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Posts Tagged ‘Andreas Magerl’


Zwei Kenner des Landes machen sich gemeinsam mit ihren Ehefrauen im September 2019 auf den Weg und ergänzen sich:

Blick vom Patriarchengarten auf die Altstadt von Wladimir

Der Experimentalphysiker, Andreas Magerl, emeritierter Professor der Friedrich-Alexander-Universität, betreut schon seit Jahren einen Austausch deutscher und russischer Studenten, wobei er in engem Kontakt mit verschiedenen russischen Universitäten steht. Der ehemalige Leiter des Gymnasiums Fridericianum, Gerhard Hammer, wiederum kennt die Erlanger Partnerstadt gut und hat einen bis heute funktionierenden Austausch mit einer Schule in Wladimir begründet. Er stellte auch den Kontakt mit der Universität Wladimir für den Wissenschaftler her. Diese beiden Projekte der Zusammenarbeit bildeten den organisatorischen Rahmen für eine hochinteressante Reise nach Moskau, Wladimir und Kasan.

Ludmila Suschkowa, Gerhard Hammer, Andreas Magerl, Ansor Saralidse und Olga Chochlowa

Was Moskau für eine pulsierende Weltstadt ist, wissen wohl die meisten. Beeindruckend sind das reibungslose Funktionieren des öffentlichen Verkehrswesens und der ausgezeichnete Zustand der touristischen Attraktionen. Insbesondere die religiösen Stätten werden aufwendig restauriert und blitzen mit zahlreichen frisch vergoldeten Kuppeln. Eine umfangreiche international bestückte Ausstellung zum Thema „The coming world: Ecology as the new Politics“ zeigt, wie das Umweltproblem auch hierzulande sehr wohl erkannt worden ist.

Ein pünktlicher und schneller Zug bringt die Reisenden in zwei Stunden nach Wladimir, das sich als muntere Stadt mit Straßenfest, wunderbaren Parkanlagen und vielen netten Restaurants und Cafés von seiner besten Seite zeigt. Überall sind junge Leute engagiert beim Arbeiten zu sehen, und im gastronomischen Bereich gibt es innovative Konzepte, wie z. B. ein Familiencafé mit angeschlossenem Spielzimmer für kleine Gäste. Untergebracht sind die beiden Ehepaare im Erlangen-Haus, in dem neben einem kleinen Hotelbetrieb (man muß sich dort wohlfühlen!) vor allem Deutsch unterrichtet wird. Dabei sind das Niveau der Lehrkräfte und ihr Engagement beeindruckend. Den Höhepunkt der Reise bildet der durch Peter Steger, den Partnerschaftsbeauftragten Erlangens, vorbereitete Besuch in der Universität, wo die deutschen Gäste vom Rektor, Ansor Saralidse, und der Bildungsbeauftragten der Regionalduma, Olga Chochlowa, mit einem offiziellen Empfang sehr freundlich aufgenommen werden.

Andreas Magerl, Ludmila Suschkowa, Ansor Saralidse, Olga Chochlowa, N.N. und Gerhard Hammer

Der Zug zur 800 km langen Weiterreise nach Kasan fährt pünktlich vom Bahnhof Wladimir zur Fahrt in Richtung Sibirien ab und bietet einen höchst angenehmen Service.

In der Hauptstadt der halbautonomen Republik Tatarstan fällt das offensichtlich einvernehmliche Zusammenleben der muslimischen und christlichen Bevölkerung auf: Prächtige Kirchen und ebensolche Moscheen stehen in Kasan nebeneinander, und auch sonst macht die betriebsame Stadt einen offenen und wirtschaftlich aufstrebenden Eindruck.

Kasan

Insgesamt war es eine sehr bildende Reise, sowohl touristisch als auch unter dem Aspekt der Begegnung mit der Bevölkerung ein voller Erfolg. Die große Freundlichkeit, mit der wir Deutsche überall behandelt werden, steht im Gegensatz zu manchen bestehenden Vorurteilen.

Besonderer Dank gebührt Herrn Steger, ohne dessen kompetente Hilfe diese Reise nicht so erfolgreich verlaufen wäre: Man konnte deutsch-russische Partnerschaft im besten Sinn und auf verschiedenen Ebenen erleben.

Eva-Maria Hammer

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Welche Bedeutung für die Stadtgesellschaft der Rotary Preis in den zehn Jahren gewonnen hat, seit er von allen drei Erlanger Klubs in einer Gemeinschaftsaktion vergeben wird, bringt Bürgermeisterin Elisabeth Preuß in ihrem Grußwort zum Ausdruck. Dank ihrer Funktion als Referentin für den Sozialbereich kennt sie wie kaum jemand sonst die Lage von Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Sie weiß aber auch, welche ehrenamtlichen Initiativen, karitative Einrichtungen und Serviceklubs es hier gibt, die mit Sachverstand und Herz großzügig zu helfen bereit sind. Und sie ist dankbar für deren Engagement, das auch in Erlangen notwendig bleibt, auch wenn man hier die Chance hat, älter und glücklicher als andernorts zu werden.

Rotary 5

Elisabeth Preuß

Schön und ermutigend, wenn es da Netzwerke wie Rotary gibt, die sich nicht nur selbst auf vielfache Weise für das Gemeinwohl einsetzen, sondern auch Menschen auszeichnen, die ihren Beitrag leisten, um das Leben anderer reicher zu machen. Der Preis, der gestern im „Haus der Kirche Kreuz & Quer“  nach einem erhellenden Festvortrag des Stadtarchivars, Andreas Jakob, zum „Gemeinsinn in Erlangen in der guten alten Zeit“ an den „Sonderfonds für Kinder der Bürgerstiftung“ und an den „wabe e.V.“ sowie an Peter Steger vergeben wurde, gilt denn auch als die höchste zivilgesellschaftliche Ehrung in Erlangen.

Andreas Knorr und Peter Steger

Als solche verstand sie denn auch Peter Steger, der den Preis aus den Händen des Präsidenten von Rotary Erlangen, Andreas Knorr, entgegennehmen durfte. Als Anerkennung und Ermunterung stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen, die in der Völkerverständigung, besonders in der Partnerschaft mit Wladimir, tätig sind. Als Verpflichtung, gerade jetzt, wo die geopolitische Lage es mehr denn je erfordert, die bürgerschaftlichen Verbindungen zwischen unseren Ländern zu erhalten und zu festigen.

Peter Steger

Gerade in der Zusammenarbeit mit Wladimir hat Rotary bereits die unterschiedlichsten Projekte unterstützt: von der Aktion „Hilfe für Wladimir“ in den frühen 90er Jahren über Schul- und Bildungsprojekte bis hin zum bis heute geförderten Austausch von Medizinern und Hospitanten im Bereich Gastronomie.

Rotary 6

Andreas Jakob

Und schließlich der Band „Komm wieder, aber ohne Waffen!“ mit Erinnerungen von Wehrmachtssoldaten an ihre Zeit in den Gefangenenlagern in und um Wladimir, der ohne den finanziellen Beitrag von Rotary und die Unterstützung durch Stadtarchivar Andreas Jakob so nicht hätte erscheinen können.

Evelin Lehmann-Leopold, Ursula Kosmalla (wabe e.V.), Michaela Weiß (Präsidentin RC Erlangen-Ohm), Andreas Knorr (Präsident RC Erlangen), Peter Steger, Ute Hirschfelder (Sonderfonds für Kinder der Bürgerstiftung Erlangen) und Andreas Magerl (Präsident RC Erlangen-Schloß)

In seiner Dankrede wies denn Peter Steger auch auf die Besonderheit Erlangens hin, wo gerade die Partnerschaft mit Wladimir, aber auch die anderen internationalen Kontakte, von der Politik gewollt sind und von der Gesellschaft getragen werden: „An welche Tür man auch klopft, es wird einem aufgetan.“ Besonders das Haus der Rotarier steht immer offen, wenn man Hilfe braucht.

Jürgen Ganzmann und Peter Steger

Eine schöne Fügung: Vor zehn Jahren wurde bereits Jürgen Ganzmann, damals noch Werkstattleiter der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, später Leiter der WAB Kosbach und heute designierter Geschäftsführer des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben, mit just diesem Preis für sein Psychiatrie-Projekt mit Wladimir ausgezeichnet. Nun kehrt die Auszeichnung noch einmal in die Partnerstadt zurück, und bald wird davon zu berichten sein, wofür das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro eingesetzt wird. Fortsetzung folgt.

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