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Posts Tagged ‘Anna Titowa’


Man nennt sie die „Königin der Orgel“. Stefanida Jermolajewa tritt dieses Wochenende in Wladimir auf. Die Musikerin gewann den ersten Preis beim Wettbewerb „Blauer Vogel“ des Fernsehsenders Rossia und spielt heute nachmittag – nach einem Konzert am gestrigen Abend – auf der Orgel der katholischen Rosenkranzgemeinde. Bereits am Freitag hatte die Moskauerin dem Wladimirer Lokalfernsehen ein Interview gegeben, das hier wiedergegeben werden soll.

Eine Stadt, die man „einatmen“ möchte. So spricht Stefanida Jermolajewa über das altehrwürdige Wladimir. Seine Symphonie ist Geschichte – Kirchen, Wälle, der Hauch der Jahrhunderte. Dies ist das erste Mal, daß die Musikerin die Wladimirer Lande besucht. Sie gesteht: Dank der Konzerte eröffnet sie mir Rußland erst so richtig.

Ob Irkutsk, Kaliningrad oder Karelien, ich bin immer wahnsinnig glücklich, irgendwohin zu reisen. Ruhe, ein Tapetenwechsel, natürlich, neue Erfahrungen und natürlich immer wieder eine neue Orgel.

Stefanida Jermolajewa und Sergej Sujew, gesehen von Maria Platanjuk

Stefanida wird von Segej Sujew, dem Pfarrer der Gemeinde vom Allerheiligsten Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria, empfangen. Die 19jährige Preisträgerin internationaler und gesamtrussischer Wettbewerbe, hat in Wladimir eine musikalische Mission. Zwei Konzerte mit Orgelmusik. Und das vor allem für Kinder.

Die Stimme der Kirche – so nennt man in der katholischen Tradition die Orgel. Sie ist ein Symbol für Schönheit und Geheimnis, eine vielstimmige Textur: Sie hat alles – vom Gesang der Vögel über das Rollen der Steine bis hin zum Läuten der Glocken. Laut Stefanida, Berufspianistin und Studentin an der Gnesin-Akademie, hatte die Orgel nicht sofort für sich entdeckt. Am Anfang spielte sie das Instrument nur als Wahlfach. Jetzt ist die Orgel zu einem lebenswichtigen Bestandteil für sie geworden. Die Königin der Instrumente hat gesiegt. Ich betrachte sie als ein Symphonieorchester, das ich dirigieren kann. Es ist eine Leistung, die kein anderes Instrument bieten kann. Allerdings ist natürlich jedes Instrument, wenn der Musiker es liebt, für ihn schon die ganze Welt. Für mich ist die Orgel mehr als die Welt.

Die Rosenkranzgemeinde erhielt 2008 ihre Stimme. Das Instrument dient der Gemeinde und allen Liebhabern der geistlichen Musik treu. Unter den Gewölben der katholischen Kirche finden regelmäßig Konzerte statt.

Dazu Sergej Sujew selbst:

Wir arbeiten mit dem mit dem Kulturzentrum Pokrowskije Worota in Moskau zusammen, und dort erfuhren wir, daß den Wettbewerb eine Organistin gewonnen hat. Stefanida. Und sie äußerte den Wunsch, Wladimir zu besuchen und dort aufzutreten. Wir haben das Angebot gerne angenommen.

Dieser jüngste Wettbewerb, der Blaue Vogel, gehört zu den wichtigsten in Stefanidas musikalischer Biographie. Dieses Projekt des TV-Kanals „Rossia“ bietet jungen Talenten aus dem ganzen Land die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen. Stefanida überzeugte die Jury ein ums andere Mal, schaffte es nicht nur in der siebten Staffel bis ins Finale, sondern sie trug auch den Sieg davon. Hinter diesem Höhenflug steckt eine Gabe, die durch enormen Fleiß multipliziert wird.

Ich erinnere mich und möchte zurückkehren. Es fühlte sich so real an. Das Wertvollste ist, daß ich selbstsicherer wurde. Mehr Vertrauen in meinen Beruf, in meine Berufswahl gewann.

Folgen Sie Ihren Träumen. So lautet einer der Leitsprüche des Blauen Vogels. Die junge Stefanida spricht noch nicht über ihren innigsten Traum, stellt aber schon fest, daß die besten Träume manchmal ganz zufällig wahr werden. Obwohl diese Zufälligkeiten oft einer Gesetzmäßigkeit folgen.

Die Künstlerin Anna Titowa und Sergej Sujew im Gespräch in Alexandrow

P.S.: Ohne bereits Details verraten zu wollen, darf man sich jetzt schon auf die Eröffnung des Pilgerzentrums der Rosenkranzgemeinde noch in diesem Jahr freuen. Noch ein wenig Geduld bitte!

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Am 4. März öffnete in Wladimir eine Ausstellung mit Jelena Jermakowa und Anna Titowa aus der Kreisstadt Alexandrow, 125 km nordwestlich der Partnerstadt gelegen.

Partnerschaftsbeauftragter, Peter Steger, vor dem Erlanger Rathaus

Gestern nun schickte Jelena Jermakowa den bebilderten Veranstaltungshinweis mit Wiedererkennungseffekt.

Anna Titowa und Jelena Jermakowa

Die Künstlerin, die erst 2014, nach dem Tod ihres ersten Mannes, zum Bleistift griff und sich später auch der Skulptur zuwandte, zeigt nämlich in der Schau auch Arbeiten, die im Sommer 2015 entstanden, als sie zusammen mit Jurij Iwatko nach Erlangen, genauer gesagt in den Ortsteil Tennenlohe, kam, wo der Bildhauer sein „Letztes Opfer“ schuf, während sie unablässig Ansichten und Gesichter zeichnete.

Jelena Jermakowa und eine Ansicht vom Skulpturenpark Tennenlohe

Verkäuflich sind Jelena Jermakowas Werke übrigens nicht. Die Unternehmensgründerin führt ihre eigene Werbeagentur und betreibt die Kunst für Herz und Seele. Zum Weltfrauentag wünscht sie sich denn auch die Vereinbarung von Brotberuf, Familie und Kreativität. Wie schön das gelingen kann, ist hier zu sehen.

Skulptur „Ultraviolett“, 2018, Bronze und Ton

Weitere Portraits der russischen Künstlerin sind hier zu finden: https://is.gd/XS6qMs

Und die Glückwünsche zum Weltfrauentag? Die sind nicht vergessen und finden Ausdruck in diesem Bild, gesehen vom Chefredakteur des Blogs, der sich dilettierend immer wieder in der Lichtbildnerei versucht.

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