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Posts Tagged ‘Anna Kulakowa’


Die Partnerschaft zwischen dem Euroklub Wladimir und der Eurowerkstatt in Jena, entstanden aus der gemeinsamen Verbindung mit Erlangen hält nun schon seit fünfzehn Jahren. Grund genug auch für das Rathaus der Partnerstadt, den wichtigsten Akteuren dafür zu danken, so viele junge Menschen zusammengebracht zu haben. Grund genug, diese natürlich auch im Blog nochmals zu nennen: Jelena Guskowa, Cornelia Bartlau, Elke Kerber, Thomas Kaktus Grund, Natalia Kostina, Iwan Nisowzew und Anna Kulakowa.

Aber auch in Jena würdigt man dieses völkerverbindende Engament. So erhielt Elke Kerber, mittlerweile im Ruhestand, für ihren Einsatz im Rahmen des Austausches der Überbetrieblichen Ausbildungsgesellschaft ÜAG mit Jugendlichen aus Wladimir, unlängst aus den Händen von Oberbürgermeister Thomas Nitzsche eine Ehrenurkunde.

Thomas Nitzsche und Elke Kerber

Von den vielen Berichten über diese Begegnungen sei nur dieser Bericht aus dem Blog https://is.gd/z7SVNg angeführt, und ein kreatives Zeugnis der Zusammenarbeit findet man noch heute in Jena.

Bleibt nur, weiter Glück und Erfolg bei der Völkerverständigung auch für die kommenden fünfzehn Jahre zu wünschen. Und Dank zu sagen an alle, die mitwirkten und dabeibleiben.

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Im Partnerschaftsdreieck Erlangen – Jena – Wladimir gibt es seit Mittwoch eine neue treibende Kraft, von der man getrost viele Impulse für das deutsch-russische Zusammenwirken erwarten darf. Das Manifest der Deutsch-Russischen AG hat exklusiv für den Blog ihr Mitbegründer, Iwan Nisowzew, verfaßt, der schon in seiner Zeit als Student in Wladimir an der dortigen Universität einen internationalen Klub ins Leben gerufen hatte.

Drei Studentinnen vom Institut für Slawistik und Kaukasiologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die neben anderen Sprachen auch Russisch lernen, kamen vorgestern im Büro der Euro-Werkstatt Jena e.V. am Löbdergraben 28 zusammen, um sich Gedanken über das fünfmonatige Praktikum zu machen, währenddessen an dem Projekt der gerade neuentstehenden Partnerschaft zwischen dem Universitätsklinikum Jena und der Medizinischen Berufsschule Wladimir gearbeitet wird. Ein Delegationsbesuch aus Wladimir ist in Jena für den Oktober geplant. Die Koordination des Programms übernimmt die Deutsch-Russische Arbeitsgruppe von der Euro-Werkstatt: Anja Kulakowa, Norbert Hebestreit und Iwan Nisowzew haben schon viele Vorgespräche und Absprachen in der Sache hinter sich. Die Idee der Kooperation und eines Delegationsbesuches aus Wladimir nimmt allmählich Gestalt an, hat sich bereits als ein Projekt bei der Stiftung West-Östliche-Begegnungen und der Stadtverwaltung Jena etabliert und findet immer mehr Interesse in der Öffentlichkeit. Ab jetzt aber soll es richtig losgehen. Mit viel neuer Kraft, jeder Menge Ideen und großer Motivation starten Johanna Großer, Anastasia Owtscharow und Regina Halbfinger unter Betreuung durch die Dozentin des Instituts für Slawistik, Martina Berrocal, ihren Weg über das weite Feld der deutsch-russischen kommunalen Beziehungen.

Iwan Nisowzew, Anna Kulakowa, Anastasia Owtscharow, Johanna Großer und Regina Halbfinger

Auf dem Tisch liegen mehrere Listen von Aufgaben, Personen, Terminen. Organigrammen, Bildern, Grafiken, Tabellen. Man nimmt die Sache ernst. Ende Oktober sollen Vertreterinnen der Gesundheitsbehörde der Region Wladimir, die Direktorin der Medizinischen Berufsschule und ihre Stellvertreterin, nach Jena kommen. Es braucht ein Programm, wo alles reibungslos läuft, weil in fünf Tagen vieles geplant ist: Besuche am Universitätsklinikum, an der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales,  an der Ernst-Abbe-Hochschule, ein Empfang der Stadtverwaltung… Bei all diesen wichtigen Terminen stehen Fachgespräche, Vorträge, Führungen an, das Thema Pflege und Pflegebildung im Vordergrund. Das fachbezogene Dolmetschen insbesondere im medizinischen Bereich ist nicht gerade die einfachste Übung. Deswegen beginnt die Vorbereitung schon jetzt und soll in den nächsten Monaten über Textarbeit und Übersetzen bis hin zum Dolmetschen beim Besuch und bei der Nachbereitung laufen. Dabei werden vielleicht auch die Lateinkenntnisse endlich einmal gut zu gebrauchen sein. Jedenfalls sind die Slawistik-Studentinnen mit ihren vielfältigen Sprachkenntnissen da gerade richtig im Projekt.

Neben den Praktika bietet der Verein Euro-Werkstatt Jena seine zahlreiche Möglichkeiten und Netzwerke. Auch die Themen und Programme der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch oder des Deutsch-Russischen Forums kommen hier zum Zug. Die guten Kontakte zum „Euroklub Wladimir“ und zur Staatlichen Universität Wladimir wecken zusätzlich das Interesse der Slawistik-Studentinnen. Allen Studenten steht ja ein Auslandssemester bevor. Es geht aber auch nicht nur um die Partnerschaft mit Wladimir, sondern generell rund um Russisch und auch andere europäische Sprachen. Denn nicht umsonst ist die Euro-Werkstatt Jena eine anerkannte Einsatzstelle und koordinierende Organisation für die Europäischen Freiwilligendienste im Programm ERASMUS+. Und natürlich kommen in diesem September wieder neue europäische Freiwillige nach Jena, die dann zum 3. Oktober auch in Begleitung der Slawistik-Studentinnen in Erlangen erwartet werden.

Dann wünschen wir den neu startenden Lotsinnen stets guten Wind in die Segel, denn die Partnerschaft braucht mehr denn je Pflege.

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„Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterläßt und nicht nur Staub.“ Diese Worte richtet Thomas Grund („Kaktus“), der ehemalige Sozialarbeiter von Streetwork Jena Winzerla, in seinem Bildband an alle, die seit 2004 eine langjährige Tradition des Jugendaustauschs „Mix-Tour“ zwischen Jena und Wladimir unterstützt und bereichert haben. Seine letzte Mix-Tour mit der Rockband „Carpe Noctem“ fand in Wladimir 2014 statt (s. Blogeintrag: https://is.gd/g8lKaV). Nach zweijähriger Pause und trotz vieler Schwierigkeiten überstand der Jugendaustausch seine schweren Zeiten! Schon 2015 übernahm dann die „Eurowerkstatt Jena“ die Trägerschaft über die Mix-Tour und begrüßte die Gäste in Jena.

Bildband von Thomas Grund

Zum Gegenbesuch kam es nun vom 13. bis 24. April 2017. Die achtköpfige Schülergruppe aus Jena unter Leitung von Ricarda Ullmann und Anna Kulakowa erlebte einen herzlichen Empfang in Wladimir. Vielfältige Programmschwerpunkte und spannende Veranstaltungen wurden vom Euroklub Wladimir organisiert, und die deutschen Jugendlichen waren in freundlichen Gastfamilien untergebracht: eine tolle Gelegenheit, russische Kultur und u.a. Ostertraditionen „von innen“ kennenzulernen.

Gruppenbild in Susdal

Die Besucher aus Jena waren von der Gastfreundschaft ihrer russischen Partner einfach fasziniert. Nicht nur das großartige Essen, sondern auch der extra von den russischen Jugendlichen auf Deutsch vorbereitete Rundgang zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt waren nicht selbstverständlich. Auch im gemeinsamen Treffpunkt Euroklub hatten alle immer wieder eine schöne Zeit mit Tee und Kuchen.

Zu Gast im Euroklub Wladimir

Auch gelang es, den deutschen Gästen einen ausführlichen Überblick über das russische Bildungssystem zu vermitteln. Am Pädagogischen Institut organisierten die Dozentin Karina Drosd und die Professorin Irina Plaxina vom Lehrstuhl Pädagogik eine gemeinsame Projektarbeit mit Studenten der Fakultät für Fremdsprachen zum Thema „Wege der Zukunft“. Die jungen Menschen setzten sich mit Begriffen wie „Freiheit“, „Familie“, „Sport“, „Musik“, „Freundschaft“ auseinander und stellten ihre Ergebnisse in Form von kreativ gestalteten Plakaten vor.

Gemeinsam gestaltete Plakate

Die Delegation aus Jena hatte auch Gelegenheit, den schulischen Alltag vor Ort zu erleben. So öffnete die Schule Nr. 15 gastfreundlich ihre Pforten. Deutsche und russische Schüler kamen miteinander ins Gespräch und knüpften neue Kontakte. Im Laufe der Woche besuchten die deutschen Jugendlichen auch noch die Schule Nr. 25, und in der Schule Nr. 36 fand ein gemeinsames Volleyballspiel statt.

Zu Gast in der Schule Nr. 15

Zwei unvergeßliche Tage verbrachten die deutschen Gäste in Susdal. Die Leiterin des Susdaler Euroklubs, Olga Kostina, organisierte eine wunderbare Führung durch den Kreml sowie ins Museum für Holzbaukunst und Brauchtum.

Im Kreml von Susdal

Die Pracht der Muttergottes-Geburts-Kathedrale mit ihren Sakralschätzen und die architektonischen Besonderheiten der Kirchen haben einen starken Eindruck auf die jungen Gäste hinterlassen.

Im Euroklub Susdal

Besonders spannend war der Ausflug ins Department der Kunstwissenschaften der Staatlichen Universität von Sankt-Petersburg, wo Restauratoren in neun verschiedenen Richtungen ausgebildet werden. Die Studenten erzählten den begeisterten Gästen über interessante Spezifika ihres Studiengangs und zeigten zahlreiche Kunstwerke – wie etwa eine alte Ikone oder einen polnischer Säbel -, die gründlich restauriert werden müssen.

Gruppenbild mit Euroklub

Universitätsbesuch in Susdal

Seinen Höhepunkt erreichte der Jugendaustausch mit dem 20jährigen Jubiläum des Euroklubs. Das feierliche Konzert und das landeskundliche Spiel fanden am 18. April im Kulturhaus „ODRI“ statt, an dem Spiel „Traditionen Deutschlands und Rußlands“ beteiligten sich sowohl Mannschaften der Wladimirer Region als auch die deutschen Gäste. Man übte das Übersetzen deutscher Sprichwörter, präsentierte Volkstänze und analysierte historische Epochen beider Länder. Die Ergebnisse des Spiels machten deutlich, beide Nationen haben viel Gemeinsamens in der Sprache und kulturellen Traditionen.

Im Museum für Holzbaukunst Susdal

Elf Tage lang dokumentierten die deutschen und russischen Jugendlichen ihre Eindrücke von der Begegnung. Sie machten Bilder und Videos, Grundlage für ihren ersten Film, der 2018 nach dem Gegenbesuch der russischen Freunde erstellt werden soll. Ein rundum gelungener Austausch, mit vielen neuen und tollen Erfahrungen.

Gefördert wurde das Projekt durch die Stiftung Deutsch-Russicher Jugendaustausch, der Stadt Jena, die Stadt Wladimir und die ECO Stiftung Jena. Vielen Dank an die Geldgeber!

Anna Kulakowa

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2003 startete Cornelia Bartlau, damals noch Streetworkerin in Jena, das Programm Mix-Tour gemeinsam mit dem Euro-Klub in Wladimir. Mit großem Erfolg, denn die Jugendbegegnungen finden seither Jahr für Jahr statt, und seit dem 14. April gastiert auch wieder ein Gruppe aus Jena in der russischen Partnerstadt.
Sogar ein TV-Sender berichtete bereits über das zwölftägige Treffen, zu dessen Programm auch der Besuch von Schulen und sozialen Einrichtungen gehört. Klar, die Jugendlichen aus Jena sind begeistert, wollen auch etwas über ihre Stadt und deren sieben Wunder erzählen, besonders aber erfreut das Interesse der Gastgeber an den Besuchern.
Eine Schülerin spricht aus, was alle denken: „Es begeistert mich, die Gelegenheit zu haben, mit Menschen verschiedener Nationalitäten Austausch zu haben und dabei etwas über sich selbst und die anderen zu erfahren. Ich lerne schon sieben Jahre Deutsch, habe gewissen Kenntnisse und hoffe, es wird alles klappen, wenn mir die Lehrerin hilft.
17 Gäste, 17 Erlebnisse und Erfahrungen – zu multiplizieren mit dem Faktor x, der für Begegnungen steht. Da wird es bald wieder viel zu berichten geben. Anna Kulakowa – sie begleitet die Gruppe aus Jena – jedenfalls hat versprochen, noch einen Bericht für den Blog zu liefern. Ein wenig Geduld noch, um mehr vom achten Wunder der Zusammenarbeit zwischen Jena und Wladimir zu erfahren.

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Im Rahmen des Themenjahres „70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Jugendaustausch – Verständigung – gemeinsame Zukunft“ luden das russische und deutsche Koordinierungsbüro für den Jugendaustausch zwischen unseren Ländern Mitte April zu einem Methodenseminar nach Kursk ein. Unter dem Titel „Zugänge entwickeln – Geschichten erzählen – gemeinsame Erinnerung ermöglichen!“ trafen dort Verantwortliche aus dem schulischen und außerschulischen Jugendaustausch zusammen, um an geschichtsträchtigem Ort nicht nur gemeinsame Erinnerung zu pflegen, sondern auch deren wichtigen Platz gerade in den Jugendbeziehungen zu reflektieren. Aus der Dreieckspartnerschaft Jena – Wladimir – Erlangen trafen dort Wiktoria Medwedjewa von der Staatlichen Universität Wladimir, Maria Issajewa vom Euro-Klub Wladimir, Anna Kulakowa von der Euro-Werkstatt Jena und Jutta Schnabel vom Bund Deutscher Katholischer Jugend Erlangen aufeinander. Hier einige ihrer Eindrücke.

Triumpfbogen von Kursk zur Erinnerung an die Siege im Vaterländischen Krieg gegen Napoleon und im Großen Vaterländischen Krieg gegen das Dritte Reich

Triumpfbogen von Kursk zur Erinnerung an die Siege im Vaterländischen Krieg gegen Napoleon und im Großen Vaterländischen Krieg gegen das Dritte Reich

„Der erste Seminartag war sehr produktiv. Durch verschiedenste Bewegungsspiele lernten wir einander kennen, stellten unsere Organisationen vor. Mithilfe von vielfältigen Visualisierungsübungen (Arbeit mit Zeichnungen, Klebezetteln) war es leichter, komplexe historische Themen zu besprechen. Der Vortrag der Leiterin der internationalen Abteilung der Russischen Jugend, Olga Ameltschenkowa, über die Volksbewegung „Freiwillige des Sieges“ rief unterschiedliche Emotionen und eine Menge von Fragen sowohl bei den deutschen als auch den russischen Teilnehmern hervor. Nach dem Referat führten wir unsere Gespräche weiter und kamen zu dem Ergebnis, wie unterschiedlich wir solche Begriffe wie „Held“, „Toleranz“, „Patriot“ definieren und verstehen. Auch nach langen Diskussionen waren wir noch immer nicht einig in unseren Auffassungen und Einstellungen. Man kann natürlich lange über Begrifflichkeiten diskutieren, aber wir haben ein gemeinsames Ziel: unseren Kindern und Jugendlichen beizubringen, in einer friedlichen Welt zu leben, damit tragische Fehler der Vergangenheit nie wiederholt werden. Olgas Vortrag hat uns zu begreifen geholfen, welche Rolle die Begeisterung in der gemeinnützigen Tätigkeit spielen kann. Ich persönlich möchte mich ab sofort engagieren, verdienten Veteranen helfen, Erinnerungsorte pflegen. Trotz der spannenden Diskussionen ist es uns gelungen, eine freundliche Atmosphäre zu bewahren.“ (Wiktoria Medwedjewa)

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Krieges

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Krieges auf dem Soldatenfriedhof Kursk – Besedino

„Der nächste Tag war den Exkursionen gewidmet. Felder, Felder und wieder Felder. Es ist schwer sich vorzustellen, wie hier früher blutige Schlachten stattfanden. Indem wir heute an diesen nun friedlichen Dörfern vorbeifuhren, war es tatsächlich nicht so einfach zu begreifen, was damals hier passiert ist. Ich war positiv überrasch zu erfahren, wie Mahnmale gepflegt und neue Gedenkstätte gebaut werden, sogar in den kleinen Dörfern, wo man auch viele Blumen und Kränze niedelegt. Die Heldentaten sind nicht vergessen, die Erinnerungskultur lebt im Kursker Land! Ich nahm mit großem Interesse alle historischen Informationen wahr, etwa zu dem kleinen Dorf Ponyri oder dem Ehrenmal „Teplowskije wysoty“, wo im Juli 1943 unmenschliche Schlachten stattfanden. Marschall Konstantin Rokossowskij war mir schließlich sehr vertraut, so viel erfuhren wir über diese Persönlichkeit und ihr Leben. Interessant fand ich die Luftschutzanlagen, Wohnbunker und Gräben, die ich zum ersten Mal mit eigenen Augen gesehen habe. Der Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs Kursk-Besedino war für mich besonders beeindruckend. All dies hilft unseren Ländern, uns auf einer menschlichen Ebene zu verstehen: Alle Gefallenen und Verschollenen sind Opfer der Umstände, und es darf keinen Platz für Haß geben.“ (Wiktoria Medwedjewa)

Erinnerung an einen Rotarmisten

Erinnerung an einen Rotarmisten im Kriegsmuseum Kursk

„Es ist schwer zu begreifen, wie unsere Ur- und Großväter vor mehr als 70 Jahren einander für Feinde hielten und unsere Völker sich in einer erbitterten Konfrontation befanden.  Heutzutage streben wir auch im Kursker Land danach, einen konstruktiven Dialog aufzubauen, indem wir uns mit vielfältigen Methoden zur Arbeit mit Erinnerungskulturen im Jugendaustausch zwischen unseren Ländern auseinandersetzen und eigene Erfahrungen analysieren. Die Bedeutung dieses Methodenseminars ist nicht zu unterschätzen. Unser gemeinsamer Weg in ein friedliches Zusammenleben steht in einem engen Zusammenhang sowohl mit unseren jeweiligen Standpunkten und Auffassungen zum historischen Geschehen, wie auch mit der Auswahl der Themen, die wir in die Jugendbewegungen einbeziehen. Nach Erfahrung der deutschen und russischen Kollegen sind neue Impulse und Strategien in der Arbeit mit Erinnerungskulturen mit Hinblick auf Kontexte des Zweiten Weltkrieges besonders erforderlich: Man sollte mehr Wert auf gemeinsame Anknüpfungspunkte in unserer Geschichte legen, historische Ereignisse kritisch betrachten und eindeutige Interpretationen des Geschehenes vermeiden. Durch einen konstruktiven Dialog zwischen unseren Gesellschaften heute sichern wir unseren Nachfahren ein friedliches Zusammenleben in der Zukunft.“ (Anna Kulakowa)

Gedenken und Gedächtnis

Gedenken und Gedächtnis auf dem Soldatenfriedhof Kursk-Besedino

„Derart gemischte Gefühle herrschen in meiner Seele: einerseits eine Schwermut und die bittere Erkenntnis, wie diese schrecklichen Ereignisse schon einmal in unserem Land passiert sind und das Grauen davor, es könnte sich wiederholen. Andererseits ist da der Stolz auf die Helden und die Freude darüber, gemeinsam diese Erinnerungsorte besichtigt zu haben. Solche Treffen sind von besonderer Bedeutung nicht nur für den Austausch von Wissen und Erfahrung, sondern für die Entwicklung der Städtepartnerschaft Wladimir-Jena-Erlangen zwischen unseren Zivilgesellschaften. Wir sollten selbst versuchen, in einer friedlichen Welt gemeinsam zu leben und den jungen Menschen die Liebe zu dieser Welt beizubringen. Wir sollten auch unsere partnerschaftlichen Beziehungen pflegen und uns häufiger zu solchen Seminaren treffen.“ (Maria Issajewa)

Jutta Schnabel

Maria Issajewa, Anna Kulakowa, Jutta Schnabel und – sitzend – Wiktoria Medwedjewa

„Gemeinsames Erinnern braucht Verständigung – dies ist wohl die eindrücklichste Botschaft, die ich aus diesem Methodenseminar mitgenommen habe. Es war die Suche nach eben dieser Verständigung, die mich zur Teilnahme bewegt hatte. Mit unseren Freunden aus Wladimir hatten wir in den letzten Jahren viele Austauschfahrten, haben gemeinsame Hochs und Tiefs in der Organisation unserer Begegnungen durchlebt und dabei eine tiefe Freundschaft entwickelt, die weit jenseits der deutsch-russischen Tagespolitik lebt. Und trotz dieses weiten Verständnisses entstanden zuletzt dunkle Flecken in den Gesprächen, in die Unverständnis und gegenseitige Vorwürfe ihren leisen Einzug hielten, gerade wenn tagespolitische Themen berührt wurden. In einem gemeinsamen Blick zurück und einer schonungslosen Auseinandersetzung mit den Greueltaten, die der Zweite Weltkrieg entfesselt hatte, hoffte ich hier auf einen Brückenschlag durch die gemeinsame Erinnerung, das gemeinsame Gedenken und ein gemeinsames Bekenntnis zum „Niemals wieder!“. Obwohl dieses Gefühl natürlich das Seminar bestimmte, gelang uns der tiefgründige Austausch nur zum Teil. Für den letzten Schritt fehlte uns die gemeinsame Sprache, als die Rede auf die Helden des Krieges kam. Hier herrschte auf deutscher Seite eher Unverständnis vor angesichts der Mythenbildung, mit der die Erinnerung der russischen Seite oft behaftet ist und die auf die deutschen Teilnehmer teilweise befremdlich wirkte. Weniger im Seminar als im Austausch in den Pausen und an den Abenden entstand dann schließlich doch der Dialog, der im gegenseitigen vorbehaltlosen Zuhören einen ersten Schritt zur Verständigung brachte – auch und besonders jenseits der Methoden – im einfachen, respektvollen und offenen Gespräch.“ (Jutta Schnabel)

 

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Selten wurde ein Titel für eine Veranstaltung so treffend gewählt wie gestern für die „Buchpräsentation und Bürgerbegegnung“ in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Jetzt, im Nachhinein, könnte man allenfalls noch anfügen: „Festliches Arbeitstreffen des Partnerschaftsdreicks Erlangen – Jena – Wladimir“.

Ludmila Gorbatowa und Cornelia Bartlau

Anna Kulakowa und Cornelia Bartlau

Cornelia Bartlau, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jena und seit vielen Jahren geschickte Moderatorin vor allem des Jugendaustausches mit Wladimir, eröffnete in Vertretung des erkranken Oberbürgermeisters, Albrecht Schröter, den Reigen der Auftritte, gewidmet der Vorstellung des Sammelbandes „Komm wieder, aber ohne Waffen!“, erschienen im Dezember vergangenen Jahres.

Peter Steger und Peter Röhlinger

Peter Steger und Peter Röhlinger

Gekommen war aber auch Peter Röhlinger, der in seiner Zeit als Oberbürgermeister von Jena mit dem ersten Verwaltungsseminar für Fachleute aus Wladimir bereits 1992 den Grundstein für die heute so lebendigen Beziehungen im Zusammenwirken mit Erlangen gelegt hatte. Im Mai 2015 war er zum bisher letzten Mal in Wladimir und frischt seither sein Russisch an der Volkshochschule auf, das er hofft, bald auch wieder in der alten Hauptstadt der Rus praktizieren zu können.

Tanzensemble des Euroklubs

Tanzensemble des Euroklubs

Das Kulturprogramm, zusammengestellt unter der Regie von Iwan Nisowzew, Mitglied der Deutsch-Russischen Arbeitsgruppe in Jena, überraschte durch die Vielfalt aus Tanz, Musik und Gesang, dargeboten von der Tanzgruppe des Euroklubs Wladimir sowie dem Russischen Chor Diamant Jena.

Peter Steger, Günter Kuhne und Ludmila Tatarnikowa

Peter Steger, Günter Kuhne und Ludmila Tatarnikowa

Ehrengast der Veranstaltung war freilich Ludmila Tatarnikowa vom Russischen Generalkonsulat in Leipzig, wo man die Verbindung Jena – Wladimir mit viel Wohlwollen begleitet. Gerade diese Zeichen der Versöhnung – wie der Veteranenband – seien in Zeiten der politischen Spannungen, wie die Diplomatin meinte, von gar nicht zu überschätzender Bedeutung für das deutsch-russische Verhältnis.

Peter Steger

Peter Steger

Die Idee, den Autor des Buches nach Jena einzuladen, hatte Iwan Nisowzew, der im Dezember zur Präsentation nach Erlangen gekommen war. Und es gelang ihm, für sein Vorhaben eine beeindruckende Riege von Unterstützern zusammenzustellen: das Institut für Auslandsgermanistik der FSU Jena, die Eurowerkstatt Jena, den Verein Lesezeichen, die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, das Russische Internationale Jugendzentrum, die ÜAG Jena, die Stiftung West-Östliche Begegnungen und natürlich die Stadt Jena. Gratulation!

Russischer Chor Diamant

Russischer Chor Diamant

Die Begegnung erlebte freilich ihren Höhepunkt mit der Stehgreifrede von Günter Kuhne aus Gera, dem es packend gelang, die Zeitspanne zwischen seiner Einberufung als 17jähriger zur Wehrmacht bis zu seiner Entlassung aus der Gefangenschaft mit 24 Jahren zu beschreiben. Natürlich nachzulesen auch in dem Band, aber blaß in den Farben angesichts seiner lebendigen Schilderung.

Günter Kuhne

Günter Kuhne

Und – in der Publikation nicht enthalten: Günter Kuhne zeigte ein Bild von sich, das im Gefangenenlager Wladimir von ihm gemacht wurde, wie von allen seinen Kameraden. Ordentlich gekleidet war der heute 90jährige, nicht unterernährt, denn: „Alles in allem ging es uns nicht schlechter als der Zivilbevölkerung.“

Iwan Nisowzew

Iwan Nisowzew

Im Publikum eine Gruppe des Euroklubs Wladimir unter Leitung von Jelena Guskowa, jener Organisation, die Jugendlichen in der Partnerstadt die weite Welt näherbringt und regelmäßig Reisen in die Partnerstädte und weit darüber hinaus anbietet. Dieses Mal geht es via Jena über Brüssel bis nach Paris, und einen alten Freund aus Erlangen trifft die Besucherin dann auch noch. Wie das eben die wohlmeinende Regie der Partnerschaft manchmal so einrichtet.

Dieter Argast und Jelena Guskowa

Dieter Argast und Jelena Guskowa

Tief beeindruckt zeigen sich die Jugendlichen von dieser ersten Begegnung mit einem deutschen Kriegsveteranen. Viel zum Nachdenken gibt das, wenn man auch die bisher unbekannte andere Seite des Krieges kennenlernt.

Die Jugendgruppe des Euroklubs

Die Jugendgruppe des Euroklubs Wladimir

Wir wissen nun nicht, wie die Gäste aus Wladimir diese Erfahrungen verarbeiten, aber für Frieder Abendroth vom Christlichen Gymnasium Jena ist das Ziel klar: Bis zum Herbst muß er seinen Teil einer Seminararbeit fertighaben, an der noch zwei weitere Klassenkameraden mitarbeiten. Um den Part von Städtepartnerschaften im großen Konzert der Politik geht es, und der 17jährige untersucht dazu das Dreieck Erlangen – Jena – Wladimir, während die beiden anderen sich um Jenas Verbindung zu Aubervilliers in Frankreich und San Marcos in Nikaragua kümmern.

Frieder Abendroth

Frieder Abendroth

Mehr braucht dazu heute nicht verraten zu werden, denn zumindest auszugsweise wird die Gemeinschaftsarbeit sicher in einigen Monaten hier im Blog zu lesen sein. Viel Erfolg schon jetzt – und nochmals Dank an die großartigen Gastgeber in Jena.

 

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Heute wieder ein Bericht über die so erfreulich vielfältigen Kontakte zwischen Jena und Wladimir, wieder aus der Feder von Anna Kulakowa, die in Erlangens thüringischen Partnerstadt ihr Freiwilliges Europajahr absolviert:

„Moskau ist eine Wahnsinns Hully-Gully-Stadt“, sang begeistert der berühmte Udo Lindenberg, der im Jahr 1985 in der Sowjetunion zu Besuch war. Der deutsche Rockmusiker erlebte einige Hindernisse, bedingt durch den Eisernen Vorhang, und trotzdem war er von der russischen Seele fasziniert.

Heute entwickelt sich der Musikaustausch zwischen Deutschen und Russen auf einer neuen Ebene und hält gute Möglichkeiten für die Entwicklung der deutsch-russischen Partnerschaft bereit.

Die Jenaer Rock-Band Carpe Noctem und vier weitere junge Leute aus Jena nahmen unter der Leitung von Sozialarbeiter, Thomas Grund (Winzerla Streetwork), und dem Sozialpädagogen, Friedrich Kühn (JZ Treffpunkt), an einem Jugendaustauschprogramm „Mix-Tour“ in Wladimir teil. In zehn ereignisvollen Tagen (vom 21. bis 30. Juli) lernten die Jugendlichen aus Jena drei altrussische Städte – Wladimir, Susdal und Murom – kennen. Das Programm, mit viel Liebe und Mühe von Leitern und Aktiven der städtischen Jugendorganisation „Wladimirer Euroklub“ vorbereitet, war reich an unterschiedlichen Veranstaltungen, aber im Mittelpunkt stand dann doch die Musik.

Carpe Diem in Puschin-Park, Wladimir

Carpe Noctem im Puschin-Park, Wladimir

Die Straßenmusiker von Carpe Noctem präsentierten ihre Musik den Passanten in Wladimir, indem sie neben dem Kinotheater „Rus“ und im Puschkin-Park spielten. Die Klänge ließen niemanden unberührt. Die ungewöhnliche Musik zog die Menschen wie ein Magnet an. Jeder, der vorbeikam, blieb stehen oder kam neugierig näher zu den Musikern. „Ich mag Rockmusik, aber ich habe noch nie Rock mit dem Cello und der Violine gehört“, meinte der Passant Oleg verwundert. Klassische Musikinstrumente auf der Straße sind in Wladimir eher die Ausnahme als die Regel.

Carpe Noctem auf der Bühne des Festivals in Susdal

Carpe Noctem auf der Bühne des Festivals in Susdal

Der Höhepunkt der Reise war die Teilnahme der Jenaer Straßenmusiker an einem Moto-Rock-Festival namens „In der sechsten Sendung“ in Susdal. Carpe Noctem stellte mit lautstarkem Erfolg ein Repertoire für musikalischen Feinschmecker aus dem ganzen Land vor. Die deutschen Gäste verließen die Bühne unter stürmischem Beifall und Jubelschreien. Nach dem wunderbaren Konzert gab es Zeit für starke Diskussionen und persönliche Kontakte mit anderen Bands und begeisterten Festivalbesuchern.

Die Gäste aus Jena mit Jugendlichen des Euroklubs auf Erkundungstour am Goldenen Tor

Die Gäste aus Jena mit Jugendlichen des Euroklubs auf Erkundungstour am Goldenen Tor

Die Straßenmusiker aus Jena hatten auch die Möglichkeit, die Wladimirer Rockmusiker von der Band AAASK kennenzulernen. „Obwohl unsere Band noch ganz neu ist, haben wir schon viele tolle Ideen, die wir in der Zukunft verwirklichen möchten. Ich habe schon ein paar Skizzen für unseren Song geschrieben. Die talentierten Jungs von Carpe Noctem sind ein gutes Beispiel der produktiven gemeinsamen Arbeit“, erzählte der Vokalist von AAASK, Aleksej.

Carpe Noctem und

Carpe Noctem und AAASK

Auch die kulturellen Aktivitäten waren gut geplant. Hier ist in erster Linie das Geocaching zu erwähnen. Die Jugendlichen aus dem Wladimirer Euroklub machten einen spannenden Stadtrundgang für die deutschen Gäste. „So viele Bauten aus Muschelkalkstein habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Die goldkuppelige Mariä-Entschlafens-Kathedrale, das Symbol der Stadt Wladimir – das Goldene Tor und die Demetrius Kathedrale haben mich besonders beeindruckt“, beschrieb  der zwanzigjährige Philipp seine ersten Eindrücke.

Carpe Diem beim Studium der Wanderroute durch Wladimir

Carpe Noctem beim Studium der Wanderroute durch Wladimir

Nach dem Kennenlernen der Stadt verwirklichten die jungen Leute aus Jena und Wladimir ein Graffiti-Projekt. Gemeinsame Ideen wurden an der Wand der Garage gegenüber dem Jugendpalast verewigt.

Erste Entwürfe

Erste Entwürfe

Unter dem Motto „Freundschaft, Blumen, Frieden!“ hatten Mitglieder des Euroklubs zusammen mit Jugendlichen aus Jena einen musikalischen Flashmob organisiert, an dem auch kleine Gäste aus dem Sommercamp „Ameisenhaufen“ gern mitgemacht haben.

Mauer der Freundschaft zwischen Jena und Wladimir

Mauer der Freundschaft zwischen Jena und Wladimir

Neben den Spielen und Tänzen gab die Band ein kurzes Konzert für die Kinder.

Carpe Noctem: Musik fasziniert in jedem Alter

Carpe Noctem: Musik fasziniert in jedem Alter

Auch die schöne Reise in die altrussische, 1152 Jahre alte Stadt Murom war unvergeßlich. Die deutschen Gäste wurden herzlich in einer der besten Schulen, der Staatlichen Schule Nr. 6 mit einem Willkommens-Brotlaib und dem Volkstanz „Kalinka“ vom Schülerensemble empfangen. Zu einer angenehmen Überraschung wurde die tolle Führung durch die ganze Schule, von Schülern in deutscher Sprache Deutsch vorbereitet.

Erfolg: Führung durch die Schule in Murom

Erfolg: Führung durch die Schule in Murom

Danach konnte die Delegation aus Jena die Hauptsehenswürdigkeiten von Murom besichtigen: das orthodoxe Männerkloster aus weißem Muschelkalk, die Heilige Quelle und das Denkmal zu Ehren von Ilja Muromez, dem Recken aus den altrussischen Sagen.

Jena willkommen in Murom

Jena willkommen in Murom

Die deutsche Delegation besuchte auch das Jugendamt von Wladimir. Interessierte junge Leute beteiligten sich an einem Gespräch mit dem Leiter, Roman Alexandrow, der informativ über die Abteilungen, Ziele und Funktionen dieser Einrichtung erzählte. Florian, Mitglied des Jugendparlaments Jena, berichtete über seine Erfahrungen mit der politischen Ebene in der Lichtstadt. Am Ende des Treffens tauschten beide Seiten Geschenke aus.

Im Jugendamt Wladimir

Im Jugendamt Wladimir

Die Auswertung der Reise fand im Sozialzentrum „Barmherzigkeit und Ordnung“ in Wladimir statt. Zum Thema „Partnerschaft ist unsere Zukunft“ besprachen die deutschen und russischen Jugendlichen in kleinen Gruppen zukünftige Projekte, die man in Wladimir oder in Jena in die Tat umsetzen könnte, etwa Schüleraustausch mit Musik- oder Theaterthemen und Projekte mit gemeinnütziger Ausrichtung.

Aufbruch und neue Ideen für die Zusammenarbeit zwischen Jena und Wladimir

Aufbruch und neue Ideen für die Zusammenarbeit zwischen Jena und Wladimir

Herzlichen Dank sagen wir den Stadtverwaltungen Jena und Wladimir für die finanzielle Unterstützung, den Sozialpädagogen, Thomas Grund und Friedrich Kühn. Wir bedanken uns bei den Leiterinnen vom „Wladimirer Euroklub“, Jelena Guskowa und Natalia Klimowa. Ein besonderer Dank gilt auch den Gastfamilien. Die Reise wäre nicht möglich geworden ohne aktive Jugendliche aus Jena und Wladimir. An sie alle ein großes Dankeschön und bis bald wieder!

Europäische Freiwillige Anna Kulakowa

Was Carpe Noctem so alles mit seinen Instrumenten anstellt, ist hier zu finden: http://is.gd/IKQ70Q, und mehr zu Anna Kulakowa gibt es im Blog unter: http://is.gd/FDgonw

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