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Posts Tagged ‘Alexander Samojlow’


Der Erfolg hat immer viele Väter. Einer freilich hat einen besonderen Anteil am Zustandekommen des Kooperationsvertrags zwischen der Friedrich-Alexander-Universität, dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen und der Staatlichen Universität Wladimir vom Jahr 2001: Alexander Samojlow, Dekan der Fakultät für Radiophysik, Elektronik und Medizintechnik mit ihren gut 1.300 Studenten und fast 90 Dozenten. Dem habilitierten Erfinder ist es wesentlich zu verdanken, wenn heute Dutzende von jungen Forschern aus Wladimir Erfahrungen nutzen können, die sie im Austausch mit Wissenschaftlern aus Erlangen sammeln konnten.

Elivira und Heinz Gerhäuser, Sergej Mosin, Ludmila Suschkowa, Peter Steger, Alexander Samojlow und Wiktor Morosow

Wissenschaftspartner: Elvira und Heinz Gerhäuser, Sergej Mosin, Ludmila Suschkowa, Peter Steger, Alexander Samojlow und Walentin Morosow im Oktober 2011

Ein großer Beitrag zur Städtepartnerschaft, zum Hochschulaustausch, zum Wissenstransfer, der heute, am 70. Geburtstag von Alexander Samojlow, mit einem dankbaren Gruß nach Wladimir in der Hoffnung Würdigung finden soll, daß auf seinem festen Fundament noch viel aufgebaut werde. Woraus dieses Fundament besteht, dazu hat Renate Winzen mit ihrem folgenden Gastbeitrag viel mehr zu sagen:

Samojlow

Prof. Alexander Samojlow zu Besuch in Erlangen zur Errichtung eines deutsch-russischen Alumni-Netzwerkes im Rahmen der »Pilotmaßnahme Forschungsmarketing Russland« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: http://www.drportal.pt-dlr.de/de/186.php

Forschen und Fördern – und heute: Feiern!

Prof. Alexander G. Samojlow zum 70. Geburtstag

Erreichen konnte man Prof. Samoilow in seinem Universitätsbüro am besten ab ca. 18.00 Uhr Ortszeit. Dann ließ der Betrieb in seinem Dekanat für Hochfrequenzphysik, Elektronik und Medizintechnik nach. Und diese Ruhe am Abend nutzte der Wissenschaftler gerne zum konzentrierten Arbeiten an seinen Forschungen und Veröffentlichungen, z.B. zu Fragen der einwandfreien Signalübertragung an den Schnittstellen in hochkomplexen Systemen des Gas-Transfers per Pipeline über Tausenden von Kilometern.

Über Tausende von Kilometern hinweg gestaltete der vielfach ausgezeichnete Forscher auch die Zusammenarbeit mit den Erlanger Kooperationspartnern am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Dabei galt es, die strategischen Überlegungen zu Forschungs- und Bildungsinhalten sowie die organisatorischen Vorgaben aller Kooperationspartner miteinander abzustimmen. Und dafür übernahm Alexander Samojlow neben seinen umfangreichen Verpflichtungen als Dekan viele zusätzliche Aufgaben.

So manches Mal ließ er seine ruhige Zeit am Abend fahren, wenn das Telefon klingelte und er aus Erlangen über „Signalstörungen“ informiert wurde, die an den Schnittstellen zwischen russischen und deutschen Planungsvorgaben auftraten. Immer wieder war er bereit, neue Lösungen zu entwickeln.

Prof. Samoilow hat die Erlanger-Wladimirer Zusammenarbeit gefördert und dafür sei ihm heute herzlich gedankt!

Diesen Beitrag verdankt der Blog Renate Winzen, seit 1995 Initiatorin und Koordinatorin von Erlanger-Wladimirer Wissenschaftskooperationen (FuE, Wissenschaftler- und Studentenaustausch) in den Bereichen Werkstoff- und Materialwissenschaften, Umweltverfahrenstechnik, Ingenieurwissenschaften, Informatik; Medienwissenschaften, Theologie, Philosophie, Pädagogik für Lehrstühle der FAU, Fraunhofer IIS und weitere Einrichtungen. Freiberuflich tätig, erreichbar für Nachfragen unter: renate.winzen@odn.de

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Elvira und Heinz Gerhäuser mit den Wladimirer Gästen

Seine wissenschaftlichen Pioniertaten sind Legion, seine wirkmächtige Person ist längst Legende. Mit seinen Erfindungen hat er Technikgeschichte geschrieben und Erlangen zu einem weltweit angesehenen Forschungsstandort gemacht. Kein Gerät der Unterhaltungselektronik, kein Medienkonzern oder High-Tech-Unternehmen auf der Welt, das ohne die Entwicklung des MP3-Systems aus dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen auskäme. Sogar der Bundestag verwendet es zur Komprimierung von Daten. Um es anschaulich zu machen: Wenn Bürgermeisterin Elisabeth Preuß ausländische Schüler empfängt, bittet sie gern um eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob man Erlangen auch schon vor dem Besuch gekannt habe. Meist ist dem ja nicht so. Wohingegen fast alle nicken, wenn es heißt, wer denn einen MP3-Player oder aus dem Netz heruntergeladene Klingeltöne für das Handy habe. Worauf der dezent-stolze Hinweis folgt, die dahinterstehende Erfindung sei in Erlangen gemacht worden. Das sitzt immer und bleibt hängen.

Albert Heuberger mit den Gästen

Heinz Gerhäuser, der hochgeachtete Leiter des von ihm an die Spitze der Fraunhofer Gesellschaft geführten Instituts im Süden von Erlangen und Leiter des Lehrstuhle LIKE, hat gestern offiziell den symbolischen Stab an seinen Nachfolger Albert Heuberger übergeben. Die beiden Professoren haben den Wechsel umsichtig und von langer Hand vorbereitet, ohne zu vergessen, die bewährten Traditionen des Hauses zu bewahren. Eine dieser Traditionen ist die so intensive wissenschaftliche Verbindung zu und innige Verbundenheit mit der Staatlichen Universität Wladimir. Deren Rektor, Walentin Morosow, nahm denn auch gerne die Einladung zur Verabschiedung von Heinz Gerhäuser an und brachte die beiden Vorkämpfer des Austausches, Ludmila Suschkowa und Alexander Samojlow, mit – und Sergej Mosin, seinen erst im Sommer berufenen Vize für wissenschaftliche Arbeit und internationale Kooperation.

Alexander-Popow-Medaille für Heinz Gerhäuser

Die Gäste sind aber nicht nur gekommen, um zu feiern und um Abschied von einem Freund und Kollegen zu nehmen. Dabei wäre allein schon die Verleihung der renommierten Alexander-Popow-Medaille, die an den Erfinder des Radios erinnert, an Heinz Gerhäuser die Reise wert gewesen. Aber vorne ist, einem geflügelten Wort zufolge, ja immer der ganze Platz noch frei, und da wollen auch die Besucher aus Wladimir hin. Gemeinsam mit ihren deutschen Partnern. Dazu haben sie Albert Heuberger als Willkommensgruß einen ganzen Geschenkkorb von Ideen und Projektvorschlägen mitgebracht, den wir hier allerdings noch nicht auspacken wollen. Viel schöner wird es sein zu beobachten, wie sich die gemeinsamen Vorhaben tatsächlich entwickeln. Da darf Vorfreude aufkommen!

Alexander Samojlow, Walentin Morosow, Christoph Korbmacher, Ludmila Suschkowa, Sergej Mosin im Büro des Präsidenten der FAU

So viel sei aber dennoch verraten. Seit der Fusion beider Universitäten – Walentin Morosow spricht sogar davon, die Philosophie Universität sei in seiner Hochschule auf- und in sie eingegangen – strotz die nach den Wladimirer Wissenschaftlern Alexander und Nikolaj Stoletow benannte Einrichtung vor Kraft. Fast 30.000 Studenten, so kann man dem Vizepräsidenten der Partneruniversität, Christoph Korbmacher, berichtet werden, studieren jetzt unter einem Dach, und man setze vor allem auf Innovationen. Um sich erfolgreich in der Hochschullandschaft mit etwa 3.000 Universitäten landesweit zu behaupten, hat man in Wladimir ein Kompetenzzentrum gegründet, wo man die Kräfte in den Bereichen Telekommunikationswissenschaften, Nanotechnologie. Chemie, Laserforschung, Ökologie,und Medizintechnik bündelt. Aber auch vom Pharma-Cluster in der Region Wladimir und den Fortschritten in der Biotechnologie ist die Rede. Viele Möglichkeiten, im bevorstehenden deutsch-russischen Wissenschaftsjahr gemeinsame Projekte zu verwirklichen. Vielleicht eine Konferenz mit angeschlossener internationaler Sommerschule, möglicherweise eine gemeinsame regelmäßige Publikation, sicher eine Intensivierung der Kontakte auch zur Friedrich-Schiller-Universität Jena im Rahmen der Dreieckspartnerschaft.

Renate Winzen, Walentin Morosow, Sergej Mosin

Geht nicht, gibt’s nicht! So lautet nicht nur das Motto des Fraunhofer Instituts, das ist auch der Wahlspruch in der nun schon zehn Jahre währenden wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Rahmen der Städtepartnerschaft, koordiniert von Renate Winzen. Nun bieten sich nach der inhaltlichen und personellen Umstrukturierung der Wladimirer Hochschule ganz neue Möglichkeiten der Kooperation, etwa auch in den Bereichen Philosophie, Geschichte, Psychologie, Soziologie. Da liegt es nahe, daß die Gäste auch dem Lehrstuhl für Religions- und Missionswissenschaften einen Besuch abstatten, gibt es hier doch seit Jahren eine fruchtbare Kooperation zwischen Erlangen und Wladimir. Auch das Dekanat der Technischen Fakultät steht auf dem Viertagesprogramm, dessen Arbeitsteil heute mit weiteren ganztägigen Fachtreffen im Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen zu Ende geht. Oder sollte man besser sagen – einen neuen Anfang nimmt?

Siegfried Balleis mit den Gästen

Daran jedenfalls glaubt Erlangens Oberbürgermeister Siegfried Balleis ganz fest, der es sich nicht nehmen läßt, am Rande der Festveranstaltung zur Verabschiedung von Heinz Gerhäuser mit den Wissenschaftlern aus der Partnerstadt zu treffen. Er beobachtet ja sehr genau und mit viel Wohlwollen, wie vielfältig sich die universitäre Zusammenarbeit mit Wladimir entwickelt. Die Partnerschaft, das bringt er deutlich zum Ausdruck, hat gerade von diesen Kontakten ungemein profitiert, hat die Beziehungen auf eine Ebene gehoben, um die Erlangen und Wladimir von anderen beneidet werden. Deshalb auch vom Stadtoberhaupt ein Weiter so!

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Heinz Gerhäuser und Alexej Filippow

Alexej Filippow ist ein Mann der ersten Stunde des Wissenschaftleraustausches zwischen Erlangen und Wladimir, einer von denen, die es nicht nur geschafft haben, dank der engen Kooperation mit den deutschen Kollegen ihre Erkenntnisse aus der Forschung in der Wirtschaft umzusetzen, sondern die auch bis heute engen Kontakt zur Partnerstadt unterhalten. Im April traf er sich noch mit den Wissenschaftlern aus Erlangen in Moskau und Wladimir, und im Juli trifft er sie in Berlin wieder. Wie so etwas – und noch viel mehr – möglich ist, erzählt Alexej Filippow aber am besten selbst, übrigens in einem Deutsch, das für den Blog kaum noch der Korrekturen bedurfte.

Vielleicht ist es von meiner Seite nicht besonders bescheiden, in das Zentrum dieses der Partnerschaft zwischen Wladimirer und Erlanger Wissenschaftlern gewidmeten Artikels mich selbst zu stellen. Jedoch meine ich, daß es so einfacher ist, den Lesern dieses Blogs verständlich zu machen, wie wichtig die Partnerschaft für viele mit ihr in Berührung stehende Menschen und für mich persönlich ist und welche große Rolle sie im Leben eines Wladimirer Studenten spielen kann.

Über die Partnerschaft zwischen unseren Städten habe ich erfahren, als ich noch zur Schule ging. Ich erinnere mich, wie ein großer Stadtplan von Erlangen im Kabinett der Deutschen Sprache hing. Darauf waren die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt wie der Schloßgarten und der Hugenottenplatz abgebildet. Damals konnte ich mir natürlich noch nicht vorstellen, wie viel mich eines Tages mit dieser Stadt verbinden wird.

Alexej Filippow mit den Erlanger Gästen in Moskau

Zum ersten Mal kam ich dann nach Erlangen im Rahmen des studentischen Austausches zwischen der Staatlichen Universität Wladimir, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen. Es sei bemerkt, daß dies der erste Austausch im Rahmen des dreiseitigen studentischen Programms zwischen den drei Hochschulpartnern war. Ich erinnere mich, wie ich in Erlangen nach einer dreitägigen Busreise von Moskau angekommen bin. Nach dieser ermüdenden Fahrt fanden wir einen herzlichen Empfang. Ab der ersten Minute wurden wir von vielen Leuten umgesorgt: Renate Winzen, Andreas Kuleschow und seiner Frau, unserer Betreuer, und von vielen anderen Mitarbeitern des Fraunhofer IIS und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

Ich kann ehrlich sagen, daß das Praktikum am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen, einem der größten Forschungsinstitute der Welt, zu einem Wendepunkt in meiner Lebensbahn geworden ist. Zum ersten Mal im Leben konnte ich nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis sehr viel aus dem Gebiet erfahren, das kurz Hightech genannt wird. Das verzehnfachte mein Interesse an der von mir gewählten Fachrichtung, Informationstechnologien und Elektronik. Jeden Tag des Praktikums lernte ich etwas irre Interessantes kennen. Das betraf nicht nur Fachkenntnisse. Dieses Praktikum war ein sehr guter Anreiz, Deutsch und Englisch zu erlernen. Darüber hinaus wurden Fremdsprachen mein Hobby. Jetzt ist es für mich schwierig, mir einen Abend ohne das Lesen eines Buchs oder eine Filmvorführung auf Deutsch oder Englisch vorzustellen.

Alexej Filippow, Andreas Löffler, Dina Kusnezowa, Uwe Wissendheit, Wassilij Rufizkij

Ich meine, viele haben dank des studentischen Fachpraktikums ihre Richtung im Berufleben gefunden. Außerdem hilft so ein Aufenthalt, die Partnerschaft zwischen Erlangen und Wladimir anders zu sehen, die dabei ist, feste Umrisse bei einer echten Kooperation auf dem Gebiet der Forschung und Lehre anzunehmen. Große Beiträge zur Entwicklung dieses ausgezeichneten Projekts haben geleistet: Professor Heinz Gerhäuser, Professor Heinrich Niemann, Professorin Ludmila Suschkowa, Renate Winzen, Uwe Wissendheit, Andreas Kuleschow, Johann Hauer, Professor Alexander Samojlow, Andreas Löffler, Julia Tokmak, Dina Kusnezowa und viele andere. Erhebliche Unterstützung hat auch Peter Steger diesem Programm geleistet. Gerade er und die Mitarbeiterinnen des Erlangen-Haus in Wladimir haben ihr Möglichstes getan, um die Prozedur der Erteilung von Schengen-Visa für die Studenten zu erleichtern.

Zum Glück entwickelt sich dieses auf einer festen Grundlage aufgebaute Programm bis jetzt erfolgreich. Jedoch ist das studentische Fachpraktikum an der FAU und am Fraunhofer IIS kein Einzelergebnis der Kooperation zwischen den wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaften von Erlangen und Wladimir. Zur Zeit zeichnete sich eine Tendenz zur Suche solcher wissenschaftlichen Projekte ab, an denen Wladimirer und Erlanger Gelehrten zusammen arbeiten könnten. Darin spielt eine große Rolle das Alumni-Netzwerk, das für eine langfristige Fortführung des studentischen Austauschprogramms eingerichtet wurde. Im November 2009 fand die erste Veranstaltung in Wladimir statt. Ihr Ziel war die Suche von gemeinsamen wissenschaftlichen Projekten. Dabei und an dem im März 2010 in Erlangen durchgeführten Seminar beteiligten sich viele Wissenschaftler und Ingenieure, die ihre Ideen zu gemeinsamen Forschungsprojekten ihren Kollegen vorstellen wollten. Im Rahmen des Seminars entschied man, Fördergelder für ausgewählte Projekte zu beantragen. Leider gelang es nicht, für alle Projekte Finanzunterstützung von der Seite der russischen und deutschen Studienstiftungen zu erhalten. Jedoch war dies der erste Fall, wo Wladimirer und Erlanger Wissenschaftler die interessantesten und aktuellen Projekte zweckgebunden zusammen suchten.

Die Erlanger Wissenschaftler helfen ihren Wladimirer Kollegen, die wissenschaftlichen Ergebnisse auf internationalen Konferenzen zu veröffentlichen und internationalen Organisationen beizutreten. Zum Beispiel laden Professor Heinz Gerhäuser, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer IIS und Inhaber eines Lehrstuhls an der FAU, und jetzt sein Nachfolger Professor Albert Heuberger ihre Kollegen aus Wladimir zu internationalen Konferenzen und Workshops ein, die im Institut durchgeführt werden. Dr.-Ing. Siegfried Fößel, Leiter der Abteilung Bewegtbildtechnologien am Fraunhofer IIS, hat seinen Wladimirer Kollegen wesentlich geholfen, in eine solch renommierte Organisation wie JPEG (Joint Photographic Experts Group, ISO/IEC JTC 1/WG 1) aufgenommen zu werden. Im März 2010 hat die Russische Delegation zum ersten Mal an einer Tagung des JPEG-Gremiums in Boston (Massachusetts, USA) teilgenommen. Zur Zeit setzt sich die Russische Delegation im JPEG-Gremium hauptsächlich aus Wladimirer Wissenschaftlern zusammen.

Ich hoffe sehr, daß diese Kooperation zwischen Erlangen und Wladimir im Bereich von Wissenschaft und Ausbildung nicht nur fortgesetzt, sondern noch erweitert wird und von der Politik der beiden Städte weiter Förderung und Unterstützung erfährt.

Alexej Filippow

Mehr zum Thema unter: https://erlangenwladimir.wordpress.com/2009/09/19/pioniere-der-wissenschaft-auf-nummer-sicher/ und https://erlangenwladimir.wordpress.com/2011/05/01/geht-nicht-gibts-nicht/

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Heinz Gerhäuser

Bei der Eröffnung des zweiten Workshops zu Fragen gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte konnte Heinz Gerhäuser, der Wissenschaftler von Weltruf und Leiter des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen, nicht nur sein Haus und dessen technische Glanzleistungen vorstellen, sondern auch voll Freude auf seine Reise im Jahr 2000 zurückblicken, die ihn nach Wladimir geführt hatte. Ein glücklicher Umstand für beide Seiten, denn was sich in der Zusammenarbeit seit 2001 zwischen dem Institut, der Friedrich-Alexander-Universität und der Staatlichen Universität Wladimir ergeben hat, darf man getrost eine Erfolgsgeschichte nennen.

Alexander Samojlow, Uwe Wissendheit, Ludmila Suschkowa, Renate Winzen

Alexander Samojlow, Dekan der Fakultät für Radiophysik, Elektronik und Medizintechnik an der Staatlichen Universität Wladimir, zog denn auch gestern nach dem zweitägigen Symposium ein positives Fazit: „Wir sind jetzt im neunten Jahr unserer Zusammenarbeit und haben uns dabei vor allem auf Forschung und Lehre konzentriert. Seit drei Jahren bahnen wir auch konkrete wirtschaftliche Kooperationen an. Dieses zweite Folgetreffen hat gezeigt, daß wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben in diesen Tagen einen entscheidenden Schritt nach vorne getan, aber jetzt muß es auch weitergehen. Wir sollten möglichst bald einen dritten Workshop, wieder in Rußland, organisieren, um dann 2011, wenn wir das zehnjährige Jubiläum unserer Zusammenarbeit feiern, eine ordentliche Bilanz vorlegen zu können.“

Partner des Symposiums

Der Leiter einer sechzehnköpfigen Delegation von Wissenschaftlern und Unternehmern, zur einen Hälfte aus Wladimir, zur andern aus Moskau, Selenograd und St. Petersburg, sprach bei der Schlußrunde offenbar allen Teilnehmern, aus dem Herzen. Seine Kollegin, Ludmila Suschkowa, von Beginn der Kontakte an als treibende Kraft dabei, wies freilich auch darauf hin, wie viel noch zu tun sei. Denn nun gelte es, für drei ganz konkrete Projekte zu Hause Förderanträge zu stellen und Investoren für die Sache zu gewinnen.

Gruppe vor dem Institut

Auch Uwe Wissendheit, Initiator und Organisator des Symposiums, hat Grund, sich zufrieden zu zeigen. „Es ist jetzt so richtig gelungen, die Wirtschaft an Bord zu holen und die Arbeit nicht nur über verschiedene Lehrstühle hinweg zu koordinieren, sondern auch Entwicklungs- und Forschungsteams aus St. Petersburg, Selenograd und Moskau einzubeziehen, die wohl erst dank unserer gemeinsamen Projekte untereinander kooperieren. Eine große Bereicherung für die Partner wie für uns.“

Und die beiden Koordinations-Sherpas, Renate Winzen und Julia Tokmak? Die waren noch etwas außer Atem nach dem letzten Steilanstieg. Immerhin hatten sie mit den deutschen Teilnehmern zeitweise bis zu 35 hochspezialisierte Fachleute mit vielen Einzelgesprächen und Kleingruppentreffen beim Aufstieg zu begleiten. Doch die Mühen haben sich für alle gelohnt: Der Blick geht jetzt weit nach vorne.

Wer aber noch einmal zurückschauen will, sehe sich u.a. den Eintrag vom 16. November 2009 an.

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Willkommen in Wladimir

Alexander Samojlow, 2 v.r., begrüßt die Erlanger Gruppe von Uwe Wissendheit, 1. v.r.

Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS), des Lehrstuhls für Informationstechnik der Universität Erlangen-Nürnberg (LIKE) und der Firma IR-Systeme haben sich am 14. und 15. Oktober in der Partnerstadt mit Wissenschaftlern der Staatlichen Universität Wladimir, der Polytechnischen Universität Sankt Petersburg sowie russischen Firmen zu einem Kooperationsworkshop getroffen. Ziel war es, auf beiden Seiten Ideen vorzustellen, die eine Basis für zukünftige, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sein können. Damit wurde die bereits langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit in der Aus- und Weiterbildung von Studenten oder bezüglich vereinzelter gemeinsamer Projekte um eine neue Stufe der Kooperation zwischen den beteiligten Partnern erweitert.

Uwe Wissendheit, Projektleiter und Initiator des Workshops auf deutscher Seite, wertet die Veranstaltung als einen großen Erfolg, da sich schon während des Workshops Fachgruppen gebildet haben, um bereits mit einer konkreten Planung von gemeinsamen Projekten zu beginnen. Im März nächsten Jahres ist ein weiterer Workshop in Erlangen geplant, auf dem dann bereits erste konkrete Ergebnisse bezüglich der Realisierung der Projektideen vorgestellt werden sollen.

Wer nicht so lange warten will, werfe mit Alexander Samojlow, Dekan der Fakultät für Radiophysik, Elektronik und Medizintechnik und Leiter des Treffens auf russischer Seite, einen Blick zurück in die Geschichte der wissenschaftlichen Beziehungen:

Alexander Samojlow

Dekan Alexander Samojlow

Unter dem Programm „Wladimir – Erlangen“ gibt es seit 2001 jährliche Arbeitsbegegnungen der Forscher von der Staatlichen Universität Wladimir, vom Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Neben gemeinsamen Entwicklungen ist das Ziel solcher Treffen auch die Auswahl von Studenten und Doktoranden, die zu einem oft mehrmonatigen Praktikum ans Fraunhofer Institut nach Tennenlohe kommen. Neun derartiger Seminare haben bereits stattgefunden. Alternierend werden die Workshops in Wladimir einmal von Ludmila Suschkowa oder Alexander Samojlow geleitet und stehen entweder unter dem Motto „Physik und Radioelektronik in der Medizin und Ökologie“, oder unter der Überschrift „Perspektiven der Technologie in der Daten- und Informationsübermittlung“.

Neben diesen regelmäßigen Konferenzen organisieren die Partner auch thematische Seminare. 2002 haben die Erlanger für ihre Wladimir Kollegen auf der Weltausstellung für Technik in Berlin einen Stand zur Verfügung gestellt, und Anfang September 2003 lud die Staatliche Universität Wladimir zum wissenschaftlichen Symposium „Chancen und Herausforderungen der Informationstechnologie“ ein. Im April 2006 und im Mai 2007 besuchte Alexander Samojlow selbst Erlangen und erörterte mit seinen deutschen Kollegen die Ergebnisse der Studentenpraktika. Im Mai 2007 war es dann auch, daß ein Alumni-Programm erarbeitet wurde, um ein Kommunikationsnetz für die vielen Studenten aufzubauen, die bereits ein Praktikum in Erlangen durchlaufen und zum großen Teil schon eine Anstellung gefunden haben. Der Gegenbesuch mit sieben deutschen Forschern kam schon ein Jahr darauf in Wladimir zustande, und man kam zu dem Schluß, die wissenschaftliche Zusammenarbeit noch weiter zu vertiefen. Und damit sind wir auch schon bei dem Seminar vom 14. bis 15. Oktober und dessen Fortsetzung in Erlangen 2010. Man darf gespannt sein, welche Impulse vom neuen Partner Sankt Petersburg, aber auch von seiten der einbezogenen Firmen kommen.

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