalparks wie Luchs, Wisent und Elch, Wolf oder Wildschwein, das man wegen des Ausbruchs der Schweinepest in den letzten Jahren stark dezimiert hatte. Aber so schnell lassen sie sich nicht unterkriegen, wie folgendes Video einer Rotte zeigt.

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Mehr zum Nationalpark hier: https://is.gd/YVn6uD

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Berlin schwelgt dank der chinesischen Regierung im Pandabärenglück, Wladimir hatte seine helle Freude an einem Braunbärenfindling, der jetzt ein neues Zuhause gefunden hat.

Wladimir Potechin und sein Findling

Begonnen hat das Tiermärchen im dunklen Tann des 1992 gegründeten Nationalparks Meschtschjora im Südwesten der Region Wladimir. Als Durchzügler tauchen dort ab und an in der knapp 120.000 ha weiten Waldlandschaft Braunbären auf. Am 15. Mai fand dort, fünf Kilometer von seinem Dorf entfernt, Wladimir Potechin ein verwaistes Junges, etwa zwei Monate alt und zwei Kilo schwer.

Spaziergang mit Bär

In Mesinowskij, Kreis Gus-Chrustalnyj, wo die Verwaltung des Nationalparks ihren Sitz hat, kam die Bärenwaise in Obhut, wuchs prächtig heran, legte in den zwei Monaten dank einem gesegneten Appetit – vier Mal am Tag läßt sich das Bärenkind schmecken, was so aufgetischt wird: zwei Liter Ziegenmilch, erste Happen Fleich und Fisch, Brei und viele Beeren – gute 20 Kilogramm an Gewicht zu und hat bereits ein Gebiß, vor dem man sich in acht nehmen sollte.

Badetag

Zeit also, eine neue Heimat für Mischutka zu suchen, wo das noch immer possierliche Tierchen artgerecht gehalten werden kann. Fündig wurde man in der Nachbarregion Rjasan, in die das Naturschutzgebiet Meschtschjora hineinreicht. Im dortigen Willkommenszentrum ist mittlerweile für den Gast ein eigenes Gehege eingerichtet, mit eigens angelegtem Badetümpel und Höhle. Hier, in Gefangenschaft, ist zumindest für das Junge ein Überleben gesichert. Die Mutter ist wohl – vielleicht zusammen mit dem Geschwisterchen – einem Wilderer zum Opfer gefallen. Es dürfte also noch dauern, bis der Braunbär wieder heimisch wird in seinen angestammten Wladimirer Revieren.

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Wer sich fragt, was wohl aus den Bären geworden sein mag, von deren Sichtung in den Wäldern um Wladimir der Blog vor einiger Zeit berichtete, erfährt nun von Zebra TV, daß Meister Petz Adieu gesagt habe. Nach Angaben der Staatlichen Jagdaufsicht hielten sich über den Sommer sieben Exemplare der Spezies Ursus arctos in der Region auf, vier Männchen, ein Weibchen und zwei Jungtiere. Doch sie sind wohl alle wieder abgezogen in die noch tieferen und menschenleeren Wälder der Nachbargouvernements Iwanowo und Nischnij Nowgorod.

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Die Braunbären waren also mutmaßlich nur auf der Suche nach neuen Revieren, wurden aber – noch – nicht heimisch in den Wladimirer Wäldern. Bisher wurden hier im Jahr bestenfalls ein bis zwei Tiere als durchziehende Gäste gezählt. Daß es nun so viele wurden, erklären sich die Fachleute mit einer wachsenden Population in den Region Kirow, Twer, Wologda, die dann via Iwanowo, Jaroslawl oder Rjasan weiter nach Südwesten vordringen. Noch wird der Braunbär im Roten Buch der Region Wladimir geführt. Doch eines Tages könnte sich das mit dem Zuzug aus dem Norden und Osten ändern. Anders als in Bayern herrscht in den Wäldern um Wladimir ja eine Willkommenskultur für das größte Landraubtier. Gut so! Deshalb: Auf Wiedersehen, Meister Petz!

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Jetzt seien es schon sechs Bären, die man in den Wäldern der Region Wladimir gesichtet habe, wie die Leitung der staatliche Jagdrevierbehörde bestätigt. Allerdings ohne die genauen Orte der Begegnung mit ursus arctos preiszugeben, um zum einen keine Besorgnis in der Bevölkerung aufkommen zu lassen, und zum andern, um keine Wilderer auf die Fährte von Meister Petz zu führen. Immerhin ist bekannt, daß sich ein Exemplar durch die Wälder um Susdal, in der Nähe des Dorfes Tschirikowo, streift. Ein weiteres Tier zeigte sich zwölf Kilometer von Kowrow in einem Revier.

Mama, Hönig wäre nicht schlehct, Mama, Milch wäre nicht schlecht...

Mama, Hönig wäre nicht schlecht, Mama, Milch wäre nicht schlecht…

Vor allem scheint sich eine Bärenpopulation im vom Blog immer wieder dargestellten Nationalpark „Meschtschjora“ zu bilden. Zur großen Freude der Naturschützer, denn die braunen Riesen waren hier vor ihrer Ausrottung im 20. Jahrhundert stets heimisch. Ihr Rückkehr wird als Zeichen für intakte Lebensbedingungen gewertet. Unglimpfliche Begegnungen mit dem größten Landraubtier sind gottlob bisher nicht zu vermelden. Aber es gilt die Warnung bei Sichtung: keine Panik, nicht weglaufen oder sich aggressiv zeigen, lieber laut rufen und Lärm machen. Auf keinen Fall schießen. Trifft man nämlich nicht richtig, kann der Bär richtig ungemütlich werden. Ab da beginnt dann aber auch schon das Jägerlatein.

Mehr zum Wald rund um Wladimir gibt es hier zu entdecken: http://is.gd/Wat2dU

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Was den Erlangern im Sommer ihre Schnappschildkröte ist, hängt man in Wladimir dem Biber an, der sich, glaubt man Berichten in den sozialen Medien, angeblich munter in einem Weiher auf einem Gartengrundstück am Rande der Partnerstadt vermehrt und, vom Hunger getrieben (alle Sträucher und Bäume seien dem Nager schon zum Opfer gefallen), arglose Menschen attackiere, Autos verfolge und Gänge unter der Erde grabe, regelrechte Höhlen, in die man mir nichts, dir nichts einbrechen könne. Fachleute halten das alles für eher unwahrscheinlich und können nur den Rat geben, die Tiere nötigenfalls zu vergrämen, etwa mit lauter Musik in den Abendstunden, wenn der Biber aktiv wird. Aber ob das dem ruhebedürftigen zweibeinigen Nachbarn gefällt?

Biber

Mit dem Vergrämen alleine ist es in einem anderen Fall – eigentlich sind es sogar schon zwei – freilich nicht getan. Dieser Tage machen Berichte die Runde, in den Wäldern um Wladimir treibe sich ein halbwüchsiger Bär herum. Gesichtet wurde er bereits, als er sich in der Abenddämmerung am Rande eines Dorfes am Inhalt von Mülltonnen gütlich tat ebenso wie im dunklen Tann. Die Forstbehörde vermutet, es handle sich um ein ausgesetztes Tier, möglicherweise aus einem kleinen Zoo stammend, denn der junge Petz verhalte sich nicht artgerecht, und man traue es ihm nicht zu, unbemerkt die doch recht weite Strecke aus den Nachbarregionen Nischnij Nowgorod oder Iwanowo zurückgelegt zu haben. Denn in den Forsten des Gouvernements Wladimir ist der Braunbär seit gut hundert Jahren gar nicht mehr heimisch und wird nur noch ganz gelegentlich gesichtet.

Bär

Doch da taucht plötzlich ein weiterer Bär, ein ausgewachsener, an der Grenze zur Region Nischnij Nowgorod auf. Ein Pilzsammler will ihn gesehen haben. Geschnaubt habe das Tier, sei aber ansonsten friedlich geblieben. Dennoch gab der Mann natürlich Fersengeld und verkniff es sich, ein Bild zu schießen. Scharf schießen werden wohl andere. Den kleinen Bären will man zwar fangen, aber dem großen Petz wird man wohl – behördlicherseits legitimiert – eines auf den Pelz brennen, wie weiland in Bayern seinem unglückseligen Artgenossen Bruno. Da mag sich im Straßenverkehr zwar tagtäglich die Sentenz „homo homini lupus“ blutig bewahrheiten, aber im Wald soll es für den Menschen möglichst ungefährlich bleiben. Ein Bärendienst an der Natur eben.

Kuhschädel

Dabei kann es viel gefährlicher sein, sich als Bauarbeiter an einem Mietshaus zu schaffen zu machen, wo sich in einer Wohnung einige durstige Seelen zusammengefunden haben, um einen draufzumachen. Wer ihn mitgebracht und schließlich aus dem Fenster geworfen hat, ließ sich von der Polizei nachher nicht mehr feststellen. Jedenfalls traf der Kuhschädel einen Handwerker unten auf der Straße so schwer an der Schulter, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Das unverhoffte Opfer hatte gerade noch rechtzeitig bemerkt, daß nicht alles gut ist, was von oben kommt, konnte sich zwar wegducken, aber dem 30 kg schweren Geschoß nicht mehr ganz ausweichen.

Um nun aber mit den Viechereien zu Ende zu kommen – man könnte ja noch von dem offensichtlich an Diarrhoe leidenden Reh berichten, das gestern durch Langensendelbach stakste -, hier noch die kuriose Geschichte von dem Eichhörnchen, das eine Frau verfolgte, bis die Polizei kam: http://is.gd/E1XuFS

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